Obwohl der „große Schnee“ noch immer ausgeblieben ist, sind Skitouren trotzdem möglich. Heute steht eine gemütliche Tour auf den Glungezer, von der Bergstation Tulfein auf dem Programm. Mit von der Partie sind Biggi und ihre Schwester.

Bei schönstem Wetter starten wir ein paar Meter über die Piste, dann zweigen wir auf den Sommerweg zum Schartenkogel ab. Ab hier ist es eine feine, aber auch sichere Tour zu unserem ersten Ziel.

Es ist eine schöne Spur angelegt, im Hintergrund sehen wir schon unser Hauptziel, den Gipfel des Glungezers. Bis dorthin müssen wir aber noch ein paar Meter machen…

Bald haben wir den lichten Zirbenwald hinter uns gelassen und nun haben wir eine wunderbare Aussicht auf das Inntal.

Bis zum Schartenkogel müssen wir nur 2 Mal kurz über apere Stellen (mit Steinen) treten, ansonsten haben wir ein feine und griffige Spur.

Bald erreichen wir den Schartenkogel (2.311m), hier fellen wir ab, denn wir fahren ein paar Meter hinab…


… zum Tulfeinjöchl. Nach einem Blick zurück zum Schartenkogel, einem Schluck Tee und wieder auffellen starten wir wieder durch.

Nach ein paar flachen Metern vom Jöchl steilt der Hang auf und wir müssen recht steil auf den Sommerweg zum Glungezer wechseln.

Die Spurensuche ist nicht immer einfach, einmal verfehlen wir die verblasene Spur und landen in den Felsen. Aber ungut ist die Situation nie, den Weg finden immer gleich wieder.

Der Wind leistet gerade am Glungezer immer ganze Arbeit. Fast schon verwunderlich, dass noch eine geschlossene Schneedecke zum Gipfel vorhanden ist.

Im Rückblick sehen wir nochmals unsere Spur, abgesehen vom ersten steilen Hang ist der Weg nun sehr angenehm zu gehen, wenn auch teilweise die Oberfläche pickelhart ist.

Wir sehen unterhalb vom Gipfelhang schon das Gipfelkreuz vom Glungezer, nun haben wir es bald geschafft.

Der Blick ins Unterland führt unser Auge bis zum Kaisergebirge. Die Aussicht heute ist wunderbar, die Luft sehr klar.

Kaum haben wir den Gipfel erreicht, fühlen wir auch schon den typischen Wind, der hier gefühlte 365 Tage im Jahr bläst.

Es ist zu ungemütlich für eine längere Pause, daher fellen wir nur ab.

Wir fahren vom Gipfelkreuz die paar Meter hinunter zur Glungezerhütte, hier wollen wir uns eine verdiente Einkehr gönnen. Aus dem Weg zur Hütte sehen wir auch den Verlauf der Route Roman… wir erinnern uns.


In der Hütte finden wir gleich einen gemütlichen Platz, ich gönne mir die bekannten „Spaghetti Kathmandu“, sehr interessant gewürzt…

Nach einer feinen, ausführlichen Rast auf der Hütte steht noch die Abfahrt über die Nordhänge des Glungezers ins Skigebiet vor uns.

Ein letzter Blick gilt noch in Richtung Kreuzspitze, die ich letztes Jahr im Sommer besucht hatte. Dann fahren wir über die pistenähnlich abgefahrenen Hänge hinterunter ins Skigebiet und weiter zur Mittelstation.

Heute war wieder ein toller Tourentag mit wunderbarer Begleitung. Ich freu mich schon auf die nächste Runde!
Tourendaten
Gesamtlänge: 9,00 km
Gesamtdauer: 2:50 h
Höhenmeter: △ 745 m / ▽ 1.134 m
Lawinenstufe: 1 (Gleitschnee / Triebschnee)


