260210 Skitour Halsspitze

Nach einem feinen Abend und einer guten Nacht auf der Weidener Hütte wachen wir zu bestem Wetter auf. Die Lawinenwarnstufe liegt bei 3, es ist immer noch das langwierige Altschneeproblem vorhanden, obwohl fast kein Schnee liegt…
Nach Rücksprache mit dem Hüttenwirt Michael beschließen wir, als heutiges Ziel die Halsspitze zu besteigen.
Wir starten nach einem üppigen Frühstück direkt bei der Hütte, erst müssen wir der Forststraße folgen.

Es ist schattig auf dieser Seite des Tals, und dementsprechend kühl. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir bald in die Sonne kommen…

… die uns schon von der anderen Talseite anstrahlt. Der Forstweg schlängelt sich weiter und weiter in das Naflingtal, an dessen Ende die Halslspitze steht.

Im Rückblicken sehen wir den Naflingsee, dahinter die Hütte. Im Hintergrund lacht das Inntal herüber, mit der Walder Alm und dem Karwendel.

Vor dem Naflingalm Hochleger kürzen wir den Forstweg ein wenig ab, ab dem langen Almgebäude, das wir im Sommer mit Kühen auch schon erlebt hatten, wandern wir wieder über die Forststraße.

Nun zieht die Spur über schöne Skihänge, leider mit relativ wenig Schnee immer weiter Richtung Tourenziel.

An einem Rücken machen wir nochmals eine Pause, hier ist eine kleine Steilstufe, die wir aber schön umgehen können.

Der Blick ins Tal vor uns ist super…

… wir sehen den Weg zum Naflingjoch. Kurz sind wir ein wenig konfus und überlegen, ob wir über dieses Joch zum Gipfeln kommen.

Schlussendlich nehmen wir doch die richtige Spur auf die Halslspitze. Im Rückblicken müssen wir erkennen, dass uns unsere Orientierung ein wenig im Stich gelassen hatte… wir wären wahrscheinlich ganz falsch gegangen, wenn wir die „untere“ Spur verfolgt hätten.

Der Hang, der „fast wie eine Skipiste abgefahren ist“, liegt nun vor uns und lässt uns schon freudig auf die Abfahrt denken. Doch noch müssen wir ein paar weitere Meter hoch.

Es ist wirklich wunderschön hier, ein wenig mehr Schnee und es wäre perfekt. Aber man darf heuer nicht undankbar sein, für diese Verhältnisse ist das heute ein wunderschöner Tag mit tollen Bedingungen.

Brigitte, Doris und Ingrid haben auch ihre Freude an der Tour, es ist jetzt höhenbedingt ein wenig frischer geworden…

Weiter und weiter geht es den fast endlosen Hang hinauf. Wir können rechterhand ins Tuxertal mit den Skigebieten sehen, hier oben wir wir allerdings heute alleine. Was für eine Aussicht…

Unser Ziel kommt immer näher, wir müssen noch auf den Kamm, dann gehen wir am Grat entlang hinauf zus Spitze… und wenn es nicht zu windig ist, werden wir dort wohl auch jausnen.

Der alles dominierende Olperer ist auch wieder ins Blickfeld gerückt und erinnert Biggi und mich auch an die tolle Wanderung im Sommer 2024.

Wir gehen die paar Meter flach zum Gipfel, dann schnallen wir die Ski ab. Erst wird alles für die Abfahrt gerichtet, dann jausnen wir gemütlich.

Es weht nur ein leichter Wind, es ist relativ gemütlich, hier und heute!

Wir freuen uns schon alle auf die Abfahrt, wir fahren ja die gleiche Strecke wieder ins Tal.

Überraschend gut können wir über den teils hart gepessten Schnee abfahren. Die Temperatur ist sehr angenehm.

Wir erreichen gemütlich und ohne Zwischenfälle die Weidener Hütte mit der gemütlichen Sonnenerstasse. Wir bestellen ein ein Getränk und lassen gemütlich den Tag ausklingen. Das war eine tolle Tour mit sehr feiner Gesellschaft.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:32 h
Gesamtlänge: 9,49 km
Höhenmeter: ∆ 804 m / ∇ 811 m
Lawinenstufe: 3 (über 2000m, Altschnee)

260209 Skitour Weidener Hütte (1.799m)

Schon länger freue ich mich auf das Skitouren-Wochenende auf der Weidener Hütte, heute ist es endlich soweit. Nachdem wir die unübersichtliche Parkplatzsituation in Innerst gemeistert haben, sind wir schon fast startklar. Leider ist die Umgebung hier sehr „grün“, daher müssen die Ski erstmal auf den Rucksack…

Über einen erst matschigen, dann eisigen Weg steigen wir die ersten Viertelstunde auf.

Unvorstellbar, dass es hier zum Tourengehen gut geht, würde man meinen, aber wir marschieren unverzagt weiter.

Schließlich erreichen wir die Forststraße, die uns in angenehmer Steigung zur Hütte bringen soll. Wir machen einen Gruppencheck, ob alle LVS auch funktionieren, dann können wir endlich mit den Skier los.

Obwohl die Schneeauflage nicht gerade üppig ist, können wir doch „fast“ ohne Abschnallen dem Weg folgen, ein paar Mal müssen die Skier dann doch runter und wir trippeln über den steinigen Forstweg.

Je höher wir kommen, desto mehr freut es uns, die Aussicht ins Inntal ist wunderschön, die meiste Zeit sind wir jedoch im Wald.

Der Forstweg ist nun durchgängig schneebedeckt und wir kommen zügig weiter. Die Sonne lacht auch schon immer wieder durch die Bäume, das Wetter ist ja wunderbar heute.

Schließlich erreichen wir offene Flächen und können schon ein wenig ins Naflingtal reinschauen, Vor uns der Hobart, der dominierend vor uns sichtbar wird.

Unser Ziel ist heute die Weidener Hütte, auch Naflinghütte genannt. Von dort wollen wir morgen und übermorgen zwei Touren starten.

Wir kommen an der pompösen „Jenbacher Hütte“ vorbei, den Namen werden wir erst später vom Hüttenwirt gesagt bekommen. Kurz dachte ich, wir schon schon am Ziel…

Hier ist der Schnee und damit auch das winterliche Gefühl nun gut, ein bisschen was wir hier schon gehen, zum skitouren…

Am frühen Nachmittag erreichen wir die Hütte, wir sind ja auch spät losgegangen.

Die Sonne scheint auf die Terrasse, wir gönnen uns eine kleine Stärkung (die im Endeffekt gar nicht so klein ist) und genießen die Wärme der Sonne. Eingecheckt sind wir auch bald…

Da der Nachmittag noch jung ist, machen wir uns ein paar Meter über der Hütte noch an einen Pieps-Übung, ein gutes Training und ein toller Zeitvertreib.

Bald schon geht die Sonne unter und es wird kühl. Zeit um das Zimmer zu beziehen, die Ausrüstung zu versorgen und sich für das Abendessen herzurichten. Es gibt, das wissen wir vom letzten Sommerbesuch, gutes Essen, und auch die Quantität passt mehr als gut.

Den Abend beschließen wir mit Tourenplanung, feinen Gesprächen und einer gemütlichen Watterrunde. Ein sehr gemütlicher Tag und Abend!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:10 h
Gesamtlänge: 6,97 km
Höhenmeter: ∆ 615 m / ∇ 91 m
Lawinenstufe: 3 (Altschnee, ab Waldgrenze)

260131 Rodeln Juifenalm (2.022m)

Biggi liebt Rodeln, und heute ist das erste Mal in diesem Winter schaffen wir einen Rodelausflug. Wir müssen allerdings ein Stück fahren, die Juifenalm im Sellrain soll aktuell gut gehen.
Von Juiffenau, dem Wanderparkplatz starten wir den Aufstieg zur Alm.

Erst wandern wir im Schatten, es ist kühl und sehr winterlich. Hier im Sellrain liegt doch ein wenig Schnee…

Bald schon erreichen wir die Waldgrenze und die Sonne wärmt uns auf. Nun ist der Aufstieg sehr angenehm.

Kehre um Kehre wandern wir höher, wir sind heute bei weitem nicht die Einzigen. Rodler und auch einige Skitourengeher, die wohl auf´s Fotscher Windeck oder auf Sömen steigen.

Bald erreichen wir die schön gelegene Alm, eine Einkehr ist angezeigt. Wir finden „leider“ nur einen Platz in der Sonne, und obwohl es mit Decke nicht ganz so arg ist, kühlen wir doch beide ab… das wunderbare Schnitzel hilft da nur kurzfristig aus…

Schließlich wird es wieder Zeit, ins Tal zu kommen. Wir richten uns her und sausen über die bestens präparierte Bahn ins Tal. Ein paar kleine Hügel lassen uns hopsen, ansonsten gibt es nichts auszusetzen an dieser tollen Bahn.

Wie schon in den letzten Tagen festgestellt, es wird wieder Zeit für ein wenig Schnee… es hat aber dennoch sehr viel Spaß gemacht!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:04 h
Gesamtlänge: 10,15 km
Höhenmeter: △ 587 m / ▽ 571 m
Lawinenstufe: 3 (über Waldgrenze, Altschnee)

260130 Skitour Patscherkofel (2.246m)

Wolfi hat mich spontan gefragt, ob ich ihn auf den Patscherkofel begleite… ich muss nicht lange überlegen, es ist mir eine Freude. Wir sind schon länger nicht mehr unterwegs gewesen. Das Wetter ist super, wir treffen uns im Bus zum „Kofel“.
Mit der Bahn fahren wir bis zur Mittelstation, dann starten wir zuerst über die Piste den Aufstieg.

Nach dem Schlepplift zweigen wir in Richtung Klimahaus ab, wir müssen ein paar Meter absteigen, dann queren wir ins Gelände.

Es ist wunderbar winterlich, zumindest optisch. Zum Abfahren würde dann doch zu wenig Schnee liegen, aber für den Aufstieg reicht es allemal.

Teilweise müssen wir sogar spuren, einen kleinen Hang kürzen wir ab, doch der Weg zwischen den Almrosen ist gar nicht einfach zu spuren.

Schließlich erreichen wir den Gipfelhang, der wie üblich fast abgeblasen ist. Eine Spur führt dennoch weiter hoch, der Senderturm am Gipfel rückt in unser Blickfeld.

Das Wetter ist heute echt perfekt, und durch den letzten Schneefall ist zumindest die meiste Landschaft leicht schneebedeckt und schaut winterlich aus.

Am Gipfel sieht man gut, wie der Wind in den letzten Tagen gearbeitet hat. Teils ist der Schnee komplett abgeblasen, dann sind wieder fast meterhohe Wehen zu sehen.

Wir erreichen den Gipfel und beschließen noch einen Besuch in die Gipfelstube.

Es ist schon Sperrstunde, dennoch bekommen wir dank dem freundlichen Personal noch was zu trinken. Wir stehen auf der Terrasse, sobald man länger steht, ist es dann doch kühl.

Im Inntal liegt wenig Schnee, aber immerhin eine Handvoll mehr als in den letzten Wochen. An so einen schneearmen Winter wie heuer kann ich mich nicht erinnern.

Von der Gipfelstube haben wir eine tolle Skiabfahrt, die Forststraße vom Gipfel und auch die Piste selber sind gut in Schuss, und so erreichen wir zufrieden wieder das Tal! Hoffentlich machen wir das bald wieder mal…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:01 h
Gesamtlänge: 10,75 km
Höhenmeter: △ 543 m / ▽ 1.241 m
Lawinenstufe: 3 (über Waldgrenze, Altschnee)

260129 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Mein Skitourenleben spielt sich aktuell (hauptsächlich dank der Schneelage) zwischen Patscherkofel und Glungezer / Schartenkogel ab. Heute in der Nacht hat es wieder mal ein wenig geschneit, daher freuen wir, Biggi, Ingrid und ich uns schon fest auf den Schartenkogel.

Im Tal ist es noch stark nebelig, wir hoffen auf besseres Wetter in der Höhe…

… und siehe da, je weiter wir die Lifttrasse aufsteigen, desto besser wird die Sicht und auch die Laune.

Es hat nicht üppig, aber immerhin so viel geschneit, dass ein wenig Winterfeeling aufkommt. Sogar auf den Bäumen liegt ein wenig Weiß.

Über die alte Seilbahntrasse erreichen wir die Bergstation, hier zweigen wir in die Kalte Kuchl ab.

Der Weg schaut gut aus, daher zweigen wir nochmals ab, wir nehmen den Sommerweg auf den Schartenkogel.

Die Tiefblicke ins Tal sind heute sehr stimmungsvoll, das „schlechte“ Wetter hat seinen eigenen Reiz. Es ist windstill und gar nicht kalt, daher gesamtheitlich gesehen sehr angenehm zum aufsteigen.

Teilweise schaffe ich es sogar, eine eigene Spur zu legen, das passiert am Schartenkogel recht selten. Es macht Spaß, allerdings bin ich dann doch dankbar für eine gute Streckenführung durch das Steinlabyrinth.

Da wir im Gelände doch sehr weit rechts geblieben sind, stoßen wir im oberen Teil wieder auf den Skiweg, der uns nun über die Piste auf den Gipfel bringt.

Die letzten Meter zum Gipfel gehe ich zu Fuß, da hier Steinkontakt fast nicht ausgeschlossen werden kann. Ein kurzes Bild am Gipfelkreuz und die Kontrolle der Aufstiegsroute folgen…

… zum Glück sind wir auf der rechten Seite aufgestiegen, der Schnee am Gipfel und im Aufstiegsgelände ist verblasen und teilweise nicht vorhanden. So haben wir die richtige Wahl getroffen.

Am Gipfel sind nur zwei weitere Personen, Donnerstag Nachmittag ist ein ruhiger Tag hier am Gipfel.

Wir fahren über die Kalte Kuchl zur Tulfeinalm ab, hier gönnen wir uns Kaffee und Kuchen, Ingrid genießt die sehr gute Linsensuppe!

Nach einer feinen Pause in der fast leeren Hütte richten wir uns für die Abfahrt, wir wollen den Bus im Tal noch schaffen.

Das erste Stück ist ein wenig anstrengend, da wir über den geraden Ziehweg wieder zur Skipiste zurückfahren müssen, der Neuschnee erschwert dieses Unterfangen ein wenig.

Doch schließlich erreichen wir die Piste, dann die Gondel und zu guter Letzt auch noch unseren Bus.

Auch wenn sich die Tourenmöglichkeiten und besuchten Gebiete heuer zumindest für mich recht eingeschränkt sind, macht es jedes Mal wieder Spaß, auf den Skier zu stehen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:25 h
Gesamtlänge: 7,62 km
Höhenmeter: △ 773 m / ▽ 753 m
Lawinenstufe: 3 (über 2000m, Altschnee)

260123 Skitour Schutzhaus (1.965m)

Es ist schon fast ein wenig tragisch, aber heuer kommt und kommt kein Schnee! Also wieder mal eine Tour, die machbar ist, weil die Liftbetreiber künstlichen Schnee zur Verfügung stellen. Heute, direkt nach der Arbeit, geht´s auf den Patscherkofel…

Steil und direkt startet die Tour über die Olymipiaabfahrt, die Piste ist griffig, aber teilweise auch rutschig. Dennoch läuft es besser als erwartet. Das Wetter ist perfekt, Skifahrer sind fast keine am Weg.

Der Blick ins Inntal macht den diesjährigen Schneemangel wieder eklatant offensichtlich… wo bleibt nur der Schnee, den wir uns hier so sehr wünschen…

Der letzten steilen Hang vor der Mittelstation lasse ich aus, zu sehr quälen sich hier die vorhergehenden Tourengeher ab… ich nehme den Vitalweg in Richtung Patscher Alm, dort will ich dann weiter über die Familienabfahrt aufsteigen.

Erst ist der Forstweg gut, aber schon bald kommen Stellen, die ein weiterkommen mit „gutem Gewissen“ nicht mehr möglich machen… also runter mit den Skier, es wird eine Wandereinlage eingeschoben.

Schließlich erreiche ich wieder die Piste und steige zuerst an der Patscher Alm, dann am einzigen Schlepplift am Kofel vorbei in Richtung Schutzhaus und Bergstation. Neben dem Funpark fällt mir noch eine lustige Schilderfolge auf: Erst steht da „Tourenaufstieg“, gleich dahinter ist ein Schild „Kein Tourenaufstieg“… da hat sich jemand was überlegt!

Im Bergrestaurant treffe ich Letu, der wie immer hier seine beschränkte Freizeit beim Skifahren ausnutzt. Da hat er einen Willen, der bewundernswert ist.

Trotz Schneemangel kann man Touren machen, danke hierfür an die Liftbetreiber, die ersten die Tourengeher tolerieren und auch die Pisten super in Schuss halten! Ein hoch auf euch…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:59 h
Gesamtlänge: 8,93 km
Höhenmeter: ∆ 942 m / ∇ 917 m
Lawinenstufe: 1

260120 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Ich schaffe es wieder, nach der Arbeit noch „rasch“ auf den Schartenkogel zu gehen. Heute bin ich ein wenig später dran, daher ist es schon dämmerig, als ich auf der Piste ankomme…

Heute wird der linke Teil der Piste präpariert, ein ungewöhnlicher Blick, denn normalerweise ist am Dienstag und Donnerstag, wenn die Skitourengeher am Wege sind, Ruhe!

Im Westen senkt sich der Tag und die Nacht und auch die Beleuchtung im Tal treten in den Vordergrund. Ich erreiche die Bergstation des Tulfein Express (2.054m). Bis hierhin hatte ich noch ein wenig Beleuchtung durch die Bahn.

Im weiteren Verlauf zum Schartenkogel wird es immer dunkler, daher setze ich bald die Stirnlampe auf. Sehen und gesehen werden ist die Devise, denke ich mir. Immerhin kommen mir sogar Skifahrer ohne Lampe entgegen… in meinen Augen recht gefährlich!

Die Abfahrt ist hart, teilweise eisig, aber immer gut befahrbar. Allerdings bin ich, da ich diese Verhältnisse nicht so mag, doch froh, nur einmal abfahren zu müssen. Hoffentlich kommt bald ein wenig Schnee…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:34 h
Gesamtlänge: 7,50 km
Höhenmeter: △ 761 m / ▽ 735 m
Lawinenstufe: 2 (Altschnee)

260117 Skitour Patscher Alm (1.694m)

Lang, lang ist´s her! Es gab mal Zeiten, da haben Michi und ich einige Bergtouren gemeinsam gemacht, aber in letzter Zeit hatten wir beide irgendwie nie richtig Zeit… die letzte gemeinsame Bergtour, mit den Figl auf der Saile, ist schon über ein Jahr her. Umso mehr freue ich mich, wieder was zusammen zu machen und gleich zeitig so manche Geschichte und Neuigkeit erzählt zu bekommen…

Wir beschließen, gemütlich mit den Tourenskier auf die Patscheralm zu stapfen, da können wir auch gut quatschen nebenbei… und die Rast dort oben ist normalerweise auch sehr nett.

Das Wetter ist gut, wir haben viel zu bereden, es ist ja wirklich einiges passiert. Und so steigen wir, vertieft in Gespräche immer höher und höher.

Blick für die Umgebung haben wir heute nicht viel, zu spannend sind die Geschichten und Berichte… und dann stehen wir schon auf der Wiese vor der Patscher Alm. Und wieder, fast auch schon ein „Deja vu“ ist die Wiese vor der Alm schon aper. Im Frühjahr 2025, in anderer Konstellation sind wir auf der „Grünen Wiese“ gestanden

Wir müssen nur ein kurzes Stück tragen, dann steigen wir die letzten Meter zur Alm hoch. Diese ist leider rappel-voll…

Wir beschließen, im „Das Hausberg“ bei der Talstation einzukehren, das Essen dort ist auch sehr gut! Rasch packen wir zusammen, die Ski werden in den Abfahrtsmodus versetzt und dann sausen wir ins Tal.

Die Piste ist überraschend gut beeinander, und schon bald sitzen wir im Gasthaus und genießen ein gutes Mittagessen und noch bessere Gespräche.

Es war ein toller Ausflug mit Michi, ich hoffe, es müssen nicht wieder „Jahre“ vergehen, bis wir uns sehen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:53 h
Gesamtlänge: 6,12 km
Höhenmeter: △ 685 m / ▽ 666m
Lawinenstufe: 1

260113 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Schon seit einiger Zeit liebäugle ich mit den Abendskitouren am Schartenkogel (Glungezer Skigebiet), die auch in den letzten Jahren eine willkommene Bewegungstherapie nach einem anstrengenden Bürotag waren.
Heute starte ich wieder durch, Dienstag und Donnerstag ist der Lift länger offen, so kann der schneearme untere Teil skischonend überwunden werden.

Dann folge ich der Piste bzw. der Lifttrasse immer weiter den Berg hinauf. War am Beginn der Tour noch ein wenig Sonne, so ist nun die Abenddämmerung hereingebrochen.

Die Flutlichter am Lift sind an, Taschenlampe braucht man noch keine… obwohl ich mir bei manchen Abfahrern denke, es wäre nicht blöd, sich sichtbar zu machen!

Wunderschön senkt sich die Sonne im Westen und macht Platz für eine sternenklare Nacht. Das Farbspiel am Horizont ist immer wieder faszinierend.

Die Bergstation, hell erleuchtet, stellt das letzte künstliche Licht im weiteren Aufstieg dar, nun wandere ich weiter in die Kalte Kuchl und in Richtung Ziel.

Als ich den Gipfel erreiche, ist es dunkel, nur noch ein kleiner Lichtstreif am Horizont ist sichtbar. Die Stadt und das Inntal leuchten empor, wie eine Feuerschlange schaut das unglaubliche Schauspiel aus.

Es ist windstill und gar nicht so kalt, ich bleibe dennoch nicht lange am Gipfel. Die Abfahrt glückt heute dank geschliffener Kanten besser als die Tage vorher, bald erreiche ich die Mittelstation.
Schnell springe ich in eine Gondel, und im Tal wartet wieder mal der Bus auf mich… super Timing! Bis bald einmal…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:37 h
Gesamtlänge: 7,64 km
Höhenmeter: △ 744 m / ▽ 750 m
Lawinenstufe: 3 (über Waldgrenze, Altschnee)

260111 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Biggi musste gestern arbeiten und konnte nicht mit auf den Patscherkofel, aber heute haben wir wieder eine gemeinsame Tour auf dem Programm. Wieder mal der Schartenkogel, der uns nie langweilig wird.

Die Lifttrasse ist heute wieder geöffnet und sehr gut zu begehen, die Piste ist wunderbar präpariert. Der wenige Schnee hat Wunder bewirkt…

Es ist furchtbar kalt, daher sind wir froh, als endlich die Sonne hinter dem Glungezer hervorbricht. In den Sonnenstrahlen ist es gleich um einiges angenehmer.

Wir steigen über die Piste zuerst bis zur Bergstation Tulfein, dann weiter auf der Piste in die Kalte Kuchl.

Den Sommerweg haben wir heute ausgeschlossen, denn dafür liegt wohl zu wenig Schnee. Die Piste passt heute gerade gut.

Das Inntal ist auch ein wenig angezuckert und es schaut sich schon viel winterlicher aus als in den letzten Tagen.

Und auch hier im Skigebiet entdecken wir einige Windzeichen und auch klein-räumige Triebschneepackete. Ungefährlich, aber interessant zum ansehen.

Schließlich erreichen wir die Bergstation Schartenkogellift, hier ist für uns heute Ende. Den Fußmarsch zum Schartenkogel lassen wir wegen dem Wind heute aus, es ist kalt und ungemütlich hier am Kamm.

Das hier ist wohl die Stelle, die in Zukunft evtl. ein Restaurant beherbergen wird, wenn die Ausbaupläne der Glungezerbahn durchgeführt werden.

Heute ist hier nur der Wind am Werk, er wirbelt den Schnee furios durch die Luft, in den Rucksack und in den Kragen… nur schnell weg von hier.

Wir kehren in unsere Lieblingsalm ein, eine leckere Stärkung ist heute drin! Dann trinken wir noch einen guten Kaffee und fahren in der Kälte hinab bis zur Mittelstation. Die Talabfahrt wird wohl mit dem wenigen Schnee nicht so gut gehen, daher lassen wir sie aus.
Schartenkogel, bis bald mal wieder…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:15 h
Gesamtlänge: 7,70 km
Höhenmeter: △ 758 m / ▽ 727 m
Lawinenstufe: 2 (Altschnee)