260822 Wanderung Seaperalm (1.619m)

Heute geht´s gemeinsam ins wunderschöne Padastertal. Wobei genau genommen das Tal zwei Seiten hat: Einen industriell/montanen und einen altertümlich/modernen Aspekt.

Bis Steinach kommen wir mit dem Zug, dann wandern wir zum Taleingang. Hier startet die eigentliche Wanderung. Es gibt einen Panormaweg, der von der BBT (Brenner-Basis-Tunnel Gesellschaft) erbaut wurde und mit vielen Infotafeln ausgestattet.

Das Padastertal hat ein schweres Los gezogen. Ein großer Teil des Tunnel-Aushubs wird hier ins Tal geschüttet, und dadurch das Tal verflacht.

Glaubt man den Schautafeln, wir hier mal schönes Almgelände entstehen, aber bis dorthin ist es noch ein längerer Weg. Unser Weg führt direkt am Abraum vorbei…

Ich bin schon vor vielen Jahren hier gewesen, mittlerweile hat sich das Gesicht des Tals stark geändert!

Von weiter oben sieht man das ganze Ausmaß der Baustelle…

Und dann wandert man 2 Kurven weiter und steht mitten in unberührter Almlandschaft. Ein Phänomen. Die Baustelle ist vergessen, kein Geräusch stört die Ruhe. Ein Tal mit zwei Gesichtern…

Der Boden unterhalb der Alm ist wunderschön, die Hütte kommt schon ins Blickfeld.

Rückblickend, ins Wipptal nach Steinach am Brenner schauend, kann man die Baustelle erahnen, aber störend ist das Werk hier oben nicht mehr.

Und dann haben wir eine der urigsten Almen, die ich kenne, endlich erreicht.

Leider schaut die Alm nicht bewirtschaftet aus, als wir an der Hütte ankommen, ist alles verschlossen. Im Brunnen sind gekühlte Getränke und eine Kasse steht auch bereit. Wir setzen und in die Sonne, genießen ein erfrischendes Bier und schauen einem Esel beim Grasen zu!

Nach ausgiebiger Pause wandern wir wieder retour nach Steinach. Allerdings nehmen wir einen alternativen Weg, der direkt unter der Alm in die Tiefe führt.

Über die Almwiesen, fast nicht sichtbar führt der Weg erst über Felder, danach in den Wald hinein.

Auch im Wald ist der Weg stark verwachsen, es sieht so aus als ob es hier nicht allzu viel Verkehr gibt.

Fein ist der Weg auf jeden Fall, es ist angenehm kühl im Wald und rasch erreichen wir tiefere Lagen.

Bei einem größeren Rückhaltebecken finden wir den Eingang zum Ministollen, der Teil des Panoramawegs ist.

Das Tor ist offen, begehen nur bei guten Wetter steht hier. Wir treten ein und werden gleich von der kühlen Bergluft umfangen.

Der Tunnel ist nett angelegt, ungefähr 500 Meter lang ist der Stollen.

Beim Mundloch austretend sind wir wieder auf der Baustelle, hier wird auch am Wochenende gearbeitet.

Nochmals ein Blick auf die großen Halden, der Schotterlift läuft auch, hier werden die angelieferten Steine verteilt.

Am Ende des Tales bleiben wir im Wald und wandern oberhalb von Steinach am Brenner in Richtung Bahnhof. Pünktlich erreichen wir die Station, der Zug fährt ein paar Minuten später ein. Das nenne ich perfektes Timing.

Das Tal der zwei Gesichter ist spannend. Auf der einen Seite sieht man den massiven Eingriff des Menschen, aber der anderen Seite Almböden, die auch Menschgemacht sind, aber fast natürlich anmuten…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:56 h
Gesamtlänge: 11,92 km
Höhenmeter: △ 697 m / ▽ 675 m

260816-260821 Bayrerhütte

Wir, Biggi und ich sind ein paar Tage auf der Hütte. Das Wetter ist durchwachsen, aber doch immer wieder gut genug, um ein paar Aktivitäten durchzuführen.
Nebenbei wird in der Hütte gearbeitet, es gibt immer was zu tun. Heuer ist das erste Mal die Quelle versiegt, zum Glück hat es an den ersten Tagen dann geregnet und die Speicher wieder aufgefüllt. So gesehen war das Regenwetter zwischendurch sogar ein Segen.

Die von uns unternommenen Touren sind in den folgenden Links zu finden…

Es war wieder eine tolle Zeit auf der Hütte, ich freue mich auch schon wieder auf den nächsten Aufenthalt!

260820 Radrunde Tannheimertal

Gestern waren wir schon im Tannheimer Tal, heute wollen wir eine Radrunde von Pflach über das Tannheimer Tal machen. Wir starten direkt in Pflach, zuerst über den Vogelturm führt der Weg nach Lechaschau.

Weiter führt uns der Weg nach Höfen und in Richtung Weißenbach. Hier verlassen wir den Pfad am Lech entlang, nun kommt die eigentliche „Schlüsselstelle“ der Tour.

Der alte Gaichpaß, eine früher genutzte Straße ins Tannheimer Tal. Hier wurde Salz und allerlei Güter teils steil mit Pferdegespannen ins Hochtal gebracht.

Zuerst müssen wir ein Stück von der Hauptstraße in Richtung Schotterwerk fahren, dann wird der Weg steiler und wir naturgemäß langsamer.

Hochachtung an all die Fuhrleute, die hier früher unter teils widrigen Wetterbedingungen diesen Weg hochgekarrt sind, um ihre Güter weiter zu bringen

Schon die Römer hatten diese Strecke verwendet, später wurde der Saumpfad für Salz aus Tirol und Wein verwendet.

Heute wird die Straße nicht mehr für motorisierte Fahrzeuge benutzt. Ein Verein hat sich der Erhaltung dieses Stückes Tiroler Geschichte verschrieben! Toll dass sich jemand drum kümmert!

Schließlich erreichen wir eine kleine Kapelle, ab hier wird der Weg flacher und wir stoßen am Scheitelpunkt mit der neuen Hauptstraße zusammen.

Der Nesselwängler Ache folgend erreichen wir Nesselwängle…

…und bald darauf auch den Haldensee.

Hier gönnen wir uns eine kleine Pause. Sogar schwimmen wäre möglich, leider ist am Nachmittag eine Wetterverschlechterung angesagt und wir wollen noch halbwegs trocken nach Hause kommen.

Der nächste Ort ist Grän, hier waren wir schon gestern, bei der Burgschenke (und dem Parkplatz) vorbei radeln wir in Richtung Enge

Ein paar Meter müssen wir erst hoch, dann kommt eine lange und feine Abfahrt nach Pfronten.

Zuerst noch auf der Hauptstraße, zweigen wir später auf einen Fahrradweg ab, der durch Wald und an der Steinacher Ache entlang nach Pfronten führt.

Interessanterweise ist auf der deutschen Seite unserer Tour die Rad-Infrastruktur viel besser ausgebaut als in Österreich. Das ist uns gleich beim Grenzübertritt aufgefallen.

Bald erreichen wir wieder den Grenzübertritt nach Österreich. Gerade stellen die Österreichischen Grenzbeamten eine Kontrolle auf, hier wird sich wohl bald ein kleiner Stau bilden.

Ab Vils sehen wir den markanten Säuling, unser Ziel, direkt vor uns. Auch hier ist nun ein feiner Radweg, der zuerst nach Vils und dann weiter nach Musau führt.

Bald erreichen wir die Gemeindegrenze von Pflach, nun ist es nicht mehr weit…

Eine tolle Tour mit sehr schönen Einsichten ins Tannheimer Tal. Besonders die Enge hat mir gut gefallen.
Zu Mittag gehen wir mit Mama noch was Essen, kaum sitzen wir unter der Markise, fängt es auch schon an zu tropfen! Da haben wir wirklich ein tolles Timing geschafft!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:29 h
Gesamtlänge: 51,83 km
Höhenmeter: △ 505 m / ▽ 502 m

260819 Bergtour Aggenstein (1.985m)

Den schönsten Tag der Woche haben wir uns für eine tolle Bergtour mit Papa auserkoren! Schon recht früh starten wir von der Hütte aus, holen Willi zu Hause ab und fahren nach Grän im Tannheim. Am Parkplatz der Füssener-Jöchl-Bahn parken wir, dann wandern wir nördlich unserem Ziel entgegen: Der Aggenstein.

Die ersten Meter über Siedlung und Wiesen ist schnell zurückgelegt, dann steilt der Pfad auf und es geht den Berg hinauf.

Nach einiger Zeit erreichen wir den Bergrücken unterhalb der Bad-Kissinger-Hütte, die Aussicht ist phänomenal.

Nach Süden hin Berge, so weit das Auge reicht, schaut man allerdings nach Norden, schaut man direkt in die Ebene des Allgäus. Nur ein paar Hügel zieren das Land, die schönen Seen rund um Füssen sind gut zu sehen.

Für uns geht es nun nach Westen hinauf zur Bad-Kissinger-Hütte (1.788m), diese wird quasi umrundet, um weiter zum Gipfel zu kommen.

Durch die typischen Grasmatten der Allgäuer Berge steigen wir im Zigg-Zagg höher und höher.

Das weit sichtbare Band auf den Gipfel, das wir schon letztes Jahr vom Litnisschrofen gesehen hatten, haben wir schon hinter uns gelassen.

Die letzten Meter zum Gipfel sind mit Seil versichert, aber einfach zu begehen. Am Weg kann man schon den Beliebtheitsgrad des Berges ablesen.

Am Gipfel machen wir eine feine Pause, genießen die Aussicht…

… Biggi und ich haben eine Jause mit, die schmeckt halt am Gipfel immer am Besten.

Der Rückweg folgt erst dem Aufstiegsweg Bad-Kissinger-Hütte, doch kurz nach dem Schutzhaus wechseln wir auf den „Gräner Höhenweg“.

Dieser führt gemütlich zuerst durch lichten Wald. Hier ist nun schon mehr los, einige Leute kommen vom Füssener Jöchl herüber, das bequem per Seilbahn erreichbar ist.

Typisches Gelände für diese Gegend, der Weg ist super ausgebaut, Papa unterhält uns mit so manchem Schwank aus seinem Wanderführerleben!

Wir erreichen die Sebenalm, schön gelegen, aber leider auch zu nahe am Wanderweg und deshalb immer wieder von Touristen besucht, obwohl das Gelände hier privat wäre!

Vom Sefensattel schauen wir nochmals retour, fast ein Bilderbuchbild… Kühe im Vordergrund, der Aggenstein im Hintergrund!

Der Weg führt nun noch am Gamskopf, der voll mit Leuten ist, erreichen wir schließlich die Sonnenalm am Füssener Jöchl.

Wir kehren im Gasthaus ein, es ist gut besucht, aber Getränke gehen schnell. Es ist keine klassische Alm, sondern eher ein klassisches Skirestaurant mit Selbstbedienung.

Nach einer gemütlichen Rast auf der Terrasse beschließen wir, den Pfad unterhalb der Läuferspitze ins Tal zu nehmen.

Wir verzichten extra auf den steilen Abstieg über die Skipiste und nehmen den schönen Wanderweg, der in angenehmem Gefälle ins Tal führt.

Auch hier gedeiht zur Zeit kein einziger Pilz, es fehlt trotz gestrigem Regen immer noch an Wasser. Hoffentlich wird das heuer noch was.

Oberhalb vom Haldensee wandern wir über den Adlerhorst wieder retour zum Parkplatz an der Burgschenke! Ein perfekter Wandertag mit sehr schönem Gipfel.

Bei der Rückfahrt nach Reutte bleiben wir noch kurz stehen, gönnen uns eine Jause. Willi wird nach Hause gebracht, während Biggi und ich noch einen Sprung zum Frauensee in Lechaschau fahren. Dort kühlen wir uns ab, bevor wir wieder auf die Hütte fahren!

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:11 h
Gesamtlänge: 17,14 km
Höhenmeter: △1251 m / ▽ 1248 m

260818 Canyoning Hochalpbach

Nach der Vormittagstour auf den Säuling steht für mich noch eine Canyoningtour im Hochalpbach bei Steeg auf dem Programm. Die Leute nehme ich in Häselgehr in Empfang, eine feine Truppe mit 5 Personen. Wir fahren bis zum Ausstieg, von dort gehen wir durch den Wald zum Einstieg.

Die Tour ist wunderschön, der Wasserstand trotz Regen eher niedrig, aber fein. Die Gäste freuen sich riesig, der Start ist gleich aufregend mit einem kleinen Klettersteig und dann einem kurzen Abseiler.

Gleich darauf folgt der große Abseiler im Trockenen, dann geht es weiter zur Schlüsselstelle, die ich heute rechts abseile… direkt durch das Wasser.

Bei diesem Wasserstand ist das heute perfekt, da ist ein wenig Abenteuer dabei, und trotzdem ist der Fall gut machbar.

Einer nach dem anderen besteht ist Stelle, zwischen drinnen hat der heiße und mit wenig Niederschlag gesegnete Sommer seine Spuren hinterlassen… in Form von schmierigen Algen, die das Stehen teils schwierig machen.

Direkt im Anschluss ist eine kleine Rutsche, die wir kontrolliert, d.h. mit Seil abrutschen.

Kleine Abseilstellen würzen den weiteren Weg, am Schluss ist eine Gehstrecke mit Blockkletterei im einfachen Schwierigkeitsgrad

Meinen Fünfen gefällt es außerordentlich. Wenngleich das Wetter gut ist, obwohl bewölkt, wird dem Einen oder Anderen jetzt schon ein wenig kalt… Zeit für die Schlussrunde.

Eine Rutsche steht noch auf dem Programm, dann erreichen wir den oberen Lech.

Hier müssen wir wieder ein paar Meter auf der Nordseite in die Höhe wandern, damit wir wieder zurück zum Auto kommen! Eine tolle Tour mit sehr guten Leuten. Auch mir hat es viel Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:25 h
Gesamtlänge: 2,5 km
Höhenmeter: △ 149 m / ▽ 124 m

260818 Bike & Hike Säulinghaus (1.720m)

Eine Woche auf der Hütte, da muss auch mal eine Tour im Nahbereich der Hütte durchgeführt werden. Wir beschließen, da das Wetter und der Zeitrahmen bescheiden sind, das Säulinghaus zu besuchen.

Wir fahren mit den Rädern direkt von der Hütte am Forstweg los, ein steiles Stück am Anfang ist bald gemeistert, dann wird der Weg angenehm zu befahren.

Vorbei an der alten Materialseilbahn, die durch Nichtfunktion fast der Todesstoß des Säulinghauses bedeutete, steht in leicht angestaubtem Zustand neben der Straße. Ein Zugseil sucht man hier vergeblich…

Weiter hinauf gehts mit den Rädern, dann erreichen wir den kleinen Parkplatz des Hüttenwirts. Die Räder werden abgestellt, ab hier geht es nur mehr per Pedes weiter.

Durch den Wald auf angenehmem Weg sind wir nun direkt unter dem Rücken, der Brunstgrat genannt wird. Auf diesem Rücken würde ein Weg auf den kleinen Säuling führen, den ich gerne mal besteigen würde.

Schließlich erreichen wir das alterwürdige Gebäude mit dem schönen Blick auf den Talkessel von Reutte. Das Wetter, wenn auch nicht so sonnig wie in den letzten Tagen, hat zumindest gehalten, wir sind bis jetzt trocken durchgekommen.

Wir können uns eine Pause an der Hütte. Diese hat, das wussten wir schon, heute geschlossen.

Vor der Hütte stapeln sich die Paletten mit Getränken, die für den Hubschraubertransport hergerichtet sind. Seit die neuen Pächter auf der Hütte sind und die Materialseilbahn definitiv nicht mehr läuft, ist dies die einzige Möglichkeit des Transportes.

Über den Steig steigen wir nach der feinen Pause wieder zu den Rädern ab…

… und in flottem Tempo geht es retour bis zur Hütte.

Eine schnelle Runde, mit der Fahrradunterstützung eine gemütliche Bewegungstour bei nicht so gutem Wetter.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:01 h
Gesamtlänge: 9,99 km
Höhenmeter: △ 659 m / ▽ 633 m

260815 Wandern Arztalalm (1.900m)

Schon seit einiger Zeit haben wir geplant, wieder mal ins Arztal zu wandern. Doris ist heute mit dabei, und so wandern wir zu Dritt vom Parkplatz Hinterlarcher los.

Das Wetter ist perfekt, es ist angenehm warm, aber nicht zu heiß. Keine Wolke trübt den Himmel.

Zuerst müssen wir ein gutes Stück über den Forstweg wandern, dann zweigen wir bei der Hinterlarcher-Kapelle auf den Steig.

Auf dem Mitterberg-Steig geht es durch dichten Wald kühl und angenehm ins Tal hinein. Der Blick schweift nach Links und Rechts, aber Pilze sind heute rar.

Es ist relativ feucht, aber scheinbar für die Schwämme doch nicht ausreichend.

Über den alten Almenboden mit der abgegangenen Alm erreichen wir die Brücke im Tal unterhalb der Arztaler Hütte.

Die zweite Brücke ist ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, der Bach hat sich ein neues Bett gesucht.

Vorbei an der Arztaler Hütte vom ESV Innsbruck erreichen wir schließlich den Rücken südlich der Arztalalm.

Wir wollen noch weiter auf den Hochleger, daher lassen wir die Alm links liegen und wandern über schöne Almrosenwiesen höher und höher.

Auch hier finden wir Spuren von alten Almgebäuden, die allerdings abgegangen sind.

Einmal müssen wir ein paar Jungstiere passieren, die wir in respektvollem Abstand umgehen.

Der Blick vom Rücken unterhalb des Hochlegers ist phänomenal, das Arztal ist ein wunderschönes Gebiet!

Bei den Penzenböden machen wir ein Pause an einem tollen Aussichtspunkt. Der Platz ist eingezäunt, damit die Kühe hier nicht stören!

Schöne Hütten, wahrscheinlich privat, zieren den Boden. Hier waren wir im Winter auch schon mal bei einer Skitour.

Nun haben wir den höchsten Punkt der Wanderung erreicht, über die Forststraße an der nördlichen Talseite wandern wir retour zur Alm.

Ein feiner Weg führt uns direkt zur Alm. Hier ist heute Almenfest, dementsprechend gut Besucht ist die Hütte.

Im Eingangsbereich wird gegrillt, und auch Musikanten sind vor Ort um Stimmung zu machen.

Wir finden einen netten Platz, auf Getränke müssen wir aber dann doch eine Weile warten. Dafür ist das Essen flott da… weil an einem anderen Tisch zu viel bestellt wurde.

Nach feiner Rast machen wir uns wieder auf zum Ausgangspunkt, wieder nehmen wir die Forststraße, denn so lässt sich fein reden!

Nach einer kurzweiligen Wanderung erreichen wir wieder den Parkplatz Hinterlarcher und somit das Ende der Tour.

Wieder mal haben wir einen feinen Wandertag genossen, bei tollem Wetter und guter Einkehr. Und schon freue ich mich wieder auf die nächste Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:27 h
Gesamtlänge: 10,59 km
Höhenmeter: △ 767 m / ▽ 755 m

260809 Bergtour Sonnenspitze (2.639 m)

Am Vormittag hatte ich heute Mesnerdienst bei der Sonntagsmesse, daher kann ich erst spät zu einer Sporteinlage starten. Heute steht die Viggar- und Sonnenspitze auf dem Programm. Mit dem Bus fahre ich zum Patscherkofel, dann mit der Gondel hoch zur Bergstation. Hier starte ich meine Wanderung.

Einen kleinen Fakt habe ich bei der Planung heute übersehen, es ist der TT-Wandercup am Zirbenweg, dementsprechend viele Leute sind am Weg. Ich lasse ich aber nicht drausbringen und wandere flott los.

Den ersten Teil des Weges teile ich mit Hundertschaften, die ich an geeigneten Stellen immer wieder überholen kann. Schlussendlich stören die vielen Leute dann doch nicht wie befürchtet

Ab dem Abzweiger zur Viggarspitze beruhigt sich der Rummel und bald schon bin ich „fast“ alleine am Weg.

Oben am Gipfel kann ich ein paar Leute ausmachen, aber es ist dennoch ruhig und beschaulich. Das Wetter ist mittlerweile recht warm, aber ein kühlender Wind aus Süden macht den Gang doch aushaltbar.

Der Gipfel der Viggarspitze bietet eine wunderbare Aussicht auf das Inntal, den Patscherkofel und die wunderschöne Tiroler Bergwelt im Generellen.

Nur kurz verweile ich am Gipfel, trinke einen Schluck Wasser und steige dann über den Ostgrat hinab zum weiteren Weg.

Das Gelände wird nun steiniger, der Pfad ist aber wunderbar angelegt und so komme ich rasch weiter, immer wieder von schönen Szenerien begleitet.

Ins hintere Arztal verläuft der Weg erst flach, gegen Ende, beim Aufstieg zur Glungezerhütte steilt es auf.

Ich erreiche die Glungezerhütte, bzw. den Boden direkt davor. Ich steige aber linkerhand vorbei an der Hütte hinauf zur Sonnenspitze (2.639m).

Hier sind ein doch mehr Leute am höchsten Punkt meiner Tour, ein schnelles Gipfelfoto gönne ich mir, dann steige ich an der Hütte vorbei zum Glungezergipfel auf.

Auch hier lagern einige Leute, ich genieße kurz den Ausblick auf das Unterinntal und die neue Baustelle am Schartenkogel. Hier entsteht der Optik nach Großes… ich bin schon gespannt. Eine neue Seilbahn und evtl. auch ein Restaurant. Ich bin gespannt.

Der Gipfel ist aktuell gesperrt, ein Durchkommen wahrscheinlich nur mit Aufwand möglich. Daher gehe ich der Piste entlang erst in Richtung Tulfeinalm, dann weiter zum Zirbenweg.

Der 2er-Sessellift in der Kalten Kuchl ist wohl nicht mehr lange existent, hier soll auch ein neues Liftsystem installiert werden. Der Glungezer erfährt ein Facelifting.

Bei der Tulfeinalm vorbei erreiche ich wieder den Zirbenweg. Ich habe mich während der Tour entschlossen, wieder zurück zum Patscherkofel zu wandern, das Wetter ist heute einfach ein Traum.

Flott marschiere ich immer weiter nach Westen, der erst in weiter Ferne erscheinende Patscherkofel rückt immer näher. Noch ein paar Kurven, dann stehe ich auch wieder vor der Bergstation.

Eine flotte Tour, die mir bei wunderschönem Wetter echt Spaß gemacht hat. Im Tal sehe ich meinen Bus davonrauschen, daher geht sich noch ein Bier im Gastgarten aus. Das schmeckt, so lässt es sich leben.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:48 h
Gesamtlänge: 18,00 km
Höhenmeter: △ 1.012 m / ▽ 1.008 m

260808 Wandern Aldranser Alm (1.511m)

Heute bin ich mal alleine am Weg, da bietet sich eine schnelle Runde auf die Rinner- und Aldranser Alm an. Ich starte am Kirchplatz in Rinn, dorthin fahre ich erst mit dem Bus.

Der Steig auf die Rinner Alm, fein durch den Wald angelegt, ist mir der liebste Aufstieg auf die Mittelgebirgsalmen. Hier hat man schöne Wege und wenig Frostweghatscher.

Es ist trotz Bewölkung recht warm, dennoch bin ich heute recht flott am Weg.

Nach 38 Minuten erreiche ich die Rinner Alm, die Bänke sind gut gefüllt. Während ich über die Terrasse spaziere, fällt mir auf, dass ich hier heuer noch gar nie eingekehrt bin. Das sollte ich wohl bald mal ändern.

Heute allerdings bin ich auf dem Sprung, mein nächstes Ziel wartet schon. Zuerst durch den Wald, dann noch ein Stück über den Forstweg strebe ich höher und höher.

Bald schon sehe ich die Alm vor mir auftauchen…

… hier ist heute nicht ganz so viel los, ich grüße die Belegschaft, doch auch hier wird heute nicht eingekehrt. Nach einem kurzen Wortwechsel mit Johanna, der Hüttenwirtin, wander ich weiter gen Westen.

Ein Blick zurück auf die Alm offenbart, wie stark hier in den letzten Jahren ausgeholzt wurde. Die Alm liegt sehr schön auf einer kleinen Stufe, mit tollem Ausblick auf das Inntal.

Es ist noch früh im Jahr, allerdings hängen die Vogelbeeren schon in dicken Dolden an den Sträuchern. Viel zu früh…

Am alten Almenweg steigen ich nun wieder hinab ins Tal, der Himmel klart auf und es ist schön geworden.

Ich spaziere durch Sistrans hindurch, dann komme ich zum Bienenlehrpfad nördlich von Sistrans.

Hier wurde ein schönes Biotop mit Lehrtafeln für Klein und Groß aufgestellt, eine feine Oase mitten in den Feldern.

Rückblickend sehe ich nochmals die Almen hoch oben am Berg, die Gipfel sind schon wieder im Wolkenkleid versteckt.

Zuhause rufe ich Biggi an, der Tag ist perfekt, um noch eine Runde an den Lanser See zu spazieren und ein wenig zu schwimmen.

Ein feiner Nachmittag mit ein paar Schwimmeinlagen, dann gönnen wir uns noch einen Spritzer (Weisswein/Soda) an der Strandbar. Diesen müssen wir allerdings mit gefühlt Millionen Wespen teilen… daher bleibt es nur bei einem Getränk.

Das war heute eine feine Tour mit gemütlichem Abschluss am Lanser See. Eine Runde Sache, würde ich sagen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:28 h
Gesamtlänge: 10,96 km
Höhenmeter: △ 662 m / ▽ 823 m

260801 Bergtour Koflerjoch (1.861m)

Ich habe von gestern auf heute auf der Hütte übernachtet, am Morgen kommen Maggo und Papa mich abholen, wir wollen heute auf das Koflerjoch steigen. Wir sind früh am Weg, es soll heute heiß werden.

Die Hütte räume ich noch schnell auf und mache sie Wetterfest, denn wir kommen hier nicht mehr vorbei. Die gemähte Wiese ist eine Freude zum anschauen, langsam wächst das Gras aber schon wieder nach.

Von der Hütte wechseln wir auf den Forstweg, dem wir ca. 15min. folgen. Dann erreichen wir den Säulingsteig, der zur wieder neu bewirtschafteten Hütte führt.

Es hat gestern ein wenig geregnet, daher treffen wir auch gleich auf ein paar „Regenmändle“, Alpensalamander, die sich im regen- und taunassen Gras tummeln.

Wir passieren das Pflacher Älpele, die ehemalige Viehalm der Pflacher, dann bewegen wir uns über saftige Wiesen hinauf zum Grat des Koflerjochs.

Am Grat wächst wie jedes Jahr der Eisenhut in dichten Büchseln, ich kenne keinen anderen Platz, an dem so viel Eisenhug steht. Das tiefe Blau ist eine Augenweide.

Noch schaut das Wetter gut aus, keine Gewitterwolken am Himmel. Die Aussicht vom Grat zu den Tannheimer Bergen mit Gehren-, Köllenspitz, Gimpel und Schlicke ist grandios.

Der Säuling lacht hinter uns herüber, dort sehen wir schon einige Leute auf dem Gipfel stehen. Wir haben eindeutig die ruhigere Tour gewählt.

Bald kommt der Gipfel in Sicht. Zum Glück sind wir früh am Weg, die Latschenfelder wären in der Mittagshitze wohl kaum angenehm.

Am Gipfel machen wir eine kurze Pause, ein angenehmer Wind umweht uns. Wir genießen die Aussicht und bleiben dennoch nicht allzu lange sitzen. Ich genieße eine kleine Jause mit Banane und Apfel.

Der Gipfel steht genau an der Grenze, schaut man nach Süden, sieht man den Reuttner Talkessel, im Norden sind die Almwiesen der Kofelalpe zu sehen. Das Klingeln der Kuhglocken dringt bis zu uns herauf.

Obwohl es warm ist, kühl uns der stehtige Wind aus und wir beschließen, weiter zu gehen. Unser nächstes Ziel sind die Sattelköpfe.

Der Weg führt allerdings nicht direkt über die Köpfe, sondern linkerhand vorbei, die Gipfel sind aber bis oben bewaldet und lassen wohl kaum eine Aussicht zu.

Dann erreichen wir die Dürrenberger Alm, diese wird gerade geöffnet. Im Hintergrund sehen wir den schönen Thaneller, der den Talkessel von Reutte dominiert.

Trotz der frühen Stunde, wir sind schon über zwei Stunden am Weg, gönnen wir uns ein Bierchen. Obendrein bekommen wir noch einen Schnaps.

So gestärkt wandern wir weiter über die Falzkopfalpe. Dort sitzt der Verantwortliche mit bayrisch anmutendem Hemd vor der Hütte. Papa kann sich einen lustigen Kommentar nicht verkneifen.

Weiter unten treffen wir noch ein paar Pferde, die hier oben auf Sommerfrische sind und ein wahres Paradies haben!

Ab hier kreuzen wir immer wieder die Forststraße, und schließlich erreichen wir den Lettenbach und dann auch den Parkplatz.

Wir sind zufrieden mit unserer tollen Runde, Papa lädt uns noch auf eine Pizza im Nati ein, so runden wir die feine Wanderung ab.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:15 h
Gesamtlänge: 9,87 km
Höhenmeter: △ 844 m / ▽ 1.045 m