260613 Wanderung Aldranser Alm (1.511m)

Mama ist über das Wochenende bei mir, wir haben zwei Wanderungen geplant. Heute geht´s auf die Aldranser Alm, von der ich Mama schon öfter vorgeschwärmt habe.

Wir starten in Rinn, am Kirchplatz und steigen zuerst über den Rinner Almensteig hinauf zur Rinner Alm. Durch kühlen Wald, bei warmen Temperaturen ideal, steigen wir immer höher.

Kurz vor der Alm stelle ich überrascht fest, dass hier massiv ausgeholzt wurde! Der schöne Durchgang zur Alm ist weg, nun ist hier gähnende Leere… daran muss ich mich erst gewöhnen.

Bei der Rinner Alm kehren wir nicht ein, wir steigen über den kleinen Steig in Richtung Aldranser Alm weiter. Kurz vor der Aldranser Alm genießen wir wie immer die Aussicht auf das Inntal, dann kehren wir bei der Alm ein.

Ein gutes Mittagessen rundet unsere Wanderung ab, dann steigen wir über den alten Almensteig wieder ins Tal.

Über das Industriezentrum steigen wir bis nach

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:42 h
Gesamtlänge: 10,85 km
Höhenmeter: ▽ 630 m / △ 786 m

260612 Wanderung Platzertal

Heute machen wir, Biggi, Doris und ich eine vom WWF organisierte Wanderung ins Platzertal. Die Anreise per Auto ist zwar lang, aber unkompliziert. Wir parken am Anfang der Pfundser Tschey, ab hier wandern wir zur Platzer Alm hoch.

Diese Gegend ist wunderschön, umso trauriger wäre, wenn dieses Tal durch unseren größten Stromerzeuger verbaut wird. Auch an den Städeln sehen wir Plakate gegen den Ausbau des Platzertals.

Wir wollen uns heute ein wenig hierzu informieren, natürlich sind wir bedingt durch die WWF-Führung wohl auf der negativen Seite gelandet…

Am Ende der Tschey zweigen wir nach Rechts, nun wandern wir in das engere Platzertal.

Über uns sehen andere Leute eine Gruppe Steinböcke, uns entgehen die leider durch den ungünstigen Blickwinkel. Es fängt nun auch wieder mehr zu regnen an… aber wir sind gut ausgerüstet.

Wir kommen an alten Bergwerkshäusern, hier am Pochwerk vorbei. Früher war hier im Platzer Erz abgebaut, 1610 musste der Bergbau wegen dem Gletscherzuwachs geschlossen werden, erst 1884 wurde die Mine wieder reaktiviert. Durch hohe Förderkosten und Wintersperre wurde der ertragreiche Abbau dennoch geschlossen!

Vom Pochwerk ist es nicht mehr weit bis zur Platzer Alm, über einen schönen Boden mit dem Platzerbach erreichen wir schließlich die Alm.

Wir gönnen uns eine Pause, wärmen und ein wenig auf und essen eine Knödelsuppe… leider ist das Essen keine Empfehlung wert, nur die Suppenbasis ist gut, die Knödel mehlig und pampig.

Bei der Alm treffen wir Maximilian, unseren Guide für den Tag. Er gibt uns in der Hütte eine kleine Einführung, dann wandern wir ins hintere Platzertal, dort wo der Staudamm für das Kraftwerk gebaut werden soll.

Wir sind schlussendlich ca. 15 Personen, die sich hier Informationen aus erster Hand einholen wollen. Verschiedene Stationen sollen uns die Bedeutung dieses Hochalpinen Niedermoors näherbringen.

Durch den Regen hat es in dieser Höhe zu schneien begonnen und wir sind genau an der Schneefallgrenze. Dadurch wirkt das Gebiet noch mysteriöser…

Obwohl der Staudamm für sich gesehen auf allen Plänen recht klein ausschaut, ist das dahinterliegende flache Tal, das zur Gänze überflutet werden soll, doch eindrücklich groß!

Maximilian erklärt uns anhand von anschaulichen Bildern die Entstehung eines Moores, den Unterschied zwischen Hoch- und Niedermoor und warum dieses Ökosystem so schützenswert ist.

Mit einem Rucksack voller Antworten und noch ein paar Meer Fragen gehen Biggi, Doris und ich wieder zurück zum Parkplatz.

Unterwegs genießen wir die Umgebung und tauschen uns über verschiedene Fragen aus. Ein spannendes Thema ist der Kraftwerksausbau auf jeden Fall, mit allen Für und Wider…

Vorbei an der Platzer Alm, wir kehren nicht mehr ein, wandern wir weiter talauswärts.

Ich würde gerne nochmals in dieses Tal, evtl. bei besserem Wetter wandern und das Bergwerk und die Geschichte dazu zu erkunden.

Die Tschey ist auch immer einen Besuch wert, ich wundere mich dass hier das Heu noch eingelagert wird… wahrscheinlich zum Verkauf als hochwertiges Bioheu.

Noch einmal, wie am Morgen, überqueren wir den Platzerbach und erreichen unseren Ausgangspunkt.

Eine interessante und auch wunderschöne Wanderung in einem für mich neuen Gebiet! Da würde ich gerne nochmals her!

Tourendaten
Gesamtdauer: 7:10 h
Gesamtlänge: 18,89 km
Höhenmeter: △ 804 m / ▽ 806 m

260606 Mountainbike Aldranser Alm (1.511m)

Ich habe Zeit und das Wetter ist gut! Eine wunderbare Kombination, mein Ziel steht schnell fest. Die Aldranser Alm. Unkompliziert, von zu Hause aus erreichbar und immer einen Besuch wert, auch in kulinarischer Sicht.

Von zu Hause fahre ich ein paar Meter auf der Hauptstraße, dann zweige ich schon auf einen Waldweg, der mich über die Felder bei Sistrans auf den Almenweg führt. Nun kann ich gemütlich durch den Wald nach oben radeln…

Bei der Alm angekommen, werde ich schon freundlich begrüßt. Heute gibt es statt Bier ein gutes Paulaner Spezi, das Lieblingsgetränk meines Sohnes. Ich genieße die Zeit in der Sonne und lasse die Sonne baumeln… das hier ist der ideale Ort dafür!

Über fast den selben Weg sause ich wieder ins Tal, ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass die reine Fahrzeit unter 1:30 h war… also immer wieder möglich!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:24 h
Gesamtlänge: 15:33 km
Höhenmeter: △ 806 m / ▽ 772 m

260525 Bergtour Törlüberschreitung (1.951m)

Bei bestem Wetter machen wir heute eine meiner geliebten Überschreitungen. Heute sind das Biggi, Doris und ich. Wir starten nach einer kurzen Busfahrt vom Hochrum aus in Richtung Törl, dem Übergang von Thaurer auf Haller Gebiet, bzw. in das Halltal. Aber nun mal von Anfang an…

Von Hochrum steigen wir erst ein Stück durch den Wald, bis wir den Garzanhof erreichen. Dort wandern wir entlang der frisch gemähten Wiesen, bis wir wieder in den Waldsteig einzweigen.

Nun wird der Weg steiler und wir gewinnen stetig an Höhe. Bald schon stellt sich die bekannte und wunderschöne Fernsicht ein.

Tuxer- und Stubaieralpen lachen zu uns herüber, auf den Gipfeln liegt noch einiges an Schnee. Die letzten Meter vor der Thaurer Alm (1.464m) flacht der Weg ab und wendet sich nach Osten.

Die Alm ist, wie nicht anders zu erwarten, „pumpvoll“. Wir hatten aber eh nicht mit einer Einkehr gerechnet, noch haben wir nicht mal die Hälfte des Weges, aber zumindest die meiste Höhe geschafft.

Wir gehen weiter Ostwärts, die Kaisersäule kommt in unser Blickfeld. Auch Diese lassen wir heute links liegen (obwohl sie rechterhand wäre) und streben unserem höchsten Punkt, dem Törl zu.

Dieser Einschnitt zwischen den Bergen wurde früher von den Thaurer Salzknappen auch als Übergang ins Halltal genutzt.

Mühevoll und lange zieht sich der Weg über eine Weide, es ist heiß, aber zum Glück haben wir nun den Aufstieg geschafft.

Direkt beim Übergang steht eine feine Bank im Schatten, auf dieser rasten wir uns aus und genießen den kühlenden Wind, der aus dem Halltal streicht.

Nach einer kurzen Pause wandern wir nun ins wildromantische Halltal, einem meiner Lieblings-Wandergebiete.

Der Weg führt durch die Latschen und ist dementsprechend warm, im Abstieg lässt sich das aber gut verkraften. Die uns entgegenkommenden Wanderer wird´s wohl nicht ganz „wurscht“ sein.

Direkt unter dem Latschengürtel stehen ein paar wunderschöne Lärchen, der Weg führt direkt durch diese Baumgruppe.

Über den oberen Forstweg, den wir bald erreichen, kommen wir zu den Herrenhäusern, letzte Zeugen des 700 jährigen Bergbaus im Halltal. Wie gewohnt besuchen wir auch die Rupertikapelle, um mit Schrecken festzustellen, dass die Decke sehr marode geworden ist und stark durchhängt. Ich bin gespannt wie es hier weitergeht!

Der alte Bau mit der Rupertikapelle gehört dem Absamer Künstler Obleitner, der diesen Platz liebevoll in Schuss hält, so gut er kann.

Das Herrenhaus, der gelbe Prachtbau direkt nebenan, hat seit letztem Jahr einen neuen Besitzer, der hier große Pläne hat. Wollen wir mal schauen, ob das was wird…

Unterhalb der Herrenhäuser zweigt wieder ein kleiner Weg ab, den man fast übersehen könnte… dieser führt uns weiter in Richtung St. Magdalena.

Das feine Gasthäuschen, das schon seit vielen Jahren von der selben Familie betrieben wird, ist eine absolute Empfehlung. Essen, Service, Lage… einfach alles passt hier!

Wir genießen ein gutes Mittagessen, dann wandern wir über den ehemaligen Klosteranger in Richtung Fluchtsteig.

Dieser Weg, Fluchtsteig genannt, ward früher als lawinensichere Auf- und Abstiegsvariante angelegt worden, heute erfreut er sich bei den Wanderern größter Beliebtheit.

Beim Hackl, unserer Endstation hängen wir erst unsere geschundenen Füße ins Kneippbecken, dann suchen wir uns einen Bus, der uns wieder bis nach Innsbruck bringt. Schon bald ist dieser da und wir haben unsere Überschreitung komplettiert.

Wieder haben wir eine wunderbare Tour gemacht. Schon länger wollte ich diese Runde gehen, endlich habe ich es mit feinster Begleitung geschafft!


Tourendaten
Gesamtdauer: 5:27 h
Gesamtlänge: 15,21 km
Höhenmeter: △ 1.156 m / ▽ 1.093 m

260524 Wanderung Igls

Das Wetter ist wunderschön, auch die Motivation ist hoch. Heute wollen wir etwas von „Tür zu Tür“ machen, daher beschließen wir, die Sillschlucht zu besuchen. Wir starten mit dem Fahrrad in Saggen und fahren einmal quer durch die Stadt zum Bergisel.

Hier geben wir das Stadtrad zurück und machen uns nun zu Fuß weiter auf den Weg. Zuerst am Rundgemälde vorbei, dann hinauf in den Wald oberhalb der Sillschlucht.

Schon bald müssen wir wieder absteigen, nun geht es immer an der schönen Sill entlang in Richtung Süden.

Kurz nach dem Bergisel schreiten wir über den Autobahntunnel, unter uns donnern die Fahrzeug durch. Allerdings ist heute eh nichts los, da hält sich der Lärm auch in Grenzen.

Am Weg entlang, der in den letzten Jahren stetig verbessert wurde, erreichen wir wieder die Sill.

Und hier kommen wir gleich mal am Brennerbasistunnel vorbei, der hier über die Sill geführt wird.

Kurz nach der Megabaustelle fühlen wir uns schon wieder total in der Natur, wenig Anzeichen von Zivilisation, ein paar Menschen tummeln sich in der Schlucht und suchen im eisigen Nass Abkühlung.

Der Weg wechseln auf die orographisch rechte Seite, oder aber auch östliche Uferseite. HIer zieht der Weg ohne nennenswerte Schwierigkeiten in Richtung Zenzenhof.

Überall fließt Wasser, aus jeder Fuge und Ritze. Die Schneeschmelze ist auch in vollem Gange, daher ist das Wasser der Sill trüb und wahrscheinlich auch sehr kalt.

Wir machen an einer menschengemachten Struktur (keine Ahnung, was das mal gewesen ist) halt und legen eine Pause ein. Dem quirligen Wasser zuzuschauen ist ein wahres Vergnügen. Wasser ist schon ein ganz besonderes Medium.

Wir stolpern immer wieder über Tafeln, die den Romediusweg angeben. Dieser Weg über die Alpen führt vom Thaurer Romediwirt bis in den Trient nach San Romedi. Ein Weg der mich sehr interessieren würde…

Unser Weg führt nun über den Zenzenhof weiter hinauf zum Handlhof und weiter hinauf nach Vill.

Es ist mittlerweile sehr heiß, wir sind froh, als wir aus dem Wald auf die luftigeren Wiesen gelangen, hier geht zumindest ein wenig Wind.

Der Pfad führt uns ein Stück am Waldrand entlang, da finden wir den einen oder anderen Schatten… 0

… dann zweigen wir über die Felder ab nach Igls. Da es mittlerweile sehr warm geworden ist, beschließen wir, unsere Beine im Kneippbecken von Igls zu kühlen und dann mit der Waldbahn (Straßenbahn Nr. 6) zurück nach Aldrans und Innsbruck zu fahren.

Eine tolle Wanderung, man muss nicht weit fahren, um tolle Wege zu finden. Heute hatten wir sowohl mit dem Weg als auch dem Wetter sehr großes Glück. Fein war´s…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:57 h
Gesamtlänge: 12,39 km
Höhenmeter: △ 458 m / ▽ 172 m

260523 Wanderung Arzler Alm (1.067m)

Obwohl Sara schon Geburtstag hatte, steht heute noch das Geburtstagsessen an. Wir haben uns heuer was Besonderes einfallen lassen… wir wandern erst auf die Arzler Alm, um dann dort einzukehren.

Wir starten im Saggen, wandern zum Inn, über den Psennersteg und dann hinauf in den Wald. Der Weg ist angenehm zu gehen, im Wald ist die Luft gut und kühl.

Heute ist bestes Wanderwetter, der Himmel wird nur von ein paar kleinen Wolken verziert. Der Blick ins Unterintal mit dem Innsbruck Ortsteil Mühlau im Vordergrund.

Wir steigen weiter den Pfad empor, kreuzen ein paar Mal den Biketrail „Arzler Alm“, dann haben wir die Hütte erreicht.

Wir finden einen super Platz auf der Terrasse, gleich kommt jemand zum Bestellung aufnehmen. Die Organisation auf der Arzler Alm ist unglaublich gut. Wir bestellen um 17:59 fünf Schnitzel, um 18:00 Uhr ist Bestellschluss. Da haben wir nochmals Glück gehabt.

Bald schon kommt das gute Essen und wir genießen die abendliche Wärme, die feine Gesellschaft und das gute Essen.

Eine lustige (leicht angetrunkene) Gruppe Deutscher ist am Nachbarstisch, diese grölen ein paar Lieder. Als Letu rübergeht und ihnen vom Geburtstag von Sara erzählt, wird kurzfristig ein Geburtstagsständchen eingeschoben…

Später, es wird schon kühl auf in der Höhe, machen wir uns wieder auf ins Tal. Wir wandern den selben Weg wieder zurück und sind im Nu wieder in der Landeshauptstadt.

Schon interessant, wie schnell man von der quirligen Stadt in die ruhige Natur kommt. Eine tolle Wanderung in feinster Wandergesellschaft.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Gesamtlänge: 10,12 km
Höhenmeter: △ 512 m / ▽ 504 m

260523 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Heute konnte ich Letu mal überreden, mit mir mit dem Standard-Mountainbike auf die Alm zu radeln. D.h. ohne sein E-Bike, das aktuell aufgebockt seiner Reparatur harrt. Perfektes Wetter für den Ausflug haben wir schon, allerdings ist ein größerer Wasservorrat wegen der hohen Temperaturen empfehlenswert.

Wir starten von zu Hause aus, erst über die Hauptstraße, dann durch den Wald hinauf zur Industriezone…

… und dem ehemaligen Gasthaus Hubertus. In Fagslung starten wir dann über die Almenstraße unseren Aufstieg zur Alm.

Einen Forstweg hier zu beschreiben, erspare ich mir. Wir kommen auf jeden Fall mit kontantem Treten und feinen Gesprächen höher und höher. So manches Mal bleiben wir kurz stehen und genießen die Aussicht.

Über den steilen linken Weg erreichen wir schließlich die Alm, unser Platzl ist heute wieder frei, daher platzen wir uns gleich dort hin. Johanna ist auch gleich zur Stelle, so gibt es noch ein paar Kalorien als Kompensation für die Aufstieg.

Es ist richtig fein in der Sonne, wir genießen die ausgedehnte Rast und lassen die Seele baumeln. Feine Gespräche runden die Rast ab.

Die Abfahrt erst über den selben Weg, dann auf einer weiteren Forststrasse, haben wir bald abgeschlossen, einer der großen Vorteile vom Mountainbiken… man muss nicht mehr zu Fuß ins Tal gehen, man lässt sich runterrollen… ein Traum!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:37 h
Gesamtlänge: 15,85 km
Höhenmeter: △ 724 m / ▽ 763 m

260519/20 Canyoning Stuibenfälle

Tag 1 – 19.05.2026

Jedes Jahr im Frühjahr kommt eine Gruppe Schüler aus Luxenburg zu uns, um als Schulaktivität unter anderem eine Canyoningtour durchzuführen. Dankenswerterweise holt mich Clemens hier immer wieder an Bord, damit ich hier mitgehen kann.

Die Tour führt uns in die Stuibenfälle, hier können sich die Schüler austoben. Wir starten mit einer Badeeinlage, um die Anzüge „tourenfit“ zu bekommen, dann starten wir gleich mit einem Sprung in die Schlucht.

Der Start ist immer ein ca. 4m hoher Sprung ins kühle Nass…

Zwei große Abseiler und viele Sprünge stehen auf dem Programm. Das Wetter ist warm, aber nicht heiß, das Wasser besonders im Oberlauf kalt wie immer.

Am großen Abseiler müssen die Leute ein wenig warten, die Gruppe ist heuer aber um ein Stück kleiner, das macht das durchgehen durch die Schlucht recht angenehm.

Bald haben wir die beiden Abseiler hinter uns, dann geht´s nur noch ums Springen.

Nicht jeder will springen, aber im Großen und Ganzen sind alle mutig genug, sich von den Klippen zu stürzen.

Bald schon macht sich die Wassertemperatur bemerkbar, so manch einer ist gut durchgefroren.

Wir sind allerdings schon fast am Schluss der Tour, erst kommt die „Arschbombe“, dann der „Geländersprung“, das Highlight der Tour.

Wiederum bin ich überrascht, fast jeder will den hohen Spung machen. Technisch nicht schwierig, aber hohe und ausgesetzt… alle sind begeistert!

Die letzten kleinen Plungen und Sprünge schaffen dann noch alle, schließlich erreichen wir wohlbehalten wieder das Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:58 h
Gesamtlänge: 5,69 km
Höhenmeter: △ 150 m / ▽ 150 m

Tag 2 – 20.05.2026

Heute ist der zweite Teil der Gruppe an der Reihe, Abendgespräche haben die neuen Aspiranten schon auf die tolle Tour vorbereitet.

Wieder starten wir mit den zwei Abseilern, rasch wird ein Schüler nach dem Anderen über den Absatz abgelassen.

Unten warten ein kleiner Sprung ins kühle Nass, Abkühlung wieder garantiert.

Am großen Abseiler ist das Überraschungsmoment wieder groß, es geht doch über 30m in die Tiefe.

Danach kommt eine kurze Schwimmstrecke, die allerdings in sehr kaltem Wasser trotz der Neoprenanzüge herausfordernd ist.

Wieder springen direkt im Anschluss fast alle über den hohen Sprung, dann ist Zeit zum Aufwärmen.

Bevor wir das Gehstück erreichen, müssen die Canyoning-Asprianten noch den „Jesuswalk“ absolvieren, eine Geschicklichkeitsübung, die lustig zum zuschauen ist.

Im unteren Teil stehen wieder „Arschbombe“, „Geländersprung“ und die letzte Schwimmstrecke auf dem Programm.

Dann erreichen wir den aller letzten Sprung in einen schönen Plungen, dann hat auch die zweite Gruppe das große Abenteuer geschafft.

Es waren wieder zwei sehr tolle Touren, die ich hier machen durfte. Alle haben ihr Bestes gegeben und im Nachhinein sind alle sehr stolz!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:44 h
Gesamtlänge: 5,42 km
Höhenmeter: ca. △ 150 m / ▽ 150 m

260510 Wanderung Aldranser Alm (1.511m)

Endlich konnte ich meine Kinder überzeugen, mit uns eine Wanderung zu machen. Sara und Letu sind recht motiviert, Biggi natürlich auch. Unser Ziel ist heute die Aldranser Alm, vom Kreisverkehr Fagslung aus.

Der erste Teil ist zwar nett, aber doch nur auf Asphalt- und Forststraßen. Die Wiesen und der Blick ins Karwendel entschädigen für den monotonen Weg.

Das Wetter ist total fein, es ist relativ warm, der Wetterbericht allerdings durchwachsen und die Erfahrung vom gestrigen Tag noch prominent im Gedächtnis.

Vorbei am Ziegenstall erreichen wir die Quellfassung, hier treten wir nun in den Wald ein, der bis zur Alm für relativ feinen Schatten, besonders im Sommer sorgt.

Über den Alten Almenweg steigen wir nun höher, der Weg kreuzt immer wieder kleine Pfade. Da Sara ein wenig hinter uns geblieben ist, legen wir Tschurtschenpfeile aus…

Im Laufe der Tour bauen sich wieder Turmwolken auf, fast der gleiche Ablauf wie gestern. Wir sind gespannt, ob wir ohne „Wetter“ durchkommen.

Auf der Alm ist, dem Wetter geschuldet, nicht so viel los, aber das Menü ist sehr vielversprechend und so bestellen wir uns das Tagesspecial, Fleischlaiberln mit Kartoffelsalat oder Pommes.

Das Essen ist wunderbar, die Alm eine zwar eine kleine Karte, dafür ist alles darauf absolut empfehlenswert! Top…

Leider wird das Wetter immer schlechter, daher bleiben wir nur zum Essen und dann machen wir uns schon wieder auf ins Tal. Wir folgen dem Aufstiegsweg,

Der Abstieg verläuft schnell und trocken, wir haben mit dem Wetter dann doch mehr Glück, es regnet nicht und schaut auch nicht danach aus.

Eine tolle Tour mit Biggi und den Kindern, hoffentlich schaffen wir das bald wieder mal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3,17 h
Gesamtlänge: 9,10 km
Höhenmeter: △ 651 m / ▽ 635 m

260509 Wanderung Walder Jöchl (1.639m)

Wieder bricht ein wunderbares Wochenende an, heute wollen wir auf das Walder Jöchl über die Walderalm wandern. Wir starten in Gnadenwald an einem Privatparkplatz, kurz hinter dem Haus beginnt schon der Steig.

Dieser führt uns auf kleinen, feinen Steigen höher, bald erreichen wir die Forststraße.

Über diese gehen wir, bei diesem Wetter nicht anders erwartet, natürlich nicht alleine unserem Ziel entgegen. Auf einer Bank genießen wir die Aussicht auf das Inntal.

Vor der Walder Alm erreichen wir eine Feuchtwiese, die trotz dieses trockenen Frühjahrs doch genügend Nass für Dotterblumen gespeichert hat.

Der Ausblick in die Tuxer Alpen ist grandios, und von hier sieht man, dass noch sehr viel Schnee in den höheren Lagen vorhanden ist.

Wir erreichen die Walderalm Kapelle, zweigen aber kurz vorher nach rechts ab, unser Ziel liegt noch ein Stück weiter.

Die Walder Alm hat eine der schönsten Lagen, die ich kenne. Im Hintergrund die Huderbankspitze und links davon der Hundskopf. Und der Boden rund um die Alm lädt zum Rasten ein.

Wir erreichen das Walder Jöchl (1.639m). Das Wetter ist, wie schon prognostiziert, rasch schlechter geworden, wir haben schon die ersten Regentropfen gespürt.

Über dem Überschalljoch zieht ein Gewitter herein, daher bleiben wir nicht lange am Jöchl.

Wir suchen und einen Unterstand, dort genießen wir unsere Jause, bevor wir den Rückweg zur Alm antreten.

Mittlerweile ist es dunkel geworden, in der Ferne hören wir das eine oder andere Donnergrollen, wir beschleunigen unseren Schritt.

Über uns schiebt sich die Gewitterfront, wieder spüren wir ein paar Tropfen, dann ist auch wieder vorbei. Im Karwendel ist es richtig dunkel, wir gehen aber in Richtung Inntal, dort hellt es wieder auf.

Ein paar Mal glauben wir, das Gewitter und der Regen würde uns erreichen, aber wir kommen unbeschadet und trocken im Tal an. Eine feine Wanderung mit ein wenig Glück beim Wetter!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:13 h
Gesamtlänge: 10,30 km
Höhenmeter: △ 764 m / ▽ 760 m