Archiv des Autors: Wisse

260524 Wanderung Igls

Das Wetter ist wunderschön, auch die Motivation ist hoch. Heute wollen wir etwas von „Tür zu Tür“ machen, daher beschließen wir, die Sillschlucht zu besuchen. Wir starten mit dem Fahrrad in Saggen und fahren einmal quer durch die Stadt zum Bergisel.

Hier geben wir das Stadtrad zurück und machen uns nun zu Fuß weiter auf den Weg. Zuerst am Rundgemälde vorbei, dann hinauf in den Wald oberhalb der Sillschlucht.

Schon bald müssen wir wieder absteigen, nun geht es immer an der schönen Sill entlang in Richtung Süden.

Kurz nach dem Bergisel schreiten wir über den Autobahntunnel, unter uns donnern die Fahrzeug durch. Allerdings ist heute eh nichts los, da hält sich der Lärm auch in Grenzen.

Am Weg entlang, der in den letzten Jahren stetig verbessert wurde, erreichen wir wieder die Sill.

Und hier kommen wir gleich mal am Brennerbasistunnel vorbei, der hier über die Sill geführt wird.

Kurz nach der Megabaustelle fühlen wir uns schon wieder total in der Natur, wenig Anzeichen von Zivilisation, ein paar Menschen tummeln sich in der Schlucht und suchen im eisigen Nass Abkühlung.

Der Weg wechseln auf die orographisch rechte Seite, oder aber auch östliche Uferseite. HIer zieht der Weg ohne nennenswerte Schwierigkeiten in Richtung Zenzenhof.

Überall fließt Wasser, aus jeder Fuge und Ritze. Die Schneeschmelze ist auch in vollem Gange, daher ist das Wasser der Sill trüb und wahrscheinlich auch sehr kalt.

Wir machen an einer menschengemachten Struktur (keine Ahnung, was das mal gewesen ist) halt und legen eine Pause ein. Dem quirligen Wasser zuzuschauen ist ein wahres Vergnügen. Wasser ist schon ein ganz besonderes Medium.

Wir stolpern immer wieder über Tafeln, die den Romediusweg angeben. Dieser Weg über die Alpen führt vom Thaurer Romediwirt bis in den Trient nach San Romedi. Ein Weg der mich sehr interessieren würde…

Unser Weg führt nun über den Zenzenhof weiter hinauf zum Handlhof und weiter hinauf nach Vill.

Es ist mittlerweile sehr heiß, wir sind froh, als wir aus dem Wald auf die luftigeren Wiesen gelangen, hier geht zumindest ein wenig Wind.

Der Pfad führt uns ein Stück am Waldrand entlang, da finden wir den einen oder anderen Schatten… 0

… dann zweigen wir über die Felder ab nach Igls. Da es mittlerweile sehr warm geworden ist, beschließen wir, unsere Beine im Kneippbecken von Igls zu kühlen und dann mit der Waldbahn (Straßenbahn Nr. 6) zurück nach Aldrans und Innsbruck zu fahren.

Eine tolle Wanderung, man muss nicht weit fahren, um tolle Wege zu finden. Heute hatten wir sowohl mit dem Weg als auch dem Wetter sehr großes Glück. Fein war´s…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:57 h
Gesamtlänge: 12,39 km
Höhenmeter: △ 458 m / ▽ 172 m

260523 Wanderung Arzler Alm (1.067m)

Obwohl Sara schon Geburtstag hatte, steht heute noch das Geburtstagsessen an. Wir haben uns heuer was Besonderes einfallen lassen… wir wandern erst auf die Arzler Alm, um dann dort einzukehren.

Wir starten im Saggen, wandern zum Inn, über den Psennersteg und dann hinauf in den Wald. Der Weg ist angenehm zu gehen, im Wald ist die Luft gut und kühl.

Heute ist bestes Wanderwetter, der Himmel wird nur von ein paar kleinen Wolken verziert. Der Blick ins Unterintal mit dem Innsbruck Ortsteil Mühlau im Vordergrund.

Wir steigen weiter den Pfad empor, kreuzen ein paar Mal den Biketrail „Arzler Alm“, dann haben wir die Hütte erreicht.

Wir finden einen super Platz auf der Terrasse, gleich kommt jemand zum Bestellung aufnehmen. Die Organisation auf der Arzler Alm ist unglaublich gut. Wir bestellen um 17:59 fünf Schnitzel, um 18:00 Uhr ist Bestellschluss. Da haben wir nochmals Glück gehabt.

Bald schon kommt das gute Essen und wir genießen die abendliche Wärme, die feine Gesellschaft und das gute Essen.

Eine lustige (leicht angetrunkene) Gruppe Deutscher ist am Nachbarstisch, diese grölen ein paar Lieder. Als Letu rübergeht und ihnen vom Geburtstag von Sara erzählt, wird kurzfristig ein Geburtstagsständchen eingeschoben…

Später, es wird schon kühl auf in der Höhe, machen wir uns wieder auf ins Tal. Wir wandern den selben Weg wieder zurück und sind im Nu wieder in der Landeshauptstadt.

Schon interessant, wie schnell man von der quirligen Stadt in die ruhige Natur kommt. Eine tolle Wanderung in feinster Wandergesellschaft.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Gesamtlänge: 10,12 km
Höhenmeter: △ 512 m / ▽ 504 m

260523 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Heute konnte ich Letu mal überreden, mit mir mit dem Standard-Mountainbike auf die Alm zu radeln. D.h. ohne sein E-Bike, das aktuell aufgebockt seiner Reparatur harrt. Perfektes Wetter für den Ausflug haben wir schon, allerdings ist ein größerer Wasservorrat wegen der hohen Temperaturen empfehlenswert.

Wir starten von zu Hause aus, erst über die Hauptstraße, dann durch den Wald hinauf zur Industriezone…

… und dem ehemaligen Gasthaus Hubertus. In Fagslung starten wir dann über die Almenstraße unseren Aufstieg zur Alm.

Einen Forstweg hier zu beschreiben, erspare ich mir. Wir kommen auf jeden Fall mit kontantem Treten und feinen Gesprächen höher und höher. So manches Mal bleiben wir kurz stehen und genießen die Aussicht.

Über den steilen linken Weg erreichen wir schließlich die Alm, unser Platzl ist heute wieder frei, daher platzen wir uns gleich dort hin. Johanna ist auch gleich zur Stelle, so gibt es noch ein paar Kalorien als Kompensation für die Aufstieg.

Es ist richtig fein in der Sonne, wir genießen die ausgedehnte Rast und lassen die Seele baumeln. Feine Gespräche runden die Rast ab.

Die Abfahrt erst über den selben Weg, dann auf einer weiteren Forststrasse, haben wir bald abgeschlossen, einer der großen Vorteile vom Mountainbiken… man muss nicht mehr zu Fuß ins Tal gehen, man lässt sich runterrollen… ein Traum!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:37 h
Gesamtlänge: 15,85 km
Höhenmeter: △ 724 m / ▽ 763 m

260519/20 Canyoning Stuibenfälle

Tag 1 – 19.05.2026

Jedes Jahr im Frühjahr kommt eine Gruppe Schüler aus Luxenburg zu uns, um als Schulaktivität unter anderem eine Canyoningtour durchzuführen. Dankenswerterweise holt mich Clemens hier immer wieder an Bord, damit ich hier mitgehen kann.

Die Tour führt uns in die Stuibenfälle, hier können sich die Schüler austoben. Wir starten mit einer Badeeinlage, um die Anzüge „tourenfit“ zu bekommen, dann starten wir gleich mit einem Sprung in die Schlucht.

Der Start ist immer ein ca. 4m hoher Sprung ins kühle Nass…

Zwei große Abseiler und viele Sprünge stehen auf dem Programm. Das Wetter ist warm, aber nicht heiß, das Wasser besonders im Oberlauf kalt wie immer.

Am großen Abseiler müssen die Leute ein wenig warten, die Gruppe ist heuer aber um ein Stück kleiner, das macht das durchgehen durch die Schlucht recht angenehm.

Bald haben wir die beiden Abseiler hinter uns, dann geht´s nur noch ums Springen.

Nicht jeder will springen, aber im Großen und Ganzen sind alle mutig genug, sich von den Klippen zu stürzen.

Bald schon macht sich die Wassertemperatur bemerkbar, so manch einer ist gut durchgefroren.

Wir sind allerdings schon fast am Schluss der Tour, erst kommt die „Arschbombe“, dann der „Geländersprung“, das Highlight der Tour.

Wiederum bin ich überrascht, fast jeder will den hohen Spung machen. Technisch nicht schwierig, aber hohe und ausgesetzt… alle sind begeistert!

Die letzten kleinen Plungen und Sprünge schaffen dann noch alle, schließlich erreichen wir wohlbehalten wieder das Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:58 h
Gesamtlänge: 5,69 km
Höhenmeter: △ 150 m / ▽ 150 m

Tag 2 – 20.05.2026

Heute ist der zweite Teil der Gruppe an der Reihe, Abendgespräche haben die neuen Aspiranten schon auf die tolle Tour vorbereitet.

Wieder starten wir mit den zwei Abseilern, rasch wird ein Schüler nach dem Anderen über den Absatz abgelassen.

Unten warten ein kleiner Sprung ins kühle Nass, Abkühlung wieder garantiert.

Am großen Abseiler ist das Überraschungsmoment wieder groß, es geht doch über 30m in die Tiefe.

Danach kommt eine kurze Schwimmstrecke, die allerdings in sehr kaltem Wasser trotz der Neoprenanzüge herausfordernd ist.

Wieder springen direkt im Anschluss fast alle über den hohen Sprung, dann ist Zeit zum Aufwärmen.

Bevor wir das Gehstück erreichen, müssen die Canyoning-Asprianten noch den „Jesuswalk“ absolvieren, eine Geschicklichkeitsübung, die lustig zum zuschauen ist.

Im unteren Teil stehen wieder „Arschbombe“, „Geländersprung“ und die letzte Schwimmstrecke auf dem Programm.

Dann erreichen wir den aller letzten Sprung in einen schönen Plungen, dann hat auch die zweite Gruppe das große Abenteuer geschafft.

Es waren wieder zwei sehr tolle Touren, die ich hier machen durfte. Alle haben ihr Bestes gegeben und im Nachhinein sind alle sehr stolz!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:44 h
Gesamtlänge: 5,42 km
Höhenmeter: ca. △ 150 m / ▽ 150 m

260510 Wanderung Aldranser Alm (1.511m)

Endlich konnte ich meine Kinder überzeugen, mit uns eine Wanderung zu machen. Sara und Letu sind recht motiviert, Biggi natürlich auch. Unser Ziel ist heute die Aldranser Alm, vom Kreisverkehr Fagslung aus.

Der erste Teil ist zwar nett, aber doch nur auf Asphalt- und Forststraßen. Die Wiesen und der Blick ins Karwendel entschädigen für den monotonen Weg.

Das Wetter ist total fein, es ist relativ warm, der Wetterbericht allerdings durchwachsen und die Erfahrung vom gestrigen Tag noch prominent im Gedächtnis.

Vorbei am Ziegenstall erreichen wir die Quellfassung, hier treten wir nun in den Wald ein, der bis zur Alm für relativ feinen Schatten, besonders im Sommer sorgt.

Über den Alten Almenweg steigen wir nun höher, der Weg kreuzt immer wieder kleine Pfade. Da Sara ein wenig hinter uns geblieben ist, legen wir Tschurtschenpfeile aus…

Im Laufe der Tour bauen sich wieder Turmwolken auf, fast der gleiche Ablauf wie gestern. Wir sind gespannt, ob wir ohne „Wetter“ durchkommen.

Auf der Alm ist, dem Wetter geschuldet, nicht so viel los, aber das Menü ist sehr vielversprechend und so bestellen wir uns das Tagesspecial, Fleischlaiberln mit Kartoffelsalat oder Pommes.

Das Essen ist wunderbar, die Alm eine zwar eine kleine Karte, dafür ist alles darauf absolut empfehlenswert! Top…

Leider wird das Wetter immer schlechter, daher bleiben wir nur zum Essen und dann machen wir uns schon wieder auf ins Tal. Wir folgen dem Aufstiegsweg,

Der Abstieg verläuft schnell und trocken, wir haben mit dem Wetter dann doch mehr Glück, es regnet nicht und schaut auch nicht danach aus.

Eine tolle Tour mit Biggi und den Kindern, hoffentlich schaffen wir das bald wieder mal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3,17 h
Gesamtlänge: 9,10 km
Höhenmeter: △ 651 m / ▽ 635 m

260509 Wanderung Walder Jöchl (1.639m)

Wieder bricht ein wunderbares Wochenende an, heute wollen wir auf das Walder Jöchl über die Walderalm wandern. Wir starten in Gnadenwald an einem Privatparkplatz, kurz hinter dem Haus beginnt schon der Steig.

Dieser führt uns auf kleinen, feinen Steigen höher, bald erreichen wir die Forststraße.

Über diese gehen wir, bei diesem Wetter nicht anders erwartet, natürlich nicht alleine unserem Ziel entgegen. Auf einer Bank genießen wir die Aussicht auf das Inntal.

Vor der Walder Alm erreichen wir eine Feuchtwiese, die trotz dieses trockenen Frühjahrs doch genügend Nass für Dotterblumen gespeichert hat.

Der Ausblick in die Tuxer Alpen ist grandios, und von hier sieht man, dass noch sehr viel Schnee in den höheren Lagen vorhanden ist.

Wir erreichen die Walderalm Kapelle, zweigen aber kurz vorher nach rechts ab, unser Ziel liegt noch ein Stück weiter.

Die Walder Alm hat eine der schönsten Lagen, die ich kenne. Im Hintergrund die Huderbankspitze und links davon der Hundskopf. Und der Boden rund um die Alm lädt zum Rasten ein.

Wir erreichen das Walder Jöchl (1.639m). Das Wetter ist, wie schon prognostiziert, rasch schlechter geworden, wir haben schon die ersten Regentropfen gespürt.

Über dem Überschalljoch zieht ein Gewitter herein, daher bleiben wir nicht lange am Jöchl.

Wir suchen und einen Unterstand, dort genießen wir unsere Jause, bevor wir den Rückweg zur Alm antreten.

Mittlerweile ist es dunkel geworden, in der Ferne hören wir das eine oder andere Donnergrollen, wir beschleunigen unseren Schritt.

Über uns schiebt sich die Gewitterfront, wieder spüren wir ein paar Tropfen, dann ist auch wieder vorbei. Im Karwendel ist es richtig dunkel, wir gehen aber in Richtung Inntal, dort hellt es wieder auf.

Ein paar Mal glauben wir, das Gewitter und der Regen würde uns erreichen, aber wir kommen unbeschadet und trocken im Tal an. Eine feine Wanderung mit ein wenig Glück beim Wetter!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:13 h
Gesamtlänge: 10,30 km
Höhenmeter: △ 764 m / ▽ 760 m

260502 Wanderung St. Magdalena im Halltal (1.287m)

Bei schönstem Wetter machen wir, das sind Brigitte, Georg, Ingrid, Christian und ich eine Wanderung ins wunderschöne Halltal.

Wir spazieren am Fluchtsteig talein, hoch über dem Talboden des Tal und über dem Hallbach!

An einer Stelle erodiert der Weg schon seit vielen Jahren immer mehr ab, hier sieht man gut, wie sich das Tal Jahr für Jahr verändert.

Wie nehmen beim Eibental-Schild den rechten Weg, der steil hinauf in den Eigenwald führt.

Die Natur ist auch hier erwacht, dennoch ist der Wald noch nicht ganz so dicht. Georg kann eine Gämse beobachten, die zwischen den Bäumen grast.

An einer Stelle haben wir eine wunderschöne Aussicht auf die tolle Hüttenspitze, die wir schon ein paar Mal bestiegen haben.

Der Weg führt weiter nach St. Magdalena im Halltal, dort machen wir eine feine Rast und genießen die Gastlichkeit des Hauses.

Gestärkt wandern wir über den unteren Weg wieder retour zum Hackl, wir kommen an der zweiten Ladhütte vorbei, dort treffen wir wieder auf den Aufstiegsweg.

Beim Bettelwurfeck ist der Fluchtsteig meiner Meinung nach am Schönsten. Wenn man dann um die Kurve tritt…

… öffnet sich der Blick auf das Halltal und die Tuxer Alpen. Herrliche Aussicht bei perfektem Wetter.

Ein Ausflug ins Halltal ist immer weder ein Erlebnis, von diesem Tal kann ich einfach nicht genug bekommen. Gemütlich, Klettersteig, lange Touren, alles ist hier möglich…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:33 h
Gesamtlänge: 7,79 km
Höhenmeter: △ 525 m / ▽ 531 m

250501 Wanderung Aldranser Alm (1.511m)

Wunderbares, fast schon zu warmes Frühlingswetter treibt Biggi und mich hinaus in die Natur. Heute ist „Tag der Arbeit“ und auch Eröffnung der Aldranser Alm. Somit steht das Ziel schon mal fest…

Wir fahren mit dem Bus nach Rinn, von dort starten wir über den Rinner Almensteig in angenehmer Steigung höher und höher.

Die Natur wacht jetzt wirklich auf, über blüht es, die Vögel zwischen von den Bäumen, sogar einen Specht hören wir hoch über uns… sehen können wir ihn nicht.

Neben dem Feiertag ist heute noch ein großer Event. das „Innsbruck Alpin“-Trailwochenende. Und die Läufer, wenn gleich erst morgen, werden auch hier vorbeikommen.

Wir erreichen nach kurzer, feiner Wanderung die Rinner Alm (1.394m).

Auf der sonnigen Terrasse sitzen schon einige Leute und genießen den wunderschönen Tag.

Wir wollen aber weiter zur nächsten Alm, die Aldranser Alm kann über einen feinen Waldweg und am Schluss über ein kurzes Stück Forststraße erreicht werden.

Dort sind auch schon einige Leute eingetroffen, der erste Tag hat sich doch gut herumgesprochen. Wir finden ein feines Plätzchen in der Sonne, es ist richtig fein!

Johanna, die Hüttenwirtin ist schon voll im Einsatz, zusätzlich ist sein ein paar Helfer da. Ich bestelle mir einen köstlichen Wurstsalat und ein Bier, Biggi ist heute lieber Süß am weg, die hat einen Kaffee mit Kuchen!

Wir bleiben noch eine weile Sitzen, es ist total gemütlich hier oben. Doch irgendwann müssen wir doch wieder hinunter ins Tal.

Über den Almenweg erreichen wir Fagslung, über die Industriezone und den Waldweg erreichen wir schlussendlich wieder Aldrans.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:10 h
Gesamtlänge: 9,78 km
Höhenmeter: △ 616 m / ▽ 731 m

260423 Radltour ins Unterland

Nach der Arbeit, bei Goldwetter, entschließe ich mich, noch eine Runde ins Unterinntal zu fahren. Ich starte von der Arbeit, fahre am Inntalradweg entlang in Richtung Hall in Tirol

Der Weg führt weiter an Volders, Wattens vorbei über schöne Wiesen und Felder. In Kolsass ist dann Schluss, ich drehe um und fahre zuerst einen Teil des Weges zurück.

Bei der Karlskirche in Volders zweige ich nach Volderwald ab, nun kommen ein paar Höhenmeter auf mich zu. Die enge Straße bei der Kirche ist das unangenehmste Stück dank der „rücksichtsvollen“ Autofahrer.

Beim Glockenhof zweige ich in das wunderschöne Zimmertal ein, nun fahre ich auf feinen Straßen in Richtung Aldrans.

Über Taxerhof und Herzsee erreiche ich Aldrans, im Dorfgasthaus bestelle ich mir ein verdientes Bier und raste mich auf der Terrasse aus!

Eine feine, schnelle Runde nach der Arbeit!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:59 h
Gesamtlänge: 42,41 km
Höhenmeter: △ 420 m / ▽ 221 m

260418 Wanderung Monte Spino (1.504 m)

Der zweite Tag unseres Buabenwochenendes ist abgebrochen. Wir wollen heute den Monte Spino besteigen. Daniel hat sich am Vortag die Achillesferse beleidigt, daher macht er heute einen gemütlichen Tag, während der Rest vom Volksfest mit dem Auto zum Wanderparkplatz fährt.

Der Weg wird immer kleiner, schmaler und ruppiger. Alfons, Maggo und ich lachen über den wilden Weg, während Papa, dem Autobesitzer jegliches Lachen im Halse stecken bleibt.

Es dauert eine ganze Weile, bis wir schließlich einen Parkplatz finden. Der richtige Wanderparkplatz wäre noch weiter (als Dead-End) gewesen, allerdings wollten wir Papa nicht den ganzen Tag verderben.

Vom Ende der Straße startet ein schöner Pfad weiter ins wilde Tal hinein. Bald schon müssen wir eine Brücke überqueren. Die Temperatur ist recht hoch.

Zuerst wandern wir durch dichten, fast schon an Dschungel erinnernden Wald, überall wächst und gedeiht es.

Nach einiger Zeit verlassen wir das Bachbett und steigen nach Rechts, über Serpentinen immer höher hinauf, in Richtung Passo di Spino. Es wird ein wenig trockener, dennoch blühen hier schon allerlei Pflanzen.

Wir passieren die Ruine Casina Gamelle (952m), den Zweck des Baus können wir allerdings auch im Internet nicht herausfinden.

Ein paar Blümchen zieren unseren weg, ganze Primelbüche verkünden die nahende Sommerzeit.

Wir erreichen am Pass das „Osservatorio Ornitologico Regionale Anonio Duse“ (1.154m), ein Vogelbeobachtungszentrum, scheinbar sogar eines der wichtigsten Zentren im Lande.

Hier macht der Weg wieder eine steile Wende nach Nordwesten, nun haben wir den Gipfel und Tagesziel schon vor Augen.

Vorbei an einer zweiten Ruine, der „Casina Spino) geht es ein paar Meter gerade über den Kamm, wir stehen nun auf dem eigentlichen Passo di Spino

Vor uns entdecken wir nun das „Refugio Pirlo allo Spino“ auf einem Bergrücken. Dort werden wir nach der Tour wohl noch einkehren, wenn das Wetter mitspielt.

Das Wetter ist heute auch nicht so gut wie gestern, hier am Bergrücken bläst ein kühler Wind. Solange wir in Bewegung sind, passt alles, aber beim stehenbleiben hört man schon fast die Erkältung anrollen.

Auf dem Weg zu Gipfel entdecke ich den für mich ersten Enzian dieses Jahres. Die Blume mit dem intensiven Blau ist wunderschön anzuschauen!

Rückblickend über das Tal, durch das wir gekommen sind, erahnen wir den Lago, doch dazu müssen wir noch ein paar Schritte höher gehen.

Schließlich erreichen wir eine Kuppe, von der aus wir nun den See sehen können. Auf der vorgelagerten Landzunge liegt „San Felice del Benaco“.

Die sattgrüne Vegetation haben wir mittlerweile hinter uns gelassen, hier haben wir eine Höhe erreicht, bei der auch hier am Lage noch kein Gräschen wächst… zumindest nicht zu dieser Jahreszeit.

Der Übergang zum Gipfel erfolgt über einen schönen, teils ein wenig schmalen Grat ohne Schwierigkeiten.

Am Berg im Hintergrund, dem Monte Pizzocollo waren Alfons, Maggo und Papa letztes Jahr, als ich wegen Krankheit ausgefallen bin.

Schließlich erreichen wir den Gipfel des Monte Spino (1.504m). Ein kleines Kreuz markiert die höchste Stelle.

Zu unserer Überraschung ist dort auch eine wasserdichte Tonne mit einer „Mocca“, Kaffee, Kaffeeservice, Gaskocher und sogar einem Grappa angebunden. Ein Zettel informiert, dass man sich hier gerne bedienen kann und dann ein Bild schicken soll. Wegen der frischen Temperaturen verzichten wir auf diesen tollen Genuss. Viel länger als für ein Gipfelfoto bleiben wir nicht hier…

Nun geht´s über steile Bergwiesen ein Stück Richtung Tal, ein Weg ist vorhanden, aber nicht immer gut sichtbar. Wir suchen eine windstille Stelle…

Das Wetter ist einmal feiner, dann ziehen wieder dunkle Wolken auf. Nach Regen schaut es noch nicht aus, aber gemeldet wurde eine Wetterverschlechterung für den Abend und die kommende Nacht.

Wir finden einen feinen Platz ohne Wind, hier genießen wir die Brote, die Maggo dankenswerterweise den ganzen Weg hochgeschleppt hat. Die schmecken jetzt richtig gut.

Ein paar Schritte weiter sehen wir dann wieder das Refugio, nun ist es nicht mehr weit bis zur Einkehr.

Wir finden einen netten Platz vor der eigenwilligen Hütte, und bald schon steht ein kühles Bier vor uns auf dem Tisch.

Die Temperaturen sind in Ordnung, aber der Wind läßt uns dann doch die Jacken anziehen. Wir genießen das Bier und reden über das aktuelle und vergangene Buabenwochenende!

Von der Hütte zweigt ein Weg direkt hinab in das Tal, das wir am Anfang der Tour genommen hatten. Der Pfad ist steil, aber gut gewartet. Bald schon erreichen wir erst den Bach und dann den Parkplatz.

Da wir nicht wussten, ob die Hütte offen ist, haben wir im Bach 4 Bier eingelagert. Hier im Wald ist es Windstill, da kann ein kühles Blondes kein Fehler sein.

Wir stoßen auf eine feine Tour in toller Gesellschaft an, das war wieder mal ein toller Ausflug, den wir natürlich nächstes Jahr wiederholen müssen!

Nachtrag: Am Abend gehen wir nochmals fein essen, eine Pizzeria ganz in der Nähe der Unterkunft mit phänomenalen Ausblick auf den See rundet den Tag ab. Daniel hat den Tag mit ein paar Besorgungen verbraucht, zusätzlich war er im Pool schwimmen…
Am Nächsten Tag fahren Maggo und Daniel zum Flughafen bzw. nach Hause. Alfons, Papa und ich fahren über den Brenner retour. Das Wetter ist durchwachsen, daher fahren wir gleich direkt nach Hause!

Eines steht auf jeden Fall fest, nächstes Jahr sehen wir uns wieder…

Tourendaten
Gesamtdauer:4:15 h
Gesamtlänge: 10,04 km
Höhenmeter: △ 1.017 m / ▽ 987 m