Archiv der Kategorie: Wandern

260829 Bergwerksführung Schneeberg, Ridnaun (2.690m)

Endlich, endlich schaffen wir es, mein letztjähriges Geburtstagsgeschenk einzulösen! Ich habe eine Bergwerksführung im Bergwerk Ridnaun / Schneeberg bekommen, nun haben wir es endlich geschafft einen Termin zu fixieren. Neben Biggi und mir sind auch Georg und Letu dabei!
Gleich in der Früh fahren wir von Innsbruck nach Maiern im Ridnaun, beim Museum werden wir schon erwartet, hier bekommen wir unsere Bergausrüstung (Helm, Mantel, Gummistiefel)

Mit einem Geländebus fahren wir über eine abenteuerlich enge Straße durch das Lazzachertal hinauf zur Moarerbergalm (2.188m)

Hier, auf der beliebtesten Almhütte Südtirols 2021 lassen wir uns einen sehr guten Kaffee kredenzen, wir sammeln und und dann starten wir das Abenteuer Schneeberg…

Das ganze Gebiet hier war unter dem Einfluss des Bergwerks. Die Almhütte, das Poschhaus, war als Station auf dem Weg der Knappen nach St. Martin. Ein kurzer Blick ins Gelände zeigt überall Spuren. Der Bergbau hier wurde erst 1985 geschlossen…

Über sogenannte Bremsberge wurde das Material über die Berge transportiert, später wurden auch Materialseilbahnen installiert.

Das Lazzacher Tal, im oberen Bereich ist eine wunderschöne Landschaft und die Spuren des Bergbaus sind zwar sichtbar, aber nicht zu störend…

Über einen Bremsberg steigen wir hoch bis auf ein Plateau, das ein Moor beherbergt.

Nach einer kurzen Verschnaufpause nehmen wir den weiteren Weg zur Schneebergscharte in Angriff. Wir erreichen den oberen Teil des Bremsberges, von unseren zwei Guides werden die Abläufe und auch verschiedene Mineralien erklärt.

Am oberen Teil des Bremsberges machen wir nochmals Pause…

…dann wandern wir über einen flachen Zubringerweg hinüber zum Eingang zum Kaindlstollen. Dieser mittlerweile verbrochene Tunnel führe auf die andere Talseite, um den beschwerlichen Aufstieg über die Schneebergscharte zu verkürzen.

Sogar Tiere wurden durchgetrieben, die Glocken mussten allerdings ausgestopft werden, wegen dem ansonsten lauten Gebimmel im Stollen…

In der Schneebergscharte stehen heute noch die Überreste der damaligen Seilbahn, die das Material von St. Martin hinüber nach Maiern geführt hat.

Auf der Schneebergscharte stehen auch noch Hütten und Ruinen des Bergbaus, im Hintergrund leuchten die Schneeberger Weißen. Bedingt durch den sehr hellen Kalk leuchten diese Berge sehr auffällig zu uns herüber.

Unter uns liegt nun St. Martin am Schneeberg, die ehemalige Bergwerkssiedlung, die zu ihren Hochzeiten bis zu 1.500 Personen, im Wahrsten Sinne des Worte „mit Kind und Kegel“ beherbergte.

Die Südtiroler haben das touristische Potential dieses Gebietes gut erkannt, Museum und eben diese Führungen sind super organisiert und super ausgeschildert.

Unterwegs immer wieder Stopps, bei denen wir ein paar interessante Details über den Bergbau zu hören bekommen.

Die Landschaft rund um St. Martin gleicht in vielen Bereichen eher einer Mondlandschaft als einer Almwirtschaft. Das ist dem jahrhundertelangen Abbau und auch den Teils giftigen Mineralien, die hier nun offen herumliegen.

Neben den Schneeberger Weißen gibt es noch die Moarer Weißen, mit einem sehr schönen Gipfelaufbau.

Bei St. Martin, heute besteht die Siedlung nur noch aus ein paar Häusern, kehren wir in die Wirtschaft ein, es gibt ein feines Schnitzel, Knödel und als Nachspeise ein Moosbeer-Omlette. Richtig gut!

Wir steigen von der Siedlung weiter ab, nun kommen wir in den Hauptabbaubereich, der wirklich zeigt, was der Mensch hier über die Jahrhunderte bewirkt hat.

Ein See am unteren Bereich soll für die Verkappung von allerlei montanistischem Material verwendet worden sein, daher auch die rötliche Farbe…

Wir queren diesen Bereich des Bergwerks, wir sind bald beim Highlight unserer Tour.

Wir haben den Eingang zum Karlstollen erreicht, den wir nun befahren werden. Rasch sind wir umgezogen, Gummistiefel, Mantel und besonders der Helm werden sich schon bald bewähren.

Der Karlstollen verbindet diese Talseite unterirdisch mit dem Poschhausstollen. Wir steigen durch teil handgetriebene, teils geschossene Stollen immer tiefer in den Berg.

Immer wieder lernen wir interessante Fakten, zum Beispiel über einen Pilz, der hier zwar nicht heimisch ist, aber sich unglaublich gut vermehrt…

Auch die Funktion von Karbid wird uns erklärt und auch vorgezeigt, eine tolle Stimmung im Stollen.

Beim Poschhausstollen, im tiefsten Inneren des Berges steigen wir auf ein moderneres Bewegungsmittel um, auf eine Grubenbahn. Diese bringt uns rasch durch den 3,5 km langen Poschhausstollen. Ein echtes Erlebnis.

Mit dem Geländebus, der schon auf uns wartet, fahren wir wieder retour nach Maiern. Ein sehr interessanter und toller Tag – ein tolles Geburtstagsgeschenk! Ich habe mich sehr gefreut und bin absolut nicht enttäuscht worden.

Die Rückfahrt nach Innsbruck verläuft rasch, in Sistrans kehren wir noch bei einer Pizzeria ein und genießen die letzten Sonnenstrahlen und den feinen Abend!

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:38 h
Gesamtlänge: 13,10 km
Höhenmeter: △ 727 m / ▽ 832 m

260822 Wanderung Seaperalm (1.619m)

Heute geht´s gemeinsam ins wunderschöne Padastertal. Wobei genau genommen das Tal zwei Seiten hat: Einen industriell/montanen und einen altertümlich/modernen Aspekt.

Bis Steinach kommen wir mit dem Zug, dann wandern wir zum Taleingang. Hier startet die eigentliche Wanderung. Es gibt einen Panormaweg, der von der BBT (Brenner-Basis-Tunnel Gesellschaft) erbaut wurde und mit vielen Infotafeln ausgestattet.

Das Padastertal hat ein schweres Los gezogen. Ein großer Teil des Tunnel-Aushubs wird hier ins Tal geschüttet, und dadurch das Tal verflacht.

Glaubt man den Schautafeln, wir hier mal schönes Almgelände entstehen, aber bis dorthin ist es noch ein längerer Weg. Unser Weg führt direkt am Abraum vorbei…

Ich bin schon vor vielen Jahren hier gewesen, mittlerweile hat sich das Gesicht des Tals stark geändert!

Von weiter oben sieht man das ganze Ausmaß der Baustelle…

Und dann wandert man 2 Kurven weiter und steht mitten in unberührter Almlandschaft. Ein Phänomen. Die Baustelle ist vergessen, kein Geräusch stört die Ruhe. Ein Tal mit zwei Gesichtern…

Der Boden unterhalb der Alm ist wunderschön, die Hütte kommt schon ins Blickfeld.

Rückblickend, ins Wipptal nach Steinach am Brenner schauend, kann man die Baustelle erahnen, aber störend ist das Werk hier oben nicht mehr.

Und dann haben wir eine der urigsten Almen, die ich kenne, endlich erreicht.

Leider schaut die Alm nicht bewirtschaftet aus, als wir an der Hütte ankommen, ist alles verschlossen. Im Brunnen sind gekühlte Getränke und eine Kasse steht auch bereit. Wir setzen und in die Sonne, genießen ein erfrischendes Bier und schauen einem Esel beim Grasen zu!

Nach ausgiebiger Pause wandern wir wieder retour nach Steinach. Allerdings nehmen wir einen alternativen Weg, der direkt unter der Alm in die Tiefe führt.

Über die Almwiesen, fast nicht sichtbar führt der Weg erst über Felder, danach in den Wald hinein.

Auch im Wald ist der Weg stark verwachsen, es sieht so aus als ob es hier nicht allzu viel Verkehr gibt.

Fein ist der Weg auf jeden Fall, es ist angenehm kühl im Wald und rasch erreichen wir tiefere Lagen.

Bei einem größeren Rückhaltebecken finden wir den Eingang zum Ministollen, der Teil des Panoramawegs ist.

Das Tor ist offen, begehen nur bei guten Wetter steht hier. Wir treten ein und werden gleich von der kühlen Bergluft umfangen.

Der Tunnel ist nett angelegt, ungefähr 500 Meter lang ist der Stollen.

Beim Mundloch austretend sind wir wieder auf der Baustelle, hier wird auch am Wochenende gearbeitet.

Nochmals ein Blick auf die großen Halden, der Schotterlift läuft auch, hier werden die angelieferten Steine verteilt.

Am Ende des Tales bleiben wir im Wald und wandern oberhalb von Steinach am Brenner in Richtung Bahnhof. Pünktlich erreichen wir die Station, der Zug fährt ein paar Minuten später ein. Das nenne ich perfektes Timing.

Das Tal der zwei Gesichter ist spannend. Auf der einen Seite sieht man den massiven Eingriff des Menschen, aber der anderen Seite Almböden, die auch Menschgemacht sind, aber fast natürlich anmuten…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:56 h
Gesamtlänge: 11,92 km
Höhenmeter: △ 697 m / ▽ 675 m

260818 Bike & Hike Säulinghaus (1.720m)

Eine Woche auf der Hütte, da muss auch mal eine Tour im Nahbereich der Hütte durchgeführt werden. Wir beschließen, da das Wetter und der Zeitrahmen bescheiden sind, das Säulinghaus zu besuchen.

Wir fahren mit den Rädern direkt von der Hütte am Forstweg los, ein steiles Stück am Anfang ist bald gemeistert, dann wird der Weg angenehm zu befahren.

Vorbei an der alten Materialseilbahn, die durch Nichtfunktion fast der Todesstoß des Säulinghauses bedeutete, steht in leicht angestaubtem Zustand neben der Straße. Ein Zugseil sucht man hier vergeblich…

Weiter hinauf gehts mit den Rädern, dann erreichen wir den kleinen Parkplatz des Hüttenwirts. Die Räder werden abgestellt, ab hier geht es nur mehr per Pedes weiter.

Durch den Wald auf angenehmem Weg sind wir nun direkt unter dem Rücken, der Brunstgrat genannt wird. Auf diesem Rücken würde ein Weg auf den kleinen Säuling führen, den ich gerne mal besteigen würde.

Schließlich erreichen wir das alterwürdige Gebäude mit dem schönen Blick auf den Talkessel von Reutte. Das Wetter, wenn auch nicht so sonnig wie in den letzten Tagen, hat zumindest gehalten, wir sind bis jetzt trocken durchgekommen.

Wir können uns eine Pause an der Hütte. Diese hat, das wussten wir schon, heute geschlossen.

Vor der Hütte stapeln sich die Paletten mit Getränken, die für den Hubschraubertransport hergerichtet sind. Seit die neuen Pächter auf der Hütte sind und die Materialseilbahn definitiv nicht mehr läuft, ist dies die einzige Möglichkeit des Transportes.

Über den Steig steigen wir nach der feinen Pause wieder zu den Rädern ab…

… und in flottem Tempo geht es retour bis zur Hütte.

Eine schnelle Runde, mit der Fahrradunterstützung eine gemütliche Bewegungstour bei nicht so gutem Wetter.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:01 h
Gesamtlänge: 9,99 km
Höhenmeter: △ 659 m / ▽ 633 m

260815 Wandern Arztalalm (1.900m)

Schon seit einiger Zeit haben wir geplant, wieder mal ins Arztal zu wandern. Doris ist heute mit dabei, und so wandern wir zu Dritt vom Parkplatz Hinterlarcher los.

Das Wetter ist perfekt, es ist angenehm warm, aber nicht zu heiß. Keine Wolke trübt den Himmel.

Zuerst müssen wir ein gutes Stück über den Forstweg wandern, dann zweigen wir bei der Hinterlarcher-Kapelle auf den Steig.

Auf dem Mitterberg-Steig geht es durch dichten Wald kühl und angenehm ins Tal hinein. Der Blick schweift nach Links und Rechts, aber Pilze sind heute rar.

Es ist relativ feucht, aber scheinbar für die Schwämme doch nicht ausreichend.

Über den alten Almenboden mit der abgegangenen Alm erreichen wir die Brücke im Tal unterhalb der Arztaler Hütte.

Die zweite Brücke ist ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, der Bach hat sich ein neues Bett gesucht.

Vorbei an der Arztaler Hütte vom ESV Innsbruck erreichen wir schließlich den Rücken südlich der Arztalalm.

Wir wollen noch weiter auf den Hochleger, daher lassen wir die Alm links liegen und wandern über schöne Almrosenwiesen höher und höher.

Auch hier finden wir Spuren von alten Almgebäuden, die allerdings abgegangen sind.

Einmal müssen wir ein paar Jungstiere passieren, die wir in respektvollem Abstand umgehen.

Der Blick vom Rücken unterhalb des Hochlegers ist phänomenal, das Arztal ist ein wunderschönes Gebiet!

Bei den Penzenböden machen wir ein Pause an einem tollen Aussichtspunkt. Der Platz ist eingezäunt, damit die Kühe hier nicht stören!

Schöne Hütten, wahrscheinlich privat, zieren den Boden. Hier waren wir im Winter auch schon mal bei einer Skitour.

Nun haben wir den höchsten Punkt der Wanderung erreicht, über die Forststraße an der nördlichen Talseite wandern wir retour zur Alm.

Ein feiner Weg führt uns direkt zur Alm. Hier ist heute Almenfest, dementsprechend gut Besucht ist die Hütte.

Im Eingangsbereich wird gegrillt, und auch Musikanten sind vor Ort um Stimmung zu machen.

Wir finden einen netten Platz, auf Getränke müssen wir aber dann doch eine Weile warten. Dafür ist das Essen flott da… weil an einem anderen Tisch zu viel bestellt wurde.

Nach feiner Rast machen wir uns wieder auf zum Ausgangspunkt, wieder nehmen wir die Forststraße, denn so lässt sich fein reden!

Nach einer kurzweiligen Wanderung erreichen wir wieder den Parkplatz Hinterlarcher und somit das Ende der Tour.

Wieder mal haben wir einen feinen Wandertag genossen, bei tollem Wetter und guter Einkehr. Und schon freue ich mich wieder auf die nächste Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:27 h
Gesamtlänge: 10,59 km
Höhenmeter: △ 767 m / ▽ 755 m

260808 Wandern Aldranser Alm (1.511m)

Heute bin ich mal alleine am Weg, da bietet sich eine schnelle Runde auf die Rinner- und Aldranser Alm an. Ich starte am Kirchplatz in Rinn, dorthin fahre ich erst mit dem Bus.

Der Steig auf die Rinner Alm, fein durch den Wald angelegt, ist mir der liebste Aufstieg auf die Mittelgebirgsalmen. Hier hat man schöne Wege und wenig Frostweghatscher.

Es ist trotz Bewölkung recht warm, dennoch bin ich heute recht flott am Weg.

Nach 38 Minuten erreiche ich die Rinner Alm, die Bänke sind gut gefüllt. Während ich über die Terrasse spaziere, fällt mir auf, dass ich hier heuer noch gar nie eingekehrt bin. Das sollte ich wohl bald mal ändern.

Heute allerdings bin ich auf dem Sprung, mein nächstes Ziel wartet schon. Zuerst durch den Wald, dann noch ein Stück über den Forstweg strebe ich höher und höher.

Bald schon sehe ich die Alm vor mir auftauchen…

… hier ist heute nicht ganz so viel los, ich grüße die Belegschaft, doch auch hier wird heute nicht eingekehrt. Nach einem kurzen Wortwechsel mit Johanna, der Hüttenwirtin, wander ich weiter gen Westen.

Ein Blick zurück auf die Alm offenbart, wie stark hier in den letzten Jahren ausgeholzt wurde. Die Alm liegt sehr schön auf einer kleinen Stufe, mit tollem Ausblick auf das Inntal.

Es ist noch früh im Jahr, allerdings hängen die Vogelbeeren schon in dicken Dolden an den Sträuchern. Viel zu früh…

Am alten Almenweg steigen ich nun wieder hinab ins Tal, der Himmel klart auf und es ist schön geworden.

Ich spaziere durch Sistrans hindurch, dann komme ich zum Bienenlehrpfad nördlich von Sistrans.

Hier wurde ein schönes Biotop mit Lehrtafeln für Klein und Groß aufgestellt, eine feine Oase mitten in den Feldern.

Rückblickend sehe ich nochmals die Almen hoch oben am Berg, die Gipfel sind schon wieder im Wolkenkleid versteckt.

Zuhause rufe ich Biggi an, der Tag ist perfekt, um noch eine Runde an den Lanser See zu spazieren und ein wenig zu schwimmen.

Ein feiner Nachmittag mit ein paar Schwimmeinlagen, dann gönnen wir uns noch einen Spritzer (Weisswein/Soda) an der Strandbar. Diesen müssen wir allerdings mit gefühlt Millionen Wespen teilen… daher bleibt es nur bei einem Getränk.

Das war heute eine feine Tour mit gemütlichem Abschluss am Lanser See. Eine Runde Sache, würde ich sagen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:28 h
Gesamtlänge: 10,96 km
Höhenmeter: △ 662 m / ▽ 823 m

260621 Wanderung Säulinghaus (1.720m)

Heute beginnt unser Urlaub, wir fahren in die Normandie. Davor haben wir aber beschlossen, noch zwei Tage auf der Hütte zu verbringen, sozusagen als Einstimmung. Mittlerweile rollt eine Hitzewelle über Europa, aber im Ausserfern ist es noch aushaltbar. Gleich in der Früh starten wir direkt von der Hütte den Aufsteig zum Säulinghaus.

Zuerst müssen wir von der Hütte über den Forstweg zum Steig queren. Obwohl es ein langweilige Straße ist, ist es dennoch immer ein feiner Start zum Aufwärmen

Schließlich erreichen wir den Steig, der uns durchs Klemmtal in kühlere Höhen bringt.

Wir haben beschlossen, erst durch das Klemmtal hinauf zum Pflacher Älpele und dann über den Verbindungweg zu Säulinghaus zu gehen.

Bald schon erreichen wir den kleinen, aber schönen Boden beim Älpele. Die noble Jagdhütte fasziniert mich immer wieder, wobei ich noch nie Besucher gesehen habe.

Das Pflacher Älpele wird zwar nicht mehr für landwirtschaftliche Zwecke verwendet, aber dennoch ist die Alm vor ein paar Jahren gründlich renoviert worden und ist aktuell privat verpacktet.

Die Aussicht von diesem Platz über das Klemmtal ist eine meiner Lieblingsaussichten auf den Talkessel von Reutte…

Über den Verbindungsweg gehen wir nun in Richtung Säulingsteig.

Der Steig zweigt direkt von der Forststraße ab, dann wird es ein wenig steiler. Das Haupt des Säulings schaut mit seinen Südwänden mächtig und unnahbar aus.

Der Steig zieht angenehm durch alte Waldbestände und Kräuterwiesen…

… und mündet schließlich am wunderschönen Boden vor der Hütte…

Hier wächst und gedeiht gefühlt alles, was man sich in diesen Lagen vorstellen kann…

… auch Gelben Enzian sehen wir!

Das Säulinghaus, viele Jahre von den Naturfreunden betreut, hat seit heuer neue Besitzer. Nachdem die Zukunft ungewiss war, haben sich zwei Locals um die Hütte bemüht. Das wollen wir heute gleich mal testen… die Karte ist klein, aber fein und die Wirtsleute total freundlich.

So genießen wir eine feine Pause, lassen die Seele baumeln und freuen uns am schönen Leben!

Beim Abstieg schauen wir immer wieder, was es zu entdecken gibt, sogar einen Schillerfalter entdecken wir auf unserem Weg.
Bald schon erreichen wir wieder die Hüttenwiese, wir nehmen einen Weg querfeldein, und erreichen kurz darauf die gemütliche Hütte…

Eine feine Wanderung mit gemütlicher Einkehr ist wieder zu Ende, aber bestimmt kommen wir bald wieder hier her!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:16 h
Gesamtlänge: 8,25 km
Höhenmeter: △ 646 m / ▽ 634 m

260614 Wanderung Judenstein

Nachdem wir gestern auf der Aldranser Alm waren, steht heute eine weitere Wanderung in der Umgebung am Programm. Wir haben uns entschlossen, heute was Gemütliches zu machen. Die Wanderung nach Judenstein ist da ideal…

Mit dem Bus fahren wir bis zu den Wiesenhöhen, dann starten wir erst in Richtung Süden zum Speckbacherweg.

Über diesen schönen Weg wandern wir dann östlich in Richtung Rinn, in schönem Auf und Ab.

Der Weg verläuft angenehm im Wald, die Temperaturen zwar war, aber durch den Wald ist der Pfad gut abgeschattet und angenehm zu gehen.

Wir wandern bis nach Judenstein, ein kurzer Besuch in der wunderschönen Kirche ist selbstverständlich, dann drehen wir um und laufen am Waldrand wieder gen Westen.

Es ist wärmer geworden, aber dennoch ist es sehr angenehm. Der Weg ist breit, wir schlendern gemütlich unserem Ziel entgegen und quatschen über Gott und die Welt.

Immer wieder gibt es tolle Sachen am Waldrand zu sehen, die Aussicht hinüber nach Rinn, nach Sistrans.

Hier an den Nordhängen ist es feuchter und dadurch die Vegetation sehr dicht. Überall rauschen kleine Bächlein, und es kreucht und fleucht im Unterholz. Wir wandern durch das Knappental, später noch durchs Hasental in Richtung Aldrans

Schlussendlich erreichen wir den Herzsee, die letzten Meter müssen wir über die Hauptstrasse absteigen. Eine gemütliche, aber dennoch tolle Wanderung durch das wunderschöne Mittelgebirge! Uns beiden hat´s sehr gut gefallen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:13 h
Gesamtlänge: 11,32 km
Höhenmeter: △ 295 m / ▽ 427 m

260613 Wanderung Aldranser Alm (1.511m)

Mama ist über das Wochenende bei mir, wir haben zwei Wanderungen geplant. Heute geht´s auf die Aldranser Alm, von der ich Mama schon öfter vorgeschwärmt habe.

Wir starten in Rinn, am Kirchplatz und steigen zuerst über den Rinner Almensteig hinauf zur Rinner Alm. Durch kühlen Wald, bei warmen Temperaturen ideal, steigen wir immer höher.

Kurz vor der Alm stelle ich überrascht fest, dass hier massiv ausgeholzt wurde! Der schöne Durchgang zur Alm ist weg, nun ist hier gähnende Leere… daran muss ich mich erst gewöhnen.

Bei der Rinner Alm kehren wir nicht ein, wir steigen über den kleinen Steig in Richtung Aldranser Alm weiter. Kurz vor der Aldranser Alm genießen wir wie immer die Aussicht auf das Inntal, dann kehren wir bei der Alm ein.

Ein gutes Mittagessen rundet unsere Wanderung ab, dann steigen wir über den alten Almensteig wieder ins Tal.

Über das Industriezentrum steigen wir bis nach Aldrans ab. Nach einer längeren Pause und einem guten Abendessen gehen wir nochmals eine Runde ins Freie… heute ist Herz-Jesu-Feuer und wir können einige Lichter ausmachen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:42 h
Gesamtlänge: 10,85 km
Höhenmeter: ▽ 630 m / △ 786 m

260612 Wanderung Platzertal

Heute machen wir, Biggi, Doris und ich eine vom WWF organisierte Wanderung ins Platzertal. Die Anreise per Auto ist zwar lang, aber unkompliziert. Wir parken am Anfang der Pfundser Tschey, ab hier wandern wir zur Platzer Alm hoch.

Diese Gegend ist wunderschön, umso trauriger wäre, wenn dieses Tal durch unseren größten Stromerzeuger verbaut wird. Auch an den Städeln sehen wir Plakate gegen den Ausbau des Platzertals.

Wir wollen uns heute ein wenig hierzu informieren, natürlich sind wir bedingt durch die WWF-Führung wohl auf der negativen Seite gelandet…

Am Ende der Tschey zweigen wir nach Rechts, nun wandern wir in das engere Platzertal.

Über uns sehen andere Leute eine Gruppe Steinböcke, uns entgehen die leider durch den ungünstigen Blickwinkel. Es fängt nun auch wieder mehr zu regnen an… aber wir sind gut ausgerüstet.

Wir kommen an alten Bergwerkshäusern, hier am Pochwerk vorbei. Früher war hier im Platzer Erz abgebaut, 1610 musste der Bergbau wegen dem Gletscherzuwachs geschlossen werden, erst 1884 wurde die Mine wieder reaktiviert. Durch hohe Förderkosten und Wintersperre wurde der ertragreiche Abbau dennoch geschlossen!

Vom Pochwerk ist es nicht mehr weit bis zur Platzer Alm, über einen schönen Boden mit dem Platzerbach erreichen wir schließlich die Alm.

Wir gönnen uns eine Pause, wärmen und ein wenig auf und essen eine Knödelsuppe… leider ist das Essen keine Empfehlung wert, nur die Suppenbasis ist gut, die Knödel mehlig und pampig.

Bei der Alm treffen wir Maximilian, unseren Guide für den Tag. Er gibt uns in der Hütte eine kleine Einführung, dann wandern wir ins hintere Platzertal, dort wo der Staudamm für das Kraftwerk gebaut werden soll.

Wir sind schlussendlich ca. 15 Personen, die sich hier Informationen aus erster Hand einholen wollen. Verschiedene Stationen sollen uns die Bedeutung dieses Hochalpinen Niedermoors näherbringen.

Durch den Regen hat es in dieser Höhe zu schneien begonnen und wir sind genau an der Schneefallgrenze. Dadurch wirkt das Gebiet noch mysteriöser…

Obwohl der Staudamm für sich gesehen auf allen Plänen recht klein ausschaut, ist das dahinterliegende flache Tal, das zur Gänze überflutet werden soll, doch eindrücklich groß!

Maximilian erklärt uns anhand von anschaulichen Bildern die Entstehung eines Moores, den Unterschied zwischen Hoch- und Niedermoor und warum dieses Ökosystem so schützenswert ist.

Mit einem Rucksack voller Antworten und noch ein paar Meer Fragen gehen Biggi, Doris und ich wieder zurück zum Parkplatz.

Unterwegs genießen wir die Umgebung und tauschen uns über verschiedene Fragen aus. Ein spannendes Thema ist der Kraftwerksausbau auf jeden Fall, mit allen Für und Wider…

Vorbei an der Platzer Alm, wir kehren nicht mehr ein, wandern wir weiter talauswärts.

Ich würde gerne nochmals in dieses Tal, evtl. bei besserem Wetter wandern und das Bergwerk und die Geschichte dazu zu erkunden.

Die Tschey ist auch immer einen Besuch wert, ich wundere mich dass hier das Heu noch eingelagert wird… wahrscheinlich zum Verkauf als hochwertiges Bioheu.

Noch einmal, wie am Morgen, überqueren wir den Platzerbach und erreichen unseren Ausgangspunkt.

Eine interessante und auch wunderschöne Wanderung in einem für mich neuen Gebiet! Da würde ich gerne nochmals her!

Tourendaten
Gesamtdauer: 7:10 h
Gesamtlänge: 18,89 km
Höhenmeter: △ 804 m / ▽ 806 m

260607 Wanderung Lanser Alm (1.735m)

Heute machen Biggi und ich eine gemütliche Wanderung auf die Lanser Alm, wir beschließen, das Freizeitticket mal wieder zu belasten und uns den Weg auf den Berg zu erleichtern. Von der Mittelstation steigen wir gen Osten über die Skipiste.

Hier vertun wir uns mit dem Steig und wandern ein gutes Stück bergan, bis wir anstehen. Wir müssen zurück, das ist nicht der richtige Weg. Dieser ist dann nahe der Skipiste wieder gefunden, nun spazieren wir in Richtung Lanser Alm

Der Weg ist urig und nicht so häufig begangen. Und gefällt es sehr gut, nur einmal kommt uns eine Gruppe Touristen entgegen. Dann erreichen wir die wunderschöne Lanser Alm (1.735m). Hier gönnen wir uns ein gutes Mittagessen, genießen die feine Wärme und die Gastfreundschaft der Nepalesen!

Von der Hütte wandern wir weiter in den Osten, unser nächstes Ziel ist die Sistranser Alm. Hier ist auch gut renoviert worden, wir gönnen uns ein schnelles Getränk und steigen dann ab nach Sistrans.

Über den Speckbacherweg erreichen wir schlussendlich wieder den Parkplatz am Patscherkofellift. Eine feine, nicht besonders anstrengende Wanderung mit sehr gutem Essen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:29 h
Gesamtlänge: 10,60 km
Höhenmeter: △ 309 m / ▽ 964 m