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291003 Bergtour Lamsenspitze (2.508m)

Schönstes Wetter, Biggi und ich sind da natürlich wieder draußen in der Natur. Heute steht wieder eine tolle Tour auf dem Programm. Wir wollen die Lamsenspizte im Karwendel von der Gramai aus besteigen. der bisschen längere Anreiseweg rentiert sich schon bald, das Wetter ist perfekt und der Herbst ist einfach die beste Wanderzeit.

Vom Parkplatz startet die Wanderung relativ flach in den Gramaier Grund. Wir sind hier schon über 1.200 Höhenmeter und die Natur ist hier schon viel herbstlicher als im Inntal. Wunderschön verfärben sich die ersten Bäume.

Im Hintergrund erhebt sich die mächtige Lamsenspitze direkt vor uns. Uneinnehmbar sieht der Felsblock von der Ostseite aus. Über Serpentinen steigen in wir zur Lampenjochhütte (1.953 m) auf…

… die in einem schönen Boden unterhalb der Lamsenwände liegt. Hier machen wir eine kurze Pause, bevor wir den weiteren Weg über den Brudertunnel beschreiten.

Der Brudertunnel, ein kurzer Klettersteig (Schwierigkeit C) führt kurz nach der Hütte direkt hinauf zum Grat und damit weiter ins Lamsenkar.

Benannt ist der Tunnel nach den Brüdern Franz-Karl und Toni Unterlechner, welche ebendiesen nach dem zweiten Weltkrieg gangbar machten (Quelle: Wikipedia). Natürlich wurde der Steig immer wieder gewartet und befindet sich in vorbildlichem Zustand.

Highlight der kurzen Kraxlerei ist der eigentliche Tunnel am Ende der Schlucht, hier liegt viel Geröll und verursacht immer wieder kleinere Steinschläge. Kurz nicht aufgepasst und es kracht wieder in der darunterliegenden Schlucht.

Die Schlüsselstelle liegt am Ende des Steiges. Vor vielen Jahren war ich hier mit dem Bundesheer unterwegs, damals machten wir eine Mehrtagestour im Karwendel!

Nun befinden wir uns im Lamsenkar, Schöne Ausblicke auf das Inntal, Tuxer Alpen und im Vordergrund die Walder Alm.

Bald erreichen wir wieder den Grat, hier sehen wir gut in den Kessel der Lampenjochhütte. Es lockt schon die Pause, aber noch haben wir einen längeren Weg bis zur Spitze und dann natürlich retour.

Nach dem Brudertunnel haben wir das Klettersteigset wieder im Rucksack verschwinden lassen, aber der „neue“ Aufstieg auf die Lamsenspitze ist auch versichert, teilweise schaut es recht spannend aus.. Daher beschließen wir, das Set nochmals anzuziehen und im Bedarfsfall zu verwenden.

Unterwegs sind wir ob unserer Entscheidung froh, allerdings ist nicht der Klettersteig selber die Herausforderung, sondern die ungesicherten, dafür brösligen Stellen, die kurz vor dem Gipfel auftauchen.

Wir schaffen es gut auf den Gipfel, nun haben wir uns den zweiten Teil der Jause wohl verdient. Am Gipfel sind doch einige Leute, hoffentlich ergibt das keinen Stau im Abstieg…

Die Aussicht vom Gipfel ist wunderbar, wir sehen wieder einmal Großglockner und Venediger, im Nahfeld sehen wir Hahnenkampl und das mächtige Sonnjoch.

Der Abstieg verläuft dann besser als zuerst befürchtet, die Leute verteilen sich gut über den Hang, der Steinschlag hält sich in Grenzen und die Tritte lassen sich im Abstieg fast besser finden.

Wohlbehalten erreichen wir wieder das Kar, nun wandern wir auf gleichen Weg ein Stück zurück bis zur Lamsscharte.

Von oben erkennen wir schon die tolle Schotterreise, mit der wir unseren Abstieg versüßen wollen.

Zuerst müssen wir aber noch ein paar Höhenmeter, teils seilgesichert bis zur Reise absteigen.

Die Schotterreise ist perfekt, wir nehmen gleich den ersten und damit längsten Abstieg. Perfekter Schotter lässt das Laufen zum absoluten Vergnügen werden. Rasch geht es nach unten, die Höhenmeter purzeln nur so…

Ich laufe vor um den Weg zu erkunden, Biggi läuft meiner Spur hinterher. So geht es flott und lustig hinab in Richtung Hütte.

Am Ende der Reise, der Weg beginnt hier und das Gelände ist flach, passiert das Unglück. Ich will mich umdrehen, um nach Biggi zu schauen, steige auf einen Stein, knicke um… ein Stich fährt durch meinen Körper, jetzt ist was passiert… ich setze mich kurz auf einen Stein,.. atme mal durch!

Nach ein paar Augenblicken stehe ich wieder auf, aber ich merke schon, etwas passt nicht mehr mit dem Sprunggelenk. Bis zur Hütte gehen wir langsam, dann machen wir eine Pause, trinken und essen eine Kleinigkeit, danach wird es schon wieder gehen.

Der anschließende Abstieg ist unangenehm, der Fuß ist nicht in Ordnung. Die Pause auf der Hütte hat es eher verschlechtert, der Knöchel ist mittlerweile geschwollen. Statt der 1:30 Stunden brauchen wir fast 2:30 Stunden…

… doch schließlich schaffe ich es bis zum Parkplatz. Zumindest, abgesehen vom Schmerz, scheint das meiste zu funktionieren, das beruhigt mich sehr.

Wir fahren wieder retour nach Innsbruck, ich nehme den Bus nach Hause und lege mich auf die Couch. Ein wenig geschafft bin ich schon doch, das merke ich jetzt. Die Tour war toll, das Missgeschick hat allerdings einen Schatten auf das Vergnügen gelegt!


Nachtrag:
Am nächsten Tag werde ich doch in der Klinik vorstellig, nach 3 Stunden steht fest: Es ist nichts gebrochen, aber die Bänder sind in Mitleidenschaft gezogen. Ich muss jetzt für 6 Wochen eine Unterstützung für´s Gelenk, Tag und Nacht tragen. Natürlich bin ich nicht froh, gerade jetzt, die perfekte Wanderzeit wird wohl die nächste Zeit ohne mich auskommen müssen… aber es hätte auch Schlimmer kommen können!

Tourendaten
Gesamtdauer: 8:24 h
Gesamtlänge: 14,85 km
Höhenmeter: △ 1.456 m / ▽ 1.445 m
Schwierigkeit: T4 / KS C

260926 Bergtour Bettelwurf (2.725m)

Nach guter Nachtruhe und einem feinen Frühstück wandern wir los, heute geht´s auf den Großen Bettelwurf. Vorbei an Gämsen, die sich vor dem „hoffentlich“ harten Winter nochmals die Wämse vollfressen, steigen wir zum Einstieg in den Eisengattergrat.

Bald erreichen wir den Grat, hier geht es in feiner, einfacher Kraxlerei höher und höher. Der Ausblick auf das Tal ist wunderbar!

Die Sonne steht noch niedrig, die Temperaturen sind aber sehr angenehm und nicht so herbstlich wie befürchtet… der Blick ins Halltal wieder einmal wunderbar!

Die Sicht in die Inntalfurche und die dahinter liegenden Tuxer auch ein Traum…

… dafür vor uns wilde Schotterreisen, die uns heute aber auch freuen. Wir kommen gut voran, der Weg ist sehr gut angelegt. Die meisten Gipfelaspiranten wählten den Weg über den kleinen Bettelwurf, daher ist unser Weg aktuell noch recht ruhig.

Zügig geht bergan, mittlerweile haben wir die Zone von unkontrolliertem Steinschlag erreicht, daher haben wir unsere Helme aufgezogen.

Unbemerkt hat sich eine Föhnlage aufgebaut und UFO-Wolken erscheinen am Himmel. Diese lustigen Himmelsformationen sind lustig anzuschauen…

Der Weg ist teils ein wenig ausgesetzt, aber nie so schwierig, dass man sich ein Klettersteigset herbeiwünschen würde. Ein Lob an die Wegebauer, die hier einen schönen und gut machbaren Weg kreiert haben!

Durch eine Rinne schreiten wir höher, dann stehen wir am Grat, rechts von uns die bekannte Pyramide, die zwar nicht das Gipfelkreuz, aber einen Markierpunkt darstellt. Hier liegt nun ein wenig Schnee, das die letzte Kaltfront mitgebracht hatte.

Immerhin stehen wir hier auf 2.700m, da darf es auch im Frühherbst mal ein wenig weiß sein. Der Blick nach Osten ist wunderschön, im Hintergrund sehen wir Glockner und Großvenediger.

Super gemacht, wir stehen am Gipfel, genießen unsere Errungenschaft, den Ausblick und die gute Jause aus dem Rucksack.

Nach einer gemütllichen Pause auf dem Gipfel wandern wir den selben Weg wieder retour.

Die versicherten Stellen am Eisengattergrat sind im Abstieg gefühlt leichter als im Aufstieg, rasch kommen wir weiter.

Letu ist noch eine Spur schneller als Biggi und ich, von ihm sehen wir bald nur noch eine „Staubwolke“. Die Hütte im Blick gehen wir wieder über die verschiedenen Reisen und Abbrüche, die Pause lockt schon.

Letu hat uns schon einen guten Platz reserviert, ein gutes Essen, Nudeln und Kaiserschmarrn runden die Tour ab… aber noch sind wir nicht im Tal.

Nun stehen uns noch 1.300 Höhenmeter ins Tal bis zum Hackl bevor. Wir sind gestärkt und guten Mutes…

… und dennoch zieht sich der Weg von der Hütte ins Tal immer mehr.

Das Wetter ist immer noch gnädig mit uns, auch die Temperaturen in den Latschen sind moderat.

In der Bettelwurfreise sehen wir endlich Licht im Tunnel… nun kommt noch ein spaßiger Teil der Tour… wir sehen schon die Schotterreise vor uns, die wir ablaufen werden.

Bald haben wir den Einstieg zur Reise gefunden, und so pulverisieren wir einige Höhenmeter ohne viel Krafteinsatz… diese Abkürzungen sind einfach super für die Seele, wenn auch nicht so sehr für die Schuhe!

Wohlbehalten erreichen wir den Hackl, hier hängen wir unsere strapazierten Füße ins Kneippbad, das tut einfach nur gut! So gestärkt fahren wir zufrieden nach Hause, es Lebe das Halltal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:44 h
Gesamtlänge: 11,36 km
Höhenmeter: △ 695 m / ▽ 1.965 m
Schwierigkeit: T4

260925 Bergtour Bettelwurfhütte (2.077m)

Biggi, Letu und ich haben eine tolle Tour vor uns, wir wollen heute auf die Bettelwurfhütte und morgen auf den Bettelwurf steigen. Da der Aufstieg auf die Hütte relativ lang ist, haben wir einen straffen Zeitplan. Ich hole Letu bei der Arbeit, dann Biggi und schließlich fahren wir zum Hackl am Ausgang des Halltals.

Der erste Teil unseres Weges führt uns bis zur Wasserversorgung im Halltal. Wir laufen die meiste Zeit auf einem Wanderweg, nur am Schluss müssen wir kurz auf die Asphaltstraße ausweichen.

Ab hier wird es nun steil. Wir nehmen den Pfad direkt links von der Wasserfassung, dieser führt uns kühl, aber steil durch einen schönen Laubwald.

Wir erreichen die Abzweigung zur Alpensöhnehütte, unser Pfad führt aber in die riesige Bettelwurfreise.

Es ist zwar schon Ende September, aber die Temperaturen sind fast noch sommerlich. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Latschen, die die Wärme extra für uns speichern!

Zum Glück wird es ein wenig weiter oben lichter und so manche Windbö kühlt uns ein wenig ab.

Die Bettelwurfreise hat sich schon wieder massiv geändert. Jedes Mal, wenn ich in diesen mächtigen Schotterhaufen komme, denke ich mir das wieder. Veränderungen sind hier Tageswerk.

Mühselig ist der Aufstieg, die Aussicht kann das nur bedingt kompensieren. Der Gedanke an die morgige Abfahrt über die Reise ist da schon die bessere Perspektive!

Aus dem Halltal sieht man wunderbar auf die Tuxer, meine Hausberge! Glungenzer, Sonnenspitze, Neuner- und Viggarspitze und schließlich der Patscherkofel.

Wir haben die Schotterreise mittlerweile hinter uns gelassen, der Weg ist nun ein wenig anregender und nicht mehr so mühsam.

Engere Stellen sind mit Seil versichert, aber generell ist der Weg einfach und gut zu begehen. Bei Nässe kann ich mir allerdings vorstellen, dass ein Handlauf doch zur moralischen Unterstützung dient!

Letu, unser Jungspund läuft natürlich dank jugendlicher Energie immer wieder voraus, Biggi und ich gehen lieber langsam und durchgängig, bedächtig…

Nun sollten wir bald den Juchizer erreichen, denke ich mir, aber der Weg zieht sich und zieht sich…

… doch schließlich erreichen wir auch diese Stelle, der erste Blick auf die Hütte. Nun ist uns auch zum jubeln zumute, liegen doch die meisten Höhenmeter nun hinter uns!

Man sieht die Hütte schon eine Weile, aber irgendwie kommt sie erst mal nicht näher. Letu hat nun seine letzten Energien mobilisiert und saust in Höchstgeschwindigkeit zur Hütte.

Wir genießen auf dem Weg noch ein wenig die immer besser werdende Aussicht. Mittlerweile sehen wir die Stubaier Gletscher und überhaupt die Stubaier Alpen.

Die letzten Meter schaffen wir nun auch schon, die gemütliche Hütte lockt schon. Und das Stimmensammelsurium ist schon von weitem zu hören.

Dann stehen wir endlich vor unserem Tagesziel. Heute war die längere Etappe, zumindest im Aufstieg. Nun stecken einige Höhenmeter in unseren Beinen. Da schmeckt die Erfrischung auf der Hütte umso mehr…

Eine gute Abendessen, gemütlicher Hüttenabend und eine feine Nachtruhe runden den tollen Tag ab.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:58 h
Gesamtlänge: 6,55 km
Höhenmeter: △ 1.337 m / ▽ 34 m
Schwierigkeit: T3

260919 Wanderung Gotheweg – Halltal (2.277m)

Manchmal hat man Projekte bzw. Touren im Kopf, die man immer wieder vor sich herschiebt. So eine Tour wollen wir heute endlich in die Praxis umsetzen. Wir wollen vom Hafelekar über den Goetheweg, Pfeishütte, Stempeljoch und weiter über das Halltal nach Absam gehen. Doris ist mit von der Partie, wir starten mit der Hungerburg-, dann mit der Seegruben- und final mit der Hafelekarbahn hinauf auf „Top of Innsbruck“.

Hier startet direkt an der Bergstation der wunderschöne Goetheweg. Allerdings ist das Areal gerade in Nebel verpackt und die Aussicht dementsprechend dürftig.

Es ist frisch, ohne Sonne, doch wir haben Glück. Schon bald verzieht sich die Wolke und die Sonne kommt mehr und mehr hervor.

Der Goetheweg, früher auch mal Hermann-Buhl-Weg nach dem berühmten Innsbrucker Kletterer und Höhenbergsteiger benannt, führt spektakulär teils auf der Süd-, teils auf der Nordseite der Nordkette entlang.

Die Abwechslung der Wegeführung, einmal mit Blick auf das Inntal und die Landeshauptstadt, im nächsten Moment in das unbewohnte Karwendel, machen den Reiz dieses Weges aus.

Der Weg bis zum Gleiersjöchl führt an der Südseite der Nordkeitte entlang

Bei der Mühlkarscharte wechselt der Weg nun auf die Nordseite. Hier blickt man in das Herz des Karwendels, in den Matten unter uns scharen sich unzählige Gämsen, die sich vor dem Winter noch einen guten Vorrat anfressen.

Der Ausblick ist wunderbar, wir sehen die Stubaier Gletscher ebenso wie die Zugspitze, auch Scharnitz und die Arnspitzen lassen sich ausmachen.

Die Temperaturen sind herbstlich, perfekte Bedingungen zum Wandern. Die große Hitze des Sommers ist nun endlich vorbei.

Über die Mannlscharte erreichen wir schließlich die Pfeis mit der bekannten AV-Hütte. Nun müssen wir ein Stück absteigen, den weiteren Weg zum Stempeljoch können wir aber an der anderen Talseite schon ausmachen.

An der Pfeishütte angekommen, können wir uns einen richtig guten Cappuccino, eine richtige Wohltat auf der Wanderung.

Nun steht die Sonne hoch am Himmel und die Temperaturen werden sehr angenehm. Die Jacke ist verstaut, zu Heiß ist es dennoch nicht.

Der Boden, auch „In der Pfeis“ genannt, ist wunderschön, wir können ein paar verfallene Almhütten ausmachen, die auf früher rege Almwirtschaft schließen lassen.

Vorbei an diesen abgegangenen Gebäuden (nur mehr Ruinen) wandern wir nun in Richtung Stempejoch.

Im Hintergrund und über der Pfeishütte dominiert die mächtige Rumer Spitze (2.454m), ein wahrer Koloss, der auch noch auf eine Besteigung wartet.

Am Stempeljoch machen wir eine ausgiebige Pause, und genießen unsere Brotzeit.

Nun kommt der knifflige Teil der Wanderung, der Abstieg über das Stempeljoch. Bröseliger Weg, gerade mal von ein paar Brettern und Treppen in Platz gehalten, gemahnt zu sorgfältigem Steigen, jeder Tritt muss wohl gesetzt werden. Allerdings ist die Herausforderung nur von kurzer Dauer, je weiter wir absteigen, desto besser wir der Weg.

Im unteren Bereich der Reise steigen wir auf eine bewährte „Karwendel-Vorbewegung“ um, wir laufen einfach über den wunderbar feinen Schotter direkt zum unteren Weg ab. Schottereisen-Laufen ist zwar nicht Schuh-, aber nervenschonend und macht uns richtig Spaß.

Nun beginnt der lange Abstieg über die Stempelreise bis zum Issanger im Halltal. Vor uns liegen Speckkarspitze, Bettelwurf und die unscheinbare Hüttenspitze.

Der Weg über die Mondlandschaft der Stempelreise zieht sich ganz nett, gegenüber sehen wir Leute am Wilde-Bande-Steig in Richtung Lafatscherjoch gehen.

Rückblickend sehen wir Große und Kleine Stempeljochspitze und oberhalb des Weges Wildanger-, Latten- und Pfeiserspitze.

Schließlich erreichen wir den lieblichen Issanger, im Wald wandern wir nun auf den Spruren der Bergleute vom Salzberg.

Überall finden sich noch Spuren von den erst 1967 aufgelassenen Aktivitäten, vom oberen Wasserstollen nehmen wir den Weg direkt am Bergbach entlang.

Am Erzherzogberg nehmen wir den unscheinbaren Steig im Wald, der uns in kurzer Zeit nach St. Magdalena führt. Hier ist nochmals eine Pause angesagt, eine gute Suppe und ein Bier gibt uns die Stärkung für die letzten Meter.

Ein Besuch in der schönen Kapelle direkt am Gasthaus ist obligatorisch, hier verweile ich kurz, bevor wir weiter ins Tal ziehen.

St. Magdalena, für mich einer der stimmigsten Plätze in der Nähe der Landeshauptstadt, zeigt sich heute wieder mal von der besten Seite.

Über den Fluchtsteig geht´s nun weiter hinab nach Absam, zum sogenannten Hackl.

Je näher wir zum Ausgang des Halltals kommen, desto promienten wird auch die sonst so unscheinbare Hüttenspitze.

Vorbei an alten Holzrohren, die die Sole vom Salzberg hinab nach Hall transportieren, erreichen wir schließlich den großen Wanderparkplatz.

Da wir den Bus knapp verpasst haben, beschließen wir, unseren Füßen noch was Gutes zu tun. 3 Runden im Kneippbecken, und wir wissen, wie sich kaltes, also richtig kaltes Wasser anfühlt. Nachdem die Füße wieder aufgetaut sind, stellt sich wahres Wohlbefinden ein.

Eine wunderschöne, aber auch lange Tour mit viel Abstieg und überschaubaren Höhenmetern im Aufstieg liegt hinter uns. Und wir sind uns einig, das Halltal wird bald wieder besucht!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:59 h
Gesamtlänge: 17,42 km
Höhemeter: △ 525 m / ▽ 2.001 m
Schwierigkeit: T3

260525 Bergtour Törlüberschreitung (1.951m)

Bei bestem Wetter machen wir heute eine meiner geliebten Überschreitungen. Heute sind das Biggi, Doris und ich. Wir starten nach einer kurzen Busfahrt vom Hochrum aus in Richtung Törl, dem Übergang von Thaurer auf Haller Gebiet, bzw. in das Halltal. Aber nun mal von Anfang an…

Von Hochrum steigen wir erst ein Stück durch den Wald, bis wir den Garzanhof erreichen. Dort wandern wir entlang der frisch gemähten Wiesen, bis wir wieder in den Waldsteig einzweigen.

Nun wird der Weg steiler und wir gewinnen stetig an Höhe. Bald schon stellt sich die bekannte und wunderschöne Fernsicht ein.

Tuxer- und Stubaieralpen lachen zu uns herüber, auf den Gipfeln liegt noch einiges an Schnee. Die letzten Meter vor der Thaurer Alm (1.464m) flacht der Weg ab und wendet sich nach Osten.

Die Alm ist, wie nicht anders zu erwarten, „pumpvoll“. Wir hatten aber eh nicht mit einer Einkehr gerechnet, noch haben wir nicht mal die Hälfte des Weges, aber zumindest die meiste Höhe geschafft.

Wir gehen weiter Ostwärts, die Kaisersäule kommt in unser Blickfeld. Auch Diese lassen wir heute links liegen (obwohl sie rechterhand wäre) und streben unserem höchsten Punkt, dem Törl zu.

Dieser Einschnitt zwischen den Bergen wurde früher von den Thaurer Salzknappen auch als Übergang ins Halltal genutzt.

Mühevoll und lange zieht sich der Weg über eine Weide, es ist heiß, aber zum Glück haben wir nun den Aufstieg geschafft.

Direkt beim Übergang steht eine feine Bank im Schatten, auf dieser rasten wir uns aus und genießen den kühlenden Wind, der aus dem Halltal streicht.

Nach einer kurzen Pause wandern wir nun ins wildromantische Halltal, einem meiner Lieblings-Wandergebiete.

Der Weg führt durch die Latschen und ist dementsprechend warm, im Abstieg lässt sich das aber gut verkraften. Die uns entgegenkommenden Wanderer wird´s wohl nicht ganz „wurscht“ sein.

Direkt unter dem Latschengürtel stehen ein paar wunderschöne Lärchen, der Weg führt direkt durch diese Baumgruppe.

Über den oberen Forstweg, den wir bald erreichen, kommen wir zu den Herrenhäusern, letzte Zeugen des 700 jährigen Bergbaus im Halltal. Wie gewohnt besuchen wir auch die Rupertikapelle, um mit Schrecken festzustellen, dass die Decke sehr marode geworden ist und stark durchhängt. Ich bin gespannt wie es hier weitergeht!

Der alte Bau mit der Rupertikapelle gehört dem Absamer Künstler Obleitner, der diesen Platz liebevoll in Schuss hält, so gut er kann.

Das Herrenhaus, der gelbe Prachtbau direkt nebenan, hat seit letztem Jahr einen neuen Besitzer, der hier große Pläne hat. Wollen wir mal schauen, ob das was wird…

Unterhalb der Herrenhäuser zweigt wieder ein kleiner Weg ab, den man fast übersehen könnte… dieser führt uns weiter in Richtung St. Magdalena.

Das feine Gasthäuschen, das schon seit vielen Jahren von der selben Familie betrieben wird, ist eine absolute Empfehlung. Essen, Service, Lage… einfach alles passt hier!

Wir genießen ein gutes Mittagessen, dann wandern wir über den ehemaligen Klosteranger in Richtung Fluchtsteig.

Dieser Weg, Fluchtsteig genannt, ward früher als lawinensichere Auf- und Abstiegsvariante angelegt worden, heute erfreut er sich bei den Wanderern größter Beliebtheit.

Beim Hackl, unserer Endstation hängen wir erst unsere geschundenen Füße ins Kneippbecken, dann suchen wir uns einen Bus, der uns wieder bis nach Innsbruck bringt. Schon bald ist dieser da und wir haben unsere Überschreitung komplettiert.

Wieder haben wir eine wunderbare Tour gemacht. Schon länger wollte ich diese Runde gehen, endlich habe ich es mit feinster Begleitung geschafft!


Tourendaten
Gesamtdauer: 5:27 h
Gesamtlänge: 15,21 km
Höhenmeter: △ 1.156 m / ▽ 1.093 m

260523 Wanderung Arzler Alm (1.067m)

Obwohl Sara schon Geburtstag hatte, steht heute noch das Geburtstagsessen an. Wir haben uns heuer was Besonderes einfallen lassen… wir wandern erst auf die Arzler Alm, um dann dort einzukehren.

Wir starten im Saggen, wandern zum Inn, über den Psennersteg und dann hinauf in den Wald. Der Weg ist angenehm zu gehen, im Wald ist die Luft gut und kühl.

Heute ist bestes Wanderwetter, der Himmel wird nur von ein paar kleinen Wolken verziert. Der Blick ins Unterintal mit dem Innsbruck Ortsteil Mühlau im Vordergrund.

Wir steigen weiter den Pfad empor, kreuzen ein paar Mal den Biketrail „Arzler Alm“, dann haben wir die Hütte erreicht.

Wir finden einen super Platz auf der Terrasse, gleich kommt jemand zum Bestellung aufnehmen. Die Organisation auf der Arzler Alm ist unglaublich gut. Wir bestellen um 17:59 fünf Schnitzel, um 18:00 Uhr ist Bestellschluss. Da haben wir nochmals Glück gehabt.

Bald schon kommt das gute Essen und wir genießen die abendliche Wärme, die feine Gesellschaft und das gute Essen.

Eine lustige (leicht angetrunkene) Gruppe Deutscher ist am Nachbarstisch, diese grölen ein paar Lieder. Als Letu rübergeht und ihnen vom Geburtstag von Sara erzählt, wird kurzfristig ein Geburtstagsständchen eingeschoben…

Später, es wird schon kühl auf in der Höhe, machen wir uns wieder auf ins Tal. Wir wandern den selben Weg wieder zurück und sind im Nu wieder in der Landeshauptstadt.

Schon interessant, wie schnell man von der quirligen Stadt in die ruhige Natur kommt. Eine tolle Wanderung in feinster Wandergesellschaft.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Gesamtlänge: 10,12 km
Höhenmeter: △ 512 m / ▽ 504 m

260509 Wanderung Walder Jöchl (1.639m)

Wieder bricht ein wunderbares Wochenende an, heute wollen wir auf das Walder Jöchl über die Walderalm wandern. Wir starten in Gnadenwald an einem Privatparkplatz, kurz hinter dem Haus beginnt schon der Steig.

Dieser führt uns auf kleinen, feinen Steigen höher, bald erreichen wir die Forststraße.

Über diese gehen wir, bei diesem Wetter nicht anders erwartet, natürlich nicht alleine unserem Ziel entgegen. Auf einer Bank genießen wir die Aussicht auf das Inntal.

Vor der Walder Alm erreichen wir eine Feuchtwiese, die trotz dieses trockenen Frühjahrs doch genügend Nass für Dotterblumen gespeichert hat.

Der Ausblick in die Tuxer Alpen ist grandios, und von hier sieht man, dass noch sehr viel Schnee in den höheren Lagen vorhanden ist.

Wir erreichen die Walderalm Kapelle, zweigen aber kurz vorher nach rechts ab, unser Ziel liegt noch ein Stück weiter.

Die Walder Alm hat eine der schönsten Lagen, die ich kenne. Im Hintergrund die Huderbankspitze und links davon der Hundskopf. Und der Boden rund um die Alm lädt zum Rasten ein.

Wir erreichen das Walder Jöchl (1.639m). Das Wetter ist, wie schon prognostiziert, rasch schlechter geworden, wir haben schon die ersten Regentropfen gespürt.

Über dem Überschalljoch zieht ein Gewitter herein, daher bleiben wir nicht lange am Jöchl.

Wir suchen und einen Unterstand, dort genießen wir unsere Jause, bevor wir den Rückweg zur Alm antreten.

Mittlerweile ist es dunkel geworden, in der Ferne hören wir das eine oder andere Donnergrollen, wir beschleunigen unseren Schritt.

Über uns schiebt sich die Gewitterfront, wieder spüren wir ein paar Tropfen, dann ist auch wieder vorbei. Im Karwendel ist es richtig dunkel, wir gehen aber in Richtung Inntal, dort hellt es wieder auf.

Ein paar Mal glauben wir, das Gewitter und der Regen würde uns erreichen, aber wir kommen unbeschadet und trocken im Tal an. Eine feine Wanderung mit ein wenig Glück beim Wetter!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:13 h
Gesamtlänge: 10,30 km
Höhenmeter: △ 764 m / ▽ 760 m

260502 Wanderung St. Magdalena im Halltal (1.287m)

Bei schönstem Wetter machen wir, das sind Brigitte, Georg, Ingrid, Christian und ich eine Wanderung ins wunderschöne Halltal.

Wir spazieren am Fluchtsteig talein, hoch über dem Talboden des Tal und über dem Hallbach!

An einer Stelle erodiert der Weg schon seit vielen Jahren immer mehr ab, hier sieht man gut, wie sich das Tal Jahr für Jahr verändert.

Wie nehmen beim Eibental-Schild den rechten Weg, der steil hinauf in den Eigenwald führt.

Die Natur ist auch hier erwacht, dennoch ist der Wald noch nicht ganz so dicht. Georg kann eine Gämse beobachten, die zwischen den Bäumen grast.

An einer Stelle haben wir eine wunderschöne Aussicht auf die tolle Hüttenspitze, die wir schon ein paar Mal bestiegen haben.

Der Weg führt weiter nach St. Magdalena im Halltal, dort machen wir eine feine Rast und genießen die Gastlichkeit des Hauses.

Gestärkt wandern wir über den unteren Weg wieder retour zum Hackl, wir kommen an der zweiten Ladhütte vorbei, dort treffen wir wieder auf den Aufstiegsweg.

Beim Bettelwurfeck ist der Fluchtsteig meiner Meinung nach am Schönsten. Wenn man dann um die Kurve tritt…

… öffnet sich der Blick auf das Halltal und die Tuxer Alpen. Herrliche Aussicht bei perfektem Wetter.

Ein Ausflug ins Halltal ist immer weder ein Erlebnis, von diesem Tal kann ich einfach nicht genug bekommen. Gemütlich, Klettersteig, lange Touren, alles ist hier möglich…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:33 h
Gesamtlänge: 7,79 km
Höhenmeter: △ 525 m / ▽ 531 m

260412 Wanderung Martinswand / Maximiliangrotte

Es ist warm, leider hat die Sonne heute einen schlechten Stand, hohe Schleierwolken verhindern einen ungetrübten Sonnenschein. Biggi und ich wollen schon lange zur Kaiser-Maximilian-Grotte wandern, heute ist der perfekte Tag.

Wir starten beim Parkplatz bei der Rettung in Zirl, zuerst folgen wir dem Fahrweg ins Brunntal. Dann zweigt der Pfad in den ehemaligen Steinbruch ab, dieser wird im oberen Bereich durchstiegen.

Schon im Steinbruch sehen wir die ersten Gämsen, die hier rasten und den bunten Wanderer genauso interessiert begaffen, wie wir das machen…

Wenn der Trubel dann doch ein wenig zu groß wird, dann hüpfen die Paarhufer leichtfüßig über steile Felsabbrüche und sichern sich so wieder einen gewissen Sicherheitsabstand zu den ihnen suspekten Geschöpfen.

Wir, die suspekten Geschöpfe, haben aber eh ein anderes Ziel, wir wandern nach dem Steinbruch über den Steig, unterhalb von spektakulären Kletterwänden.

Bei der Grotte machen wir eine kurze Pause, es sind einige Leute vom Klettersteig herübergestiegen, 3 Leute steigen gerade „verkehrt“ und teils ohne Helm in den Klettersteig, um über diesen abzusteigen.

Wir bewundern das große Holzkreuz und die Büste von Kaiser Maximilian. Diese wurde 1936 in Gedenk an die Sage vom Kaiser und der wundersamen Rettung aus seiner misslichen Lage hier aufgestellt. Der Kaiser wurde von Johannes Obleitner, dem Onkel von Karl Obleitner geschnitzt. Und eben dieser hat die Ruperti-Kapelle im Halltal restauriert…

Lange bleiben wir nicht sitzen, das Wetter ist leider nicht so gemütlich. Wir steigen über den selben Steig wieder ab.

Ein Blick zurück in die zum Teil künstlich erweiterte Grotte zeigt dessen Größe!

Über den Steig, den Steinbruch und eine kurze Stahlstiege erreichen wir wieder den Fahrweg ins Brunntal, der uns zurück zum Auto bringt

Wieder einmal haben wir den Tag gut genutzt, trotz nicht so tollem Wetter. Die Wanderung zur Grotte ist einfach, die Aussicht spektakulär. Ideal für einen gemütlichen Sonntag.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:41 h
Gesamtlänge: 3,98 km
Höhenmeter: △ 251 m / ▽ 249 m

260411 Wanderung St. Magdalena im Halltal (1.287m)

Der ursprüngliche Plan, noch eine Skitour auf den Hoadl zu machen, wurde durch den „Ugly Ski Day“, einer Megaparty in der Lizum vereitelt. Zum Glück sind wir früh genug drauf gekommen, so war der Schaden sehr begrenzt. Nach kurzer Beratung beschließen wir, bei diesem schönen Wetter dem Halltal einen Besuch abzustatten.

Wir starten vom Hackl, in gewohnter Manier, bald schon zweigen wir auf den Fluchtsteig ab. Dieses Mal nehmen wir aber die Normalroute, nicht den Eibwaldsteig.

Auf dem Steig, gerade an den immer-schattigen Plätzen liegt noch ein wenig Schnee, aber der macht beim Gehen heute gar nichts aus. Die Luft ist warm, schon bald laufe ich im T-Shirt weiter.

Der Wald ist noch blattlos und nackt, daher ist der Ausblick auch im Wald ganz ok. Wir sehen auch immer wieder Gämse, die hier in Nahberich grasen uns sich gar nicht an uns stören.

Schließlich erreichen wir St. Magdalena, die Gaststätte ist heute sogar geöffnet. Juhu denken wir uns, allerdings werden wir nur was trinken, zum Essen haben wir selber mitgenommen.

Vor der Einkehr genießen wir unsere Jause, dann setzen wir uns noch in den Garten des ehemaligen Klosters und bestellen uns was zu trinken. Die Sonne lacht vom Himmel, es ist warm, das Frühjahr kann jetzt echt beginnen!

Den Abstieg bewältigen wir auf dem selben Pfad, wer weiß, wieviel Schnee im Eibtal liegt. Wir haben nur Halbschuhe mit, daher spielen wir auf sicher.

Ein Blick zurück auf den tollen Bau, die Sonne hat gerade eine Pause eingelegt, so fällt der Aufbruch dann doch nicht so schwer.

Kurz vor der zweiten Ladhütte entdecken wir nochmals eine Geis mit ihrem Kitz, die sich ganz ungestört am frischen Frühlingsgras laben.

Eine tolle Wanderung, das Halltal ist einfach immer wieder einen Besuch wert. Heuer hoffentlich öfter als im letzten Jahr!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 8,00 km
Höhenmeter: △ 524 m / ▽ 522 m