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250831 Bergtour Hüttenspitze (1.858m)

Es ist Sonntag, das Wetter ist wunderbar. Es ist der letzte Urlaubstag angebrochen und wir haben die Jungs überreden können, mit uns heute auf die Hüttenspitze zu steigen. Gestartet wird am Hackl in Absam, ein paar Schritte hinein ins Halltal.

Über die Brücke am Hacklweiher queren wir den Bergbach und gehen auf der Ostseite weiter ins Halltal. Das Wasser ist braun, und es ist viel Wasser vorhanden. Da muss es wohl vor kurzem noch im hinteren Tal geregnet haben.

Nachdem wir die ersten Schwierigkeiten gemeistert haben, der Bach hat Teile des Weges überspült, erreichen wir das Maximiliansbründl. Ab hier geht es nun aufwärts, durch Gras und lichten Wald.

Wir steigen in mehr oder weniger steilen Serpentinen höher und höher…

… aber richtig spannend, so sage ich den Buben, wird es wohl erst weiter oben.

Kurz vor dem Jausenplatz sehen wir eine Gämse, die ziemlich zutraulich im Walde steht. Von Fluchttierallüren keine Anzeichen, das Tier schaut uns mindestens so interessiert an wie wir es betrachten.
Dann machen wir noch eine kurze Jause auf der schönen Wiese, so motiviert sind wir bereit für den zweiten Teil des Aufstiegs.

Nachdem wir den steilen Waldaufstieg hinter uns gelassen haben, wird es lichter, aussichtsreicher und auch ein wenig felsiger. Da müssen die Hände auch mal her zum Aufsteigen.

Die Rinne ist gut zu begehen, dennoch ist es gut, sich vor Steinschlag in Acht zu nehmen. Heute haben wir Glück, bald schon können wir ohne Zwischenfall die Rinne nach Westen hin verlassen.

Nun muss noch ein bröckliger Schotterhang überwunden werden, gefühlt ist der ganze Hang in Bewegung.

Schließlich erreichen wir wieder festen, soliden Kalkfels, der uns das Aufsteigen sehr erleichtert.

Unter uns liegt das wunderbare Halltal, das in den letzten Fahren stark an Popularität gewonnen hat. „Schuld“ daran hat sicher auch die tolle Wirtschaft bei St. Magdalena.

Der Gipfel ist erreicht, nun ist Zeit für eine zweite Jause. Georg hat für sich und Letu einen Nudelsalat gemacht, ich bleibe mit Biggi bei der klassischen Jause. Zumindest für heute.

Es schmeckt, das Wetter ist fein und so bleiben wir eine Weile sitzen. Für die Buben gibt es auch noch was zu sehen, der Rettungshubschrauber hat einen Einsatz bei der gegenüberliegenden Bettelwurfhütte…

Nun müssen wir vom Gipfel erst in die Wechselscharte abklettern, die Schlüsselstelle ist mittlerweile mit einem Seil entschärft. Den Jungs ist der kompakte Fels aber doch mehr geheuer als das Seil.

Noch ein paar Meter durch und über Latschen, dann ist die Wechselreise erreicht.

Wir genießen noch einmal den Ausblick ins Unterinntal, zum Kellerjoch und den ganzen Tuxer Alpen. Dann werden die Schuhe gut gebunden, jetzt kommt der große Spaß des Tages…

Wir starten in die Wechselreise, die im oberen Teil leider schon ein wenig abgelaufen ist. Aber je weiter wir in die Reise kommen, desto besser geht das Laufen in Ebendieser.

Letu beweist mal wieder sein Talent als Bewegungsmeister, der macht auch schon das eine oder andere Kunststück.

So pulverisieren wir die Höhenmeter in keiner Zeit, rasch geht es nach unten, zum Wegzusammenschluss von der Bettelwurfhütte.

Letu kann gar nicht genug bekommen und macht noch ein paar Extrarunden, während Biggi, Georg und ich auf dem Normalweg weiterlaufen.

Im unteren Teil fast schon Dschungel-ähnlich, erreichen wir schließlich die Wasserfassung Halltal und damit auch die Bergstraße.

Über den Fluchtsteig erreichen wir rasch den Parkplatz. Von hier sieht man die Hüttenspitze fast unscheinbar als vorgelagerter Gipfel zum Bettelwurf und der Wechselspitze. Die Füße werden zur Linderung noch in das Kneippbecken gehängt, damit ist dann alles erreicht, das wir uns vorgenommen haben!

Ein wunderschöner Tag mit einigen Highlights, es hat allen Spaß gemacht und wird, zumindest von mir, sicher bald mal wiederholt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:31 h
Gesamtlänge: 9,83 km
Höhenmeter: ∆ 1.068 m / ∇ 1.086 m

250810 Seeberg- (2.085m), Seekarspitze (2.053m)

Mit Biggi habe ich schon öfter über die heute anstehende Bergtour gesprochen, die Überschreitung der zwei See-*-Spitzen am Achensee. Eine ausgewachsene Tour, aber bei idealem Wetter durchaus ein Erlebnis. Vor einigen Jahren hatte ich die Tour mit Alfons schon gemacht, nun soll eine Wiederholung her.
Wir starten in Pertisau, am Wanderparkplatz. Hier geht ein versteckter Steig direkt auf den Rücken der Seebergspitze.

Es ist schon sehr war, zum Glück ist es im Wald noch ein wenig kühler. Die Sonne knallt auch noch nicht vom Himmel, aber wie gesagt, es ist warm, fast schon ein wenig schwül.

Schon bald öffnet sich der Wald und wir haben einen tollen Ausblick in den Karwendel, heute allerdings eine ganz andere Perspektive als gestern, von der Nordkette.

Der Weg ist gut begehbar, kaum sind wir aus dem Wald heraus, kommen wir in den Genuss der starken Sonne, im Gegenzug dazu spüren wir einen leichten Wind auf der Haut.

Der wunderschöne Achensee liegt unter uns und glitzert in der Sonne.

Das Wetter ist zwar nicht mehr so wolkenlos wie gestern, aber dennoch wunderschön, ein paar Wolken, die sich vor die Sonne schieben, bilden einen natürlichen Schatten, der mehr als willkommen ist.

Die große Befürchtung, im Latschengürtel der Hitze schutzlos ausgeliefert zu sein, bewahrheitet sich Gott sei Dank nicht. Es ist aushaltbar…

Kurz vor der Seebergspitze machen wir noch eine kurze Pause, trinken einen Schluck und essen einen Müsliriegel.

Dann nehmen wir die letzten paar Meter zum Gipfel auf, nun haben wir schon über 1.100 Höhenmeter hinter uns gebracht. Schließlich erreichen wir die Seebergspitze (2.085m)

Der Weg über den Gipfelgrat ist schön zu gehen und die Aussicht auf das „Meer Tirols“ einmalig. Zur Linken liegt besagter Karwendel, Lamsenspitze, Bärenkopf und Feilkopf lachen zu uns rüber.

Vor uns liegt der weitere Weg zur Seekarspitze, fast immer am Grat entlang. Es ist noch eine ganz nette Distanz, die wir zurücklegen müssen. Da lassen wir uns die Brotzeit am Gipfel mal gut schmecken.

Der erste Teil des Weges für durch steile, aber gut begehbare Felsleisten. Der Fels ist Karwendeltypisch brüchig. Dennoch kommen wir rasch voran.

Ein paar ausgesetztere Stellen, die wohl das Prädikat „Schwindelfreiheit notwendig“ verursachen, meistern wir, dann kommt noch eine längere Felsrippe, die wir hinuntersteigen.

Nun sind wir im Joch und der Weg geht wieder hinauf, der Weg auf die Seekarspitze schaut aber weiter aus als er ist.

Höher und höher steigen wir den Berg empor, unter uns der wunderschöne Achensee. Während wir auch hier in luftiger Höhe schwitzen, verspricht der See später noch eine herbeigesehnte Abkühlung.

Auf der Seekarspitze (2.053m) machen wir nun nochmals eine ausgedehnte Pause. Biggi hat einen guten Linsensalat hochgeschleppt, der wird nun genussvoll verspeist.

Wir genießen den wunderschönen Rundumblick, ins Rofan, ins bayrische Vorland, in den Karwendel und auch zurück ins Inntal…

Hier oben geht ein feines Lüftchen, so kann man es schon aushalten.

Die Zeit vergeht und wir haben noch ein gutes Stück weg vor uns. Daher packen wir wieder unsere sieben Sachen und machen uns an den Abstieg.

Es ist heiß, die Sonne strahlt vom Firmament, nur wenige Wolken schieben sich ab- und an vor die Sonne… dennoch kommen immer noch einige Leute den steilen Nordhang herauf…

Der erste Teil ist noch nicht ganz so steil, dann kommen wir zur Kante, hier bricht der Hang steiler ab. Der Weg ist aber gut angelegt, und so kommen wir rasch voran.

Im Rückblick sieht man den ganzen Schotterhaufen, den der Berg von dieser Seite aus in meinen Augen recht unattraktiv macht. Hier möchte ich nicht rauf laufen müssen.

Nach dem ganzen Schotter erreichen wir bei der Seekaralm (1.500m) wieder liebliches Almengelände und lichten Wald.

Hier zweigt der Weg direkt an der Alm in Richtung Osten und zur Koglalm (1.286m).

Teilweise über Steige, teils über Forststraßen bewegen wir uns nun rasch in Richtung Achensee.

Direkt am See erreichen wir den großen, aber ehrlich gesagt nicht besonders einladenden Campingplatz in Achensee. Wir durchqueren einen großen Kinderspielplatz und erreichen schließlich den See.

Rasch ist das Badezeug angezogen und wir springen „fast“ ins kalte Wasser. Ich schwimme ein paar Züge, aber das Wasser ist hier unglaublich kalt. Da sind sogar die kalten Ausserferner Seen wahre Thermen. Aber erfrischend ist das Wasser allemal und so ist für Erfrischung gesorgt. Biggi hat einen leichten Hitzestich und lässt es nun lieber ruhig angehen.

Mit dem Bus fahren wir bis Pertisau und während Biggi im Schatten kurz rastet, wandere ich noch die letzten Meter zum Auto, um dieses wieder auszulösen.

Das war eine lange, aber tolle Tour heute. Die Hitze war schon grenzwertig, wir haben aber genügend Flüssigkeit mitgenommen und auch gebraucht… eine tolle Vorbereitungstour für unsere längere Tour nächste Woche… doch das ist eine andere Geschichte und wird ein andermal erzählt…

Tourendaten
Gesamtdauer: 7.09 h
Gesamtlänge: 13,50 km
Höhenmeter: △ 1.366 m / ▽ 1.341 m

250809 Innsbrucker Klettersteig (2.480m)

Mein letzter Klettersteig ist schon eine Weile her, heute beschließen Letu und ich, den Nordketten-Klettersteig (Innsbrucker Klettersteig) auszuprobieren. Letu ist voll motiviert, leider aber noch ein klein wenig angeschlagen (Husten)…

Wir fahren mit dem Bus nach Innsbruck, steigen auf die Hungerburgbahn um, die auch in der Früh schon gut besucht ist, und dann weiter über die Seegrube zum Hafelekar. Es ist faszinierend, wie schnell man mit Öffis von zu Hause ins Hochgebirge kommen kann.

Das haben sich heute wohl mehr Leute gedacht, als wir an den Einstieg zum Klettersteig kommen, sehen wir schon Massen an Leuten anstehen. Ein kurzer Schreckmoment, durch den wir uns aber nicht irritieren lassen (zum Glück).

Letu meint nur, es schaut fast aus wie auf den Bildern zum Everest… dem kann ich nur zustimmen. Irgendwann sind wir an der Reihe, die erste Wand stellt auch gleich die Schlüsselstelle des Klettersteiges dar.

Rückblickend sehen wir, dass wir sogar noch Glück hatten, denn die Schlange ist nun bedeutend länger geworden, das schöne Wetter wollen halt Viele nutzen.

Die Via Ferrata zieht meist unschwierig am Grat entlang, ein paar Mal sind kniffligere Stellen eingebaut. Der Stau am Anfang hat sich aufgelöst, nun sind wir die meiste Zeit ohne Stockungen am Weg.

Die Aussicht ins Herz des Karwendels ist wunderbar. Wir sehen direkt auf die Gleirsch-Halltalkette, die nördlich an die Nordkette anschließt.

Ein immerwährendes Auf- und Ab zeichnet den Innsbrucker Klettersteig aus. Dieser Steig wurde schon 1986, vor dem großen Boom der Klettersteige eröffnet und erschließt einem größeren Publikum diese hochalpine Region.

Bei der letzten Begehung hatte ich noch Steinböcke gesehen, dieses Mal müssen wir mit den unglaublich geländegängigen Bergschafen vorlieb nehmen. Manchmal stehen diese allerdings schon im Weg, da ist an ein stressfreies Vorbeigehen nicht zu denken.

Gehstrecken wechseln sich mit Ferrataeinlagen ab, im Rückblick sieht man Menschen auf allen Zacken und überall am Weg stehen und gehen. Dennoch ist die Begehung recht entspannt, kein Gedränge spürbar.

Wir erreichen die Östliche Kaminspitze (2.435m), dort sitzen schon einige Bergsteiger, daher machen wir nur eine kurze Trinkpause und steigen weiter.

Kurz nach diesem Gipfel müssen wir eine Scharte ab- und wieder aufsteigen, dann wandern wir wieder am Grat entlang.

Die Steiganlage ist von der Spur her gut gewählt, man kommt ohne Probleme über Stellen, die ich mir ohne Seil nicht gerne antun wollen würde.

Und immer wieder sehen wir abwechselnd in das verbaute, hochzivilisierte Inntal, dann wieder ins wilde Karwendel, mit seinen ruhigen schönen Tälern.

Im Blick zurück sieht man die kühne Spitze der Kaminspitze.

Eine Stelle des Klettersteigs wurde wohl später mit einer kleinen Brücke entschärft, mir kommt vor, dass diese Brücke nicht von Anfang an Bestand. Alte Hacken lassen etwas anderes vermuten.

Noch ein paar Meter müssen wir über Köpfen und Grate klettern…

… dann erreichen wir mit dem Kemacher (2.480m), den höchsten Punkt der Tour.

Hier trinken wir nochmals einen Schluck, dann wandern wir das letzte Grat hinab, das durch das Stahlseil eher mühsam zu begehen ist.

Schlussendlich erreichen wir den langen Sattel, hier können wir nun Gurt und Klettersteigset einpacken, die Kletterpassagen sind hinter uns.

Vom langen Sattel steigen wir ab zum Brauneggsteig und über diesen zurück zur Seegrube.

Dort beschließen wir, etwas zu essen. Wir sind beide hungrig und durstig, und das Essen auf der „Grube“ ist recht gut.

Während Letu sich ein Schnitzel mit Kartoffelsalat gönnt, nehme ich ein Wildschweinragout mit Serviettenknödel. Das Essen ist richtig gut, und wir lassen es und schmecken.

Nachdem wir eine Weile in der Sonne genießen und unsere Beine rasten lassen, nehmen wir die Bahn ins Tal, es ist auch hier wieder viel los.

Eine tolle Tour mit super Begleitung, ich hoffe, wir können das bald wiederholen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:31 h
Gesamtlänge: 5,24 km
Höhenmeter: △ 372 m / ▽ 734 m

250511 Wandern Halltal und Issjöchl (1.668m)

Zusammen mit der Schwester von Biggi wollen wir wieder mal das gute Wetter und die tolle Umgebung nutzen. Wir haben uns heute den Issboden im Halltal als Ziel erkoren, in der Hoffnung auf üppige Blumenwiesen. Es ist noch früh im Jahr, aber wir wollen unser Glück probieren.

Vom Parkplatz am Hackl steigen wir erst ein Stück über die Forststraße, dann zweigen wir auf den uns so bekannten und geliebten Fluchtsteig an.

Im Halltal ist auch das Frühjahr angekommen, die Bäume schlagen aus und wir sind umgeben von leuchtendem Grün. Nicht umsonst ist das Frühjahr eine so beliebte Jahreszeit!

Nach einer Weile zweigen wir vom Fluchsteig ab ins Eibental. War das früher noch eher ein Geheimtipp, sind heute schon einige Leute am Weg. Dennoch ist die gefühlte Ruhe wohltuend.

Im Norden blicken die beeindruckenden Platten auf uns herunter, das Bettelwurfmassiv ist immer wieder beeindruckend.

Kurz bevor wir St. Magdalena (im Halltal) erreichen, kommen wir an einem kleinen Brunnen vorbei. Hier hat man eine gute Aussicht auf den Talschluss.

Dann erreichen wir das ehemalige Kloster. Ach hier, der Klosteranger in voller Blütenpracht. Da keimt Hoffnung auf, dass der Issanger auch in Blühte steht.

Wir folgen dem Steig von St. Magdalena weiter ins Tal hinein, schließlich erreichen wir die bekannten und beeindruckenden Herrenhäuser. Hier ist seit letztem Jahre ein wenig Wirbel, oder positiv formuliert Schwung in den Erhalt des ältesten Tiroler Industriebetriebs gekommen. Ich bin schon gespannt, wie es hier weitergeht.

Über die Dächer des Herrenhauses geblickt sehen wir die Hüttenspitze, die heute fast als Fixum auf unserer Liste steht. Letztes Jahr haben wir den Aufstieg nicht ganz geschafft…

Weiter gehts ins Tal hinein, hinauf zum Issjöchl. Hier schauen wir in den Kessel rund um das Stempeljoch. Da wäre noch genügend Schnee für eine spannende Figlabfahrt. Auch das schon länger ein Vorhaben auf meiner Liste.

Im Issanger blüht es dann doch ein wenig, wenn auch nicht so üppig wie erhofft. Dafür sehen wir hunderte Sumpfdotterblumen, die hier auf der sumpfingen Wiese gedeihen.

Die morastigsten Stellen wurden mit Stegen ausgestattet, damit das Schuhwerk halbwegs trocken bleibt. Darüber sind wir überaus glücklich.

Im Anschluss queren wir eine liebliche Wiese, bevor wir das Kartellerjöchl fast schon wieder umrundet haben.

Der Pfad wird enger, ebenso das Tal. Wir wandern nun durch lichten Wald wieder zurück in Richtung St. Magdalena.

An einer Biegung über dem Ochenbrünnl öffnet sich der Blick ins vordere Halltal, und die Aussicht ist wirklich grandios. Linkerhand ziehen ein paar Wolken an der Bergflanke entlang, rechts ist es blitzblau.

Schließlich erreichen wir wieder St. Magdalena, nun aber sind wir motiviert, ein wenig einzukehren. Wir bestellen uns ein gutes Mittagessen, und genießen die Sonne.

Schwer fällt der Aufbruch von diesem wunderschönen Platz. Hier könnte ich immer gefühlt ewig sitzen bleiben. Es zieht allerdings wieder ein wenig zu, daher stehen die Temperaturzeichen auch auf Weitermarsch.

Nun nehmen wir den „normalen“ Fluchtsteig vom der Raststätte, durch schönen Buchenwald geht es wieder zurück zum Parkplatz.

Das Wetter hat heute super mitgespielt, sehr angenehme Temperaturen, und die Einkehr war noch das i-Tüpfelchen der Tour.

Eine super Runde, die wir gerne wieder mal machen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:32 h
Gesamtlänge: 13,54 km
Höhenmeter: ∆ 917 m / ∇ 911 m

250418 Radltour Rechenhof

Ich habe mir ein neues Mountainbike (Bio) gegönnt, ein Schnäppchen, das mir sehr viel Freude bereitet. Dementsprechend motiviert bin ich auch, das Bike gleich mal auszuprobieren.
Biggi erklärt sich bereit, mit zu begleiten. Eine Kleine Runde nach der Arbeit sollte für den Anfang genügen.

Ich hole Biggi in der Stadt ab, dann fahren wir zum Innsteg (Hans-Psenner-Steg) und über diesen raus aus der Stadt. Ab hier geht es leicht bergauf.

Über den Schillerweg fahren wir gen Osten, vorbei am Karmel-Kloster fahren wir in Richtung Rechenhof.

Über die Asphaltstraße fahren wir immer höher. Wir begegnen immer wieder den gleichen Leuten. Speziell zwei Herren mit Hund. Der Hund ist scheinbar nicht ganz so motiviert, daher müssen wir öfter stehenbleiben, um uns dann wieder zu überholen…

Am Rechenhof beenden wir unseren schnellen Ausflug. Das Wetter ist nicht besonders gut, es zieht zu und könnte bald zu regnen beginnen. Das wollen wir nicht riskieren.

Wir fahren fast den gleichen weg retour, ein paar Abkürzungen bauen wir in die Abfahrt ein. In der Stadt trennen wir uns wieder, während Biggi in der Stadt bleibt, muss ich wieder nach Hause, rauf nach Aldrans.

Ich bin sehr glücklich mit meinem neuen Radl, alles funktioniert bestens. Ich freue mich schon auf die Bikesaison 2025!

Tourendaten
Gesamdauer: 1:36 h
Gesamtlänge: 21,20 km
Höhenmeter: △ 514 m / ▽ 516 m

250412 Wandern Halltal, St. Magdalena (1.287m)

Im Frühjahr hat man die Qual der Wahl… Wandern, Skifahren, Skitouren… heute haben wir uns für eine kurze Wanderung ins Halltal entschieden. Das Wetter ist war und fein, da bietet sich dieser Platz gut an.

Hackl, Fluchtsteig, Bettelwurfeck… schon oft bin ich hier gewesen und fast ebenso oft habe ich den Weg beschrieben. Daher lasse ich heute hier die Bilder sprechen.

Viel Schnee ist nicht mehr vorhanden, auch hier im sonst recht schattigen Halltal. Die Sonne ist nun schon hoch genug, um auch den Talboden zu küssen.

Über den Fluchtsteig wandern wir erst höher, dann zweiten wir auf den erst steilen, aber sehr schönen Weg über das Eibental ab.

Und schon bald erreichen wir St. Magdalena. Heute ist der Gastbetrieb geschlossen, allerdings steht im Windfang ein Kühlschrank mit leckeren Getränken. Die Preise sind üppig, allerdings schmeckt der Gerstensaft speziell in der Sonne wunderbar!

Wir sitzen länger in der Sonne, es ist total fein. Und überraschenderweise sind heute fast keine Besucher her. Am Selfservice kann es ja nicht liegen…

Der Abschied von diesem schönen Platz fällt heute besonders schwer, zu fein ist es in der Sonne. Im Hintergrund sehen wir auch „unsere“ Hüttenspitze“, die wir heuer unbedingt wieder mal besteigen möchten.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:32 h
Gesamtlänge: 7,97 km
Höhenmeter: △ 522 m / ▽ 511 m

250125 Halltal, St. Magdalena (1.287m)

Meine Schwester, Larissa, ist zur Zeit auf Besuch. Wir, Larissa, Biggi und ich, beschließen dem Halltal einen Besuch abzustatten. Das Wetter ist schön, aber die Sonne hat im Halltal meist nicht so gute Karten…

Der Talgrund liegt im Schatten, dennoch sind die Temperaturen angenehm. Vom Hackl marschieren wir zuerst auf der Salzstraße, dann zweigen wir auf den Fluchtsteig ab.

Dieser ist heute gut zu begehen, der Schnee ist nur noch an ein paar Stellen sichtbar, die ausgesetzten Stellen sind sowieso mit einem Seil versichert.

Über das Eibtal steigen wir steil, aber flott in höhere Gefilde. Im Rückblick sehen wir die Hüttenspitze mit der mächtigen Winklerwand.

Hier im Eibtal ist es schon ein wenig kühler, hier hat die Sonne wahrscheinlich das letzte Mal im Hochsommer vorbeigeschaut. Der Weg ist nun eisiger, daher ziehen wir die Grödel an. Diese erleichtern den Aufstieg sehr.

Nach dem kurzen Steilstück flacht der Weg ab und eröffnet wunderbare Blicke ins hintere Halltal.

Die Platten, im Hintergrund der Große Lafatscher und der wunderschöne Rosskopf lachen uns schneebedeckt entgegen.

Über den kurzen Forstweg erreichen wir dann auch schon die Lichtung vor St. Magdalena (1.287m).

Das ehemalige Kloster zieht uns, Biggi und mich immer wieder an. Es ist wunderbar auf einer Lichtung gelegen, von der imposanten Bergwelt des Karwendels umgeben.

Der Alpengasthof hat heute offen, daher kehren wir ein. Gutes Essen, Tiroler und Thailändische Küche verwöhnen hier den Gaumen. Und fein warm ist es noch obendrauf.

Nach einer ausgedehnten Rast bestreiten wir den Abstieg über die Salzstraße, der Weg wird wohl ein wenig besser sein. Dennoch ziehen wir uns wieder die Grödel an, es ist angenehmer, mit diesen über die vereiste Straße zu laufen.

Noch ein Rückblick zum historischen Gebäude, im Hintergrund fast schon unscheinbar, die Hüttenspitze…

Im Inntal ist der Schnee so gut wie weg, aber hier im Halltal hält sich der Winter gefühlt ewig. Der Bergbach ist vereist, und es liegt noch einiges an Schnee.

Es ist immer wieder schön, hier in dieses bedeutsame Tal zu wandern. Und eine Einkehr in St. Magdalena ist fast schon obligatorisch!
Es hat uns wieder einmal sehr gut gefallen, wir kommen bestimmt bald wieder.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:42 h
Gesamtlänge: 8,74 km
Höhenmeter: △ 524 m / ▽ 516 m
Lawinenwarnstufe: 1 (Triebschnee)

241201 Walderalm (1.501m)

Gestern auf der Piste, heute auf der aperen Sonnenseite in Innsbruck… zur Zeit ist fast alles möglich. Wir wollen heute nochmals per Pedes auf die Walder Alm. Wir parken in Sankt Michael (Gnadenwald), bei einem Privathaus und spazieren über erst kleine Wege am Klammbach entlang.

Bald erreichen wir einen Forstweg bei einer kleinen Brücke, die wir auch überqueren müssen. Wir wollen allerdings nicht auf dem zugegebenermaßen schönen Forstweg bleiben, sondern zweigen immer wieder auf den Steig ab, der die Serpentinen des Forstweges abkürzt.

Immer höher steigen wir hoch, die Sonne scheint direkt auf den Hang. Es ist so fein, dass ich bald die Jacke ausziehe und mit T-Shirt weitergehe. Beim Raufgehen funktioniert das sehr gut, lange stehen bleiben sollte man allerdings nicht.

Der Rundumblick in den Süden, zu den Tuxer und Stubaier Alpen ist wunderschön…

… und auch der Hundskopf, der direkte Gipfel oberhalb der Walder Alm ist nun sehr gut sichtbar. Auch die Form des Hundekopfes kann man nun gut sehen.

Je höher wir stiegen, desto mehr sind die Spuren der niedrigen nächtlichen Temperaturen und der kommende Winter sichtbar. Vereiste Bäche und leicht angezuckerte Wiesen sprechen ein eindeutiges Bild.

Schließlich erreichen wir den lieblichen Boden der Walder Alm (1.501m). Die Alm ist sogar geöffnet, allerdings setzen wir in der Nähe an ein Feldkreuz und genießen den mitgebrachten Tee.

Im Hintergrund der Walder Alm sticht hauptsächlich die Huderbank-Spitze heraus, einen der nicht einfach zu besteigender Berg in der Hinterautal-Vomper-Ketter des Karwendels.

Im Süden lacht die Sonne vom Himmel, da sehen wir die Skigebiete am Glungezer und am Patscherkofel… diese werden auch bald, solange das Wetter mitspielt, öffnen!

Am Weg nach unten schaue ich nochmals auf den Hundskopf empor. Meine erste Klettersteigtour habe ich hier absolviert, auch schon viele Jahre her…

Rasch erreichen wir wieder das Tal, hier ist es angenehm warm und fein. Der Blick gegen Westen zeigt Hochmahdkopf und Hüttenspitze.

Wir holen unser Auto wieder am Privatparkplatz ab, leider ist niemand zu Hause.

Wir fahren daher rasch nach Innsbruck, dort machen wir uns ein feines Mittagessen und anschließend einen Kaffee! Ein feiner Tag war das wieder!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:36 h
Gesamtlänge: 8,26 km
Höhenmeter: ∆∇ 620 m

241117 Rumer Alm (1.230m)

Oh, der wunderbare Herbst lockt uns schon wieder in die Natur. Die Farben vom Himmel und der Natur sind einfach nur WOW. Da es in den Nächten nun schon frisch wird, wandern wir heute auf der Sonnenseite von Innsbruck. Es geht auf die Rumer Alm.

Wir starten direkt im Saggen, über den Psennersteg wechseln wir auf die Nordseite des Inns. Nun wandern wir über breite Wanderweg in Richtung Mühlauer Klamm.

Die Lärchen, meiner Meinung nach die schönsten Bäume im Herbst, strahlen vor blauem Himmel, dass es nur so eine Pracht ist.

Bald schon haben wir eine schöne Aussicht auf die Landeshauptstadt, im Hintergrund der mächtige König Serles und links davon der Patscherkofel.

Wir nehmen den Steig über die Guflhütte, der uns direkt in die Mühlauer Klamm führt.

Es ist relativ viel Wasser vorhanden, das wahrscheinlich vom Schmelzwasser des letzten kurzen Schneefalls herrührt.

Auch der Mühlauer Bach führt viel Wasser, was uns vor gewisse Herausforderungen stellt. Biggi hat zum Glück die wasserfesten Schuhe an, ich leider nicht. So eine Herausforderung habe ich nicht bedacht…

Und es kommt, wie es kommen muss… während Biggi mit Hilfe trockenen Fußes über das Wasser hüpft, klatsche ich promt ins Wasser im Nahbereich des Ufers. Sofort spüre ich Kälte am Fuß… aber zum Glück nur kurz!

Um das Ungemach zu vervollständigen, schlagen wir den falschen Weg ein, jonglieren über steiles Gras und mehrere Wasserläufe am Bach entlang, bis wir unseren Fehler feststellen. Wir müssen nochmals ein kurzes Stück zurückgehen und erreichen wieder den richtigen Weg.

Ab nun ist wieder alles in Butter, wir streben nun der Rumer Alm entgegen. Da wir schon in weiser Voraussicht eine volle Hütte erwarten, gönnen wir uns eine Pause mit Jause an einem sonnigen Platz. Sehr gemütlich ist es hier.

Nach einer ausgedehnten Rast wandern wir zur Rumer Alm (1.230m), die genau so wie vermutet voll bis auf den letzten Platz ist.

Wir beschließen, unser Einkehr-Glück auf der Arzler Alm zu probieren, daher müssen wir erst ein Stück am gleichen Steig zurück, um dann oberhalb der IKB-Baustelle auf feinem Weg weiterzugehen.

Der Lackensteig ist gut zu begehen, wir queren mächtige Lawinenrinnen, die erahnen lassen, was der Schnee, einmal in Bewegung, anzurichten im Stande ist.

Kurz vor der Alm haben wir nochmals einen schönen Ausblick auf die Tuxer Alpen, die wir heuer im Sommer durchschreiten durften.

Durch einen schönen Buchenwald, die Blätter liegen schon alle darnieder, erreichen wir die schön gelegene, gut geführte Raststätte.

Die Lawinenpoller, vor ein paar Jahren grunderneuert, sind ein weithin sichtbares „Landmark“ der Arzler Alm (1.067m)

Zu meiner Überraschung finden wir ein wunderschön sonniges Plätzchen an der Hüttenmauer, der Keller steht nach gefühlten 5 Sekunden bei uns und nimmt unsere Bestellung auf. Toll!

Wir genießen die Sonne, doch je tiefer sich diese senkt, desto kühler wird es auf der Terrasse. Daher brechen wir rechtzeitig auf, um noch zu lichter Stunde ins Tal zu kommen.

Rasch erreichen wir wieder den Aufstiegsweg, diesem Folgende sind wir bald wieder in der Stadt.

Wiederum queren wir den Psennersteg, nun sind wir fast wieder zu Hause! Eine feine Wanderung,

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:11 h
Gesamtlänge: 14,30 km
Höhenmeter: △▽ 771 m

241107 Alpensöhnehütte (1.345m)

Es herrscht wunderschönes Herbstwetter, perfekt, um noch ein wenig Wandern zu gehen. Heute soll das Halltal wieder mal einen Besuch unsererseits bekommen. Unser ursprünglicher Plan, den wir dann aber abändern, ist die Hüttenspitze.

Beim Hackl geparkt, gehen wir ein paar Meter zur Brücke des Weißenbachs, den wir eben hier überschreiten. Ein wenig weglos gehen wir am Bachufer entlang, bis wir den Stich zum Maximiliansbrünndl erreichen.

Hier verlassen wir den Bachverlauf und queren durchs Gelände zum Aufstiegspfad zur Hüttenspitze.

Gegenüber von uns liegt der Hochmahdkopf, den wir vor zwei Monaten besucht haben.

Nun haben wir den „richtigen“ Pfad erreicht, der in schönem Zickzack durch den Wald, hinauf in Richtung Halltaler Hütte.

Kurz vor der Hütte finden wir den Abstieg ins Halltal, der durch die Ladhüttenklamm führt und bei der ersten Ladhütte auf die Bergstraße gelangt.

Unser Weg führt weiter empor, die Farben im Herbst sind wunderschön. Zwar nicht so bunt wie im Frühjahr/Frühsommer, aber dafür warm und stimmungsvoll.

Die Luft ist klar, der Blick ins Halltal sensationell. Wir sehen bis zum Issboden, weiter oben soll dann der Ausblick noch besser werden.

Wir passieren die Halltaler Hütte (1.220m), kleine Details am Wegesrand faszinieren mit immer wieder. Hier entdecken wir zwei Pilze, die aus einem abgestorbenen Baumstamm wachsen.

Kurz bevor wir die Alpensöhnehütte erreichen, machen wir Brotzeit auf einer sonnenbeschienenen Lichtung. Die Zeit ist heute gegen uns, wir müssen am Nachmittag noch Erledigungen machen, daher beschließen wir, nach der Pause wieder abzusteigen.

Von der Lichtung erreichen wir ohne Höhenverlust die Alpensöhnehütte. Wunderbar über dem Halltal gelegen, hat diese private Hütte einen grandiosen Ausblick von der Terasse!

Die Aussicht ist immer noch gut, allerdings macht sich der Föhneinfluss langsam bemerkbar, in den höheren Schichten mehren sich die „Cirren“.

Ein paar Meter nach der Hütte ist eine kleine Aussichtskanzel. Hier verschlägt es uns fast die Sprache… einen besseren Ausblick auf das Halltal kann ich mir nicht vorstellen. Kartellerjöchl, Roßkopf, Stempel- und Lafatscherjoch… und auch die Plattentürme. Alles liegt in unserem Sichtfeld.

Ab hier steigen wir über einen wunderschönen Steig wieder ins Tal ab, der Steil, aber nicht schwierig ins Tal führt.

Ganz ohne dürfte der Steig dann doch nicht sein, speziell wenn man hier ein wenig „eingespritzt“ absteigt… so zumindest lässt es ein altes Gedenktaferl vermuten, das wir am Wegesrand sehen.

Das Halltal liegt schon im winterlichen Schatten, ungemütlich schaut es von oben aus und unten ist es nicht viel besser. Wir gehen flotten Schrittes hinaus zum Parkplatz, der dann doch noch in der Sonne liegt.

Diese gemütliche Wanderung hat es wieder mal gezeigt, das Halltal ist immer wieder einen Besuch wert!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:16 h
Gesamtlänge: 7,82 km
Höhenmeter: ∆∇ 648 m