Im Frühjahr hat man die Qual der Wahl… Wandern, Skifahren, Skitouren… heute haben wir uns für eine kurze Wanderung ins Halltal entschieden. Das Wetter ist war und fein, da bietet sich dieser Platz gut an.
Hackl, Fluchtsteig, Bettelwurfeck… schon oft bin ich hier gewesen und fast ebenso oft habe ich den Weg beschrieben. Daher lasse ich heute hier die Bilder sprechen.
Viel Schnee ist nicht mehr vorhanden, auch hier im sonst recht schattigen Halltal. Die Sonne ist nun schon hoch genug, um auch den Talboden zu küssen.
Über den Fluchtsteig wandern wir erst höher, dann zweiten wir auf den erst steilen, aber sehr schönen Weg über das Eibental ab.
Und schon bald erreichen wir St. Magdalena. Heute ist der Gastbetrieb geschlossen, allerdings steht im Windfang ein Kühlschrank mit leckeren Getränken. Die Preise sind üppig, allerdings schmeckt der Gerstensaft speziell in der Sonne wunderbar!
Wir sitzen länger in der Sonne, es ist total fein. Und überraschenderweise sind heute fast keine Besucher her. Am Selfservice kann es ja nicht liegen…
Der Abschied von diesem schönen Platz fällt heute besonders schwer, zu fein ist es in der Sonne. Im Hintergrund sehen wir auch „unsere“ Hüttenspitze“, die wir heuer unbedingt wieder mal besteigen möchten.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:32 h Gesamtlänge: 7,97 km Höhenmeter: △ 522 m / ▽ 511 m
Meine Schwester, Larissa, ist zur Zeit auf Besuch. Wir, Larissa, Biggi und ich, beschließen dem Halltal einen Besuch abzustatten. Das Wetter ist schön, aber die Sonne hat im Halltal meist nicht so gute Karten…
Der Talgrund liegt im Schatten, dennoch sind die Temperaturen angenehm. Vom Hackl marschieren wir zuerst auf der Salzstraße, dann zweigen wir auf den Fluchtsteig ab.
Dieser ist heute gut zu begehen, der Schnee ist nur noch an ein paar Stellen sichtbar, die ausgesetzten Stellen sind sowieso mit einem Seil versichert.
Über das Eibtal steigen wir steil, aber flott in höhere Gefilde. Im Rückblick sehen wir die Hüttenspitze mit der mächtigen Winklerwand.
Hier im Eibtal ist es schon ein wenig kühler, hier hat die Sonne wahrscheinlich das letzte Mal im Hochsommer vorbeigeschaut. Der Weg ist nun eisiger, daher ziehen wir die Grödel an. Diese erleichtern den Aufstieg sehr.
Nach dem kurzen Steilstück flacht der Weg ab und eröffnet wunderbare Blicke ins hintere Halltal.
Die Platten, im Hintergrund der Große Lafatscher und der wunderschöne Rosskopf lachen uns schneebedeckt entgegen.
Über den kurzen Forstweg erreichen wir dann auch schon die Lichtung vor St. Magdalena (1.287m).
Das ehemalige Kloster zieht uns, Biggi und mich immer wieder an. Es ist wunderbar auf einer Lichtung gelegen, von der imposanten Bergwelt des Karwendels umgeben.
Der Alpengasthof hat heute offen, daher kehren wir ein. Gutes Essen, Tiroler und Thailändische Küche verwöhnen hier den Gaumen. Und fein warm ist es noch obendrauf.
Nach einer ausgedehnten Rast bestreiten wir den Abstieg über die Salzstraße, der Weg wird wohl ein wenig besser sein. Dennoch ziehen wir uns wieder die Grödel an, es ist angenehmer, mit diesen über die vereiste Straße zu laufen.
Noch ein Rückblick zum historischen Gebäude, im Hintergrund fast schon unscheinbar, die Hüttenspitze…
Im Inntal ist der Schnee so gut wie weg, aber hier im Halltal hält sich der Winter gefühlt ewig. Der Bergbach ist vereist, und es liegt noch einiges an Schnee.
Es ist immer wieder schön, hier in dieses bedeutsame Tal zu wandern. Und eine Einkehr in St. Magdalena ist fast schon obligatorisch! Es hat uns wieder einmal sehr gut gefallen, wir kommen bestimmt bald wieder.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:42 h Gesamtlänge: 8,74 km Höhenmeter: △ 524 m / ▽ 516 m Lawinenwarnstufe: 1 (Triebschnee)
Gestern auf der Piste, heute auf der aperen Sonnenseite in Innsbruck… zur Zeit ist fast alles möglich. Wir wollen heute nochmals per Pedes auf die Walder Alm. Wir parken in Sankt Michael (Gnadenwald), bei einem Privathaus und spazieren über erst kleine Wege am Klammbach entlang.
Bald erreichen wir einen Forstweg bei einer kleinen Brücke, die wir auch überqueren müssen. Wir wollen allerdings nicht auf dem zugegebenermaßen schönen Forstweg bleiben, sondern zweigen immer wieder auf den Steig ab, der die Serpentinen des Forstweges abkürzt.
Immer höher steigen wir hoch, die Sonne scheint direkt auf den Hang. Es ist so fein, dass ich bald die Jacke ausziehe und mit T-Shirt weitergehe. Beim Raufgehen funktioniert das sehr gut, lange stehen bleiben sollte man allerdings nicht.
Der Rundumblick in den Süden, zu den Tuxer und Stubaier Alpen ist wunderschön…
… und auch der Hundskopf, der direkte Gipfel oberhalb der Walder Alm ist nun sehr gut sichtbar. Auch die Form des Hundekopfes kann man nun gut sehen.
Je höher wir stiegen, desto mehr sind die Spuren der niedrigen nächtlichen Temperaturen und der kommende Winter sichtbar. Vereiste Bäche und leicht angezuckerte Wiesen sprechen ein eindeutiges Bild.
Schließlich erreichen wir den lieblichen Boden der Walder Alm (1.501m). Die Alm ist sogar geöffnet, allerdings setzen wir in der Nähe an ein Feldkreuz und genießen den mitgebrachten Tee.
Im Hintergrund der Walder Alm sticht hauptsächlich die Huderbank-Spitze heraus, einen der nicht einfach zu besteigender Berg in der Hinterautal-Vomper-Ketter des Karwendels.
Im Süden lacht die Sonne vom Himmel, da sehen wir die Skigebiete am Glungezer und am Patscherkofel… diese werden auch bald, solange das Wetter mitspielt, öffnen!
Am Weg nach unten schaue ich nochmals auf den Hundskopf empor. Meine erste Klettersteigtour habe ich hier absolviert, auch schon viele Jahre her…
Rasch erreichen wir wieder das Tal, hier ist es angenehm warm und fein. Der Blick gegen Westen zeigt Hochmahdkopf und Hüttenspitze.
Wir holen unser Auto wieder am Privatparkplatz ab, leider ist niemand zu Hause.
Wir fahren daher rasch nach Innsbruck, dort machen wir uns ein feines Mittagessen und anschließend einen Kaffee! Ein feiner Tag war das wieder!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:36 h Gesamtlänge: 8,26 km Höhenmeter: ∆∇ 620 m
Oh, der wunderbare Herbst lockt uns schon wieder in die Natur. Die Farben vom Himmel und der Natur sind einfach nur WOW. Da es in den Nächten nun schon frisch wird, wandern wir heute auf der Sonnenseite von Innsbruck. Es geht auf die Rumer Alm.
Wir starten direkt im Saggen, über den Psennersteg wechseln wir auf die Nordseite des Inns. Nun wandern wir über breite Wanderweg in Richtung Mühlauer Klamm.
Die Lärchen, meiner Meinung nach die schönsten Bäume im Herbst, strahlen vor blauem Himmel, dass es nur so eine Pracht ist.
Bald schon haben wir eine schöne Aussicht auf die Landeshauptstadt, im Hintergrund der mächtige König Serles und links davon der Patscherkofel.
Wir nehmen den Steig über die Guflhütte, der uns direkt in die Mühlauer Klamm führt.
Es ist relativ viel Wasser vorhanden, das wahrscheinlich vom Schmelzwasser des letzten kurzen Schneefalls herrührt.
Auch der Mühlauer Bach führt viel Wasser, was uns vor gewisse Herausforderungen stellt. Biggi hat zum Glück die wasserfesten Schuhe an, ich leider nicht. So eine Herausforderung habe ich nicht bedacht…
Und es kommt, wie es kommen muss… während Biggi mit Hilfe trockenen Fußes über das Wasser hüpft, klatsche ich promt ins Wasser im Nahbereich des Ufers. Sofort spüre ich Kälte am Fuß… aber zum Glück nur kurz!
Um das Ungemach zu vervollständigen, schlagen wir den falschen Weg ein, jonglieren über steiles Gras und mehrere Wasserläufe am Bach entlang, bis wir unseren Fehler feststellen. Wir müssen nochmals ein kurzes Stück zurückgehen und erreichen wieder den richtigen Weg.
Ab nun ist wieder alles in Butter, wir streben nun der Rumer Alm entgegen. Da wir schon in weiser Voraussicht eine volle Hütte erwarten, gönnen wir uns eine Pause mit Jause an einem sonnigen Platz. Sehr gemütlich ist es hier.
Nach einer ausgedehnten Rast wandern wir zur Rumer Alm (1.230m), die genau so wie vermutet voll bis auf den letzten Platz ist.
Wir beschließen, unser Einkehr-Glück auf der Arzler Alm zu probieren, daher müssen wir erst ein Stück am gleichen Steig zurück, um dann oberhalb der IKB-Baustelle auf feinem Weg weiterzugehen.
Der Lackensteig ist gut zu begehen, wir queren mächtige Lawinenrinnen, die erahnen lassen, was der Schnee, einmal in Bewegung, anzurichten im Stande ist.
Durch einen schönen Buchenwald, die Blätter liegen schon alle darnieder, erreichen wir die schön gelegene, gut geführte Raststätte.
Die Lawinenpoller, vor ein paar Jahren grunderneuert, sind ein weithin sichtbares „Landmark“ der Arzler Alm (1.067m)
Zu meiner Überraschung finden wir ein wunderschön sonniges Plätzchen an der Hüttenmauer, der Keller steht nach gefühlten 5 Sekunden bei uns und nimmt unsere Bestellung auf. Toll!
Wir genießen die Sonne, doch je tiefer sich diese senkt, desto kühler wird es auf der Terrasse. Daher brechen wir rechtzeitig auf, um noch zu lichter Stunde ins Tal zu kommen.
Rasch erreichen wir wieder den Aufstiegsweg, diesem Folgende sind wir bald wieder in der Stadt.
Wiederum queren wir den Psennersteg, nun sind wir fast wieder zu Hause! Eine feine Wanderung,
Tourendaten Gesamtdauer: 4:11 h Gesamtlänge: 14,30 km Höhenmeter: △▽ 771 m
Es herrscht wunderschönes Herbstwetter, perfekt, um noch ein wenig Wandern zu gehen. Heute soll das Halltal wieder mal einen Besuch unsererseits bekommen. Unser ursprünglicher Plan, den wir dann aber abändern, ist die Hüttenspitze.
Beim Hackl geparkt, gehen wir ein paar Meter zur Brücke des Weißenbachs, den wir eben hier überschreiten. Ein wenig weglos gehen wir am Bachufer entlang, bis wir den Stich zum Maximiliansbrünndl erreichen.
Hier verlassen wir den Bachverlauf und queren durchs Gelände zum Aufstiegspfad zur Hüttenspitze.
Gegenüber von uns liegt der Hochmahdkopf, den wir vor zwei Monaten besucht haben.
Nun haben wir den „richtigen“ Pfad erreicht, der in schönem Zickzack durch den Wald, hinauf in Richtung Halltaler Hütte.
Kurz vor der Hütte finden wir den Abstieg ins Halltal, der durch die Ladhüttenklamm führt und bei der ersten Ladhütte auf die Bergstraße gelangt.
Unser Weg führt weiter empor, die Farben im Herbst sind wunderschön. Zwar nicht so bunt wie im Frühjahr/Frühsommer, aber dafür warm und stimmungsvoll.
Die Luft ist klar, der Blick ins Halltal sensationell. Wir sehen bis zum Issboden, weiter oben soll dann der Ausblick noch besser werden.
Wir passieren die Halltaler Hütte (1.220m), kleine Details am Wegesrand faszinieren mit immer wieder. Hier entdecken wir zwei Pilze, die aus einem abgestorbenen Baumstamm wachsen.
Kurz bevor wir die Alpensöhnehütte erreichen, machen wir Brotzeit auf einer sonnenbeschienenen Lichtung. Die Zeit ist heute gegen uns, wir müssen am Nachmittag noch Erledigungen machen, daher beschließen wir, nach der Pause wieder abzusteigen.
Von der Lichtung erreichen wir ohne Höhenverlust die Alpensöhnehütte. Wunderbar über dem Halltal gelegen, hat diese private Hütte einen grandiosen Ausblick von der Terasse!
Die Aussicht ist immer noch gut, allerdings macht sich der Föhneinfluss langsam bemerkbar, in den höheren Schichten mehren sich die „Cirren“.
Ein paar Meter nach der Hütte ist eine kleine Aussichtskanzel. Hier verschlägt es uns fast die Sprache… einen besseren Ausblick auf das Halltal kann ich mir nicht vorstellen. Kartellerjöchl, Roßkopf, Stempel- und Lafatscherjoch… und auch die Plattentürme. Alles liegt in unserem Sichtfeld.
Ab hier steigen wir über einen wunderschönen Steig wieder ins Tal ab, der Steil, aber nicht schwierig ins Tal führt.
Ganz ohne dürfte der Steig dann doch nicht sein, speziell wenn man hier ein wenig „eingespritzt“ absteigt… so zumindest lässt es ein altes Gedenktaferl vermuten, das wir am Wegesrand sehen.
Das Halltal liegt schon im winterlichen Schatten, ungemütlich schaut es von oben aus und unten ist es nicht viel besser. Wir gehen flotten Schrittes hinaus zum Parkplatz, der dann doch noch in der Sonne liegt.
Diese gemütliche Wanderung hat es wieder mal gezeigt, das Halltal ist immer wieder einen Besuch wert!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:16 h Gesamtlänge: 7,82 km Höhenmeter: ∆∇ 648 m
Gestern waren wir im Westen der Landeshauptstadt am Weg, heute ist der Osten dran, genauer gesagt, das Einzugsgebiet von Hall. Wir wollen auf den Hochmahdkopf, der 2014 durch einen dramatischen Waldbrand regionale Bekanntheit erlangte.
Vom Parkplatz, über die Zugangsbrücke über die Salzstraße erreichen wir den kleinen Pfad, der eine tolle Abkürzung auf dem Weg zum Hochmahdkopf darstellt. Auch die Forst- und im Winter Rodelstraße stellt eine, wenn auch unattraktivere Möglichkeit dar, auf den Steig zu gelangen.
Erst durch Fichten und Föhren, wird der Wald mit der Höhe schnell lichter und der Ausblick besser. Je offener das Gelände wird, desto mehr sieht man vom Schaden und den Erhaltungsmaßnahmen.
Ich mag den Herbst. Gerade wenn die ersten Gipfel ein Schneekleid tragen, die tieferen Lagen aber noch die spät-sommerlich/herbstliche Farben aufweisen, finde ich die farblichen Kontraste wunderschön. Ein azurblauer Himmel rundet solche Bilder noch ab.
Der Weg auf den Hochmahdkopf ist ziemlich direkt angelegt, das bedeutet, dass Verschnaufpausen eingelegt werden müssen, der Weg gönnt uns keine Erholung. Es ist sehr warm, aber nicht heiß. Die Pausen nutzen wir gerne, um den Blick ins Inntal schweifen zu lassen.
Dann heißt es wieder, rauf, rauf, rauf! Steil ist der Pfad angelegt. Der Vorteil davon, man verschenkt keine Höhenmeter, und mit jeder Umschau sind wir wieder überrascht, wie hoch wir schon gekommen sind.
Die Brandwunden sind verheilt, die Spuren allerdings überall sichtbar und spürbar. Im oberen Bereich liegt viel verdorrtes, bzw. verbranntes Krummholz: Latschen oder auch Legföhren genannt.
Vor Zeiten hatte ich hierzu einen interessanten Bericht gelesen, wie langsam diese Höhenlagen besiedelt werden, also wie lange es dauert, dass hier ein durchgängiger „Latschengürtel“ entsteht…
… tausende Jahre Besiedelungsdichte wurde hier durch eine Unachtsamkeit zerstört, vier Tage brannte der Berg, bis die Einsatzkräfte endlich das „Brand-Aus“ geben konnten.
Von hier haben wir einen guten Blick auf den Gnadenwald, Mils, den Haller Wiesen, aber auch auf Kellerjoch, Glungezer, sogar den Haneburger können wir gut ausmachen.
Schließlich erreichen wir den Kopf des Hochmahdkopfes, ein Gipfelkreuz und ein paar Bänke und Tische zieren den höchsten Punkt. So eine „Einladung“ lassen wir uns nicht entgehen, hier wird nun mal bei bester Rundumsicht „gejausnet“
Wir sind nicht alleine am Gipfel, so können wir einen Bergkameraden nötigen, von uns das obligatorisches Gipfelfoto zu schießen.
Nach ausgedehnter Jause und Pause entschließen wir uns, nach Sankt Magdalena ins Halltal abzusteigen. Diesen Kraftort besuchen wir immer gerne…
Im nord-seitig gelegenen Abstieg liegt immer noch der Schnee, obwohl die Höhe und die Temperaturen was anderes erwarten lassen würden. Wir sehen auch in den hinteren Bereich des Halltals, mit Lafatscher und Rosskopf!
Nach ein paar Querungen erreichen wir schließlich Sankt Magdalena im Halltal, das jederzeit einen Besuch wert ist. Heute ist ganz schön was los, dennoch kehren wir ein und genießen eine gutes Essen und die wohlverdiente Pause.
Vom ehemaligen Kloster wandern wir über den Fluchtsteig ins Tal, teilweise durch alte Buchenwälder, die Blätter am Boden liegen dick und unübersehbar.
Am Talanfang sehen wir die Hüttenspitze, die durch die Winklerwand sehr imposant aussieht. Und von der Winklerhütte (Alpensöhnehütte) wehen immer wieder Musik-Klangfetzen zu uns herüber… dort ist heute ein Festl!
Über den schönen Teil des Fluchtsteiges kommen wir immer näher zum Ausgangspunkt zurück.
Und hier, schlussendlich wieder am Start, haben wir unsere Runde fertiggestellt.
Es war eine tolle Wanderung. Das Halltal, da sind sich Biggi und ich einig, ist immer einen Besuch wert. Das Wetter war zwar nicht ganz so gut wie am Vortag, aber dennoch oder gerade deshalb perfekt zum Wandern. Ich freue mich schon auf die nächste Tour… wohin uns diese auch treiben wird.
Tourendaten Gesamtdauer: 4:33 h Gesamtlänge: 9,40 km Höhenmeter: △▽ 965 m
Nach einem sonnigen, heißen Sommer sind nun die klassischen Wandertage im Herbst angebrochen. Das Wetter ist perfekt, aber es ist nicht mehr ganz so heiß. Biggi und ich fahren mit der Mittenwaldbahn nach Hochzirl, heute steht die Neue Magdeburger Hütte auf dem Programm.
Vom Bahnhof starten wir direkt auf den Wanderweg, wir sind nicht alleine, hinter uns ist eine lautstarke Gruppe Bayern, die singen und johlen. Wir beschleunigen unseren Schritte für die ersten Meter, das brauchen wir nicht wirklich…
Schon bald haben wir die Krawallmacher abgehängt und die Stille der Berge umschließt uns. Das ist schon um einiges angenehmer. Dem Brunnensteig folgend erreichen wir die vielen kleinen Hütten und Ferienhäuschen am Hörbstenboden.
Wir folgen hier dem Steig zur Kirchberger Alm, durch wunderschöne Lärchenwälder wandern wir immer weiter ins Gebirge.
Bei der Alm begegnet uns eine kleine Gruppe, die uns überholt, während wir eine Trinkpause machen. Die Aussicht ins Inntal ist wunderschön, aber es braucht eine Weile, bis wir uns orientiert haben.
Weiter führt der Weg hinauf zur Neuen Magdeburger Hütte, die wir nach gut zwei Stunden. Es ist Zeit für eine Pause, wir bekommen einen sonnigen Platz auf der Terrasse, hier gefällt es uns.
Nach der Pause marschieren wir weiter, ein kurzer Check mit der Hüttenwirtin klingt nicht so positiv. Wir können den von uns geplanten Weg wegen Schneelage nicht durchführen, also müssen wir eine Alternative einschlagen. Eigentlich wollten wir durch die Kranebitter Klamm wieder nach Innsbruck absteigen, aber der „Krummer Steig“ sei nicht begehbar.
Von der Hütte müssen wir erst noch ein wenig nach Westen aufsteigen, dann sehen wir den Anfang der Klamm vor uns. Teilweise ist der Weg beschädigt, aber schon wieder gut eingetrampelt. Auffällig sind die vielen umgestürzten Bäume, die immer wieder umgegangen werden müssen.
Bald sehen wir den weiteren Weg, von Schnee weit und breit keine Spur. Daher beschließen wir, den Steig doch zu begehen. Unterwegs treffen wir eine Gruppe Frauen, die meinen, der Weg ist begehbar, aber teilweise abgerutscht. „Schaurige Stellen“ ist das Stichwort…
Dies sehen wir schon bald selber, aber dank Stahlseilen und Tritten ist das Übersteigen dieser Hindernisse kein Problem.
Der Blick aus der Klamm ist toll, im Blickfeld liegen Serles und Nockspitze.
An der „Nassen Wand“ wollten wir eigentlich in die Klamm absteigen, aber auch hier haben wir einen Tipp eines Einheimischen bekommen. Der meinte, er wäre gerade heraufgekommen und kann den Abstieg nicht empfehlen. Teile des Weges, der schon seit Jahren nicht mehr betreut wird, ist abgegangen, und kann nur kletternd bewältigt werden. Im Aufstieg vielleicht noch möglich, im Abstieg definitiv nicht empfehlenswert.
Daher ändern wir die Route nochmals und erwählen den Pfad zum Rauschbrunnen, auch das eine tolle Variante.
Die Kranebitter Klamm ist, obwohl so Nahe bei der Landeshauptstadt, ein wildes, wenig erschlossenes Gebiet. Es ist relativ ruhig hier!
Der Steig ist gut gewartet, aber teilweise recht schmal und ausgesetzt. Für uns ist das kein Problem, aber der Hinweis, „trittsicher“ zu sein, ist hier nicht Fehl am Platz.
Immer wieder sehen wir nun ins Inntal und auf Innsbruck. Im Hintergrund das Kellerjoch, dem wir vor ein paar Wochen unsere Aufwartung gemacht hatten!
Am Alpengasthof Rauschbrunnen machen wir nochmals eine Pause, wir verzehren erst unsere Jause, dann kehren wir ein und gönnen uns noch ein Getränk.
Der Weg vom Rauschbrunnen führt uns in Richtung Höttinger Bild, dem wir heute jedoch keine Aufwartung machen.
Weiter wandern wir auf direktem Wege nach Innsbruck, in den Stadtteil Hötting.
Hötting ist Eigens, zwar ein Teil der Stadt, aber es hat doch seinen dörflichen Charakter erhalten. Schon interessant, dass es den Dorfcharm so behalten konnte.
Von Innsbruck nehme ich den Bus nach Hause, Biggi legt noch einen Umweg ein. Später treffen wir uns noch zum Abendessen, es gibt gebackene Forelle, Kartoffel und Gemüse. Perfekt, um den Tag abzurunden.
Tourendaten Gesamtdauer: 6:13 h Gesamtlänge: 18,19 km Höhenmeter: △ 1.002 m / ▽ 1.343 m
Spontan haben Biggi und ich entschlossen, nach der Arbeit auf die Arzler Alm zu wandern. Den ursprünglichen Plan, die ersten Meter mit der Hungerburgbahn zu fahren, lassen wir fallen, da die Bahn direkt vor unserer Nase wegfährt.
Über den Hans-Psenner-Steg und weiter auf verschlungenen Wegen nahe der Hungerburg steigen wir bei schönem Wetter immer Höher.
Die Steigung ist sehr angenehm, es ist ein feiner Spaziergang nach der Arbeit. Perfekt, den Tag ausklingen zu lassen.
Wir erreichen die Alm, und haben Glück. Die Küche ist „gerade noch“ offen, wir können uns noch ein gutes Abendessen gönnen. Ich bestelle mir die Kässpätzle, heute genau das Richtige!
Biggi genießt eine gute Suppe. Es ist richtig gemütlich und überraschend wenig los.
Der Abstieg mittels Handy-Taschenlampe erweist sich dann als doch weniger schwierig als befürchtet, eine normale Stirnlampe wäre mir aber dennoch lieber gewesen.
Eine tolle, schnelle und unkomplizierte Wanderung nach Dienstschluss. Solch unkomplizierte Aktivitäten gefallen uns Beiden sehr!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:21 h Gesamtlänge: 10,32 km Höhenmeter: 502 m
Heute steht eine gemütliche Tour auf dem Programm, die ich schon mal, vor vielen Jahren teilweise gemacht hatte. Da es sich hierbei um eine „Homebase“ von Biggi handelt, wird es mich hoffentlich in Zukunft öfter mal hier her verschlagen.
Wir starten beim Parkplatz Pertisau, die Wanderung führt sehr einfach am Achensee-Ufer entlang.
Der Weg, der teilweise ein wenig erhöht, dann wieder nahe am Wasser führt, ist zwar einfach, aber überhaupt nicht langweilig… im Gegenteil, immer wieder finden wir wunderschöne Passagen, wie die nasse Wand mit kleiner Galerie…
Der Weg ist super angelegt, entsprechend viel ist hier immer los.
Unterwegs finden wir eine kleine Bucht, die zum Schwimmen einlädt. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen…
Biggi zögert nicht lange und ist schon bald im (sehr kühlen) Wasser, ich setze mich erst in die Sonne und genieße die Ruhe hier am See.
Wir lassen hier am Ufer ein wenig die Seele baumeln, bevor wir unseren Weg fortsetzen.
Am Weg sind immer wieder sehenswerte Pflanzen zu sehen, ein alter Baum mitten im Weg, Blumen und Kräuter am Wegesrand.
Aber auch die Aussicht auf den See, der eingebettet zwischen Karwendel und Rofangebirge liegt, ist wunderschön.
Wir erreichen schlussendlich die Gaisalm. Hierher gibt es keine Straße, entweder muss man zu Fuß oder bequemer mit dem Schiff herkommen.
Wir gönnen uns eine kurze Pause, stillen unseren Durst, dann wandern wir den gleichen Weg wieder retour.
Unterwegs entdeckt Biggi ein „komisches“ Moospolster, bei genauer Betrachtung entdecken wir den unter Naturschutz stehenden Sonnentau… eine fleischfressende Pflanze mit kuriosem Aussehen.
Der Weg zurück verläuft auf der gleichen Strecke, dennoch gefallen mir die Ausblicke immer wieder aufs Neue.
Der Achensee erinnert mich in weiten Teilen an den Plansee im Ausserfern, nur der Weg hier ist ein wenig spektakulärer angelegt. Und der Achensee ist etwa doppelt so groß wie der Plansee.
Immer wieder finden wir schöne Buchten, nicht immer ganz einfach erreichbar, aber gut einsehbar vom Weg.
Ein Teil des Weges wurde vor nicht allzu langer Zeit neu hergerichtet und wird nun fast ein wenig wie eine Wanderautobahn…
Zufrieden erreichen wir wieder den Parkplatz bei Pertisau, eine gemütliche Wanderung mit Schwimmeinlage, perfekt für einen so schönen Tag!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:48 h Bewegungszeit: 2:02 h Gesamtlänge: 9,22 km Höhenmeter: 189 m
Heute ist Radltag, und das Wetter ist wieder Mal auf unserer Seite. Die Tour heute: Wir, Biggi und ich wollen über den Forstweg über dem Vomper Loch auf die Walder Alm radeln. Vor ein paar Jahren bin ich die Strecke mal mit Alfons gefahren, ich habe sehr gute Erinnerungen an die Tour und freue mich schon sehr!
Wir starten am Wanderparkplatz bei der Mautstraße zur Hinterhorner Alm. Zuerst müssen wir ein Stück der Straße entlang fahren. Allerdings ist dieser Weg nicht so stark befahren und wir kommen gut voran.
Nachdem der Weg uns immer weiter nach Osten und in Richtung Vomper Loch führt, erreichen wir die Forststraße, die uns nun in die Höhe führt.
Das Wetter ist wunderschön, allerdings nicht so heiß. Ideal für eine Tour mit dem Mountainbike. Noch ist der Weg angenehm flach, wir passieren wunderschöne Blumenwiesen.
Dann wird der Weg ein wenig steiler und führt uns durch Laub- und Mischwald.
Wir erreichen den Wendepunkt, in einer „Fast-180-Grad“-Kurfe dreht der Weg nun gen Westen, hinein in das Vomper Loch. Vor uns, prominent, liegt nun die Huderbankspitze, einer der schwierigeren Karwendelberge.
Wir genießen die Aussicht und die Sonne, allzu lange bleiben wir allerdings nicht stehen, noch ein Stück des Weges liegt vor uns.
Mich faszinieren die Täler rund um Innsbruck immer wieder. Sei es das mir ans Herz gewachsene Halltal, oder auch wie hier das Vomper Loch. So nahe zur Landeshauptstadt und dennoch so unberührt und wild…
Der Blick zurück offenbart den Anfang des Vomper Loches und im Hintergrund den Largoz.
Wir erreichen die gemütliche Ganalm, die eine wunderbare Lage hat. Heute kehren wir hier nicht ein, denn unser Ziel liegt immer noch vor uns.
Über der Alm wird der Weg wieder ein wenig steiler…
… und wasserreicher…
… und generell wilder. Aber mit dem Radl kommen wir überall durch.
Auf den letzten Metern schiebt sich der von hier imposant in den Himmel stechende Hundskopf ins Blickfeld.
Und dann sehen wir endlich die Walder Alm, auch dieser Platz wunderschön auf einer weiten Hochebene inmitten von Almwiesen gelegen.
Wir haben heute mal wieder eine gute Brotzeit dabei, daher bleiben wir anstatt bei der Alm bei der Kapelle stehen, lehnen uns an den Zaun und genießen die ausgedehnte Pause…
… mit wunderschöner Aussicht auf das Almen-Ensemble.
Nach ausgiebiger Pause fahren wir über die Asphaltstraße hinab ins Tal, direkt zum Auto.
Eine tolle Tour liegt hinter uns, mit einer feinen Abfahrt. Diese Tour macht Freude auf mehr Touren diesen Sommer!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:38 h Gesamtlänge: 23,42 km Höhenmeter: 819 m