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240504 Maria Larch

Eine ausgesprochene Frühjahrswanderung führt von Fritzens über das Larchtal nach dem ebenso genannten Wallfahrskirchlein „Maria Larch“. Biggi hat heute diesen Tourenvorschlag gemacht, unter anderem auch deshalb, weil die Wetterprognose nicht so stabil wirkt.

Leider ist der Parkplatz in Fritzens schon voll, aber wir finden eine feine Alternativ am Weg und stellen unser Auto neben der Straße ab. Hier führt ein kleiner Pfad hinauf zu unserer Route

Erst noch im Wald, erreichen wir bald die schönen Wiesen am Eingang des Taxertals. Hier führt uns der Weg abwechselnd über Asphalt und wieder Waldpfaden immer östlicher ins Tal.

Diese Gegend ist wunderschön, das haben sich auch die Pferdebesitzer gedacht, ein Pferdestall reiht sich an den Nächsten… unser Blickt schweift ein wenig weiter, die Hüttenspitze und der Hochmahdkopf mit dem Halltal liegen in der Ferne!

Das Farbenspiel des Frühjahrs ist im vollen Gange, auch wenn die Wiesen durch Überdüngung nicht mehr die natürliche Vielfalt aufweisen, sind sie doch schön anzuschauen.

Generell ist diese Gegen gut ausgestattet mit optischen Reizen.

Wir folgen erst dem Taxertal, dann zweigen wir in das Larchtal ein. Heute ist überraschend wenig los, ich hätte mir bei diesem Prachtwetter doch mehr Spaziergänger erwartet…

Über feine Wege folgen wir immer weiter dem Tale entlang.

Um schließlich kurz vor dem Erreichen der östlichen Straße auf den Wallfahrtsort zu stoßen.

Maria Larch ist bekannt für sein Heilwasser, das im 18 Jahrhundert einem blinden Mädchen geholfen haben soll. Noch heute kommen Leute und holen das Wasser direkt aus der Quelle.

Nun wenden wir uns wieder dem Inntal zu, wir erreichen die Häuser von Neu-Terfens und genießen den Ausblick auf Kellerjoch, Kuhmesser (Kuhmöser) und die Loas, der Sattel zwischen Kuhmesser und Gilfert.

Wir haben die Asphaltstraße, der wir nach Westen folgen, erreicht. Es ist fein warm und windstill, fast idyllisch… einzig die Landjugend, die mit den Motorrädern bei uns vorbeischießen, stören die Ruhe.

Mit Gilfert und auf der anderen Seite dem Patscherkofel im Blick beenden wir unsere Wanderung. Eine tolle Runde für´s Frühjahr, bei dem Wetter heute haben wir noch dazu richtig Glück gehabt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:17 h
Gesamtlänge: 11,62 km
Höhenmeter: 374 m

240428 Halltal

Das Wetter ist Aprilhaft, die Übergangszeit immer ein wenig schwierig einzuschätzen. Wir beschließen, einen Sprung ins Halltal zu schauen, denn dort ist sicher auch schon der Frühling am Vormarsch.

Vom Hackl wandern wir ein paar Meter über die Salzstraße, dann zweigen wir ab auf den Fluchtsteig. Bei der Abzweigung ins Eibental überlegen wir kurz, gerade aus weiter zu gehen, doch dann nehmen wir doch den steilen Steig über das Eibental.

Im oberen Bereich des Aufstiegs liegt noch einiges an Schnee, das ist wohl auch ein Indikator, dass in höheren Lagen die Tourenmöglichkeiten, zumindest aus Wanderers Sicht, noch eingeschränkt ist.

Der schöne Blick ins Halltal begeistert mich immer wieder, der Schnee ist sichtbar, zumindest auf den Südlagen, in die Höhe verdrängt worden.

Beim wunderschönen St. Magdalena-Gasthaus ist heute Ende unserer Runde. Wir verzichten auf eine Einkehr, der Himmel hat jetzt mehr zugezogen und es ist kühler geworden.

Vorbei am Alpengasthaus, im Rückblick sehen wir die kleine, aber markante Hüttenspitze, erreichen wir wieder die Salzstraße.

An dieser entlang wandern wir bis zur zweiten Ladhütte. Vom Bettelwurfmassiv fließt einiges an Wasser ab, den tollen Wasserfall im Bild habe ich in dieser Form noch nicht gesehen.

An der Ladhütte wechseln wir wieder auf den angenehmeren Fluchtsteig, der uns zügig zum Ausgangspunkt bringen wird.

Der Weg zur Bettelwurfhütte sollte schon geöffnet sein, die Hütte selber hat noch geschlossen. Mittlerweile konnten neue Pächter gefunden werden und einer Öffnung der Hütte Ende Mai steht nichts im Wege.

Unterwegs entdecken wir unseren ersten Enzian dieses Jahr! Je tiefer wir kommen, desto mehr entwickelt sich die Natur.

Der Bergbach führt starkes Wasser, die Schneeschmelze ist im vollen Gange. Daher konnten wir auch den nicht immer vorhandenen Wasserfall heute sehen.

Am Hackl beschließen wir, das schon eröffnete Kneippbad einzuweihen, ich bin immer wieder überrascht, wie kalt das Wasser dann doch ist. Ein paar flotte Runden gehen sich im Wasser aus, dann brennen die Füße, und wir brauchen eine Pause!
Der Wohlfühlfaktor stellt sich alsbald ein… kneippen ist schon doch was Gutes!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:44 h
Gesamtlänge: 8,45 km
Höhenmeter: 535 m

240413 Einradeln

12.04.2024
Das Frühjahr kommt heuer mit Riesenschritten daher, die Temperatur sind abnormal hoch. Wir beschließen, das schöne Wetter auszunutzen, und mit dem Rad eine Runde nach Volders und retour zu fahren.
Ich fahre von zu Hause zu Biggi, dann radeln wir am Radweg nach Osten aus Innsbruck hinaus.

Das Wetter ist ein Traum, dem entsprechend viel los ist auf dem Radlweg. Bald erreichen wir Hall in Tirol, weiter fahren wir nach Volders. Hier queren wir den Inn und fahren auf der Nordseite wieder zurück nach Innsbruck.

Nicht meine Erste, aber dafür die längste Runde im neuen „Radljahr“. Ein gemütliches Einradeln, das Freude auf mehr macht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:06 h
Gesamtlänge: 36,32 km
Höhenmeter: 261 m

13.04.2024
Da die Tour und das Wetter gestern so fein waren, nutzen wir es aus und fahren heute wieder eine Runde.
Dieses Mal haben wir ein paar Höhenmeter eingeplant, wir fahren wieder direkt von Innsbruck, dieses Mal in Richtung Nordkette. Georg begleitet uns am Anfang, zweigt dann aber auf einen Trail ab, während Biggi und ich weiter bergan radeln.

Beim Rechenhof stellen wir fest, dass das Gasthaus geschlossen ist, daher fahren wir weiter und setzten uns ein wenig oberhalb in die Sonne. Dann fahren wir wieder retour nach Innsbruck, auch heute eine tolle Tour

Ich bin motiviert, dieses Jahr ein wenig mehr mit dem Rad zu unternehmen, in feiner Begleitung radelt es sich ja auch viel leichter…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:54 h
Gesamtlänge: 23,13 km
Höhenmeter: 523 m

240404 Figln (Nordkette)

Mit 01.04 (ersten April) startet auf der Nordkette die Figlsaison… das habe ich mir dieses Jahr dick in den Kalender eingetragen. Und schon am Donnerstag Nachmittag kann ich zusammen mit Biggi die Piste testen.
Neben dem Figln ist noch der Funpark offen und wird augenscheinlich noch gut genutzt.

Leider hat der warme Frühling der Piste am 3er Sessellift schon seinen Stempel aufgedrückt und auf den ersten Blick schaut die Piste gar nicht toll aus!

Zum Figeln reicht es aber dann allemal, es ist wenig los, das macht die kurze Engstelle in der Abfahrt unproblematisch.
Zwischendurch treffen wir Freunde, die auch die Situation ausnutzen.

Wir sausen ein paar Mal die Piste runter, das Figln ist schon eine lustige Sportart. Eigentlich gedacht, um im Frühjahr bei einer Bergtour schneller ins Tal zu kommen, wird es hier an der Nordkette richtiggehend zelebriert!

Die „komische“ Haltung auf den Kurzski belastet auf Zeit aber doch die Oberschenkel und wir beschließen, auf der Terrasse der Seegrube noch ein wenig zu rasten.

Es war lustig und ich bin froh, dass wir es ausgenutzt haben. Wer weiß, wie lange das Figln heuer an der Nordkette wirklich geht, wir haben auf jeden Fall einen idealen Tag erwischt!

240310 Halltal, St. Magdalena

Der Föhn wütet schon seit gestern im Land Tirol, besonders in den typischen Windschneisen. Damit fällt unsere geplante Skitour aus, wir müssen umdisponieren. Nach kurzer Überlegung fällt mir das Halltal ein, das ja durch die geographische Ausrichtung windgeschützt sein sollte.
Zum Parkplatz Hackl fahren wir mit dem Auto, dann starten wir über die Salzstraße ins Tal hinein.

Schon nach kurzer Wegstrecke wechseln wir auf den feinen Fluchtsteig, der im unteren Bereich breit ist und feines „Nebeneinanderlaufen“ zulässt.

Der erste Teil der Wanderung liegt noch offen zum Inntale, daher bläst auch hier der Wind mit vehementer Intensität. Zumindest ist es nicht so kalt!

Beim Bettelwurfeck macht das Halltal einen Knick nach Westen, damit wird dem Wind ein Hindernis in den Weg gelegt und für uns wird der weitere Aufstieg angenehmer.

Wir bleiben immer nahe an der Bergflanke, wir beschließen beim Aufstieg, den Eibentalsteig zu nehmen. Damit sind wir nördlich vom Zunterkopf und an der Leeseite vom Föhnwind.

In der Früh war der Himmel noch recht schicklich, aber jetzt ziehen immer mehr Wolken auf. Dennoch, es ist lau und trocken, also wandern wir weiter.

Wir erreichen das wunderschön gelegene Alpengasthaus Sankt Magdalena, eine Einkehr ist obligatorisch. Wir finden einen feinen Platz in der Veranda-Stube, der Kachelofen ist eingeschürt, es ist lauschig warm in der Stube.
Eine feine Tom-Yam-Suppe (Thai) mit anschließender Topfenschnitte stillen den kleinen Hunger.

Das Wetter wird leider eher nicht besser, daher machen wir uns an den Rückweg. Dieses Mal nehmen wir den „unteren“ Fluchtsteig, der durch schöne Buchen- und Eibenwälder ins Tal führt.

Zeitzeugen des ehemaligen Salzbergbaus sind immer noch sichtbar, die Soleleitung, die ich schon seit Jahren immer wieder fotografisch dokumentiere, ist immer noch „gut in Schuss“, zumindest streckenweise.

In den Grashängen und auch in den Schotterreisen sitzen, liegen und stehen Gämsen. Zum Fotografieren (mit der iPhone-Kamera) sind sie dann doch zu weit weg.

Am Talanfang lässt der Frühling seine ersten Boten sprießen, die ersten Leberblümchen, und auch Seidelbast entdecken wir.

Dies war eine feine Wanderung durch das Halltal, die sich heute rentiert hat. Während sonstige Aktivitäten ob des Windes wohl nur erschwert möglich gewesen wären, hat diese Runde definitiv Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:38 h
Gesamtlänge: 7,72 km
Höhenmeter: ∆ 533 m / ∇ 532 m

231231 Halltal, Herrenhäuser (1.500m)

Der letzte Tag eines schlussendlich wunderschönen Jahres. Und das in bester Gesellschaft, mit Biggi im Halltal… was will man mehr!
Unser eigentlicher Plan, mit den Schneeschuhen zu gehen, verwerfen wir gleich am Anfang des Halltals… es liegt einfach nicht genug Schnee!

Das Wetter ist ein wenig bewölkt, es ist auch sehr warm geworden. 10°C sind aktuell in Absam gemeldet… und das merken wir auch am Anfang…

Über den Fluchtsteig steigen wir höher und höher, und der Schnee lässt wirklich auf sich warten!

Ab der zweiten Ladhütte ist es dann doch endlich ein wenig winterlich, wir wechseln auf die Salzstraße, die auch als Rodelbahn dient.

Immer mehr Schnee türmt sich auf, dennoch wäre es heute mit Schneeschuhen nicht fein gewesen.

Bald erreichen wir auch die Abzweigung nach Sankt Magdalena und die zweite Ladhütte. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zu den Herrenhäusern.

Schließlich sind wir bei den Herrenhäusern angekommen. Der erste Besuch gilt der Kapelle, danach gönnen wir uns Tee und einen eiskalten Radler.

Im Knappenhäusl gibt es immer wieder etwas zu entdecken, heute fällt mir der „Aufhänger“ an der Damentoilette auf..

Seit ein paar Jahren kümmert sich ein Verein um das Herrenhaus, damit dieses nicht noch mehr verfällt. Ich hoffe, dass das auch aufgeht!

Vom Bergwerk wandern wir erst ein Stück die Salzstraße nach Absam, zweigen dann aber nach Sankt Magdalena ab. Das Alpengasthaus ist offen und wir gönnen uns eine wunderbar schmeckend „Thai-Suppe“…

So gestärkt wandern wir über den Fluchtsteig wieder ins Tal.

Die Hüttenspitze, das Ziel der ersten Bergtour von Biggi und mir, liegt direkt vor uns, allerdings nun im Winterkleid.

Obwohl nicht so viel Schnee wie gewohnt im Halltal liegt, muss doch gesagt werden, dass im Gegensatz dazu das Inntal fast „sommerlich“ wirkt… bis in hohe Lagen liegt aktuell kein Schnee! Ohne Beschneiung wäre Skifahren wohl nicht überall möglich!

Ab dem Bettelwurfeck ist dann der Weg fast aper, unterwegs sehen wir noch ein paar Gämsen, die in einer Reise grasen.

Eine gemütliche, würdige Abschlusstour für das Jahr 2023! Ein wunderbares Jahr neigt sich dem Ende zu und macht Platz für ein neues, frisches Jahr 2024!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:32 h
Gesamtlänge: 12,55 km
Höhenmeter: ∆ 744 m / ∇ 738 m

231125 Halltal

Der Winter hat voll zugeschlagen, überall liegt Schnee. Der Schneefall am Abend war ergiebig, allerdings schaut es am Morgen danach gar nicht mehr so üppig aus…
Ich hole Biggi von Zuhause, dann machen wir uns gemeinsam auf ins Halltal.

Schon bei der Anfahrt müssen wir feststellen, dass das Karwendel wohl von Frau Holle wohlwollend geküsst worden ist. Hier liegt um einiges mehr Schnee als im Mittelgebirge oder in Innsbruck. Schön schaut es hier aus…

Überall liegen Schneehauben, auf den Bäumen, Steinen, sogar auf einem Zaun. Wie kleine Zwerge schauen die Zaunlatten mit Hut aus.

Die ersten paar Meter gehen wir auf der Salzstraße, bald wechseln wir auf den Fluchtsteig. Dieser ist war ein wenig mühseliger zu gehen, aber dafür viel schöner!

Immer wieder müssen wir stehenbleiben und die Schneepracht überall um uns herum bewundern.

Der Weg ist klarerweise schon angespurt, so schnell waren wir heute nicht. Und das Halltal ist schon lange kein Geheimtipp mehr, das müssen wir heute wieder feststellen. Immer wieder begegnen uns andere Spaziergänger.

Der Blick ins Halltal hinein bestätigt den Wintereinbruch, wir sehen in der Bettelwurfreise ein paar Gämsen, die dort nach Fressen suchen.

Es ist auch richtig kühl, daher friert das tropfende Wasser zu schönen Eiszapfen. Vor ca. einem Monat waren wir hier noch mit kurzer Hose unterwegs…

Heute heißt es schon ein wenig aufpassen, dass der Schnee nicht aus Versehen in den Kragen rieselt!

Die weiße Pracht nimmt mit jedem Höhenmeter zu, zum Glück haben wir heute die Gamaschen eingepackt, so bleiben die Füße immer schön trocken!

Schließlich erreichen wir Sankt Magdalena. Beim Näherkommen meint Biggi, es rieche nach Ofen… nun kann auch ich es essen.
Obwohl die Gaststätte heute offiziell geschlossen ist, ist doch jemand da und wir dürfen uns in der Stube kurz aufwärmen.

Ein feines Bier rundet die Einkehr ab, die Wärme im Gastraum tut richtig gut!

Nach feiner Rast im Alpengasthaus machen wir uns wieder auf den Weg. Die ersten Schritte kosten immer ein wenig Überwindung, es ist relativ kühl und der Körper noch nicht richtig auf die neuen Bedingungen geeicht…

Zum zurückgehen haben wir beschlossen, die Salzstraße zu nehmen, denn diese ist einfach zum Runter gehen. In der Nähe der zweiten Ladhütte kommen und zwei Skifahrer entgegen, die hier eine Übungstour gemacht haben und nun zurück fahren!

Schließlich erreichen wir die letzte Gerade vor dem Hackl. Im Winter, bzw. schon bald einmal, sollte hier wieder eine feine, aber herausfordernde Rodelbahn entstehen.

Biggi und ich haben uns wieder einen total feinen Tag gemacht, das Tourenziel war super, es war total lässig!

Beim Hackl müssen wir den Bus suchen, und es dauert eine Weile, bis wir auch wirklich den korrekten Fahrplan und die korrekte Bushaltestelle haben.

Ein Blick zurück zum Karwendel mit der Hüttenspitze… es ist einfach schön hier im Halltal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:52 h
Gesamtlänge: 10,28 km
Höhenmeter: ∆ 565 m / ∇ 607 m

231030 Kaisersäule (1.700m)

Biggi und ich haben beschlossen, dem nicht so schönen Wetter zu trotzen und auf die Kaisersäule zu wandern. Von Innsbruck erreichen wir den Ausgangspunkt in Hochrum direkt mit dem Bus.

Über den großen Wanderparkplatz erreichen wir nach kurzem Gang die Rumer Mure und queren das trockene Bachbett.

Der Weg ist schmal, aber gut in Schuss. Über den Steig wandern wir in Richtung Garzanmahd und Vintelalm.

Der Blick auf das Inntal ist beeindruckend. Speziell an den ehemaligen Mähdern, auf denen kein Bewuchs das Blickfeld begrenzt, ist die Sicht auf die Landeshauptstadt wunderbar!

Schließlich erreichen wir die nicht bewirtschaftete Vintlalm (1.567m). Hier machen wir eine kurze Pause, genießen den Ausblick und knabbern ein paar Nüsse…
Obgleich heute ein relativ lauer Föhnwind bläst, ist es dennoch nicht ganz so gemütlich, daher brechen wir bald wieder auf.

Von der Vintlalm wandern wir über den schönen Steig, hoch über dem sogenannten „Kessel“ hinüber zur Thaurer Alm (1.464m).

Der Himmel ist beeindruckend und beängstigend zugleich. Der Föhnsturm ist am abklingen, das schlechte Wetter rückt schon nach. Dennoch bleiben die Wolken und der Regen noch im Süden der Landeshauptstadt stehen, während wir noch vom lauen Wind profitieren.

Der Herbst ist für mich eine der schönsten Zeiten, um in der Natur zu sein. Das Farbenspiel ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend…

Wir erreichen die Thaurer Alm. Dort wird gerade gereinigt und die Alm winterfest gemacht.

Unser Weg führ uns vorbei an dieser zweiten Alm, hinüber zur Kaisersäule, die nun immer mehr in unseren Blickwinkel rückt.

Über den Ostrücken des Thaurer Zunterkopfs steigen wir steil höher. Immer wieder können wir die Auswirkung vom letzten Sturm in Form von entwurzelten und gebrochenen Bäumen betrachten.

Schließlich erreichen wir die Kaisersäule (1.700m). Der Ausblick nach Westen und ins Wipptal verheißt nichts Gutes!

Das gemütliche Bänklein vor der Säule ist heute überhaupt nicht gemütlich, zu stark bläst nun der Wind und es ist gefühlt ein wenig kälter geworden…

Die Kaisersäule wurde im Jahre 1838/39 in der heutigen Form als Erinnerung an den Besuch des Kaisers Franz II. errichtet. Dieser hatte zuerst die Stadt Hall in Tirol, anschließend das Salzbergwerk und diese Aussichtskanzel besucht.

Wir setzten und an einen windgeschützten Platz und genießen unsere Brotzeit. Danach spazieren wir die letzten Meter zum Törl und schauen hinab ins Halltal.

Beim Törl drehen wir wieder um, nun wandern wir erst auf dem „Homercher Weg“ retour. Leider scheint der Weg, da ein Stück abgesperrt wurde, nicht begehbar. Wir erreichen über einen steilen Steig wieder den Weg zurück zur Thaurer Alm

Das Wetter scheint nun nicht mehr lange zu halten, daher entscheiden wir uns für die kürzeste Variante ins Tal. Über den Gasperlweg, Stanglmahd und vorbei am Kiechlberg erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, die Bushaltestelle in Hochrum.

Wir haben Glück, der Bus wartet schon auf uns und wir entkommen den ersten Tropfen, die nun vom Himmel fallen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:30 h
Gesamtlänge:16,04 km
Höhenmeter: ∆ 1.311 m / ∇ 1.305 m

231007 Hüttenspitze (1.858m) ✨

Einmal im Jahr steht die Hüttenspitze auf dem Programm. Das Wetter ist super, und meine Begleitung ebenso. Ich treffe mich mit Biggi in Innsbruck, wir fahren mit dem Bus weiter zum Hackl. Dort starten wir unsere Tour.

Zuerst wandern wir am orographisch rechts am Weißenbach entlang, der Weg ist allerdings teilweise erodiert. Weiter über das Maximiliansbründl erreichen wir den Aufstieg zur Halltalerhütte.

Das Wetter ist ein Traum, die Fernsicht heute besonders gut. Ein Traumtag für eine Wanderung ins Halltal. Die Aussicht auf das Inntal ist wunderbar.

Der Blick ins Halltal mit dem Roßkopf beeindruckt auch sehr.

Der Aufstieg durch die Latschen ist schon recht warm, wir sind froh als wir freie Flächen mit ein wenig Wind erreichen. Der Übergang über den Gipfel zieht sich heute ein wenig…

… doch schlussendlich erreichen wir den Gipfel. Im Hintergrund sehen wir die steile Fallbachkarspitze und die berüchtigte Rinne ins Fallbachkar. Das wäre auch mal eine Tour…

Wir genießen die ungetrübte Aussicht…

… und anschießend eine feine Jause! Es ist total warm, das zwar angenehm, aber auch nachdenklich stimmt. Immerhin ist schon Oktober, fühlt sich aber noch an wie Sommer…

Nach ausgiebiger Rast richten wir uns für den weiteren Weg, den Abstieg in die Wechselreise. Der Weiterweg ist ein wenig schwieriger als der Aufstieg, aber auch die „Schlüsselstelle“, eine kurze steilere Wand schaffen wir mit Links.

Dann endlich stehen wir am Einstieg zur Wechselreise. Eine wunderbare Abfahrt steht uns bevor. Allerdings muss ich feststellen, dass der Start ein wenig „abgefahren“ ist. Gerade hier ist ein wenig Vorsicht geboten.

Weiter unten haben wir dann feinsten Karwendelschotter, der sich perfekt zum Ablaufen eignet. Schritt für Schritt fahren wir die Höhenmeter hinunter, es ist einfach nur lustig!

Im unteren Teil der Wechselreise queren wir zum normalen Steig, von hier, ein paar Meter können wir immer wieder abfahren, erreichen wir den Weg ins Halltal.

Ein Blick zurück zeigt uns den tollen Schotterhaufen, den wir gerade abgefahren sind. Die Winklerwand (rechts), zwar Karwendel-untypisch fest und kompakt, schaut trotzdem nicht so einladen zum Kraxeln aus… Kletterer habe ich hier noch nicht viel gesehen.

Später schau ich mich nochmals um und muss feststellen, dass Berge wirklich immer „viele“ Gesichter haben. Die Hüttenspitze schaut vom Standort unnahbar aus, man glaubt gar nicht, dass dort ein „normaler“ Weg hinauf führt.

Der Blick gen Himmel zeigt besonders schöne Föhnfische, die Vorboten einer Schlechtwetterfront, die uns laut Wetterbericht morgen erreichen sollte.

Am Ende der Wechselreise treffen wir auf die Halltalstraße. Biggi ist begeistert, besonders das Reisenlaufen hat uns beiden viel Spaß gemacht.

Wir müssen nochmals ein paar Höhenmeter ins Halltal hinauf gehen, wir wollen nach St. Magdalena, eine feine Einkehr haben wir uns redlich verdient.

Von Sankt Magdalena kann ich ehrlich gesagt nie genug kriegen. Ein wunderschöner Platz, eingebettet auf einem schönen Anger, umrahmt von beeindruckenden Bergen. Einen besseren Platz für die ehemalige Einsiedelei hätte man nicht finden können.

Heute ist nicht so viel los, es ist mittlerweile kühl geworden, daher Begnügen wir uns mit einem Getränk und einem Stück Kuchen. Die Wirtsleute räumen nebenbei schon auf…

Über den Eibtalsteig wandern wir schlussendlich zurück zum Hackl. Die Hüttenspitze fast immer im Auge. So unauffällig dieser Berg vom Inntal aus ist, vom Halltal finde ich die Spitze immer wieder beeindruckend.

Mit dem Bus, den wir allerdings erst finden müssen, fahren wir wieder zurück nach Innsbruck. Eine feine Tour mit Biggi, ich hoffe, dass noch etliche weitere folgend werden…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:43 h
Gesamtlänge: 14,80 km
Höhenmeter: ∆ 1.383m / ∇ 1.408 m

230820 Goetheweg

Viele Jahre haben Mama und ich immer wieder sinniert, den Goetheweg auf der Nordkette zu gehen. Um Genau zu sein war und ist es ein Herzenswunsch meiner Mutter, diesen Weg zu begehen!
Heute ,nach vielem Hin- und Her ist es endlich so weit. Bei bestem Wetter starten wir unsere Wanderung am Hafelekar.

Es ist Sonntag, da ist immer genügend los, um die Bergstation verläuft sich allerdings der „Auflauf“, die Meisten wollten nur die Rundsicht genießen oder den Klettersteig begehen.

Wir wandern gen Osten, auf dem gut angelegten Wanderweg. Beim Blick zurück können wir das Skitgebiet „Nordkette“ bewundern.

Der Weg zieht sich wie eine Linie an der Bergflanke entlang, den ersten Teil bestreiten wir auf der Südseite, der „Inntalseite“.

Am Gleirschjöchl sehen wir das erste Mal ins Karwendel, namhaft ins Mandltal. Doch wir bleiben noch ein Stück auf der Südseite, bis wir bei der Mühlkarscharte auf die Nordseite wechseln.

Hier ist es nun „wilder“, es scheint, wir sind fernab der Zivilisation. Nur einzelne verstreute Almen sehen wir, aber von Siedlungungsräumen ist hier nicht mehr zu sehen!

Auch hier ist der Weg wunderschön angelegt und sehr einfach zu gehen. Es kommen uns immer wieder Leute entgegen, was für die Popularität des Goethewegs spricht.

Im weiteren Verlauf wird der Weg teilweise ausgesetzter und auch Wetterschäden, vermutlich heuer entstanden, werden sichtbar.

Die nordseitigen Passagen des Weges sind von der Wegführung her spektakulärer, wobei beide „Seiten“ ihren Reiz haben!

An der Mandlscharte ist für uns heute Schluss, wir drehen hier um, um wieder zurück zum Hafelekar zu gehen. Allerdings genießen wir noch eine wohlverdiente Pause unter dem Gleirschtaler Brandjoch.

Der Weg zurück verläuft teilweise im Schatten. Das ist bei diesen Temperaturen allerdings eine Wohltat.

Auf der Südseite bläst ein leichter Wind, der die Temperaturen dann auch erträglich macht.

Der Weg, mit phantastischen Ausblicke auf das Inntal, macht uns einfach Spaß. Wir genießen den feinen Tag und reden fast ununterbrochen über Gott und die Welt.

Zurück beim Gleirschjöchl beobachten wir Ungewöhnliches: Überall sind Schafe, die den Kopf in den Boden bzw. in Mulden im Boden gesteckt haben. Wir vermuten, dass das wegen der Hitze ist und die Schafe ihren Kopf bzw. die Nasen an der feuchten Erde kühlen.

Weiter oben am Joch finden wir nochmals einen schönen Platz um die Aussicht zu genießen…

Schließlich erreichen wir das Ende unserer heutigen Wanderung, eine kurze Stufe muss noch überwunden werden…

… dann sehen wir das Hafelekar wieder vor uns! Uns sind wohl ein paar Wanderer am Goetheweg begegnet, aber was hier zwischen Bergstation und Hafelekarspitze abgeht, kann nur noch mit Massentourismus betituliert werden.

Unmengen an Leuten strömen den Berg mit der Gondel hinauf und dann weiter auf den ersten Gipfel, der fußläufig erreichbar ist, eben oben genannte Hafelekarspitze. Wir sind auch ein Teil dieser Bewegung, allerdings bin ich dennoch froh, dass nicht alle Bergaspiranten, den gleichen, nämlich „unseren“ Weg genommen haben.

Ein wunderschöner Tag mit Mama und ein lange geplanter Ausflug, das konnten wir heute endlich erleben. Toll war´s!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:15 h
Gesamtlänge: 7,39 km
Höhenmeter: ∆ 382 m / ∇ 413 m