Archiv der Kategorie: Mountainbike

211015 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Obwohl ich heuer viel mit dem Radl auf dem Weg war, waren das ausnahmslos Fahrten von und zur Arbeit. So manchen Umweg hatte ich zwar eingebaut, aber eine Extrafahrt nur dem Radeln willen ist sich nie ausgegangen. So dachte ich mir heute nach der Arbeit, das gehört geändert.

Von Zuhause direkt losfahren ist ein Luxus, den man sich in unserem Lande zum Glück gönnen kann. Mein auserkorenes Ziel ist die Aldranser Alm.

Zuerst muss zugegebenermaßen erst ein Stück auf der Bundesstraße gefahren werden, ein paar Abkürzungen würzen den ansonsten faden und unangenehmen Weg (wegen den Autofahrern) jedoch auf.

Bei Fagslung, einem Ortsteil von Aldrans, biege ich auf den Almenweg ab und nun steht dem Vergnügen nichts mehr im Wege.

Das Wetter ist ein Traum, dennoch treffe ich fast niemanden auf meinem Weg. Einzig eine ältere Frau ist, allerdings per Pedes, auf dem Weg zur Alm.

Die Forststraße zieht in gleichbleibender Steigung angenehm in die Höhe, der Weg ist allerdings mitgenommen, daran Schuld sind wohl einige Holzfuhrarbeiten mit schwerem Gerät.

Die Aussicht auf die Landeshauptstadt immer wieder traumhaft, aktuell mit dem frisch gefallenen Schnee auf den Bergen fast ein wenig kitschig.

In der Höhe merkt man schon den nahenden Winter, sogar am Nachmittag liegt der Reif und wird wohl auch nicht mehr weichen.

Schließlich erreiche ich die geöffnete Alm, ich bin der einzige Gast. Das ist selten, dennoch werde ich freudig begrüßt. Ein Radler und eine Kaspressknödelsuppe belohnen mich für den Aufstieg.

Ich genieße die warme Sonne, die mein Platzerl an der Hausmauer schön wärmt. So könnte ich ewig sitzen.

Allerdings sind heuer die Tage wohl gezählt, da man noch so angenehm in der Sonne sitzen kann.

Zur Abfahrt über Sistrans packe ich mich extra warm ein, vorausschauend habe ich die warme Kleidung mitgenommen. Und nun bin ich richtig froh, denn im Schatten ist es „zapfig“ (kalt).

Wohlbehalten und zufrieden, wieder eine Kleinigkeit gemacht zu haben, erreiche ich mein Zuhause.

Tourendaten
Gesamtlänge: 16,68 km
Gesamtdauer: 1:40 h
Höhenmeter: 912 m

201106 Radlrunde Östliches Mittelgebirge

Letu und ich wollten schon lange wieder mal eine ausgedehnte Radltour machen, das schöne Wetter heute ist perfekt dafür geeignet. Wir starten am Nachmittag, direkt nach der Arbeit und Schule. Ein Tour von Haustür zu Haustür sozusagen…

Da in Aldrans zur Zeit die Baustelle der Rinnerstraße besteht, müssen wir uns ein wenig durch die Baumaschinen schwindeln. Die Arbeiter sind jedoch sehr zuvorkommend und stoppen kurz die Arbeit, damit wir passieren können.

Die Arbeit geht flott voran, hoffentlich sind die Arbeiten bis Dezemeber wie progonstiziert, umgesetzt.

Am Herzsee vorbei, kommen wir zu der Steigung vor den Prockenhöfen, die wir schnell meistern. Im Schatten ist es immer recht kühl, da sind wir froh, wen wir wieder in die Sonne kommen. Bald erreichen wir den Wiesenhof, hier müssen wir ein paar Meter an der Hauptstraße fahren, dann biegen wir ab nach Judenstein.

Hier „oben“ scheint die Sonne und wärmt uns auf, die Fahrt macht so gleich doppelt so viel Spaß.

In Tulfes machen wir eine kurze Pause, holen uns eine Jause beim Mini-Mpreis und genießen die Sonne.

Dann gehts weiter, nochmals ein paar Höhenmeter zur Notburgakapelle hinauf. Damit erreichen wir den höchsten Punkt unserer Ausfahrt.

Im Tulferwald ist es kühl, das wissen wir schon vom Sommer, dann ist es jedoch meist erwünscht. Heute nicht unbedingt von Vorteil, daher ziehen wir uns die Jacken für die Abfahrt an.

Flott geht es die enge, asphaltierte Straße hinunter, das macht uns richtig Spaß. Da kann man das Radl mal fein laufen lassen. Wir sausen an schönen Bauernhöfen, die hier hoch über dem Inntal thronen, vorbei.

Die Aussicht ist phönomenal, so gut wie kein Dunst, und eine extreme Fernsicht. Das ist einer der Vorzüge vom Herbst…

Vorbei am Lachhof fahren wir wieder gen Westen, die Halbzeit liegt schon hinter uns. Zuerst noch auf Nebenstraßen, schließlich müssen wir nochmals auf die Hauptstraße ausweichen.

Die Strecke auf der vielbefahreren Straße ist kurz, dann zweigen wir ins wunderschöne Zimmertal ab, das uns wieder in Richtung Aldrans führt.

Die Sonne steht nun schon tief, daher bleiben die Jacke an. Trotzdem ist es angenehm zu fahren. Vorbei an ein paar Reitställen, die sich hier in den letzten Jahren etabliert haben, erreichen wir den Taxerhof.

Dann sind wir endlich wieder auf bekanntem Terarain, Letu meint: „Jetzt kenn ich mich wieder aus, da war ich schon mit der Schule!“. Wir sind wieder bei den Prockenhöfen.

Nun geht es nur mehr gerade aus und abwärts, das hebt die Motiviation von Letu. Es stecken doch ein paar Meter in den „kleinen Haxen“.

Ein lässiger Ausflug, vielleicht einer der letzten Radlausflug dieses Jahr. Wir werden sehen… auf jeden Fall hat es sich rentiert und es war dank dem tollen Wetter auch ein wahrer Augenschmaus.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 26,48 km
Gesamtdauer: 2:18 h
Höhenmeter: 659 m

200728 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Spontanität zahlt sich manchmal aus, so wie heute. Nachdem sich Michi kurzfristig bei mir gemeldet hat und gefragt hat, ob ich mit auf die Aldranser Alm will (Spontanität #1), ist Letu noch nach Hause gekommen und hat gefragt ob er mit darf (Spontanität #2). Von zu Hause aus fahren wir erst mal die mühselige Rinnerstraße bis zum Kreisel, ab hier beginnt der eigentliche Forstweg, bei der Starkenhofsiedlung.

Zuerst noch ein paar Meter auf dem Asphalt erreichen wir dann kurz vor der Wasserfassung die Schotterstraße und Letu kann endlich sein neues Radl richtig auskosten. Und das macht er mit Bravour.

Mit von der Partie ist auch noch Ephraim, ein Kollege von Michi. So in der 4er-Runde ist es eine lustige Fahrt nach oben, einzig die Temperatur könnte Anstoß für Beschwerden sein.

Bei der schönen Aussicht bleiben wir kurz stehen, die Luft ist allerdings diesig, ein Zeichen, das vermehrt Feuchtigkeit eingelagert ist. Am Mittwoch ist ein kurzer Wetterwechsel gemeldet, der am Dienstag mit Gewittern eingeläutet werden wird.

Gemütlich fahren wir immer näher an unser Ziel, Letu schlägt sich wacker, die restlichen Drei natürlich auch…

Am Ziel sind wir dann alle Zufrieden. Es sind einige Leute hier oben, für einen Montag ganz ordentlich.

Wir bestellen uns Getränke und etwas zu essen, das haben wir uns jetzt wirklich verdient…

Während wir das Essen genießen, geht schön langsam die Sonne unter… ein wunderschönes Schauspiel, von dem niemand genug bekommen kann.

Zu lange dürfen wir jetzt nicht mehr sitzen bleiben, sonst wird die Abfahrt schwierig. Also essen wir auf, packen zusammen und fahren runter ins Tal.

An dieser Stelle nochmals ein Kompliment an Letu für seine erste Mountainbiketour auf eine Alm! Das hast du toll gemacht!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:32 h
Gesamtlänge: 22,31 km
Höhenmeter: 965 hm

200612 MTB Almenrunde SÖM

Ja ich gebe zu, der Titel verwirrt. Was soll das heißen? MTB und SÖM. Während der erste Begriff noch jedem geläufig sein dürfte, dürfte der zweite für ein wenig Rätselraten sorgen. Daher hier gleich die Auflösung: SÖM steht für Südöstliches Mittelgebirge. Und dahin führt mich heute auch meine Radtour.

Eigentlich wollte ich heute ganz was anderes machen, nach einer kreative Denkpause beschloss sich aber, “meine“ Almen zu besuchen.

Von Aldrans fuhr ich über die Prockenhöfe nach Rinn, bis hierher alles auf Asphalt. Nun wechselte der Weg zu einer Forststrasse mit gemütlicher Steigung. Die erste Alm, die ich erreiche, war die Rinner Alm ().

Ohne Pause fuhr ich an der schönen, urigen Alm vorbei, und machte mich auf zur nächsten Alm, der Aldranser Alm. Weiter in angenehmer Steigung und auf einer guten Fall Straße konnte ich diese schnell erreichen. Auch hier überrascht mich der hohen Besucher Andrang, der mich schon bei der Rinner Alm überrascht hatte.

Hier dachte ich auch noch nicht ans pausieren, mein nächstes Ziel sollte nun die Kriegerkapelle sein. Diese schön über dem Inntal gelegene Kapelle ist immer einen Besuch wert.

Hier bei der kleinen Gotteshaus machte ich meine erste Rast. Die Sonne sendet schon ihre warmen Strahlen auf dem Platz, und erinnerte mich daran, Sonnencreme aufzutragen.

Lange kann ich nicht verweilen, denn ich habe noch einen längeren Weg vor mir. Daher packe ich meine sieben Sachen zusammen und genieße noch mal den Ausblick ins Inntal.

Die nächste Station sollte eigentlich die Sistranser Alm sein, aber auch hier beschert mir meine Motiv ation heute einen kleinen Abstecher. Ich zweige beim erstbesten Wegweiser Richtung Issboden ab, das beschert mir nochmals 300 Extrahöhenmeter.

Hier angelängt wünsche ich mir nichts sehnlicher als eine gute Brotzeit, aber leider spuckt mein Rucksack nur einen kleinen, aber feinen Müsliriegel aus. Wenigstens etwas, danke ich mir und genieße die kleine Jause. Während ich bei der Rauffahrt fast alleine war, sehe ich nun fast schon rudelweise Radler, mit und ohne Motor raufkommen… also genug pausiert, jetzt kommt die herrliche Abfahrt!

Der erste Teile der Abfahrt ist noch ein wenig grob, das ist mir beim Rauffahren gar nicht so aufgefallen, aber jetzt beim Abwärtsritt ist Vorsicht geboten, schnell kommt ein unverhoffter Stein und kann der Abfahrtsfreude ein schnelles Ende bescheren.

Recht rasant, aber sicher erreiche ich wieder den Talgrund… und so eine 20minütige Abfahrt macht schon richtig Spaß. In Sistrans erreiche ich wieder die Asphaltstraße und rausche die letzten Kilometer auf Seitenstraßen nach Hause.

Später am Nachmittag fahre ich mit den Kindern noch ins Tivoli, und dort gönne ich mir schlußendlich auch ein verdientes Bier. Tolle Tour mit vielen Eindrücken…

Tourendaten
Gesamtlänge: 28,52 km
Gesamtdauer: 3:06 h
Höhenmeter: 1.363 m

200524 Radltour Innsbrucker Umgebung

Schon lange wünschen sich die Kinder eine längere Radltour, also haben wir uns heute im selben Gespann wie gestern auf den Weg gemacht. Von Aldrans fahren wir als erstes über Schleichwege nach Hall in Tirol, um dort auf den Inntalradweg zu kommen…

Durch Ampass…

Unser erster Ort, den wir durchqueren ist schnell erreicht. Unsere Nachbargemeinde Ampass, mit den schönen, großen Erdbeerfeldern östlich der Ortschaft.

… und die Ampasser Erdbeerfelder…

In Hall, genauer gesagt beim Gasthof Badl erreichen wir den Inntalradweg, der nun für eine längere Zeit unser Fahrband darstellen soll. Von den vormittaglichen Wolken sind nur noch ein paar wenige Fetzen übergeblieben, und die Temperaturen sind schon wärmer geworden…

Die Bauern haben ganze Arbeit geleistet…

Ab und zu bleiben wir kurz stehen, trinken einen Schluck und jedes brave Kind bekommt eine Süßigkeit…

Kurze Stärkung am Wegesrand…

Immer wieder kommen wir an bekannten Stellen, sei es vom Geocachen oder auch vom Bergsteigen vorbei… und können auch eine Geschichte darüber erzählen…

Wolkenspiel über dem Bettelwurfmassiv, rechts der Hundskopf

Nach cirka 20 km Fahrt bleiben wir an einer Bank stehen, es ist Zeit, unsere Brotzeit auszupacken. Wieder ist genug für jeden da, auch an Nachtisch haben wir gedacht…

Schon bald fahren wir weiter, nun erreichen wir Kolsass. Hier haben wir unseren „Point of Return“ festgelegt, daher fahren wir erst durch den Ort und dann auf einer Brücke zum nordseitigen Innufer.

Hier setzen wir unsere Fahrt fort, nun aber geht es retour Richtung Innsbruck, denn dort werden wir von Lucy später mit dem Auto abgeholt. Zuerst müssen wir jedoch den einen oder anderen Hügel bewältigen, das ist nicht immer ganz einfach!

Pause nach einem Anstieg in Baumkirchen…

Trotzdem macht es uns allen Spaß, wenn gleich die Müdigkeit bei immer mehreren durchschlägt…

Letu und ich…

Kurz vor Mieders machen wir nochmals eine kurze Pause bei einem eigentlich schönen Platz, leider haben die Besucher hier viel Müll zurückgelassen, beim sogenannten Gerassi-Biotop.

In Hall machen wir einen letzen Halt, hier gibt es nun endlich das lange ersehne Eis. Und das lassen wir uns auf dem Oberen Stadtplatz so richtig schmecken…

Dann geht es weiter nach Innsbruck, hier haben wir nochmals viel Glück, wir können ein paar Surfer im Inn beobachten, die hier ein sogenanntes „Flippy“ aufgebaut haben… zumindest hat das Teil in meiner Jugend so geheißen.

Eine wunderschöne, wenn auch lange und anstrengende Tour nimmt in Innsbruck sein Ende. Es hat uns alles viel Spaß gemacht, aber es war auch anstrengend. Das nächste Mal machen wir evtl. nicht mehr ganz so viele Kilometer…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:20 h
Gesamtlänge: 46,58 km
Höhenmeter: 303 m

200410 MTB Mittelgebirgsrunde

Nach wir gestern eine erste Aufwärmrunde gemacht haben, beschließen wir, heute ein wenig weiter zu fahren. Das Wetter ist unverändert schön, und lädt zu Aktivitäten im Freien ein. Heute wollen wir zumindest in die gleiche Richtung wie gestern fahren, aber heute soll die Runde wenig länger werden. Wir starten wieder von zu Hause, dieses Mal sind die Startbedingungen aber ganz anders. Da wir über den Herzsee fahren wollen, müssen wir erst die steile Dorfstraße rauf zum Gewässer…

Nach dieser kurzen Einführung ins Bergradeln erreichen wir den See und können kurz entspannen… aber nur kurz, den die nächste Steigung steht schon vor der Türe…

Nachdem wir auch diese Steigung gemeistert haben, erreichen wir die Prockenhöfe, ein kleiner Weiler von Aldrans, wunderschön in jetzt schon grünen Wiesen gelegen. Direkt am namenlosen Bächlein zweigen wir nach links, dem Taxerhof entgegen. Nun können wir es mal „laufen lassen“, eine angenehme Steigung bringt uns zur kleinen Nebenstraße nach Kienberg.

Wir sind augenfällig nicht die einzigen, die heute ins Freie strömen, auch sonst sind viele Radler am Weg. Auffällig ist allerdings das Alter der Menschen und auch, daß fast jeder, unabhängig vom Alter, ein E-Bike verwendet.

Letu und ich sind da natürlich eine Ausnahme, wir fahren immer noch Stromlos durch die Gegend, aber positiver Weise auch ohne „Nebengeräuse“ vom E-Bike. Über Kögl erreichen wir schlußendlich unser erstes Etappenziel, Kienberg. Hier zweigen wir ins Zimmertal ein, das uns immer weiter Richtung Hall in Tirol bringt.

Angenehme Wege, gepaart mit kleinen Anstiegen und schönen Abfahren machen diese Runde angenehm und dementsprechend auch beliebt. Neben den E-Bikern sehen wir nun vermehrt Rennradfahrer, die die wunderschöne Trainingsstrecke abfahren.

Am Glockenhof erreichen wir die Straße von Tulfes nach Hall. Obwohl unser erstes Ziel Judenstein gewesen wäre, beschließen wir jetzt, eine andere Route zu verwenden. Wir fahren Richtung Hall, vorbei am schon lange geschlossenen Wirtshaus „Volderwaldhof“.

Nun zweigen wir auf eine keine, unbekannte Straße kurz vor dem Gasthof Badl, links hinauf, noch ein paar Höhenmeter müssen bewältigt werden. Dafür erreichen wir eine Nebenstraße nach Häusern, die uns weg von der vielbefahrenen Hauptstraße bringt.

Anschließend erreichen wird die kleine Siedlung Häusern, die noch zu Ampass gehört. Hier zweigen wir auf die Felder ab, eben radeln wir über grobe Wege nach Ampass, der Kirchbichl immer im Blickfeld.

Nun noch eine Steigung, bis wir das Widum Ampass erreichen, über die Felder und wieder auf den Weg, den wir gestern schon „genossen“ haben, allerdings in die verkehrte, nach unten führende Variante. Nun müssen wir uns hinauf zum Fussballplatz kämpfen, das ist eine ganz nett steile Steigung. Auch diese meistert Letu mit Bravour… die Aldranser Alm läßt grüßen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:20 h
Gesamtlänge: 16,77 km
Höhenmeter: 369 hm

200409 MTB Herzbachtal – Aufwärmrunde

Es ist nun ein wenig lockerer geworden im Heiligen Land Tirol. Dank der Covid19-Krise sind wir alle in unseren Freizeitaktivitäten beschnitten worden. Eine notwendige Maßnahme, natürlich, aber nicht für jeden so leicht einzuhalten.

Wir haben uns strickt an die Maßnahmen der Regierung gehalten, man schaut ja auf sich und auf die Anderen. Hoffentlich, so wünschen wir uns, geht dieser Kelch an uns vorbei. Nun ja, zumindest ein paar Einschränkungen sind gefallen und wir dürfen wieder Joggen und Radfahren! Das ist schon eine wohlgesehende Änderung in unserem sonst so auf das traute Heim zentralisierte Lebensweise…

Letu und ich beschließen, das Rad, gereinigt und eingestellt schon vor einiger Zeit, aus dem düsteren Keller zu holen und ins wunderschöne, helle Licht zu führen. Die Sonne lacht vom Firmament, nicht erst seit kurzem, besseres Wetter könnte man sich nicht wünschen. Nach kurzer Beratung beschließen wir, ins Herzbachtal zu fahren.

Von Aldrans fahren wir über den Fussballplatz und das Widum Ampass in Richtung Herzbachtal.

Der Start ist angenehm, es geht erst mal flach hinweg und anschließend abwärts. Doch ab dem Widum Ampass steilt die Straße auf, jetzt heißt es, die Wadeln zu aktivieren.

Im Herzbachtalist ist es fast immer schattig, aber auch wunderschön und dank der angenehmen Lufttemperaturen relativ warm. Langsam arbeiten wir uns den Waldweg hinauf, unser Ziel ist der Herzsee.

Letu macht sich gut, da wir noch nicht so viele Bergtouren gemacht haben, muß er erst ein wenig lernen, langsam und konstant zu fahren. Aber das funktioniert eben schon recht gut und er ist ein wissbegieriger Schüler…

Nach der ersten Steigung am Anfang der Forststraße legen sich die Straße zurück und es geht gemütlich entlang des Herzbachs in Richtung des Sees. Jedoch, ich kenne die Strecke nur zu gut, am Schluß kommt nochmals ein kurzes, knackiges Stück, das Letu aber ohne Probleme meistert.

Hier, am Ende der Waldstrecke erwartet uns schon wieder die Sonne, nun können wir diese gut gebrauchen, denn ab hier geht es am kleinen See vorbei und anschließend über die Straße wieder retour zu unserem trauten Heim.

Tourendaten
Gesamtdauer: 30:00 h
Gesamtlänge: 4,64 km
Höhenmeter: 120 hm

181026 Issboden, Aldranser, Sistranser Alm

Heuer bin ich zwar oft mit dem Rad auf die Arbeit gefahren, aber richtige Mountainbike-Touren habe ich fast keine unternommen. Heute ist einer dieser Tage, an denen sich doch ein Klassiker ausgeht. Die Fahrt von Aldrans auf den Issboden (1.873m), über die Sistranser (1.608m) und Alm Aldranser (1.511m) wieder retour. Mit von der Partie ist Michi, die die Hardcorevariante von Innsbruck aus meistern will.

Vom Dorfplatz geht es zuerst ein kleines Stück auf der Hauptstraße, die um diese Uhrzeit an einem Feiertag ausnahmsweise nicht stark befahren ist, rauf zum Kreisverkehr beim ehemaligen Gasthaus Hubertus.

Dann erreichen wir auch schon die Forststraße, die geschottert hinauf zu den einzelnen Almen führt. Der Weg führt am Anfang etwas steiler, aber dann mit gleichbleibenden Steigung auf den Berg hinauf. Dem Sonnenstand ist es zu danken, daß wir noch keine Sonne und dementsprechend kalte Füße bekommen.

Der Herbst hält jetzt augenscheinlich schon Einzug in unsere Gefilde, die Lärchen schlagen auch schon um, schön anzusehen sind die vielen wunderbaren Farben des Waldes.

Die Aussicht auf das Inntal wird auch mit jedem Höhenmeter besser, es dauert nicht mehr lange, und wir haben den Issboden erreicht. Hier hält sich in den Schattenzonen schon der Reif, dies sieht man an der Mächtigkeit der filigranen Strukturen an den Gräsern… da schmilzt hier nichts mehr. Und in der Sonne sehen wir unser höchstes Ziel für heute, die Isshütte.

Wir genießen hier die für heute ersten richtigen Sonnenstrahlen auf einer Rastbank, ein Müsliriegel wird verspeist. Was für ein wunderschönes Wetter heute ist…

So fein es hier ist, ein leichter Bergwind läßt uns schlußendlich dann doch frösteln, wir packen unsere Sachen zusammen, jetzt gehts hinunter ins Tal, natürlich mit einem Zwischenstopp oder zwei, das werden wir noch sehen.

Wir lassen es richtig sausen, das macht jetzt echt Spaß. Damit wir nicht die ganze Forststraßen ausfahren müssen, nehmen wir mal eine Abzweigung auf einen Wanderweg, der uns direkt über die Sistranser Alm bringt. Das macht richtig Spaß. Dort gönnen wir uns in der Sonne eine Erfrischung.

Nach dem kurzen Stopp geht es dann weiter zur Aldranser Alm, dort wollen wir noch einmal ein wenig länger einkehren. Da heute der letzte Tag ist, an dem die Alm offen hat, ist Livemusik da und gutes Essen ist hier sowieso auf dem Programm. Wir gönnen uns ein Wienerschnitzel und auch hier wieder die schöne Aussicht.

Als Abschluss sausen wir dann ich weiß nicht wieviele Höhenmeter hinunter ins Tal, schon bald sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt. Was für eine tolle Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 21,55 km
Höhenmeter: 939 m

180813 Höttinger Alm [1.487m]

Schon länger habe ich keine Einträge mehr geschrieben… keine Angst, ich war nicht untätig, bin aber leider nicht zu schreiben gekommen.

Heute steht eine MTB-Tour auf dem Programm. Direkt von der Arbeit geht es nach Mühlau, wo ich Michi auf dem Weg aufpicke. Ein kleiner Umweg, aber der für mich neue Weg sollte sich rentieren.

Von Mühlau radeln wir zuerst hinauf zum „Tiroler Landesschießstand“, bis hierhin noch Asphalt mit einigem Verkehr. Kurz nach dem Schießstand, beim Brunnen, beginnt der eigentliche Weg hinauf zu Arzler Alm, unserem eigentlichen Ziel. Rasch machen wir Höhe, es ist immer wieder faszinierend, wie schnell man auf die Nordkette kommt und von oben die Aussicht auf die Landeshauptstadt genießen kann.

Schon bald haben wir die Arzler Alm, heute leider geschlossen, erreicht. Eigentlich sollte die Tour hier zu Ende sein, aber wir sind noch Beide motiviert und Michi´s „neues“ Fahrrad verlangt nach mehr Höhenmetern. Also fahren wir einfach weiter, nächstes Ziel: Bodensteiner Alm oder Höttinger Alm. Wir sind da flexibel…

Während wir Meter für Meter gen Himmel streben, ziehen auch schon die ersten dunklen Wolken auf. Na, uns wird das nicht erwischen, wenn es aus dem Wipptal zieht, dann kommt es nicht bis in den Karwendel… welch ein Trugschluß.

Aber noch passt das Wetter und kurzweilig erreichen wir einen Platz, an dem man die Alm schon sieht. Erste leichte Tropfen streifen uns, aber bis zur Alm schaffen wir das noch bestimmt.

Bei der Alm beratschlagen wir uns , zwei Optionen liegen auf dem Tisch… entweder wir kehren in die Alm ein, oder wir machen die Flucht nach vorne, und schaffen es noch vor dem Unwetter.

Bei einer klassischen 50/50 Chance haben wir es echt vertan. Der Weg ins Tal, auf die Einkehr verzichten wir heute, ist nach nur gefühlten 50 Kurbelumdrehungen trocken. Dann öffnet der Himmel seine Pforten und wir werden richtig gewaschen. Oje, das kann ja noch lustig werden.

Unterwegs finden wir unter einer Baumgruppe Unterschlupf, aber auch diese Naturhütte kann dem Regen nicht lange standhalten und bald tropft es von jeder Nadel. Also weiter, nass sind wir eh schon.

Zum Glück ist es nicht kalt, daher macht die Abfahrt fast schon wieder Spaß. Rasch erreichen wir den Schießstand, dann sind wir auch schon wieder in Mühlau angekommen. Hier verabschiede ich mich von Michi, sie ist schon fast zu Hause, ich radle über Ambras und den Pfaffensteig die letzten 200 Höhenmeter hinauf nach Aldrans. Mit einer nassen Hose dann doch nicht so super…

Fast zu Hause lichtet sich das Wolkenmeer und läßt noch kurz die Sonne durch. Welch schöne Stimmung… aber kurz darauf fängt es auch wieder zu regnen an.

Tourendaten
Gesamtlänge: 31,60 km
Gesamtdauer: 2:40 h
Höhenmeter: 1.130 m

180508 Wallfahrtskirche Heiligwasser (1.234m)

Kurz entschlossen fahren ich heute nach der Arbeit noch rauf zur Wallfahrtskirche Heiligwasser. Von Innsbruck aus fahre ich meine Standardroute rauf zum Lanserkopf.

Dort wurde in letzter Zeit richtig fest ausgeholzt. Daher ist der Platz jetzt fast schon wieder ein wenig sonnendurchflutet.

Weiter geht’s über den Lansersee, Igls und dann vorbei an der alten Patscherkofelbahn hinauf zum Olex, der neuen Talstation der „Kofelbahn“.

Hier ist immer noch Baustelle, daher muss ich einen kleinen Umweg nehmen, der mich jedoch fast keine Zeit kostet. Dann geht es die letzten Meter hinauf zum schön gelegenen Kirchlein mit der wunderschönen Aussicht.

Dort setzte ich mich ein wenig in die Sonne. Natürlich gibt es hier oben einen Geocache, der verschiedene Stationen involviert. Den musste ich natürlich auf dem Weg hierher lösen, nahe bei der Kirche werde ich dann auch noch fündig.

Die Abfahrt nach Aldrans ist wieder einmal ein Riesenspaß, es geht nur noch abwärts und das einzige Hindernis sind die langsamen Autos und Postbusse…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:50 h
Gesamtdistanz: 19,50 km
Höhenmeter: 741 m