Archiv der Kategorie: Wandern

260815 Wandern Arztalalm (1.900m)

Schon seit einiger Zeit haben wir geplant, wieder mal ins Arztal zu wandern. Doris ist heute mit dabei, und so wandern wir zu Dritt vom Parkplatz Hinterlarcher los.

Das Wetter ist perfekt, es ist angenehm warm, aber nicht zu heiß. Keine Wolke trübt den Himmel.

Zuerst müssen wir ein gutes Stück über den Forstweg wandern, dann zweigen wir bei der Hinterlarcher-Kapelle auf den Steig.

Auf dem Mitterberg-Steig geht es durch dichten Wald kühl und angenehm ins Tal hinein. Der Blick schweift nach Links und Rechts, aber Pilze sind heute rar.

Es ist relativ feucht, aber scheinbar für die Schwämme doch nicht ausreichend.

Über den alten Almenboden mit der abgegangenen Alm erreichen wir die Brücke im Tal unterhalb der Arztaler Hütte.

Die zweite Brücke ist ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, der Bach hat sich ein neues Bett gesucht.

Vorbei an der Arztaler Hütte vom ESV Innsbruck erreichen wir schließlich den Rücken südlich der Arztalalm.

Wir wollen noch weiter auf den Hochleger, daher lassen wir die Alm links liegen und wandern über schöne Almrosenwiesen höher und höher.

Auch hier finden wir Spuren von alten Almgebäuden, die allerdings abgegangen sind.

Einmal müssen wir ein paar Jungstiere passieren, die wir in respektvollem Abstand umgehen.

Der Blick vom Rücken unterhalb des Hochlegers ist phänomenal, das Arztal ist ein wunderschönes Gebiet!

Bei den Penzenböden machen wir ein Pause an einem tollen Aussichtspunkt. Der Platz ist eingezäunt, damit die Kühe hier nicht stören!

Schöne Hütten, wahrscheinlich privat, zieren den Boden. Hier waren wir im Winter auch schon mal bei einer Skitour.

Nun haben wir den höchsten Punkt der Wanderung erreicht, über die Forststraße an der nördlichen Talseite wandern wir retour zur Alm.

Ein feiner Weg führt uns direkt zur Alm. Hier ist heute Almenfest, dementsprechend gut Besucht ist die Hütte.

Im Eingangsbereich wird gegrillt, und auch Musikanten sind vor Ort um Stimmung zu machen.

Wir finden einen netten Platz, auf Getränke müssen wir aber dann doch eine Weile warten. Dafür ist das Essen flott da… weil an einem anderen Tisch zu viel bestellt wurde.

Nach feiner Rast machen wir uns wieder auf zum Ausgangspunkt, wieder nehmen wir die Forststraße, denn so lässt sich fein reden!

Nach einer kurzweiligen Wanderung erreichen wir wieder den Parkplatz Hinterlarcher und somit das Ende der Tour.

Wieder mal haben wir einen feinen Wandertag genossen, bei tollem Wetter und guter Einkehr. Und schon freue ich mich wieder auf die nächste Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:27 h
Gesamtlänge: 10,59 km
Höhenmeter: △ 767 m / ▽ 755 m

260808 Wandern Aldranser Alm (1.511m)

Heute bin ich mal alleine am Weg, da bietet sich eine schnelle Runde auf die Rinner- und Aldranser Alm an. Ich starte am Kirchplatz in Rinn, dorthin fahre ich erst mit dem Bus.

Der Steig auf die Rinner Alm, fein durch den Wald angelegt, ist mir der liebste Aufstieg auf die Mittelgebirgsalmen. Hier hat man schöne Wege und wenig Frostweghatscher.

Es ist trotz Bewölkung recht warm, dennoch bin ich heute recht flott am Weg.

Nach 38 Minuten erreiche ich die Rinner Alm, die Bänke sind gut gefüllt. Während ich über die Terrasse spaziere, fällt mir auf, dass ich hier heuer noch gar nie eingekehrt bin. Das sollte ich wohl bald mal ändern.

Heute allerdings bin ich auf dem Sprung, mein nächstes Ziel wartet schon. Zuerst durch den Wald, dann noch ein Stück über den Forstweg strebe ich höher und höher.

Bald schon sehe ich die Alm vor mir auftauchen…

… hier ist heute nicht ganz so viel los, ich grüße die Belegschaft, doch auch hier wird heute nicht eingekehrt. Nach einem kurzen Wortwechsel mit Johanna, der Hüttenwirtin, wander ich weiter gen Westen.

Ein Blick zurück auf die Alm offenbart, wie stark hier in den letzten Jahren ausgeholzt wurde. Die Alm liegt sehr schön auf einer kleinen Stufe, mit tollem Ausblick auf das Inntal.

Es ist noch früh im Jahr, allerdings hängen die Vogelbeeren schon in dicken Dolden an den Sträuchern. Viel zu früh…

Am alten Almenweg steigen ich nun wieder hinab ins Tal, der Himmel klart auf und es ist schön geworden.

Ich spaziere durch Sistrans hindurch, dann komme ich zum Bienenlehrpfad nördlich von Sistrans.

Hier wurde ein schönes Biotop mit Lehrtafeln für Klein und Groß aufgestellt, eine feine Oase mitten in den Feldern.

Rückblickend sehe ich nochmals die Almen hoch oben am Berg, die Gipfel sind schon wieder im Wolkenkleid versteckt.

Zuhause rufe ich Biggi an, der Tag ist perfekt, um noch eine Runde an den Lanser See zu spazieren und ein wenig zu schwimmen.

Ein feiner Nachmittag mit ein paar Schwimmeinlagen, dann gönnen wir uns noch einen Spritzer (Weisswein/Soda) an der Strandbar. Diesen müssen wir allerdings mit gefühlt Millionen Wespen teilen… daher bleibt es nur bei einem Getränk.

Das war heute eine feine Tour mit gemütlichem Abschluss am Lanser See. Eine Runde Sache, würde ich sagen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:28 h
Gesamtlänge: 10,96 km
Höhenmeter: △ 662 m / ▽ 823 m

260621 Wanderung Säulinghaus (1.720m)

Heute beginnt unser Urlaub, wir fahren in die Normandie. Davor haben wir aber beschlossen, noch zwei Tage auf der Hütte zu verbringen, sozusagen als Einstimmung. Mittlerweile rollt eine Hitzewelle über Europa, aber im Ausserfern ist es noch aushaltbar. Gleich in der Früh starten wir direkt von der Hütte den Aufsteig zum Säulinghaus.

Zuerst müssen wir von der Hütte über den Forstweg zum Steig queren. Obwohl es ein langweilige Straße ist, ist es dennoch immer ein feiner Start zum Aufwärmen

Schließlich erreichen wir den Steig, der uns durchs Klemmtal in kühlere Höhen bringt.

Wir haben beschlossen, erst durch das Klemmtal hinauf zum Pflacher Älpele und dann über den Verbindungweg zu Säulinghaus zu gehen.

Bald schon erreichen wir den kleinen, aber schönen Boden beim Älpele. Die noble Jagdhütte fasziniert mich immer wieder, wobei ich noch nie Besucher gesehen habe.

Das Pflacher Älpele wird zwar nicht mehr für landwirtschaftliche Zwecke verwendet, aber dennoch ist die Alm vor ein paar Jahren gründlich renoviert worden und ist aktuell privat verpacktet.

Die Aussicht von diesem Platz über das Klemmtal ist eine meiner Lieblingsaussichten auf den Talkessel von Reutte…

Über den Verbindungsweg gehen wir nun in Richtung Säulingsteig.

Der Steig zweigt direkt von der Forststraße ab, dann wird es ein wenig steiler. Das Haupt des Säulings schaut mit seinen Südwänden mächtig und unnahbar aus.

Der Steig zieht angenehm durch alte Waldbestände und Kräuterwiesen…

… und mündet schließlich am wunderschönen Boden vor der Hütte…

Hier wächst und gedeiht gefühlt alles, was man sich in diesen Lagen vorstellen kann…

… auch Gelben Enzian sehen wir!

Das Säulinghaus, viele Jahre von den Naturfreunden betreut, hat seit heuer neue Besitzer. Nachdem die Zukunft ungewiss war, haben sich zwei Locals um die Hütte bemüht. Das wollen wir heute gleich mal testen… die Karte ist klein, aber fein und die Wirtsleute total freundlich.

So genießen wir eine feine Pause, lassen die Seele baumeln und freuen uns am schönen Leben!

Beim Abstieg schauen wir immer wieder, was es zu entdecken gibt, sogar einen Schillerfalter entdecken wir auf unserem Weg.
Bald schon erreichen wir wieder die Hüttenwiese, wir nehmen einen Weg querfeldein, und erreichen kurz darauf die gemütliche Hütte…

Eine feine Wanderung mit gemütlicher Einkehr ist wieder zu Ende, aber bestimmt kommen wir bald wieder hier her!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:16 h
Gesamtlänge: 8,25 km
Höhenmeter: △ 646 m / ▽ 634 m

260614 Wanderung Judenstein

Nachdem wir gestern auf der Aldranser Alm waren, steht heute eine weitere Wanderung in der Umgebung am Programm. Wir haben uns entschlossen, heute was Gemütliches zu machen. Die Wanderung nach Judenstein ist da ideal…

Mit dem Bus fahren wir bis zu den Wiesenhöhen, dann starten wir erst in Richtung Süden zum Speckbacherweg.

Über diesen schönen Weg wandern wir dann östlich in Richtung Rinn, in schönem Auf und Ab.

Der Weg verläuft angenehm im Wald, die Temperaturen zwar war, aber durch den Wald ist der Pfad gut abgeschattet und angenehm zu gehen.

Wir wandern bis nach Judenstein, ein kurzer Besuch in der wunderschönen Kirche ist selbstverständlich, dann drehen wir um und laufen am Waldrand wieder gen Westen.

Es ist wärmer geworden, aber dennoch ist es sehr angenehm. Der Weg ist breit, wir schlendern gemütlich unserem Ziel entgegen und quatschen über Gott und die Welt.

Immer wieder gibt es tolle Sachen am Waldrand zu sehen, die Aussicht hinüber nach Rinn, nach Sistrans.

Hier an den Nordhängen ist es feuchter und dadurch die Vegetation sehr dicht. Überall rauschen kleine Bächlein, und es kreucht und fleucht im Unterholz. Wir wandern durch das Knappental, später noch durchs Hasental in Richtung Aldrans

Schlussendlich erreichen wir den Herzsee, die letzten Meter müssen wir über die Hauptstrasse absteigen. Eine gemütliche, aber dennoch tolle Wanderung durch das wunderschöne Mittelgebirge! Uns beiden hat´s sehr gut gefallen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:13 h
Gesamtlänge: 11,32 km
Höhenmeter: △ 295 m / ▽ 427 m

260613 Wanderung Aldranser Alm (1.511m)

Mama ist über das Wochenende bei mir, wir haben zwei Wanderungen geplant. Heute geht´s auf die Aldranser Alm, von der ich Mama schon öfter vorgeschwärmt habe.

Wir starten in Rinn, am Kirchplatz und steigen zuerst über den Rinner Almensteig hinauf zur Rinner Alm. Durch kühlen Wald, bei warmen Temperaturen ideal, steigen wir immer höher.

Kurz vor der Alm stelle ich überrascht fest, dass hier massiv ausgeholzt wurde! Der schöne Durchgang zur Alm ist weg, nun ist hier gähnende Leere… daran muss ich mich erst gewöhnen.

Bei der Rinner Alm kehren wir nicht ein, wir steigen über den kleinen Steig in Richtung Aldranser Alm weiter. Kurz vor der Aldranser Alm genießen wir wie immer die Aussicht auf das Inntal, dann kehren wir bei der Alm ein.

Ein gutes Mittagessen rundet unsere Wanderung ab, dann steigen wir über den alten Almensteig wieder ins Tal.

Über das Industriezentrum steigen wir bis nach Aldrans ab. Nach einer längeren Pause und einem guten Abendessen gehen wir nochmals eine Runde ins Freie… heute ist Herz-Jesu-Feuer und wir können einige Lichter ausmachen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:42 h
Gesamtlänge: 10,85 km
Höhenmeter: ▽ 630 m / △ 786 m

260612 Wanderung Platzertal

Heute machen wir, Biggi, Doris und ich eine vom WWF organisierte Wanderung ins Platzertal. Die Anreise per Auto ist zwar lang, aber unkompliziert. Wir parken am Anfang der Pfundser Tschey, ab hier wandern wir zur Platzer Alm hoch.

Diese Gegend ist wunderschön, umso trauriger wäre, wenn dieses Tal durch unseren größten Stromerzeuger verbaut wird. Auch an den Städeln sehen wir Plakate gegen den Ausbau des Platzertals.

Wir wollen uns heute ein wenig hierzu informieren, natürlich sind wir bedingt durch die WWF-Führung wohl auf der negativen Seite gelandet…

Am Ende der Tschey zweigen wir nach Rechts, nun wandern wir in das engere Platzertal.

Über uns sehen andere Leute eine Gruppe Steinböcke, uns entgehen die leider durch den ungünstigen Blickwinkel. Es fängt nun auch wieder mehr zu regnen an… aber wir sind gut ausgerüstet.

Wir kommen an alten Bergwerkshäusern, hier am Pochwerk vorbei. Früher war hier im Platzer Erz abgebaut, 1610 musste der Bergbau wegen dem Gletscherzuwachs geschlossen werden, erst 1884 wurde die Mine wieder reaktiviert. Durch hohe Förderkosten und Wintersperre wurde der ertragreiche Abbau dennoch geschlossen!

Vom Pochwerk ist es nicht mehr weit bis zur Platzer Alm, über einen schönen Boden mit dem Platzerbach erreichen wir schließlich die Alm.

Wir gönnen uns eine Pause, wärmen und ein wenig auf und essen eine Knödelsuppe… leider ist das Essen keine Empfehlung wert, nur die Suppenbasis ist gut, die Knödel mehlig und pampig.

Bei der Alm treffen wir Maximilian, unseren Guide für den Tag. Er gibt uns in der Hütte eine kleine Einführung, dann wandern wir ins hintere Platzertal, dort wo der Staudamm für das Kraftwerk gebaut werden soll.

Wir sind schlussendlich ca. 15 Personen, die sich hier Informationen aus erster Hand einholen wollen. Verschiedene Stationen sollen uns die Bedeutung dieses Hochalpinen Niedermoors näherbringen.

Durch den Regen hat es in dieser Höhe zu schneien begonnen und wir sind genau an der Schneefallgrenze. Dadurch wirkt das Gebiet noch mysteriöser…

Obwohl der Staudamm für sich gesehen auf allen Plänen recht klein ausschaut, ist das dahinterliegende flache Tal, das zur Gänze überflutet werden soll, doch eindrücklich groß!

Maximilian erklärt uns anhand von anschaulichen Bildern die Entstehung eines Moores, den Unterschied zwischen Hoch- und Niedermoor und warum dieses Ökosystem so schützenswert ist.

Mit einem Rucksack voller Antworten und noch ein paar Meer Fragen gehen Biggi, Doris und ich wieder zurück zum Parkplatz.

Unterwegs genießen wir die Umgebung und tauschen uns über verschiedene Fragen aus. Ein spannendes Thema ist der Kraftwerksausbau auf jeden Fall, mit allen Für und Wider…

Vorbei an der Platzer Alm, wir kehren nicht mehr ein, wandern wir weiter talauswärts.

Ich würde gerne nochmals in dieses Tal, evtl. bei besserem Wetter wandern und das Bergwerk und die Geschichte dazu zu erkunden.

Die Tschey ist auch immer einen Besuch wert, ich wundere mich dass hier das Heu noch eingelagert wird… wahrscheinlich zum Verkauf als hochwertiges Bioheu.

Noch einmal, wie am Morgen, überqueren wir den Platzerbach und erreichen unseren Ausgangspunkt.

Eine interessante und auch wunderschöne Wanderung in einem für mich neuen Gebiet! Da würde ich gerne nochmals her!

Tourendaten
Gesamtdauer: 7:10 h
Gesamtlänge: 18,89 km
Höhenmeter: △ 804 m / ▽ 806 m

260607 Wanderung Lanser Alm (1.735m)

Heute machen Biggi und ich eine gemütliche Wanderung auf die Lanser Alm, wir beschließen, das Freizeitticket mal wieder zu belasten und uns den Weg auf den Berg zu erleichtern. Von der Mittelstation steigen wir gen Osten über die Skipiste.

Hier vertun wir uns mit dem Steig und wandern ein gutes Stück bergan, bis wir anstehen. Wir müssen zurück, das ist nicht der richtige Weg. Dieser ist dann nahe der Skipiste wieder gefunden, nun spazieren wir in Richtung Lanser Alm

Der Weg ist urig und nicht so häufig begangen. Und gefällt es sehr gut, nur einmal kommt uns eine Gruppe Touristen entgegen. Dann erreichen wir die wunderschöne Lanser Alm (1.735m). Hier gönnen wir uns ein gutes Mittagessen, genießen die feine Wärme und die Gastfreundschaft der Nepalesen!

Von der Hütte wandern wir weiter in den Osten, unser nächstes Ziel ist die Sistranser Alm. Hier ist auch gut renoviert worden, wir gönnen uns ein schnelles Getränk und steigen dann ab nach Sistrans.

Über den Speckbacherweg erreichen wir schlussendlich wieder den Parkplatz am Patscherkofellift. Eine feine, nicht besonders anstrengende Wanderung mit sehr gutem Essen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:29 h
Gesamtlänge: 10,60 km
Höhenmeter: △ 309 m / ▽ 964 m

260524 Wanderung Igls

Das Wetter ist wunderschön, auch die Motivation ist hoch. Heute wollen wir etwas von „Tür zu Tür“ machen, daher beschließen wir, die Sillschlucht zu besuchen. Wir starten mit dem Fahrrad in Saggen und fahren einmal quer durch die Stadt zum Bergisel.

Hier geben wir das Stadtrad zurück und machen uns nun zu Fuß weiter auf den Weg. Zuerst am Rundgemälde vorbei, dann hinauf in den Wald oberhalb der Sillschlucht.

Schon bald müssen wir wieder absteigen, nun geht es immer an der schönen Sill entlang in Richtung Süden.

Kurz nach dem Bergisel schreiten wir über den Autobahntunnel, unter uns donnern die Fahrzeug durch. Allerdings ist heute eh nichts los, da hält sich der Lärm auch in Grenzen.

Am Weg entlang, der in den letzten Jahren stetig verbessert wurde, erreichen wir wieder die Sill.

Und hier kommen wir gleich mal am Brennerbasistunnel vorbei, der hier über die Sill geführt wird.

Kurz nach der Megabaustelle fühlen wir uns schon wieder total in der Natur, wenig Anzeichen von Zivilisation, ein paar Menschen tummeln sich in der Schlucht und suchen im eisigen Nass Abkühlung.

Der Weg wechseln auf die orographisch rechte Seite, oder aber auch östliche Uferseite. HIer zieht der Weg ohne nennenswerte Schwierigkeiten in Richtung Zenzenhof.

Überall fließt Wasser, aus jeder Fuge und Ritze. Die Schneeschmelze ist auch in vollem Gange, daher ist das Wasser der Sill trüb und wahrscheinlich auch sehr kalt.

Wir machen an einer menschengemachten Struktur (keine Ahnung, was das mal gewesen ist) halt und legen eine Pause ein. Dem quirligen Wasser zuzuschauen ist ein wahres Vergnügen. Wasser ist schon ein ganz besonderes Medium.

Wir stolpern immer wieder über Tafeln, die den Romediusweg angeben. Dieser Weg über die Alpen führt vom Thaurer Romediwirt bis in den Trient nach San Romedi. Ein Weg der mich sehr interessieren würde…

Unser Weg führt nun über den Zenzenhof weiter hinauf zum Handlhof und weiter hinauf nach Vill.

Es ist mittlerweile sehr heiß, wir sind froh, als wir aus dem Wald auf die luftigeren Wiesen gelangen, hier geht zumindest ein wenig Wind.

Der Pfad führt uns ein Stück am Waldrand entlang, da finden wir den einen oder anderen Schatten… 0

… dann zweigen wir über die Felder ab nach Igls. Da es mittlerweile sehr warm geworden ist, beschließen wir, unsere Beine im Kneippbecken von Igls zu kühlen und dann mit der Waldbahn (Straßenbahn Nr. 6) zurück nach Aldrans und Innsbruck zu fahren.

Eine tolle Wanderung, man muss nicht weit fahren, um tolle Wege zu finden. Heute hatten wir sowohl mit dem Weg als auch dem Wetter sehr großes Glück. Fein war´s…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:57 h
Gesamtlänge: 12,39 km
Höhenmeter: △ 458 m / ▽ 172 m

260523 Wanderung Arzler Alm (1.067m)

Obwohl Sara schon Geburtstag hatte, steht heute noch das Geburtstagsessen an. Wir haben uns heuer was Besonderes einfallen lassen… wir wandern erst auf die Arzler Alm, um dann dort einzukehren.

Wir starten im Saggen, wandern zum Inn, über den Psennersteg und dann hinauf in den Wald. Der Weg ist angenehm zu gehen, im Wald ist die Luft gut und kühl.

Heute ist bestes Wanderwetter, der Himmel wird nur von ein paar kleinen Wolken verziert. Der Blick ins Unterintal mit dem Innsbruck Ortsteil Mühlau im Vordergrund.

Wir steigen weiter den Pfad empor, kreuzen ein paar Mal den Biketrail „Arzler Alm“, dann haben wir die Hütte erreicht.

Wir finden einen super Platz auf der Terrasse, gleich kommt jemand zum Bestellung aufnehmen. Die Organisation auf der Arzler Alm ist unglaublich gut. Wir bestellen um 17:59 fünf Schnitzel, um 18:00 Uhr ist Bestellschluss. Da haben wir nochmals Glück gehabt.

Bald schon kommt das gute Essen und wir genießen die abendliche Wärme, die feine Gesellschaft und das gute Essen.

Eine lustige (leicht angetrunkene) Gruppe Deutscher ist am Nachbarstisch, diese grölen ein paar Lieder. Als Letu rübergeht und ihnen vom Geburtstag von Sara erzählt, wird kurzfristig ein Geburtstagsständchen eingeschoben…

Später, es wird schon kühl auf in der Höhe, machen wir uns wieder auf ins Tal. Wir wandern den selben Weg wieder zurück und sind im Nu wieder in der Landeshauptstadt.

Schon interessant, wie schnell man von der quirligen Stadt in die ruhige Natur kommt. Eine tolle Wanderung in feinster Wandergesellschaft.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Gesamtlänge: 10,12 km
Höhenmeter: △ 512 m / ▽ 504 m

260514 – 260517 Familienwochenende Tulferberghütte

Tag 1 – Anreise

Das alljährliche Familientreffen findet heuer wieder mal in der Innsbrucker Gegend statt, wir haben uns eine AV-Selbstversorgerhütte gebucht am Tulferberg. Wir sind schon alle sehr gespannt, wie die nächsten Tage in solch einer Hütte sind, einziger Wermutstropfen… das Wetter ist kalt und nass.

Nacheinander trudeln wir in der Hütte ein, am Abend gibt´s ein Gulasch zur Essen und den gemütlichen ersten Tag beschließen wir mit Spielen und feinem Zusammensitzen.

Tag 2 – Kugelwald

Obwohl das Wetter nicht gut ist, zumindest sind wir gut ausgerüstet, beschließen wir, zum Kugelwald bei Halsmarter zu wandern. Wir starten direkt bei der Hütte.

Auf Pfaden, quer durch den Wald und auf Forststraßen steigen wir immer höher unserem Ziel entgegen.

Trotz Wetter ist die ganze Truppe wahnsinnig gut aufgelegt, wir haben feine Gespräche, die Stimmung ist gut.

Weiter oben müssen wir feststellen, dass das Wetter hier gut zugeschlagen hat, sogar ein wenig Schnee ist vorhanden.

Ein Teil der Gruppe dreht um, der harte Kern wandert aber weiter bis zum Kugelwald. Dieser ist natürlich geschlossen, aber wir haben unsere eigenen Kugeln mitgenommen.

Leider müssen wir feststellen, dass die eigenen Kugeln nicht passen, von den Bäumen tropft der Schnee. Es ist einfach ungemütlich, daher bleiben wir nicht lange und machen uns auf den Rückweg.

Bei der Liftstation ist ungefähr die Schneefallgrenze gewesen, aber da wir alle gut gekleidet sind, ist das alles kein Problem.

Eine kurze Rast im neuen Schartenkogel-Sessellift lassen wir uns nicht nehmen, bevor wir über die Piste weiter zur Tulferberghütte absteigen.

Die Piste ist aper, aber durch den Regen dennoch rutschig. Trotzdem kommen wir unbeschadet wieder auf den Weg zur Hütte.

Über dem Inntal hängen die Wolken, wir sind gespannt, ob wir morgen mehr Glück mit dem Wetter haben.

Zurück in der geheizten Hütte genießen wir die feine Gesellschaft, es gibt gutes Essen und nachher wird noch gespielt, dass die Balken krachen!

Tag 3 – Höfemuseum Kramsach

Ursprünglich wollten wir am dritten Tag zum Achensee fahren, aber wegen dem Wetter disponieren wir kurzfristig um und besuchen das Höfemuseum in Kramsach.

Das Wetter ist heute besser als angenommen, kurze Regenschauer lassen sich in den alten Stuben aussitzen, ansonsten haben wir sogar kleine Sonnenfenster.

Auch hier findet wieder jeder etwas zum Amüsieren, einzig die Hennen, die sich hier tragen lassen müssen, schauen nicht so glücklich aus den Federn.

Das Höfemuseum ist immer einen Besuch wert, hier wurden aus verschiedenen Teilen von Tirol alte Bauernhöfe wieder aufgebaut und können nun innen wie außen besichtigt werden.

So mancher imposante Hof ist hier ausgestellt, an der Bauweise kann auch gut abgelesen werden, wo die ärmeren und die reicheren Bauern angesiedelt waren.

Gegen Nachmittag wird das Wetter sukzessive besser, der Zweite war eindeutig der wettermäßig bessere Tag.

Am Abend ist wieder Routine angesagt, Essen in der Großgruppe, danach werden wieder die verschiedensten Spiele ausprobiert, ist es sehr gemütlich.

Tag 4 – Abreise

Der letzte Tag ist angebrochen, wir räumen die Hütte nach dem Frühstück auf und putzen alle Räume gründlich durch. Dann wird final der Schlüssel umgedreht und wir steigen wieder ins Tal ab.

Es war eine tolle Zeit hier auf der Tulferberghütte, gerne kommen wir wieder einmal hier her, Auch wenn das Wetter nicht ganz so mitgespielt hat, hatten wir feine Stunden und freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt „Familienwochenende“…