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210604 Säuling (2.048m)

Der zweite Tag auf der Hütte schaut vom Wetter gar nicht so schlecht aus, also beschließen wir, auf das Säulinghaus aufzusteigen.

Der erste Teil des Weges ist ident mit dem gestrigen Aufstieg, wir müssen wieder zum Steig queren.

Obwohl das Wetter ein wenig stabiler ist als gestern, ist dennoch ist ein wachsames Auge gefordert, es könnte jederzeit umschlagen.

Meter um Meter steigen wir höher, bald queren wir das letzte Mal die Forststraße, nun ist es nicht mehr weit bis zum Säulinghaus.

Das Haus lassen wir vorerst links liegen, und steigen weiter zum Start des anspruchsvolleren Teils der Tour. Zuvor sehen wir allerdings, keine 100m von der Hütte entfernt ein Rudel Steinböcke, fast zum Angreifen nahe… 10 Stück liegen gemütlich in der Sonne und lassen sich nicht stören.

Der Aufstieg über den Steig ist brüchig und speckig, aber der Weg gut angelegt. Leider gibt es immer wieder Wanderer, die Abkürzungen nehmen und damit eine klare Linie zerstören. Daher hat man gerade hier am überlaufenen Säuling immer mehrere Alternativen…

Wir nehmen immer den Weg des geringsten Widerstandes. So steigen wir rasch höher. Heute sind wenige Leute am Weg, wohl auch wegen Wochentag und nicht-perfektem Wetter.

Letu hat Spaß am Steig, es ist ja nicht das erste Mal, dass er auf seinen Lieblingsberg steigt. Vor Kurzem hat er in der Schule ein Referat über den Berg gehalten, nun steigt er hinauf auf das Haupt des Säulings.

Am Sattel angelangt ist der schwierigere Teil überstanden, nun genießen wir erst den schönen Ausblick nach Deutschland, dann gehen wir weiter. Das Wetter schaut leider nicht mehr so gut aus.

Wir beeilen uns, den Gipfel noch zu erreichen. Wir sind nicht die einzigen, vor und hinter uns sind doch ein paar Wanderer mitgekommen.

Sogar einen Paragleiter vom Tegelberg können wir beobachten, einmal fliegt er recht knapp vorbei uns winkt Letu und mir herunter. Solange die Paragleiter in der Luft sind, kann es mit dem Wetter nicht so schlimm sein, denke ich mir…

Die letzten Meter werden nochmals steil, Letu darf heute führen. Bis auf ein paar Hinweise sucht er selbstständig einen feinen Weg, der uns sicher zum Gipfel bringt.

Die letzten paar Meter flach zum Kreuz sind immer spektakulär, denn es eröffnet sich der Blick auf den Talkessel und den Eingang ins Lechtal.

Endlich geschafft, ein tolles Gefühlt, auf dem Hausberg zu stehen. Ein Rundumblick offenbart uns die Pracht der Allgäuer-, Ammergauer- und Lechtaler Alpen. Überall liegt noch viel Schnee…

Wir genießen eine feine Brotzeit, die gehört einfach zum Gipfelglück, wie der i-Punkt auf das i. Dann schauen wir uns nochmals um und beschließen, abzusteigen. Das Wetter wird einfach nicht besser.

Runter gehen wir den selben Weg, rasch erreichen wir wieder den Sattel.

Ein Blick vom Sattel ins Tal, und davor sehen wir das Säulinghaus. Dort kehren wir heute noch ein…

Der steile Abstieg ist rasch geschafft, den Steinböcken sagen wir ade, dann gönnen wir uns einen Apfelstrudel im Schutzhaus… natürlich haben wir einen Corona-Test dabei uns müssen uns registrieren, das ist die „Neue Normalität“.

Ein Blick hinauf zum Gipfel zeigt uns, dass das Wetter umgeschlagen hat. Während es bei uns noch relativ warm war, ist es oben am Gipfel sicher nicht mehr so gemütlich.

Wir brauchen für den weiteren Abstieg zeitweise die Regenjacke, denn es hat zum Tröpfeln begonnen. Dennoch beschließen wir, über das Pflacher Älpele abzusteigen. Vielleicht ist unser Hüttennachbar Klaus da…

Über Vils hängen die Gewitterwolken und auch so mancher Donnergroll tönt herüber. Es wird Zeit, dass wir zurück zur Hütte kommen.

Beim Pflacher Älpele ist leider niemand anwesend, scheinbar wollte auch Klaus bei diesem Wetter nicht rauf in die Höhe. Wieder bewundere ich den schönen Platz, den diese ehemalige Alm hat.

Schnellen Schrittes erledigen wir die Strecke zur Hütte, der letzte Teil des Rückweges führt uns über die Forststraße. Ein toller Ausflug, der sich trotz instabilem Wetter gelohnt hat.
Bei der Hütte wird wieder gegrillt, das haben wir uns heute wieder verdient!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:52 h
Gesamtlänge: 11,57 km
Höhenmeter: 1.056 m

210603 Bitterlehütte und Umgebung

Bei einem verlängerten Wochenende bietet sich für uns immer ein Aufenthalt bei der Hütte an. Da der Rest der Familie anderweitig verplant ist, machen sich heute Letu und ich auf, dort ein paar Tage zu verbringen.

Rund um die Hütte gibt es immer was zu tun, das hier zu beschreiben wäre allerdings öde. Doch auch Wanderungen stehen auf dem Programm…

Am Nachmittag des ersten Tages spazieren wir erst auf der Forststraße, an uralten Fichten vorbei, bis zum Einstieg in den Säulingsteig.

Um die Monotonie des Forstweges aufzubessern, lässt sich Letu so einiges Einfallen. Eine der besten Ideen ist der Sonnenhut!

Obwohl nicht mehr viel gemäht wird am Säuling, sind überall noch schöne Städel, zum Teil gut hergerichtet, zu sehen.

Das Wetter ist, wie der Wetterbericht schon vorhergesagt hat labil, während unseres Aufstiegs können wir dem beeindruckenden Aufbau von Gewitterwolken zusehen.

Am Steig angelangt, wandern wir nun talwärts, denn hier gibt es einen für mich unentdeckten Geocache.

Obwohl das Ausserfern klimatisch gegenüber dem Inntal definitiv kühler ist, ist der Frühling doch auch hier am Kommen…

Erste Enziane kündigen die nahende warme Jahreszeit an…

Als wir das „Buchenwäldele“ erreichen, wird mir klar, wie lange ich diesen Steig nicht mehr gegangen bin. Früher war das mein Standardaufstieg auf den Säuling, die letzten Jahre habe ich den Aufstieg immer bei der Hütte begonnen…

Bald erreichen wir wieder die Forststraße, die uns nun von „unten“ wieder zur Hütte führt.

Letu findet ein paar Kletterfelsen am Wegesrand, doch als dann eine Schuppe ausbricht, ist es vorbei mit der Kraxlerei… zum Glück ist er mit dem Schrecken davon gekommen…

Kurz vor der Hütte sehen wir noch den Säulinggipfel in voller Pracht, der uns auf einen Besuch einlädt…

Es ist noch warm, aber nicht mehr so gewitterträchtig. Während Letu an der Hütte bastelt, richte ich uns das Abendessen am Grill her! Das passt als Abschluss des feinen Tages perfekt.

Ein gemütlicher Kartler schließt dann unseren feinen Tag ab…

210515 Hütte und Säulinghaus (1.720m)

Ein verlängertes Wochenende ist prädestiniert, um ein paar Kleinigkeiten auf der Hütte herzurichten. Die Entscheidung ist daher schnell gefällt und wir begeben uns auf zu unserem Bergdomizil.

Die Wiese ist hat gerade das Winterkleid abgeschüttelt und ist noch dementsprechend kurz, das wird sich wohl in den nächsten Wochen rasch ändern. Am „Alten Baum“ haben wir eine Feuerstelle eingerichtet,

Während wir uns am Feuer gemütlich unterhalten, habe ich ein paar Würstel auf den Grill gelegt… das duftet gut.

Der Abend ist gemütlich, wie es halt auf einer Hütte so ist und die Nachtruhe erholsam, da man fast keine störenden Geräusche hört.

Am Morgen haben wir mit Papa ausgemacht, auf das Säulinghaus zu wandern. Sara bleibt in der Hütte, während Letu und ich mitgehen. Von der Hütte starten wir ein Stück über den Forstweg, dann erreichen wir den Steig.

Im oberen Teil des Weges liegt noch Schnee, deshalb begraben wir unser Vorhaben, auf den Gipfel zu gehen gleich wieder. Dafür haben wir nicht die richtigen Schuhe an.

Kurz vor der Hütte zweigt ein unscheinbarer, steiler Pfad in den Wald ab…

… diesem folgen wir, steil und nicht immer ganz ohne, höher und höher.

Zu meiner Überraschung stehen wir plötzlich direkt vor dem Säulinghaus. Obwohl ich schon so viele Male hier war, diesen Weg kannte ich noch nicht.

Das Refugium hat noch nicht geöffnet, der Hüttenwirt ist zwar mit Helfern am Werk, aber außer einer nicht sehr positiven Einschätzung zu den Corona-Maßnahmen erhalten wir nichts… schade!

Wir sitzen eine Weile auf der Terrasse, dann wandern wir wieder retour zu unserer Hütte.

Der Steig führt gut ausgebaut, aber steil hinab ins Tal. Stellenweise müssen wegen Vereisung aufpassen, die Sonne scheint hier doch noch nicht überall hin.

Am Forstweg angelangt, beschließen wir spontan, den Weg über das Pflacher Älpele zu nehmen. Ein Blick zurück bringt den Pilgerschrofen und die Zwölf Apostel ins Blickfeld… vielleicht schaffe ich diese zwei Ziele heuer…

Der Blick auf den Talkessel ist wunderbar, besonders die Tannheimer Berge stechen hier prominent ins Auge. Die alles überragende Gehrenspitze ist allerdings nicht die höchste Ergebung, wie man hier vermuten würde…

Rasch erreichen wir das Älpele, das seit zwei Jahren einen engagierten neuen Pächter gefunden hat. Klaus ist zufällig gerade anwesend, das bedeutet für uns eine kurze Einkehr mit einem Schnapserl, dazu gibt es ein paar Anekdoten über die Hüttenrenovierung. Einfach super…

Vom Älpele wandern wir zurück zum Forstweg und über diesen wieder zurück zu unserer Hütte. Eine kurze, tolle Wanderung, der uns viel Freude gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 7,99 km
Höhenmeter: 677 m

Nachtrag:
Während Papa im Anschluss an die Tour wieder ins Tal absteigt, bleiben wir noch eine Nacht auf der Hütte, frühstücken ausgiebig, und dann wird aufgeräumt… damit wir das nächste Mal wieder eine schöne Bleibe vorfinden!

210313 Bitterlehütte

Die ersten lauen Tage dieses Jahres locken uns auf die Hütte. Wir müssen mal Stand machen und schauen, was heuer alles zu tun ist… schlussendlich kommt allerdings alles wieder einmal ganz anders.

Mama ist als Hausherrin mitgekommen, die Sonne scheint noch auf die Terrasse, daher setzen wir uns gemütlich mit einem Kaffee raus.

Letu, wie immer ruhelos, hat den Drachen mitgenommen und versucht sein Glück als „Mini-Paragleiter“. Er hüpft immer wieder hoch in die Luft, ob das allerdings am Auftrieb des Schirms liegt, wage ich zu bezweifeln.

Papa ist mittlerweile auch noch zu uns gestoßen. Allerdings ist es nicht mehr ganz so angenehm, die Sonne ist hinter einen leichten Wolkenschleier verschwunden, die ersten Anzeichen des Wetterwechsels.

Sara macht ein kleines Lagerfeuer und setzt sich mit einem Buch in die Wiese. Mama und Papa verlassen uns nun, wir bleiben heute Nacht „heroben“. Letu und ich beschließen spontan, Mama ins Tal zu begleiten, während Papa mit dem Mountainbike abdampft.

Der Abstieg ist schnell erledigt, bald erreichen wir die weitläufige Säulingwiese. Beim Abzweiger ins „Benkat“ drehen Letu und ich um, wir müssen wieder rauf die Hütte.

Beim Aufstieg zeigt ein Blick über die Schulter die ersten Schneeschauer auf der anderen Talseite, über Gehrenspitze, Bärenfalle und Schlick.

Wir erreichen die Hütte, das Lagerfeuer ist mittlerweile aus und Sara hat sich in die Hütte zurückgezogen.

Wir spielen Karten und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, dann gibts Abendessen.

Spät schlafen wir ein, es ist kühl geworden. Im Ofen glühen die Kohlen, die braucht es heute…

In der Früh hat sich die Landschaft verändert, es ist über Nacht weiß geworden. Der Ofen ist kalt, aber nach kurzer Zeit knistert wieder ein schönes Feuer.

Als es halbwegs warm ist, kommen auch die Kleinen aus den Federn gekrochen und wir frühstücken gemeinsam.

Dann wird die Hütte noch aufgeräumt und unser Zeug gepackt. Immer wiederholende Routine, die gehört halt zum Aufenthalt dazu.

Der Schnee ist gut zu laufen, und wir müssen nicht weit gehen, denn wir sind gestern mit dem Auto hochgefahren. Die Abfahrt erfolgt unspektakulär und ohne Zwischenfälle.

Einen Einkehrschwung bei Mama rundet das gemütliche Wochenende auf der Hütte ab. Bis bald…

201023 Bitterlehütte

Wieder einmal verschlägt es Letu und mich auf die Hütte. Es sind noch ein paar Erledigungen vor dem Winter zu machen.

Der Herbst hat auch diese Höhenlage erreicht und den Wald in schönest Herbstgold getüncht.

Beim Öffnen der Hütte, bzw. der Veranda entdecken wir ein paar Fledermäuse. Sieben Stück sind es, die wir von der Veranda „pflücken“. Anschließend legen wir diese in einen Trog, mit einem Tuch zugedeckt… denn immerhin ist es noch richtig hell! Später, in der Dämmerung werden unsere temporären Haustiere flügge und verlassen uns…

Es ist auch sehr kühl geworden, daher müssen wir einheizen. Letu holt sich seine kleine Hacke aus der „Waffenkammer“ und richtet gleich mal Brennholz her. Der Hackstock ist zwar noch nicht installiert, aber dafür gibt es noch unseren Übergangs-Hackstock.

Schon bald knistert ein feines Feuer im Herd, der Hüttenraum wird schön langsam warm und es wird gemütlich. In der Zwischenzeit ist Clemens, ein Freund von mir, auf einen kurzen Besuch eingetroffen, wir genießen die letzten Sonnenstrahlen auf der Veranda.

Am Abend, Clemens ist wieder ins Tal gefahren, pflegt Letu noch das zweite Feuer im Feuerstein, dann packen wir die Spielkarten aus und lassen den Tag mit ein paar Runden „Räuberjolly“ ausklingen. Es ist ein richtig gemütlicher Abend ohne Fernseh oder Handy. Das ist eine tolle Abwechslung.

200815 Urlaub in Pflach

Heuer gibts einen längeren Sommerurlaubs-Aufenthalt bei der „Oma“ in Pflach. Alle Enkelkinder sind da, und so manch Erwachsener… das bedeutet auch, dass da immer voller Haus ist. Zu Tun gibt es in Pflach zu Glück recht viel. Das Wetter ist super, daher sind wir oft an der Arch, oder auch am Urisee. Schwimmen und Springen macht halt allen Kindern Spaß.

Letu übt seine Springerei… an der gleichen Stelle bin ich vor 30 Jahren auch vom „Geländer“ gesprungen… Kindheitserinnerungen kommen auf…

Am Abend gibts dann gemeinsames Essen, manchmal wird auch gegrillt und im Garten gegessen… da glüht der „Weber“, denn es sind viele Mäuler zu stopfen. Zumindest kann ich ja dieses verraten: Nachdem der letzte Aufgestanden ist, gibt es keinen Hunger mehr und auf dem Grill liegen immer noch ein paar Stücke besten Fleisches… die gibt dann halt am nächsten Tag.

Wenn uns ganz langweilig wird (also fast nie), spazieren wir eine Runde durch den Ort, hinunter zum Lech, der hier auch durch das Ortsgebiet fließt. Da läßt es sich gut „Steine schmeissen“…

Und eines der Highlights, neben der Hütte und Canyoning ist das alljährliche Klettern mit Opa. Heuer sind wir 5 Kinder und 2 Erwachsene, da ist was los und das Kommando muss straff sein, sonst funktioniert das nicht. Trotz der vielen Kinder schaffen wir es doch, jeden immer wieder Klettern zu lassen… und das so weit wie möglich gerecht. Ein Heidenspass und auch ein wenig anstrengend.

So vergehen die Tage in Pflach wie im Fluge, 1,5 Wochen vergehen wir nichts… dennoch habe ich das Gefühl, dass neben dem Spaß auch viel Nützliches, besonders auf der Hütte weitergegangen ist. So passt mir ein Urlaub… immer was los, trotzdem Kopf frei!

200812 Canyoning Wiesbach und Stuibenfälle

Teil I – Wiesbachl

Einmal im Jahr gehe ich gerne mit den Kindern eine Runde Canyoning. Heuer trifft es den 12. August… das Wetter ist herrlich und fast schon ein wenig schwül. Doch das macht nichts, wir gehen ja ins „Wasser“…

Da ich ein „IL“-Kennzeichen habe und daher nicht gerne in die Fahrverbote in Reutte fahre, parken wir direkt hinter der Lechbrücke nach Vorderhornbach. Von hier ist der Weg bis zum Einstieg gleich lang wie vom „normalen“ Parkplatz, nur der Rückweg ist ein wenig länger.

Der Aufstieg ist wegen der hohen Temperaturen anstrengend, aber dafür schnell erledigt, dann können sich die Kinder schon in das kühle Nass legen, während ich die Ausrüstung vorbereite.

Nach ein paar Worten zur Begehung der Schlucht machen wir uns auf ins Vergnügen. Der erste Teil beinhaltet ein wenig Gehstrecke, aber dann kommen die Hindernisse Schlag auf Fall. Der erste Wasserfall ist immer gut zu üben, denn dieser ist ein wenig rutschig und verlangt hohe Konzentration.

Dann kommt gleich eine lustige Rutsche, bevor wir das Highlight, die drei Rutschen und den „Dom“ erreichen. Hier sind wir auch überraschend schnell am Weg, dann stehen wir schon vor dem hohen Wasserfall.

Dieser wird von den Kindern souverän gemeistert, schon erreichen wir den Spaßteil… den Fächer (heutzutage Elefantenstrahl genannt) und die Waschmaschine. Zwei lustige Stellen, die besondere Abseiltechniken verlangen… nicht schwierig, aber lustig.

Damit haben wir dann schon fast das Ende der Tour erreiche, am Schluss gibt es noch eine schöne Rutsche und wir stehen an der normalen Ausstiegsstelle. Von hier müssen wir nochmals zum Auto laufen, das sind ca. 20 min. Fußmarsch, die jedoch sehr schnell überstanden sind.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:53 h
Gesamtlänge: 11,55 km
Höhenmeter: 1.034 m

TEIL II – Stuibenfälle (unterster Teil)

Nachdem wir das Wiesbachl so schnell erledigt haben, beschließen wir, noch „kurz“ in die Stuibenfälle zum Springen zu fahren. Wir begehen nur den unteren Teil, d.h. wir brauchen weder Helm noch Seil, sondern hüpfen einfach so, wie die gewöhnlichen Besucher, aber halt mit Neoprenanzug die letzten Wasserfälle hinunter.

Der Aufstieg ist recht kurz, aber nach dem Wiesbachl doch ein wenig knackig, dann stehen wir schon beim Geländersprung. Sara und Letu schauen sich die Stelle kurz an und meinen dann nur, klar, das geht.

Da wir bei weitem nicht die einzigen Besucher sind, die Stuibenfälle sind mittlerweile richtig überlaufen, haben wir ein paar Canyonauten vor und hinter uns, dazu noch gefühlte 100 Zuschauer auf den Seiten. Dennoch macht die Springerei einfach nur Spaß, sowas lassen wir uns nicht verderben.

Da wir nur den unteren Teil begehen, springen wir die ganze Runde gleich drei mal hintereinander, weil es eben so viel Spaß macht… 9m ist der höchste Sprung. Ich ziehe meinen Hut vor den Kindern. Toll gemacht, und uns allen hat es sehr viel Spaß gemacht.

200808 Bitterlehütte

Jedes Jahr geht es auf die Hütte, zum Mähen. Heuer habe ich mir extra ein wenig Urlaub eingeplant, damit wir ein paar Tage auf der Hütte bleiben können. Das haben sich die Kinder gewünscht…

Nachdem die Hütte hergerichtet ist, das Wasser läuft, starten wir auch schon mit dem Mähen. Das Wetter ist perfekt, jedoch ist es auf der Wiese dadurch sehr heiß, am Nachmittag müssen wir eine Pause einlegen… trotzdem läuft die Mahd gut.

In der Pause bekommen wir Besuch von einem Schmetterling, der sich als extrem anhänglich herausstellt. Wir bekommen das hübsche Tier fast nicht mehr los… 😁

Von der Veranda sehen wir schon den ersten Fortschritt… nach 3 Tagen ist die gesamte Wiese gemäht und noch dazu ein Baum gefällt…

… den brauchen wir für die Reparatur am Stadl, denn dort ist ein Balken gefault und muss ersetzt werden.

Nachdem die gesamte Wiese gemäht ist, findet Letu beim Aufräumen noch eine spaßige Beschäftigung, in die Mahd reinspringen… somit kann man auch die Zeit verbringen.

Nach drei Tagen haben wir einige Sachen auf der Hütte erledigt: gemäht, Heu verräumt, Wasserversorgung erneuert, und einen Balken als Ersatz für den Stadl hergerichtet… im Herbst sind wir nochmals oben! Wir freuen uns schon wieder…

200712 Canyoning Wiesbach und Stuibenfälle

Wiesbachl (Funtour)

Der heutige Sonntag steht im Zeichen des Canyonings. Bedingt durch die Coronakrise bin ich heuer noch kein einziges Mal in die „Schlucht“ gekommen… heute endlich kann ich wieder diese tolle Sportart durchführen

Lechtalzopf

Am Vormittag haben wir eine feine Runde fürs das Wiesbachl in Stanzach. Flott steigen wir zum Einstieg, nach einem Sicherheitsgespräch gehen wir auch schon in die Schlucht. Der Wasserstand ist heute gut, die Gruppe angenehm und so macht das Werken in diesem schönen Canyon richtig Spaß.

Erste Abseilstelle

Besonders die Stellen nach dem großen Wasserfall machen immer wieder Spaß. Sei es die Rutsche am Seil, der sogenannte Fächer oder die Waschmaschine. Hier kommt jeder auf seinen Geschmack und wird nochmals richtig gut „durchgewaschen“.

Rutsche

Beim Fächer muss eine Rutsche gemeistert werden, die immer Enger wird…

Wäscherei

… und bei der Waschmaschine ist der Name Programm. Heute ist der perfekte Wasserstand für diese kühle Freude.

Canyoning ist eine tolle Wassersportart

Stuibenfälle (Action Tour)

Am Nachmittag habe ich noch eine Tour mit 5 Personen in den Stuibenfällen. Hier ist alles ein wenig mehr actiongeladen…

Erster Abseiler

Beim ersten Abseiler passiert heute etwas, das die meisten Canyoningguides noch nicht oder auch niemals erleben müssen. Während dem ersten Abseiler, nachdem 2 Gäste schon abgeseilt sind, ertönt auf einmal der Staumaueralarm. Das ist das Zeichen, die Schlucht sofort zu verlassen Wir ziehen uns sofort auf sicheren Grund zurück und warten ab. Bald bekommen wir die Entwarnung und können weiter.

Sprung ins kühle Nass

Sind am Anfang zwei größere Abseilstellen zu meistern, kann das Seil dann für den Rest der Tour im Rucksack bleiben… dann ist nur mehr Springen angesagt. Und das macht Spaß. Der Höchste Sprung liegt bei ca. 10 m… und immer springen wir in wunderbar tiefe „Gumpen“.

Geländersprung…

Auch diese Tour, obwohl von sehr vielen Menschen frequentiert, macht immer wieder Spaß.

… und ein wenig Spaß!

Ein toller, aber auch anstrengender Tag geht viel zu schnell vorüber, nachdem die Ausrüstung bei der Bootshütte verstaut ist, geht es wieder in nach Innsbruck… hoffentlich bin ich bald wieder in der Schlucht.

191012 Waltenhofen am Forgensee

Gefühlsmäßig hat sich der Herbst dieses Jahre länger Zeit gelassen, Einzug zu halten… aber nun, plötzlich, färbt sich die Natur in den wundersamsten Farben, die Sonne scheint warm vom Firmament und es ist einfach wunderbar. Wir sind in Pflach, bei der Oma und überlegen uns, wie wir diesen Tag wohl am Besten würdigen können.

Schon länger haben wir besprochen, im Allgäu einen Spaziergang zu machen, die Wieskirche, Steingaden und die schönen Ortschaften am Lech locken… schlussendlich entschließen wir uns, bei Waltenhofen einen schönen Spaziergang am Forggensee zu machen.

Von Waltenhofen wandern wir gen Norden, am Ufer des wunderschön gelegenen Forggensees entlang. Dieser idyllische See ist ein Stausee, von 1951 bis 1954 nach langen Verhandlungen und Planungen gebaut wurde. Ortschaften mußten verlegt werden, 252 Menschen wurden umgesiedelt und in den Fluten versank so manches Gebäude, so auch die ehemalige bischöfliche Mühle und ein Teil der Via Claudia Augusta. Teilweise können diese Zeugnisse der Vergangenheit bei Niedrigwasser bewundert werden.

Am See entlang machen wir immer wieder Pausen, die Kinder tun „Steine flippen“, Sara stellt mit 7 Sprüngen einen neuen Rekord auf. Und für Oma ist natürlich auch was dabei, bei diversen Hochwassern ist so manche Wurzel am Seeufer angeschwemmt worden, diese gilt es zu bewundern… denn zum Mitnehmen ist heute leider kein Platz.

An einer Landzunge nördlich von Waltenhofen machen wir dann eine Pause, genießen die wärmende Sonne, während die Junioren sich mutig in die Fluten stürzen. Es bleibt aber nur beim Versuch, das kühle Nass macht heute seinem Namen alle Ehre!

Nach der Pause und einer feinen Jause spazieren wir wieder zurück nach Waltenhofen. Dort wollen wir uns noch unbedingt die Pfarrkirche „St. Maria und Florian“ anschauen. Diese Kirche geht auf eine Gründung durch den Priester Tasso, begleitet vom „Ällgäuheiligen“ Magnus im Jahre 742 zurück.

Der heute sichtbare stattliche Bau geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Der Innenraum ist geprägt von der Barockisierung im 18. Jahrhundert.

In der Kirche genießen wir die Ruhe und danken wieder für einen schönen Tag, den wir genießen durften.