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260816-260821 Bayrerhütte

Wir, Biggi und ich sind ein paar Tage auf der Hütte. Das Wetter ist durchwachsen, aber doch immer wieder gut genug, um ein paar Aktivitäten durchzuführen.
Nebenbei wird in der Hütte gearbeitet, es gibt immer was zu tun. Heuer ist das erste Mal die Quelle versiegt, zum Glück hat es an den ersten Tagen dann geregnet und die Speicher wieder aufgefüllt. So gesehen war das Regenwetter zwischendurch sogar ein Segen.

Die von uns unternommenen Touren sind in den folgenden Links zu finden…

Es war wieder eine tolle Zeit auf der Hütte, ich freue mich auch schon wieder auf den nächsten Aufenthalt!

260818 Bike & Hike Säulinghaus (1.720m)

Eine Woche auf der Hütte, da muss auch mal eine Tour im Nahbereich der Hütte durchgeführt werden. Wir beschließen, da das Wetter und der Zeitrahmen bescheiden sind, das Säulinghaus zu besuchen.

Wir fahren mit den Rädern direkt von der Hütte am Forstweg los, ein steiles Stück am Anfang ist bald gemeistert, dann wird der Weg angenehm zu befahren.

Vorbei an der alten Materialseilbahn, die durch Nichtfunktion fast der Todesstoß des Säulinghauses bedeutete, steht in leicht angestaubtem Zustand neben der Straße. Ein Zugseil sucht man hier vergeblich…

Weiter hinauf gehts mit den Rädern, dann erreichen wir den kleinen Parkplatz des Hüttenwirts. Die Räder werden abgestellt, ab hier geht es nur mehr per Pedes weiter.

Durch den Wald auf angenehmem Weg sind wir nun direkt unter dem Rücken, der Brunstgrat genannt wird. Auf diesem Rücken würde ein Weg auf den kleinen Säuling führen, den ich gerne mal besteigen würde.

Schließlich erreichen wir das alterwürdige Gebäude mit dem schönen Blick auf den Talkessel von Reutte. Das Wetter, wenn auch nicht so sonnig wie in den letzten Tagen, hat zumindest gehalten, wir sind bis jetzt trocken durchgekommen.

Wir können uns eine Pause an der Hütte. Diese hat, das wussten wir schon, heute geschlossen.

Vor der Hütte stapeln sich die Paletten mit Getränken, die für den Hubschraubertransport hergerichtet sind. Seit die neuen Pächter auf der Hütte sind und die Materialseilbahn definitiv nicht mehr läuft, ist dies die einzige Möglichkeit des Transportes.

Über den Steig steigen wir nach der feinen Pause wieder zu den Rädern ab…

… und in flottem Tempo geht es retour bis zur Hütte.

Eine schnelle Runde, mit der Fahrradunterstützung eine gemütliche Bewegungstour bei nicht so gutem Wetter.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:01 h
Gesamtlänge: 9,99 km
Höhenmeter: △ 659 m / ▽ 633 m

260801 Bergtour Koflerjoch (1.861m)

Ich habe von gestern auf heute auf der Hütte übernachtet, am Morgen kommen Maggo und Papa mich abholen, wir wollen heute auf das Koflerjoch steigen. Wir sind früh am Weg, es soll heute heiß werden.

Die Hütte räume ich noch schnell auf und mache sie Wetterfest, denn wir kommen hier nicht mehr vorbei. Die gemähte Wiese ist eine Freude zum anschauen, langsam wächst das Gras aber schon wieder nach.

Von der Hütte wechseln wir auf den Forstweg, dem wir ca. 15min. folgen. Dann erreichen wir den Säulingsteig, der zur wieder neu bewirtschafteten Hütte führt.

Es hat gestern ein wenig geregnet, daher treffen wir auch gleich auf ein paar „Regenmändle“, Alpensalamander, die sich im regen- und taunassen Gras tummeln.

Wir passieren das Pflacher Älpele, die ehemalige Viehalm der Pflacher, dann bewegen wir uns über saftige Wiesen hinauf zum Grat des Koflerjochs.

Am Grat wächst wie jedes Jahr der Eisenhut in dichten Büchseln, ich kenne keinen anderen Platz, an dem so viel Eisenhug steht. Das tiefe Blau ist eine Augenweide.

Noch schaut das Wetter gut aus, keine Gewitterwolken am Himmel. Die Aussicht vom Grat zu den Tannheimer Bergen mit Gehren-, Köllenspitz, Gimpel und Schlicke ist grandios.

Der Säuling lacht hinter uns herüber, dort sehen wir schon einige Leute auf dem Gipfel stehen. Wir haben eindeutig die ruhigere Tour gewählt.

Bald kommt der Gipfel in Sicht. Zum Glück sind wir früh am Weg, die Latschenfelder wären in der Mittagshitze wohl kaum angenehm.

Am Gipfel machen wir eine kurze Pause, ein angenehmer Wind umweht uns. Wir genießen die Aussicht und bleiben dennoch nicht allzu lange sitzen. Ich genieße eine kleine Jause mit Banane und Apfel.

Der Gipfel steht genau an der Grenze, schaut man nach Süden, sieht man den Reuttner Talkessel, im Norden sind die Almwiesen der Kofelalpe zu sehen. Das Klingeln der Kuhglocken dringt bis zu uns herauf.

Obwohl es warm ist, kühl uns der stehtige Wind aus und wir beschließen, weiter zu gehen. Unser nächstes Ziel sind die Sattelköpfe.

Der Weg führt allerdings nicht direkt über die Köpfe, sondern linkerhand vorbei, die Gipfel sind aber bis oben bewaldet und lassen wohl kaum eine Aussicht zu.

Dann erreichen wir die Dürrenberger Alm, diese wird gerade geöffnet. Im Hintergrund sehen wir den schönen Thaneller, der den Talkessel von Reutte dominiert.

Trotz der frühen Stunde, wir sind schon über zwei Stunden am Weg, gönnen wir uns ein Bierchen. Obendrein bekommen wir noch einen Schnaps.

So gestärkt wandern wir weiter über die Falzkopfalpe. Dort sitzt der Verantwortliche mit bayrisch anmutendem Hemd vor der Hütte. Papa kann sich einen lustigen Kommentar nicht verkneifen.

Weiter unten treffen wir noch ein paar Pferde, die hier oben auf Sommerfrische sind und ein wahres Paradies haben!

Ab hier kreuzen wir immer wieder die Forststraße, und schließlich erreichen wir den Lettenbach und dann auch den Parkplatz.

Wir sind zufrieden mit unserer tollen Runde, Papa lädt uns noch auf eine Pizza im Nati ein, so runden wir die feine Wanderung ab.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:15 h
Gesamtlänge: 9,87 km
Höhenmeter: △ 844 m / ▽ 1.045 m

260710 – 260712 Mähwochenende

Jedes Jahr wieder steht ein besonderer Event für mich am Programm… das Mähen der Wiese auf der Hütte. Heuer ist das Gras schön hoch und wir sind viele Helfer. Brigitte, Letu und ich gehen schon am Freitag auf die Hütte, am Samstag und Sonntag kommen noch Mama und Papa zum Helfen hoch.

Letu ist heuer besonders fleißig, mähen mit der Sense, rechen, er ist heuer sehr motiviert. Das freut mich, denn viele Hände machen der Arbeit ein schnelles Ende.

Die Bremsen und Wespen sind heuer wieder mal richtig lästig, wir werden reihum immer wieder gestochen.

Fleissig arbeiten wir uns über das Feld, heuer schneiden wir wieder mal mehr an den Waldrand, die Verbuschung beginnt schleichend, aber unübersehbar. Da müssen wir wieder mal reinfahren!

Am Nachmittag, wann es zu heiß zum Arbeiten ist, entspannen wir entweder auf der Hütte oder fahren an einen der vielen feinen Seen, bevorzugt zum Urisee, weil der so nahe ist.

Am Sonntag Mittag haben wir alles geschafft, die Wiese ist wieder gemäht, es schaut hübsch aus. So kann sich die Wiese wieder entfalten, wir sehen uns dann spätestens nächstes Jahr wieder…

260621 Wanderung Säulinghaus (1.720m)

Heute beginnt unser Urlaub, wir fahren in die Normandie. Davor haben wir aber beschlossen, noch zwei Tage auf der Hütte zu verbringen, sozusagen als Einstimmung. Mittlerweile rollt eine Hitzewelle über Europa, aber im Ausserfern ist es noch aushaltbar. Gleich in der Früh starten wir direkt von der Hütte den Aufsteig zum Säulinghaus.

Zuerst müssen wir von der Hütte über den Forstweg zum Steig queren. Obwohl es ein langweilige Straße ist, ist es dennoch immer ein feiner Start zum Aufwärmen

Schließlich erreichen wir den Steig, der uns durchs Klemmtal in kühlere Höhen bringt.

Wir haben beschlossen, erst durch das Klemmtal hinauf zum Pflacher Älpele und dann über den Verbindungweg zu Säulinghaus zu gehen.

Bald schon erreichen wir den kleinen, aber schönen Boden beim Älpele. Die noble Jagdhütte fasziniert mich immer wieder, wobei ich noch nie Besucher gesehen habe.

Das Pflacher Älpele wird zwar nicht mehr für landwirtschaftliche Zwecke verwendet, aber dennoch ist die Alm vor ein paar Jahren gründlich renoviert worden und ist aktuell privat verpacktet.

Die Aussicht von diesem Platz über das Klemmtal ist eine meiner Lieblingsaussichten auf den Talkessel von Reutte…

Über den Verbindungsweg gehen wir nun in Richtung Säulingsteig.

Der Steig zweigt direkt von der Forststraße ab, dann wird es ein wenig steiler. Das Haupt des Säulings schaut mit seinen Südwänden mächtig und unnahbar aus.

Der Steig zieht angenehm durch alte Waldbestände und Kräuterwiesen…

… und mündet schließlich am wunderschönen Boden vor der Hütte…

Hier wächst und gedeiht gefühlt alles, was man sich in diesen Lagen vorstellen kann…

… auch Gelben Enzian sehen wir!

Das Säulinghaus, viele Jahre von den Naturfreunden betreut, hat seit heuer neue Besitzer. Nachdem die Zukunft ungewiss war, haben sich zwei Locals um die Hütte bemüht. Das wollen wir heute gleich mal testen… die Karte ist klein, aber fein und die Wirtsleute total freundlich.

So genießen wir eine feine Pause, lassen die Seele baumeln und freuen uns am schönen Leben!

Beim Abstieg schauen wir immer wieder, was es zu entdecken gibt, sogar einen Schillerfalter entdecken wir auf unserem Weg.
Bald schon erreichen wir wieder die Hüttenwiese, wir nehmen einen Weg querfeldein, und erreichen kurz darauf die gemütliche Hütte…

Eine feine Wanderung mit gemütlicher Einkehr ist wieder zu Ende, aber bestimmt kommen wir bald wieder hier her!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:16 h
Gesamtlänge: 8,25 km
Höhenmeter: △ 646 m / ▽ 634 m

260519/20 Canyoning Stuibenfälle

Tag 1 – 19.05.2026

Jedes Jahr im Frühjahr kommt eine Gruppe Schüler aus Luxenburg zu uns, um als Schulaktivität unter anderem eine Canyoningtour durchzuführen. Dankenswerterweise holt mich Clemens hier immer wieder an Bord, damit ich hier mitgehen kann.

Die Tour führt uns in die Stuibenfälle, hier können sich die Schüler austoben. Wir starten mit einer Badeeinlage, um die Anzüge „tourenfit“ zu bekommen, dann starten wir gleich mit einem Sprung in die Schlucht.

Der Start ist immer ein ca. 4m hoher Sprung ins kühle Nass…

Zwei große Abseiler und viele Sprünge stehen auf dem Programm. Das Wetter ist warm, aber nicht heiß, das Wasser besonders im Oberlauf kalt wie immer.

Am großen Abseiler müssen die Leute ein wenig warten, die Gruppe ist heuer aber um ein Stück kleiner, das macht das durchgehen durch die Schlucht recht angenehm.

Bald haben wir die beiden Abseiler hinter uns, dann geht´s nur noch ums Springen.

Nicht jeder will springen, aber im Großen und Ganzen sind alle mutig genug, sich von den Klippen zu stürzen.

Bald schon macht sich die Wassertemperatur bemerkbar, so manch einer ist gut durchgefroren.

Wir sind allerdings schon fast am Schluss der Tour, erst kommt die „Arschbombe“, dann der „Geländersprung“, das Highlight der Tour.

Wiederum bin ich überrascht, fast jeder will den hohen Spung machen. Technisch nicht schwierig, aber hohe und ausgesetzt… alle sind begeistert!

Die letzten kleinen Plungen und Sprünge schaffen dann noch alle, schließlich erreichen wir wohlbehalten wieder das Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:58 h
Gesamtlänge: 5,69 km
Höhenmeter: △ 150 m / ▽ 150 m

Tag 2 – 20.05.2026

Heute ist der zweite Teil der Gruppe an der Reihe, Abendgespräche haben die neuen Aspiranten schon auf die tolle Tour vorbereitet.

Wieder starten wir mit den zwei Abseilern, rasch wird ein Schüler nach dem Anderen über den Absatz abgelassen.

Unten warten ein kleiner Sprung ins kühle Nass, Abkühlung wieder garantiert.

Am großen Abseiler ist das Überraschungsmoment wieder groß, es geht doch über 30m in die Tiefe.

Danach kommt eine kurze Schwimmstrecke, die allerdings in sehr kaltem Wasser trotz der Neoprenanzüge herausfordernd ist.

Wieder springen direkt im Anschluss fast alle über den hohen Sprung, dann ist Zeit zum Aufwärmen.

Bevor wir das Gehstück erreichen, müssen die Canyoning-Asprianten noch den „Jesuswalk“ absolvieren, eine Geschicklichkeitsübung, die lustig zum zuschauen ist.

Im unteren Teil stehen wieder „Arschbombe“, „Geländersprung“ und die letzte Schwimmstrecke auf dem Programm.

Dann erreichen wir den aller letzten Sprung in einen schönen Plungen, dann hat auch die zweite Gruppe das große Abenteuer geschafft.

Es waren wieder zwei sehr tolle Touren, die ich hier machen durfte. Alle haben ihr Bestes gegeben und im Nachhinein sind alle sehr stolz!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:44 h
Gesamtlänge: 5,42 km
Höhenmeter: ca. △ 150 m / ▽ 150 m

250827 Wanderung Plansee (976m)

Heute stehe eine eher gemütliche Wanderung um den Plansee auf dem Programm. Das Wetter ist zuerst nicht so schön, aber es soll noch besser werden.
Von der Hütte fahren wir erst zur Mama, denn sie ist heute mit von der Partie… dann fahren wir zum Seespitz am Plansee.

Mittlerweile mit neuer, moderner Brücke ausgestattet, so starten wir unsere Wanderung direkt am Camping Seespitz.

Es ist noch kühl, doch angenehm. Wir gehen an der Westseite des Sees, am Fuße des Tauerns entlang. Die Uferregion, die Spiegelungen im Wasser, das Spiel der Wolken in der spiegelglatten Oberfläche des Sees, es ist magisch hier!

Bald erreichen wir den Übergang zwischen Plan- und Heiterwanger See. Hier wechseln wir die Ufer, nun geht es südseitig immer auf der ruhigen Seite des Sees nach Osten. Ein Blick zurück steht der Tauern vor uns, den ich vor Zeiten mit Papa überschritten habe.

Es ist noch ruhig am Uferweg. Der erste Teil war noch auf einer neu gebauten Forststraße, nun gehen wir auf einem schönen Steig um den See.

Manchmal fährt das Schiff der Planseeschifffahrt vorbei, dann klatschen ein paar Wellen ans Ufer. Ansonsten ist es unglaublich ruhig und entspannt.

Mama und Biggi versuchen es an einem Bootssteg mit „Bootsstoppen“, aber ohne Erfolg. Niemand kommt vorbei.

Also wandern wir weiter, hier am wilden Südufer sind die Hänge des Lichtbrennjochs ständig in Bewegung, viel Schutt wird hier abgelagert. Die Vegetation hat sich an dieses raue Klima gewöhnt. Ahorn, Wacholder und viel Staudenwerk versuchen hier ihr Glück mit der Ansiedelung.

Die Reste der letzten Bergstürze sind noch gut sichtbar und müssen immer wieder überquert werden. Hier zeigt sich die Natur von ihrer harten, zerstörerischen, aber eben auch kreativen und erneuernden Seite.

Und dann entdecken wir eine kleine Sensation. Schon ein paar Mal sind wir heute an rötlichen Moospolster vorbei gelaufen, jetzt entdecken wir einen kleinen Sonnentau, dann noch einen, und plötzlich ganze Haufen dieser fleischfressenden Pflanze.

Es ist wärmer geworden, nun kommen schon mehr Leute, um hier am Plansee zu entspannen, zu schwimmen oder auch mit dem Kajak zu fahren.

Und wir erreichen bald schon den letzten Teil unseres Ausflugs. Wir passieren noch die Fürchterlichhütte, ein Kleinod am See (Privathütte), dann sind wir am östlichsten Punkt angelangt.

Hier haben wir nochmals einen schönen Ausblick auf den Tauern, an dessen Fuß wir die Wanderung gestartet hatten.

Auch der Säuling, den wir vorgestern bestiegen hatten, liegt im Zwickel vor uns.

Am zweiten Campingplatz vorbei erreichen wir einen Kiosk, dort gönnen wir uns einen Kaffee und eine kurze Pause. Dann beschließen wir, mit dem Schiff die Rückfahrt zum Seespitz zu absolvieren.

Wir haben Glück, ich habe mit mit dem Zeitplan vertan, aber da wir ein paar Minuten zu früh sind, schaffen wir dennoch das Boot. Am Deck finden wir einen Sitzplatz mit Aussicht.

Und so tuckern wir mit der „MS Wilhelm“ gemütlich über den See, in kurzer Zeit erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Der Kapitän, ein junger Mann, hat sichtlich Spaß und keine Hektik bei der Arbeit. Und er strahlt Gemütlichkeit aus.

Das Auto steht direkt an der Anlegestelle, wir fahren wieder retour. Zuerst zu Mama nach Hause, dann weiter auf die Hütte. Es ist noch früh am Tag, daher haben wir noch genügend Zeit, die Sonne und die Gemütlichkeit der Veranda zu genießen.

Am Abend haben wir´s noch gemütlich, gutes Essen und feine Gespräche runden den tollen Tag ab!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Gesamtlänge: 9,87 km
Höhenmeter: ∆ 107 m / ∇ 106 m

2508025 Bergtour Säuling (2.048m)

Biggi und ich sind am Sonntag auf die Hütte gefahren. Das Wetter hat sich über das Wochenende beruhigt, daher beschließen wir, direkt den Hausberg, den Säuling zu besteigen. Von der Hütte aus sparen wir uns ca. 150 Höhenmeter…

… dafür müssen wir den ersten Teil über die Forststraße aufsteigen. Doch nach dem unspektakulären Start erreichen wir bald den Steig.

Die gabelt sich der Weg nochmals, gerade aus erreicht man das Pfacher Älpele, Koflerjoch und die Sieben Täler, wir zweigen nach Links in Richtung Säulinghaus.

Zuerst noch ein wenig im Wald, wird die Vegetation immer lichter und wir bekommen einen Blick auf unser Tagesziel.

Am aktuell geschlossenen Säulinghaus machen wir eine Trinkpause und verstecken eine Flasche Bier, die wir extra für den Schluss mitgenommen haben.
Die Wirtschaft wurde nach vielen Jahren geschlossen, da bestimmte Investitionen in das Haus nicht mehr getätigt wurden. Nun schaut das geschichtsträchtige Haus einer unsicheren Zukunft entgegen…

Anstatt wir üblich auf den Gipfel zu gehen, haben wir beschlossen, zuerst die Umrundung des Säulingsockels anzugehen. Dafür zweigen wir direkt beim Winterraum in westliche Richtung ab.

Über große Schotterreisen und vorbei an kompakten Felswänden wandern wir fast eben in Richtung Pilgerschorfen. Über uns thronen die 12 Apostel, so ist der zackige Grat zwischen Pilgerschrofen und Säuling genannt.

Es ist angenehm warm, nicht zu heiß. Es liegen schon einige Cirren in der Luft, der nächste Wetterumschwung kündigt sich an.

Auf den Schotterreisen haben wir Glück, Steinböcke haben sich zu einem Stelldichein versammelt. Sie ignorieren uns gekonnt, man könnte fast meinen, wir Wanderer sind ihnen egal.

Im Westteil des Säulings war vor einigen Jahren ein großer Kahlschlag des Bergwaldes, nun hat man eine tolle Aussicht auf den Talkessel und den Eingang zum Lechtal.

Im Nordwesten liegt Vils, Pfronten und die Allgäuer Seen im Voralpengebiet. Immer wieder staune ich, wie abrupt der Wechsel vom Berg- zum Flachland hier am Säuling von Statten geht.

Am Wegesrand gibt es viel zu bestaunen, wie zum Beispiel den grün-metallischen Käfer, der regelmäßige Löcher in ein Pestwurzblatt stanzt. Nun wandern wir flach und teils abwärts auf Deutschem Staatsgrund.

Mit der Wilzsulzhütte erreichen wir den niedrigsten Punkt am Sockel des Säulings. Die Hütte wird gerade renoviert, das ist wohl dringend notwendig geworden.

Nun geht es wieder bergauf, durch uralten Waldbestand, hier darf der Wald noch Wald sind, ohne großen Eingriff durch den Menschen.

Wechseln wandern wir durch den Wald, dann wieder über kleine Lichtungen, die den Blick ins wunderschöne Allgäu eröffnen.

Schließlich erreichen wir wieder eine Abzweigung, jetzt geht es über steile Pfade endlich hinauf zum Gipfel. Den Start macht eine Eisenleiter, der Weg anschließend ist relativ einfach.

Steil führt der Steig ziemlich gerade durch die Nordwand, es ist teils schattig und angenehm zu gehen. Die Temperaturen sind mittlerweile wieder recht hoch, da ist Schatten höchst willkommen.

Die Aussicht auf das Alpenvorland, Tegelberg und Schloss Neuschwanstein ist wunderbar.

Rasch haben wir die Wand durchstiegen, der Wegweiser am Anfang hat uns beide ob der Länge ein wenig verunsichert… zum Glück war das wohl eine falsche Angabe.

Über die Gamswiese geht es nun weiter über breite Wege hinauf zum Gipfel.

Das letzte Stück ist nochmals ein wenig felsiger, schließlich erreichen wir den Gipfel des Säulings (2.048m). Das neue Gipfelkreuz, von meinem Cousin gezeichnet, strahlt uns schon entgegen. Ein würdiger Ersatz für das ehemalige Holzkreuz.

In den Osten geblickt sehen wir den massiven Bergstock des Wettersteins mit der dominierenden Zugspitze, vor uns liegt das Koflerjoch, dahinter die Soldatenköpfe und ein Teil des Plansees, bei der „Forelle“. Morgen wollen wir dort stehen…

Während im Südwesten noch die Allgäuer und Lechtaler Berge sind, öffnet ich das Land im Nordwesten und wird „Brettl-eben“.

Das neue Gipfelkreuz, wie schon oben beschrieben, finde ich sehr gelungen.

Nach einer feinen Pause am Gipfel machen wir uns an den Rückweg, dieses Mal geht es über die österreichische, bzw. Südseite hinab zu Säulinghaus.

Das Grenzschild bei der Gamswiese steht noch, der Unterstand der Zöller ist nur mehr schwer erkennbar.

Ein paar Stellen sind seilversichert, generell ist die Südseite häufiger begangen und auch speckiger. Dennoch ist der Weg gut zu begehen und rasch erreichen wir wieder den schönen Boden vor dem Säulinghaus.

Nun holen wir unser Bier aus einer Felsnische, es ist jetzt richtig kühl. Damit setzen wir uns zum Säulinghaus und genießen die feine Sonne und den Durstlöscher!

Der weitere Weg ist nur ident mit dem Aufstieg, erst über den Steig, dann die letzten Meter über den Forstweg. Schließlich erreichen wir wieder unsere Hütte.

Wir setzen uns noch auf die Terrasse, die Sonne schein noch ein wenig her. Dann bereiten wir das Essen her, es gibt heute Pfifferlinge mit Spiralnudeln. Dazu einen guten Salat, ein herrliches Menü.

Nach einem gemütlichen Abend, einem Kartenspiel und Gesprächen krabbeln wir müde ins Bett, es war ein langer, aber feiner Tag!

Tourendaten
Gesamtdauer: 7:09 h
Gesamtlänge: 13,69 km
Höhenmeter: △ 1. 331 m / ▽ 1.311 m

250706 Bitterlehütte

Am letzten Wochenende haben Biggi und ich schon mal begonnen, die Wiese auf der Hütte zu mähen, dieses Wochenende geht es weiter.
Ich steige vom Bahnhof heute über die Quellfassung zur Hütte hoch, im letzten Teil auch weglos und steil. Aber dafür bin ich in „Null-Komma-Nix“ oben auf der Hütte. Am Abend starte ich noch mit dem mähen, dann muss ich noch ein wenig Nachbarschaftspflege betreiben

Am nächsten Morgen kommt Mama rauf zur Hütte und wir arbeiten gemeinsam. Später kommt Letu auch noch, er ist mit dem Zug von Innsbruck gekommen. Nun geht was weiter… zu Mittag hat Mama einen Leberkäs besorgt, da kommen Erinnerungen auf… am Nachmittag mähen wir weiter, bald haben wir den Verbindungsteil zwischen Straße und Hütte erledigt.
Später am Nachmittag kommt die Familie Bitterle vorbei, ein großes Hallo. Wir essen gemeinsam Kuchen und genießen eine Tasse Kaffee

Wir räumen gemeinsam noch zusammen, dann machen wir es uns auf der Hütte gemütlich. Mama kocht und Spaghetti mit einer sehr guten Sauce (vom Weltladen), dann fährt sie runter ins Tal. Letu und ich bleiben auf der Hütte. Mit einem Kartenspiel und ein wenig lesen verbringen wir einen gemütlichen Abend.

In der Nacht beginnt es zu regnen, das durchkreuzt unsere Pläne, weiterzuarbeiten. Geahnt haben wir es schon… daher bleiben wir länger liegen, dann räumen wir die Hütte auf und spazieren ins Tal. Mama holt uns am Baumplatz ab, dann fahren wir zuerst zum Hüttenbichl.
Es gibt ein gutes Mittagessen, um 13:00 Uhr nehmen wir den Zug nach Innsbruck. Es war ein feines Wochenende auf der Hütte, das Wetter hat meistens gut mitgespielt! Ich freue mich schon wieder auf das nächste Mal…

250628 Bitterlehütte

Es ist, wie jedes Jahr, wieder Zeit, die Wiese auf der Hütte zu pflegen. Dies ist das erste Wochenende, am folgenden Wochenende sind wir nochmals beim Arbeiten.
Biggi begleitet mich dieses Mal, wir fahren am Freitag mit dem Auto, ohne Stau nach Pflach. Den kurzen Aufstieg auf die Hütte haben wir rasch erledigt, dann richten wir uns wohnlich ein.

Das Gras steht schon hoch, am Samstag fangen wir in der Früh an mit dem Mähen. Biggi ist eine große Hilfe, Mama kommt später auch noch dazu und hilft fleissig mit.

Das Mähen geht gut von der Hand, allerdings ist es schon am Vormittag sehr heiß und mühselig zu arbeiten. Sehr wenige Schnecken, weniger Bremsen als üblich, denen ist wohl auch zu heiß.

Biggi genießt die Zeit auf der Hütte, es ist das erste Mal dass sie die Wiese in voller Blütenpracht sieht. Es ist wunderschön. Am Nachmittag fahren wir noch an den Urisee und kühlen uns ab. Bis auf das Geschnatter einer größeren Damengruppe auch ein sehr entspannendes Erlebnis.

Am Abend, wir genießen die kühlere Abendluft, sitzen wir noch auf der Veranda und schauen den Glühwürmchen zu und genießen den unglaublichen Sternenhimmel. Rasch ist der Entschluss gefasst, auf der Veranda zu übernachten.

Am Sonntag fahren wir wieder zurück nach Innsbruck, es war eine feine, heiße, anstrengende, aber befriedigende Zeit auf der Hütte, mit der Ruhe, die dieser Platz ausstrahlt. Ich freue mich schon auf das nächste Wochenende!