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250621 Familienwochenende Pflach

Ankunft in Plfach

Am Donnerstag ist Anreisetag, das Programm ist gemütlich ausgelegt. Wir treffen uns bei Mama zu Hause, nach dem ersten großen Hallo setzen wir uns in den Garten, ein kleines Zelt ist hier aufgebaut. Da genießen wir Kaffee, Kuchen und auch ein Bier!

Viel gibt es zu erzählen, wir haben uns teilweise schon länger nicht mehr gesehen.

Auch die Cousine schaut auf einen Sprung vorbei, wir haben es total fein und entspannt.

Ein gemütlicher Tag, am späteren Nachmittag gehen wir noch eine Runde baden, es ist heiß und perfektes Badewetter.

Schloss Linderhof und Planetenweg

Am Freitag fahren wir zum Schloss Linderhof, eine Führung im Schloss steht auf dem Programm.

Schloss Linderhof, in meinen Augen das gemütlichste Schloss von König Ludwig, liegt wunderschön eingebettet in einem Park in den Ammergauer Alpen.

Wir spazieren durch den Park, genießen ein köstliches Picknick, dann schauen wir uns das Schloss mit einer Führung im Inneren an.

Im Anschluss spazieren wir wieder durch den Park, das Wetter ist wieder wunderschön, es ist allerdings auch recht warm.

Da sind die schattigen Plätze heiß begehrt…

Wir gehen eine ausgiebige Runde, schauen uns auch das automatische Wasserspiel des Schlosses an.

Von der „Gloriette“ hat man einen wunderschönen Blick auf den Schloßkomplex, der ein wenig von Versailles inspiriert wurde… natürlich in kleinerem Maßstab.

Auch den „Maurischen Kiosk“ bewundern wir, den König Ludwig bei einer Weltausstellung akquirieren konnte.

Wir fahren im Anschluss wieder zurück nach Pflach, machen eine kurze Pause. Dann steht noch ein zweiter Programmpunkt an, der Plantetenweg.

Reutte hat mittlerweile einen Planetenweg, der im Maßstab die Entfernung unseres Sonnensystems darstellt. Eine sehr empfehlenswerte Wanderung, die auch die eine oder andere Überraschung bereitstellt.

Ein bedeutender Astronom kam aus Reutte, ihm zu Ehren wurden auf dem Mond ein Karter und ein Val benannt.

Starzlachklamm

Am Samstag sind wir schon wieder unterwegs, dieses Mal in Allgäu, in Sonthofen. Dort wandern wir der Starzerklamm entlang.

Tolle Wasserfälle, ein spannender Weg und wieder perfektes Wetter läßt uns den Weg genießen.

Kurze Pausen müssen wir dennoch einlegen, denn die Temperaturen sind echt hoch.

Wir laufen am Klammweg, es sind allerdings auch Canyonauten in der Schlucht am Weg. Spannend, das mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Das Tempo ist gemütlich, so kommen alle auf ihre Kosten, feine Gespräche eingeschlossen.

Bald erreichen wir den oberen Teil der Schlucht, und können nun direkt durch den Wald hochsteigen, zur Alpe Topfen.

Noch ein Blick zurück, wir sehen insgesamt 3 Canyoninggruppen in der kurzen Zeit, die wir hier sind.

Spannende Stellen, wie z.B. eine kurze Höhle sind besonders für die Kinder ein Highlight.

Kurz vor der Alpe machen wir eine Pause, dann wird wieder gejausnet. Der Ausblick ist super, und wir genießen die Rast.

Schließlich steigen wir über einen anderen Weg, vorbei an der großen Alpe, ins Tal ab. Lange können wir nicht warten, wir fahren über das Tannheimer Tal wieder zurück ins Ausserfern.

Sara, Letu und ich müssen wieder nach Innsbruck, während der Rest der Familie am Abend noch ein tolles Grillfest ausrichten.
Wieder schauen wir auf erfolgreiche, gemütliche Familientage zurück. Kleine Reibereien konnten wir bald wieder begraben und so bleiben nur schöne Erinnerungen zurück!

250520/21 Canyoning Stuibenfälle

Nachdem ich letztes Jahr keine einzige Canyoningtour geschafft hatte, bin ich heuer um so motivierter, wieder ein paar Touren zu führen.
Den Start macht heuer wieder eine Jugendgruppe, deren Schule zu unseren Stammgästen zählt. Manche Lehrperson ist uns daher schon bekannt. Den Aufstieg meistern wir bei nicht allzu heißen Bedingungen…

Oben am Zulaufkanal des Plansees angekommen dürfen wir uns erst mal erfrischen und die Anzüge auch nass machen. Dann kommt ein ausführliches Sicherheitsgespräch und wir können losstarten.

Der Startpunkt ist immer ein Sprung ins kühle Nass, dann kommt auch schon der erste Abseiler.

Hier müssen wir die Jugendlichen gut kontrollieren, nicht jeder ist sich der Gefahren an der Kante bewusst. Daher lassen wir sie sich ins Seilgeländer einhängen, damit wir in Ruhe arbeiten können.

Der erste Abseiler, etwas mehr als 20 Meter verläuft gut, hier können für mache die ersten Erfahrungen mit dem Abseilen gemacht werden. Am Grund angekommen, steht wieder ein kleiner Sprung an, um das andere Ufer schwimmend erreichen zu können.

Es ist frühlingshaft kühl, daher ist dem einen oder anderen Teen nun schon kalt. Ein Stück müssen wir nun zur nächsten Abseilstelle gehen, vorbei an schönen „Plungen“, aktuell mit Kaulquappen gefüllt.

Die zweite Abseilstelle, zugleich die höchste der Tour, ist auch die Letze. Wir bauen drei Stände auf, damit kommen die Teilnehmer rasch nach unten und können wieder in gutes Stück durch kaltes Wasser schwimmen.

Der hohe Wasserfall, auch Namensstifter (Stuibenfälle) der Gegend, ist beeindruckend und ein tolles Abenteuer, wenn man diesen abseilt.

Im Anschluss verschwindet das Seil im Rucksack, nun kommen noch eine Reihe von Sprüngen. Gleich am Start kommt ein schöner hoher Sprung von einer Geländekante ins klare Wasser.

Fast alle Teenager springen diesen tollen und unkomplizierten Hupf. Es ist sogar ein wenig Sonne hervorgekommen und man kann sich ein wenig aufwärmen.

Lange währt der Sonnenschein aber nicht, also müssen wir die Wärme mittels Bewegung erzeugen.

Unterwegs finden wir das eine oder andere „Spiel“, wie hier die sogenannte Rolle, bei der man Kopfüber mit ein wenig „Hilfe“ im Wasser landet.

Wieder müssen wir ein Stück am Bach entlang wandern, das wärmt uns alle wieder auf. Und schließlich kommen die letzten Sprünge, angefangen mit der „Arschbombe“, da hier das Wasser nicht allzu tief ist.

Dann kann jeder zeigen, wie gut das Springen mittlerweile funktioniert.

Nun ist das Highlight dran, der „Geländersprung“, den sich allerdings nicht alle Teilnehmer zutrauen. Hier ist gute Sprungtechnik und auch Mut gefragt,

Die Höhe ist beeindruckend, begleitet werden die meisten Sprünge mit Geschrei und Jubel. Schließlich kommt noch der technisch schwierigste Sprung am Schluss dran, den wir auch fast alle meistern!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:48 h
Gesamtlänge: 5,09 km
Höhenmeter: 150 m
Abseiler: 2
Sprünge: mind. 8

250503 Radlrunde Füssen

Gestern war das Wetter noch warm und sonnig, heute ist es zwar trocken, aber trüb. Leider… wir haben heute als Ausgleich zur Wanderung gestern eine Radltour vor. Wir fahren von Pflach über Vils nach Füssen und dann über den Schluxen wieder retour nach Pflach. Start ist bei der Hütte, so haben wir erst mal eine lustige Abfahrt vor uns.

Quer durch Pflach erreichen wir schon nach kurzer Strecke unsere erste Station, den Vogelbeobachtungsturm in Pflach. Diesen besteigen wir uns bewundern das renaturierte Gebiet um den ehemaligen Müllplatz. Wir glauben sogar, einen Biber kurz geschichtet zu haben…

Von Pflach fahren wir über die Radlbrücke in Lechaschau und weiter an den Lechauen, vorbei an Oberletzen zur sogenannten Bärenfalle, von der man auf die Musauer Alm aufsteigen kann.

Ein kurzes Stück müssen wir an der Haupstrasse entlang, dann fahren wir durch Musau und durch das Ranzental nach Vils.

Quer durch Vils, am Betonwerk Schretter vorbei fahren wir zum Alatsee. Hier überschreiten wir die Grenze nach Deutschland, nur ein kleines Schild erinnert daran. Hier müssen wir ein paar Höhenmeter machen, dann erreichen wir den wundersamen See.

Hier machen wir nochmals eine kurze Pause, am Ufer lassen wir die Seele baumeln.

Der Alatsee, bekannt für die seltenen Rotalgen, ist in den letzten Jahren, wohl auch durch einen bestimmten Krimi bekannt und beliebt geworden. Dementsprechend viele Leute sind heute hier.

Am See entlang fahren wir dann weiter Richtung Füssen. Der Alatsee liegt wirklich wunderschön!

In Füssen machen wir eine kurze Kaffeepause, kaum haben wir im Garten unter dem Schirm platz genommen, beginnt es zu regnen. Wir waren den kurzen Guss ab, dann fahren wir weiter nach Schwangau. Hier sehen wir die berühmten Königsschlösser und auch das Gewusel, das diese zwei Schlösser auslösen.

Zum Glück müssen wir hier nicht stehenbleiben, sondern fahren direkt an den Massen vorbei zum Alpsee. Nun haben wir den Fürstenweg, der uns zurück nach Österreich führt, erreicht. Vorbei am Alpsee erreichen wir den alten Grenzübergang.

An der Grenze steht immer noch das kleine Zöllnerhaus, das ich aus meiner Jungend kenne. Hier sind wir als Familie so manches Mal spazieren gewesen.

Wir fahren nicht die normale Straße zum Schluxen ab, sondern fahren am Lusweg (Schwangauer Gitter) weiter bis nach Pinswang. Die Pinswanger Wiesen stehen schon in voller Blüte, der Säuling thront im Hintergrund.

Noch einmal müssen wir einen Aufstieg bewältigen, den Kniepass bei Pflach. Rasch haben wir auch dieses Hindernis überwunden und nun geht es nur mehr Flach nach Pflach!

Das Wetter ist wieder besser geworden, daher kehren wir noch im Gasthaus Alpenblick ein und gönnen uns ein spätes Mittagessen. Dann begeben wir uns wieder auf die Hütte…
Eine tolle Tour, das Wetter war besser als erwartet, bis auf den kurzen Guss in Füssen war es trocken und nicht zu heiß.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3,04 h
Gesamtlänge: 38,25 km
Höhenmeter: △ 512 m / ▽ 677 m

250105 Spazieren Hüttenmühlsee

Im neuen Jahr steht ein Besuch in Pflach auf dem Programm. Mit den Kindern fahre ich per Bahn nach Pflach, dort verbringen wir ein paar Schöne Tage.
Am zweiten Tag mache ich einen Spaziergang rund um den Hüttenbichl, hier ein paar Impressionen von der wunderschönen Winterlandschaft…

Wie gewohnt liegt im Ausserfern mehr Schnee als in Innsbruck, eine richtige Winterlandschaft…

Das alte Waldhaus steht immer noch, leider muss ich feststellen, dass chon wieder Vandalen am Werk waren und nun alle Fenstern eingeschlagen sind. Jammerschade…

Der Säuling lacht zu mir und spiegelt sich wunderschön im Hüttenmühlsee. Es ist bitterkalt, aber wunderschön!

Viel Sonne erreicht dieser Teil des Sees nicht, daher sind auch alle Halme und Gräser „reifüberzogen“.

Ein paar entspannte, feine Tage, die wir sehr genießen! Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in der Heimat!

241026 Bitterlehütte

Die Herbstferien haben begonnen, wir nutzen die Zeit, dem Ausserfern einen Besuch abzustatten. Meine Schwester ist mir den Kindern auch da, so sind wir eine feine Truppe. Wir beschließen, den schönen Tag mit einem Besuch der Hütte zu krönen.
Während Mama, Maria und die Kinder das Auto zum Aufstieg nehmen, wollen Letu und ich den Weg zu Fuß gehen.

Vorbei am Hüttenmühlsee, wandern wir über das Benkat zum Säulingparkplatz. Über schöne Wiesen, kurze Waldstücke erreichen wir eben diesen.

Das Wetter ist heute ein Traum, es ist lau, nicht zu heiß, und die Sonne lacht vom Himmel. Ein besseres Wetter für´s Draußensein gibt es fast nicht.

Der Säuling lockt heute in wunderschönen Herbstfarben, aber das ist *leider* heute nicht unser Ziel. Wir steigen heute nicht so weit auf.

Über die Forststraße, der schnellste Zustieg, steigen wir immer weiter den Säulingfuß empor.

Die Buchenwälder hier strahlen in schönsten Herbstfarben, die Sonne, im Herbst herrlich, beleuchtet den Wald nur noch schöner.

Letu und ich genießen den wunderbaren Spaziergang, es gibt auch einiges zu besprechen. Die Skisaison hat in Letu´s Gedanken schon konkrete Formen angenommen…

Kurz vor der Hütte haben wir nochmals einen schönen Blick auf den imposanten Säulinggipfel. Heuer haben wir dem Haupt schon einen Besuch abgestattet.

Schließlich erreichen wir die Hütte. Die Mauer schaut jetzt wieder super aus, diese wurde ja auch heuer von uns neu aufgeschichtet. Es ist fein warm, während wir auf die Anderen warten, richten wir die Hütte her.

Beim Öffnen der Veranda purzeln uns schon die Fledermäuse entgegen, seit heuer kenne ich sogar die Art: Es sind Zwergfledermäuse, die es sich hier in den Ritzen gemütlich gemacht haben.

Bald sind alle auf der Hütte, nun wir erst mal Essen gekocht. Es gibt ein typisches Hüttenessen, Nudeln mit Tomatensauce… jedem schmeckt es, an der frischen Luft ist das Essen gleich doppelt so gut.

Wir verbringen den Nachmittag hier oben, ich mache die Hütte noch Winterfest, das Wasser wird abgelassen, die Sachen um die Hütte aufgeräumt. So kann der Winter nun kommen…

Am Abend schickt uns der Säuling nochmals einen feurigen Gruß, wunderschön leuchtet der Felsen mit den letzten Sonnerstrahlen.

Ein feiner Tag in größerer Runde, gemütlich und sehr entspannend. Auf der Hütte ist es immer fein!

240816 Säuling (2.048m)

Nachdem wir letzte Woche den „Inntaler Höhenweg“ absolviert haben, steht die zweite Urlaubswoche im Zeichen der Arbeit, wohlgemerkt Arbeit auf der Hütte. Hier haben sich ein paar Aufgaben angesammelt, in erster Linie die Umfassungsmauer, die neu geschichtet werden muss.

Natürlich finden wir daneben auch viel Zeit für entspannende Sachen. Es ist sehr heiß, daher gehen wir Nachmittags meist schwimmen, Ache, Uri- oder Frauensee, die Auswahl ist groß.

Am Freitag haben wir dann mit meinem Papa ausgemacht, den Säuling mit neuem Gipfelkreuz zu besuchen. Um 8:00 Uhr in der Früh brechen wir, Papa, Letu und ich, von der Hütte auf.

Den ersten Teil müssen wir wieder über die Forststraße wandern, die Temperaturen sind schon sehr hoch.

Bei der Abzweigung nehmen wir erst den Weg ostwärts, dann zweigen wir in Richtung Säulinghaus ab.

Durch den Wald, über Stock und Stein wandern wir immer höher. Der Säulingipfel kommt immer näher.

Das Säulinghaus lassen wir im Aufstieg aus, dort werden wir nachher noch ein Bierchen trinken. Jetzt

Es sind ein paar Wolken am Himmel, aber eigentlich ist das Wetter, zumindest am Anfang ganz OK. Der steile Teil durch die Südwand meistern wir rasch.

Wieder einmal muss ich feststellen, dass der Weg in keinem so guten Zustand ist. Die Mengen an Leuten, die hier rauflaufen, haben Spuren hinterlassen.

Letu macht es Spaß, für Papa ist es schon fast Routine, hier hochzusteigen. Und für mich ist es natürlich immer wieder besonders, obwohl ich schon so oft hier gestanden bin.

Nach dem Sattel zieht der Nebel ein, plötzlich sehen wir nur mehr ca. 20m. Und dann sehen wir plötzlich, wie aus dem Nichts, einen Steinbock. Welch ein Bild, das majestätische Tier gegen den Nebelvorhang zu sehen.

Wir streben weiter hoch, nun sind es nur noch ein paar Meter zum Gipfel.

Schlussendlich müssen wir noch über den Grat, dann sehen wir das neue Gipfelkreuz.

Schön, dass wir es geschafft haben, heuer, 2024 wieder mal den Säuling (2.048m) bestiegen zu haben. Wir setzen uns unter das Kreuz und schauen durch sich immer wieder öffnende Wolkenfenster ins Tal.

Nun heißt es wieder, den gleichen weg zurück zu gehen, wir kommen gut voran, mittlerweile sind ein paar Wanderer auf dem Weg zum Gipfel. Dank des nicht so tollen Wetters ist der Ansturm heute aber überschaubar.

Immer wieder geben die Wolken kurze Blicke ins Tal frei, um dann wieder eine dicke Watteschicht zu bilden.

Doch je tiefer wir kommen, desto lichter wird das Wolkenspiel und wahrscheinlich haben wir auf der Hütte schon wieder ein wenig Sonne.

Der Abstieg dauert ungefähr gleich lange wie der Aufstieg, weil man bei dem losen Geröll und Schotter immer vorsichtig absteigen muss.

Die letzten Meter zur Hütte schaffen wir auch noch gut, dann haben wir nochmals Glück…

Direkt oberhalb der Hütte sehen wir nochmals zwei junge Steinböcke, die hier auf der Schotterhalde unterhalb des Aufstieges grasen.

Bei der Hütte treffen wir mit Biggi und Georg, die ein wenig später aufgestiegen sind, zusammen, das Timing könnte nicht besser sein. Wir bestellen uns Getränke und was zu essen! So macht Bergsteigen Spaß.

Die Buben sitzen irgendwann still im Schatten, die Handys sind nicht weit. Auch sie haben die Tour genossen.

Der Säuling ist immer wieder einen Aufstieg wert. Ich bin immer wieder gerne auf diesem besonderen Gipfel. Insgeheim freue ich mich schon auf den nächsten Aufstieg!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:25 h
Gesamtlänge: 8,98 km
Höhenmeter: 955 m

240705 Bitterlehütte – Mähen

Es ist Zeit für die Maht auf der Hütte, Letu und ich machen uns auf den Weg dort hin. Mit dem Zug von Innsbruck nach Pflach, dann zu Fuß zur Mama. Nach einem guten Kaffee machen wir uns auf zur Hütte.

Das Gras steht schon hoch, am Abend richten wir noch unser Werkzeug her, die Sense wird gedengelt, Nach dem Essen spielen wir noch ein wenig Karten, Räuberjolly. Dann heißt es früh ins Bett, morgen ist ein langer Tag!

Die Wiese blüht sehr schön, fast ein wenig schade, dass wir sie mähen. Auf der anderen Seite wächst die Wiese dann eben wieder schön, wenn gut gemäht. Ich mache mit ganz in der Früh an die Arbeit, mit der Sense, leise und gemütlich.

Bald kommt die Sonne hoch, es wird gleich war. Letu richtet uns ein gutes Frühstück, dann kommt er mir helfen.

Am Vormittag kommt dann noch die Mama herauf, sie hilft auch fleißig mit. Zum Mittagessen hat sie einen Leberkäs mitgebracht, da läuft uns das Wasser im Munde zusammen.

Zu dritt, Papa arbeitet an einer anderen Baustelle, schaffen wir die Wiese rund um die Hütte, den Weg und beim Stadl zu mähen. Mehr geht sich leider nicht aus. Am Abend regnet es ein wenig, aber da sind wir mit dem ersten Teil schon fertig.
Den restlichen Teil der Wiese werden zu ein wenig später im Jahr noch fertigstellen. Darauf freuen wir uns beide schon wieder!

240525 Radrunde Füssen

Über das Wochenende bin ich mit Letu auf der Hütte. Wir haben dieses Mal unsere Räder mitgenommen, einfach mal zum probieren, wie gut das gehen würde. Und so ausgerüstet, beschließen wir, die Räder gleich auch gut zu nutzen.

Von Pflach aus starten wir in Richtung Vogelturm, am Weg entlang zum Lech. Letu nutzt die „feinen“ Strecken für kleine Kunsteinlagen, während ich mich umschaue und so manche Kuriosität in der Natur finde.

Nach dem Vogelturm führt uns der Weg durch die schönen Lechauen.

Bei Lechaschau wechseln wir die Flussseite und fahren über die Radlbrücke auf die Westseite des Lechs.

Aktuell führt der Lech gar nicht so viel Wasser, das soll sich aber in den nächsten Tage noch ändern…

Über die Lechauen in der Nähe von Oberletzen…

…dann weiter über Musau und hinaus über schöne Wiesen nach Vils. Dort sticht uns gleich das „Wahrzeichen“, die Schretter-Firma ins Auge.

Bevor wir Vils erreichen, zweigen wir nach rechts ab, in Richtung Vilser Scharte.

Nun müssen wir ein paar Meter hochfahren, bis wir die Scharte und kurz danach den Alatsee erreichen.

Der schöne See, der vor ein paar Jahren durch den Roman „Seegrund“ bekannt wurde, liegt nun vor uns. Leider ist das Wetter heute nicht so toll, ansonsten hätte sich hier ein kurzer Sprung ins kühle Nass angeboten.

Weiters fahren wir über das Faulenbachtal und den Burkenbichlberg in Richtung Füssen.

Plötzlich stehen wir auf dem Mundloch des Grenztunnels. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, aber nun kommt mir in den Sinn, dass der Tunnel unterhalb von uns verläuft.

Wir nutzen unseren Trip nach Füssen auch für einen Besuch im Sportmarkt. Hier kaufen wir uns so manches tolle „Sport-Accessoire“ ein.

Abgerundet wir unser Besuch noch durch ein feines Mittagessen mit Country-Klängen am Grill!

Da das Wetter nicht so toll ist, ist heute einiges los am Sportmarkt. Wir haben genug Geld ausgegeben, nun geht es wieder (mit Umweg) zurück in nach Pflach.

Wir fahren quer durch die Altstadt von Füssen, vorbei an der Schiffswirtschaft…

… und schließlich über einen spannenden Waldweg oberhalb der Hauptstraße in Richtung Schwangau.

Schwangau, Ort der Königsschlösser, mit dem weltberühmten Schloss Neuschwanstein, ist auch heute wieder gut besucht. Allerdings sind wir nur auf Durchreise, daher stört uns das nicht.

Das wunderschöne zweite Schloss ist „Hohenschwangau“, das Geburts-Schloss vom Märchenkönig „Ludwig II.“

Bald haben wir die Tourismushochburg und die Menschenmassen hinter uns gelassen, nun radeln wir wieder gemütlich auf feinen Straßen am Alpsee vorbei.

Hier bin ich viele Jahre nicht mehr gewesen, wunderschön liegt der Alpsee eingebettet zwischen Wäldern und Bergen. Kein Wunder, dass so viele Leute diesen Platz sehen wollen.

Am Gasthaus Schluxen vorbei erreichen wir Oberpinswang, nun rückt der Säuling wieder in gewohnter Form in unser Blickfeld.

Das letzte Hindernis, der Kniepass auf unserem Weg wird auch gleichzeitig die größte Herausforderung. Kaum auf halber Höhe, meint Letu, dass er Luft am Reifen verliert. Kein Problem, denke ich mir, ich habe Flickzeug und einen Ersatzschlauch dabei.
Leider ist das Flickzeug nicht komplett, kein Kleber mehr vorhanden, und der Schlauch passt auch nicht… Oje!

Da wir aber so nahe am Zuhause sind, radle ich schnell nach Pflach weiter, hole das Auto von Mama und fahre damit zurück zu Letu. Gerade als ich eintreffe, fängt es leicht zu regnen an. Also schnell das Zeug ins Auto und ab nach Hause.

Wir stellen das Auto zu Hause ab, fahren nach Reutte. Dort besorgen wir Reparaturzeug und können das Rad wieder herrichten.
Dann fahren wir zur Hütte hoch, heute schlafen wir nochmals hier oben!

Wir genießen die Aussicht und machen uns ein gutes Essen. Später spielen wir noch ein paar Runden „Mensch-ärgere-dich-nicht“… und ich muss mich aber doch sehr ärgern…

Nicht allzu spät kriechen wir in die Federn… es war ein langer Tag!

Es war ein sehr feiner Aufenthalt auf der Hütte und eine tolle Radltour, die wir heute unternommen haben. Das machen wir hoffentlich bald mal wieder!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:22 h
Gesamtlänge: 38,27 km
Höhenmeter: 463 m

240321 Bitterlehütte (1.080m)

Dieses Wochenende sind wir, Biggi und ich auf der Hütte. Es sind ein paar Sachen zu tun, der Winter ist vorbei und es gibt immer was zu erledigen. Ausspannen steht natürlich auch auf dem Programm, es soll ja ein feines Wochenende werden.

Am Freitag Nachmittag steigen wir auf, da wir ein paar schwere Sachen mithaben, liefern wir diese erst mit dem Auto ab, dann stellen wir das Fahrzeug wieder ins Tal. Der anschließende Fußmarsch tut gut und ist ob der lauen Temperatur angenehm.

Am Samstag starten wir mit einem feinen Frühstück in den Tag, bald darauf starten wir mit der Arbeit. Es ist Schadholz aufzuarbeiten, die Wasserversorgung haben wir schon am Vortag reaktiviert. Das Wetter zieht ab Mittag zu, ein dramatischer Temperatursturz bringt sogar leichten Schneefall.

Rasch erledigen wir das Holz, das im nächsten Winter wohl die Basis für gemütliche Tage auf der Hütte wird. Am Abend spielen wir noch Karten, nachdem wir uns ein feines Essen gegönnt haben.

Der nächste Morgen bringt dann die erwartete Überraschung, es ist winterlich geworden auf dem Berg. Die Wiese ist schneebedeckt, aber dank Holzofen ist es total gemütlich.

Zum Glück konnten wir alle vorgenommenen Arbeiten erledigen. Wir räumen die Hütte auf und machen uns wieder auf ins Tal.

Ich freu mich schon auf den nächsten Aufenthalt!

240128 Koflerjoch (1.861m)

Gestern haben wir schon einen Teil der heutigen Route ausgekundschaftet, heute wollen wir die Überschreitung des Koflerjochs angehen. Biggi und ich haben auf der Hütte übernachtet, nach einem guten Frühstück kommt Papa noch zu unserer Wanderschaft dazu. Das Wetter ist heute ein Traum!

Der erste Teil des Aufstiegs liegt noch im Schatten, aber wir sind zuversichtlich, dass wir bald bestes Bergwetter genießen können.

Gegenüber sehen wir die Tannheimer Berge, die schon voll im Sonnenlicht strahlen. Was für ein Glück wir heute haben…

Beim Pflacher Älpele, das wir gestern schon besucht hatten, sehen wir ein wunderschönes Schauspiel: Cirren (Federwolken) am Himmel, wahrscheinlich bedingt durch eine Föhnströmung, sind wie Pinselstriche an den ansonsten blauen Himmel gemalt.

Kurz nach der Alm ziehen wir uns die Grödel an, die sich nun wieder sehr bewähren. Die Schneedecke ist hart gefroren und tragfähig. Daher reichen die Spikes und die Schneeschuhe bleiben noch am Rucksack.

Vom Grat beim Zunterkopf eröffnet sich ein besonderer Blick in die Ammergauer Alpen. Dieses zu Unrecht wenig bekannte und begangene Gebiet hat ein paar schöne Touren parat: Hoher Straußberg, Krähe, Hochplatte und Hochblasse. Hier könnte man Tage um Tage ohne Massenansturm verbringen.

Wir genießen eine kurze Pause und die Aussicht, mittlerweile haben wir die sonnigen Hänge erreicht. Der Schnee wird nun ein wenig weicher, aber noch brechen wir nicht durch den Harschdeckel durch

Während auf der Nordseite die Ammergauer Alpen locken, sehen wir im Süden den Eingang ins Lechtal, die Tannheimer Berge (Gehren-, Köllenspitze, Gimpel und Rotflüh). Heute sehen wir keine einzige Wolke am Firmament, auch das Tal ist heute sonnendurchflutet.

Den mächtige Säuling mit dem Ostanstieg und der Lehngära, und im Vordergrund unsere Spuren…

Wir folgen ungefähr dem Sommerweg auf den Gipfel des Koflerjochs, dennoch müssen wir das eine oder andere Mal ausweichen. Die Latschen sind mit Vorsicht zu genießen, unter den zugeschneiten Stauden können wir große Hohlräume verstecken, die unweigerlich zum Einbruch durch die Schneedecke führen.

Am Grat selber ist der Schnee ziemlich verblasen, die Aussicht zwischen Säuling und Tegelberg zeigt und schon das „Brettl-Eben“ Alpenvorland.

Die Sonne wärmt uns nun sehr gut, noch ein Stück schaffen wir am Rücken ohne Schneeschuhe, aber dann wird es doch Zeit, die Auflagefläche am Schnee zu vergrößern.

Die Schneeschuhe sind schnell angelegt, für Biggi übrigens das erste Mal, und dann stapfen wir schon am Grat weiter Richtung Gipfel. Schon von hier sehen wir, dass es hier heute nicht einsam ist…

Immer wieder müssen lassen wir unsere Blicke über die wunderschöne Landschaft schweifen, nach Westen blickens sehen wir Vils und Pfronten, darüber thronen die Große Schlicke, Vilser Kegel, Aggenstein, Breitenberg und viele mehr.

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Nun stehen wir schon direkt unter dem Gipfelkreuz, die letzten Meter steigen wir steil, aber doch problemlos zum Gipfel auf.
Oben angekommen, schauen wir wieder in die Runde, unter uns der Almengrund der Kofelalpe, im Hintergrund der mächtige Bergstock der Zugspitze.

Da ich mir eine leichte Augenentzündung zugezogen habe, muss ich mit optischer Brille und darüber der Skibrille aufsteigen. Aber es ist eh Fasching…

Eine ausgiebige Pause am Gipfel, mit selbstgemachtem Zelten und Tee lässt uns neue Kraft tanken. Den Abstieg meistern wir, nachdem dies von ein paar entgegenkommenden Leuten empfohlen wurde, wieder mit den Grödeln. Der Aufstieg mit den Schneeschuhen war zwar leider kurz, hat aber viel Spaß gemacht.

Über die Sattelköpfe wandern wir nun hinab Richtung Dürrenberger Alm, die wir nach kurzem Auf- und Ab erreichen. Erst hatten wir überlegt, hier eine Einkehr zu machen, aber zum einen ist die Hüttenveranda voll, zum anderen haben wir noch eine gute Wegstrecke vor uns.

Am Westrand der Alm erreichen wir den Steig Richtung Falzkopfhütte.

Kurz bevor wir die Hütte erreichen, zweigen wir in die Sieben Täler ab, dieser Weg führt uns wieder zum Pflacher Älpele.

Hier wechselt der Weg nun häufig ab, zwischen hoch-winterlich und fast schon sommerlich. An manchen Stellen kommt wohl den ganzen Winter keine Sonne zu, daher müssen wir an diesen Stellen auch aufpassen.

Speziell der Oberlauf des Lettenbaches liegt in „ewigem Dunkel“ und ist stark vereist. Wunderschön anzuschauen, beim Abstieg mit ein wenig Vorsicht zu genießen

Der Schnee ist nur an einer Stelle stark gefroren, ansonsten ist es fast schon feiner Stapfschnee, in dem man gut Stufen treten kann. An den pfiffigeren Stellen ziehen wir die Grödel an, damit läuft es sich dann ganz sicher.

Nach einigem Auf- und Ab erreichen wir dann wieder das Pflacher Älpele, mit dem uns nun bekannten Weg zurück zur Hütte.

Die letzten Meter laufen wir angenehm der Forststraße entlang, ich finde diese Teil trotz Monotonie immer angenehm, denn hier kann man fein auslaufen…

Wir kehren noch kurz bei der Hütte ein, trinken ein Bier und Kaffee, Essen eine Kleinigkeit und räumen zusammen.
Dann spazieren wir weiter ins Tal, zum Auto. Eine feine Zeit auf der Hütte neigt sich dem Ende zu, wir kommen hoffentlich bald wieder…

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:21 h
Gesamtlänge: 13,10 km
Höhenmeter: △ 1.074m / ▽ 1.060m