Archiv der Kategorie: Canyoning

221008 Canyoning Hochalpbach

Dies dürfte wohl eine meiner letzten Canyoningtouren für dieses Jahr werden. Umso mehr freue ich mich, dass zum Ersten der Hochalpbach begangen wird, zum Zweiten ein Trupp junger Einheimischer am Start steht. Abgerundet wird das Ganze mit Friedl als Canyoningguide!

Im Aufstieg

Der Zustieg ist rasch gewältigt, seit einiger Zeit stiegt man ein wenig höher in die Schlucht und nimmt so noch einen kleinen Abseiler mit.

Erste Abseilstelle

Dann sind wir schon im sehr kühlen Wasser. Bei der Gruppe handelt es sich um einen Junggesellenabschied, daher ist eine weithin sichtbare Verkleidung für den zukünftigen Bräutigam schon angebracht.

Die zweite Abseilstelle ist zwar einfach, aber von der Höhe her der höchste Absatz der gesamten Tour. Ca. 25m müssen wir neben einem Wasserfall abseilen.

Großer Abseiler

Die meiner Meinung nach schönste Stelle der Tour, eine Engstelle betreut Friedl, während ich das Seil verstaue und gleich weiter zu den Gästen abseile.

Beim Abseilen

Die Enge, wie ich sie nenne, ist wunderschön, der Wasserfall macht hier eine „Drehung“, sehr interessant zum anschauen und auch abseilen.

Es folgt noch eine kleine Rutsche…

… und ein paar kleine Abseiler, alles zusammen in schönster Landschaft.

Abseilstelle

Der Wasserstand ist heute perfekt, ein wenig mehr als im Sommer. Es ist auch ein wenig Schmelzwasser dabei, das erklärt die niedrigen Temperaturen.

Im unteren Teil der Tour ist viel Gehgelände, aber auch ein paar kleine Rutschen

Rutschen
Rutschen

Viel zu schnell erreichen wir wieder den Ausstieg, dort müssen wir noch ein paar Höhenmeter rauf zum Auto. Mit Neopren immer wieder eine Herausforderung.

Fast am Ende…

Eine tolle Tour mit feinen Gästen, so stelle ich mir eine Abschlusstour vor! Es hat allen sehr viel Spaß gemacht, und genau deshalb macht man solche Touren…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 1,4 km
Höhenmeter: ▲ 254 m / ▼ 254 m

220821 Wochenende in Reutte

Ursprünglich hatten wir geplant, auf den Krottenkopf in den Allgäuer Alpen zu kraxeln, dann, als der Wetterbericht nicht so respektabel ausgesehen hat, wurde die Planung zur Kreuzspitze in den Ammergauer Alpen umgebogen… doch Petrus meinte es nicht gut mit uns… zumindest zum Bergeln. Denn es hat geschüttet wie aus Kübeln.

Am Vormittag sind wir nach Füssen in den Sportmarkt gefahren, auf dem Weg dorthin konnten wir die Wassermassen am Mangfall bewundern…

Am Nachmittag beschließen Papa und ich, noch auf die Hütte zu spazieren, der Regen hat nachgelassen und so können wir ein wenig in die schöne Natur. Es hat in den letzten Stunden wirklich viel geregnet, dem entsprechend sprudeln überall die Bache… auch dort, wo sonst nie Wasser ist. Der Lettenbach in Pflach ist so ein Kandidat

Den Aufstieg zur Hütte bewältigen wir in „Null-Komma-Nix“, dort gönnen wir uns eine kleine Rast auf der Terasse, die Sonne ist nun ein wenig hervorgekommen…


Am folgenden Tag habe ich noch eine Canyoningtour, da der Wasserstand recht gut ist, freue ich mich schon drauf.
Da ich nun allerdings Auto-los bin, muss ich erst mit dem Bus ins Lechtal fahren. Das verbinde ich dann noch mit einem kleinen Spaziergang von Elmen nach Häselgehr, denn dort liegt ein Geocache, den ich mir schon lange abholen will…

Nach dem gestrigen Regentag tut die Sonne heute wieder richtig gut. Für die Natur war der Regen ein Segen, zu trocken ist das heurige Jahr bis jetzt… überall lodern die Feuer, wir in Tirol sitzen hier eh noch auf der sogenannten „Seligen Insel“

Heute steht wieder eine feine Tour im Lechtal auf dem Programm, der Wasserstand ist heute perfekt. Den Leuten macht es echt Spaß, uns Guides übrigens auch…

Nach der Tour werde ich nach Elmen gebracht, dort steige ich in den Postbus nach Imst. Von dort fahre ich weiter nach Innsbruck und Aldrans. Auch wenn die „Öffi´s“ teilweise recht lange brauchen, bin ich mittlerweile sehr überzeugt vom „autofreien“ Leben.

Ein tolles Wochenende, nicht allzu anstrengend, aber mit feinen Eindrücken!

220708 Canyoning Stuibenfälle

Und schon wieder bin ich in den Stuibenfällen. Obwohl ich am Parkplatz einen echten Schreck bekomme, soviel Leute sind hier, verläuft sich im Aufstieg das Gewimmel…

Heute habe ich richtig Glück, ich habe eine kleine, feine Familie aus Dänemark. Zu Viert ist man einfach sehr flexibel und es macht richtig Spaß, den einen oder anderen Sprung nochmals zu machen.

Die Abseilstellen sind rasch und ohne befürchteten Stau absolviert, die anfängliche Nervosität der Jugendlichten ist verpufft.

Am großen Abseiler sind wir wieder allein, es ist schon fast verdächtig ruhig. Aber schlussendlich stellt sich heraus, dass wir einfach Glück haben…

… wahrscheinlich haben gerade eine gute Zeit erwischt, um die Stuibenfälle in vollen Zügen genießen zu können.

Im zweiten Teil wird dann wieder viel gesprungen und geschwommen, bei diesen Temperaturen ist das eine willkommene Erquickung.

Der Spaßfaktor ist heute hoch, die Jugendlichen sind sehr motiviert und springen wirklich gut. Da kann man dann schon den einen oder anderen besonderen Sprung wagen.

Wohlbehalten erreichen wir wieder den Ausstieg und machen uns gleich wieder auf den Weg zur Bootshütte. Eine tolle Tour, die mir auch wieder sehr viel Spaß gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:24 h
Gesamtlänge: 8 km
Höhenmeter: 100 m
Abseiler: 2
Sprünge: mind. 8

220708 Canyoning Wiesbachl

Für mich steht ein komplettes Wochenende im Zeichen des Canyonings. Nachdem ich gestern in den Stuibenfälle war, kommt heute noch das wunderschöne Wiesbachl dazu.

Der Aufstieg ist zwar warm, aber nicht unangenehm. Dennoch sind die Teilnehmer froh, als wir den Einstieg erreichen und ich das Sicherheitsgespräch machen kann.

Dann geht der Spaß auch schon los mit dem ersten Abseiler. Im Gegensatz zu den Stuibenfällen ist hier der Fokus aufs Abseilen gerichtet. Und mit dem schönen Wasserstand macht das richtig Spaß.

Direkt nach dem ersten Absatz kommen zwei feine Rutschen, die wir im kalten Wasser ohne Probleme überwinden.

Nach ein paar Metern kommen wir zum großen Abseiler, der eine kleine Vorstufe hat. Hier lasse ich die Gäste per, während Friedl, der zweite Guide, den großen Wasserwall bearbeitet.

Der große Abseiler hat ca. 16m Höhe und liegt wunderschön in einem kleinen Kessel. Beim Einstieg, von mir gerne Dom genannt, ist sogar ein kleines Dach, das diesen Teil der Schlucht höhlenartig macht.

Am Schluss kommen noch die bei den Gästen und speziell auch bei den Guides beliebten Abschlussfälle: Fächer, Waschmaschine und Rutsche…

In der Waschmaschine werden die Leute einmal richtig durchgewaschen und können die Kraft des Wassers am eigenen Leib spüren…

… da ist dann eine kurze Erholung in der Sonne notwendig!

Nach diesen drei Absätzen haben wir die Tour geschafft. Dem Einen oder Anderen ist ein wenig kalt geworden… die Waschmaschine war auf Kaltwasser programmiert.

Wir folgen dem am Schluss wieder unscheinbaren Bächlein bis zur Straße, dort sind wir dann auch schon wieder am Ausgangspunkt der Tour…

Eine feine Truppe in einer wunderschönen Schlucht, so kann man Canyoning genießen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 4 km
Höhenmeter: 150 m
Abseilstellen: 6

220707 Canyoning Stuibenfälle

Ein fast schon fixes Canyoningevent im Jahreskreis ist der Besuch einer Jugendgruppe aus Belgien. Jedes Jahr aufs Neue kommt eine ausgewählte Mannschaft ins Lechtal und bucht regelmäßig eine Canyoningtour.

Wir starten, nachdem die Ausrüstung in der Bootshütte verteilt wurde, vom Parkplatz Stuibenfälle mit dem schweißtreibenden Aufstieg über den Ministersteig.

Oben, mittlerweile schon fast traditionell hüpfen wir zur Abkühlung in den Plansee, alle sind wieder frisch und schon gespannt auf die Tour. Nach einer Sicherheitseinweisung legen wir auch schon mit einem Sprung los.

Direkt im Anschluss kommt schon die erste Abseilstelle mit 23m. Ein gemütlicher Einstieg ins Abenteuer.

Nach einem Sprung und einer kurzen Wanderstrecke erreichen wir den zweiten Wasserfall mit ca. 30 Meter Höhe.

Obwohl die Abseilstelle leichter ist als der erste Absatz kostet es die Teilnehmer doch immer wieder Überwindung, sich ins Seil zu setzen und die viele Luft unter den Füssen zu ignorieren.

Beim „Hohen Abseiler“, wie der eigentliche Stuibenfall auch genannt wird, landen die Gäste direkt im Wasser und müssen eine kurze, aber kühle Strecke schwimmen.

Alle meistern das zweite Hindernis ohne Probleme, nun können wir das Seil einpacken und uns auf die Springerei konzentrieren.

Da man im frischen Wasser in den hinteren Stuibenfälle immer, auch bedingt durch Wartezeiten, auskühlt, ist die nun folgende Gehstrecke eine willkommene Aufwärmung.

Schlussendlich erreichen wir mit der „Arschbombe“ wieder feines Hüpfgelände, jeder kommt auf seine Kosten.

Da die heutige Truppe wunderbar diszipliniert ist und alle sehr gut springen, wagen wir uns an den Geländersprung, den höchsten Absatz im Schluchtenverlauf. Ganze 9 Meter sind luftig zu überwinden, ein Heidenspaß…

Am Schluss der Schlucht ist nochmals Sprung auf Sprung, manche nicht so hohen Absätze können auch mittels Rolle gemeistert werden.

Der finale Sprung ist war nicht sehr hoch, muss aber weit gesprungen werden, damit man die Felswand nicht touchiert. Aber bei solch guten Springern wie heute stellt auch das kein Problem dar…

Eine sehr feine Truppe, die wir heute führen durften!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:05 h
Gesamtlänge: 8 km
Höhenmeter: 100 m
Abseilstellen: 2
Sprünge: mind. 8

220517 Canyoning Stuibenfälle

Gestern hatte ich den ersten Teil der Schülergruppe, heute ist der zweite, wenn auch kleinere Teil dran. Wir steigen wieder über den Ministersteig auf, am See hüpfen wir ins kühle Nass, eine wahre Wohltat nach dem schweißtreibenden Aufstieg.

Die Gruppe ist heute ein wenig quirliger, aber dennoch kann ich die Aufmerksamkeit aller Teilnehmer binden und das „Sicherheitsgespräch“ durchführen.

Dann starten wir schon mit dem ersten Sprung. hinein in das kalte Schluchtenwasser.

Die Abseilstellen stellen für so machen wieder eine Herausforderung dar, aber schlussendlich seilen ausnahmslos alle der Gruppe ab. Toll gemacht!

Die Sprünge sind ein Highlight dieser Tour, und wirklich jedem taugen die kleinen und größeren Herausforderungen.

Auch im weiteren Verlauf müssen wir so manchen Sprung meistern, zu schnell vergeht hier die Zeit…

Das Wetter ist heute ein wenig stabiler, weder regnet es, noch hallt grusliges Donner-grollen von den Schluchtenwänden.

Nach einer kurzen Zwischenwanderung, damit auch jeder wieder warm bekommt, erreichen wir die Abschlussstelle mit ein paar der schönsten Sprüngen und Szenerien.

Die Stuibenfälle waren 2015 für die Fernsehshow „9 Plätze, 9 Schätze“ nominiert. Für das Stockerl hat es damals nicht ganz gereicht, aber für uns Ausserferner wohl doch einer der schönsten Plätze!

Die Tour ist wieder ein voller Erfolg, den Kindern und Lehrpersonen hat es viel Spaß und Freude gemacht, so mancher konnte seinen inneren Schweinehund besiegen… was will man mehr!

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,00 km
Gesamtdauer: 2:30 h
Höhenmeter: 120 m

220516 Canyoning Stuibenfälle

Mit dem späteren Frühjahr beginnt auch immer die Canyoning-Saison, und ich habe das Glück, gleich eine der ersten Touren zu ergattern.

Eine Stammgastgruppe, genauer gesagt eine Gruppe von Schülern, die Projektwochen im schönen Lechtal verbringen, geht heute mit uns die Stuibenfälle.

Der erste Teil der Tour ist auch immer der Anstrengendste. Über den Ministersteig wandern wir zuerst relativ steil auf der orografisch rechten Seite der Schlucht ein paar Höhenmeter hinauf.

Die feuchte Hitze ist drückend, dennoch marschieren alle Teilnehmer brav zum Einstieg, bei der wir uns sofort ins kühle Nasse begeben.

Nach einer Einführung zur Begehung starten wir gleich mit einem tollen 4m-Sprung ins noch kühlere Schluchtenwasser.

Direkt im Anschluss haben wir auch schon die erste Abseilstelle über 20m, die die Kinder mit Bravour meistern, wenn auch dem Einen oder Anderen die Angst ein wenig ins Gesicht geschrieben steht.

Die zwischenzeitlichen Abkühlungen sind an diesem Tag sehr willkommen und werden von allen Teilnehmern mit Genuss ausgekostet.

Insgesamt sind es 24 Teilnehmer, plus 3 Guides, daher brauchen wir trotz toller Arbeitsteilung bei den Abseilstellen einiges an Zeit.

Das eine oder andere Mal müssen wir die Kinder ein wenig „einfangen“, wenn sie zu übermütig werden, aber im Großen und Ganzen ist die Disziplin sehr hoch.

Die zwei Abseilstellen in den Stuibenfällen liegen relativ nahe zu einander…

… als wir die zweite Stelle erreichen, öffnet der Himmel seine Schleusen und und beginnt richtig zu regnen. Der Donner grollt in der Schlucht um einiges stärker als im freien Gelände…

… dennoch bleiben wir alle ruhig und meistern auch die zweite Stelle.

Beim großen „Plungen“ können die Schüler nun ihr Springvermögen unter Beweis stellen, es ist für heute der höchste Sprung mit ca. 7m.

Bei einer Stelle üben wir noch unsere Überraschung, die Rückwärtsrolle ins Wasser. Die Gesichtsausdrücke beim Auftauchen sind eine Klasse für sich.

Es macht allen sehr viel Spaß, allerdings zehrt nun die Kälte trotz Neoprenanzug, und alle sind froh, dass wir jetzt ein paar Meter neben dem Flusslauf gehen können.

Die Nachzügler sind noch am Springen, während die ersten in der Gruppe nun schon los marschieren.

Schnell haben wir die Hauptgruppe eingeholt und gemeinsam marschieren wir zum letzten Teil des Canyons.

Hier sind noch ein paar schöne Sprünge zu bewältigen, die sehr viel Spaß machen.

Den mittleren Sprung müssen wir nochmals umgehen, da diese zu anspruchsvoll ist.

An Schuss warten wir alle zusammen und begeben uns zurück zum Auto. Eine tolle erste Tour mit sehr feinen Gästen, so sollte es immer sein!

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,00 km
Gesamtdauer: 2:58 h
Höhenmeter: 120 m

200812 Canyoning Wiesbach und Stuibenfälle

Teil I – Wiesbachl

Einmal im Jahr gehe ich gerne mit den Kindern eine Runde Canyoning. Heuer trifft es den 12. August… das Wetter ist herrlich und fast schon ein wenig schwül. Doch das macht nichts, wir gehen ja ins „Wasser“…

Da ich ein „IL“-Kennzeichen habe und daher nicht gerne in die Fahrverbote in Reutte fahre, parken wir direkt hinter der Lechbrücke nach Vorderhornbach. Von hier ist der Weg bis zum Einstieg gleich lang wie vom „normalen“ Parkplatz, nur der Rückweg ist ein wenig länger.

Der Aufstieg ist wegen der hohen Temperaturen anstrengend, aber dafür schnell erledigt, dann können sich die Kinder schon in das kühle Nass legen, während ich die Ausrüstung vorbereite.

Nach ein paar Worten zur Begehung der Schlucht machen wir uns auf ins Vergnügen. Der erste Teil beinhaltet ein wenig Gehstrecke, aber dann kommen die Hindernisse Schlag auf Fall. Der erste Wasserfall ist immer gut zu üben, denn dieser ist ein wenig rutschig und verlangt hohe Konzentration.

Dann kommt gleich eine lustige Rutsche, bevor wir das Highlight, die drei Rutschen und den „Dom“ erreichen. Hier sind wir auch überraschend schnell am Weg, dann stehen wir schon vor dem hohen Wasserfall.

Dieser wird von den Kindern souverän gemeistert, schon erreichen wir den Spaßteil… den Fächer (heutzutage Elefantenstrahl genannt) und die Waschmaschine. Zwei lustige Stellen, die besondere Abseiltechniken verlangen… nicht schwierig, aber lustig.

Damit haben wir dann schon fast das Ende der Tour erreiche, am Schluss gibt es noch eine schöne Rutsche und wir stehen an der normalen Ausstiegsstelle. Von hier müssen wir nochmals zum Auto laufen, das sind ca. 20 min. Fußmarsch, die jedoch sehr schnell überstanden sind.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:53 h
Gesamtlänge: 11,55 km
Höhenmeter: 1.034 m

TEIL II – Stuibenfälle (unterster Teil)

Nachdem wir das Wiesbachl so schnell erledigt haben, beschließen wir, noch „kurz“ in die Stuibenfälle zum Springen zu fahren. Wir begehen nur den unteren Teil, d.h. wir brauchen weder Helm noch Seil, sondern hüpfen einfach so, wie die gewöhnlichen Besucher, aber halt mit Neoprenanzug die letzten Wasserfälle hinunter.

Der Aufstieg ist recht kurz, aber nach dem Wiesbachl doch ein wenig knackig, dann stehen wir schon beim Geländersprung. Sara und Letu schauen sich die Stelle kurz an und meinen dann nur, klar, das geht.

Da wir bei weitem nicht die einzigen Besucher sind, die Stuibenfälle sind mittlerweile richtig überlaufen, haben wir ein paar Canyonauten vor und hinter uns, dazu noch gefühlte 100 Zuschauer auf den Seiten. Dennoch macht die Springerei einfach nur Spaß, sowas lassen wir uns nicht verderben.

Da wir nur den unteren Teil begehen, springen wir die ganze Runde gleich drei mal hintereinander, weil es eben so viel Spaß macht… 9m ist der höchste Sprung. Ich ziehe meinen Hut vor den Kindern. Toll gemacht, und uns allen hat es sehr viel Spaß gemacht.

200712 Canyoning Wiesbach und Stuibenfälle

Wiesbachl (Funtour)

Der heutige Sonntag steht im Zeichen des Canyonings. Bedingt durch die Coronakrise bin ich heuer noch kein einziges Mal in die „Schlucht“ gekommen… heute endlich kann ich wieder diese tolle Sportart durchführen

Lechtalzopf

Am Vormittag haben wir eine feine Runde fürs das Wiesbachl in Stanzach. Flott steigen wir zum Einstieg, nach einem Sicherheitsgespräch gehen wir auch schon in die Schlucht. Der Wasserstand ist heute gut, die Gruppe angenehm und so macht das Werken in diesem schönen Canyon richtig Spaß.

Erste Abseilstelle

Besonders die Stellen nach dem großen Wasserfall machen immer wieder Spaß. Sei es die Rutsche am Seil, der sogenannte Fächer oder die Waschmaschine. Hier kommt jeder auf seinen Geschmack und wird nochmals richtig gut „durchgewaschen“.

Rutsche

Beim Fächer muss eine Rutsche gemeistert werden, die immer Enger wird…

Wäscherei

… und bei der Waschmaschine ist der Name Programm. Heute ist der perfekte Wasserstand für diese kühle Freude.

Canyoning ist eine tolle Wassersportart

Stuibenfälle (Action Tour)

Am Nachmittag habe ich noch eine Tour mit 5 Personen in den Stuibenfällen. Hier ist alles ein wenig mehr actiongeladen…

Erster Abseiler

Beim ersten Abseiler passiert heute etwas, das die meisten Canyoningguides noch nicht oder auch niemals erleben müssen. Während dem ersten Abseiler, nachdem 2 Gäste schon abgeseilt sind, ertönt auf einmal der Staumaueralarm. Das ist das Zeichen, die Schlucht sofort zu verlassen Wir ziehen uns sofort auf sicheren Grund zurück und warten ab. Bald bekommen wir die Entwarnung und können weiter.

Sprung ins kühle Nass

Sind am Anfang zwei größere Abseilstellen zu meistern, kann das Seil dann für den Rest der Tour im Rucksack bleiben… dann ist nur mehr Springen angesagt. Und das macht Spaß. Der Höchste Sprung liegt bei ca. 10 m… und immer springen wir in wunderbar tiefe „Gumpen“.

Geländersprung…

Auch diese Tour, obwohl von sehr vielen Menschen frequentiert, macht immer wieder Spaß.

… und ein wenig Spaß!

Ein toller, aber auch anstrengender Tag geht viel zu schnell vorüber, nachdem die Ausrüstung bei der Bootshütte verstaut ist, geht es wieder in nach Innsbruck… hoffentlich bin ich bald wieder in der Schlucht.

Canyoning Hochalpbach (20.09.2015)

Heute steht als Abschlusstour für diese Saison der Hochalpbach auf dem Programm. Diese Tour bin ich heuer noch nicht begangen, daher freue ich mich umso mehr auf die tolle Tour. Mit von der Partie, und das macht es für mich noch lustiger, sind 5 sportliche Deutsche. Ursprünglich aus Kasachstan, treffen sie sich jedes Jahr und unternehmen etwas in der Männerrunde. Das finde ich toll.
Beim mir bekannten Einstieg werden wir von einem Einheimischen verscheucht, wir dürfen hier nicht sein und auch nicht durchfahren. Als ich ihm erkläre, dass wir zum Canyoning da sind, beruhigt er sich ein wenig, und empfiehlt und die obere Einfahrt. Im Endeffekt ist das dann der bessere Platz, da wir weder einen langen Zustieg, noch eine Lange Rückkehr haben.
Vom Fahrzeug steigen wir zuerst den Steig Richtung „Hochtal“, bzw. „Hohes Licht“ auf, dann zweigen wir auf einem mittlerweile sehr gut sichtbaren Steig zum Einstieg ab. Dieser führt zuerst durch den Wald, der letzte Teil ist dann ein kurzer versicherter Steig, der uns bis zum ersten Abseiler führt.

Der Stand ist ausgesetzt, aber gut eingerichtet, und ich habe die Gäste gleich alle auf das Podest abgeseilt. Von dort kommt gleich eine zweite schöne Abseilstelle, die bei viel Wasser recht anspruchsvoll werden kann. Heute ist der Wasserstand jedoch angenehm.
Eine kurze aber tolle Rutsche stellt sicher, dass wir jetzt alle gut durchgewaschen sind. Der Sprung vom Baumstamm macht auch allen viel Spaß.

Ab hier geht es dann eine Weile ohne nennenswerte Hindernisse bis zum Abschlusswasserfall, der direkt in den Lech stürzt.

Die Flussüberquerung macht uns noch mal richtig Spaß.

Und der Rückweg ist, entgegen der Befürchtungen, sehr schnell gemeistert. Tolle Tour, tolle Leute, das Wetter ist am Schluss dann auch noch richtig gut geworden… perfekt!