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240127 Pflacher Älpele (1.668m) und Säulinghaus (1.696m)

Diese Wochenende bin ich mit Biggi im schönen Außerfern, genauer gesagt auf der Hütte. Die Anreise am Freitag geht zügig, allerdings ist das Wetter alles andere als bergtauglich… es regnet.
Am Morgen, wir wollen eine Runde wandern, regnet es zwar nicht mehr, aber es ist nebelig. Wir lassen uns nicht abschrecken…

Der erste Aufstieg von der Hütte folgt dem Forstweg, aber schon nach kurzer Zeit erreichen wir Steig zum Säulinghaus bzw. zum Koflerjoch.

Wir bewegen uns an der Obergrenze der Nebelbank, immer wieder erhaschen wir ein paar Sonnenstrahlen… das könnte noch ein schöner Tag werden.

Wir wandern über den Steig zum Pflacher Älpele, einer ehemaligen kleinen Alm im Gemeindegebiet…

Die Sonne wird immer prominenter, die Scharrhütte, eine Jagdhütte am gleichen Boden, leuchtet im Winterkleid.

Von der Alm zweigen wir auf den Forstweg Richtung Säulinghaus ab, das Koflerjoch wollen wir ohne Schneeschuhe nicht besteigen. Auch am Forstweg liegt viel Schnee, der das Stapfen manchmal beschwerlich macht.

Das wunderschöne Winterwetter und die damit verbundene geniale Landschaft ist allerdings jede Strapaze wert.

Die Wolken hängen nur noch im Tal, hier oben auf dem Berg herrscht wünderschönes, fast schon kitschiges Wetter vor.

Der Blick ins Lechtal, kurz vor dem Säulinghaus liegt immer noch fest eingepackt unter Wolken…

Schließlich erreichen wir das Säulinghaus, das jetzt im Winter nur an ausgewählten Tagen offen hat. Wer lastet der Schnee auf dem Vordach, ich hätte nicht gedacht, dass so viel Schnee hier oben liegt.

Biggi und ich setzen uns in die Sonne, wir beobachten, wie sich die Wolken im Tal langsam verziehen und auflösen.

Nach ausgiebiger Rast wandern wir über den Säulingsteig zurück zu Hütte.

Der Säuling leuchtet heute mit dem frischen Schnee wunderschön.

An der Stelle, die vorher noch den Lechtalblick mit Wolken versperrt hat sehen wir jetzt den Lech und das untere Lechtal.

Beim Blick zurück nach Norden stelle ich mal wieder fest, der Säuling ist der schönste Berg für mich.

Wir müssen ein gutes Stück durch den Wald, die milden Temperaturen habe diesem nun in einen sprichwörtlichen Regenwald verwandelt. Überall tropft der schmelzende Schnee herunter.

Immer wieder leuchtet die Sonne durch das Unterholz und verzaubert den Wald.

Schließlich erreichen wir die Hütte, und wir genießen einen Kaffee bei den letzten Sonnenstrahlen auf der Veranda. Sobald der Feuerball verschwunden ist, muss geheizt werden, damit es gemütlich bleibt.

Wir kochen was Gutes, spielen Karten und lassen den feinen Tag ausklingen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:18 h
Gesamtlänge: 8,86 km
Höhenmeter: ∆ 633 m / ∇ 674 m

231028 Neuschwanstein

Das Wetter ist wunderschön, da macht sich ein Ausflug nach Neuschwanstein gut. Das Schloss des „Märchenkönigs“ ist eines der bekanntesten Gebäude der Welt, zufälligerweise auch sehr nahe zu meinem Heimhaus…

Der Herbst ist die beste Zeit, um das Schloss zu besuchen. Vor kurzem konnte ich das Gebäude vom Säuling aus bewundern, heute geht es mal direkt zum Fuß des Prachtbaus.

Wir spazieren, nachdem wir um €10.- am Parkplatz erleichtert wurden, von Schwangau den offiziellen Steig hinauf zum Schloss. Das gute Wetter lockt heute nicht nur uns, ganze Menschenketten wälzen sich den Hügel hinauf.

Wir lassen es uns dennoch nicht verdrießen, es ist heute sehr schön und wir genießen den Aufstieg.

Immer wieder sehen wir das prächtige Schloss mitten im herbstlichen Wald. Am Schloss angekommen, müssen wir feststellen, dass heuer der Eintritt in den Hof verwehrt ist, bzw. auch für Diesen muss man schon bezahlen. Schade, aber wohl ein Tribut bedingt durch die vielen Besucher…

Auch der Ausblick ins Umland ist wunderschön, mit Hohenschwangau, dem Alp- und Schwanensee. Kein Wunder, dass der Königswinkel so bekannt und auch gut besucht ist.

An jedem schönen Platz stehen Menschentrauben für das obligatorische Foto an… schade, und dennoch irgendwie verständlich.

An der Marienbrücke angekommen, müssen wir feststellen, dass auch hier kein „freier Eintritt“ mehr möglich ist. Eine wahre Menschentraube schreckt uns auch hier ab, und wir spazieren wieder retour.

Zumindest können wir das Schloss noch von Außen betrachten, auch das ist schon beeindruckend genug.

Schließlich führt uns unser Weg wieder hinunter nach Schwangau… der Spaziergang war sehr schön, aber ein wenig schade ist, dass die früher freien Attraktionen, Innenhof und Marienbrücke, nicht mehr frei zugänglich sind.

Dafür genießen wir die Aussicht auf das Allgäuer Seenland, dieser wunderschöne Ausblick ist aktuell noch gratis!

Im Tal angekommen, schauen wir noch rüber zum alten Schloss Hohenschwangau, dem Geburtsschloss des Märchenkönigs. Die meiste Zeit seines kurzen Lebens hatte er an diesem wunderbaren Ort verbracht!

Ein wenig nachdenklich ob der Überlaufenheit, aber dennoch zufrieden wegen dem schönen Spaziergang fahren wir wieder retour nach Pflach… hier geht es deutlich beschaulicher zu!

231015 Canyoning Stuibenfälle

Wieder einmal habe ich es geschafft, eine Mitarbeiter-Canyoningtour auf die Beine zu stellen. Wir fahren von Innsbruck nach Häselgehr, dort wartet schon die Ausrüstung auf uns.
Leider hat das Wetter entschieden, ansonsten war heuer ein überdurchschnittlich warmer Oktober, der Jahreszeit entsprechende Temperaturen einzustellen. Sodenn hatten wir auch fast Schneeberührung am Hahntennjoch. Kurze Bedenken bezüglich der Sommerausstattung am Fahrzeug waren aber unbegründet.

Dafür gibt es heute sogar Handschuhe, ein seltenes Vergnügen bei meinen Touren. Der Aufstieg gestaltet sich dann angenehmer als im Sommer, der Marsch mit Neopren fällt gewiss unter die Sparte „Masochismus“.

Der Plansee sieht , abgesehen von den Temperaturen einladend aus. Die Schlucht und das enthaltene Wasser ist sowieso immer kühl…

Nach einem Sicherheitsgespräch starten wir unser Abenteuer mit einem Sprung ins kühle Nass.

Für manchen Canyoning-Aspiranten ist diese erste Mutprobe eine Überwindung, das anschließend kalte Wasser strapaziert so manches Stimmband…

Nachdem wir den Pool schwimmend gut überwunden haben, kommt die erste Abseilstelle, teilweise frei hängend an den Rand des zweiten Gewässers.

Die Umgebungstemperatur ist heute gelinde gesagt frisch, das Wasser hat jahrein/jahraus die selbe Temperatur. So machen die zwangsläufigen Wartezeiten bei den Abseilstellen nur mäßig Spaß.

„Irgendwann“ haben wir die zwei Abseilstellen doch gemeistert…

…und den langen, kalten Pool durchschwommen.

Ab dem zweiten Abseiler stehen uns nun ein paar vorzügliche Sprünge bevor, der erste gleich um die 7 Meter.

Das Wasser wird im Unterlauf der Stuibenfälle auch angenehmer, das könnte aber auch den abgestorbenen Kälterezeptoren am Körper geschuldet sein.

Zum Glück gibt es zwischen erstem und zweitem Teil der Schlucht eine längere Gehstrecke, bei der wir uns wieder warmlaufen können. Damit sind wir gestärkt und bereit für die letzten Sprünge…

Am Beginn steht der „Arschbomben-Sprung“, danach folgen der „Geländersprung“, der auch gleichzeitig die höchste Sprungstelle darstellt. Mittlerweile wurde der Einstieg durch einen Drahtbügel ein wenig entschärft und kann wieder angenehm begangen werden.

Erwartungsgemäß sind wir heute auch die Einzigen, die sich den aquatischen Spaß geben. Ein paar Wanderer, dick verpackt, schauen uns ungläubig zu und teilweise werden wir auch fotografiert!

An der Abschlusskaskade darf jeder nochmals sein neu gewonnenes Können unter Beweis stellen, hier muss weit „rausgesprungen“ werden, die Absprungstelle ist ein wenig gefinkelt.

Im Fahrzeug haben wir heißen Tee gebunkert, der nun mit Hochgenuss vertilgt wird. Mit dem Canyoning-Bus fahren wir, die Heizung läuft auf Hochtouren, retour zur Basis. Es war toll, aber auch sehr frisch. Ein Detail erfrage ich erst am Schluss, beim Aufräumen, von Fridl… das war die letzte Tour für dieses Jahr, zumindest geplant!

Am Hahntennjoch, im „Gasthof zur Gemütlichkeit“ gönnen wir uns noch eine Stärkung, bevor wir den Weg nach Innsbruck antreten!
Eine tolle Truppe, eine tolle Schlucht. So macht Canyoning Spaß. Den Kritikpunkt, die Tour nächstes Jahr doch früher im Jahr anzusetzen, nehme ich gerne mit!

230815 Koflerjoch (1.861m)

Nachdem wir gestern auf dem Säuling waren, steht heute noch das Koflerjoch am Programm. Der erste Anstieg ist der Selbe wie gestern, am Steig zweigen wir allerdings auf den Pfad zum Pflacher Älpele ab.

Obwohl die Alm klein und fast schon ein wenig armselig wirkt, ist der Platz dafür umso schöner! Das Wetter ist gut, daher steigen wir weiter in Richtung Koflerjoch auf.

Die Kumuluswolken bauschen sich heute schon früher auf, es ist auch dementsprechend warm.

Unter dem Brunstgrat und den mächtigen Abstürzen des Säulings steigen wir auf den Sattel vor dem Koflerjoch.

Der Säuling, heute bestimmt wegen dem Feiertag gut besucht, liegt nun im Westen von uns.

Auf dem Sattel wächst, wie ich mich schon immer erinnern kann, haufenweise Eisenhut. Ich kennen keinen Platz, an dem diese schöne Pflanze so gehäuft vorkommt.

Vom Grat sieht man ins weitläufige Ammergau, eine verlassene Gegend…

Der weitere Weg vom Sattel führt uns immer am Grat entlang bis zum Gipfel.

Nördlich, schon im deutschen Gebiet liegt der schöne Kessel mit der Sepp-Sollner-Hütte. Auch hier bin ich noch nicht vorbeigekommen, aber das steht auf meiner Liste.

Am Gipfel sind wir nicht alleine, obwohl wir den ersten Teil der Tour sehr einsam bestritten haben. Der Säuling hat einfach mehr Prestige.

Eine feine Jause begleitet unsere Gipfelruhe, anschließend steigen wir auf der Ostseite ab in Richtung der Sattelköpfe.

Viel Totholz liegt hier herum, auch den einen oder anderen Pilz finden wir. Das Abendessen ist schon fast wieder gesichert.

Ab jetzt geht es schnell, der Himmel hat sich verdunkelt, über dem Lechtal stehen finstere Wolken an. Der eine oder andere Donner tönt zu uns herüber.

Bald haben wir die Dürrenberger Alm erreicht, auf eine Einkehr verzichten wir in Hinblick auf das Wetter jedoch. Wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns.

Über die sieben Täler wandern wir einsam wieder in die Flanken des Säulings und zum Pflacher Älpele. Ich schaffe es auch dieses Mal nicht, die genaue Anzahl der Täler zu bestimmen… es werden wohl nur die wasser-führenden Einschnitte gezählt.

Im Lechtal wird es immer ungemütlicher, auch bei uns fängt es ganz leicht zu tröpfeln an. Aber eine Regenjacke wird nicht benötigt, dafür ist die „Luftfeuchtigkeit“ zu gering.

Der Weg durch die sieben Täler zieht sich, langsam nähern wir uns wieder der Alpe.

Nun kommt das Wetter auch aus Westen (Musauer Seite), da wird es wohl wirklich krachen.

Die Pilzbeute ist heute gut, daher gibt es am Abend Nudeln mit Steinpilzen. Papa ist auch noch einen Sprung auf die Hütte gekommen und wir genießen das Luxusmenü gemeinsam!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:43 h
Gesamtlänge: 13,32 km
Höhenmeter: ∆ 938 m / ∇ 953 m

230814 Säuling (2.048m)

Heute geht´s mit Elisabeth auf den Säuling. Heuer bin ich noch gar nicht auf „meinem“ Berg gewesen, daher wird es Zeit. Es ist unter der Woche, daher wird auch nicht so viel los sein wie an den überlaufenen Wochenenden.

Der Aufstieg von der Hütte geht erst zügig über den Forstweg, bis wir auf den Steig treffen. Von hier durch den Wald streben wir immer wieder hoch, vorbei am heute geschlossenen Säulinghaus.

Über die steile Wand nach der Hütte steigen wir höher, ein paar Leute sind doch am Weg. Aber wie gesagt, überlaufen ist der Berg heute nicht.

Das Wetter ist super, die Aussicht sehr schön. Ins Lechtal und nach Vils / Pfronten sehen wir von dieser Seite schon sehr schön auf die Lechtaler Alpen und die nördlichen Allgäuer Alpen

Bald erreichen wir den Sattel, die sogenannte Gamswies´n. Der Säuling erstrahlt in bestem Lichte, das Gipfelkreuz ist schon sichtbar.

Das berüchtigte Schild „Achtung Staatsgrenze“ vergilbt dank der EU-Mitgliedschaft zusehend. Wer weiß wie lange das noch lesbar bleibt.

Über die Gamswies´n wir den Schotterweg zur Gipfelwand, hier müssen wir nochmals ein paar Mal die Hände anlegen.

Schließlich stehen wir auf dem Gipfel, es ist wirklich gemütlich. Kein Windhauch, wir finden auch ein feines Plätzchen. Dann wird mal die Brotzeit ausgepackt…

Im Osten lacht die Zugspitze zu uns herüber, auch den Plansee, zumindest einen Teil sehen wir von hier oben. Im Nahbereich sehen wir auch schon unsere Tour für den nächsten Tag, den Aufstieg zum Koflerjoch.

Im Süden brauen sich schon ein paar Kumuluswolken auf, diese werden uns aber nicht gefährlich.

Jedes Mal muss ich wieder staunen, wenn man nach Norden ins Alpenvorland schaut: Forgensee, Bannwaldsee, Schloss Neuschwanstein und Füssen liegen uns zu Füßen. Hier könnte man erahnen, woher die nette Grenzstadt ihren Namen bekommen hat…

Nach einer ausgiebigen Rast steigen wir wieder ins Tal, ein letzter Blick zum Gipfelkreuz, bis bald, Säuling!

Obwohl das Wetter noch immer sehr gut ist, wachsen die Wolken doch ein wenig an. Das könnte heute am Nachmittag schon noch einen Guss tun!

Am Weg hinunter zum Säulinghaus kommen uns noch ein paar Gipfelaspiranten entgegen. Bei dieser Hitze müsste ich jetzt nicht mehr hoch laufen. Auch erweckt nicht jeder Entgegenkommende die nötige Sicherheit auf dem Steig. Ein Mann, der uns entgegenkommt, dreht vollé auch um.

Rückblickend bewundern wir nochmals die stolze Zinne des Säulings, nebenan der kleine Säuling, der noch auf einen Erstbesuch meinerseits wartet!

Die Hütte ist wie gesagt heute geschlossen, dennoch hat der Hüttenwirt ein paar Getränke vor die Hütte gestellt. Gemessen an der Anzahl der Getränke ist Dieser aber von sehr bescheidenem Besuch ausgegangen.

Kurz vor der Hütte entdecken wir noch ein paar schöne Parasole, das wird ein feines Abendessen!

Eine tolle, feine Tour bei gutem Wetter! Später am Nachmittag kommt das prognostizierte Gewitter dann doch noch, allerdings tangiert uns dieses Dank „Dach über dem Kopf“ nicht besonders.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:27 h
Gesamtlänge: 9,10 km
Höhenmeter: ∆ 938 m / ∇ 961 m

230806 Canyoning Stuibenfälle

Das Wetter ist grausig, es regnet und kalt ist es noch dazu. Dennoch habe ich eine Tour in den Stubenfällen, die Gäste sind super motiviert…
Nach dem Aufstieg über den Ministersteig gibt es das obligatorische Sicherheitsgespräch, der Wasserstand im Plansee ist in Ordnung, dem Spaß steht somit nichts im Wege.

Schon nach dem ersten Sprung werde ich gefragt, ob das immer so kalt ist. Ich muss grinsen… das wird nicht viel besser! Die Abseilstellen haben wir bald erreicht, einer nach dem anderen wird abgeseilt.

Der große Wasserfall ist eigentlich die spektakulärste Stelle der ganzen Tour, die Aussicht von oben ist einfach phänomenal.

Nach der zweiten Abseilstelle wird das Seil gut verstaut, ab nun haben wir nur noch Sprünge vor uns… und die sogenannte Schweinsrolle!

Gegen Ende der Tour, den Leuten ist schon richtig kalt, müssen wir noch ein paar Sprünge absolvieren… das Adrenalin lässt die Kälte kurz vergessen.

Sprung für Sprung bewegen wir uns im unteren Teil fort, es macht einfach Spaß. Dank neuner Regelung sind die Stuibenfälle nun nicht mehr ganz so überlaufen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:24 h
Gesamtlänge: 8 km
Höhenmeter: 100 m
Abseiler: 2
Sprünge: mind. 8

230708 Bitterlehütte

Es ist wieder so weit, die Wiese auf der Hütte schreit danach, frisiert zu werden… das Grashaupt der Nachbarwiese ist schon kurz und schön… bei uns wuchert aber ein noch schönes Blumenmeer… dennoch, damit das so bleibt, müssen wir auch ran!

Mit Letu fahre ich am Freitag auf die Hütte, damit wir für den nächsten Tag alles herrichten können. in der Nähe wurde Holz geschlägert, das müssen wir natürlich genauer inspizieren.

Am Abend wird noch einmal das schöne Feld dokumentiert, wir machen ein Feuer und genießen den lauen Abend. Es ist immer wieder fein hier oben!

Ganz in der Früh, nachdem wir am Vortag gedengelt und hergerichtet haben, starte ich mit dem ersten Teil. Das Gras ist taufeucht und lässt sich wunderbar schneiden. So geht gleich mal was weiter.

Letu ist dieses Mal eine große Hilfe, er mäht im unteren Teil, rund um den Holzstadl. Er hat die letzten Jahre gut aufgepasst, bei ihm ist der Fortschritt rasch zu sehen.

Bahn für Bahn wird abgemäht, schon am frühen Vormittag steigt die Temperatur in hitzige Höhen, die Freude auf den Nachmittag wird so ein wenig getrübt… nichts desto trotz wird geschnitten was das Zeug hält.

Am frühen Nachmittag holen wir Sara vom Bahnhof in Reutte, dann gehen wir eine Runde schwimmen im Urisee. Die Erfrischung tut gut, allerdings hat bedingt durch die konstant hohen Temperaturen auch das Wasser den Erfrischungseffekt ein wenig verloren…

Zurück auf der Hütte geht die Arbeit gleich weiter, am späteren Nachmittag hat sich ein wenig Schatten über die Wiese gelegt, nun ist die Arbeit, abgesehen von ein paar renitenten Bremsen, wieder angenehm.

Am Abend entschließen sich die Kinder, auf der Terrasse zu schlafen. Die Temperaturen fallen in der Nacht dann doch, wir sind im Ausserfern. Aber die guten Schlafsäcke auf der Hütte schützen zuverlässig vor Kälte und Getier.

Fast noch zu nächtlicher Stunde, die Kinder schlafen tief und fest, starte ich mit dem letzten Teil des Feldes. Auch hier, der Taunässe gedankt, komme ich rasch voran, schon bald ist ein Ende der Maht in Sicht.

Auf den letzten Metern bricht mir noch die Sense, da war ich wohl ein wenig zu hart am Arbeiten. Leider an einer Stelle, die nicht mehr repariert werden kann. Also muss ich für nächstes Jahr ein neues Blatt besorgen. Zum Glück ist die Wiese fertig gemäht.

Im Anschluss wird die Wiese noch geputzt, das Heu entsorgt und die Hütte aufgeräumt. Hier ist Sara die Hüttenwirtin und sorgt für uns alle! Wir sind am Abend bei Mama, eine Runde schwimmen zur Erfrischung und dann eine gute Pizza… so kann das Arbeitswochenende ausklingen. Wir haben alles geschafft, das ist ein angenehmes Gefühl.
Und dank der Hilfe der Kinder war es dieses Mal auch gut machbar. Danke dafür!

230524 Canyoning Stuibenfälle

Zweiter Tag Canyoning, selbe Schule aus Luxemburg, neue Klasse. Die Schüler wissen natürlich schon vom der ersten Gruppe, was auf sie zukommt.

Voller Spannung begeben wir uns erst nach Breitenwang, dann bestreiten wir den Aufstieg.

Der erste Teil ist wie gewohnt steil, doch dafür ist gleich am Anfang das Härteste erledigt. Die Gruppe ist stärker als am Vortag, wir sind flott am Weg.

Leider ist das Wetter heute nicht mehr so fein wie gestern, es ist um die 5°Celsius kühler, das merken besonders die Mädchen sehr rasch…

Am Einstieg gibt es noch ein ausführliches Sicherheitsgepräch, die Schwimmrunde lassen wir wegen der Temperaturen heute aus.

Nach dem ersten Sprung kommt auch gleich wieder die erste Abseilstelle. Links und rechts wird gearbeitet, flott und sicher werden die Jugendlichten abgeseilt.

Allen macht es Spaß, und wie schon eingangs gesagt, es handelt sich hier um eine überdurchschnittlich sportliche Schulklasse! Super!

Trotz flotter Arbeit und gutem Mittun dauern die Abseilstellen immer am Längesten. Dennoch läuft alles sehr gut, wir sind zufireden.

Nach dem zweiten Abseiler und dem höheren Sprung ist den meisten Kindern nun kalt, aber wir haben noch eine kleine Überraschung parat. An dieser Stelle müssen die Teilnehmer eine „Schweinerolle“ und eine Kopfüberrutsche bewältigen.

Das macht so viel Spaß, dass die Kälte fast wieder vergessen ist.x

Es folgt eine längere Gehstrecke, damit alle wieder auf „Betriebstemperatur“ kommen, dann bewältigen wir die letzten Hindernisse, Sprünge, einen Mini-Klettersteig und eine kleine Rutsche.

Die Hochmotivierten dürfen noch den großen „G`ländersprung“ über 9m wagen, der Rest begibt sich zum Schlusssprung nach der Eisenbrücke.

Ein lustiger Tag mit einer lustigen Truppe.

Beide Tage haben viel Spaß gemacht und waren für mich ein perfekter Start in die Saison. Gerne bald wieder!

230523 Canyoning Stuibenfälle

Mit dem Frühjahr fängt auch immer wieder die Canyoning Saison an. Meine erste Tour heuer führe ich gleich mit Stammgästen, einer Schülergruppe, durch.
Nachdem wir uns an der Bootshütte getroffen haben, werden die Schüler eingekleidet, ein wenig chaotisch, wegen der Menge an Leuten…

Mit dem Transporter fahren wir zum Ausstieg in der Nähe des Kraftwerks Plansee. Über den Ministersteig erreichen wir den Einstieg in die Schlucht. Zuerst kühlen wir uns allerdings im Plansee ab, so wird der Neopren erstmalig nass.

Ein Sprung aus ca. 4m markiert den Start der Tour, kurz danach sind wir schon bei der ersten Abseilstelle. Einer nach dem anderen wird über die Stufe abgeseilt.

Ein weiterer Sprung und eine kurze Laufstrecke bringen uns zum zweiten Abseiler.

Während die letzten Schüler noch abseilen, bin ich mit den ersten Leuten weiter zu einem schönen Sprung gegangen. Dort dürfen sich die Mutigen austoben… ca. 7m sind zu bewältigen!

Einigen ist nun arg kalt geworden, gerade nun kommt die längere Gehstrecke gelegen. Bald ist allen wieder warm!

Am Schluss der Tour haben wir noch ein paar Sprünge, die von allen bravorös gemeistert wurden.

Obgleich wir flott gearbeitet haben und nicht wirklich geschlendert haben, ist heute viel Zeit vergangen. Unterm Strich hat es aber allen sehr gut gefallen und das ist die Hauptsache! Ein wunderbarer Start in die neue Saison!

221030 Säulingumrundung

Nach unserem Trip nach Bozen steht schon die nächste Reise an. Wir fahren auf die Hütte, dort müssen noch ein paar Sachen vor dem Winter erledigt werden. Letu und ich übernachten auf der Hütte, am nächsten Tag stößt Papa noch zu uns.

Wir wollen heute um den Säuling gehen, den Gipfel wollen wir am Rückweg dann noch mitnehmen. Start ist zuerst wieder der Forstweg bis zur Abzweigung „Pflacher Älpele“, dann folgen wir dem Steig zum Säulinghaus.

Trotz regem Andrang ist die Hütte heute geschlossen. Allerdings könnte das Naturfreundehaus evtl. am Nachmittag öffnen, so unser Kalkül. Wir wandern weiter in Richtung Pilgerschrofen.

Plötzlich sehen wir ein kleine Herde Steinböcke, die nicht weit vom Wege grasen. für Letu und mich eine kleine Sensation, Papa kennt diese Herde schon besser.

Nachdem wir uns an den majestätischen Tieren sattgesehen haben, wandern wir in konstantem Auf- und Ab weiter zum Pilgerschrofen.

Im Rückblick kann man gut den Gipfel des Säulings ausmachen. Es ist warm, ein leichter Föhnwind bläst.

Der Ausblick auf den Talkessel, das Lechtal und die Tannheimer Berge ist beeindruckend, allerdings bilden sich schon leichte Schlieren in der Luft.

Auch das Alpenvorland, Vils, Pfronten kann man von hier gut einsehen.

An der „berühmten“ blau-weißen Grenzstange, die auch den Aufstieg zum Pilgerschrofen kennzeichnet, machen wir eine kurze Trinkpause.

Dann wird es ein wenig schattig, wir sind nun in den Nordhängen der 12 Apostel, die über uns thronen.

Auch hier ist stetiger Wechsel von Auf- und Abstieg zu bewältigen, bis wir wieder auf die Abzweigung zum Säuling stoßen.

Ab hier wird der Weg wieder ein wenig interessanter, ein paar harmlose Kletterstellen gefallen besonders meinem Junior.

Die kleine Eisenleiter ist sicher ein Highlight des kurzweiligen Aufstieges.

Es sind nun schon mehr Leute am Weg, die von der Bleckenau, bzw. vom Schloss Neuschwanstein aufgestiegen sind. Beim Blick zurück ins Alpenvorland kann man das Schloss, dahinter den Forggensee gut erkennen.

Kurz vor dem Hexenboden am Säuling erblicken wir das erste Mal den Gipfelaufstieg. Uns trifft fast der Schlag, wahre Kolonnen sind auf dem Weg zum Gipfel. Für einen Sonntag war das eigentlich zu erwarten.

Letu legt sich kurz in die Sonne, während Papa und ich überlegen, wie wir weitergehen sollen. Nach kurzer Beratung beschließen wir, den Gipfel heute auszulassen, zu viele Leute sind am Weg. Nicht nur die Staugefahr ist hoch, auch Steinschlag ist somit ein Thema.

Der knackige Abstieg zum Säulinghaus ist jetzt noch besser machbar, wenn sich nicht alle Leute im Abstieg befinden. Hier heißt es nun aufpassen, auch um keine Steine loszutreten.

An den Engstellen müssen wir immer wieder auf Leute, die von unten kommen, warten. Es ist echt die Hölle los…

Unbeschadet erreichen wir das Säulinghaus, hier machen wir nochmals eine kurze Pause. Die Hütte ist immer noch geschlossen, der Wirt versäumt heute wohl einen potentiell umsatzreichen Tag.

Nach kurzer Rast und Stärkung machen wir uns wieder zur unserer Hütte auf, dort gibt es zwar kein Bier, aber Saft und eine gute Brotzeit.

Am Forstweg entlang erreichen wir schon bald die Abzweigung zur Hütte, am Himmel sind immer wieder Föhnfische zu sehen.

An der Hütte setzen wir uns gemütlich in die Sonne und lassen uns die Jause schmecken. Wieder mal haben wir den Tag gut genutzt und sind zufrieden mit der schönen Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:45 h
Gesamtlänge: 12,97 km
Höhenmeter: ▲1.270 m / ▼ 1.284 m