Die Temperaturen sind dieses Jahr schon fast früh-sommerlich, im April… doch noch haben Biggi und ich die Skisaison nicht aufgegeben. Heute ist letzter Tag in der Axamer Lizum, wir beschließen, noch eine Pistentour zu machen, während sich die Buben, Georg und Letu, im Funpark austoben können.

Wir fahren mit dem Bus zu Biggi und dann mit dem Auto weiter in die Lizum. Der Parkplatz ist zwar nicht gesteckt voll, aber gut besucht. Auch noch ein paar Camper, die wahrscheinlich vom gestrigen „Ugly Ski Day“ über geblieben sind, zieren die große Betonfläche.

Am Parkplatz treffen wir uns noch mit Doris, einer Freundin von Biggi, die uns heute begleitet. Die Schneeverhältnisse sind überraschend gut, wir können direkt bei der Talstation losgehen.

Die Burschen genießen die warmen Temperaturen, Letu ist sogar kurzärmlig am Weg.

Ein kurzes steileres Stück müssen wir mit ein paar Spitzkehren meistern, ansonsten verläuft der Aufstieg unspektakulär, aber schön.

Wir sind relativ spät gestartet und merken, dass die Schneequalität unter den erstarkten Sonnenstrahlen leidet. Im Aufstieg sehen wir „Etwas“ im Schnee liegen, zum Glück schaut ein vorbeikommender Skifahrer nach dem Rechten. Es ist eine Jacke, die wahrscheinlich einer der „Ugly Skier“ gestern verloren hat… vermutlich ist es doch ein wenig wilder zugegangen.

Es ist zwar schon spät in der Saison, dennoch überrascht und der geringe Andrang bei diesem Kaiserwetter. Uns soll es recht sind, dann haben wir die Piste für uns.

Die Sonne scheint intensiv auf uns herab, daher ist das Nachschmieren mit Sonnencreme sehr wichtig…


Die Aussicht wird wie gewohnt mit der Höhe immer besser. Die Kalkkögel sind jedes Mal wieder beeindruckend. Ich hoffe, im Sommer schaffe ich hier die eine oder andere Bergtour.

Oberhalb des Dohlennests, einem kleinen Gasthäuschen, machen wir eine Pause und trinken einen Schluck.

Dann starten wir den Endspurt. Immer wieder sehen wir die Spuren des Saharastaubs, der sich gut zwischen präparierter und nicht-präparierter Piste unterscheiden lässt.

Am Grat zum Hoadl, dem Gipfelrestaurant, eröffnet sich der Blick ins Senderstal mit Kemater Alm und Adolf-Pichler-Hütte und den beeindruckenden Gipfeln um die Alpenclubscharte


Flach ziehen sich die letzten Meter hinauf zum Hoadl. Die Burschen haben uns schon gemeldet, dass sie oben auf uns warten. Und auch wir freuen uns auf eine feine Erfrischung.


Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz und den Hoadl (2.340m), eigentlich schön gelegen. So fein das Hoadl-Gasthaus ist, eine Augenweide finde ich das Gebäude dennoch nicht… praktisch ist es allemal.

Wir essen im Innenbereich eine Kleinigkeit, dann setzen sich die Erwachsenen nochmals in die Sonne und die Buben fahren eine Runde in den Funpark.

Fast schon zu gemütlich wird es hier oben, die Sonne wärmt, das Bier schmeckt gut, so könnte man es schon eine Weile aushalten…

… leider müssen wir weiter. Vom Hoadl fahren wir über die Abfahrt zum Funpark, dort sammeln wir die Jungs ein, und fahren weiter zum Parkplatz. Zufrieden fahren wir nach Innsbruck zurück.

Die Temperaturen waren am Hoadl schon gut, aber kein Vergleich zu Innsbruck. Dort zeigt uns das Auto-Thermometer +30°C an, neue Rekordtemperatur für April… der Klimawandel lässt sich einfach nicht mehr leugnen!
Tourendaten
Gesamtdauer: 2:32 h
Gesamtlänge: 7,50 km
Höhenmeter: ∆ 784 m / ∇ 769 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Nassschneelawinen)


