250217 Skitour Aignerhöhe (2.104m)

Heute steht unsere erste Skitour an, als Ziel hat unser Bergführer Heinz die Aignerhöhe auserkoren. Wir müssen zuerst mal ein Stück gen Norden fahren, um zum Ausgangspunkt, in der Nähe von Zedernhaus zu kommen.

Am Parkplatz liegt noch überschaubar viel Schnee, dennoch können wir mit geschickter Spurwahl direkt vom Parkplatz starten.

Bald schon wird die Landschaft winterlicher, die Spur ist nun durchgängig schneebedeckt.

Je weiter wir hochsteigen, desto winterlicher wird es. Das ist auch gut so, wir sind froh, endlich ein wenig Schnee unter den Skiern zu haben.

Wir machen eine kurze Trink und „Jacke-ausziehen-Pause“, dann steigen wir weiter auf, die Truppe ist super, das Tempo sehr angenehm. Die Temperaturen sind niedrig, aber durch die Bewegung gut aushaltbar.

Der Himmer list zwar bedeckt, aber dennoch öffnen sich immer wieder Wolkenfenster und lassen ein wenig Sonne durch. Die Stimmung ist super.

Wir müssen ein gutes Stück durch ein Hochtal gleiten, die Steigung ist fast nicht spürbar, aber zum Einlaufen wunderbar.

Schließlich, am Ende des Tales, steilt das Gelände ein wenig auf, nun ist die Schneehöhe und speziell die Schneequalität immer besser.

Das Tal ist im Rückblick relativ lang, aber angenehm zu gehen.

Nun führt die Spur in Richtung Aigneralm (1.710m), einer wunderschön gelegenen Alm hier im Kessel. Fast nicht vorstellbar, dass direkt und tief unter uns der Tauerntunnel durchführt.

Ab der Alm ist ein Richtungswechsel angesagt, wir wenden uns nun gegen Osten.

Bald schon eröffnen sich die tollen Skihänge der Aignerhöhe vor uns, und wir finden sogar Pulverschnee… da freuen wir uns schon auf die Abfahrt.

Das Gelände ist stark verfahren, eine eigene Spur wird sich wohl nicht ausgehen, aber die Schneequalität scheint immer noch gut zu sein.

Immer weiter steigen wir den Rücken empor, nun hat sich sogar die Sonne durchgesetzt und wir gehen bei tollem Wetter aufwärts.

Immer wieder denke ich mir, wie viel Glück wir mit dieser feinen, kleinen Gruppe haben. Alle kennen wir uns, normalerweise sind die Gruppengrößen 2-3x so groß. Zumindest hat uns das Heinz, der Bergführer erzählt.

Schließlich erreichen wir den höchsten Punkt, die Aignerhöhe. Zwar suchen wir vergeblichen ein Gipfelkreuz, aber es ist doch eindeutig der höchste Punkt mit 2.104m

Wir genießen den Blick über die Niederen Tauern, gleich neben uns liegt beeindruckend die Stampferwand (2.342m), auf der Westseite Mosermandl (2.680m), Schliererspitz (2.402m) und Permuthwand (2.479m). Alles beeindruckende Berge…

Wir richten uns für die Abfahrt, Heinz hat ein gutes Gespür für den richten Platz. Wir finden einen unverspurten Hand, in den wir unsere „Linie“ legen können. Was für ein Gefühl!

Die Abfahrt macht Spaß, im oberen Teil haben wir Pulver, im Mittelteil geht es immer noch gut zu fahren. Einzig die letzten Meter zum Parkplatz sind dann ein wenig mau! Aber immerhin kommen wir mit den Skier wieder bis zum Parkplatz… wenn auch mit leichtem Feindkontakt!

Das anvisierte Gasthaus ist leider geschlossen, wir finden aber ein Cafe, dort gönnen wir uns eine kleine Stärkung. So gut Heinz auf den Skier ist, mit dem Auspacken seiner Malakoff-Torte hat er seine Probleme! Da braucht er dann doch Hilfe!

Zurück im Hotel gönnen wir uns eine Runde in der Sauna, dann sind wir wieder aufgewärmt und fit für das Abendessen, das vorzüglich ist und uns neue Kräfte für den nächsten Tag gibt!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:26 h
Gesamtlänge: 11,30 km
Höhenmeter: ∆ 783 m / ∇ 798 m
Lawinenwarnstufe: 2 ab 2000m (Triebschnee, Altschnee)

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