251206 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Nachdem ich mir bei der letzten Skifahraktion die Schulter gestoßen hatte, probiere ich heute wieder mal mein Glück, heute eine gemütliche Skitour auf den Schartenkogel. Das Glungezer-Skigebiet hat heute das erste mal offen, Letu ist auch schnell überredet, ein paar Abfahren zu wagen.

Trotz unserer scheinbar grimmigen Gesichter sind wir schon sehr gespannt auf den spontanen Skitag. Mit dem Bus sind wir bis zum Talstation gekommen, mit der Gondel geht es hinauf auf den Berg.

Während Letu mit der zweiten Gondel gleich weiterfährt, starte ich hier, bei Halsmarter, meine Tour auf den Schartenkogel. Zuerst folge ich der Seilbahntrasse, heute noch nicht präpariert, aber gut gespurt in Richtung Tulfein.

Kurz nach der Bergstation zweige ich ins Gelände ab. Es sind einige Tourengeher am Weg, den Sommerweg auf den Schartenkogel sind aber noch nicht so Viele gegangen.

Das Wetter ist fein, es ist nicht besonders kalt und ich steige flott höher. Der untere Teil der Tour bis ungefähr ins „kleine Tal“ ist gut zu begehen. Ab dem Tal wird es dann aber zahnig. Relativ wenig Schnee, ein paar scharfe Steine… da heißt es aufpassen.

Immer wieder sind stellen, die einem Eiertanz gleichen. Meine neuen Ski müssen heute schon einen harten Einsatz ertragen.

Über Blockgelände, mit knapper Schneeauflage, geht es immer weiter hinauf. Ich steche meinen rechten Stecken zur Unterstützung in den Schnee, der Hält. Gewicht auf den Stecken verlagern, um eine steinige Stelle zu umschiffen, plötzlich gibt der Schnee nach und ich sause in den Felsspalt. Zum Glück löst mein Ski gleich aus, ich kann mich problemlos aus der misslichen Lage befreien.

Weiter geht es, im wahrsten Sinne über „Stock und Stein“. Bald erreiche ich das Ende des Blockfeldes und nun reicht der Schnee und die drunter liegende Bergwiese wieder aus, um gut voranzukommen.

Ab hier läuft der Aufstieg wieder problemlos, der Weg ist gut angelegt, ich habe vorher wohl die falsche Abzweigung genommen.

Die Sonne lacht hinter Schleierwolken heraus, es ist fast windstill am Schartenkogel. Nun ist es nicht mehr weit, bald habe ich den Gipfel erreicht.

Im Tal sieht man, dass der Schnee generell noch Mangelware ist, die nächsten Touren werde ich wohl wieder auf der Piste oder in größeren Höhen absolvieren.

Am Gipfel angekommen, bin ich zufrieden, halbwegs gut hinauf gekommen zu sein. Ich trinke einen Schluck Tee und bereite mich auf den Abstieg vor. Es sind noch ein paar Leute auf dem Gipfel.

Ein Blick ins Unterland, prominent der Largoz und im Hintergrund das Kellerjoch bei Schwaz.

Im Oberland sieht man bis zur Zugspitze, die Wolken stören die Fernsicht heute nicht.

Über dem Glungezer ziehen immer dichtere Wolken auf, in den nächsten Tagen soll sich das Wetter wieder verschlechtern, allerdings soll es auch wärmer werden. Das wäre dem ohnehin noch dürftigen Schnee nicht zuträglich.

Die Abfahrt vom Schartenkogel, noch einmal mit massivem Steinkontakt, ist noch nicht präpariert, aber gut fahrbar. Bei der Bergstation Tulfein treffe ich wieder auf Letu. Er ist schon 2x die Talabfahrt runter gefahren… das wollen wir jetzt gemeinsam machen.

Ein letzter Blick zum Glungezerzeichen, die Ski werden angeschnallt, dann fahren wir flott die feine Piste hinunter.

Ab Halsmarter ist die Piste noch gesperrt, wir fahren über erst pickelharte Piste, dann durch das Gelände über die alte Talabfahrt zur Talstation. Ein Blick auf die Uhr, Letu ruft, den Bus schaffen wir noch… doch leider schaffen wir es doch nicht rechtzeitig. Obwohl Letu schon fast im Bus steht, schaffe ich es nicht so schnell aus der Bindung… und der Bus lässt uns zurück.

Abgesehen von den Steinen und der Ignoranz des Busfahrers war es heute ein toller Tag, der mir sehr viel Spaß gemacht, und die Vorfreude auf den Winter noch vergrößert hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:16 h
Gesamtlänge: 11,41 km
Höhenmeter: ∆ 759 m / ∇ 1.371 m
Lawinenwarnstufe: 1

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