Schon länger freue ich mich auf das Skitouren-Wochenende auf der Weidener Hütte, heute ist es endlich soweit. Nachdem wir die unübersichtliche Parkplatzsituation in Innerst gemeistert haben, sind wir schon fast startklar. Leider ist die Umgebung hier sehr „grün“, daher müssen die Ski erstmal auf den Rucksack…

Über einen erst matschigen, dann eisigen Weg steigen wir die ersten Viertelstunde auf.

Unvorstellbar, dass es hier zum Tourengehen gut geht, würde man meinen, aber wir marschieren unverzagt weiter.

Schließlich erreichen wir die Forststraße, die uns in angenehmer Steigung zur Hütte bringen soll. Wir machen einen Gruppencheck, ob alle LVS auch funktionieren, dann können wir endlich mit den Skier los.

Obwohl die Schneeauflage nicht gerade üppig ist, können wir doch „fast“ ohne Abschnallen dem Weg folgen, ein paar Mal müssen die Skier dann doch runter und wir trippeln über den steinigen Forstweg.

Je höher wir kommen, desto mehr freut es uns, die Aussicht ins Inntal ist wunderschön, die meiste Zeit sind wir jedoch im Wald.

Der Forstweg ist nun durchgängig schneebedeckt und wir kommen zügig weiter. Die Sonne lacht auch schon immer wieder durch die Bäume, das Wetter ist ja wunderbar heute.

Schließlich erreichen wir offene Flächen und können schon ein wenig ins Naflingtal reinschauen, Vor uns der Hobart, der dominierend vor uns sichtbar wird.

Unser Ziel ist heute die Weidener Hütte, auch Naflinghütte genannt. Von dort wollen wir morgen und übermorgen zwei Touren starten.

Wir kommen an der pompösen „Jenbacher Hütte“ vorbei, den Namen werden wir erst später vom Hüttenwirt gesagt bekommen. Kurz dachte ich, wir schon schon am Ziel…

Hier ist der Schnee und damit auch das winterliche Gefühl nun gut, ein bisschen was wir hier schon gehen, zum skitouren…

Am frühen Nachmittag erreichen wir die Hütte, wir sind ja auch spät losgegangen.

Die Sonne scheint auf die Terrasse, wir gönnen uns eine kleine Stärkung (die im Endeffekt gar nicht so klein ist) und genießen die Wärme der Sonne. Eingecheckt sind wir auch bald…
Da der Nachmittag noch jung ist, machen wir uns ein paar Meter über der Hütte noch an einen Pieps-Übung, ein gutes Training und ein toller Zeitvertreib.

Bald schon geht die Sonne unter und es wird kühl. Zeit um das Zimmer zu beziehen, die Ausrüstung zu versorgen und sich für das Abendessen herzurichten. Es gibt, das wissen wir vom letzten Sommerbesuch, gutes Essen, und auch die Quantität passt mehr als gut.

Den Abend beschließen wir mit Tourenplanung, feinen Gesprächen und einer gemütlichen Watterrunde. Ein sehr gemütlicher Tag und Abend!
Tourendaten
Gesamtdauer: 3:10 h
Gesamtlänge: 6,97 km
Höhenmeter: ∆ 615 m / ∇ 91 m
Lawinenstufe: 3 (Altschnee, ab Waldgrenze)


