Nach einem feinen Abend und einer guten Nacht auf der Weidener Hütte wachen wir zu bestem Wetter auf. Die Lawinenwarnstufe liegt bei 3, es ist immer noch das langwierige Altschneeproblem vorhanden, obwohl fast kein Schnee liegt…
Nach Rücksprache mit dem Hüttenwirt Michael beschließen wir, als heutiges Ziel die Halsspitze zu besteigen.
Wir starten nach einem üppigen Frühstück direkt bei der Hütte, erst müssen wir der Forststraße folgen.

Es ist schattig auf dieser Seite des Tals, und dementsprechend kühl. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir bald in die Sonne kommen…

… die uns schon von der anderen Talseite anstrahlt. Der Forstweg schlängelt sich weiter und weiter in das Naflingtal, an dessen Ende die Halslspitze steht.

Im Rückblicken sehen wir den Naflingsee, dahinter die Hütte. Im Hintergrund lacht das Inntal herüber, mit der Walder Alm und dem Karwendel.

Vor dem Naflingalm Hochleger kürzen wir den Forstweg ein wenig ab, ab dem langen Almgebäude, das wir im Sommer mit Kühen auch schon erlebt hatten, wandern wir wieder über die Forststraße.

Nun zieht die Spur über schöne Skihänge, leider mit relativ wenig Schnee immer weiter Richtung Tourenziel.

An einem Rücken machen wir nochmals eine Pause, hier ist eine kleine Steilstufe, die wir aber schön umgehen können.

Der Blick ins Tal vor uns ist super…

… wir sehen den Weg zum Naflingjoch. Kurz sind wir ein wenig konfus und überlegen, ob wir über dieses Joch zum Gipfeln kommen.

Schlussendlich nehmen wir doch die richtige Spur auf die Halslspitze. Im Rückblicken müssen wir erkennen, dass uns unsere Orientierung ein wenig im Stich gelassen hatte… wir wären wahrscheinlich ganz falsch gegangen, wenn wir die „untere“ Spur verfolgt hätten.

Der Hang, der „fast wie eine Skipiste abgefahren ist“, liegt nun vor uns und lässt uns schon freudig auf die Abfahrt denken. Doch noch müssen wir ein paar weitere Meter hoch.

Es ist wirklich wunderschön hier, ein wenig mehr Schnee und es wäre perfekt. Aber man darf heuer nicht undankbar sein, für diese Verhältnisse ist das heute ein wunderschöner Tag mit tollen Bedingungen.

Brigitte, Doris und Ingrid haben auch ihre Freude an der Tour, es ist jetzt höhenbedingt ein wenig frischer geworden…

Weiter und weiter geht es den fast endlosen Hang hinauf. Wir können rechterhand ins Tuxertal mit den Skigebieten sehen, hier oben wir wir allerdings heute alleine. Was für eine Aussicht…

Unser Ziel kommt immer näher, wir müssen noch auf den Kamm, dann gehen wir am Grat entlang hinauf zus Spitze… und wenn es nicht zu windig ist, werden wir dort wohl auch jausnen.

Der alles dominierende Olperer ist auch wieder ins Blickfeld gerückt und erinnert Biggi und mich auch an die tolle Wanderung im Sommer 2024.

Wir gehen die paar Meter flach zum Gipfel, dann schnallen wir die Ski ab. Erst wird alles für die Abfahrt gerichtet, dann jausnen wir gemütlich.

Es weht nur ein leichter Wind, es ist relativ gemütlich, hier und heute!

Wir freuen uns schon alle auf die Abfahrt, wir fahren ja die gleiche Strecke wieder ins Tal.

Überraschend gut können wir über den teils hart gepessten Schnee abfahren. Die Temperatur ist sehr angenehm.

Wir erreichen gemütlich und ohne Zwischenfälle die Weidener Hütte mit der gemütlichen Sonnenerstasse. Wir bestellen ein ein Getränk und lassen gemütlich den Tag ausklingen. Das war eine tolle Tour mit sehr feiner Gesellschaft.
Tourendaten
Gesamtdauer: 3:32 h
Gesamtlänge: 9,49 km
Höhenmeter: ∆ 804 m / ∇ 811 m
Lawinenstufe: 3 (über 2000m, Altschnee)


