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250219 Skitour Grünleitennock (2.122m)

Heute steht unsere letzte Skitour im „Skitourencamp“ an. Wir fahren nach einem guten Frühstück wieder in den Norden, dieses Mal nach Innerkrems in den Nockbergen. Bei der ehemaligen Talstation des Grünleitennock-Lifts parken wir. Direkt vom Parkplatz starten wir zuerst flach ein Stück weiter ins Tal hinein.

Beim ehemaligen Lift „Strasseralm“ vorbei erreichen wir das Tal zur Sauereggalm. Nun steilt die Tour auf, über eine ehemalige Piste steigen wir höher. Zwischenzeitlich ist noch ein weiteres Pärchen zu uns gestoßen und geht ein Stück weit mit.

Bald schon erreichen wir die oberen, sonnenbeschienenen Hänge und freuen uns über eine wahrlich schöne Winterlandschaft.

Hier in den Nockbergen, zumindest in Innerkrems scheint der Schnee zu Hause zu sein. Während andernorts teilweise schon der Frühling grüßt, ist hier noch „gscheiter“ Winter.

Die Bäume sind durch den immer wieder einziehenden Nebel gefroren, wir haben allerdings heute Glück, das Wetter ist makellos. Nur schwer erkennbare Cirren sind am Himmel vorhanden, ansonsten ein Traumtag.

Wir passieren die Sauereggalm (1.803m), und können teilweise sogar unsere eigene Spur in den pulverigen Schnee zeichnen.

Immer kitschiger wird die Landschaft, ein perfekter Tag, eine perfekte Gegend, toller Schnee. Herz, was willst du mehr.

Unsere Spur führt nun wieder flacher hinein ins Tal, in Richtung Grünleitenscharte.

Heinz macht eine kurze Lagebesprechung, wir wollen nun in Richtung Seenock (2.260m) aufsteigen, dort eine kurze Pulverabfahrt genießen, wieder auffellen und dann noch den Grünleitennock besteigen.

Eine längere Flachstelle müssen wir queren, bevor wir auf die Scharte stoßen.

Im Rückblicken entdecken wir einige lohnende, wenn auch sanfte Skitourenziele. Perfekte Verhältnisse machen fast ein wenig wehmütig, dass wir hier nicht mehr gehen können.

Von der Grünleitenscharte wandern wir über den hart gepressten, weil dem Wind ausgesetztem Schnee, am Grat entlang höher, im Hintergrund sehen wir schon den Seenock.

Allerdings besteigen wir den Gipfel nicht, wir machen kurz davor Halt, ziehen unsere Felle ab und bereiten uns auf eine tolle Abfahrt vor.

Im oberen Bereich ist der Schnee hart gepresst und nicht angenehm zu fahren, aber auf der Leeseite entdecken wir dann unberührte Hänge, in die wir unsere Spuren ziehen können.

Das letzte Stück in die Ebene müssen wir mit einer ordentlichen Schussfahrt überwinden, dann ist mal Zeit für eine Pause. Nebenbei kleben wir wieder unsere Felle auf, denn nun kommt der zweite Aufstieg.

Über einen erst sanft, dann immer steiler werdenden Hang nähern wir uns unserem Ziel. Im oberen Bereich dürfen wir fleißig Spitzkehren üben, das ist ein Spaß.

Rückblickend sehen wir nochmals den Seenock, links daneben ist der Sauereggnock (2.240m), den wir ursprünglich am Plan hatten. Da der Gipfelhang allerdings abgeblasen ausgeschaut hat, haben wir uns anders entschieden.

Schließlich erreichen wir unser Ziel, den Grünleitennock, mit der Grünleitennockhütte. Hier auf der Terrasse machen wir eine Pause. Leider ist die Hütte in die Jahre gekommen, und Teile der Terrasse sind auch verstürzt. Unvorstellbar, dass hier vor ein paar Jahren noch reger Skibetrieb herrschte.

Über unseren Aufstiegshang fahren wir wieder in den Kessel ab, sogar hier werden wir noch mit Pulverabfahrten belohnt.

Ein kurzes, flaches Stück müssen wir noch passieren, dann fahren wir über die ehemalige Piste ins Tal. Diese wunderschöne Tour lassen wir dann auch gleich im Gasthaus „Berghof“ ausklingen.

Schließlich heißt es hier dann auch Abschied nehmen, von Heinz, unserem Bergführer, aber auch unsere Gesellschaft wird „zerrissen“. Teile müssen nach Wien und München, wir müssen wieder retour nach Innsbruck!
Der kurze Urlaub wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, wir hatten hier ein paar wunderschöne Tage mit tollen Touren! Danke an Alle!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:18 h
Gesamtlänge: 10,10 km
Höhenmeter: ∆ 813 m / ∇ 809 m
Lawinenwarnstufe: 1