Archiv für den Monat Januar 2023

230121 Patscherkofel (2.246m)

„Grossvati, es hat geschneit…“ – dieser Spruch kommt mir in der Früh in den Sinn, als ich beim Fenster raus schaue. Es ist zwar nicht viel „Weißes Gold“ vorhanden… aber immerhin schaut es ein wenig winterlicher aus.
Mit Elisabeth habe ich heute ausgemacht, den Patscherkofel zu besteigen. Wir treffen uns beim ehemaligen Olex, die Bahn bringt uns zur Mittelstation, dann werden die Ski angezogen.

Von der Mittelstation erreichen wir nach kurzem, angenehmen Aufstieg die Bergstation, ab hier bewegen wir uns im freien Skiraum. Da die Sicht nicht besonders ist, beschließen wir den Ziehweg zum Gipfel zu gehen.

Der Weg ist sehr flach, Steighilfen werden keine benötigt. Dafür bleibt mehr Zeit zum „hoangarschln“. Es ist frisch, das Wetter fühlt sich das erste Mal seit langem so an, wie es um diese Jahreszeit sein sollte…

Es ist eigentlich ein „grausiges“ Wetter, aber stimmungsmäßig gehört diese Wetterlage metrologisch zu meinen Lieblingszuständen. Einzig der Bart fängt langsam zum Ziehen an, das deutet auf langsame Vereisung hin…

Schließlich erreichen wir die Gipfelstube, die heute leider geschlossen ist. Dennoch kann man sich im Windschatten der Hütte kurz aufhalten, und die Ausrüstung auf Abfahrt zu trimmen.

Ein kurzer Besuch beim Gipfelkreuz ist obligatorisch. Erst zu Hause, bei der Durchsicht der Bilder fällt mir der frostige Ausdruck in meinem Gesicht auf.

Der Patscherkofel, als einer der dem Wind am meisten ausgesetzten Gipfel in der Gegend, überrascht mit interessanten Eisformationen, am Gipfelkreuz sowie auch an verschiedenen Felsformationen.

Eine gemütliche Tour, die mit Hilfe der Bahn individuell gekürzt werden kann und auch bei schlechten Verhältnissen gut gangbar ist!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:15 h
Gesamtlänge: 10,3 km
Höhenmeter: ∆ 532m / ∇ 1.244m
Lawinenstufe: 1 (3 über 2.200m, Altschnee und Triebschnee in allen Expositionen)

230104 Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

Obwohl wir , das sind Sara, Letu und ich, heute gemeinsam zum Kofel fahren, haben wir alle unterschiedliche Motivationen. Sara geht „normal“ Skifahren, Letu will sich im Funpark verausgaben und ich möchte wieder mal mit den Skier aufsteigen.
Mit dem Bus erreichen wir schnell die Patscherkofelbahn, dort trennen sich unsere Wege.
Während die Kinder die Gondel besteigen, steige ich an der Heiligwasserwiese den Berg hinauf.

Im Norden Innsbrucks scheint die Sonne schon, während hier alles im Schatten liegt. Zwar bleibt der Schnee länger liegen, aber der Regen von gestern hat eine pickelharte Piste generiert, die meinen Fellen und mir alles abverlangen.

Am oberen Teil der Wiese, einer keinen Unachtsamkeit geschuldet, rutsch mein linker Ski durch… schon liege ich auf dem Bauch und rutsche die Piste runter. Gott sei dank nicht weit, allerdings reicht es, mir ein paar Blessuren einzufangen.

Aus zig Wunden an den Fingern und Handen blute ich, ein mir nachfolgender Tourengeher gibt mir einen gutgemeinten, aber leider zu spät erteilten Rat: Niemals ohne Handschuhe aufsteigen! Das werde ich mir merken…

Ein wenig schlauer als noch vor Minuten, habe ich nun Handschuhe an den Händen und Harscheisen an den Füssen! So läuft es relativ gut…
Allerdings merke ich neben dem Schmerz in den Händen nun vermehrten Druck auf der Brust… vermutlich habe ich mir bei Sturz eine Rippe ein wenig angeschlagen… das Luftholen ist mühselig und ich muss das Tempo drosseln.

Schöne Ausblicke auf das Inntal lenken mich ab, und ich steige wirklich gemütlich neben der Piste auf.

Im oberen Bereich, wohl auch, da es nun wärmer geworden ist und statt Regen hier Schnee gefallen ist, erweist sich der Aufstieg viel angenehmer.

Die letzten Meter gehe ich entlang des Übungsliftes der neuen Bergstation entgegen. Bald schieb sich der Betonbau ins Sichtfeld, jedes Mal muss ich wieder ein wenig schlucken…

War in der Früh noch blauer Himmel, ziehen jetzt immer mehr Wolken am Himmel auf. Ein schönes „Grau-in-Grau“ ist hier entstanden, das mit persönlich besser als der monotone Azurhimmel gefällt.

Beim Restaurant treffe ich Sara, wir gönnen uns eine Kaspressknödelsuppe, dann fahren wir ins Tal. Meine Rippe macht bei der Abfahrt Mucken, aber was kann ich ändern! Das wird schon wieder…

Trotz kleinem Malheur hat mir die Tour auf den Hausberg wieder mal gut gefallen…

Tourendaten
Gesamtlänge: 9,36 km
Gesamtdauer: 2:19 h
Höhenmeter: ∆ 966 m / ∇ 966 m
Lawinenwarnstufe: 1

230103 Skifahren Patscherkofel

Heute fahrt ich mit Letu auf den Patscherkofel, Sara hat sich den Tag „freigenommen“. Mit dem Direktbus sind wir flux an der Talstation, mit der Gondel sind wir rasch im Skigebiet.

Der Blick ins Tal ist eher ernüchternd, es war schon die ganze Zeit nicht viel Schnee im Lande, aber nun hat der Föhn und die warmen Tage ihren Restbeitrag geleistet… fast wie im Sommer, denke ich mir!

Im Skigebiet selber herrschen dann aber überraschend gute Verhältnisse, am Beginn ist die Piste eher hart, später weicht der Schnee dann auf und es wird sulzig: Frühjahrsverhältnisse.
Das macht dann eh noch Spaß, allerdings teileweise auch anstrengend. Nach einigen Abfahren beschließen wir, es für heute zu lassen und am nächsten Morgen wiederzukommen…

Ein gemütlicher Skihalbtag am Kofel, der uns beiden viel Freude bereitet hat!

230102 Skifahren Glungezer

Der erste Skitag mit den Kindern… und dafür haben wir uns den Glungezer auserkoren. Das Wetter ist super, es ist allerdings leichter Föhn angesagt.

Mit dem Bus fahren wir bequem nach Tulfes, die neue Gondel bringt uns schnell ins Skigebiet. Wir probieren alle Lifte aus, der Schartenkogellift taugt uns schließlich am Besten…

Normalerweise ist dieses Skigebiet bei den Kindern nicht so hoch im Kurs, da die Kalte Kuchl genauso ist, wie der Name klingt… heute, bei den milden Temperaturen, ist es hier fast wie im Frühjahr.

Und um Mittag herum „verirrt“ sich sogar die Sonne ein wenig hier her. Fein ist es! Wir sind endlich bereit für die Skisaison, allerdings brauchen wir noch eine Schaufel Schnee… Petrus erhöre uns!