230815 Koflerjoch (1.861m)

Nachdem wir gestern auf dem Säuling waren, steht heute noch das Koflerjoch am Programm. Der erste Anstieg ist der Selbe wie gestern, am Steig zweigen wir allerdings auf den Pfad zum Pflacher Älpele ab.

Obwohl die Alm klein und fast schon ein wenig armselig wirkt, ist der Platz dafür umso schöner! Das Wetter ist gut, daher steigen wir weiter in Richtung Koflerjoch auf.

Die Kumuluswolken bauschen sich heute schon früher auf, es ist auch dementsprechend warm.

Unter dem Brunstgrat und den mächtigen Abstürzen des Säulings steigen wir auf den Sattel vor dem Koflerjoch.

Der Säuling, heute bestimmt wegen dem Feiertag gut besucht, liegt nun im Westen von uns.

Auf dem Sattel wächst, wie ich mich schon immer erinnern kann, haufenweise Eisenhut. Ich kennen keinen Platz, an dem diese schöne Pflanze so gehäuft vorkommt.

Vom Grat sieht man ins weitläufige Ammergau, eine verlassene Gegend…

Der weitere Weg vom Sattel führt uns immer am Grat entlang bis zum Gipfel.

Nördlich, schon im deutschen Gebiet liegt der schöne Kessel mit der Sepp-Sollner-Hütte. Auch hier bin ich noch nicht vorbeigekommen, aber das steht auf meiner Liste.

Am Gipfel sind wir nicht alleine, obwohl wir den ersten Teil der Tour sehr einsam bestritten haben. Der Säuling hat einfach mehr Prestige.

Eine feine Jause begleitet unsere Gipfelruhe, anschließend steigen wir auf der Ostseite ab in Richtung der Sattelköpfe.

Viel Totholz liegt hier herum, auch den einen oder anderen Pilz finden wir. Das Abendessen ist schon fast wieder gesichert.

Ab jetzt geht es schnell, der Himmel hat sich verdunkelt, über dem Lechtal stehen finstere Wolken an. Der eine oder andere Donner tönt zu uns herüber.

Bald haben wir die Dürrenberger Alm erreicht, auf eine Einkehr verzichten wir in Hinblick auf das Wetter jedoch. Wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns.

Über die sieben Täler wandern wir einsam wieder in die Flanken des Säulings und zum Pflacher Älpele. Ich schaffe es auch dieses Mal nicht, die genaue Anzahl der Täler zu bestimmen… es werden wohl nur die wasser-führenden Einschnitte gezählt.

Im Lechtal wird es immer ungemütlicher, auch bei uns fängt es ganz leicht zu tröpfeln an. Aber eine Regenjacke wird nicht benötigt, dafür ist die „Luftfeuchtigkeit“ zu gering.

Der Weg durch die sieben Täler zieht sich, langsam nähern wir uns wieder der Alpe.

Nun kommt das Wetter auch aus Westen (Musauer Seite), da wird es wohl wirklich krachen.

Die Pilzbeute ist heute gut, daher gibt es am Abend Nudeln mit Steinpilzen. Papa ist auch noch einen Sprung auf die Hütte gekommen und wir genießen das Luxusmenü gemeinsam!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:43 h
Gesamtlänge: 13,32 km
Höhenmeter: ∆ 938 m / ∇ 953 m

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