Viele Jahre haben Mama und ich immer wieder sinniert, den Goetheweg auf der Nordkette zu gehen. Um Genau zu sein war und ist es ein Herzenswunsch meiner Mutter, diesen Weg zu begehen!
Heute ,nach vielem Hin- und Her ist es endlich so weit. Bei bestem Wetter starten wir unsere Wanderung am Hafelekar.

Es ist Sonntag, da ist immer genügend los, um die Bergstation verläuft sich allerdings der „Auflauf“, die Meisten wollten nur die Rundsicht genießen oder den Klettersteig begehen.

Wir wandern gen Osten, auf dem gut angelegten Wanderweg. Beim Blick zurück können wir das Skitgebiet „Nordkette“ bewundern.

Der Weg zieht sich wie eine Linie an der Bergflanke entlang, den ersten Teil bestreiten wir auf der Südseite, der „Inntalseite“.

Am Gleirschjöchl sehen wir das erste Mal ins Karwendel, namhaft ins Mandltal. Doch wir bleiben noch ein Stück auf der Südseite, bis wir bei der Mühlkarscharte auf die Nordseite wechseln.

Hier ist es nun „wilder“, es scheint, wir sind fernab der Zivilisation. Nur einzelne verstreute Almen sehen wir, aber von Siedlungungsräumen ist hier nicht mehr zu sehen!

Auch hier ist der Weg wunderschön angelegt und sehr einfach zu gehen. Es kommen uns immer wieder Leute entgegen, was für die Popularität des Goethewegs spricht.

Im weiteren Verlauf wird der Weg teilweise ausgesetzter und auch Wetterschäden, vermutlich heuer entstanden, werden sichtbar.

Die nordseitigen Passagen des Weges sind von der Wegführung her spektakulärer, wobei beide „Seiten“ ihren Reiz haben!

An der Mandlscharte ist für uns heute Schluss, wir drehen hier um, um wieder zurück zum Hafelekar zu gehen. Allerdings genießen wir noch eine wohlverdiente Pause unter dem Gleirschtaler Brandjoch.

Der Weg zurück verläuft teilweise im Schatten. Das ist bei diesen Temperaturen allerdings eine Wohltat.

Auf der Südseite bläst ein leichter Wind, der die Temperaturen dann auch erträglich macht.

Der Weg, mit phantastischen Ausblicke auf das Inntal, macht uns einfach Spaß. Wir genießen den feinen Tag und reden fast ununterbrochen über Gott und die Welt.

Zurück beim Gleirschjöchl beobachten wir Ungewöhnliches: Überall sind Schafe, die den Kopf in den Boden bzw. in Mulden im Boden gesteckt haben. Wir vermuten, dass das wegen der Hitze ist und die Schafe ihren Kopf bzw. die Nasen an der feuchten Erde kühlen.

Weiter oben am Joch finden wir nochmals einen schönen Platz um die Aussicht zu genießen…



Schließlich erreichen wir das Ende unserer heutigen Wanderung, eine kurze Stufe muss noch überwunden werden…

… dann sehen wir das Hafelekar wieder vor uns! Uns sind wohl ein paar Wanderer am Goetheweg begegnet, aber was hier zwischen Bergstation und Hafelekarspitze abgeht, kann nur noch mit Massentourismus betituliert werden.

Unmengen an Leuten strömen den Berg mit der Gondel hinauf und dann weiter auf den ersten Gipfel, der fußläufig erreichbar ist, eben oben genannte Hafelekarspitze. Wir sind auch ein Teil dieser Bewegung, allerdings bin ich dennoch froh, dass nicht alle Bergaspiranten, den gleichen, nämlich „unseren“ Weg genommen haben.

Ein wunderschöner Tag mit Mama und ein lange geplanter Ausflug, das konnten wir heute endlich erleben. Toll war´s!
Tourendaten
Gesamtdauer: 3:15 h
Gesamtlänge: 7,39 km
Höhenmeter: ∆ 382 m / ∇ 413 m


