231015 Canyoning Stuibenfälle

Wieder einmal habe ich es geschafft, eine Mitarbeiter-Canyoningtour auf die Beine zu stellen. Wir fahren von Innsbruck nach Häselgehr, dort wartet schon die Ausrüstung auf uns.
Leider hat das Wetter entschieden, ansonsten war heuer ein überdurchschnittlich warmer Oktober, der Jahreszeit entsprechende Temperaturen einzustellen. Sodenn hatten wir auch fast Schneeberührung am Hahntennjoch. Kurze Bedenken bezüglich der Sommerausstattung am Fahrzeug waren aber unbegründet.

Dafür gibt es heute sogar Handschuhe, ein seltenes Vergnügen bei meinen Touren. Der Aufstieg gestaltet sich dann angenehmer als im Sommer, der Marsch mit Neopren fällt gewiss unter die Sparte „Masochismus“.

Der Plansee sieht , abgesehen von den Temperaturen einladend aus. Die Schlucht und das enthaltene Wasser ist sowieso immer kühl…

Nach einem Sicherheitsgespräch starten wir unser Abenteuer mit einem Sprung ins kühle Nass.

Für manchen Canyoning-Aspiranten ist diese erste Mutprobe eine Überwindung, das anschließend kalte Wasser strapaziert so manches Stimmband…

Nachdem wir den Pool schwimmend gut überwunden haben, kommt die erste Abseilstelle, teilweise frei hängend an den Rand des zweiten Gewässers.

Die Umgebungstemperatur ist heute gelinde gesagt frisch, das Wasser hat jahrein/jahraus die selbe Temperatur. So machen die zwangsläufigen Wartezeiten bei den Abseilstellen nur mäßig Spaß.

„Irgendwann“ haben wir die zwei Abseilstellen doch gemeistert…

…und den langen, kalten Pool durchschwommen.

Ab dem zweiten Abseiler stehen uns nun ein paar vorzügliche Sprünge bevor, der erste gleich um die 7 Meter.

Das Wasser wird im Unterlauf der Stuibenfälle auch angenehmer, das könnte aber auch den abgestorbenen Kälterezeptoren am Körper geschuldet sein.

Zum Glück gibt es zwischen erstem und zweitem Teil der Schlucht eine längere Gehstrecke, bei der wir uns wieder warmlaufen können. Damit sind wir gestärkt und bereit für die letzten Sprünge…

Am Beginn steht der „Arschbomben-Sprung“, danach folgen der „Geländersprung“, der auch gleichzeitig die höchste Sprungstelle darstellt. Mittlerweile wurde der Einstieg durch einen Drahtbügel ein wenig entschärft und kann wieder angenehm begangen werden.

Erwartungsgemäß sind wir heute auch die Einzigen, die sich den aquatischen Spaß geben. Ein paar Wanderer, dick verpackt, schauen uns ungläubig zu und teilweise werden wir auch fotografiert!

An der Abschlusskaskade darf jeder nochmals sein neu gewonnenes Können unter Beweis stellen, hier muss weit „rausgesprungen“ werden, die Absprungstelle ist ein wenig gefinkelt.

Im Fahrzeug haben wir heißen Tee gebunkert, der nun mit Hochgenuss vertilgt wird. Mit dem Canyoning-Bus fahren wir, die Heizung läuft auf Hochtouren, retour zur Basis. Es war toll, aber auch sehr frisch. Ein Detail erfrage ich erst am Schluss, beim Aufräumen, von Fridl… das war die letzte Tour für dieses Jahr, zumindest geplant!

Am Hahntennjoch, im „Gasthof zur Gemütlichkeit“ gönnen wir uns noch eine Stärkung, bevor wir den Weg nach Innsbruck antreten!
Eine tolle Truppe, eine tolle Schlucht. So macht Canyoning Spaß. Den Kritikpunkt, die Tour nächstes Jahr doch früher im Jahr anzusetzen, nehme ich gerne mit!

Ein Gedanke zu „231015 Canyoning Stuibenfälle

  1. Pingback: 231231 Jahresrückblick 2023 | Bergfiaber

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..