Freitag ist immer „kurzer“ Arbeitstag und ich beschließe, direkt nach der Arbeit den Heimweg ein wenig auszudehnen. Ich fahre von der Arbeit in Innsbruck los und steuere gleich auf den den Inntalradweg hin.

Diesem folge ich in Richtung Osten, also der Flussrichtung des Inn´s folgend. Das Wetter ist sehr angenehm, es ist warm, aber nicht heiß und alles passt perfekt!

Vor kurzem noch ist eine Kaltfront durchs Land gezogen und hat die Berge in frischen, glänzenden Schnee gehüllt. Das tut dem Kontrast nur gut, im Tal blühen die Wiesen, auf den Bergen residiert noch der Winter!

Vorbei an Hall erreiche ich Baumkirchen und den „illegalen“ Bumptrack, der zur Zeit immer in den Nachrichten erwähnt wird. Bei einer kurzen Begutachtung muss ich feststellen, ich wäre als Kind mit einer solchen Einrichtung überglücklich gewesen. Hoffentlich können sie hier einen Kompromiss, speziell zugunsten der Kinder finden!

An Fritzens vorbei erreiche ich die ersten Häuser von Neu-Terfens, hier quere ich über die Innbrücke auf die Südseite des Inns.

Vor mir liegt die Lampsenspitze, auf der ich zu meiner Militärzeit einmal gestanden bin… dieser Gebirgszug würde mich wieder mal interessieren!

Auf der anderen Seite ist das Kellerjoch, der Hausberg von Schwaz, hier werde ich mit Biggi heuer im Sommer hoffentlich das Ende einer tollen Wanderung feiern. Doch dazu später einmal mehr…

Über schöne Feldwege, teils asphaltiert fahre ich wieder retour gen Westen. War der Weg bis jetzt immer am Inn flussabwärts, merke ich nun, dass ich wieder gehen den Strom fahre… dabei merke ich weniger die Höhenmeter, sondern an den straffen Gegenwind, der mir den Bart zersaust.

Unterwegs fällt mir ein Spruch meiner Mutter ein: Sie meinte vor kurzem, dass immer weniger Insekten vorhanden sind, das sieht man vor allem auf den Windschutzscheiben der Autos, so ihr Kommentar…
Mir kommt heute allerdings vor, dass ich die Stellen befahren habe, an denen noch genügend kreucht und fleucht… zumindest habe ich so viele Insekten geschluckt, dass das fast als Mittagessen durchgehen könnte.

An der Karlskirche vorbei, erreiche ich bald wieder das „Badl“ bei Hall in Tirol. Hier biege ich nun auf einen Schleichweg ab, der mich kürzest möglich nach Aldrans bringen soll.

Hier bleibe ich kurz stehen und entdecke promt einen Spitzmorchel… und noch einen, zwei, drei… dann ist Ende. Obwohl ich den ganzen Bereich mehrmals absuche, bleibt es bei den vier Pilzen… was für ein Zufall!

In Ampass bleibe ich bei einem kleinen Lebensmittelgeschäft stehen und gönne mir eine Mittagsjause. So gestärkt ist der restliche Weg nach Hause ein Klax!

Kurz vor Aldrans eröffnet sich mir wieder dieser wunderbare Ausblick auf das Oberland, heute mit den frisch getünchten Bergen schon fast kitschig.

Zufrieden erreiche ich mein Zuhause. Die Heimfahrt war heute untypisch lang, hat aber richtig Spaß gemacht. Ich bin richtig motiviert, öfter mal mit dem Rad „auszureiten“…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:14 h
Gesamtlänge: 45,70 km
Höhenmeter: △ 394 m / ▽ 223 m

