Recht gutes Wetter, motivierte Kinder… da muss man doch einfach eine Wanderung planen. Schnell ist was gesucht… das allen Ansprüchen Genüge tut.
Tja, das war wohl ein wenig zu optimistisch… plötzlich haben die Kinder keine Zeit, beziehungsweise was besseres vor und ich stehe alleine da! Nun ja, ich bleibe dabei, es wird heute doch wieder mal der Zirbenweg sein. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge…

Mit der Glungezerbahn fahre ich den Berg empor, von der Bergstation wandere ich hinüber zur Tulfeinalm (2.035m). Hier treffe ich einen der Betreiber, der meint, der Zirbenweg ist gesperrt, wegen Schneefeldern.

Ich habe zur Not Grödel dabei, daher beschließe ich, den Weg zu probieren.

Durch das schöne Zirbentor starte ich meine Wanderung zum Patscherkofel. Der Weg, eigentlich total leicht, sollte auch heute keine besonderen Schwierigkeiten aufweisen.

Bald komme ich zu den ersten Schneefeldern, diese weisen wunderbaren Stapfschnee auf, daher stellen diese überhaupt keine Schwierigkeit dar.

Ich merke allerdings, dass der Weg offiziell gesperrt ist… ich bin ganz alleine auf dem Weg. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert!

Immer wieder muss ich Schneefelder queren, die aber sehr fein zu begehen sind. Dennoch wunder ich mich, dass sich der Schnee hier so gut gehalten hat… scheint doch die Sonne schon in der Früh auf diese Plätze.

Vorbei an der Abzweigung zur Neuerspitze, die schneefrei ausschaut, bleibe ich dennoch auf dem Pfad zum Patscherkofel.

Immer wieder sind kleine und größere Schneefelder zu queren. Obwohl leicht zu begehen, ist das wohl für das „normale“ Zirbenweg-Publikum doch ein wenig zu viel des Guten.

Ab ungefähr der Hälfte, ich habe gerade ein steileres Feld gequert, kommen mir die ersten Personen vom Kofel entgegen. Und es werden im weiteren Weg immer mehr und mehr Wanderer…

Ich genieße den Blick auf das Inntal, auch im Karwendel sind noch viele Schneefelder sichbar, es liegt doch noch einiger Schnee im Gebirge!

Ich erreiche die Abzweigung zur Viggarspitze, dies ist mein normaler „Zirbenweg“, den ich sehr gerne gehe, da ich hier immer einen Gipfel mitnehmen kann.

Der Zirbenweg, obwohl technisch sehr einfach, ist landschaftlich ein Kleinod. Ich bin hier immer wieder gerne unterwegs!

Mein Blick in den Süden, über den Morgenkogel zeigt ein paar dunkle Wolken. Der Wetterbericht sagt aber keine Gewitter voraus.

Der Blick nach Norden zeigt schönsten Himmel, und nur ein paar harmlose Schönwetterwolken sind sichtbar.

Die ersten Frühlingsblumen sprießen auch schon in der Höhe, im Tal ist der Frühling mittlerweile voll angekommen.

Wo sich die Schneefelder weiter zurückgezogen haben, zeigt der Weg teilweise Risse und Winterschäden, die wohl noch ausgebessert werden müssen.

Beim letzten, und einem der steilsten Schneefelder kommt mir ein sehr altes Ehepaar entgegen. Ich wundere mich ein wenig, wie sie das geschafft haben, muss ihnen aber auch einigen Respekt zollen!

Der Himmel ist nun schon diesiger geworden, aber das Wetter wird wohl noch halten.

Ich erreiche die Bahn, es ist ein wenig windig geworden, daher beschließe ich, gleich weiter ins Tal zu fahren.

Die Tour hat mir sehr gut gefallen, der Zirbenweg wird mir wohl nicht so schnell langweilig werden…
Tourendaten
Gesamtdauer: 2:02 h
Gesamtlänge: 7,85 km
Höhenmeter: ▲ 183 m / ▼ 260 m


