Was bietet sich für einen Freitag Nachmittag als sportliche Aktivität an… naja, das zähle ich jetzt nicht alles auf, aber Eines geht immer wieder: Ein kurzer Klettersteig. Wir haben uns zum Einstimmen den Glungezer Klettersteig ausgesucht, Biggi ist mit Georg dabei, Letu und ich.
Wir benutzen die Bahn zum Hochfahren, damit verkürzen wir die Strecke immens.

Heuer ist das der erste Klettersteig, die Euphorie, die ich vor ein paar Jahren für das Ferrata-gehen entwickelt hatte, ist wohl ein wenig eingerostet. Umso mehr freue ich mich, dass die Jugend heute dabei ist!

Bei der Y-Stütze ist eine Markierung und auch ein besonderer Zirbenbaum auf einem Felsblock. Hier steigen wir ein paar Meter den Hang empor, dann ziehen wir uns das Klettersteigset an.

Der Einstieg ist extrem leicht, eigentlich ist hier gar kein Set notwendig. Aber Übung macht den Meister, erklären wir. Über einen Einfachen Blockrücken steigen wir hoch, dann ist das Seil wieder ein paar Meter unterbrochen.

Der Klettersteig ist sehr gut angelegt, die Erbauer haben sehr viel aus der Landschaft geholt. Dennoch ist die Ferrata eben sehr einfach und sicher kein Sportklettersteig. Aber für Kinder, oder für Wiedereinsteiger stellt der Weg doch einen schönen Aufstieg dar.

Die Aussicht auf das Skigebiet ist exzellent. Man sieht , dass in den letzten Jahren viel investiert wurde. Der Zirbensee, so der eingängige Name, stellt eine der auffälligsten Änderung dar.

Nun kommen doch ein paar „knackigere“ Stelle, der Spaßfaktor ist auf jeden Fall größer.

Es ist ein lustiges Auf und Ab, um den Steig recht attraktiv zu machen, mussten ein paar nicht ganz logische Schlenker eingebaut werden. Anstatt an einer Stelle logischerweise geradeaus weiter zugehen, müssen wir fast umdrehen, um in ein kleines Tal abzusteigen. Daraufhin geht der Steig wieder in die Höhe.

Es macht uns auf jeden Fall viel Spaß, das Wetter ist wieder einmal auf unserer Seite…

Ein paar Blöcke sind senkrecht angebohrt, hier muss man ein kleines bisschen zugreifen, dann können wir wieder ein paar Meter spazieren.



Eine lustige Stelle ist das „Versteck des Bergmändchens“, ein knapper Schlitz, der in die Höhe führt.

Gleich im Anschluss kommt nochmals ein sehr enger Schlupf, in den ich nun mit abgenommenem Rucksack durch passe.


Das ist sicher eines der Highlights der Tour, aber überhaupt nicht schwer, nur eben recht eng.

Wir erreichen eine Seilbrücke, ein Blick auf die Uhr zeigt uns, dass es knapp werden könnte mit der Gondel-Abfahrt, wenn wir noch weitergehen. Also beschließen wir, hier Ende zu machen. Die Buben probieren noch ein paar Stunts an der Brücke, während Biggi und ich unsere Sachen einpacken.


Zum Abstieg wählen wir den Sommersteig über die Schäfferhütte. Diesen Weg bin ich im Winter schon öfter mit Tourenski gegangen, im Sommer war ich erst einmal hier.

Der weitere Weg führt über die Piste, eigentlich so wie wir hoch gegangen sind.

Murmeltierbaue sehen wir viele, aber die putzigen Pelztiere sehen wir heute leider nicht.

Bei Halsmarter beschließen wir noch eine Einkehr zu machen, da wir alle hungrig sind, schlagen wir hier richtig zu… Burger, Flammkuchen, und natürlich braucht es auch was trinken… so lassen wir es uns gut gehen. Richtig fein war´s…
Tourendaten
Gesamtdauer: 2.14 H
Gesamtlänge: 3,75 km
Höhenmeter: 323 m



