Das Wetter ist schön, aber die Zeit begrenzt. So greift man gerne auf Altbewährtes zurück. Der Kofel, fast direkt vor der Tür gelegen, wird wieder einmal zum Ziel erkoren. Mit dem Bus von Aldrans zur Talstation, dann gleich, dank Jahresticket, hinauf in kühlere Regionen.

Von der Bergstation (1.965m) wandern wir über den Steig oberhalb der Forststraße in Richtung Gipfel des Patscherkofels.

Den Steig sind wir in früheren Tagen öfter gegangen, die Kinder und ich. In den letzten Jahren haben wir immer wieder neue Gebiete erwandert, es ist schön, hier mal wieder entlang zu gehen.

Der Patscherkofel liegt aussichtsmäßig sehr günstig, man sieht ins Wipp-, Stubaital, ins Ober- und Unterland und natürlich auf die Landeshauptstadt.

Gekrönt wird der Gipfel von einer monströs großen Sendeanlage, für Fernsehen, Rundfunk, aber auch Telekommunikation.

Wir erreichen nach knapp 30 Minuten das Gipfelkreuz…

… wir machen ein „schnelles“ Gipfelfoto, dann wandern wir auch schon weiter, denn hier ist heute noch nicht Schluss.

Vorbei an der Sendeanlage, über den Osthang wandern wir in Richtung Boscheben.

Ich finde es schon interessant, wie sich eine Landschaft über die Jahreszeiten ändert. Das letzte Mal war ich im Winter hier, hier sind wir die Route Roman abgegangen.

Immer am Grat entlang, nur manchmal weicht der Weg in Richtung Viggartal aus. Die Aussicht ist auf jeden Fall wunderschön, egal ob in den Süden oder den Norden.

Vor uns liegen das Kellerjoch, Neuner- und Viggarspitze und die Sonnenspitze mit Glungezer. Einige dieser Gipfel bin ich gerade vor kurzem im Zuge des „Inntaler Höhenweges“ abgegangen.

Obwohl mir der Weg sehr vertraut ist, finde ich immer neue Aspekte, langweilig wird mir der Pfad nie. Unterhalb des Sistranser Schützenkreuzes hindurch kommen wir zum nächsten Abhang.

Rückblickend sehen wir die beeindruckende Sendestation auf dem Kofel.

Nun geht es fast durchgängig abwärts, bis wir schlussendlich bei Boscheben das kleine Gasthaus erreichen.

Hier beschließen wir, eine kleine Einkehr zu machen. Essen gibt es auf Anfrage noch keines, aber was zu trinken bekommen wir. Komisch finde ich, dass 10 Minuten später ein paar Leute Erbsensuppe, Brote und Kuchen kredenzt bekommen.

Ein wenig irritiert verlassen wir den eigentlich gemütlichen Platz, beim Kreuz machen wir noch ein Foto, das ist auch unter Umkehrpunkt.

Am unteren Zirbenweg entlang wandern wir flotten Schrittes wieder zurück zur Kofel-Bergstation.

Durch das Zirbentor hindurchgehend, beenden wir unsere Wanderung über den Kofel.

Beim Schutzhaus machen wir nochmals eine Rast, hier bekommen wir alles was das Herz begehrt. Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen, heute ist es richtig fein.

Das Essen ist wunderbar, wir genießen die Rast hier oben. Mit der Kofelbahn fahren wir wieder zurück ins Tal, und mit dem Bus, der schon auf uns wartet, geht es zurück nach Aldrans!

Eine gemütliche Tour, die bei „fast jedem Wetter“ gemacht werden kann. Allerdings ist so wunderschönes Wetter wie heute das sprichwörtliche i-Tüpfelchen!
Wunderbar war´s…
Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 5,52 km
Höhenmeter: 302 m



