240922 Hochmahdkopf (1.738m)

Gestern waren wir im Westen der Landeshauptstadt am Weg, heute ist der Osten dran, genauer gesagt, das Einzugsgebiet von Hall. Wir wollen auf den Hochmahdkopf, der 2014 durch einen dramatischen Waldbrand regionale Bekanntheit erlangte.

Vom Parkplatz, über die Zugangsbrücke über die Salzstraße erreichen wir den kleinen Pfad, der eine tolle Abkürzung auf dem Weg zum Hochmahdkopf darstellt. Auch die Forst- und im Winter Rodelstraße stellt eine, wenn auch unattraktivere Möglichkeit dar, auf den Steig zu gelangen.

Erst durch Fichten und Föhren, wird der Wald mit der Höhe schnell lichter und der Ausblick besser. Je offener das Gelände wird, desto mehr sieht man vom Schaden und den Erhaltungsmaßnahmen.

Ich mag den Herbst. Gerade wenn die ersten Gipfel ein Schneekleid tragen, die tieferen Lagen aber noch die spät-sommerlich/herbstliche Farben aufweisen, finde ich die farblichen Kontraste wunderschön. Ein azurblauer Himmel rundet solche Bilder noch ab.

Der Weg auf den Hochmahdkopf ist ziemlich direkt angelegt, das bedeutet, dass Verschnaufpausen eingelegt werden müssen, der Weg gönnt uns keine Erholung. Es ist sehr warm, aber nicht heiß. Die Pausen nutzen wir gerne, um den Blick ins Inntal schweifen zu lassen.

Dann heißt es wieder, rauf, rauf, rauf! Steil ist der Pfad angelegt. Der Vorteil davon, man verschenkt keine Höhenmeter, und mit jeder Umschau sind wir wieder überrascht, wie hoch wir schon gekommen sind.

Die Brandwunden sind verheilt, die Spuren allerdings überall sichtbar und spürbar. Im oberen Bereich liegt viel verdorrtes, bzw. verbranntes Krummholz: Latschen oder auch Legföhren genannt.

Vor Zeiten hatte ich hierzu einen interessanten Bericht gelesen, wie langsam diese Höhenlagen besiedelt werden, also wie lange es dauert, dass hier ein durchgängiger „Latschengürtel“ entsteht…

… tausende Jahre Besiedelungsdichte wurde hier durch eine Unachtsamkeit zerstört, vier Tage brannte der Berg, bis die Einsatzkräfte endlich das „Brand-Aus“ geben konnten.

Von hier haben wir einen guten Blick auf den Gnadenwald, Mils, den Haller Wiesen, aber auch auf Kellerjoch, Glungezer, sogar den Haneburger können wir gut ausmachen.

Schließlich erreichen wir den Kopf des Hochmahdkopfes, ein Gipfelkreuz und ein paar Bänke und Tische zieren den höchsten Punkt. So eine „Einladung“ lassen wir uns nicht entgehen, hier wird nun mal bei bester Rundumsicht „gejausnet“

Wir sind nicht alleine am Gipfel, so können wir einen Bergkameraden nötigen, von uns das obligatorisches Gipfelfoto zu schießen.

Nach ausgedehnter Jause und Pause entschließen wir uns, nach Sankt Magdalena ins Halltal abzusteigen. Diesen Kraftort besuchen wir immer gerne…

Im nord-seitig gelegenen Abstieg liegt immer noch der Schnee, obwohl die Höhe und die Temperaturen was anderes erwarten lassen würden. Wir sehen auch in den hinteren Bereich des Halltals, mit Lafatscher und Rosskopf!

Nach ein paar Querungen erreichen wir schließlich Sankt Magdalena im Halltal, das jederzeit einen Besuch wert ist. Heute ist ganz schön was los, dennoch kehren wir ein und genießen eine gutes Essen und die wohlverdiente Pause.

Vom ehemaligen Kloster wandern wir über den Fluchtsteig ins Tal, teilweise durch alte Buchenwälder, die Blätter am Boden liegen dick und unübersehbar.

Am Talanfang sehen wir die Hüttenspitze, die durch die Winklerwand sehr imposant aussieht. Und von der Winklerhütte (Alpensöhnehütte) wehen immer wieder Musik-Klangfetzen zu uns herüber… dort ist heute ein Festl!

Über den schönen Teil des Fluchtsteiges kommen wir immer näher zum Ausgangspunkt zurück.

Und hier, schlussendlich wieder am Start, haben wir unsere Runde fertiggestellt.

Es war eine tolle Wanderung. Das Halltal, da sind sich Biggi und ich einig, ist immer einen Besuch wert. Das Wetter war zwar nicht ganz so gut wie am Vortag, aber dennoch oder gerade deshalb perfekt zum Wandern.
Ich freue mich schon auf die nächste Tour… wohin uns diese auch treiben wird.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:33 h
Gesamtlänge: 9,40 km
Höhenmeter: △▽ 965 m

Ein Gedanke zu „240922 Hochmahdkopf (1.738m)

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