Donnerstag, 31.10.2024
Ein verlängertes Wochenende, perfekt, um eine Kurzreise zu machen. Als Ziel haben wir, Biggi und ich, Venedig auserkoren. Da Biggi schon in Italien ist, treffen wir uns direkt in Venedig. Ich nehme den Zug von Innsbruck direkt nach Santa Lucia.
Leider ist der Bahnverkehr dieser Tage ein wenig mühsam, mit einer Stunde Verspätung fahre ich los…

Mit ziemlich genau dieser Zeitverschiebung erreiche ich das Ziel, Biggi ist schon da und erwartet mich am Bahnhof. Wir haben zwar das Mehrtagesticket für die „Vaporetti“, dennoch steht uns nach dem langen Sitzen der Sinn eher nach spazieren.

Unterwegs stoppen wir bei einem „Indischen Italiener“ und stillen unseren Hunger. Die Pizza ist OK, der Platz ganz nett… anschließend gehen wir weiter in Richtung „Markusplatz“.
Wir erreichen unsere Unterkunft, ganz in der Nähe gelegen. Der Self-Checkin, heute recht gängig, verläuft super, das Zimmer ist gut!

Freitag, 01.11.2024
Mit einem guten Frühstück starten wir in den Tag, anschließend wandern wir in die Stadt hinein. Es gibt hier so viel zu entdecken, wir lassen uns erst einmal einfach treiben.

Wir spazieren zum Markusplatz, mit Campanile, noch sind nicht viele Leute hier. Das wird sich in den nächsten Stunden und Tagen stark ändern.

Die Säule mit dem Venezianischen Löwen schauen wir uns genauer an. Vor kurzem stolperte ich über einen Bericht, der behauptete, dass der Löwe evtl. Chinesischen Ursprungs sein könnte. Und wahrlich, bei genauerer Betrachtung kann ich dieser Theorie wohl was abgewinnen.

Die in Venedig unvermeidbaren Gondeln schaukeln in den Wellen, das Wetter meint es gut mit uns und es ist richtig warm. Perfekt zum spazieren.

Die Seufzerbrücke, ein viel-fotografiertes Highlight in Venedig, lassen wir uns natürlich auch nicht entgehen. Unser weg führt uns aber weiter in Richtung Arsenale.

Überall entdecken wir Details, seien es die Wellen, die gegen die Kaimauern schlagen…

… oder nette Gassen, in denen die frisch gewaschene Wäsche auf langen Leinen trocknet.

Vom Arsenal nehmen wir ein Vapporetto zurück zum Markusplatz, wir haben hier noch was vor. Biggi hat uns Karten für den Markusdom mit Führung besorgt, ich bin schon sehr gespannt auf das Interieur.

Aber erst müssen wir zurück zum Markusplatz. Vorbei an der beeindruckenden „Seefront“ fahren wir am Dogenpalast vorbei und erreichen die Station „San Marco“, dort steigen wir aus.

Da wir noch ein wenig Zeit bis zur Führung haben, gehen wir weiter…

… und finden einen besonderen Platz. Biggi kennt sich sofort aus, vor kurzem hat sie diesen Platz in einer Doku über Venedig gesehen. Es handelt sich um einen der letzten Gondelbauer von Venedig. Und das Haus schaut nicht nur zufällig recht „Alpenländisch“ aus, die ersten Gondelbauer hier waren auch aus Norditalien!

Wir erreichen den Canale Grande, die „Prachtstraße“ von Venedig. im Hintergrund die mächtige „Basilica Santa Maria della Salute“.

Wir überqueren die Accademia-Brücke, eine der drei Brücken über den Canale Grande.

Nun sind wir wieder auf der „richtigen“ Seite, durch das Gassengewirr machen wir uns auf zum Markusplatz. Bei „Venice Tours“ melden wir uns an, nun sind wir bereit für die Führung.

Wir haben eine sehr feine Gruppe, sobald wir komplett sind, gehen wir zum Dom. Dort erklärt uns unser Guide die Gemälde der Fassade, wie Markus Reliquien nach Venedig kamen und was es mit der Legende auf sich hat.

Dann begeben wir uns in das Innere dieses Prachtbaus. Und ich muss gestehen, mir stockt der Atem. ich habe schon viele Kirchen gesehen, aber so prächtig sind die Kirchen selten. Überall sind kunstvollste Mosaike aufgebracht.

Diese erzählen Geschichten und Legenden von Venedig und dem Glauben. Über viele Jahre sind diese Kunstwerke entstanden, und auch immer wieder renoviert worden.

Die berühmten Pferde über dem Haupteingang, heute innen ausgestellt und durch Kopien ersetzt, sollen ursprünglich aus Konstantinopel stammen.

Wir haben Glück, die Sonne steht niedrig und verzaubert die goldenen Mosaike im Innenraum mit warmem Licht.

Wir begeben uns auf die Veranda des Doms, hier haben wir einen sehr guten Überblick über den Markusplatz, und sehen auch die (kopierten) Pferde!

Es sind mehr Leute am Platz als noch am Vormittag, aber immer noch kommt es mir nicht so überlaufen vor. Wir genießen den Ausblick und die letzten Sonnenstrahlen.


Langsam versinkt die Sonne hinter den Museo Correr, sobald die Sonne weg ist, wird es kühl.

Der Innenraum strahlt nun schon fast rötlich, die goldenen Mosaike strahlen richtiggehend.

Dann ist die Abenddämmerung da. Es geht schnell, die Lichter am Markusplatz werden eingeschaltet und die Stimmung ist plötzlich eine ganz andere!

Wir fahren wieder ein Stück mit dem Vapporetto, dann spazieren wir zurück zum Hotel. Nach einer kurzen Pause suchen wir uns ein nettes Lokal, Veronika vom Hotel hat uns ein paar gute Tipps gegeben.

Der Abend ist lau, wir genießen das Essen und später noch den Verdauungsspaziergang.

Der zweite Tag in dieser wunderschönen Stadt war super!
