Es ist Urlaub, daher schlafen wir erst mal aus. Anschließend frühstücken wir in der Stadt, einen schnellen Cappuccino und ein Cornetto… im stehen am Tresen. Sowas gefällt mir.
Heute steht die Biennale auf dem Programm. Dafür spazieren wir von der Unterkunft erst zum Markusplatz und an der Uferpromenade „Riva degli Schiavoni“ entlang.

Es ist heute nebelig, und die Stimmung ist total anders als am Tag zuvor. Es ist mystischer, geheimnisvoller, die Sichtweite nicht besonders, dafür konzentriert auf den nahen Umkreis…

Wir hören die Boote und Schiffe auf der Wasserstraße vor Giudecca. Erst nur hörbar, dann brechen die Konturen durch den Nebel und ermöglichen einen Blick auf

Wir stehen an der Promenade und bestaunen das wunderschöne Schauspiel der Touristen, Boote, Nebelfetzen und normalem Leben!

Nun sind wir fast am Arsenale angelangt, hier können wir nun direkt in die Ausstellungen der Biennale eintreten. Das heurige Motto ist „Foreigners Everywhere“

Ausstellungen von Künstlern aus aller Welt sind hier einsehbar, es ist es interessant. Nicht jedes Kunstwerk gefällt mir, aber ich sehe doch ein paar sehr interessante Stücke… „die ich mir schon ins Wohnzimmer hängen würde“…

Wir schauen uns die Ausstellungen Eine nach der Anderen in den einzelnen Werftgebäuden an. Es ist viel los und ich merke nach einiger Zeit, wie ich doch erschöpft werden.

Wir gehen ins Freie, und spazieren ein wenig auf dem Gelände des Arsenale. Früher einer der am strengsten bewachten Orte von Venedig. Hier wurden die Kriegsschiffe der Serenissima (Republik Venedig) gebaut und gewartet.

Gewaltige Anlagen und Hallen zeugen noch von dieser Zeit, wenngleich auch neuere Bereichte, unter Anderem von Napoleon hinzugefügt wurden. Dennoch kann man sich vorstellen, wie hier vor Hunderten von Jahren emsig gewerkt wurde… in einem der ältesten Industriekomplexe Europas.

Die Sonne versucht in mehreren Anläufen, den dicken nebel zu durchdringen, aber alle Versuche scheitern. Es bleibt neblig, kühl und sehr herbstlich.

Wir wandern noch weiter zu den Pavillons der Weltausstellung, heute auch Teil der Biennale. 1907 wurden hier die Ersten dieser berühmten Pavillons erbaut.

Das Areal ist ideal zum herumwandern, wir entdecken überall kleine und größere Details…


Schließlich verlassen wir das Arsenale wieder und spazieren durch die „Via Guiseppe Garibaldi“ und erreichen wieder die Promenade zum Markusplatz.


Durch ein Gewirr an Kanälen und kleinen Wegen lassen wir uns einfach treiben und saugen die Stimmung von Venedig in uns auf.


Ich bin schon öfter in dieser Stadt gewesen, aber noch nie hatte ich Nebel. Immer war der Sonnenschein und teilweise die Hitze vorwiegend.


Umso mehr gefällt mir die Stimmung im späten Herbst. Eine tolle Zeit für einen Besuch der Serenissima.


Über Umwege erreihen wir wieder unsere Unterkunft, wir rasten ein wenig. Früh legt sich die Dunkelheit über die Stadt.

Biggi hat für heute Abend einen Vorschlag: Wir gehen zum „Campo San Francesco“, sollten wir unterwegs ein nettes Restaurant finden, kehren wir ein.

Dunkelheit, Nebel und Venedig, diese Kombination ist schon fast kitschig schön. Manche Häuser sind kunstvoll beleuchtet, viele Gebäude allerdings auch dunkel.

Wir finden ein gemütlich ausschauendes Restaurant, leider sind die Plätze im Innenbereich schon voll. Aber wir können uns in den Außenbereich setzten. Nach kurzem Überlegen entschließen wir uns dazu…

Das Essen ist super, und es ist gar nicht so kalt, wie es wirkt. Wir genießen den Abend am Campo. Anschließend gehen wir wieder, ebenfalls an tollen, stimmigen Szenen zurück zum Hotel.

Wir nehmen nun einen recht direkten Weg zurück, über den „Campo Santa Maria Formosa“ kommen wir wieder in die Nähe unseres Hotels.


Dann suchen wir wieder den gefinkelten Eingang zum „Casa Petrarca“. Beim ersten Mal ist die Unterkunft gar nicht so einfach zu finden.


Wieder geht ein wunderbarer, ereignisreicher Tag zu Ende. Wir haben heute viel gesehen und getan, dementsprechend müde fallen wir schließlich ins Bett!
