250609 Bergtour Peilspitze (2.392m) und Blaser (2.241m)

Wunderbares Wetter, ein Feiertag, da fällt der Entschluss, eine Bergtour zu machen nicht schwer. Ein kurzer Blick auf unsere „Liste“, es ist Frühsommer, da muss ein Blumenberg her… also peilen wir die Peilspitze und den Blaser an.

Mit dem Auto fahren wir über die Mautstraße bis zur Matreier Ochsenalm, hier stellen wir das Fahrzeug ab und spazieren an der Alm vorbei in Richtung Matreier Grube

Erst über Almwiesen, dann durch lichten Wald und Latschenfelder steigen wir immer höher.

Bald erreichen wir die Waldgrenze, die Aussicht wird nun immer besser. Das Wetter ist perfekt, es ist warm, aber nicht heiß und die Sonne lacht vom Himmel. Es ist ein wenig diesig, das stört aber noch kaum.

Und überall um uns herum sehen wir die Blumenpracht, für die dieses Gebiet bekannt ist. „Enzian“, „Platenigl“, „Kuhschellen“, „Leimkraut“, sogar das seltene „Bunte Läusekraut“ finden wir.

Wir steigen immer höher und erreichen bald das Kalbenjoch (2.226m).

Bis hierhin war der Weg einfach und flach, nun sehen wir den weiteren Weg, der ein wenig steiler wird.

Wir machen am Kalbenjoch eine kurze Trinkpause und genießen die tolle Rundumsicht. Nun geht es an den Bereich, der laut Beschreibung Trittsicherheit verlangt!

Zuerst gehen wir an der Nordseite einen schmalen Pfad in Richtung Grat, zwei kleine Schneefelder, die hier noch über geblieben sind, müssen gequert werden. Der Schnee ist aber angenehm weich und schon mit guten Tritten versehen, daher ist die Querung kein Problem.

Wir erreichen den Grat, hier führt der Weg nun fast in einer Linie in Richtung Peilspitze, unser nächstes Ziel.

Im Hintergrund sehen wir die Kesselspitze, Roter Kopf und Wasenwand und das Foppmandl.

Der Gipfel der Peilspitze rückt jetzt in immer greifbarere Nähe, schon bald werden wir am höchsten Punkt stehen.

Der letzte Aufstieg erfolgt wieder über eine Blumenwiese, die Peilspitze (2.392m) hat wirklich zwei Gesichter. Die Nordseite ist eher schroff und brüchig, während der nun erreichte Südbereich grasig und fast lieblich ist, wären da nicht die vielen Lawinenverbauungen.

Nun haben wir uns eine Pause verdient, im Windschatten auf der Südseite finden wir ein feines Plätzchen in der Sonne. Die mitgebrachten Jause schmeckt uns beiden, die Aussicht ist in Ordnung, aber es wird komisch diesig! Später erfahren wir, dass dies die Auswirkungen der Waldbrände in Kanada sind… unglaublich!

Von der Peilspitze wandern wir nun über grün-bunte Wiesen über die Kalbenjochmähder zur Blaserhütte. Während auf der Peilspitze relative Ruhe geherrscht hat, ist auf dem Blaser um einiges mehr los.

Die Hütte ist wahrlich kein Schmuckstück, weder der Bau, noch die Lage. Dennoch finde ich es schade, dass der Gastbetrieb noch nicht aufgenommen wurde, das soll erst am kommenden Wochenende passieren.

Die 150m Höhenmeter zum Blaser gönnen wir uns auch noch, um dort einmal die Runde am Panorama zu genießen.

Im Südwesten sehen wir die mächtigen Tribulaune und den Zentralkamm. Was für eine beeindruckende Kulisse!

Nach einem kurzen Rundumblick wandern wir wieder hinunter zur Blaserhütte und kurz davor zweigen wir rechts ab, hinunter ins „Lange Tal“

Wir wandern nun, immer im Blickfeld die Serles, wieder gen Norden. Je tiefer wir kommen, desto farbenprächtiger wird die Landschaft wieder…

Unterhalb der Serles liegt beeindruckend der Wallfahrtsort „Maria Waldrast“, ein Kloster des Servitenordens. Es zählt zu den höchstgelegensten Klöstern Europas.

Der Weg vom Blaser bzw. der Blaserhütte ist erst angenehm flach, dann fällt er bei einer Geländekante steil nach unten. Immer noch sehr gut begehbar, aber die Steilheit ist in den Beinen spürbar.

Hier begegnen wir wieder ein paar Leuten im Auf- und Abstieg. Wir sind froh, dass es für uns nach unten geht.

Im Hintergrund können wir das Wipptal und den Patscherkofel erkennen, die diesige Luft vereitelt einen tollen Weitblick.

Durch das „Lange Tal“ erreichen wir schließlich wieder die Matreier Ochsenalm, hier beschließen wir noch kurz einzukehren. Es ist viel los, aber wir finden einen feinen Platz in der Sonne. Ein Getränk und ein wunderbarer Apfelstrudel komplettieren diesen feinen Wandertag!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:47 h
Gesamtlänge: 10,72 km
Höhenmeter: △ 960 m / ▽ 951 m

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