251004 Kraspesssee (2.549m)

Das Wetter ist nicht perfekt, aber eine kleine, feine Bergtour geht immer, denken wir uns. Biggi, Doris und ich machen uns vom Haggen im Sellrain auf in das Kraspestal. Unser Ziel ist der Kraspessee.

Von Haggen wandern wir erst die Forststraße ins Tal hinein, schon bald „schluckt“ uns die Einsamkeit dieses Tals. Heute sind scheinbar keine Leute am Weg.

Wir wandern immer tiefer ins Tal, bei Zwingeben steilt der Pfad auf, und wir müssen eine Geländestufe überwinden. Der Herbst meldet sich hier mit großen Schritten an, der Weg ist teilweise vereist, aber unproblematisch zu begehen.

Bei der „Hütte beim Stoa“ machen wir kurz Pause wir erdreisten uns, auf der Bank vor der Hütte Platz zu nehmen, räumen aber nach dem Verlassen alles genauso auf wie vorgefunden…

Weiter geht´s ins Tal hinein, über eine Brücke queren wir den Kraspesbach, dann gehen wir auf der linken Talseite weiter aufwärts. Ein paar Gämsen können wir auch beobachten, die ob des Wetters wohl in die Niederungen wechseln.

Weiter, weiter geht es hoch, über einen schönen Pfad. Wir sind nun auf dem Weg hinter den Muggenbichl, zwischen dem sich der Weg weiter hoch schlängelt.

Je höher wir kommen, desto stärker vereist sind die Bäche und kleinen Wasserfälle. Richtig warm wird es hier heuer wohl nicht mehr werden.

Die wunderschönen Herbstfarben, teilweise von der Sonne beschienen, verzaubern die Landschaft.

Speziell die kurzen Sonnenfenster, die nur einen Teil der unglaublichen Landschaft beleuchten, sind traumhaft schön.

Der Weg führt nun in einem weiten Bogen, dem Bachverlauf folgend, wieder nach Westen.

Teilweise ist der Weg abgerutscht, da hat wohl im Sommer das eine oder andere Schlagwetter seine Spuren hinterlassen.

Oberhalb der letzten, vierten Steilstufe erreichen wir die letzten Meter zum See, eine richtige Mondlandschaft. Plötzlich hören wir den heute stattfindenden Sirenenalarm, vom Tal herauf tönen. Am Handy haben wir leider keinen Empfang für etwaige Meldungen. Da sind die analogen Sirenen doch noch ein Segen!

Zum Glück ist der Weg hier gut angezeichnet, gefühlt jeder zweite Stein hier wackelt und wahrscheinlich würde die Überquerung des Geröllfeldes ohne Wegführung wesentlich länger dauern.

Schließlich erreichen wir den See, der in einer größeren Mulde liegt. Der erste Teil des Sees scheint ausgetrocknet, aber als wir weiter nach Westen, in Richtung Kraspesspitze wandern, desto mehr See wird sichtbar.

Dann ist er da, der Kraspessee (2.549m). Und genau in diesem Moment zaubern ein paar Sonnenstrahlen ein wunderschönes Schauspiel vor uns. Türkis schimmert der See, der Wind kräuselt die Oberfläche zusätzlich…

Wir setzen uns in den Windschatten und genießen unsere Jause. Immer wieder müssen wir über diese besondere Landschaft staunen…

Es ist, trotz guter Kleidung windig und kalt, daher bleiben wir nicht allzu lange… wir steigen wieder den selben Weg ab.

Zurück durch das schöne Kraspestal sehen wir im Hintergrund nun das Sellraintal.

Über die Schulter geschaut sehen wir die das Tal dominierende Kraspessspitze. Bald erreichen wir wieder Haggen, dort lockt uns das Gasthaus Forellenhof, dem eine sehr gute Küche nachgesagt wird.

Wir essen Suppe (einen Tick zu stark gewürzt), und Moosbeernockern (sehr gut), abgerundet wird alles mit einem Kaffee und bei mir mit einem Bier. Wunderbar, das war heute wieder eine tolle Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:56 h
Gesamtlänge: 12,71 km
Höhenmeter: ∆ 937 m / ∇ 937 m

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