251011 Patscherkofel (2.246m)

Bei Prachtwetter soll man in die Natur gehen, das ist manchmal schon fast ein Zwang. Man schaut aus dem Fenster raus und die Sonne lacht vom Firmament. Raus, raus, raus…. ruft da das Wanderherz. Heute ist Georg mit und, Biggi und mir unterwegs, daher wird das Ziel auch ein wenig justiert. Eine Patscherkofelumrundung ist da gerade das Richtige.

Wir starten von der Bergstation (1.935m), dank neuem Freizeitticket fahren wir gemütlich mit der Bahn in luftige Höhen. Der Ausblick von dieser Höhe ist wunderbar, der Blick ins Stubaital ein Traum. Ganz leichter Bodennebel ist sichtbar, oder ist das doch der Hausbrand?

Wir starten direkt von der Station den Vitalweg in Richtung Gipfel, allerdings bleiben wir nicht allzu lange auf der Forststraße, wir zweigen auf einen kleineren Pfad ab. Dieser spart und die weitläufigen Kehren der Forststraße…

Rasch gewinnen wir Höhe, von dieser haben wir heute nicht allzu viel zu bewältigen. Kaum sind wir aus dem Waldgürtel getreten, tut sich die ganze Tiroler Bergpracht auf. Stubai, Wipptal, Oberinntal… und überall wunderbare Bergziele.

Die Herbstfarben sind ein Traum, erdige Brauntöne vermischt mit dem unglaublich blauen Himmel. Wir gehen ein wenig querfeldein, das Ziel, die Sendeanlage am Gipfel des Kofels ist schon in Sicht.

Schließlich erreichen wir den Gipfel. Die Gipfelstube ist zwar offen, aber das Essensangebot nicht jedermanns Sache, daher beschließen wir, bei der Bergstation einzukehren. Außerdem ist sowieso viel los in der Gipfelstube! Wir kehren ein Andermal ein.

Die Sendeanlage, schon fast ein Wahrzeichen auf dem Gipfel, ist und bleibt dennoch ein Ungetüm und wirkt ein wenig deplatziert.

Die, mittlerweile ist hier die Gipfelstube untergebracht, ehemalige Bergstation des Einserliftes auf den Kofelgipfel ist auch keine architektonische Meisterleistung. Aber immerhin wird sie heute noch nützlich verwendet. Auch ein Umziehraum für Tourengeher (im Winter) ist vorhanden.

Wir machen eine kurze Rast am Gipfel und genießen den Rundumblick.

Ins Unterinntal geschaut wirkt es hier weniger nebelig, sogar den Kaiser sehen wir heute wieder mal in seiner ganzen Pracht.

Dann steigen wir über den Osthang wieder ab in Richtung Bergstation. Unterwegs sehen wir Unmengen an Moosbeeren, leider sind diese schon überreif und nicht mehr schmackhaft. Wären wir 2 Wochen früher hier gewesen, eine üppige Ernte wäre uns Gewiss gewesen

Der Osthang liegt schon teils im Schatten und ohne Sonne ist es gleich kühl. Unter uns sehen wir die Grünbodenhütte auf dem tollen Boden oberhalb von Innsbruck.

Nach Osten geschaut sehen wir Viggar-, Neuner- und Sonnenspitze, den Glungezer kann man auch erahnen.

Die Farben sind faszinierend, der Herbst ist ein wahres Leuchtfeuer…

Steil zieht der Weg den Osthang hinab, dann erreichen wir die Grünbodenhütte und den Zirbenweg. Nun ist es nicht mehr weit zurück.

Der Zirbenweg, besonders gerne von Einheimischen besucht, ist breit und kinderfreunlich, und man kann nebeneinander gehen. So kommen wir auch ein wenig zum Quatschen.

Im Nahebereich des Schutzhauses steht immer noch die Stützmauer des alten Lawinentunnels, teilweise nagt der Zahn der Zeit an dem „Gemäuer“

Vor uns liegt nun Schutzhaus und Bergstation. Nach kurzer Beratung beschließen wir, in „Das Kofel“ einzukehren, hier wollen wir gut essen.

Ein feines Essen, gekrönt von einem Kaffee lässt uns die Wanderung ausklingen. Georg fährt ein wenig früher zurück in die Stadt, während Biggi und ich noch die wärmenden Sonnenstrahlen ausnutzen.

Der Nebel ist nun auch mehr geworden, besonders gut im Stubai zu sehen.

Wieder eine tolle Wanderung, die heute zwar gemütlich, aber auch sehr beeindruckend war. Ein Hoch auf die Berge!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:32 h
Gesamtlänge: 3,74 km
Höhenmeter: ∆ 292 m / ∇ 292 m

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