Der große Schneefall lässt immer noch auf sich warten, daher machen wir heute eine herbstliche Wanderung auf die Seegrube (Nordkette) über den Seegrubensteig

Mit an Bord ist heute wieder einmal Doris. Wir treffen uns bei der Hungerburg (Talstation Nordkettenbahn). Ein paar Schritte über den Parkplatz, dann sind wir schon auf dem Steig, der erst über die alte Talabfahrt führt.

Bald schon zweigen wir auf den Steig ab, der mit ziemlich gerader Streckenführung aufwartet. Typisch „Innsbruckerspur“, denke ich mir.

Über uns fahren im Viertelstundentakt die Nordkettenbahn und transportieren Unmengen an Touristen auf den Berg. Und obwohl auf dem Seilbahnsteig auch viel los ist, ist es dennoch beschaulicher…

Immer wieder stehen wir vor der Wahl, steiler Steig, oder langatmige Serpentinen. Wir entschließen uns für einen „gesunden“ Mix, so macht der Aufstieg viel mehr Spaß.

Ich habe mir, auch wegen der Jahreszeit, die Skitourenhose angezogen. Das bereue ich nun, es ist mir speziell an den Beinen recht warm. Mittlerweile habe ich sogar nur noch ein T-Shirt an.

Der Abschnitt mit der bekannten „Stiege“ ist erreicht, nun heißt es, die teils recht hohen Stufen zu bewältigen. Das geht am Besten mit Ruhe und Takt.

Weiter und weiter steigen wir hinauf, 100 Treppen sind erreicht…

Wie viele Stufen es schlussendlich sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber wir haben es dann doch einmal geschafft.

Der Ausblick auf die Landeshauptstadt ist wunderbar, ich sehe sogar bis zu mir nach Hause.

Ab dem Ende der Stiegen müssen wir noch durch die „Grube“ hinauf bis zum Restaurant. Das geht wieder in einem Mix aus Forststraße und Abkürzungen.

Der 3er-Stützenlift ist nicht im Betrieb, zu wenig Schnee ist hier vorhanden…

Auch die Seegrube selber weit wenig Schnee auf. Es ist schon ein Kreuz heuer, bestes Wetter, aber kein Schnee… hoffentlich hat Frau Holle bald Erbarmen mit uns.

Die letzten Meter zur Bergstation laufen wir noch auf der Piste hinauf, dann haben wir es Geschafft… knapp 1000 Höhenmeter und einige Stiegen, ein doch ausführlicherer Sonntagsspaziergang.

Im Rückblick sehen wir noch einige Leute hochlaufen, es ist viel los hier auf dem Berg. Touristen, Bergläufer, Wanderer und auch ein paar Skifahrer, der Zauberteppich ist immerhin am Laufen!

Nach einer kurzen Beratung beschließen wir, sofern wir einen Platz ergattern können, im Restaurant einzukehren.

Und siehe da, auf der Terrasse werden wir fündig. Obwohl sehr viel los ist, finden wir doch einen Platz an der Sonne.

Es ist total fein in der Sonne, aber von Zeit zu Zeit macht sich dann der Südföhn bemerkbar, daher braucht es doch die Jacke und eine Kapuze. Wir essen eine Kleinigkeit, und genießen den Ausblick.

Die Sicht zum Patscherkofel, Tuxer und Stubaier Alpen ist wunderbar!

Gestärkt und zufrieden fahren wir mit der übervollen Bahn zur Hungerburg hinunter, dort treffen wir Georg, es gibt Kiachl und einen Glühwein. Auch dieser nette, kleine Christkindlmarkt ist gut besucht.

Eine feine Wanderung, wenn sonst nicht viel möglich ist. Das werden wir bestimmt wieder mal machen…
Tourendaten
Gesamtdauer: 2:26 h
Gesamtlänge: 4,56 km
Höhenmeter: △ 1.048 m / (Abfahrt mit Bahn)


