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250218 Skitour Hagenerhütte (2.446m)

Der zweite Tag unseres Skitourencamps startet mit einem wunderbaren Frühstück im Karawankenhof, danach fahren wir mit dem Auto nach Mallnitz und von hier weiter zum Parkplatz bei der Stockerhütte. Dort werden wir von einem Taxi weiter bis zum Start in der Nähe der Jamnighütte gebracht.

Die Nebelsuppe in der Tiefe haben wir schon hinter uns gelassen und wunderbar blauer himmel spannt sich über uns. Die Landschaft ist ein nur toll, Heinz hat uns heute nicht zu viel versprochen. Wobei es seinen Worten nach noch besser werden wird.

Wir treteln gemütlich zuerst über eine Forststraße ein paar Kehren höher, wir sind genau an der Nebelgrenze und so manche Schwade verdunkelt, wenn auch nur kurz, die Sonne.

Es ist hier am Anfang ein Hin- und Her zwischen blauem Himmel und Nebelwolken, aber wir sind zuversichtlich, dass schlussendlich die Sonne gewinnen wird.

Der Forstweg zieht sich in ein paar Kehren höher und höher, dann öffnet sich ein erstes Becken vor uns auf.

Rückblickend sehen wir noch einmal die Nebelschwaden im Tal, diese haben wir nun endlich hinter uns gelassen.

Nun bekommen wir einen ersten Eindruck über den beeindruckenden Kessel unterhalb der Hagener Hütte. Und, heuer eher eine Seltenheit, es fühlt sich richtig winterlich an.

Das Tempo ist sehr angenehm, da hat sich eine tolle Truppe zusammengefunden. Im Hintergrund können wir schon mal einen Blick auf unser Ziel werfen.

Überall um uns herum sind tolle Skiberge, abgesehen von einer weiteren Gruppe, die jedoch ein abweichendes Ziel hat, sind wir allein auf weiter Flur.

Vorbei an der Laschghütte steigen wir über fein kupiertes, niemals steiles Gelände immer weiter in dem Horizont entgegen.

Rückblickend sehen wir noch den Nebel im Tal liegen, aber hier müssen wir schon Sonnencreme auftragen, damit uns die Frühjahrsonne nicht aufbrennt.

Ab ungefähr der Mitte setzt ein kühler „Tauernwind“ ein, der uns veranlasst, die Jacken anzuziehen. Schnell wir es auf dieser Höhe zu kalt…

Immer wieder queren wir sanfte Hänge, Heinz hat ein gutes Auge für die perfekte, angenehme Spurwahl. Hier gibt es keine Direttissima…

Der Nebel im Tal ist hartnäckig, aber das juckt uns hier überhaupt nicht. Besser könnten wir es gar nicht haben!

Schließlich erreichen wir das Tauernkreuz, das direkt am Weg zur Hagener Hütte liegt.

Nun ist es nicht mehr weit, vorbei am Tauernhaus, in dem auch ein von uns nicht besuchtes kleines Museum untergebracht sein sollte, erreichen wir das Plateau der Hütte.

Die Hagener Hütte (2.446m) ist im Winter leider nicht geöffnet, wahrscheinlich ist die Versorgung hier im Winter nicht so einfach.

Wir lassen unseren Blick über die Winterlandschaft schweifen, Berge wie der Greilkopf (2.581m) und dahinter der Rameter Spitz (2.698m) fallen hier gleich auf.

Schließlich stehen wir vor der Hütte, der Wind weht, aber auf der Leeseite finden wir ein sonniges Platzerl und können jausnen und einen heißen Tee trinken.

Im Süden ragt der Böseck (2.834m) auf, lauter beeindruckende Berggestalten. Und unter dem Nebel liegt direkt Mallnitz, am Ausgang des Tales.

Eine zweite Gruppe kommt von der Nordseite (Sportgastein) aufgestiegen, diese setzen sich auf die Terasse, während wir uns für die Abfahrt herrichten.
Für die Abfahrt benutzen wir die breite Rinne westlicher der Hütte. Da sollte es noch gut zu Fahren sein.

Und ja, obwohl schon ein wenig verspurt, können wir doch immer wieder jungfräulichen Schnee, in den wir ein paar Schwünge legen können.

Viel zu schnell erreichen wir das Ende der Rinne. Hier bewährt es sich nun, einen Bergführer zu haben, denn weiter unten bricht die Rinne ab, wir müssen nach links aus der Rinne, über teils steiles, verfahrenes Gelände ausfahren.

Noch ein paar Meter, dann fängt uns wieder der Nebel ein. Zum Glück hatten wir diesen Dunst nicht schon weiter oben, da wäre die Orientierung wohl ein wenig schwerer gewesen. Nun müssen wir nur noch dem Forst- und Aufstiegsweg folgen.

Die letzten Meter fahren wir dann die Straße ab, die uns der Taxler vorher emportransportiert hat. Und zu unserer Freude raucht der Schornstein der Stockerhütte und wir bekommen sogar einen Platz in der urigen Hütte.

Die Tour war eines der Highlights dieses Winters, davon bin ich schon jetzt überzeugt. das hat so richtig Spaß gemacht und schreit nach einer Wiederholung!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:22 h
Gesamtlänge: 13,30 km
Höhenmeter: ∆ 777m / ∇ 1.164 m
Lawinenwarnstufe: 2 ab 2.400m (Triebschnee, Altschnee)