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260907 NP Hohe Tauern: Zittauer Hütte (2.328m) – Krimml

Nach einer feinen Nacht auf dem Schutzhaus treffen wir uns alle beim Frühstück. Leider hat sich Georg den Magen verdorben und ist angeschlagen.

Der Weg führt nun ins Tal, genauer gesagt ins wunderschöne Wildgerlostal. Dort will ein Teil der Gruppe weiter über die Finkenau absteigen, während Biggi und ich über die Breitscharte nach Krimml wechseln wollen.

Das Wetter ist wieder wunderschön, ein leichter Föhneinfluss ist zu spüren. Der Weg führt stetig nach unten, im Rücken lachen uns die Gletscher entgegen…

Der Weg ist total einfach. Vor ein paar Jahren wurde der Weg neu angelegt und damit auch entschärft. Gleich nach der Hütte müssen wir über eine kurze Steilstufe absteigen.

Nun führt eine Stahlbrücke über die damals kniffligere Stelle. Somit ist der Aufstieg nun sehr familientauglich.

Nach der Steilstufe befinden wir uns im oberen Teil des Wildgerlostals, auf der rechten Seite führt der Weg auf dem Scheitel einer Moräne weiter in Richtung Materialseilbahn-Talstation

Neben uns schießt ein Wasserfall über die Steilstufe. Viel Wasser rinnt hier vom Unteren Gerlossee ins Tal ab.

Bei der Seilbahn evaluieren wir die Situation, Georgs Zustand hat sich nicht so sehr gebessert, daher beschließen wir, dass ich alleine nach Krimml weitergehe und Biggi mit Georg, Ingrid, Christian und Anna nach Finkenau absteigen. Dort werde ich mit dem Auto dann hinkommen.

Zuerst wandere ich über das Tal hinaus, bei der Trisslalm zweige ich auf einen berganführenden Steig, der mich schlussendlich in Richtung Breitscharte bringt.

Der Weg führt über einen schönen Waldweg in feiner Steigung höher und höher. Bedingt durch den Wald ist die Aussicht leider sehr dürftig.

Am Ende des Waldes, bei einem Zahnüberstieg öffnet sich plötzlich die Vegetation und es wird licht und hell.

Schöner Zirbenwald, größere Wiesen, die wohl früher mal als Almen gedient haben , und eine schöne Aussicht auf das Wildgerlostal würzen den feinen Weg ohne nennenswerte Höhenänderung.

Der Speicher Durlassboden, ein klassischer Stausee schmiegt sich fast natürlich in die Landschaft. Beim Anblick dieses Speichers denke ich mir, bei Abschluss solcher Projekte sind Diese manchmal doch richtig schön…

Ich bin total alleine am Weg, stundenweise kommen mir keine Personen entgegen. Da bin ich über Wegemarkierungen und „Schilderwälder“ erleichtert, die mir zeigen, dass ich noch richtig bin.

Obwohl der Weg im Großen und Ganzen gut gewartet ist, sind doch ein paar Bereiche des Pfads in nicht so vertrauenserweckendem Zustand.

Da lobe ich mir die natürlichen Pfade durch den lichten Zirbenwald, das gefällt mir viel besser!

Immer näher komme ich zur Breitscharte, ich erhöhe das Tempo ein wenig, um Zeitig zum Parkplatz zu kommen.

Im Schneggenkarl steht nochmals ein Weg über Blockgelände an, auch hier ist die Linie geschickt unter Einbeziehung von größen Blöcken angelegt.

Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wieviel Arbeit in solch einem Wegebau steckt. Die Mühe wird sich wohl lohnen, ich nehme an, wenn Gebaut, ist solch ein Weg fast für die Ewigkeit gebaut.

Schließlich erreiche ich die, zugegeben, unspektakuläre Breitscharte. Von oben habe ich eine sehr schöne Aussicht auf das Pinzgau.

Nun habe ich alle Höhenmeter für heute erledigt, zumindest die nach oben führen. Ab hier geht es nur noch runter.

Direkt nach der Breitscharte führt der kleine, bröslige Pfad steil ins Tal. Raufgehen möchte ich hier nicht unbedingt, denke ich mir… und justament in diesem Augenblick biegen drei Wanderer um die Kurve, verschwitzt und total fertig.

Ich wandere an der Schönmoos Hochalm vorbei, in Talgrund kann ich schon Krimml erkennen.

Dieser Weg, der durch das Blaubachtal führt ist für mich der unangenehmste Teil der 3 Tage. Teils harter Untergrund mit Rollsplit bedeckt macht jeden Schritt, besonders im Steilen, zum Abenteuer…

Steil und damit schnell erreiche ich wieder den Mehrtagesparkplatz in Krimml. Ich ziehe mich schnell um, packe meine Sachen ins Auto und fahre los, in Richtung Finkenau.

Dort werde ich schon von Biggi und Georg erwartet, Ingrid, Christian und Anna sind schon weitergezogen. Biggi und ich wollen noch kurz im Gasthaus einkehren, aber weder die Herzlichkeit noch die Preise überzeugen uns, hierzubleiben.
So fahren wir nach Innsbruck, später gehen Biggi und ich noch eine Kleinigkeit essen!

Das waren wieder 3 sehr tolle Tage, das Wetter hat gut gepasst, die Touren waren super selektiert, nur leider hat Georg den letzten Tag nicht genießen können!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:31 h
Gesamtlänge: 14,35 km
Höhenmeter: △ 432 m / ▽ 1.687 m
Wegeschwierigkeit: T3

260905 NP Hohe Tauern: Richterhütte (2.347m) – Rosskopf (2.845m) – Zittauer Hütte (2.328m)

Nach einer relativ ruhigen Nacht im Mehrbettzimmer wachen Biggi und ich gut gerastet auf. In der Stube treffen wir auf unsere Weggefährten Ingrid, Christian, Anna und Georg. Nach einem einfachen, aber guten Frühstück. Dies ist der schwierigen Versorgbarkeit der Richterhütte geschuldet.

Gut gestärkt starten wir unseren Übergang zur nächsten Hütte. Das Ziel heißt heute Zittauer Hütte. Von der Richterhütte müssen wir erst mal ein paar Meter absteigen, bis zur Seilbahn.

Das Morgenlicht ist wunderschön, keine Wolke trübt den azurblauen Himmel, die Fernsicht ist unglaublich.

Bald haben wir die Seilbahn erreicht, nun geht es in angenehmer Steigung wieder in die Höhe, in Richtung Rosskar.

Wunderbare Vegetation säumt den Weg, die Gegend hier scheint generell kein Problem mit Trockenheit zu haben.

Im Rosskar gibt es zwei Seen, am kleinen Unteren kommen wir direkt vorbei. Hier wachsen wieder Moosbeeren und so ist für eine Zwangspause gesorgt.

Obwohl der See klein ist, könnte man theoretisch auch hier reinspringen… aber das werden wir am späteren Nachmittag noch nachholen, jetzt ist mal Zeit zu wandern…

Im oberen Rosskar ist der Weg ruppiger, nicht schwierig, aber es heißt über eine Blockfelder zu steigen. Der Weg ist logisch angelegt, manchmal sind kleine Brücken mit Steinen gelegt worden… ein Lob an die Wegebauer!

Vor uns liegt nun die Rosskarscharte (2.689m)

Ein Blick zurück offenbart die Blockwüste, die wir gerade durchquert haben. Auf dem Bild schaue es schwieriger aus, als in Realität.

In der Scharte machen wir nochmals eine kurze Trinkpause, auch die Aussicht auf unser heutiges Ziel können wir genießen.

Tief unter uns, am Unteren Gerlossee (2.320m) steht die Zittauer Hütte, an einem wahrlich majestätischen Platz.

Die Scharte ist allerdings nicht der höchste Punkt heute, wir wollen noch auf den nahen Rosskopf steigen, der sich als „Mitnahme“ gut eignet.

Wieder geht es über Blockgelände höher und höher, der Weg auch hier gut gewählt und einfach.

Dann stehen wir am höchsten Punkt unserer Wanderung, dem Rosskopf (2.845m). Die Aussicht ist wunderbar, der Himmel heute klar wie selten.

Wir versuchen die Gipfel zu benennen, teils aus der Papierkarte, teils mit einer App. Sogar den Großvenediger (Spitz in der Bildmitte) können wir ausmachen.

Dann heißt es noch ein paar Meter absteigen, bevor wir unser Tageswerk beschließen können.

Auch hier auf der Wildgerlosseite gibt es Gletscher(reste) zu bestaunen… und Gipfel wie den Gabler oder die Reichenspitze.

Am Oberen Gerlossee (2.469m) machen wir eine Pause, essen Brotzeit. Christian und ich nutzen die Gunst der Stunde und hüpfen eine Runde ins eiskalte Wasser. Langes Badevergnügen schaut anders aus… aber die Erfrischung sitzt!

Wir brechen nun zur letzten Etappe auf. Wir verlassen die gemütliche Wiese am See und wandern zum nächsten See und zur Hütte auf.

Etwa 25 Minuten später erreichen wir die wunderschön gelegene Alpenvereinshütte.

Wir setzen uns auf die Terrasse und genießen den warmen Nachmittag mit Speis und Trank.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, beschließen Biggi und ich noch ein Stück um den See zu wandern. Wir finden einen feinen Platz, schnell sind wir der Kleider entledigt und schon sind wir beide im Wasser.

Auch hier gilt, Gletscherwasser trübt die längeren Badefreuden ein wenig, dafür ist die Erfrischung perfekt! Christian, Ingrid, Anna und Georg sind nun auch dazu gekommen und schließlich waren wir alle im Wasser…

Zurück bei der Hütte ist schon fast Zeit für das Abendessen. Es gibt Wienerschnitzel mit Bratkartoffel. So lässt es sich leben.

Nachdem wir gut gespeist haben, werden die Spielkarten ausgepackt und wir zocken noch lange mit Spaß und Gelächter! Zufrieden mit dem Tag gehen wir alle schlafen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4,32 h
Gesamtlänge: 9,48 km
Höhenmeter: △ 756 m / ▽ 763 m
Wegeschwierigkeit: T3

260905 NP Hohe Tauern: Krimml – Richterhütte (2.347m)

Schon länger geplant, heute geht es los… vor uns liegen 3 Tage in den Hohen Tauern. Eine feine Wandertour von Krimml über die Richterhütte, Zittauer Hütte und wieder retour nach Krimml. Schon zeitig in der Früh reisen wir an, den Mehrtages-Parkplatz in Krimml finden wir erst bei Nachfrage. Direkt im Ort geht es los, erste Station: Die Krimmler Wasserfälle

Diese Wasserfälle sind nicht umsonst berühmt, es ist ein wirkliches Spektakel, wie sich das Wasser hier über mehrere Kaskaden in die Tiefe stürzt. Dementsprechend ist auch der Andrang auf den Steig, der direkt neben dem Wasserlauf höher zieht.

Immer wieder bleiben wir stehen und bestaunen die wunderschöne Natur und das imposante Getöse des Wasserfalls.

Die Natur profitiert hier vom Wassernebel, die Vegetation ist hier besonders dicht und grün.

Im Ort selber hat der Bachlauf nicht so gewaltig ausgeschaut, aber hier oben an den Aussichtskanzeln werden wir eines Besseren belehrt.

Im oberen Bereich, von unten nicht einsehbar, kommt noch eine Schlusskaskade, bevor wir ins eigentliche Krimmler Achental gelangen.

Hier, am höchsten Punkt der Krimmler Wasserfälle überqueren wir eine kleine Brücke, dann erreichen wir die Forststraße ins Achental.

Obwohl es ein unspektakulärer Forstweghatscher zu versprechen droht, ist die Natur hier sehr sehenswert.

Natürlich ist es keine reine Natur, sondern vielmehr Kulturlandschaft, über viele Jahrhunderte durch Menschen und Viehbeweidung geformt.

Unzählige Hütten bezeugen die Qualität dieser Almen, früher intensiv bewirtschaftet, heute hat sich so mancher Platz zum Imbiss oder zum Feriendomizil gewandelt.

Doch auch noch echte Almen gibt es, das Vieh befindet sich gerade in der Übergangszeit, der Abtrieb steht schon vor der Tür und das Vieh muss gefunden und „eingefangen“ werden.

Wir haben Glück, der Rundfunk hat schlechteres Wetter prognostiziert, nun haben wir sogar das eine oder andere Sonnenfenster.

Wir erreichen das Krimmler Tauernhaus, hier wollen wir eine kurze Einkehr wagen, es gibt eine gute Suppe und einen Kaffee.

Ein überaus stattlicher Bau, das Tauernhaus. Vor ein paar Jahren neu gebaut bzw. renoviert, steht nun ein Hotel in der Landschaft. Allerdings ist der Bau gelungen und passt sich gut in die Landschaft ein.

Gestärkt wandern wir nun direkt hinter der Hütte in ein Seitental hinein, das Rainbachtal. An dessen Ende steht dann unser heutiges Etappenziel.

Gleich zu beginn folgen wir einem schönen Wasserlauf mit kleinem Wasserfall, dann flacht der Weg ab und wir befinden uns wieder an einem kleinen Forstweg.

Hier oben auf der Rainbachalm sind noch ein Rösser zugegen, die den Almsommer ausklingen lassen. Ruhig und still, abgesehen vom Bach ist es hier im schönen Tal.

Immer tiefer dringen wir in diese archaische Landschaft vor, mit Mooren, fast unberührten Wiesenflächen und lichtem Wald. Im Hintergrund grüßt die Richterspitze.

Wir liegen schon relativ hoch, auf ungefähr 2.000 m. Hier sind die Moosbeeren noch nicht verblüht und laden ein zur Nascherei. Direkt von der Staude schmecken diese Früchte immer noch am Besten.

Wir sind schon recht lange am Weg, das Ende kommt allerdings nun immer näher.

Am sogenannten Hütenblick sehen wir das erste Mal die Richterhütte, unsere heutige Unterkunft.

Im Hintergrund sehen wir die Reste des Rainbachkees, das wohl mal einen mächtigen Gletscher dargestellt hat.

An der Seilbahn sehen wir nun den letzten Wegverlauf, der nur noch über eine Steilstufe führt. Oben auf der Stufe thront das Schutzhaus.

Schließlich erreichen wir das kleine, aber gemütliche Alpenvereinshaus der Sektion Sektion Bergfreunde Rheydt des DAV. Mit 44 Schlafplätzen zählt diese Hütte nicht zu den großen Unterkünften, aber mir ist der Platz von Anfang an sympathisch.

Hier auf der Hütte treffen wie schließlich noch mit Ingrid, Christian, Anna und Georg zusammen, mittels Shuttlebus und kürzerem Anstieg den gleichen Weg vom Tauernhaus genommen haben. Die nächsten 2 Tage werden wir gemeinsam weitergehen.

Nach der langen Wanderung heute schmeckt das Bier auf der Terrasse dann doppelt so gut! Zum Abendessen gibt es Linsencurry und Schweinsgulasch, gemütlich lassen wir den Tag in der Hüttenstube ausklingen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:51 h
Gesamtlänge: 19,54 km
Höhenmeter: △ 1.444 m / ▽ 156 m
Wegeschwierigkeit: T2

250218 Skitour Hagenerhütte (2.446m)

Der zweite Tag unseres Skitourencamps startet mit einem wunderbaren Frühstück im Karawankenhof, danach fahren wir mit dem Auto nach Mallnitz und von hier weiter zum Parkplatz bei der Stockerhütte. Dort werden wir von einem Taxi weiter bis zum Start in der Nähe der Jamnighütte gebracht.

Die Nebelsuppe in der Tiefe haben wir schon hinter uns gelassen und wunderbar blauer himmel spannt sich über uns. Die Landschaft ist ein nur toll, Heinz hat uns heute nicht zu viel versprochen. Wobei es seinen Worten nach noch besser werden wird.

Wir treteln gemütlich zuerst über eine Forststraße ein paar Kehren höher, wir sind genau an der Nebelgrenze und so manche Schwade verdunkelt, wenn auch nur kurz, die Sonne.

Es ist hier am Anfang ein Hin- und Her zwischen blauem Himmel und Nebelwolken, aber wir sind zuversichtlich, dass schlussendlich die Sonne gewinnen wird.

Der Forstweg zieht sich in ein paar Kehren höher und höher, dann öffnet sich ein erstes Becken vor uns auf.

Rückblickend sehen wir noch einmal die Nebelschwaden im Tal, diese haben wir nun endlich hinter uns gelassen.

Nun bekommen wir einen ersten Eindruck über den beeindruckenden Kessel unterhalb der Hagener Hütte. Und, heuer eher eine Seltenheit, es fühlt sich richtig winterlich an.

Das Tempo ist sehr angenehm, da hat sich eine tolle Truppe zusammengefunden. Im Hintergrund können wir schon mal einen Blick auf unser Ziel werfen.

Überall um uns herum sind tolle Skiberge, abgesehen von einer weiteren Gruppe, die jedoch ein abweichendes Ziel hat, sind wir allein auf weiter Flur.

Vorbei an der Laschghütte steigen wir über fein kupiertes, niemals steiles Gelände immer weiter in dem Horizont entgegen.

Rückblickend sehen wir noch den Nebel im Tal liegen, aber hier müssen wir schon Sonnencreme auftragen, damit uns die Frühjahrsonne nicht aufbrennt.

Ab ungefähr der Mitte setzt ein kühler „Tauernwind“ ein, der uns veranlasst, die Jacken anzuziehen. Schnell wir es auf dieser Höhe zu kalt…

Immer wieder queren wir sanfte Hänge, Heinz hat ein gutes Auge für die perfekte, angenehme Spurwahl. Hier gibt es keine Direttissima…

Der Nebel im Tal ist hartnäckig, aber das juckt uns hier überhaupt nicht. Besser könnten wir es gar nicht haben!

Schließlich erreichen wir das Tauernkreuz, das direkt am Weg zur Hagener Hütte liegt.

Nun ist es nicht mehr weit, vorbei am Tauernhaus, in dem auch ein von uns nicht besuchtes kleines Museum untergebracht sein sollte, erreichen wir das Plateau der Hütte.

Die Hagener Hütte (2.446m) ist im Winter leider nicht geöffnet, wahrscheinlich ist die Versorgung hier im Winter nicht so einfach.

Wir lassen unseren Blick über die Winterlandschaft schweifen, Berge wie der Greilkopf (2.581m) und dahinter der Rameter Spitz (2.698m) fallen hier gleich auf.

Schließlich stehen wir vor der Hütte, der Wind weht, aber auf der Leeseite finden wir ein sonniges Platzerl und können jausnen und einen heißen Tee trinken.

Im Süden ragt der Böseck (2.834m) auf, lauter beeindruckende Berggestalten. Und unter dem Nebel liegt direkt Mallnitz, am Ausgang des Tales.

Eine zweite Gruppe kommt von der Nordseite (Sportgastein) aufgestiegen, diese setzen sich auf die Terasse, während wir uns für die Abfahrt herrichten.
Für die Abfahrt benutzen wir die breite Rinne westlicher der Hütte. Da sollte es noch gut zu Fahren sein.

Und ja, obwohl schon ein wenig verspurt, können wir doch immer wieder jungfräulichen Schnee, in den wir ein paar Schwünge legen können.

Viel zu schnell erreichen wir das Ende der Rinne. Hier bewährt es sich nun, einen Bergführer zu haben, denn weiter unten bricht die Rinne ab, wir müssen nach links aus der Rinne, über teils steiles, verfahrenes Gelände ausfahren.

Noch ein paar Meter, dann fängt uns wieder der Nebel ein. Zum Glück hatten wir diesen Dunst nicht schon weiter oben, da wäre die Orientierung wohl ein wenig schwerer gewesen. Nun müssen wir nur noch dem Forst- und Aufstiegsweg folgen.

Die letzten Meter fahren wir dann die Straße ab, die uns der Taxler vorher emportransportiert hat. Und zu unserer Freude raucht der Schornstein der Stockerhütte und wir bekommen sogar einen Platz in der urigen Hütte.

Die Tour war eines der Highlights dieses Winters, davon bin ich schon jetzt überzeugt. das hat so richtig Spaß gemacht und schreit nach einer Wiederholung!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:22 h
Gesamtlänge: 13,30 km
Höhenmeter: ∆ 777m / ∇ 1.164 m
Lawinenwarnstufe: 2 ab 2.400m (Triebschnee, Altschnee)