260905 NP Hohe Tauern: Krimml – Richterhütte (2.347m)

Schon länger geplant, heute geht es los… vor uns liegen 3 Tage in den Hohen Tauern. Eine feine Wandertour von Krimml über die Richterhütte, Zittauer Hütte und wieder retour nach Krimml. Schon zeitig in der Früh reisen wir an, den Mehrtages-Parkplatz in Krimml finden wir erst bei Nachfrage. Direkt im Ort geht es los, erste Station: Die Krimmler Wasserfälle

Diese Wasserfälle sind nicht umsonst berühmt, es ist ein wirkliches Spektakel, wie sich das Wasser hier über mehrere Kaskaden in die Tiefe stürzt. Dementsprechend ist auch der Andrang auf den Steig, der direkt neben dem Wasserlauf höher zieht.

Immer wieder bleiben wir stehen und bestaunen die wunderschöne Natur und das imposante Getöse des Wasserfalls.

Die Natur profitiert hier vom Wassernebel, die Vegetation ist hier besonders dicht und grün.

Im Ort selber hat der Bachlauf nicht so gewaltig ausgeschaut, aber hier oben an den Aussichtskanzeln werden wir eines Besseren belehrt.

Im oberen Bereich, von unten nicht einsehbar, kommt noch eine Schlusskaskade, bevor wir ins eigentliche Krimmler Achental gelangen.

Hier, am höchsten Punkt der Krimmler Wasserfälle überqueren wir eine kleine Brücke, dann erreichen wir die Forststraße ins Achental.

Obwohl es ein unspektakulärer Forstweghatscher zu versprechen droht, ist die Natur hier sehr sehenswert.

Natürlich ist es keine reine Natur, sondern vielmehr Kulturlandschaft, über viele Jahrhunderte durch Menschen und Viehbeweidung geformt.

Unzählige Hütten bezeugen die Qualität dieser Almen, früher intensiv bewirtschaftet, heute hat sich so mancher Platz zum Imbiss oder zum Feriendomizil gewandelt.

Doch auch noch echte Almen gibt es, das Vieh befindet sich gerade in der Übergangszeit, der Abtrieb steht schon vor der Tür und das Vieh muss gefunden und „eingefangen“ werden.

Wir haben Glück, der Rundfunk hat schlechteres Wetter prognostiziert, nun haben wir sogar das eine oder andere Sonnenfenster.

Wir erreichen das Krimmler Tauernhaus, hier wollen wir eine kurze Einkehr wagen, es gibt eine gute Suppe und einen Kaffee.

Ein überaus stattlicher Bau, das Tauernhaus. Vor ein paar Jahren neu gebaut bzw. renoviert, steht nun ein Hotel in der Landschaft. Allerdings ist der Bau gelungen und passt sich gut in die Landschaft ein.

Gestärkt wandern wir nun direkt hinter der Hütte in ein Seitental hinein, das Rainbachtal. An dessen Ende steht dann unser heutiges Etappenziel.

Gleich zu beginn folgen wir einem schönen Wasserlauf mit kleinem Wasserfall, dann flacht der Weg ab und wir befinden uns wieder an einem kleinen Forstweg.

Hier oben auf der Rainbachalm sind noch ein Rösser zugegen, die den Almsommer ausklingen lassen. Ruhig und still, abgesehen vom Bach ist es hier im schönen Tal.

Immer tiefer dringen wir in diese archaische Landschaft vor, mit Mooren, fast unberührten Wiesenflächen und lichtem Wald. Im Hintergrund grüßt die Richterspitze.

Wir liegen schon relativ hoch, auf ungefähr 2.000 m. Hier sind die Moosbeeren noch nicht verblüht und laden ein zur Nascherei. Direkt von der Staude schmecken diese Früchte immer noch am Besten.

Wir sind schon recht lange am Weg, das Ende kommt allerdings nun immer näher.

Am sogenannten Hütenblick sehen wir das erste Mal die Richterhütte, unsere heutige Unterkunft.

Im Hintergrund sehen wir die Reste des Rainbachkees, das wohl mal einen mächtigen Gletscher dargestellt hat.

An der Seilbahn sehen wir nun den letzten Wegverlauf, der nur noch über eine Steilstufe führt. Oben auf der Stufe thront das Schutzhaus.

Schließlich erreichen wir das kleine, aber gemütliche Alpenvereinshaus der Sektion Sektion Bergfreunde Rheydt des DAV. Mit 44 Schlafplätzen zählt diese Hütte nicht zu den großen Unterkünften, aber mir ist der Platz von Anfang an sympathisch.

Hier auf der Hütte treffen wie schließlich noch mit Ingrid, Christian, Anna und Georg zusammen, mittels Shuttlebus und kürzerem Anstieg den gleichen Weg vom Tauernhaus genommen haben. Die nächsten 2 Tage werden wir gemeinsam weitergehen.

Nach der langen Wanderung heute schmeckt das Bier auf der Terrasse dann doppelt so gut! Zum Abendessen gibt es Linsencurry und Schweinsgulasch, gemütlich lassen wir den Tag in der Hüttenstube ausklingen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:51 h
Gesamtlänge: 19,54 km
Höhenmeter: △ 1.444 m / ▽ 156 m
Wegeschwierigkeit: T2

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