180626 Klettersteig St. Magdalena im Gschnitztal (1.661m)

Letztes Jahr bin ich schon mal mit den Kids auf dem Weg zum wunderschönen St. Magdalena im Gschnitztal gewesen. Leider hat uns damals der Regen den Aufstieg verdrossen. Beim Runtergehen haben wir gesehen, dass hier gerade ein neuer Klettersteig im Werden ist. Und den wollen wir heute begehen.

Eine tolle Arbeit wurde hier geleistet. Das ganze Konstrukt trägt nicht den Namen Klettersteig, sondern „Alpine Safety Area“. Beim Einstieg sind 6 Varianten angeführt, ein schwarzer Bergweg (mit Seilgeländer) und Klettersteigvarianten von A-E.

Wir entscheiden uns für den Einstieg in die D-Variante, nach kurzem Partnercheck darf ich vorausgehen, während Michi sich noch mental vorbereitet. Nach zwei Metern bleibe ich mit der Fussspitze an einer Felsnase hängen, daraufhin bricht plötzlich eine größere Platte ab und fällt direkt neben Michi auf den Boden… puh, nochmals Glück gehabt.

Der erste Teil des Steiges ist wahrlich eine D-Stelle, aber mit ein wenig Armkraft kommen wir die kurze Stelle gut hinauf. Schon bald stehen wir auf dem Habichtblick, einem kleinen Plateau, auf dem eine Sitzbank, ein Habicht und kleine Aussichtshilfen montiert sind. Obwohl sich der Habicht selber in Wolken hüllt, ist die Aussicht von hier schon phantastisch… und gegenüber lockt die Illmspitze.

Der weitere Weg ist dann nicht mehr schwer, schöne Stellen reihen sich an kurzes Gehgelände mit viel Erde. Bei Nässe sicher nicht so lustig zu begehen. Man sieht auch, daß der Steig relativ neu ist, denn immer wieder fallen uns lose Steine und Platten auf, die aber durch geschicktes Auftreten nicht der Schwerkraft ausgesetzt werden.

Insgesamt ist die Anlage vorbildlich gebaut, überall sind bombenfeste Sicherungen und wenns mal kurz ein wenig trittarm wird, sind Bügel montiert. Trotzdem, mit meinen Kindern möchte ich hier nicht gehen müssen, allein manche Stufe fordert die Dehnkraft meiner alten Gelenke und Knochen bis zum Äußersten… ob das das Alter oder der Abstand der Tritte ist? Oder einfach nur der fehlende Blick fürs Detail? Wer weiß…

Nun, bald erreichen wir den obersten Bereich des Klettersteigs, noch einmal wird es leicht luftig, aber vom Gefühl her immer in der Komfortzone, dann sehen wir auch schon Sankt Magdalena.

Das kleine Kirchlein hat eine lange Geschichte. Schon 1307 wurde das Gotteshaus erstmals urkundlich erwähnt. Danach entwickelte sich der Platz zu einem bekannten Wallfahrtsort mit angeschlossener Einsiedelei. Das Kirchlein selber ist direkt an den Wohntrakt angebaut, besonders erwähnenswert sind die schönen Fresken im Inneren. Dargestellt sind die „Flucht aus Ägypten“ und der „Baum der Versuchung“.

Nachdem wir uns sattgesehen haben, gönnen wir uns noch ein Bier auf der Terasse vor dem Gasthäuschen. Der Wirt, seit 42 Jahren hier im Dienst, gesellt sich zu uns und wir reden über Gott und die Welt. Schön ist es hier, gerne würden wir verweilen, aber der kalte Wind treibt uns dann doch wieder fort.

Der Abstieg erfolgt dann über den Normalweg, schnell erreichen wir das Tal und damit das Ende einer wunderschönen Nachmittagstour. Feins war wieder einmal in unserer geliebten Bergheimat.

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,65 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 458 m

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