210124 Galtjoch (2.109m)

Meine letzte Tour mit Papa ist ja schon wieder eine Weile her (siehe Hohe Warte), daher haben wir uns entschlossen, zusammen auf das Galtjoch zu steigen. Wir treffen uns in der Früh am Parkplatz „Almkopfbahn“, dann fahren wir mit Papas 4WD-Boliden weiter zum Weiler Rauth. Dort ergattern wir gerade noch den letzten Parkplatz, was bei der Größe (bzw. Kleine) des Parkplatzes kein Wunder ist…

Direkt vom Parkplatz steigen wir auf der Forststraße auf Richtung Ehenbichler Alm. Ich muss zugeben, ich bin weder im Sommer noch im Winter je hier gewesen, also wird es endlich mal Zeit.

Das Wetter ist „komisch“, man weiß nie genau, wird es schön, oder fängt es gleich furchtbar zu stürmen an. Einmal schaut die Sonne raus, dann fängt es auch schon wieder zu schneien an.

Vorbei an ein paar schönen Hütten, offenen Flächen und viel Wald steigen wir immer höher unserem Ziel entgegen.

Ungefähr bei der Hälfte des Aufstiegs sehen wir die Ehenbichler Alm (1.964m). Gerade gestern habe ich einen interessanten Bericht über diese Alpe im TV geschaut. Und heute stehe ich davor…

Wir bleiben allerdings nicht stehen, sondern marschieren gleich weiter, unser Ziel ist die Galtjoch-Spitze.

Der Schnee wird immer mehr, das Wetter ist nicht besser geworden, und trotzdem genießen wir jeden Schritt in dieser schönen Landschaft. Der Wald lockert auf und bald erreichen wir schönstes Skigelände.

Vor uns sind schon ein paar Leute auf dem Weg zum Vorgipfel, die Spur ist schön angelegt und weit ist es auch nicht mehr. Schon bald werden wir oben stehen…

Hinter uns „spinnt“ das Wetter gerade wieder herum, zu allem Überfluss ist jetzt noch ein fester Wind dazugekommen. Aber auch das macht unserer guten Laune keinen Abbruch.

Es ist kalt geworden. Ein schöner blauer Himmel ist was herrliches, das muss man einfach immer wieder sagen. Aber auch „nicht-so-tolles-Wetter“, wie eben heute hat seine Glanzpunkte… in diesem Falle eine magische Stimmung.

Tolle Wolkenspiele, die Sonne strahlt manchmal über die tief verschneite Landschaft und kreiert wunderschöne Bilder vor uns…

Der Wind ist stärker geworden, aber nun haben wir das Gipfelkreuz geschichtet, und jetzt gibt es kein Umdrehen mehr.

Ein Blick zurück überrascht mich dann vollends. Der Säuling (in der Bildmitte) in einer Perspektive, die ich so noch nie schauen habe können. Rechts im Bild ist der Thaneller und linker Hand die Tannheimer Berge.

Die letzten Meter zum Gipfel sind so windig, dass wir uns auf die Rast oben so gar nicht richtig freuen wollen. Wir werden uns nur schnell für die Abfahrt herrichten, mehr ist wohl nicht drinnen. Umgezogen wird dann halt später.

Für ein paar Fotos von der Umgebung reicht die Zeit dann aber doch, besonders die südwestliche Steinkar- und Knittelkarspitze beeindrucken.

Gen Osten sehen wir nochmals den Thaneller und auf der rechten Seite von Berwang die Hönig.

Rasch haben wir am Gipfel unsere Siebensachen erledigt, die Felle eingepackt, eine Jacke angezogen und die Abmarsch-, bzw. Abfahrsbereitschaft hergestellt. Dennoch, und obwohl wir wirklich schnell waren, schmerzen die Finger dank des Windes doch ganz „zagrisch“.

Die ersten Meter vom Gipfel sind mühsam, windgepreßter Schnee, teilweise pickelhart macht die Abfahrt nicht ganz einfach. Doch dann kommt ein Stück mit Pulverschnee und dort macht die Abfahrt Spaß.

Weiter unten ist die Schneequalität dann wieder schlechter und der Schnee irgendwie pappiger. Nicht ganz angenehm zu fahren, aber wir geben unser Bestes…

Einen großen Teil der Abfahrt fahren wir dann wieder über die Forststraße ab. Die letzten Meter zum Parkplatz müssen wir, da es flach ist, schieben, aber zum Glück ist die Strecke nicht lange und wir erreichen zufrieden das Auto.

Eine tolle Tour in toller Begleitung, wenn der Wind nicht so arg geblasen hätte… dennoch hat es mir sehr gut gefallen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 10,91 km
Höhenmeter: 1025 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Altschnee / Triebschnee)

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