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2108007 Kogelseespitze (2.647m) ✨

Endlich mal wieder eine ausgedehnte Tour, denke ich mir, als mich Papa anruft und fragt, ob ich mit ihm auf die Kogelseespitze gehen möchte. Wir wollen nicht den „Standardweg“ über die Hanauerhütte machen, sondern eine Rundtour, um ein paar mehr Höhenmeter zu sammeln.
In der Früh treffen wir uns in Boden am Hahntennjoch, um Punkt 7:00 Uhr starten wir los.

Die erste Etappe führt uns vom Parkplatz in Boden hinauf zum Sattele (2.057m), dem Übergang nach Gramais.

Die Wegfindung ist nicht immer ganz einfach, doch Verlaufen ist in diesem Kessel fast nicht möglich. Teilweise ist der Weg gut in Schuss, teilweise fast nicht auffindbar. Ein Beweis, dass dieser Aufstieg keine Standardtour ist.

Der Weg vom Sattele hinab nach Gramais ist am Anfang steil, rutschig durch die letzten Regenfälle und daher mit Vorsicht zu genießen.

An einem Teil des Weges fällt uns ein besonderes Phänomen auf. Hier scheint eine regelrechte Käferplage zu grassieren, überall findet man skelettierte „Pfleschen“…

Wir müssen ungefähr 500m absteigen, dann erreichen wir die Abzweigung zum Kogelsee.

Das schöne Tal kommt mir gleich bekannt vor, hier bin ich vor ein paar Jahren mit Oma und den Kindern zum Kogelsee, allerdings von Gramais aus, rauf gelaufen.

Das Brett über den Bach ist immer noch das Selbe, wackelig wie eh und je. Anschließend erfolgt der Aufstieg durch das ausgedehnte Latschenfeld. Gott sei Dank ist es noch kühl…

Bald öffnet sich der Latschenwald und wir bekommen wieder eine leichte Brise zu spüren. Das tut gut und kühl uns ein wenig.

Die Wasserfälle des Platzbachs sprudeln frisch und munter. Dank der letzten Regenfälle ist mehr als genug Wasser vorhanden.

Der Weg hinauf zum Kogelsee zieht sich dann doch wider Erwarten, am Talanfang hat die Entfernung nicht so weit ausgesehen.

Schöne, hellrosa schimmernde Almrosen säumen den Weg. Während im Inntal die Blüte schon fast vorbei ist, fangen hier im Lechtal die Bergblumen erst an…

Kurz vor dem Kogelsee sehen wir den Kogel (2.318m). Für die nächsten Stunden wird dieser Berg immer wieder in unserem Blickfeld auftauchen.

Der Kogelsee (2.071m) ist einer der schönsten Bergsehen der Gegend, mit dem Kogel im Hintergrund ein sehr dankbares Fotomotiv. Zum Schwimmen ist es allerdings heute zu kalt.

Unser Weg führt uns hinauf Richtung Kogelseescharte (2.497m).

Ein Blick zurück zeigt nochmals die Schönheit des Kogelsees und Kogelkars.

Kurz vor der Kogelseescharte zweigen wir nach Südwesten ab.

An einem ausgedehnten Schneefeld verstauen wir unsere Wanderstöcke und ziehen den Helm auf.

Jetzt geht es ans Eingemachte. Obwohl der Weg nicht schwierig ist, ist das Geröll ist im ersten Teil doch sehr unangenehm. Jeder Schritt muss dreimal kontrolliert werden, und dennoch brechen immer Steine aus. Zum Glück haben wir Helme mit.

Spannende Passagen, sowohl wegen des Schotters als auch wegen der Wegfindung sind unser steter Begleiter.

Je höher wir kommen, desto besser wird die Felsqualität. Nun macht die Kraxlerei richtig Spaß.

Bald erreichen wir den Grat, hier sind nur noch moderate Schwierigkeiten zu bewältigen.

Leichtes Auf und Ab führt uns zum schon sichtbaren Gipfel.

Wieder neue Seen sind in unser Blickfeld gerückt, der Obere und Untere Parzinnsee im gleichnamigen Kessel leuchten wie zwei Augen zu uns empor.

Der letzte Teil des Grates ist normales Wandergelände mit gut ausgetretenem Pfad.

Schließlich erreichen wir den Gipfel der Kogelseespitze (2.647m).

Der Wind am Grat und am Gipfel ist enorm, daher pausieren wir nur kurz, eine Pause werden wir in windstillen Gefilden machen.

Ein Pärchen ist noch am Gipfel, das nutzen wir aus und lassen noch ein Gipfelbild machen.

Der Abstieg erfolgt nun über den Normalweg.

Der Ausblick ins Parzinn ist herrlich, die Seen sind gut zu sehen.

Im Westen liegt der Gufelsee, auch dieser wunderschön gelegen. Hier sind wir vor ein paar Jahren bei unserer Wanderung von Zürs nach Nasserreith vorbeigekommen.

Ein Blick zurück zeigt unser Weg über das Grat (oben: vom Gipfel rechts der Bildmitte, mit den Wolken über das Grat zum linken Gipfel, nicht sichtbar)

Am Gufelseejöchl schauen wir nochmal auf den Gufelsee, im Hintergrund der beeindruckende Vordere Gupfelkopf mit seinem blätterförmigen Schichtaufbau.

Am Unteren Parzinnsee (2.180m) machen wir unsere wohlverdiente Pause. Gemütlich jausnen wir, während gegenüber ein paar Murmelen herumlaufen.

Bei der Hanauer Hütte (1.922m) kehren wir kurz ein, trinken ein alkoholfreies Weizen und schauen, dass wir weiterkommen. Das Wetter schaut nicht mehr so gut aus… dunkle Wolken sind über dem Parzinn aufgezogen.

Die Hanauer Hütte hat eine gewaltige Lage, im Westen liegt das malerische Parzinn, das wir soeben durchquert haben, im Norden verbindet das Angerletal die Hütte mit Boden.

Der Abstieg von der Hütte zur Seilbahnstation ist einfach, aber dennoch mit Vorsicht wegen dem feinen Kies zu begehen. Kurz vor der Seilbahn treffen wir eine Gruppe, eine Frau ist ausgerutscht und hat sich den Fuß verdreht. Auf die Frage, ob wir helfen können, kommt nur ein knappes: „Nein, die Bergrettung ist am Weg!“.

Nachdem auch eine Gruppe älterer Damen stehengeblieben ist, Schmerzmittel werden der Verletzten übergeben, steigen wir weiter ab.

An der Brücke über den Angerlebach wird der Weg flacher, bald erreichen wir die Seilbahnstation.

Ein wunderschöner Anblick, der mich an die Tour mit Luis und Papa erinnert, ist die Dremelspitze am Talende…

Schließlich erreichen wir nach etlichen Kilometern wieder unseren Ausgangspunkt, eine tolle Wanderung, die uns wieder mal sehr gut getaugt hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 8:07 h
Gesamtlänge: 20,11 km
Höhenmeter: 2.112m

Ausrichtung Nord
Ausrichtung Süd

210221 Schafkar (2.311m)

Jeder Tag, versucht dem Vorhergehenden den Kaiserwetterrang abzulaufen. So auch heute wieder… dieses Mal verschlägt es mich in ein etwas abgelegenes Tourengebiet, ein Kompromiss, den ich zwecks Tour mit Papa gerne in Kauf nehme. Wir wollen ins Schafkar, ein Gebiet, das Papa gut vom Sommer her kennt, aber im Winter auch noch nie hier gewesen ist. Start ist in Gramais, genauer gesagt bei der Brücke über den Otterbach im Weiler Riefen

Es ist relativ warm heute, das Thermometer zeigt 1.5°C. Dennoch ist der erste Aufstieg auf der Forststraße eisig und wir müssen ein wenig aufpassen.

Der Weg verläuft parallel zum Alpbach, einmal müssen wir den Wasserlauf überqueren. Dazu heißt es, Ski aus und rüberlaufen.

Schließlich öffnet sich das Tal ein wenig und wir sehen auf den weiteren Wegverlauf. Ein paar alte Lawinen säumen den Weg, doch die Gefahr ist heute überschaubar. Mehr Kopfzerbrechen besorgt uns die schlechte Qualität des Schnees im Kessel.

Durch den unteren Kessel verläuft der Weg recht flach, bis wir die erste Steilstufe erreichen.

Ab hier wird es steil, wir beschließen, da der Weg teilweise noch gefroren war, die Harscheisen aufzuziehen. Diese Entscheidung ist Goldes wert, beim weiteren Aufstieg sind wir um die zusätzlichen Zacken mehr als Dankbar.

Immer höher steig der Pfad in unzähligen Spitzkehren. Perfektes Gelände, um diese Technik ein wenig zu vertiefen…

Schließlich erreichen wir wieder flacheres Gelände, nun hat sich auch die Schneebeschaffenheit geändert, Pulver mit einem leichten Deckel säumt den Weg, der sollte zum Fahren nicht schlecht sein.

Rückblickend sehen wir den Aufstiegsweg und als prominenten Abschluss der Aussicht die Licht- und Zirmspitze. Aur der „anderen Lechseite“ sieht man auch die schöne Klimmspitze.

Die Spur zieht nun mal mehr oder weniger steil in das Schafkar. Die eisigen Stellen sind nun Pulver gewichen und der Aufstieg geht flott voran.

Auf jeden Fall sind wir froh, noch im Schatten laufen zu können, in der Sonne wird es jetzt schon rasch warm.

Im oberen Teil des Schafkars sehen wir dann auch unser Ziel. Es ist der felsige Kopf auf der rechten Bildseite. Die Große Schafkarspitze zur linken wird im Winter nicht bestiegen, ich bezweifle auch, dass die im Sommer viel Besuch erhält.

Die Schneequalität ist hier nun schon sehr gut, der lange Schatten zahlt sich aus. Doch schon bald lugt die Sonne am Grat hervor, nun wird es warm.

Über relativ flaches Gelände streben wir dem Ziel entgegen, hinter uns ist niemand, und vor uns auch nicht. Ein Privileg, einen schönen Skigipfel alleine zu haben.

Mit jedem Schritt wird es wärmer, doch nun sind es wirklich nur noch ein paar Meter zum Gipfel. Eigentlich ist es ja gar kein richtiger Gipfel, ein Vorgipfel, der aber als Ende dieser Skitour angesehen wird

Schließlich erreichen wir die Scharte, genannt „Im Sattele“. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Große Schafkarspitze (2.532m).

Die letzten paar Meter auf den Gipfel sind schon ein wenig sumpfig, dennoch gut zu gehen. Oben angekommen wird abgefellt, alles verstaut und in den Sattel abgefahren. Dort ist das Pause machen gemütlicher. Heute herrschen richtige Frühlingsbedingungen… sehr angenehm.
Bevor ich losfahre, stelle ich fest, dass meine Bindung nicht einrastet… mühselig quäle ich mich ins Sattele…

… dort wird die Bindung untersucht. Scheinbar hat sich der Hinterbacken verstellt, zum Glück habe ich einen Leatherman dabei und kann das Ungemach beheben… ein schaler Beigeschmack bleibt dennoch.

Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns an die Abfahrt. Der obere Teil ist wunderbar zu fahren, einzig an der Technik scheitert es heute, der Schnee ist wunderbar. Dennoch kommen wir zügig bis zum Steilhang mit dem Lawinenstrich.

Hier ist der Schnee zerfahren und gefroren, daher nicht besonders gemütlich zu fahren. Diese Stelle fordert uns, aber wir schaffen auch diese Herausforderung.

Nach dem Steilhang fahren wir über das flache Gelände und über den Forstweg wieder retour zum Parkplatz. Den Bach haben wir immer im Hinterkopf, zu viel Schwund wäre hier der Tod des Belags…

Ohne große Zwischenfälle erreichen wir den Parkplatz. Hier scheint im Winter selten die Sonne hin… zufrieden mit dem Tagwerk fahren wir nach Hause.
Am Weg von Gramais nach Häselgehr bleiben wir noch einmal stehen und schauen zu unserem Tagesziel empor… relativ abweisend erscheint der Gipfelhang von hier…

Eine geniale Tour, mit sehr schönen Abschnitten und wunderbaren Aussichten…

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,36 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 1.120 m
Lawinenwarnstufe: 1 (Vormittags, unter 2.400m)

210124 Galtjoch (2.109m)

Meine letzte Tour mit Papa ist ja schon wieder eine Weile her (siehe Hohe Warte), daher haben wir uns entschlossen, zusammen auf das Galtjoch zu steigen. Wir treffen uns in der Früh am Parkplatz „Almkopfbahn“, dann fahren wir mit Papas 4WD-Boliden weiter zum Weiler Rauth. Dort ergattern wir gerade noch den letzten Parkplatz, was bei der Größe (bzw. Kleine) des Parkplatzes kein Wunder ist…

Direkt vom Parkplatz steigen wir auf der Forststraße auf Richtung Ehenbichler Alm. Ich muss zugeben, ich bin weder im Sommer noch im Winter je hier gewesen, also wird es endlich mal Zeit.

Das Wetter ist „komisch“, man weiß nie genau, wird es schön, oder fängt es gleich furchtbar zu stürmen an. Einmal schaut die Sonne raus, dann fängt es auch schon wieder zu schneien an.

Vorbei an ein paar schönen Hütten, offenen Flächen und viel Wald steigen wir immer höher unserem Ziel entgegen.

Ungefähr bei der Hälfte des Aufstiegs sehen wir die Ehenbichler Alm (1.964m). Gerade gestern habe ich einen interessanten Bericht über diese Alpe im TV geschaut. Und heute stehe ich davor…

Wir bleiben allerdings nicht stehen, sondern marschieren gleich weiter, unser Ziel ist die Galtjoch-Spitze.

Der Schnee wird immer mehr, das Wetter ist nicht besser geworden, und trotzdem genießen wir jeden Schritt in dieser schönen Landschaft. Der Wald lockert auf und bald erreichen wir schönstes Skigelände.

Vor uns sind schon ein paar Leute auf dem Weg zum Vorgipfel, die Spur ist schön angelegt und weit ist es auch nicht mehr. Schon bald werden wir oben stehen…

Hinter uns „spinnt“ das Wetter gerade wieder herum, zu allem Überfluss ist jetzt noch ein fester Wind dazugekommen. Aber auch das macht unserer guten Laune keinen Abbruch.

Es ist kalt geworden. Ein schöner blauer Himmel ist was herrliches, das muss man einfach immer wieder sagen. Aber auch „nicht-so-tolles-Wetter“, wie eben heute hat seine Glanzpunkte… in diesem Falle eine magische Stimmung.

Tolle Wolkenspiele, die Sonne strahlt manchmal über die tief verschneite Landschaft und kreiert wunderschöne Bilder vor uns…

Der Wind ist stärker geworden, aber nun haben wir das Gipfelkreuz geschichtet, und jetzt gibt es kein Umdrehen mehr.

Ein Blick zurück überrascht mich dann vollends. Der Säuling (in der Bildmitte) in einer Perspektive, die ich so noch nie schauen habe können. Rechts im Bild ist der Thaneller und linker Hand die Tannheimer Berge.

Die letzten Meter zum Gipfel sind so windig, dass wir uns auf die Rast oben so gar nicht richtig freuen wollen. Wir werden uns nur schnell für die Abfahrt herrichten, mehr ist wohl nicht drinnen. Umgezogen wird dann halt später.

Für ein paar Fotos von der Umgebung reicht die Zeit dann aber doch, besonders die südwestliche Steinkar- und Knittelkarspitze beeindrucken.

Gen Osten sehen wir nochmals den Thaneller und auf der rechten Seite von Berwang die Hönig.

Rasch haben wir am Gipfel unsere Siebensachen erledigt, die Felle eingepackt, eine Jacke angezogen und die Abmarsch-, bzw. Abfahrsbereitschaft hergestellt. Dennoch, und obwohl wir wirklich schnell waren, schmerzen die Finger dank des Windes doch ganz „zagrisch“.

Die ersten Meter vom Gipfel sind mühsam, windgepreßter Schnee, teilweise pickelhart macht die Abfahrt nicht ganz einfach. Doch dann kommt ein Stück mit Pulverschnee und dort macht die Abfahrt Spaß.

Weiter unten ist die Schneequalität dann wieder schlechter und der Schnee irgendwie pappiger. Nicht ganz angenehm zu fahren, aber wir geben unser Bestes…

Einen großen Teil der Abfahrt fahren wir dann wieder über die Forststraße ab. Die letzten Meter zum Parkplatz müssen wir, da es flach ist, schieben, aber zum Glück ist die Strecke nicht lange und wir erreichen zufrieden das Auto.

Eine tolle Tour in toller Begleitung, wenn der Wind nicht so arg geblasen hätte… dennoch hat es mir sehr gut gefallen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 10,91 km
Höhenmeter: 1025 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Altschnee / Triebschnee)

201024 Festungsensemble Ehrenberg

Ein wunderbarer Samstag steht vor der Tür, ein richtig herrlicher Herbsttag. Die Sonne lacht schon von der Früh weg vom Firmament und beleutet die Natur, golden schimmert der Wald. An solch einem Tag bietet sich ein Spaziergang zur Burgruine Ehrenberg an.

Viel ist passiert um die Burg, seit ich das letzte Mal hier war. Ein neuer Schrägaufzug ist gebaut worden, und die Wege an sich sind nun fast schon Autobahnen.

Ich erinnere mich noch, als wir in meiner Kindheit auf die Burg gewandert sind: ein schmaler Steig hinauf zum Schloss, ein extrem steiler Pfad hinauf zum Schlosskopf… und fast keine Besucher.

Der Wald hier am Schlossberg ist heute eine Augenweide, es ist für mich eine der schönsten Zeiten hier an diesem ehemals strategisch so wichtigen Punkt.

Nach einem längeren Spaziergang durch den schönen Mischwald erreichen wir die obere Festung, auch Schlosskopf genannt. Hier wurde im letzten Jahrzehnt der Wald abgeholzt und die verbliebenen Reste des einst stolzen Bollwerks freigelegt.

Heute kann man wieder erahnen, wie imposant dieses Festungsensemble einmal gewesen sein muss. Die Aussicht vom Schlosskopf ist ein Wahnsinn, man kann den ganzen Talkessel überschauen. Und am Horizont sieht man einen meiner Lieblingsberge, den Säuling (2.048m)

Wir pausieren kurz, genießen die Sonne und schauen ins Land. Eine kleine Brotzeit stärkt uns für den nächsten Teil des Ausflugs.

Da wir nun auf dem höchsten Punkt stehen, können wir die Burg Ehrenberg und gleich daneben die Highline 179 sehen. Der dominierende Berg im Hintergrund der Burg ist der Tauern (1.841m), obwohl nicht sehr spektakulär anzusehen, eine feine Bergtour mit teils recht steilen Stellen.

Noch ein Blick zurück zeigt uns die Kaserne, relativ gut erhalten im besten Herbstlicht.

Nun kommt das steilste Stück der Wanderung, ein rutischiger Abstieg zur Burg. Es ist dennoch relativ einfach, wenn man seine Schritte weise wählt.

An der Festwiese angelangt, erreichen wir auch wieder gut ausgebaute Wege. Nun spazieren wir noch zur Hauptburg hinauf, die ist allemal einen Besuch wert. Auch hier wurde viel Energie in die Konservierung der Mauerreste gesteckt.

Immer wieder haben wir gute Ausblicke auf die Highline. Ohne diesen Besuchermagnet wäre wohl die Burgenwelt nicht so gut besucht.

Der Abstieg von der Burg zur Highline ist schnell erledigt, die Kinder sind nun schon gespannt auf die Hängebrücke.

Obwohl wir schon einmal über die Brücke gegangen sind, ein paar Jahre ist das her, ist es wieder sehr aufregend. Spektakulär überquert das wackelige Konstrukt die Fernpassstraße und endet auf der Seite von Fort Claudia. Der Blick durch den Gitterrost in die Tiefe läßt so manchen Besucher schaudern.

Auf der Seite von Fort Claudia holen wir uns einen Geocache, ebenso eine frech versteckte Dose in der Mitte der Brücke. Dann machen wir uns wieder auf den Abstieg zur Klause, und zum Parkplatz.

Rasch geht es über den schön ausgebauten Weg, vorbei am Salzstadl zur Klause. Fast ein wenig störend ist die Schrägseilbahn, die hier für Leute gebaut wurde, die nicht mehr so gut zu Fuss sind.

Wieder einmal eine wunderschöne Wanderung auf den Schlossberg von Reutte, das Wetter hat super mitgespielt, gefallen hat es uns allen sehr gut.

200921 Dremelspitze (2.733m)

Heute steht ein besonderer Berg am Programm, die Dremelspitze im Parzinn. Wir treffen uns um 7:30 Uhr in Boden am Wanderparkplatz. Wir, das sind heute Papa, Luis und ich. Schon ziemlich am Anfang haben wir unser Ziel vor Augen, die Dremelspitze. Einer der schönesten, wenn nicht der schöne Gipfel im Lechtal.

Uns Ziel, die wunderschöne Dremelspitze

Von hier aus wandern wir zuerst flach ins Angerltal, bis wir die Seilbahn der Hanauerhütte erreichen.

Blick ins Angerltal

Ab hier steilt der Weg auf, ein paar Kehren führen uns hinauf auf die wunderschön gelegene Alpenvereinshütte. Kurz nach der Hütte sehen wir Reste vom gestrigen Hagelsturm, der hier durchgezogen ist.

Durch den Kessel des Parzinn steigen wir, zuerst eher flach entlang des Baches, in Richtung Vordere Dremelscharte. Ein Blick zurück offenbart uns die Schönheit dieses Abschnitts der Lechtaler Alpen. Nicht umsonst wird die Gegend um den Parzin als einer der schönsten Flecken hier gehandelt.

Mitten im Kessel des Parzin
Aufstieg zur Vorderen Dremelscharte

Bald erreichen wir den Fuß des Kars, das zur Scharte hochführt. Nicht immer ganz leicht, vor allem wegen des vielen feinen Schotters, erreichen wir das Ende des einfachen Weges.

Nun geht es ans Eingemachte. Zuerst müssen wir ein paar Meter ein Schotterband hochsteigen, dann kommt schon die erste, relativ leichte, aber nasse Rinne hochklettern.

Wir queren ein schönes Band, das uns in der Wärme der Sonne zur nächsten Kraxelstelle bringt.

Papa auf einem der Bänder…

Nun gehts gerade hinauf, anregende Kletterstellen wechseln sich mit einfacheren Passagen ab. Aber es bleibt immer steil.

… und am Grat

Unter uns leuchtet der Steinsee in Blau herauf, die Aussicht ist fantastisch. Und natürlich bleibt es nun immer steil…

Rinnen, Bänder und kleine Grate wechseln sich ab, es wird nie langweilig. Trotz gegenteiligem Anschein ist der Felsen recht kletterfreundlich, heißt nicht so brüchig, wie er erscheint.

Bei einer kniffligen Stelle probieren wir jeder von uns eine unterschiedliche Taktik, alle führen zum Erfolg, auch diese Stelle meistern wir.

Kurz vor dem Gipfel erreichen wir die Schlüsselstelle, ein Klemmbock, den wir „unterwandern“.

Anschließend müssen wir noch eine schottrige, aber gut zu gehende Steilerinne rauf, umd wir stehen auf dem Gipfel der Dremelspitze (2.733m).

Was für eine Aussicht tut sich uns auf, die Lechtaler Bergwelt liegt uns zu Füßen. Wunderschön zum Anschauen, einzig das Wetter schaut nicht mehr so gut aus. Wir sind bis jetzt die Einzigen auf diesem Berg, keiner Menschenseele sind wir hier beim Klettern begegnet.

Gipfelaspiranten am Ziel

Wir genießen die Pause, Brotzeiten und fotografieren. Dann bereiten wir uns wieder mental auf den Abstieg vor. Ein paar knifflige Stellen erwarten uns.

Die Rinnen im Abstieg lassen sich gut meistern, die schwierigere Stelle mit dem Band schaffen wir auch gut, wohlgemerkt mit ein paar Verrenkungen.

Den Steinsee immer im Blick

Schlussendlich erweist sich der Abstieg als viel weniger dramatisch als von mir angenommen. Wir schaffen alle Stellen mit Bravour.

Zurück in der Vorderen Dremelscharte können wir die Helme verstauen. Diese waren in diesem Gelände ein echter Sicherheitsgewinn. Unser Glück, wir waren heute alleine bei dieser Tour.

Abstieg durch Schotter

Schnell haben wir den Abstieg durch das Kar hinter uns gebracht, über Almengelände wandern wir zur Hanauerhütte. Hier gönnen wir uns eine Einkehr zur Feier des Tages.

Gestärkt wandern wir das lange Angerltal wieder zurück nach Boden. Unterwegs findet Papa noch zwei schöne Steinpilze. Im Hintergrund thront noch „unsere“ Dremelspitze.

Noch ein Blick retour

Müde, aber glücklich erreichen wir trocken das Auto. Während wir nach Hause fahren, öffnet sich der Himmel und es gießt aus Strömen. Da haben wir aber nochmals Glück gehabt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 9:00 h
Gesamtlänge: 19,55 km
Höhenmeter: 1.692 m
Schwierigkeitsgrad: II+

190817 Kogelsee (2.171m)

Wir starten in Gramais, einen kleinen Seitental des Lechtals, direkt im Ort.

Zuerst geht der Weg noch gemütlich über eine kleine Forststrasse, dann müssen wir den Bach queren und der Weg steilt auf.

Der erste Teil geht durch Latschen, dass es doch schon fortgeschrittener Vormittag ist, ist es sehr warm und kein Windchen weht.

Es dauert eine ganze Weile, bis wir aus den Latschen rauskommen, dann wird es wieder gemütlicher.

Nun weht eine feine Brise und wir konnten auch ein wenig die Aussicht genießen. Während Oma und Sara beschließen, am Bächlein zu bleiben, wollen Letu und ich noch weiter zum Kogelsee.

Nach ca. 30 Minuten erreichen wir den See, und Letu hat vorsorglich seine Badehose eingepackt. Das Thermometer zeigt stolze 13 Grad an, das schreckt uns aber nicht, und wir erfrischen uns im wahrsten Sinne des Wortes.

Noch der feinen Erfrischung machen wir uns auf den Weg zurück zu unseren zwei Damen.

Dort genießen wir die mitgebrachte Jause und rasten ein wenig. Die wollen werden immer mehr, daher machen wir uns auf uns Tal.

Wir nehmen den gleichen Weg zurück, die Kinder unterhalten sich brav, während wir Erwachsenen uns auch über Gott und die Welt austauschen.

Wir finden haufenweise Heidelbeeren und Himbeeren, daher brauchen wir runter gleich lange weiter rauf.

Nach 4 Stunden erreichen wir wieder den Talboden. Eine tolle, feine Wanderung war das heute.

Tourendaten:

Gesamtlänge: 8,17 km
Gesamtdauer: 4 h
Höhenmeter: 803 hm

180923 B&H Rauchberg [2.480m]

Heute zieht es mich wieder mal ins Oberland, mit einer illustren Runde beschließe ich, auf den Rauchberg zu wandern.
Da heute auch der erste Tag der Rad-WM ist, machen wir uns doch früher auf, als erwartet. Ich treffe Tamara und ihre Schwester in Ötztal-Bahnhof, dann fahren wir weiter nach Obtarrenz. Noch ist die Strasse frei, eine Stunde später werden sich hier die Zweiradprofis tummeln. Ein Parkplatz für das Auto ist bald gefunden, dann geht es mit dem Moutainbike weiter.

Der Weg wurde erst kürzlich repariert, daher ist die Oberfläche angenehm zu fahren. Wir machen gut Höhe, schon bald erreichen wir Sinnesbrunn. Dort am Parkplatz stellen wir unsere Räder an und machen uns wandernd auf zum Sinnenjoch.

Zuerst durch schöne Wälder und noch schönere Lichtungen, erreichen wir zuerst die Kapelle Sinnesbrunn, dann öffnet sich die Vegetation und wir können schon gut unser Ziel für heute sehen.

Bald wird der Weg schmäler, auf dem Steiglein, recht steil angelegt, wandern wir durch ein Latschenfeld.

Das Wetter ist nicht so toll, zumindest gerade im Moment, bei der kurzen Pause am Sinnesjoch kühlen wir ganz nett aus und müssen unsere Jacken gleich mal anziehen. Wir beobachten das Wetter ein wenig, dann fassen wir den Entschluss, weiterzugehen und unser Glück zu versuchen.

Obwohl noch ein paar wenige Tropfen vom Himmel fallen, sind wir doch froh, dass es weitergeht. Der erste Teil zum Rauchberg ist noch einfach, der Steig ist zwar schmal, aber sehr gut zu gehen.

Doch schon nach Kurzem erreichen wir dann die Schlüsselstelle der Tour. Ein steiler Kamin, der hinauf zum Grat und dem weiteren Weg führt.

Conny macht den „Vorstieg“, aber natürlich sind wir ohne Seil unterwegs. Die ersten paar Meter sind brüchig, doch dann wird der Felsen mit ein paar Ausnahmen kompakter und ist fein zu klettern. Das Raufkraxeln macht mir keine Sorgen, aber der Rückweg wird sicher spannend, denke ich mir noch.

Die Rinne verjüngt sich nach oben, und bald haben wir den Grat erreicht.

Ab hier ist wieder ein längeres Stück Gehgelände, das zwar Konzentration erfordert, aber nicht wirklich schwierig ist.

Ein Blick zurück zeigt uns das Sinnesjoch nochmals mit dem wunderschönen Wolkenhimmel. Doch unser Fokus liegt auf dem weiteren Wegverlauf, der sich vor uns ausbreitet. Im Hintergrund sieht man schon den Rauchberg herüberlachen.

Der Weg ist fein zu gehen, trotzdem muss ich immer wieder stehenbleiben und ein paar Eindrücke sammeln und auch fotografieren. Zum Beispiel stehe ich vor einem natürlichlichen Felsenfenster und sehe direkt im Hintergrund den höchsten Berg von Deutschland, die Zugspitze. Einfach wunderschön…

Das Grat wird wieder blockiger und wir müssen immer wieder nach dem Weg suchen, der sich mittels gelber Markierungen manifestiert. Überraschend gut ist hier Weg markiert, wobei die Farbklexe schon älter aussehen.

Manchmal bleibe ich ein wenig zurück, dann erst zeigen sich spektakuläre Perspektiven mit winzigen Kletterern, wobei wir von denen heute und hier die Einzigen sind.

Bald kommt der letzte Aufschwung, nach ca. einer Stunde vom Sinnesjoch, erreichen wir den Gipfel des Rauchbergs [2.480m].

Wir sind zufrieden und setzen uns ein wenig in den Windschatten. Mittlerweile bläst ein starker Westwind immer wieder böeig um den Gipfel. Dem entsprechend wird die Pause auf dem Bergdach kürzer als eigentlich erwartet.

Der Abstieg ist dann schon eine größere Herausforderung zumindest für mich. Während aufwärts alles sehr angenehm zu kraxeln war, ist beim Hinuntergehen jetzt noch mehr konzentration erforderlich. Aber alle Stellen gehen dann doch besser als erwartet.

Einzig die Schlüsselstelle ist noch offen, die kommt aber jeden Moment, da sind wir uns sicher. Leider stellt sich der Einstieg in die Rinne als schwieriger als gedacht heraus, weil wir uns nicht mehr sicher sind, welche Rinne wohl die Richtige ist.

Doch Tamara hat ein gutes Auge für das Gelände, nach ersten Zweifeln lassen wir uns auf *ihre* Rinne ein, und siehe da, wir sind golddrichtig. Obwohl die Rinne nicht ganz trivial ist, und es viel Luft unterm Boden gibt, schaffe wir es alle Drei ohne irgendwelche Probleme (abgesehen vom erhöhten Puls beim einen oder anderen).

Der weitere Weg zum Sinnesjoch und weiter Richtung Fahrräder ist der Selbe wie im Aufstieg.

Wir kommen noch beim der Kapelle beim Sinnenbrunn vorbei, dort schauen wir uns das kleine Gotteshaus an und danken dem Herrn für eine wunderschöne Tour.

Der letzte Teil dann, mit dem Radl ins Tal, ist reiner Spaßfaktor, der die „Bike&Hike“-Touren so angenehm macht. Man spart sich, wenn man eh schon müde ist, noch einen langen Talhatscher…

Danke an die feine Wandersrunde, die mir wieder mal sehr viel Spaß gemacht.

Tourendaten Bike
Gesamtlänge: 7,2 km
Gesamtdauer: 0:50 h
Höhenmeter: 385 m

Tourendaten Hike
Gesamtlänge: 12,00 km
Gesamtdauer: 5:50 h
Höhenmeter: 1.215 m

180411 Klettersteig Geierwand

Endlich wieder mal eine Runde mit Alfons, das Ziel ist die Geierwand, ein feiner Klettersteig in Haiming.

Am Einstieg sind wir schnell gerichtet, dann gehts zum Einstieg. Zum Glück ist der Weg nicht weit.

Bald schon stehen wir vor der Einstiegswand und ziehen uns das Klettersteigzeug an. Dann gehts los.

Die ersten paar Meter gehen gleich steil rauf, dann kommt ein kurzer Gehteil, bis wir vor der eigentlichen Wand stehen.

Nun gehts fast immer kerzengerade rauf, schön ist der Steig angelegt, immer wieder kommen interessante Stellen.

Nach ungefähr einer Stunde erreichen wir auch schon das Gamsband, den Ausstieg.

Ein paar Meter durch den Wald, dann erreichen wir die „Gipfelbank“ und das Wandbuch.

Alfons hat wohl wissend eine Dose Bier mitgeschleppt, doch lange bleiben wir nicht, denn rasch wird es finster.

Bald schon erreichen wir auf nicht immer angenehmen Pfad den Wandfuss und den Parkplatz.

Alfons bringt mich noch zum Bahnhof, ich fahre mit dem Zug heim und quäle mich die letzten Meter nach Aldrans hinauf.

Eine tolle Tour, die mir viel Freude gemacht hat.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:08 h
Gesamtlänge: 3,67 km
Höhenmeter: 466 m

171105 Rund um den Fernsteinsee

Nach dem schönen Hüttenwochenende machen Letu und ich noch einen Zwischenstopp beim Fernsteinsee.

Dort gibt es einen schönen Geocache, der zum Teil um den See, und zum Teil auf die alten Römerstraße führt. Den ersten Teil haben wir schon vor längerer Zeit gemacht, daher ist heute noch der Römerweg auf dem Programm.

Außerdem wollte ich schon länger das Schloss anschauen, nachdem hier sehr viel gerodet wurde und der Burgfried nun auch gut sichtbar ist.

Wir parken neben dem Kiosk und spazieren zuerst auf dem Schlossgelände herum, anschließend machen wir uns auf dem Römerweg Richtung Schloss auf.

Kaum vorstellbar, dass hier früher der ganze Verkehr durch das kleine Tor am Schloss Fernstein gepasst hatte, aber das waren verkehrstechnisch auch noch andere Zeiten gewesen.

Von den originalen Trassen des Römerweges sind nur noch kleine Wegstücke erhalten, aber hier sieht man beeindruckend, wie sich die eisenbeschlagenen Räder in den Kalk gefressen haben. Wie viele Wagen hier wohl hochgefahren sind?

Von der Geocache-Location schauen wir auf das glasklare Wasser des Fernsteinsees. Unglaublich, wie klar das Wasser hier ist. Einziger Wermutstropfen… der Verkehrslärm der B179!

Am Rückweg schauen wir uns das Schloss nochmals genauer an, dann gehen wir denselben Weg wieder runter, bis wir am See ankommen.

Letu will unbedingt mit dem Tretboot fahren, aber die Saison ist leider schon um.

Das müssen wir auf nächstes Jahr verschieben.
Schlussendlich spüren wir die ersten Tropfen, die Kaltfront hat nun diesen Teil von Tirol erreicht. Also gehen wir zurück zum Auto und fahren nach Hause.

Tourendaten
Gesamtlänge: 5 km
Gesamtdauer: 1:15 h
Höhenmeter: 100 m

171011 Rundflug übers Oberland und Ausserfern

Nach gefühlten 2 Jahren schaffen wir es endlich, mein wundervolles Geburtstagsgeschenk einzulösen. Ein Rundflug mit einem kleinen Flieger. Obwohl das keine Bergtour ist, ist es doch spannend, da man von „oben“ neue Ziele ausmachen kann.

Die Kinder fliegen mit mir mit, wissen aber beim losfahren von zu Hause noch nichts von ihrem Glück. Am Flughafen angekommen, ist Sara natürlich sofort im Bilde… „wir fliegen mit einem Sportflieger, juhu!“.

Die Aufregung ist groß, doch dann dauert es doch noch eine Weile, bis wir endlich die Freigabe bekommen, denn beim Security-Check gibt’s mehr zu tun als gedacht.

Dann endlich ist es soweit, wir steigen in das Flugzeug, Christian, unser Pilot stellt sicher, daß die Kinder korrekt „verstaut“ sind. Noch ein kurzer Check mit dem Tower, dann können wir abheben.

Das Wetter ist super, Turbulenzen sind so gut wie ausgeschlossen. Zuerst fliegen wir an der Martinswand entlang, und dann über Seefeld ins Gaistal. Linkerhand erhebt sich der mächtige Bergstock der Hohen Munde. Ein Wahnsinnsausblick…

Über Ehrwald erreichen wir Zwischentoren und den Heiterwanger See, schon bald kommen die Tannheimer Berge und die Ruine Ehrenberg ins Blickfeld.

Über dem Talkessen Reutte machen wir eine Schleife, fliegen genau über den Hüttenbichl und dann weiter ins Lechtal. Die „heiße“ Kurfe macht vor allem den Kindern viel Spaß.

Wir gewinnen bald an Höhe, Christian lässt mich auch mal ans Steuer.

Über die Knittelkarspitze in den Lechtaler Alpen fliegen wir nach Nasserreith und dann gleich weiter ins Ötztal.

Nun befinden wir uns auf ca. 4000m, die Berggipfel unter uns sind dennoch zum Greifen nahe.

Bald erreichen wir die Ötztaler Gletscher und drehen in einer Schleife wieder zurück Richtung Inntal. Die Fernsicht ist super, wir sehen sogar die Dolomiten in Südtirol.

Bei Sautens erreichen wir wieder das Inntal, nun geht es rasch über die die Inntaldörfer weiter ins westliche Mittelgebirge.

Ein kleines Flugmanöver für die Kinder macht nochmals gute Laune auf den „billigen Plätzen“. Da wir relativ hoch sind, muss unser Pilot nun einen steilen Sinkflug einleiten. Das schlägt den Kindern auf die Ohren.

Eine Schleife über Aldrans bringt uns dann auf Kurz zum Flughafen. Eine Musterlandung bringt uns wieder auf den geliebten Boden.

Danke an alle, die diesen Flug möglich gemacht haben, es hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Route:
Flugroute