Archiv der Kategorie: Allgemein

210321 Rinner Alm (1.394m)

„Papa, wir müssen heute noch schnell auf die Rinner Alm“, meint Junior. „Auf dann“, sage ich, „aber heute mit Schneeschuhen“.

Die ersten Meter vom Parkplatz aus sind allerdings so dünn mit weißem Zauber bedeckt, dass die Schneeschuhe vorerst am Rucksack bleiben.

Schon bald wird die Schneedecke jedoch „schneeschuhtauglich“ und wir montieren die guten Stücke. Diese, speziell den Krallen geschuldet, erleichtern den ansonsten rutschigen Aufstieg ungemein.

Dazwischen nehmen wir die Gehhilfen für ein Stück ab, denn im dichteren Wald ist das gehen Ohne doch leichter.

Im oberen Drittel sind wir wieder froh, dass wir an die Schneeschuhe gedacht haben. Bis auf zwei Stellen ist die Aussicht auf das Inntal spärlich.

Schließlich erreichen wir die tief verschneite Rinner Alm, vor zwei Wochen noch sind wir nur auf den letzten Metern im Schnee gelaufen…

So schnell kann sich die Landschaft verändern. Bei der Hütte ziehen wir uns um, Nach einer ersten Weigerung von Letu werden militärische Seiten aufgezogen. Besser kurz kalt, als lange erkältet…

Letu testet im Anschluss noch die tief eingeschneite und ein wenig vereiste Schaukel, die er perfekt in Gang bringt.

Zu lange halten wir uns nicht auf, es ist kühl und wir können auch nicht richtig sitzen. Ein Schluck Tee wärmt uns, dann marschieren wir den selben Weg zurück ins Tal.

Runter läuft es sich nicht schlecht mit den großen Tellern an den Füßen. Es muss nur ein wenig lockerer Schnee vorhanden sein. Auf der harten Piste ist das Gehen eher unangenehm.

Dennoch müssen wir ein paar Mal auf die Forststraße ausweichen, aber am Straßenrand macht der Abstieg dennoch Spaß.

Bald erreichen wir den Eislaufplatz, ganz in der Nähe des Parkplatzes. Hier entledigen wir uns unserer Gehhilfen.

Die letzten Meter laufen wir dann auf der Straße zurück zum Auto. Unspektakuläre, aber schöne Runde. Hoffentlich bald wieder.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,11 km
Gesamtdauer: 3:05 h
Höhenmeter: 555 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unterhalb Waldgrenze)

210313 Bitterlehütte

Die ersten lauen Tage dieses Jahres locken uns auf die Hütte. Wir müssen mal Stand machen und schauen, was heuer alles zu tun ist… schlussendlich kommt allerdings alles wieder einmal ganz anders.

Mama ist als Hausherrin mitgekommen, die Sonne scheint noch auf die Terrasse, daher setzen wir uns gemütlich mit einem Kaffee raus.

Letu, wie immer ruhelos, hat den Drachen mitgenommen und versucht sein Glück als „Mini-Paragleiter“. Er hüpft immer wieder hoch in die Luft, ob das allerdings am Auftrieb des Schirms liegt, wage ich zu bezweifeln.

Papa ist mittlerweile auch noch zu uns gestoßen. Allerdings ist es nicht mehr ganz so angenehm, die Sonne ist hinter einen leichten Wolkenschleier verschwunden, die ersten Anzeichen des Wetterwechsels.

Sara macht ein kleines Lagerfeuer und setzt sich mit einem Buch in die Wiese. Mama und Papa verlassen uns nun, wir bleiben heute Nacht „heroben“. Letu und ich beschließen spontan, Mama ins Tal zu begleiten, während Papa mit dem Mountainbike abdampft.

Der Abstieg ist schnell erledigt, bald erreichen wir die weitläufige Säulingwiese. Beim Abzweiger ins „Benkat“ drehen Letu und ich um, wir müssen wieder rauf die Hütte.

Beim Aufstieg zeigt ein Blick über die Schulter die ersten Schneeschauer auf der anderen Talseite, über Gehrenspitze, Bärenfalle und Schlick.

Wir erreichen die Hütte, das Lagerfeuer ist mittlerweile aus und Sara hat sich in die Hütte zurückgezogen.

Wir spielen Karten und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, dann gibts Abendessen.

Spät schlafen wir ein, es ist kühl geworden. Im Ofen glühen die Kohlen, die braucht es heute…

In der Früh hat sich die Landschaft verändert, es ist über Nacht weiß geworden. Der Ofen ist kalt, aber nach kurzer Zeit knistert wieder ein schönes Feuer.

Als es halbwegs warm ist, kommen auch die Kleinen aus den Federn gekrochen und wir frühstücken gemeinsam.

Dann wird die Hütte noch aufgeräumt und unser Zeug gepackt. Immer wiederholende Routine, die gehört halt zum Aufenthalt dazu.

Der Schnee ist gut zu laufen, und wir müssen nicht weit gehen, denn wir sind gestern mit dem Auto hochgefahren. Die Abfahrt erfolgt unspektakulär und ohne Zwischenfälle.

Einen Einkehrschwung bei Mama rundet das gemütliche Wochenende auf der Hütte ab. Bis bald…

210118 /200119 Schartenkogel (2.311m)

Montag und Dienstag sind Nachschitouren-Tage am Glungezer, und da ich gerne in dem Gebiet unterwegs bin, machte ich da nach der Arbeit gerne eine schnelle Runde. Eine tolle Neuerung ist die Benützbarkeit der Gondel am Abend, damit entfällt die lästige Parkplatzsuche bei der „Neuen Gufel“

Die Fahrt mit der neuen Gondel macht mir jedes mal wieder kindisch viel Freude, ohne Wehmut denke ich an den langsamen Zweiersessellift zurück…

Beim Start, ich bin früh dran, sehe ich die letzten Skifahrer zusammenpacken, für die Tourengeher ist es fast noch zu Früh. Dennoch darf ich nach Rücksprache mit dem Liftpersonal auf der Piste rauflaufen.

Zügig wird Meter für Meter zurückgelegt, ich habe mir heute ein gemütliches, aber stetes Tempo vorgenommen.

Die Aussicht mit dem wunderschönen Wolkenspiel begleitet meine Schritte, im Oberland hängen noch ein paar Wolken. Aber auch am Schartenkogel und Glungezer wollen die Wolken nicht ganz weichen.

Je näher ich der Bergstation komme, desto kälter wird es, denn ein immer stärker werdender Nordwind ist aufgekommen.

Der gesamte Weg ist auf der Piste machbar, einzig eine Abkürzung gönne ich mir, diese ist ungefährlich und vermeidet ein flaches Stück…

Kurz vor dem Gipfel sehe ich surreal wirkende Felsen, die mit Schneeformen bedeckt sind, die sich ein Mensch so nicht ausdenken könnte. Wunderschön anzuschauen, besonders ist dem jetzt vorherrschenden Licht.

Kurz vor dem Gipfel wird es nochmals richtig steil, normalerweise war das immer ein für mich sehr unangenehmes Stück, heute stört es mich nicht, im Gegenteil, ich kann mich hier nochmals ein wenig aufwärmen.

Dann ist schließlich das Gipfelkreuz in Sicht, eine große Wechte hat sich hier aufgebaut. Die war das letzte Mal noch nicht vorhanden…

Es ist spät geworden, die Sonne geht schlafen und überlässt unser Landl der Nacht.

Es ist richtig kalt, mit dem Wind noch gefühlt viel mehr. Ich kühle schnell aus, mein Trinkschlauch ist eingefroren, daher halte ich mich nicht lange auf, sondern richtige mich für die Abfahrt her.

Ein letzter Blick ins Inntal und auf Innsbruck, dann setze ich meine Schwünge ins Tal…

Da ich nicht weiß, ob die Talabfahrt präpariert ist, fahre ich das letzte Teilstück wieder mit der Gondel ab. 6 Minuten dauert die Fahrt, dann erreiche ich wieder den Talboden.

Wiederum tolle Trainingstouren…

Nachtrag: Ein paar Tage später habe ich erfahren, dass am 14.01.2021 (LWS = 4) und 19.01.2021 (LWS = 3) im freien Gelände am Glungezer Lawinen mit Personenbeteiligung (Quelle: https://lawis.at/incident/) geschehen sind. Gott sei Dank ist nichts passiert, es zeigt jedoch sehr deutlich, dass die Lage aktuell angespannt ist und ein Ausweichen auf Pistenskitouren angezeigt ist.

Tourendaten Montag 18.01.2021
Gesamtlänge: 7,66 km
Gesamtdauer: 1:43 h
Höhemeter: 759 m
Lawinenwarnstufe: 4 (Altschnee / Triebschnee)

Tourendaten Dienstag, 19.01.2021
Gesamtlänge: 7,58 km
Gesamtdauer: 1:26
Höhemeter: 759 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Altschnee / Triebschnee)

210116 Herztal-Wanderung mit Schneeschuhen

Eigentlich hat die Planung heute in der Früh ganz anders ausgesehen. Wir wollten Skifahren, ich parallel dazu eine Skitour machen. Das Material war im Auto, die Kinder angezogen, so fuhren wir spät aber doch von Zuhause los. Leider wohl zu spät. Am Patscherkofel war schon die Hölle los, also disponierten wir um. Doch was machen? Kurzentschlossen gingen die Junioren Schlittschuh laufen, und ich mit den Schneeschuhen eine Runde spazieren.

Vom Parkplatz am Eislaufplatz starte ich los, erst geht es ein paar Meter aufwärts, dann über schöne Wiesen in mit feiner Sonne eben dahin.

Der erste Teil des Spaziergangs entspricht im Übrigen dem Weg zum Goaßgogl. Da es selten so einen tollen Schnee in den Niederungen hat, ist das heute die perfekte Aktivität für mich.

Der Blick über das Inntal ist zwar nicht ganz so spektakulär wie von einem Berggipfel, aber man muss schon zugeben, dass von allen Dörfern in der Gegend Aldrans wohl den besten Logenplatz hat.

Die Bäume und Stauden sind tief verschneit, damit ergeben sich immer wieder schöne Fotomotive.

Kurz vor der Abzweigung zum Goaßgogl bleibe ich am Aussichtspunkt stehen und schau „hinab“ ins Unterland. Ein paar Wolken hängen an den Bergflanken, aber ansonsten ist das Wetter heute kaiserlich!

An der Nockspitze haben sich auch ein paar Wolken am Gipfel verfangen, lt. Wetterbericht ist es heute recht windig im Gebirge, und die Schneefahnen, die immer wieder sichtbar werden, bestätigen dies eindrucksvoll.

Im Wald habe ich diese Sorgen nicht, hier muss ich eher drauf achten, nirgends anzustoßen. Eine falsche Bewegung, und das wunderbare Weiß verwandelt sich im Nacken zu eiskaltem Wasser… eine Erfrischung, auf die ich heute verzichten kann.

Der Abstieg vom Goaßgogl ist steil, aber kurz. Gar nicht so einfach mit den Schneeschuhen, gut dass die richtige Spikes montiert haben. Die Wiese unter dem Ampasser Kirchbichl ist rasch überquert. Es sind fast keine Leute am Weg, und es ist total ruhig.

Ein kurzes Stück muss ich mir die Schneeschuhe ausziehen und über die steile Straße Richtung Herztal hochsteigen. Da aber fast keine Autos unterwegs sind, ist das kein Problem.

Nach kurzer Strecke erreiche ich die Abzweigung ins Herztal. Überall sind schon Fußspuren, nicht viele, aber immerhin. Ohne Schneeschuhe ist das ein zweifelhaftes Vergnügen.

Ich beschließe, nicht den ganzen Weg durch das schöne Herztal zu wandern, sondern zweige auf dem aktuell nicht sichtbaren Sommerweg hinauf zu den schönen Wiesen über dem Pfarrtal.

An den Bäumen sieht man sehr gut, wie der Schnee hier mit Windbeteiligung „gewütet“ hatte. Wie eine zweite Haut klebt der Schnee teilweise auf der Rinde fest.

Im Schatten ist es kalt, aber darauf war ich vorbereitet. Ein paar Mal muss ich nun vom Weg abweichen, damit ich mit den Schneeschuhen einen feinen Pfad laufen kann, doch immer wieder kehre ich auf den normalen Sommerweg zurück.

Die Sonne kommt nun immer öfter zum Vorschein, ich freue mich schon wieder auf offenes Gelände.

Der Weg öffnet sich und der Patscherkofel lacht mir schon entgegen. Nun bin ich wieder draußen auf dem Feld.

Die Aussicht ist toll, unter mir liegt das Pfarrtal, im Hintergrund die Aldranser Pfarrkirche mit dem schönen, neu renovierten Turm. Und von überall her leuchtet prächtig der frisch gefallene Schnee.

Ein letzter Blick zur Sonne, dann laufen ich den Hügel hinab zum Sportplatz. Da warten schon die Kinder auf mich. Eine feine Route, die dank dem Schnee aktuell gut mit Schneeschuhen machbar ist. Im Sommer werde ich hier mal laufen, das macht sicher auch Spaß.

Das Fazit heute: Wegen Corona muss man trotz Bewegungsdrangs den Verstand bemühen. Wäre Skifahren heute sicher unsere bevorzugte Betätigung gewesen, war es meiner Meinung nach dennoch schlau, eine ruhigere Tätigkeit auszusuchen. Das haben wir getan, und jeder war glücklich…. was will man mehr!

Tourendaten
Gesamtlänge: 3,7 km
Gesamtdauer: 1:15 h
Höhenmeter: 180 m
Lawinenwarnstufe: 4

210110 Hohe Warte (2.398m)

Da die Saison für mich heuer mit ein paar Patscherkofeltouren begonnen hatte, steht heute etwas Neues auf dem Programm. Mit Papa will ich in Navis auf die Hohe Warte steigen. Dazu kommt er extra von Reutte nach Innsbruck, also hoffe ich, dass die Tour diesen Aufwand auch gerechtfertigt.
Am Parkplatz beim Gemeindeamt Navis ist noch nicht viel los, das schaut heute mal recht beschaulich aus. Dafür ist es extrem kalt, im Tal zeigt das Thermometer -13°C an.

Der erste Teil des Aufstiegs erfolgt über eine vereiste Straße, dann zweigt der weitere Pfad in einen Hohlweg. Dieser ist angenehm zu gehen, die Steigung ist moderat, gerade richtig zum warm laufen.

Und das Warmlaufen brauchen wir heute. Es ist frisch und ich bin froh, dass ich mir noch eine zweite leichte Fleecejacke mitgenommen habe.

Wir müssen ein längeres Stück am Bach entlang gehen, der Weg verläuft fast flach. Wir erreichen den schönen Boden um die Weirichalm. Die Alm selber sehen wir nur von Weitem.

Da wir einen nordseitigen Aufstieg gewählt haben, sind die sonnenverwöhnten Berge natürlich nur in der Ferne sichtbar. Bei uns dominiert noch Schatten und Kälte.

Vorbei an der Blasigleralm steilt der Weg nun endgültig auf und wir erreichen ein schönes Hochtal. Das Ziel haben wir nun schon vor Augen, wobei wir nun den direkten Anstieg auf den Wintergipfel vornehmen und nicht mehr über den Silbersattel aufsteigen.

Immer steiler wird die Spur, bald sind schon Spitzkehren angesagt. Gott sei Dank sitzen diese, damit ist der Aufstieg schon viel leichter. Dem war in den letzten Jahren nicht immer so…

Kehre um Kehre müssen wir konzentriert meistern, die Aussicht darf man allerdings auch nicht vergessen. Mit zunehmender Höhe werden immer neue Berge und Bergziele sichtbar.

Auch der Blick ins Tal, hier ins kalte Navis ist lohnenswert. Rechts in der Mitte sieht man die phantastische Lage der Möslalm.

Das Wetter ist ein Hammer, und was vielleicht am meisten hervorzuheben ist… heute regt sich kein Lüftchen, und das ist im Wipptal schon eine Sensation für sich.

Schlussendlich erreichen wir den Grat und stehen in der Sonne. Welch eine Wohltat. Der Blick fällt auf Olperer, Fussstein, Schrammmacher und auch im Tal auf Kasern im Schmirntal

Nach Osten blickend sehen wir den Lizumer Recken und auch den Geier im Truppenübungsgebiet „Wattener Lizum“, zwei weithin bekannte Gipfelziele, speziell im Winter.

Am Grat und in der Sonne bewältigen wir noch die letzten Meter zum Wintergipfel. Der eigentliche Gipfel ist mit einer Abfahrt verbunden, daher hat sich ein sogenannter Wintergipfel für die Skitouristen etabliert.

Ein häufiger bestiegenes Ziel in Navis ist das Naviser Kreuzjöchl, das mit einem langen Grat mit „unserer“ Hohen Warte verbunden ist.

Am unmarkierten Gipfel angekommen gibt es eine wohlverdiente Pause und Jause, und wir lassen den Blick über die traumhafte Tiroler Bergwelt gleiten. Zufrieden packen wir unser Zeug zusammen, wir haben noch eine kühne Abfahrt vor uns.

Der Gipfelhang ist steil, jedoch geht die Fahrerei besser als erst gedacht. Dennoch stellen Papa und ich fest, wir müssen wohl noch ein wenig üben, um mit feinen Schwüngen ins Tal zu gleiten.

Dennoch haben wir heute super Verhältnisse, der Pulver ist zwar nicht mehr so pulvrig, aber dennoch gut zu fahren. Und die Lawinengefahr ist heute auch sehr gering, noch geringer, wenn man im verspurten Bereich bleibt.

Den unteren Teil der Tour müssen wir dann auf der Forststraße abfahren. Ein paar Leute kommen uns entgegen. Ich denke mir immer wieder, „Nur der frühe Vogel fängt den Wurm“…

Die Sonne scheint nun auch im Talgrund, lange wird sie hier wohl aber nicht strahlen.

Das letzte Stück der Forststraße ist sehr eisig, aber auch das schaffen wir und erreichen wohlbehalten den Parkplatz. Gerade als wir unser Zeug ins Auto verfrachten, ein Pärchen neben uns macht das selbe, ertönt ein lauter Knall… und im Anschluss hören wir „Zschhhhhhhhh…“… der Lawinenairbag des „Nachbarn“ hat sich aus Versehen aktiviert. Nun gut, jetzt habe ich das auch mal gesehen…

Wieder haben wir eine tolle Tour absolviert, es war toll, mit Papa wieder mal was Feines machen zu können. Da freue ich mich schon auf die nächste Tour…

Tourendaten
Gesamtlänge: 13,41 km
Gesamtdauer: 3:55 h
Höhenmeter: 1.140 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Triebschnee oberhalb Waldgrenze)

201231 Jahresrückblick 2020

Das Jahr 2020 wird wohl im Kollektivgedächtnis hängenbleiben als das Jahr, in dem COVID19 unsere Gesellschaft auf den Kopf gestellt hat, und das in mehreren Hinsichten. Mir wird das Jahr auch noch unter anderen Stichworten geläufig bleiben, das wichtigste davon ist „Solidarität“.

Obwohl ich sicher nicht alle Touren, die mir heuer vorgenommen hatte, geschafft habe, sind doch ein paar Highlights dabei gewesen.

Bergsteigen

Das absolute Highlight für mich war die Besteigung der Dremelspitze mit Papa und Alois. Alles war stimmig, vom Gipfel über die Gesellschaft und den Schwierigkeitsgrad. Solche Touren wünsche ich mir noch viele…
Weitere schöne Touren waren die Besteigung des Hochmahdkopfs, Schafseitenspitze, und natürlich nicht zu vergessen die Überschreitung der Hohen Munde.

Skitouren

Das Jahr 2020 war für mich absolut kein Skitourenjahr. Den Aufstieg auf das Überfallgründl mit Michi war eine richtig tolle Tour…

Reisen

Bedingt durch Covid19 war meine / unsere Reisetätigkeit heuer eingeschränkt. Dennoch haben wir es wieder nach Lignano geschafft, ein Tagesausflug nach Venedig und ein Wochenende in Wien sind sich auch ausgegangen.

Fahrradfahren

Abgesehen von meinen täglichen Fahren auf die Arbeit ist eigentlich nur eine Tour hervorzuheben, und das ist Letus erste Mountainbiketour auf die Aldranser Alm und meine schöne Tour durch das Mittelgebirge.

Geocachen

Auch heuer habe ich wieder ein paar Geocaches, oft im Zuge von anderen Aktivitäten gefunden. Um genau zu sein, waren es 441 Stück… um OHSO (Cache-Rivale 😁😁😁) vom Thron zu stoßen hat es leider nicht gereicht…

Fazit und Blick in die Zukunft

Wie das Jahr 2021 wird, lässt sich aktuell nicht beantworten. Ich hoffe mir, dass es trotzdem möglich ist, viele schöne Touren zu machen… in diesem Sinne

<p class="has-text-align-center has-white-color has-text-color has-background has-large-font-size" style="background-color:#2db432" value="<amp-fit-text layout="fixed-height" min-font-size="6" max-font-size="72" height="80"><strong>EIN GUTES NEUES JAHR 2021</strong>EIN GUTES NEUES JAHR 2021

201023 Bitterlehütte

Wieder einmal verschlägt es Letu und mich auf die Hütte. Es sind noch ein paar Erledigungen vor dem Winter zu machen.

Der Herbst hat auch diese Höhenlage erreicht und den Wald in schönest Herbstgold getüncht.

Beim Öffnen der Hütte, bzw. der Veranda entdecken wir ein paar Fledermäuse. Sieben Stück sind es, die wir von der Veranda „pflücken“. Anschließend legen wir diese in einen Trog, mit einem Tuch zugedeckt… denn immerhin ist es noch richtig hell! Später, in der Dämmerung werden unsere temporären Haustiere flügge und verlassen uns…

Es ist auch sehr kühl geworden, daher müssen wir einheizen. Letu holt sich seine kleine Hacke aus der „Waffenkammer“ und richtet gleich mal Brennholz her. Der Hackstock ist zwar noch nicht installiert, aber dafür gibt es noch unseren Übergangs-Hackstock.

Schon bald knistert ein feines Feuer im Herd, der Hüttenraum wird schön langsam warm und es wird gemütlich. In der Zwischenzeit ist Clemens, ein Freund von mir, auf einen kurzen Besuch eingetroffen, wir genießen die letzten Sonnenstrahlen auf der Veranda.

Am Abend, Clemens ist wieder ins Tal gefahren, pflegt Letu noch das zweite Feuer im Feuerstein, dann packen wir die Spielkarten aus und lassen den Tag mit ein paar Runden „Räuberjolly“ ausklingen. Es ist ein richtig gemütlicher Abend ohne Fernseh oder Handy. Das ist eine tolle Abwechslung.

200927 Schwammerlsuche im Schnee

Der Winter streckt seine ersten, eisigen Fühler aus und erinnert uns daran, daß die heißen Tage nun zu Ende gehen. Während so mancher Sportler nun die Tourenski auspackt und die ersten Spuren in die höhener, verschneidten Lagen zieht, beschließen Michi und ich, nochmals unser Glück im Pilzwald zu versuchen.

Wir fahren in eines meiner Pilzplatzelen (A.d.Red.: Gebiet bekannt), vielleicht haben wir Glück und finden noch den einen oder anderen Pilz. Schon bei der Anfahrt sehen wir die Spuren des Winters überall. Also müssen wir uns mit den tieferen Lagen zufriedengeben.

An einer Stelle finden wir einen Baum, der wohl bei einem der letzten Gewitter „im Wege“ gestanden ist, hier hat der Blitz einen riesigen „Zahnstocker“ aus der Seite herausgebrochen.

Schlußendlich werden wir fündig, immer wieder finden wir kleine Ansammlungen von Pfifferlingen, die hier überall gelb aus dem Moos herauslachen. Nicht immer leicht zu finden, aber schon bald füllt sich unser Sammelkorb. Auch unter Schnee leuchtet es manchmal gelb auf…

Zu Hause angekommen, bereite ich aus den gewonnenen Waldfrüchten, es sind immerhin 1, 3 kg Pfifferlinge geworden, ein gutes Schwammerlgulasch mit Knödeln. Hmmm, wie das schon duftet!

Es muss nicht immer ein Gewaltsmarsch sein, manchmal muss man einfach auch was für den Magen tun. Ein vielleicht letztes Mal heuer, daß wir Pilze finden… das hängt jetzt vom Wetter ab. Auf jeden Fall schmeckts und die Kurzwanderung hat sich rentiert.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 5,30 km
Höhenmeter: 226 m

Tourenübersicht: Aus Gründen des Datenschutzes wird keine Karte eingestellt 😂.

191231 Jahresrückblick 2019

Einführung

Das Jahr 2019 war wieder mal ein Ereignisreiches… viele verschiedene Aktivitäten habe ich machen dürfen, viele in unserem schönen Tirolerlandl, aber auch in anderen Gefilden. Nicht alles war arg sportlich, aber jede Tätigkeit hat richtig Spaß gemacht. Hier möchte ich mich auch mal bei meine Bergfreunden und speziell auch bei meinen Kindern bedanken, die viele Touren mitgemacht und erst durch ihre Anwesenheit zu den Erlebnissen gemacht haben, die mir immer in Erinnerung bleiben werden…

AktivitätDistanzHöhenmeter
Gesamt3823.056,57 km58.046 m
Bergsteigen30239,70 km19.293 m
Fahrradfahren2672.205, 20 km30.186 m
Laufen40239,53 km5.729 m
Übersichtstabelle

Bergsteigen

Auf dem Gipfel des Habicht

Highlights heuer waren sicher die Besteigung des Habichts, Kleinem und Großem Bettelwurf und auch der Aufstieg in den Kalkkögeln. Auch ein Klassiker, der Sonnenaufgang auf der Serles ist sich ausgegangen.
Die Tour auf den Säuling mit Letu ist natürlich auch hervorzuheben… die war wunderbar und auch die tolle Herbstour auf die Vennspitze mit meinem Papa und wieder Letu.
Bei den Mehrtagestouren konnte ich heuer auch mit meiner Mama und den zwei Kindern auch eine besondere Tour verbuchen, wir sind ins Kaisertal bei Kufstein gewandert, mit einer Übernachtung auf dem Anton-Karg-Haus.

Skitouren

Abfahrt von der Rosslaufspitze

Beim Skitouren-Gehen habe ich heuer nicht viel vorzuweisen, eine tolle Tour war allerdings mit Wolfi auf die Rosslaufspitze im Nurpenstal.

Reisen

Kurze Pause in Murano

Auf Achse waren wir heuer auch ein paar Mal, die Highlights hier waren sicher der Besuch Venedigs und auch der Familienurlaub in Lignano. Und auch hier gibt es einen familieninternen Klassiker, das Buabenwochenende im Frühjahr… 2019 am Gardasee, mit Klettersteigeinlagen.
Von der Arbeit aus ging es mal nach Phoenix, Arizona, von wo ich auch viele neue und tolle Eindrücke mitgebracht habe.

Fahrradfahren

Aussicht auf Innsbruck

Fahrradfahren, bzw. Mountainbiken hat sich heuer fast ausschließlich auf meinen täglichen Arbeitsweg beschränkt… keine einzige außertourliche MTB-Tour habe ich heuer geschafft…

Geocachen

Letu und ich beim Geocachen in Kufstein

2019 habe ich genau 500 Geocaches in den verschiedensten Verstecken gefunden… aber das „Battle“ gegen meinen Lieblingscacher OHSO habe ich leider verloren… der ist mit 1020 Dosen dieses Jahr ganz klar an mir vorbeigezogen… ich hoffe hier auf ein gutes 2020…

Sonnenuntergang, gesehen von den Kalkkögeln (Steingrubenkogel)

191027 Vennspitze-Runde [2.450m]

Heute in der Früh geht’s los, wir, das heißt, Opa, Letu und ich machen uns auf ins Wipptal. Unser Ziel ist ein eigentlich typischer Skiberg, die Vennspitze und evtl. lässt sich „hinten“ noch ein wenig dranhängen. Um kurz nach 8:00 Uhr fahren wir in Aldrans los, ein Privileg des Herbstes, man kann recht spät starten. Wir fahren bis zum Wanderparkplatz beim Gasthof Steckholzer, dort starten wir zu unserem Tagesunternehmen.

Die Herbstzeit ist zwar nicht mehr mit den hohen Temperaturen des Sommers gesegnet, aber gerade heute ist ein sehr angenehmer Tag. Fast T-Shirt-Temperaturen… Und eines hat der Herbst den anderen Jahreszeiten voraus… die wunderbaren Farben. Wir starten unsere Wanderung durch einen Lärchenwald, die leucht-gelben Nadelbäume werden uns heute noch lange begleiten. Wunderschön anzusehen…

Noch ist es im Schatten ein wenig frisch, sobald die Sonne rauskommt, wird es aber wieder warm. Wir steigen über sanfte Böden immer weiter, überall um uns herum leuchten die wunderschönen Lärchen.

Nach einiger Zeit erreichen wir die Waldgrenze, anstatt leuchtender Herbstbäume haben wir nun Matten mit Wacholdersträuchen, so weit das Auge reicht. Eine kurze Felsstufe im Aufstieg meistern wir auch schnell.

Der Ausblick ist ab der Waldgrenze phänomenal, das Wetter ist heute herrlich, ich kann es nicht oft genug sagen. Und die Aussicht ist in alle Richtungen wunderbar! Letu hat heute sein kleines Fernglas dabei, da wird auch so manchem Gamsl nachgeschaut.

Schlussendlich sind wir am Gipfelgrat angelangt, am Zaun entlang geht es hinauf zum ersten Gipfelkreuz, nämlich dem der Vennspitze [2.390m].

Direkt am Grat, wie hier nicht anders zu erwarten, bläst ein leichter Wind. Doch schon ein paar Meter nördlich des Kreuzes finden wir ein windstilles Plätzchen und genießen unsere mitgebrachte Brotzeit. Dann machen wir uns auf zum nächsten Gipfel, des Rossgrubenkogels [2.450m]. Der Weg zwischen den zwei Gipfeln ist nicht schwer zu gehen, aber teilweise sehr ausgesetzt. Letu macht seine Sache aber sehr gut und ohne Probleme erreichen wir unser nächstes Ziel.

Der weitere Weg führt uns zum Silleskogel [2.418m], auch einer der bekannten Skiberge, im Sommer aber selten besucht. Hier ist kein Gipfelkreuz montiert, eine Steinplatte zeigt den höchsten Punkt hier an. Auch hier bleiben wir nur ganz kurz, nun geht es steil hinunter zum Geierschnabel, einer sehr beeindruckenden Felsformation…

Der sichtbare Pfad zieht rechts vom Geierschnabel steil zu einer Kuppe. Wir beraten uns, schauen uns den weiteren Weg an und kommen zu der Feststellung, dass wir falsch gegangen sind. Wir müssen nochmals aufsteigen, hinauf zum Geierschnabel, denn der Weg führt von hier durch ein breites Tal hinunter zur Sillalm.

Wir gehen nach Erreichen des Geierschnabel weglos in die Talsenke, sehr schön zu gehen, und schwierig ist es auch nicht. Aber wir sind schon eine gute Weile am Weg, Letu wird ein wenig müde. Aber er hält sich wacker… und beeindruckt Opa und mich!

Über Stock und Stein, im wahrsten Sinne des Wortes gehen wir Talabwärts, Richtung Sillalm. Da wir zumindest im oberen Teil keinen Weg haben, suchen wir uns immer wieder den Pfad des geringsten Widerstandes. Das geht gut, denn Schwierigkeiten stellen sich uns keine in den Weg. Schlussendlich erreichen wir doch wieder einen gut ausgeprägten Pfad, der uns weiter talwärts führt.

Nach langer Strecke ohne richtigen Wegen sind wir dann froh, als wir die Forststraße erreichen, die wieder in unseren Karten eingezeichnet sind. Naja, Froh ist vielleicht der falsche Ausdruck, die Wanderung durch das Gelände hat uns allen Dreien sehr viel Spaß gemacht. Im Tal kehren wir noch im Gasthaus Steckholzer ein und genießen die feine Herbstsonne.

Eine wunderschöne Überschreitung der Venner Berge, die uns sicher noch länger in Erinnerung bleiben wird…

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:00 h
Gesamtlänge: 11.77 km
Höhenmeter: 1.167 hm