210216 Birgitzköpfl (1.982m)

Es ist schon wieder eine Zeit her, dass Michi und ich was unternommen haben, daher beschließen wir spontan, auf das Birgitzköpfl zu steigen. Direkt nach der Arbeit fahren wir Richtung Axamer Lizum, zum Parkplatz Adelshof. Es ist, obwohl schon Nachmittags, noch recht viel los, wir finden dennoch rasch eine Parklücke.

Überraschend viel Schnee liegt hier noch, die Aufstiegsspur ist vom Parkplatz weg gangbar, einzig das Ende der Rodelbahn sieht recht eisig aus. Der erste Teil des Aufstiegs erfolgt im Wald, dann öffnet sich eine Schneise, an der wir entlang aufsteigen.

Nachdem wir ein schönes Wegkreuz bei einer größeren Lichtung passieren, stehen wir bald vor der Birgitzer Alm. Hier ist der Start der Rodelbahn. Auch heute sind wieder ein paar Leute aufgestiegen, um sich an der Alm per TakeAway zu laben und dann die rasante Abfahrt zu genießen.

Unser Weg führt uns weiter, direkt nach der Alm über offenes Gelände dem Gipfel entgegen.

Das Wetter ist heute „komisch“, eine Mischung aus allem, man kann nie genau sagen, was als nächstes kommt… zumindest geht kein Wind und es ist relativ lau.

Am Gipfel angekommen, werden wir Zeugen eines wunderbaren Schauspiels. Die Sonne zaubert, dank des wolkigen Himmels, schönste Muster in die Landschaft.

Die Berggipfel leuchten Rot, die Sage von König Laurin mit seinem Rosengarten kommt mir in den Sinn. Leider kann meine kleine Wunderkamera vom Smartphone diese Eindrücke nicht einfangen, so muss ich mir das Gesehene einfach einprägen.

Gegen Südwesten sehen wir die Kalkkögel mit Ampferstein und Marchreisenspitze.

Und auch die Nockspitze mit der berühmten Mairrinne lacht zu uns her.

Klarerweise sind wir nicht alleine auf diesem beliebten und zugegebenermaßen leichten Berggipfel. Der Platz um das Gipfelkreuz ist allerdings so großzügig bemessen, dass da noch viele Menschen „corona-gerecht“ untergebracht werden könnten…

Das Schauspiel, besonders beim Karwendel, will einfach nicht abreißen. Während unsere Gipfelkameraden nach und nach ins Tal abfahren, bleiben wir noch stehen und genießen das Naturschauspiel…

Schlussendlich leuchten nur noch die Namhaften an der Nordkette (Inntalkette und Gleiersch-Halltal-Kette): Hoher Gleirsch, Praxmarerkar-Spitze, Bachofenspitze, Großer Lafatscher, Speckkarspitze und zu guter Letzt, der mächtige Bettelwurf mit der Walderkamp-Spitze.

Im Unterland zieht der Nebel ins Inntal, die Dämmerung bricht herein und wir beschließen, zumindest noch einen Teil der Abfahrt bei Tageslicht zu absolvieren.

Die Abfahrt geht flott von Statten, einzig am Schluss gönnen wir uns einen Schnitzer bei der Abfahrt, wählen kurzerhand die falsche Piste und landen ein Stück über dem Parkplatz an der Straße. Trotzdem erreichen wir dank guter Schneelage den Ausgangspunkt mit den Brettern an den Füßen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,23 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 619 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Triebschnee, Altschnee)

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