Gleich im Anschluss an die Funtour habe ich noch eine Familientour mit 4 Kindern und 3 Erwachsenen. Die Wasserstände sind dieser Tage hoch, wie ich schon im Wiesbachl gesehen habe, aber wir wollen es doch wagen. Vor der Tour gibt es eine Trockenabseilübung bei der Bootshütte. Dann starten wir ins sogenannte Pfrillenwasser
Der Aufstieg durch den Wald ist immer ein wenig Sucherei, aber kommen nur ein paar Meter über dem Einstieg zum Bach.
Rasch ist jeder Überprüft, wir machen das Sicherheitsgespräch, dann starten wir mit einer Gehpassage los.
Kleine Bolder werden abgeklettert, Miniwasserfälle rutschen wir runter. Bald erreichen wir die Schlüsselstelle.
Ich habe ein Extraseil mitgebracht um ein Seilgeländer einzurichten, ein Blick in den weiteren Wegverlauf verheißt nichts Gutes. Es ist sehr rutschig, viel Wasser und im Wasserfall steckt eine kleine Fichte von der Seite…
… mit den größeren Kindern würde ich mich diese Seilfahrt schon trauen, aber für die zwei Kleinsten wäre das eine Zumutung. Ich überlege kurz, dann beschließe ich, die Tour abzubrechen. Ich erkläre den Gästen, was meine Überlegungen hierzu sind, und sie sind zwar teilweise enttäuscht, aber sie verstehen die Vorgehensweise.
Damit endet die Tour, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Ich sehe allerdings zu meiner Entscheidung, das war das einzig richtige, das ich machen konnte.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:30 h Gesamtlänge: 2,65 km Höhenmeter: △▽ 150 m
Wieder steht eine Canyoningtour für mich an, das Wetter ist dieser Tage regnerisch, aber nicht so kühl. Dementsprechend viel Wasser ist in den Schluchten. Aber einer Begehung des Wiesbachl´s steht nichts im Wege.
Die Truppe ist fit, wir gehen zügig zum Einstieg, dort werden noch die Gurte kontrolliert und ein Sicherheitsgespräch rundet den „Theorieteil“ ab. Dann marschieren wir los…
Der Bach hat heute einen tollen Wasserstand, gerade richtig in meinen Augen. Mir macht es Spaß, den Gästen sichtlich auch, was will man mehr. Bei der ersten Abseilstelle kommt der erste richtige Wasserkontakt, dann sind mal alle abgekühlt.
Am ersten Wasserfall kann jeder gleich die richtige Körperhaltung üben, dann kommen gleich im Anschluss kleine, aber feine Rutschen.
Besonders die dritte Rutsche endet im tiefen Wasser, das Becken ist wohl durch die letzten Regengüsse gut ausgeräumt worden.
Dann kommt eine kleine Stufe ins sogenannte „Loch“, bevor der große Wasserfall gemeistert werden will.
Dies ist einer der schönesten Abschnitte der Tour und immer wieder ein Highlight, besonders für jemanden, der das noch nicht gesehen hat.
Nach dem großen Wasserfall erreichen wir Fächer, Waschmaschine und „Letzte Rutsche“, wegen dem Wasserstand muss ich heute ein wenig kreativ werden.
Schließlich erreichen wir mit der „Letzten Rutsche“ auch den Abschluss unserer Tour.
Hier stellen sich alle nochmals auf, dem einen oder anderen Teilnehmer kann man im Gesicht ablesen, dass es nun genug ist mit dem eiskalten Wasser und dem dauernden Tosen der Wasserfälle!
Es war eine tolle Tour mit feinen Leuten, so macht Canyoning Spaß!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:45 h Gesamtlänge: 3,42 km Höhenmeter: △▽ 125 m
Nachdem meine erste Tour heuer in die Stuibenfälle geführt hat, ist heute das Wiesbachl dran! Wir sind eine große Gruppe, daher müssen gleich 3 Guides mit. Der Parkplatz am Schluss der Tour ist schnell erreicht, dann wandern wir am Forstweg hinauf zum Einstieg.
Nach einem Sicherheitsgespräch starten wir los, ein paar Meter dem Bach entlang, dann kommt die erste Abseilstelle.
Einer nach dem Anderen wird über die erste Stufe abgeseilt. Die Gäste sind von der Feuerwehr, das merkt man auch gleich!
Nach der Abseilstelle ist eine Rutsche, die am Seil abgeruscht wird
Rückblickend kann man die Nachkommenden beobachten, bald sind wir wieder komplett und wandern weiter.
Nun müssen wir durch das Loch zum großen Wasserfall, die ersten Stufen werden selbständig abgerutscht, dann hilft ein Guide über die kurze Stufe…
… ehe der große Wasserfall erreicht ist.
Hier kostet das „Reinsitzen“ in das Seil so manchen ein wenig Überwindung, aber schließlich schaffen auch alle ohne Schwierigkeiten dieses Hindernis.
Als nächstes erreichen wir den „Fächer“, hier werden alle mal richtig nass…
… bevor in der Waschmasche alle durchgewaschen werden.
Großes Gelächter ist hier immer angesagt, besonders bei den Zuschauern….
Am Abschlusswasserfall machen wir noch ein Gruppenfoto, alle sind begeistert von der Tour.
Tourendaten: Gesamtdauer: 1:52 h Gesamtlänge: 2,82 km Höhenmeter: ∆ 128 m / ∇ 116 m
Nachdem ich letztes Jahr keine einzige Canyoningtour geschafft hatte, bin ich heuer um so motivierter, wieder ein paar Touren zu führen. Den Start macht heuer wieder eine Jugendgruppe, deren Schule zu unseren Stammgästen zählt. Manche Lehrperson ist uns daher schon bekannt. Den Aufstieg meistern wir bei nicht allzu heißen Bedingungen…
Oben am Zulaufkanal des Plansees angekommen dürfen wir uns erst mal erfrischen und die Anzüge auch nass machen. Dann kommt ein ausführliches Sicherheitsgespräch und wir können losstarten.
Der Startpunkt ist immer ein Sprung ins kühle Nass, dann kommt auch schon der erste Abseiler.
Hier müssen wir die Jugendlichen gut kontrollieren, nicht jeder ist sich der Gefahren an der Kante bewusst. Daher lassen wir sie sich ins Seilgeländer einhängen, damit wir in Ruhe arbeiten können.
Der erste Abseiler, etwas mehr als 20 Meter verläuft gut, hier können für mache die ersten Erfahrungen mit dem Abseilen gemacht werden. Am Grund angekommen, steht wieder ein kleiner Sprung an, um das andere Ufer schwimmend erreichen zu können.
Es ist frühlingshaft kühl, daher ist dem einen oder anderen Teen nun schon kalt. Ein Stück müssen wir nun zur nächsten Abseilstelle gehen, vorbei an schönen „Plungen“, aktuell mit Kaulquappen gefüllt.
Die zweite Abseilstelle, zugleich die höchste der Tour, ist auch die Letze. Wir bauen drei Stände auf, damit kommen die Teilnehmer rasch nach unten und können wieder in gutes Stück durch kaltes Wasser schwimmen.
Der hohe Wasserfall, auch Namensstifter (Stuibenfälle) der Gegend, ist beeindruckend und ein tolles Abenteuer, wenn man diesen abseilt.
Im Anschluss verschwindet das Seil im Rucksack, nun kommen noch eine Reihe von Sprüngen. Gleich am Start kommt ein schöner hoher Sprung von einer Geländekante ins klare Wasser.
Fast alle Teenager springen diesen tollen und unkomplizierten Hupf. Es ist sogar ein wenig Sonne hervorgekommen und man kann sich ein wenig aufwärmen.
Lange währt der Sonnenschein aber nicht, also müssen wir die Wärme mittels Bewegung erzeugen.
Unterwegs finden wir das eine oder andere „Spiel“, wie hier die sogenannte Rolle, bei der man Kopfüber mit ein wenig „Hilfe“ im Wasser landet.
Wieder müssen wir ein Stück am Bach entlang wandern, das wärmt uns alle wieder auf. Und schließlich kommen die letzten Sprünge, angefangen mit der „Arschbombe“, da hier das Wasser nicht allzu tief ist.
Dann kann jeder zeigen, wie gut das Springen mittlerweile funktioniert.
Nun ist das Highlight dran, der „Geländersprung“, den sich allerdings nicht alle Teilnehmer zutrauen. Hier ist gute Sprungtechnik und auch Mut gefragt,
Die Höhe ist beeindruckend, begleitet werden die meisten Sprünge mit Geschrei und Jubel. Schließlich kommt noch der technisch schwierigste Sprung am Schluss dran, den wir auch fast alle meistern!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:48 h Gesamtlänge: 5,09 km Höhenmeter: 150 m Abseiler: 2 Sprünge: mind. 8
Wieder einmal habe ich es geschafft, eine Mitarbeiter-Canyoningtour auf die Beine zu stellen. Wir fahren von Innsbruck nach Häselgehr, dort wartet schon die Ausrüstung auf uns. Leider hat das Wetter entschieden, ansonsten war heuer ein überdurchschnittlich warmer Oktober, der Jahreszeit entsprechende Temperaturen einzustellen. Sodenn hatten wir auch fast Schneeberührung am Hahntennjoch. Kurze Bedenken bezüglich der Sommerausstattung am Fahrzeug waren aber unbegründet.
Dafür gibt es heute sogar Handschuhe, ein seltenes Vergnügen bei meinen Touren. Der Aufstieg gestaltet sich dann angenehmer als im Sommer, der Marsch mit Neopren fällt gewiss unter die Sparte „Masochismus“.
Der Plansee sieht , abgesehen von den Temperaturen einladend aus. Die Schlucht und das enthaltene Wasser ist sowieso immer kühl…
Nach einem Sicherheitsgespräch starten wir unser Abenteuer mit einem Sprung ins kühle Nass.
Für manchen Canyoning-Aspiranten ist diese erste Mutprobe eine Überwindung, das anschließend kalte Wasser strapaziert so manches Stimmband…
Nachdem wir den Pool schwimmend gut überwunden haben, kommt die erste Abseilstelle, teilweise frei hängend an den Rand des zweiten Gewässers.
Die Umgebungstemperatur ist heute gelinde gesagt frisch, das Wasser hat jahrein/jahraus die selbe Temperatur. So machen die zwangsläufigen Wartezeiten bei den Abseilstellen nur mäßig Spaß.
„Irgendwann“ haben wir die zwei Abseilstellen doch gemeistert…
…und den langen, kalten Pool durchschwommen.
Ab dem zweiten Abseiler stehen uns nun ein paar vorzügliche Sprünge bevor, der erste gleich um die 7 Meter.
Das Wasser wird im Unterlauf der Stuibenfälle auch angenehmer, das könnte aber auch den abgestorbenen Kälterezeptoren am Körper geschuldet sein.
Zum Glück gibt es zwischen erstem und zweitem Teil der Schlucht eine längere Gehstrecke, bei der wir uns wieder warmlaufen können. Damit sind wir gestärkt und bereit für die letzten Sprünge…
Am Beginn steht der „Arschbomben-Sprung“, danach folgen der „Geländersprung“, der auch gleichzeitig die höchste Sprungstelle darstellt. Mittlerweile wurde der Einstieg durch einen Drahtbügel ein wenig entschärft und kann wieder angenehm begangen werden.
Erwartungsgemäß sind wir heute auch die Einzigen, die sich den aquatischen Spaß geben. Ein paar Wanderer, dick verpackt, schauen uns ungläubig zu und teilweise werden wir auch fotografiert!
An der Abschlusskaskade darf jeder nochmals sein neu gewonnenes Können unter Beweis stellen, hier muss weit „rausgesprungen“ werden, die Absprungstelle ist ein wenig gefinkelt.
Im Fahrzeug haben wir heißen Tee gebunkert, der nun mit Hochgenuss vertilgt wird. Mit dem Canyoning-Bus fahren wir, die Heizung läuft auf Hochtouren, retour zur Basis. Es war toll, aber auch sehr frisch. Ein Detail erfrage ich erst am Schluss, beim Aufräumen, von Fridl… das war die letzte Tour für dieses Jahr, zumindest geplant!
Am Hahntennjoch, im „Gasthof zur Gemütlichkeit“ gönnen wir uns noch eine Stärkung, bevor wir den Weg nach Innsbruck antreten! Eine tolle Truppe, eine tolle Schlucht. So macht Canyoning Spaß. Den Kritikpunkt, die Tour nächstes Jahr doch früher im Jahr anzusetzen, nehme ich gerne mit!
Das Wetter ist grausig, es regnet und kalt ist es noch dazu. Dennoch habe ich eine Tour in den Stubenfällen, die Gäste sind super motiviert… Nach dem Aufstieg über den Ministersteig gibt es das obligatorische Sicherheitsgespräch, der Wasserstand im Plansee ist in Ordnung, dem Spaß steht somit nichts im Wege.
Schon nach dem ersten Sprung werde ich gefragt, ob das immer so kalt ist. Ich muss grinsen… das wird nicht viel besser! Die Abseilstellen haben wir bald erreicht, einer nach dem anderen wird abgeseilt.
Der große Wasserfall ist eigentlich die spektakulärste Stelle der ganzen Tour, die Aussicht von oben ist einfach phänomenal.
Nach der zweiten Abseilstelle wird das Seil gut verstaut, ab nun haben wir nur noch Sprünge vor uns… und die sogenannte Schweinsrolle!
Gegen Ende der Tour, den Leuten ist schon richtig kalt, müssen wir noch ein paar Sprünge absolvieren… das Adrenalin lässt die Kälte kurz vergessen.
Sprung für Sprung bewegen wir uns im unteren Teil fort, es macht einfach Spaß. Dank neuner Regelung sind die Stuibenfälle nun nicht mehr ganz so überlaufen.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:24 h Gesamtlänge: 8 km Höhenmeter: 100 m Abseiler: 2 Sprünge: mind. 8
Nachdem ich gestern eine feine Tour im Hochalpbach hatte, geht´s heute ins Wiesbachl. Die Truppe ist gut gemischt, alles feine Leute.
Wir steigen über den üblichen Weg auf, ca. 20 Minuten sind wir am Weg.
Unterwegs haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf den „Lechtalzopf“ bei Forchach.
Am Einstieg gibt es ein ausführliches Sicherheitsgespräch, dann können wir den Spaß beginnen. Die ersten paar Meter sind immer zum Laufen, hier entspricht der Name, Wiesbachl, noch den Tatsachen.
Aber schon bald wird die Schlucht enger, wir nähern uns dem Herzstück der Tour. Eine Minirutsche sorgt für Kurzweil.
Dann haben wir den ersten Abseiler erreicht. Hier geht es 10m am Seil runter, dann kommen gleich im Anschluss zwei feine Rutschen.
Die zweite Rutsche, da sie nicht ganz ohne ist, wird am Seil „kontrolliert“ abgerutscht.
Das Wasser ist frisch und so Mancher bekommt einen kalten Schwall Wasser in den Hals.
Nach ein paar Metern, die Laufstrecken im Wiesbachl sind überschaubar, kommen wir zu den nächsten drei Rutschen.
An kurzen Seil geht es ins sogenannte „Loch“, nun steht uns gleich der große Wasserfall bevor.
Der große Abseiler, ca. 16m hoch, ist für den Einen oder Anderen eine große Herausforderung. Speziell im unteren Bereich nehmen Manche eine unfreiwillige Dusche.
Schließlich kommt der namens-gebende Teil der Tour. Im Prospekt heißt die Tour „Fun Canyoning“, und dieses Programm wird mit dem Fächer und der Waschmaschine vollends erfüllt.
Richtig gewaschen meistern wir noch die letzte Rutsche am Seil, damit ist die eigentliche Tour beendet.
Ein schönes Gruppenbild darf am Schluss der Kaskaden nicht fehlen. Der Platz ist einfach nur schön!
Eine tolle Tour, mit super Leuten! Was wünscht man sich mehr! Gerne immer wieder…
Tourendaten: Gesamtdauer: 2:40 h Gesamtlänge: ca. 2 km Höhenmeter: ca. 100 m
Wieder treibt es mich in das schöne Lechttal, eine Hochalp-Canyoningtour steht auf dem Programm. Da wir heute mehrere Gäste haben, sind wir zwei Guides, Thomas und ich. Die letzten Tage hat es stark geregnet, deshalb prüft Clemens in der Früh den Wasserstand. Gut schaut es aus! Vom Parkplatz wandern wir erst wieder ein Stück Richtung „Hohes Licht“ bzw. „Rappenseehütte“. Bei der Abzweigung nehmen wir den Weg nach Westen und erreichen den Einstiegs-Klettersteig. Obwohl wunderbar abgesichert, macht die Stelle mit dem abgebrochenen Weg dennoch so manchem Schwierigkeiten.
Schließlich sind Alle bei der ersten Abseilstelle angekommen, der Wasserstand ist heute gerade richtig. Einer nach dem Anderen wird in die Schlucht abgeseilt, dann folgen zwei Rutschen. Schließlich erreichen den wir den höchsten Abseiler, der im Trockenen abgeseilt wird. Der Wasserfall hat heute gut Wasser, es „stuibt“.
Auch diese Stelle wird gut gemeistert, die nächsten Hindernisse warten aber schon auf uns. Eine kleine Kletterstelle müssen die Gäste selber bewältigen, dann ist der nächste Abseiler an der Reihe. Der zukünftige Bräutigam, deutlich erkennbar mit „Gockelhahn“ auf dem Kopf, verrät, dass es sich hier um einen Junggesellenabschied handelt!
Das Loch ist die Schlüsselstelle der Tour, der Abseilstand ist hier ein wenig ungünstig an der Kante gesetzt. Der Wasserstand ist heute wirklich gut, daher brauchen die Leute einen wenig mehr Überwindung für so manche Stelle.
Dieser Teil der Schlucht ist wunderschön, zwischen ausgeschwemmten Platten hindurch seilen die Leute fast direkt im Wasser ab.
Die lange Rutsche ist heute, bei diesem Wasserstand nicht empfehlenswert, der Rücklauf scheint mir zu stark. Daher wird neben der Rutsche, über eine schöne Rampe abgeseilt.
Dort warten wir wieder alle zusammen, um die letzten Hindernisse auf dem Weg zu bewältigen.
Ein schöner Abseiler, früher war hier ein quer liegender Baumstamm, ist schön ausgespült und muss durchgeschwommen werden.
Anschließend kommt eine kurze Gehstrecke, kleine Rutschen inklusive.
An einer größeren Stufe prüft Thomas den Wasserstand, es ist tief genug, daher können wir hier springen. Nun haben wir wirklich alles dabei gehabt.
Am Schluss der Tour müssen wir wieder ein paar Meter durch den Wald empor zum Auto. Damit ist die Tour abgeschlossen. Eine wunderbare Gruppe, wir hatten sehr viel Spaß!
Heute steht mir eine Traumtour vor mir. Es geht in den Hochalpbach im oberen Lechtal, und das mit nur 3 Leuten. Das ist als Guide natürlich ein Traum und für die Teilnehmer auch! Vom Parkplatz müssen wir ein Stück den Berg hinauf, es geht in Richtung „Hohes Licht“, bald schon hören wir den Bach rauschen. Wir zweigen ab, zum Bachbett. Eine Stelle, so wurde mir mitgeteilt, ist abgerutscht und nicht mehr so leicht passierbar.
Doch dank guter Versicherung durch mir bekannte Guides ist die Stelle für die spannend, aber ungefährlich. Direkt hinter dieser Stelle können wir uns auch schon ins Bachbett abseilen und mit der Tour starten!
Der Wasserstand ist perfekt, es macht jedem Spaß, und die Abstände zwischen den einzelnen Abseil- und Rutschstellen sind marginal.
Den großen Abseiler bewältigen wir vom trockenen Stand, das ist am einfachsten und ein guter Start für die nächsten Stellen.
Bald sind alle abgeseilt und wir kommen zu der für mich schönsten Stelle.
Die Schlucht verengt sich hier, der Stand auf der orographisch linken Seite ist zwar unangenehm zum stehen, aber fein für die Gäste zum Abseilen. Für Wasserkontakt ist auf beiden Seiten gesorgt.
Von oben schaut die Stelle immer dramatischer aus, als sie ist. Dennoch muss ich die Leute drauf hinweisen, unten am Seilgeländer „Stand“ zu machen, denn die Strömung ist nicht zu unterschätzen.
Direkt nach diesen Teil der Schlucht gut gemeistert haben, kommt gleich eine längere Rutsche und ein paar schöne Kaskaden.
Die Schlucht wird nun wieder breiter, die Sonne lacht bis an den Talgrund. Die Kühle verzieht sich wieder und es ist fein. Der Schlussteil ist hauptsächlich Gehgelände, ein paar Rutschen würden den Abstieg.
Am Schluss können wir sogar noch einen Sprung machen, das Becken ist schön ausgeschwemmt, das macht nochmals richtig Spaß.
Eine Tolle Tour mit feinen Leuten, was will man mehr. So macht Canyoning einfach nur Spaß!
Tourendaten Gesamtlänge: 1,4 km Gesamtdauer: 2:05 h Höhenmeter: ca. 200 m
Ein Canyoning-Wochenende steht vor der Tür. Gestartet wird heute mit einer Tour im Wiesbachl. Nachdem die Leute die Anzüge und Ausrüstung erhalten haben, begeben wir uns schon zum Ausgang der Schlucht…
Der Aufstieg ist schwül, aber machbar… klarer Weise schwitzen wir in den Neoprenanzügen wie wild…
Unterwegs bewundern wir den Lechzopf zwischen Forchach und Stanzach. Von hier, am Baichlstein, sieht man sehr gut über das Schwemmgebiet.
Dann erreichen wir den Einstieg. Nach einer kurzen Einführung (Sicherheitsgespräch) starten wir auch schon den Spaß.
Am Anfang wird die Schlucht noch ihrem Namen gerecht, aber schon bald rücken die Wände näher und wir erreichen den ersten Wasserfall.
Einer nach dem Anderen wird sicher ins Tosbecken abgelassen, dann kommt noch eine kurze und eine ein wenig längere Rutsche. Und schon sind wir erfrischt und haben den Aufstieg vergessen
Nach ein paar Metern im Bachbett erreichen wir den „Dom“, eine schön Felsformation, durch die wir hindurch müssen.
Zuerst stehen wieder ein paar erfrischende Rutschen auf dem Programm, dann seile ich die Teilnehmer über eine kurze Stufe ins sogenannte Loch ab.
Nachdem alle unten sind, steige auch ich ab und bereite den hohen Abseiler vor. Dieser Abseiler ist die höchste Stelle (ca. 16m), die wir bewältigen müssen.
Alle meistern die Stelle mit Bravour, während der Rest noch an der Abseilstelle wartet, können die ersten sich schon im Nahbereich des Wasserfalls ins die Sonne legen.
So ausgeruht geht es dann ans die zwei listigsten Stellen der Tour. Zuerst müssen alle durch den Fächer, eine Rutsche (gesichert am Seil),
um im Anschluss noch im (heute) Schongang durch die Waschmaschine geschleust zu werden…
Alle Teilnehmer wind geputzt, gewaschen und gestriegelt, da steht einem Gruppenfoto nach dieser schönen Stelle nichts mehr im Wege.
Wir folgen dem Bachbett bis zur Fahrradbrücke. Unter dieser befindet sich noch eine kurze Rutsche, wir wir auch noch mitnehmen. Dann finden wir uns glücklich und zufrieden beim Auto ein.
Das war wieder eine gemütliche Tour mit guten Leuten. Es hat allen, auch mir, sehr viel Spaß gemacht!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:40 h Gesamtlänge: ca. 2 km Höhenmeter: ca. 100 m Abseilstellen: 6