Archiv der Kategorie: Skitouren

250113 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Schon seit einiger Zeit liebäugle ich mit den Abendskitouren am Schartenkogel (Glungezer Skigebiet), die auch in den letzten Jahren eine willkommene Bewegungstherapie nach einem anstrengenden Bürotag waren.
Heute starte ich wieder durch, Dienstag und Donnerstag ist der Lift länger offen, so kann der schneearme untere Teil skischonend überwunden werden.

Dann folge ich der Piste bzw. der Lifttrasse immer weiter den Berg hinauf. War am Beginn der Tour noch ein wenig Sonne, so ist nun die Abenddämmerung hereingebrochen.

Die Flutlichter am Lift sind an, Taschenlampe braucht man noch keine… obwohl ich mir bei manchen Abfahrern denke, es wäre nicht blöd, sich sichtbar zu machen!

Wunderschön senkt sich die Sonne im Westen und macht Platz für eine sternenklare Nacht. Das Farbspiel am Horizont ist immer wieder faszinierend.

Die Bergstation, hell erleuchtet, stellt das letzte künstliche Licht im weiteren Aufstieg dar, nun wandere ich weiter in die Kalte Kuchl und in Richtung Ziel.

Als ich den Gipfel erreiche, ist es dunkel, nur noch ein kleiner Lichtstreif am Horizont ist sichtbar. Die Stadt und das Inntal leuchten empor, wie eine Feuerschlange schaut das unglaubliche Schauspiel aus.

Es ist windstill und gar nicht so kalt, ich bleibe dennoch nicht lange am Gipfel. Die Abfahrt glückt heute dank geschliffener Kanten besser als die Tage vorher, bald erreiche ich die Mittelstation.
Schnell springe ich in eine Gondel, und im Tal wartet wieder mal der Bus auf mich… super Timing! Bis bald einmal…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:37 h
Gesamtlänge: 7,64 km
Höhenmeter: △ 744 m / ▽ 750 m
Lawinenstufe: 3 (über Waldgrenze, Altschnee)

260111 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Biggi musste gestern arbeiten und konnte nicht mit auf den Patscherkofel, aber heute haben wir wieder eine gemeinsame Tour auf dem Programm. Wieder mal der Schartenkogel, der uns nie langweilig wird.

Die Lifttrasse ist heute wieder geöffnet und sehr gut zu begehen, die Piste ist wunderbar präpariert. Der wenige Schnee hat Wunder bewirkt…

Es ist furchtbar kalt, daher sind wir froh, als endlich die Sonne hinter dem Glungezer hervorbricht. In den Sonnenstrahlen ist es gleich um einiges angenehmer.

Wir steigen über die Piste zuerst bis zur Bergstation Tulfein, dann weiter auf der Piste in die Kalte Kuchl.

Den Sommerweg haben wir heute ausgeschlossen, denn dafür liegt wohl zu wenig Schnee. Die Piste passt heute gerade gut.

Das Inntal ist auch ein wenig angezuckert und es schaut sich schon viel winterlicher aus als in den letzten Tagen.

Und auch hier im Skigebiet entdecken wir einige Windzeichen und auch klein-räumige Triebschneepackete. Ungefährlich, aber interessant zum ansehen.

Schließlich erreichen wir die Bergstation Schartenkogellift, hier ist für uns heute Ende. Den Fußmarsch zum Schartenkogel lassen wir wegen dem Wind heute aus, es ist kalt und ungemütlich hier am Kamm.

Das hier ist wohl die Stelle, die in Zukunft evtl. ein Restaurant beherbergen wird, wenn die Ausbaupläne der Glungezerbahn durchgeführt werden.

Heute ist hier nur der Wind am Werk, er wirbelt den Schnee furios durch die Luft, in den Rucksack und in den Kragen… nur schnell weg von hier.

Wir kehren in unsere Lieblingsalm ein, eine leckere Stärkung ist heute drin! Dann trinken wir noch einen guten Kaffee und fahren in der Kälte hinab bis zur Mittelstation. Die Talabfahrt wird wohl mit dem wenigen Schnee nicht so gut gehen, daher lassen wir sie aus.
Schartenkogel, bis bald mal wieder…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:15 h
Gesamtlänge: 7,70 km
Höhenmeter: △ 758 m / ▽ 727 m
Lawinenstufe: 2 (Altschnee)

260110 Skitour Patscherkofel Schutzhaus (1.970m)

Es hat ein wenig, nicht sehr ergiebig geschneit und das Wetter ist auch nicht so toll. Dennoch möchte ich raus ins Freie. Der Patscherkofel liegt vor der Tür, die Tourenausrüstung schnell zur Hand. Mit dem Bus geht´s von der Haustüre direkt ins Skigebiet…

Der Aufstieg erfolgt über die Olympiaroute, nicht gerade meine Lieblingsstrecke, aber heute überraschend gut zu begehen. In den steilen Stücken kann ich ein wenig an meiner Spitzkehrentechnik feilen, während andere hier hart an ihre Grenzen stoßen.

Schließlich erreiche ich unspektakulär das Patscherkofel Schutzhaus. Letu kommt mir entgegen, er ist Skifahren gewesen und nun wollen wir gemeinsam noch was essen. Wir finden einen gemütlichen Platz in der schönen Hütte.

Es ist gemütlich warm in der Hütte, wir bestellen was Feines zum Essen und quatschen ein wenig über Gott und die Welt…

Das Essen ist wunderbar, ich habe mir ein Tris bestellt, das wirklich empfehlenswert ist. Das alkoholfreie Weizen passt gut zum „Dry January“ 😊

Nach der gemütlichen Rast machen wir uns auf ins Tal. Die Abfahrt ist wie aktuell überall hart, aber dennoch griffig genug um fein und sicher ins Tal zu kommen. Ich stelle wieder mal fest, dass meine Kanten ein wenig Aufmerksamkeit brauchen.

Wir erreichen die Talstation, Letu ist heute ein Skistecken abgebrochen, wir kaufen gleich Neue bei dem Geschäft in der Talstation. Und zum runden Glück wartet auch noch der Bus direkt auf uns, ohne Wartezeit fahren wir nach Hause. Ein feiner und gut abgestimmter Tag!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:57 h
Gesamtlänge: 8,35 km
Höhenmeter: △ 958 m / ▽ 933 m
Lawinenstufe: 2 (Altschnee)

260105 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Ich nutze meine letzten Tage im Urlaub, um nochmals dem Schartenkogel meine Aufwartung zu machen. Für den Aufstieg muss ich heute die Piste verwenden, denn die Rodelbahn und der Skitourenaufstieg sind beide gesperrt.

Das Wetter ist angenehm, und nicht allzu kalt, gerade richtig für eine Skitour.

Heute bin ich mal alleine, so kann ich beim Aufsteigen meinen Gedanken nachhängen.

Im oberen Teil nehme ich mal eine Abkürzung von der Piste, allerdings offenbart sich hier wieder mal der heuer notorische Schneemangel.

Der Blick ins Gelände zeigt mehr Grün als Schnee, ich hoffe, dass bald mal ein wenig Schnee kommt.

Seit der Tour gestern hat sich natürlich nichts an der Schneelage geändert, einziger Vorteil heuer, es ist relativ kalt, so bleibt der Schnee konserviert und auch die Beschneiung funktioniert für die Skigebiete.

Der Schartenkogel ist eine meiner Lieblingstouren, das kann man auch an der Frequenz meiner Besuche feststellen. Aber die Vorteile liegen für mich auf der Hand, einfach mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, super Service im Skigebiet, und eine tolle Einkehrmöglichkeit mit der Tulfeinalm.

Bald erreiche ich die Schartenkogel-Bergstation, die letzten Meter zum Gipfel gehe ich zu Fuß, die Skier sind mir für diesen Abschnitt zu schade!

Am Gipfelkreuz sind noch ein paar Leute versammelt, es ist windstill und in der Sonne gar nicht ungemütlich…

… daher bleibe ich ein wenig sitzen und schaue ins Oberinntal, das Kellerjoch, das ich gestern besucht habe, direkt im Blick.

Ein feiner Besuch bei „meinem“ Schartenkogel… bis bald!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:54 h
Gesamtlänge: 7,39 km
Höhenmeter: △ 757 m / ▽ 752 m
Lawinenstufe: 1

260104 Skitour Hecherhaus (1.887m)

Nachdem ich letztens immer wieder in den gleichen Gegenden am Weg war, haben wir heute mal was Neues auf dem Plan. Da eh nur Pistentouren möglich sind, treffen wir uns mit Biggi´s Schwester in Grafenast. Heute gehts hinauf zum Hecherhaus…

Am Parkplatz ist es noch schattig, aber schon bald erreichen wir die sonnigen Abschnitte. Die Piste ist super griffig, keinerlei eisige Stellen sind sicht- oder merkbar.

Rasch gewinnen wir an Höhe, die Piste hat eine angenehme Steigung, so können wir dem Sport und der Kommunikation frönen…

Das Wetter ist heute ausgesprochen gut, so macht die Bewegung an der frischen Luft gleich noch mehr Spaß.

Und schon bald, wie schnell die Zeit vergeht, stehen wir vor dem Hecherhaus. Interessanterweise hat der Pächter der Lanser Alm bei uns auch dieses Haus mit seiner Familie übernommen. Das heißt, dass es hier nun auch leckere Momo´s gibt.

Der Blick ins Inntal ist ernüchternd. Obwohl der Aufstieg zum Kellerjoch wirklich gut gegangen ist, die Schneelage im Land lässt sehr zu wünschen übrig.

Während wir mit den Skier aufgestiegen sind, hat Georg die Piste erkundet und die beste Abfahrtslinie für uns ausgesucht.

Wir setzen uns ins Hecherhaus hinein, im Freien ist es hoch-winterlich kühl, in der Hütte ist es angenehm. So können wir uns aufwärmen und das gute Essen genießen.

Gestärkt fahren wir schließlich wieder ins Tal, bei traumhaften Wetter…

Die Abfahrt ist zwar nicht so spektakulär, aber die Aussicht ist es, trotz Schneemangels auf jeden Fall. Man fährt fast direkt ins Inntal „hinein“, das ist schon sehr toll!

Den feinen Tag mit Bewegung beschließen wir wenig später in der Sauna, so gestärkt sind wir bereit für eine neue Woche!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:16 h
Gesamtlänge: 4,22 km
Höhenmeter: △ 509 m / ▽ 516 m
Lawinenstufe: 1

260102 Skitour Tulfeinalm (2.035m)

Letu ist motiviert, mit mir eine Skitour zu gehen und ich habe gehört, dass am Glungezer die Rodelbahn gesperrt und daher mit Skier zu begehen ist. So ist schnell ein Plan geschmiedet und dann sitzen wir schon im Bus nach Tulfes.
Mit der Sektion I geht es rauf nach Halsmarter, dann rüber zum Start (Ziel) der Rodelbahn. Und wirklich, der Aufstieg ist sehr angenehm.

Durch den Wald, Aussicht ist nicht so besonders, steigen wir immer höher. Die Rodelbahn ist in keinem schlechten Zustand, aber vermutlich wegen dem fehlenden Sturzraum gesperrt.

Dennoch wird fleißig an der Bahn gearbeitet. Plötzlich kommt uns ein großer Traktor entgegen, ein Aldranser Bauer ist hier am Arbeiten… Es wird Schnee an die notwendigen Stellen der Rodelbahn deponiert, um diese wieder Fit zu machen.

Bald schon sehen wir die Bergstation, wir beschließen, nur noch bis zur Tulfeinalm zu gehen, und dort eine Einkehr zu machen. Das klingt nach gutem Plan…

Der Ziehweg vom Skigebiet bis zur Tulfeinalm zieht sich immer ein wenig, zudem ist der Weg steinig und stellenweise eisig. Beim zurückfahren müssen wir das unbedingt in Erinnerung behalten.

Bei der Alm angekommen finden wir gleich ein lauschiges Plätzchen, dann wird bestellt: Schnitzel, einmal klassisch, einmal steirisch, dazu was zu trinken und schon sind wir zufriedengestellt.

Eine gemütliche Tour auf eine wunderschöne und sehr gastfreundliche Alm… was wünscht man sich mehr! Und der Aufsteig über die Rodelbahn war auch sehr angenehm.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:42 h
Gesamtlänge: 6,71 km
Höhenmeter: △ 492 m / ▽ 481 m
Lawinenstufe: 1

251227 Skitour Tulfeinalm (2.035m)

Obwohl es schon mal geschneit hat, die Schneelage ist auch heuer im Dezember eher dürftig. Dennoch beschließen Biggi und ich, die Tour auf den Schartenkogel zu probieren.

Mit dem Lift geht es rauf nach Halsmarter, dann auf der alten Lifttrasse aufwärts. Gleich im unteren Bereich warnt uns ein älterer Tourengeher über gröbere Eisflächen direkt vor uns.

Dank des Hinweises können wir die Stelle gut umschiffen und steigen im harten Schnee immer weiter hoch. Ohne Harscheisen wäre es wohl heute ein wenig schwieriger, zumindest auf der Spur die wir bestreiten.

Je höher wir kommen, desto besser wird die Bahn. Dennoch kann man an den Bildern gut die Schnee-Misere sehen.

Zwischendurch müssen wir auf die Piste ausweichen, weil die Trasse dann doch zu schwierig zu begehen ist.

Wenigstens ist die Aussicht gewohnt spektakulär und lässt uns so manche Mühsal beim Aufstieg vergessen.

Bei der Bergstation überlegen wir, wie es weitergeht. Zum Schartenkogel wollen wir heute nicht mehr, wir steigen ein paar Meter höher, damit wir zur Tulfeinalm abfahren können.

Fast hätte ich den Weg zur Alm übersehen, Biggi ist hier aufmerksamer. Und bald sitzen wir in der warmen Stube und genießen ein gutes Mittagessen…

Schon beim Aufstieg hatten wir ein Feuer in der Nähe der Seegrube gesehen. Später hören wir, dass ein 12jähriger mittels Böllern ein größeres Feuer auslöste, das erst nach 3 Tagen komplett gelöscht werden könnte… die Rauchwolken könne über das ganze Inntal sehen.

Der erste Teil der Abfahrt von der Tulfeinalm besteht aus ebenen Stellen, die wir anschiebend meistern, doch dann kommen wir auf die harte, aber feine Piste hinunter zur Mittelstation. Die Talabfahrt funktioniert dieses Mal nicht mehr…

Trotz des spärlichen Schnees macht es hier doch immer wieder Spaß, hochzusteigen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:58 h
Gesamtlänge: 6,07 km
Höhenmeter: △ 534 m / ▽ 572 m
Lawinenstufe: 1

251208 Skitour Tulfeinalm (2.035m)

Nachdem mir die Tour vor zwei Tagen sehr gut gefallen hat (bis auf die kleinen Happenings), beschließe ich mit Biggi gleich nochmals zum Glungezer zu fahren, allerdings dieses Mal ohne Gelände.

Der Regen vom Vortag hat ganze Arbeit geleitet, der Schnee ist heute viel pampiger als letzte Mal. Allerdings ist es sehr angenehm zu begehen, die Felle halten super!

Im Skigebiet ist nicht so viel los, wahrscheinlich hat das Wetter doch einige Leute verprellt. Skitourengeher sind genügend vorhanden… allerdings im Aufstieg.

Erst laufen wir im Schatten, doch weiter oben packen wir dann die Sonnenbrille aus, die Temperaturen sind auch fast frühlingshaft.

Bei der Bergstation ist dann Schluss, wir beschließen, nicht mehr weiter zu gehen. Direkt an der Station fellen wir ab, genießen den Ausblick ins Inntal und trinken einen Schluck Tee

Kurz beratschlagen wir, ob wir nur bis zur Mittelstation abfahren, oder doch die Talabfahrt bestreiten. Nach kurzer Debatte fällt die Entscheidung, wir wagen nochmals die Talabfahrt.

Obwohl der Regen wie schon gesagt, dem Schnee gut zugesetzt hat, schaffen wir die Abfahrt zur Talstation ohne gröberen Steinkontakt. Ein paar Maulwurfhügel müssen dennoch daran glauben. Spaß macht die Abfahrt trotzdem!

Diese Tour mache ich immer wieder gerne, hier passt einfach alles… ich freu mich schon auf die nächsten Touren, natürlich gemeinsam mit Biggi!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 8,24 km
Höhenmeter: △ 489 m / ▽ 1.105 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee)

251206 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Nachdem ich mir bei der letzten Skifahraktion die Schulter gestoßen hatte, probiere ich heute wieder mal mein Glück, heute eine gemütliche Skitour auf den Schartenkogel. Das Glungezer-Skigebiet hat heute das erste mal offen, Letu ist auch schnell überredet, ein paar Abfahren zu wagen.

Trotz unserer scheinbar grimmigen Gesichter sind wir schon sehr gespannt auf den spontanen Skitag. Mit dem Bus sind wir bis zum Talstation gekommen, mit der Gondel geht es hinauf auf den Berg.

Während Letu mit der zweiten Gondel gleich weiterfährt, starte ich hier, bei Halsmarter, meine Tour auf den Schartenkogel. Zuerst folge ich der Seilbahntrasse, heute noch nicht präpariert, aber gut gespurt in Richtung Tulfein.

Kurz nach der Bergstation zweige ich ins Gelände ab. Es sind einige Tourengeher am Weg, den Sommerweg auf den Schartenkogel sind aber noch nicht so Viele gegangen.

Das Wetter ist fein, es ist nicht besonders kalt und ich steige flott höher. Der untere Teil der Tour bis ungefähr ins „kleine Tal“ ist gut zu begehen. Ab dem Tal wird es dann aber zahnig. Relativ wenig Schnee, ein paar scharfe Steine… da heißt es aufpassen.

Immer wieder sind stellen, die einem Eiertanz gleichen. Meine neuen Ski müssen heute schon einen harten Einsatz ertragen.

Über Blockgelände, mit knapper Schneeauflage, geht es immer weiter hinauf. Ich steche meinen rechten Stecken zur Unterstützung in den Schnee, der Hält. Gewicht auf den Stecken verlagern, um eine steinige Stelle zu umschiffen, plötzlich gibt der Schnee nach und ich sause in den Felsspalt. Zum Glück löst mein Ski gleich aus, ich kann mich problemlos aus der misslichen Lage befreien.

Weiter geht es, im wahrsten Sinne über „Stock und Stein“. Bald erreiche ich das Ende des Blockfeldes und nun reicht der Schnee und die drunter liegende Bergwiese wieder aus, um gut voranzukommen.

Ab hier läuft der Aufstieg wieder problemlos, der Weg ist gut angelegt, ich habe vorher wohl die falsche Abzweigung genommen.

Die Sonne lacht hinter Schleierwolken heraus, es ist fast windstill am Schartenkogel. Nun ist es nicht mehr weit, bald habe ich den Gipfel erreicht.

Im Tal sieht man, dass der Schnee generell noch Mangelware ist, die nächsten Touren werde ich wohl wieder auf der Piste oder in größeren Höhen absolvieren.

Am Gipfel angekommen, bin ich zufrieden, halbwegs gut hinauf gekommen zu sein. Ich trinke einen Schluck Tee und bereite mich auf den Abstieg vor. Es sind noch ein paar Leute auf dem Gipfel.

Ein Blick ins Unterland, prominent der Largoz und im Hintergrund das Kellerjoch bei Schwaz.

Im Oberland sieht man bis zur Zugspitze, die Wolken stören die Fernsicht heute nicht.

Über dem Glungezer ziehen immer dichtere Wolken auf, in den nächsten Tagen soll sich das Wetter wieder verschlechtern, allerdings soll es auch wärmer werden. Das wäre dem ohnehin noch dürftigen Schnee nicht zuträglich.

Die Abfahrt vom Schartenkogel, noch einmal mit massivem Steinkontakt, ist noch nicht präpariert, aber gut fahrbar. Bei der Bergstation Tulfein treffe ich wieder auf Letu. Er ist schon 2x die Talabfahrt runter gefahren… das wollen wir jetzt gemeinsam machen.

Ein letzter Blick zum Glungezerzeichen, die Ski werden angeschnallt, dann fahren wir flott die feine Piste hinunter.

Ab Halsmarter ist die Piste noch gesperrt, wir fahren über erst pickelharte Piste, dann durch das Gelände über die alte Talabfahrt zur Talstation. Ein Blick auf die Uhr, Letu ruft, den Bus schaffen wir noch… doch leider schaffen wir es doch nicht rechtzeitig. Obwohl Letu schon fast im Bus steht, schaffe ich es nicht so schnell aus der Bindung… und der Bus lässt uns zurück.

Abgesehen von den Steinen und der Ignoranz des Busfahrers war es heute ein toller Tag, der mir sehr viel Spaß gemacht, und die Vorfreude auf den Winter noch vergrößert hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:16 h
Gesamtlänge: 11,41 km
Höhenmeter: ∆ 759 m / ∇ 1.371 m
Lawinenwarnstufe: 1

250419 Skitour Hoadl (2.340m)

Heute steht die letzte Skitour der Saison auf dem Programm. Wir gehen (wie übrigens letztes Jahr auch) wieder auf den Hoadl. Diese Tour ist toll, und oben am Gipfel gibt es auch noch einen Absacker zur Finalisierung der Skisaison

Die Verhältnisse sind gut, Leute sind allerdings nicht mehr so viele wie zur Hauptsaison. Uns ist das nur recht!

Als Aufstieg wählen wir die Damenabfahrt, die linkerhand (von der Talstation aus gesehen) zum Hoadl-Gipfel führt.

Es ist total schön und sonnig, sehr angenehme Temperaturen. Der Schnee ist angenehm weich. Und natürlich sind einige Skitourengeher auf dem Weg, mehr als Skifahrer…

Teilweise folgend wir der Piste, teilweise zweigen wir neben der Piste ins Gelände ab. Da der Schnee angetaut ist, ist das Steigen sehr fein und nicht rutschig. Nur in ein paar schattigen Stellen ist die Oberfläche vereist.

Wir sind überrascht, wieviel Schnee doch noch hier in der Axamer Lizum liegt.

Wir sind relativ spät am Weg, ein paar Abfahrer kommen in den Genuss von einer fast perfekten Firnoberfläche…

Schließlich erreichen wir den Schlusshang, ab hier geht es in angenehmer Steigung zum höchsten Punkt.

Vom Grat sehen wir ins wunderschöne Senderstal.

Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz und das riesengroße Hoadlhaus. Wir haben beschlossen, den Tag und die Skitourensaison gemütlich ausklingen zu lassen.

Wir setzen uns in die „Lizumer Liegestühle“ und stoßen auf eine tolle Saison an. Die Sonne lacht vom Himmel, nur eine kleine, lästige Wolke verdeckt immer wieder die Sonne.

Nach einer sehr gemütlichen Pause machen wir uns an die Abfahrt. Der Schnee ist schwer und sulzig, genau wie ich das mag.

Am Dohlennest machen wir nochmals eine Pause, heute lassen wir es krachen 😊.

Schließlich fahren wir die letzten Meter ins Tal, ein perfekter Tag, der uns sehr viel Freude gemacht hat. So lässt es sich schon gut aushalten…

Hinter uns liegt eine tolle Skitourensaison, die Freude auf nächstes Jahr ist schon da… aber jetzt kommt mal das Wandern und Bergsteigen dran!

Tourendaten
Gesamdauer: 2:25 h
Gesamtlänge: 6,93 km
Höhenmeter: △ 792 m / ▽ 792 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Nassschnee)