Archiv der Kategorie: Skitouren

240414 Hoadl (2.340m)

Die Temperaturen sind dieses Jahr schon fast früh-sommerlich, im April… doch noch haben Biggi und ich die Skisaison nicht aufgegeben. Heute ist letzter Tag in der Axamer Lizum, wir beschließen, noch eine Pistentour zu machen, während sich die Buben, Georg und Letu, im Funpark austoben können.

Wir fahren mit dem Bus zu Biggi und dann mit dem Auto weiter in die Lizum. Der Parkplatz ist zwar nicht gesteckt voll, aber gut besucht. Auch noch ein paar Camper, die wahrscheinlich vom gestrigen „Ugly Ski Day“ über geblieben sind, zieren die große Betonfläche.

Am Parkplatz treffen wir uns noch mit Doris, einer Freundin von Biggi, die uns heute begleitet. Die Schneeverhältnisse sind überraschend gut, wir können direkt bei der Talstation losgehen.

Die Burschen genießen die warmen Temperaturen, Letu ist sogar kurzärmlig am Weg.

Ein kurzes steileres Stück müssen wir mit ein paar Spitzkehren meistern, ansonsten verläuft der Aufstieg unspektakulär, aber schön.

Wir sind relativ spät gestartet und merken, dass die Schneequalität unter den erstarkten Sonnenstrahlen leidet. Im Aufstieg sehen wir „Etwas“ im Schnee liegen, zum Glück schaut ein vorbeikommender Skifahrer nach dem Rechten. Es ist eine Jacke, die wahrscheinlich einer der „Ugly Skier“ gestern verloren hat… vermutlich ist es doch ein wenig wilder zugegangen.

Es ist zwar schon spät in der Saison, dennoch überrascht und der geringe Andrang bei diesem Kaiserwetter. Uns soll es recht sind, dann haben wir die Piste für uns.

Die Sonne scheint intensiv auf uns herab, daher ist das Nachschmieren mit Sonnencreme sehr wichtig…

Die Aussicht wird wie gewohnt mit der Höhe immer besser. Die Kalkkögel sind jedes Mal wieder beeindruckend. Ich hoffe, im Sommer schaffe ich hier die eine oder andere Bergtour.

Oberhalb des Dohlennests, einem kleinen Gasthäuschen, machen wir eine Pause und trinken einen Schluck.

Dann starten wir den Endspurt. Immer wieder sehen wir die Spuren des Saharastaubs, der sich gut zwischen präparierter und nicht-präparierter Piste unterscheiden lässt.

Am Grat zum Hoadl, dem Gipfelrestaurant, eröffnet sich der Blick ins Senderstal mit Kemater Alm und Adolf-Pichler-Hütte und den beeindruckenden Gipfeln um die Alpenclubscharte

Flach ziehen sich die letzten Meter hinauf zum Hoadl. Die Burschen haben uns schon gemeldet, dass sie oben auf uns warten. Und auch wir freuen uns auf eine feine Erfrischung.

Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz und den Hoadl (2.340m), eigentlich schön gelegen. So fein das Hoadl-Gasthaus ist, eine Augenweide finde ich das Gebäude dennoch nicht… praktisch ist es allemal.

Wir essen im Innenbereich eine Kleinigkeit, dann setzen sich die Erwachsenen nochmals in die Sonne und die Buben fahren eine Runde in den Funpark.

Fast schon zu gemütlich wird es hier oben, die Sonne wärmt, das Bier schmeckt gut, so könnte man es schon eine Weile aushalten…

… leider müssen wir weiter. Vom Hoadl fahren wir über die Abfahrt zum Funpark, dort sammeln wir die Jungs ein, und fahren weiter zum Parkplatz. Zufrieden fahren wir nach Innsbruck zurück.

Die Temperaturen waren am Hoadl schon gut, aber kein Vergleich zu Innsbruck. Dort zeigt uns das Auto-Thermometer +30°C an, neue Rekordtemperatur für April… der Klimawandel lässt sich einfach nicht mehr leugnen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:32 h
Gesamtlänge: 7,50 km
Höhenmeter: ∆ 784 m / ∇ 769 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Nassschneelawinen)

240315 Sattelberg (2.115m)

Für unsere heutige Tour schlägt Biggi den Sattelberg vor. Ein kurzer Rundumblick, überall recht wenig Schnee! Ob das nicht zu optimistisch ist, frage ich mich?

Am Parkplatz angekommen, sind scheinbar meine Befürchtungen wahr. Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen, ein paar Meter tragen tut nicht weh.

Nach einer kurzen Trageststrecke können wir die Ski anschnallen, zwischenzeitliche kurze schneefrei Stellen bewältigen wir in „tappender“ Manier.

Schon bald haben wir eine geschlossene Schneedecke, der Riecher von Biggi war doch goldrichtig.

Die ehemalige Skipiste ist gut präpariert, die Crew der Sattelbergalm leistet hier ganze Arbeit.

Das Wetter ist auch besser als prognostiziert, es ist relativ warm und der Wind hält sich sehr in Grenzen.

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Tourendaten
Gesamtdauer: 2:37 h
Gesamtlänge: 8,59 km
Höhenmeter: ∆ 852 m / ∇ 865 m
Lawinenwarnstufe: 1

240309 Patscheralm (1.694m)

Die Sonne lacht vom Himmel, allerdings rüttelt zur gleichen Zeit der Föhn an den Fenstern, dass es nur so eine Freude ist. Ich lasse mich nicht entmutigen, der Patscherkofel steht heute auf dem Programm.
Mit dem Direktbus von Aldrans erreiche ich die Talstation. Der Skibetrieb konzentriert sich heute auf die Heiligwasserwiese, der Rest des Skigebietes ist geschlossen.

Ist starte direkt von der Talstation los, über die Olympiaroute steige ich steil zur Einmündung beim Tunnel, dort wechsle ich auf die Familienabfahrt.

Im unteren Teil des Skigebiets war ich noch halbwegs gut vom Wind verschont geblieben, aber je höher ich steige, desto steifer wird die Brise. Die Piste ist dafür in einem traumhaften Zustand…

Der Himmel ist klar und wunderschön, auf den Bildern sieht man halt keinen Wind. Dieser wird nun immer intensiver, und an zwei Stellen merke ich, wie es mich zur Seite drückt.

Der Blick ins Inntal ist heute wieder besonders schön, weil der Himmel so klar ist.

Überall, wo Sonne auf die Piste scheint, wird der Schnee ein wenig weicher und fein für den Aufstieg.

Schließlich erreiche ich über die Forststraße die heute auch geschlossene Patscheralm (1.694m). Hier beschließe ich, es gut sein zu lassen, denn es ist nicht mehr fein mit dem Wind.

Während ich mich für die Abfahrt herrichte, ziehen noch ein paar Unerschrockene an mir vorbei, aber ich bereue meine Entscheidung nicht. Der „Kofel“ läuft mir wahrlich nicht davon…

Über den Stubaiern kommen schon die ersten Wolken zum Vorschein, das Wetter wird wohl noch im Laufe des Tages umschlagen.

Die Abfahrt ist wie schon erwartet ein Traum, fast keine Spuren, und gerade in dem Zustand, den ich sehr gerne mag… oben ein wenig weich und dennoch griffig.
Rasch erreiche ich wieder die Talstation, beim letzten Schwung sehe ich gerade meinen Bus einfahren!

Und wie bestellt sitze ich 3 Minuten später auch schon wieder im Bus nach Hause. Wunderbar!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 6,52 km
Höhenmeter: ∆ 708 m / ∇ 706 m
Lawinenwarnstufe: Stufe 2 (Gleitschnee)
Wetter: Klarer Himmel, starker Föhn

240307 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Letu hat endlich ein Paar „Tourenski“ ergattert, das müssen wir gleich mal ausprobieren. Ich bin zwar nach einem langen Arbeitstag nicht so motiviert, dafür ist es Letu für uns Beide! Da gibt es kein Auskommen, ich muss mit…
Ausnahmsweise fahren wir mit dem FloMobil zum Glungezer.

Mit der Bahn fahren wir schnell in die Höhe, da es heute nur eine „Versuchstour“ ist, beschließen wir, von der Bergstation auf den Schartenkogel zu gehen. Das sind nur ein paar Höhenmeter, aber zum ausprobieren gerade recht.

Wir steigen an der Piste entlang stetig nach oben, über den Ziehweg und den letzten Steilhang erreichen wir die Bergstation des Schartenkogellifts und schlussendlich auch das Gipfelkreuz.

Es ist frisch, daher beeilen wir uns, packen die Sachen zusammen und fahren wieder ab bis zur Mittelstation. Die Talabfahrt ist heuer nur an ein paar erlesenen Tagen gegangen und ist schon länger gesperrt.

Eine kurze, feine Tour mit dem Sohnemann, es hat richtig Spaß gemacht. Hoffentlich geht sich das in nächster Zeit noch einmal aus!

Tourendaten
Gesamtdauer: 0:57h
Gesamtlänge: 5,89 km
Höhenmeter: ∆ 258 m / ∇ 819 m

240215 Glungezer (2.677m)

Obwohl der „große Schnee“ noch immer ausgeblieben ist, sind Skitouren trotzdem möglich. Heute steht eine gemütliche Tour auf den Glungezer, von der Bergstation Tulfein auf dem Programm. Mit von der Partie sind Biggi und ihre Schwester.

Bei schönstem Wetter starten wir ein paar Meter über die Piste, dann zweigen wir auf den Sommerweg zum Schartenkogel ab. Ab hier ist es eine feine, aber auch sichere Tour zu unserem ersten Ziel.

Es ist eine schöne Spur angelegt, im Hintergrund sehen wir schon unser Hauptziel, den Gipfel des Glungezers. Bis dorthin müssen wir aber noch ein paar Meter machen…

Bald haben wir den lichten Zirbenwald hinter uns gelassen und nun haben wir eine wunderbare Aussicht auf das Inntal.

Bis zum Schartenkogel müssen wir nur 2 Mal kurz über apere Stellen (mit Steinen) treten, ansonsten haben wir ein feine und griffige Spur.

Bald erreichen wir den Schartenkogel (2.311m), hier fellen wir ab, denn wir fahren ein paar Meter hinab…

… zum Tulfeinjöchl. Nach einem Blick zurück zum Schartenkogel, einem Schluck Tee und wieder auffellen starten wir wieder durch.

Nach ein paar flachen Metern vom Jöchl steilt der Hang auf und wir müssen recht steil auf den Sommerweg zum Glungezer wechseln.

Die Spurensuche ist nicht immer einfach, einmal verfehlen wir die verblasene Spur und landen in den Felsen. Aber ungut ist die Situation nie, den Weg finden immer gleich wieder.

Der Wind leistet gerade am Glungezer immer ganze Arbeit. Fast schon verwunderlich, dass noch eine geschlossene Schneedecke zum Gipfel vorhanden ist.

Im Rückblick sehen wir nochmals unsere Spur, abgesehen vom ersten steilen Hang ist der Weg nun sehr angenehm zu gehen, wenn auch teilweise die Oberfläche pickelhart ist.

Wir sehen unterhalb vom Gipfelhang schon das Gipfelkreuz vom Glungezer, nun haben wir es bald geschafft.

Der Blick ins Unterland führt unser Auge bis zum Kaisergebirge. Die Aussicht heute ist wunderbar, die Luft sehr klar.

Kaum haben wir den Gipfel erreicht, fühlen wir auch schon den typischen Wind, der hier gefühlte 365 Tage im Jahr bläst.

Es ist zu ungemütlich für eine längere Pause, daher fellen wir nur ab.

Wir fahren vom Gipfelkreuz die paar Meter hinunter zur Glungezerhütte, hier wollen wir uns eine verdiente Einkehr gönnen. Aus dem Weg zur Hütte sehen wir auch den Verlauf der Route Roman… wir erinnern uns.

In der Hütte finden wir gleich einen gemütlichen Platz, ich gönne mir die bekannten „Spaghetti Kathmandu“, sehr interessant gewürzt…

Nach einer feinen, ausführlichen Rast auf der Hütte steht noch die Abfahrt über die Nordhänge des Glungezers ins Skigebiet vor uns.

Ein letzter Blick gilt noch in Richtung Kreuzspitze, die ich letztes Jahr im Sommer besucht hatte. Dann fahren wir über die pistenähnlich abgefahrenen Hänge hinterunter ins Skigebiet und weiter zur Mittelstation.

Heute war wieder ein toller Tourentag mit wunderbarer Begleitung. Ich freu mich schon auf die nächste Runde!

Tourendaten
Gesamtlänge: 9,00 km
Gesamtdauer: 2:50 h
Höhenmeter: △ 745 m / ▽ 1.134 m
Lawinenstufe: 1 (Gleitschnee / Triebschnee)

240114 Route Roman (2.639m) ✨

Das Wetter ist super gemeldet, die Schneelage relativ gut. Da bietet sich wieder mal eine Tour in der Nähe an. Die Route Roman, die Verbindung zwischen Patscherkofel und Glungezer steht auf dem Programm.
Mit der Patscherkofelbahn kommen wir unkompliziert auf 1.965m.

Von der Bergstation steigen wir gleich steil am Nordwesthang empor, vorbei an der alten Panoramabahn, deren Reste noch sichtbar sind.

Der Wald wird immer lichter, dafür die Aussicht großartiger. Von dieser Seite des „Kofels“ hat man einen wunderbaren Blick ins Stubaital, links die Serles, auf der rechten Seite die Kalkkögel.

Je weiter wir hochsteigen, desto mehr wird uns der Windeinfluss auf den Schnee bewusst. Die Schneegangeln erinnern mich immer wieder dran, dass die Natur ein Wunderwerk ist. Nur für kurze Zeit kann man diese Form bewundern, dann ändert der Wind auch schon wieder Kontur und Ausprägung…

Schließlich erreichen wir nach einem ungefähr Einstündigen Aufstieg den Gipfel des Kofels.

Hier rasten wir ganz kurz, dann fellen wir ab… nun steht ein wenig Abfahrt auf dem Programm…

Die Abfahrt über den Ostrücken ist wie schon von mir erwartet nicht grad eine Traumabfahrt, aber trotzdem irgendwie lustig. Zumindest liegt genug Schnee, über die Qualität kann man zweifelsohne streiten.

Bald erreichen wir das unbenannte Joch nach dem Ostrücken, hier folgend wir teils fahrend, teils schiebend dem weiteren Weg Richtung Lanserkreuz.

Nun heißt es wieder durch den Wald, teils am Grat entlang abfahren bzw. abrutschen. Ein Stück müssen wir gerade, mit geringem Gefälle noch fahren, dann erreichen wir Boscheben, das im Winterschlaf ruhende Almgasthaus (2.030m)

Hier, am Ellbögner Kreuz machen wir eine Pause, ein wenig heißer Tee und eine kleine Brotzeit stärken uns für den Weiterweg.

Aufgefellt haben wir rasch wieder, dann folgend wir dem Zirbenweg durch steilen Zirbenwald weiter Richtung Viggarspitze.

Bei einem Tal zweigen wir vom Zirbenweg ab und folgen nun, in ein paar steilen Kehren dem Tal immer Richtung Viggarspitze. Zurückschauend sehen wir den imposanten Gipfel des Patscherkofels mit der großen Sendeanlage.

War der Himmel in der Früh noch blau und klar, sind jetzt erste Cirren eingefallen, im Süden tummeln sich die ersten, unbedenklichen Wolken.

Die Spur ist schön angelegt, und wir kommen zügig weiter. Schon bald stehen wir am Fuße der Viggarspitze, die wir heute aber im Anbetracht der Gehstrecke nicht mitnehmen.

Lustige Schattenbilder begleiten uns, abgesehen von unserem Abbild sind aber keine weitere Bergaffine am Weg.

Immer weiter entfernen wir uns vom Kofel und nähern uns unserem höchsten Ziel, der Sonnenspitze. Die Aussicht auf die Landeshauptstadt ist toll, eine gute Fernsicht haben wir heute.

Der Blick gegen Südosten zeigt uns Kreuz- und Durrenseespitze, Tourenziele, die ich heuer im Sommer auf dem Programm hatte, davor die zwei Stufen mit „Gschriebener Stoan“ und „Blaue Seen“

Ein paar kurze Abfahren zwischendurch mit Fellen sorgen für Spaß, aber auch ein wenig Überwindung, da es teils recht steil zur Sache geht.

Dass die Natur auch hier Kunstwerke mittels „Windpinsel“ in die Landschaft gezaubert hat, ist bei dem heutigen Traumwetter ein auf Neudeutsch „Added Bonus“

Der Schlusshang auf die Sonnenspitze sieht aus der Ferne beeindruckend und auch recht steil aus, wir sind schon gespannt, wie die Verhältnisse dort sind. Im Nahbereich stellen wir schon fest, dass die Schneeoberfläche recht hart ist.

Wir legen sicherheitshalber die Harscheisen auf, und in ein paar Spitzkehren mühen wir uns den Hang hinauf. Allerdings hat der Hang aus der Nähe betrachtet seinen Schrecken verloren.

Die letzten paar Meter auf die Sonnenspitze sind wie erwartet sehr hart, das ist dem regen Ansturm aus dem Skigebiet geschuldet. Dafür haben wir für die Abfahrt dann auch fast pistenähnliche Verhältnisse.

Die Pause auf dem Gipfel der Sonnenspitze (2.639m) fällt wegen dem kühlen Wind entsprechend kurz aus, einen Schluck Tee aus der Thermoskanne gönnen wir uns dennoch. Dann richten wir uns für die Abfahrt ins Glungezer-Skigebiet her. Die Abfahrt ist dank der „Piste“ gut und lustig und bald erreichen wir die präparierte Abfahrt.

Ein Blick zurück lässt uns die untergehende Sonne erblicken, eine tolle, aber auch lange Tour liegt hinter uns.
Bei der Mittelstation steigen wir in die Gondel ein und fahren ins Tal. Unten angekommen, stellen wir fest, dass die Talabfahrt „auf eigenes Risiko“ befahrbar gewesen wäre… schade, das haben wir nicht gesehen. Aber das ist wohl der einzige Wermutstropfen des heutigen Tourentages!
Gemütlich tuckern wir mit dem Bus nach Hause… voller Eindrücke eines wunderschönen Tages!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:16 h
Gesamtlänge: 13,42 km
Höhenmeter: ∆ 1.106 m / ∇ 1.160 m

240109 Skitour Tulfein (2.052m)

Dienstag ist Abendtourentag am Glungezer, das ist schon seit Jahren ein Magnet für mich. Heute mache ich mich auf, mit Biggi die Tour zu bestreiten. Da es schon spät ist, als wir weggehen, beschließen wir, bis zur Bergstation zu gehen und dann weiter zu sehen…

Der Aufstieg über die Lifttrasse ist steil, aber bei diesen Schneeverhältnissen total fein zu gehen. Schnell gewinnen wir an Höhe. Die Strecke ist teils im Wald, teils von der Piste beleuchtet. Es ist kühl, aber nicht so kalt wie befürchtet.

Wir steigen höher und höher und erreichen schließlich die Bergstation. Ein kurzer, aber total feiner Trip am Abend, an der feinen frischen Luft! Wir trinken Tee, genießen die Aussicht und richten uns für die Abfahrt.

Der Glungezer ist als Ski- und Tourenberg einfach wunderbar, das Personal total nett und alles super präpariert! Da muss man wirklich mal ein Kompliment aussprechen.

Die Abfahrt geht wunderbar, allerdings merke ich, dass ich schön langsam doch mal einen Skiservice brauche. Kante ist bei mir Fremdwort… auf den härteren Platten rutsche ich gleich mal wild durch die Gegend… aber es macht voll Spaß.

Ein toller Abend mit Biggi, es ist immer total fein, zusammen am Abend eine Runde zu drehen. Ich freu mich schon auf die nächste Tour!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:27 h
Gesamtlänge: 4,48 km
Höhenmeter: △ 475 m / ▽ 475 m

240103 Schartenkogel (2.311m)

Das Wetter ist in letzter Zeit wunderschön, allerdings geht das zu Lasten der Schneedecke. Und Schnee ist aktuell auch nicht in Sicht. Die Touren in meinem Nahgebiet sind daher ein wenig beschränkt.
Heute geht´s daher wieder mit Biggi und einer ihrer Freundinnen auf den Schartenkogel…

Der Aufstieg erfolgt wieder über die Lifttrasse.

Bei der Bergstation wechseln wir auf den Sommersteig zum Schartenkogel.

Sobald wir im Gelände sind, hat man gefühlsmäßig das Skigebiet vergessen. Es macht trotz mangelhafter Schneedecke richtig Spaß, bei diesem Kaiserwetter in den Bergen unterwegs zu sein.

Die Aussicht ist wie in den letzten Tagen einfach phänomenal, der Himmel fast wolkenlos und der Schnee leuchtet richtig…

Auch der Blick ins Unterland ist toll, das grüne Inntal suggeriert allerdings schon fast frühlingshafte Verhältnisse.

Wir haben die Aufstiegsspur heute ein wenig variiert, wir steigen ein wenig westlicher auf.

Der Glungezer ist auch gut besucht, können wir feststellen. Unser Ziel bleibt allerdings der Schartenkogel.

Schließlich erreichen wir den schönen Gipfel, der trotz guten Besuches nie überlaufen wirkt. Das hat wohl mit dem großzügigen Gipfelplateau zu tun…

Wir schauen noch einmal ins Tal, so manche Spur im Schnee verlockt fast schon zu einer Geländefahrt, wir bleiben aber unserem ursprünglichen Plan treu und fahren über die Piste zur Tulfeinalm.

Dort genießen wir ein feines Mittagessen, dann setzen wir unsere Fahrt ins Tal fort.

Der lange Ziehweg von der Tulfeinalm ins Skigebiet scheint entschärft worden zu sein, viel leichter kommt mir der Übergang mittlerweile vor.

Im Skigebiet selber ist einiges los, die Piste ist gut präpariert, aber auch hart und könnt wohl eine wenig Neuschnee vertragen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 7,80 km
Höhenmeter: ∆ 770 m / ∇ 770 m

231230 Schartenkogel (2.311m)

Die zweite Skitour in der neuen Saison führt mich heute zusammen mit Biggi wieder auf einen bekannten Berg, den Schartenkogel. Da die Verhältnisse in der Nähe nicht so gut sind, haben wir eine Pistentour ausgesucht.

Von Aldrans mit dem Bus bis zur Talstation, dann weiter mit der Gondel zur Mittelstation „Halsmarter“, dort schnallen wir die Ski an. Den Aufstieg bewerkstelligen wir über die alte Lifttrasse, die steil nach oben zieht.

Noch steigen wir im Schatten auf, allerdings sehen wir schon auf der gegenüberliegenden Seite die Sonnenhänge, die wir hoffentlich auch bald erreichen werden.

Die Temperaturen sind allerdings untypisch „lau“ für den Glungezer, dessen Herzstück nicht umsonst „Kalte Kuchl“ heißt. Bald schon muss ich die Jacke ausziehen und steige nur mit langem Unterhemd und Weste weiter.

Immer wieder hören wir ein vergnügtes Geschrei aus dem Wald, das von der Rodelbahn zu uns herüber schallt. Diese Rodelbahn ist gut besucht und scheint sehr gut in Schuss zu sein.

Bald erreichen wir die Bergstation bei der Tulfeinalm, hier zweigen wir über den Sommerweg ins freie Gelände ab. Die ersten Meter haben es in sich, leider ist die Spur durch schlechte Anlage und hauptsächlich durch Fußgänger und Schneeschuhgängern „zerstört“ worden.

Wir überlegen nicht lange und ziehen uns die Harscheisen an. Diese erweisen sich am Anfang als hilfreich, im Mittelteil wären sie nicht unbedingt nötig, aber sind doch an manchen Stellen ein Komfortgewinn.

Durch lichten Zirbenwald steigen wir höher, der Ausblick auf den Glungezer und das Inntal wird immer beeindruckender.

Wir wählen die Route, die sich am Abbruch zum Voldertal orientiert. Tiefblicke sind hier auf jeden Fall garantiert.

Eine Stelle des Aufstiegs imponiert mir sehr, hier hat der letzte Sturm eine mächtige Wechte entstehen lassen.

Am Rand zum Voldertal sehen wir nun auch ins Unterland, Kellerjoch, Gilfert, Largoz liegen direkt in unserem Blickfeld. Bis zum Kaiser können wir sehen, es ist grandios.

Über hart gepressten Schnee steigen wir weiter auf, manche Stellen führen nahe an die Kante und setzen eine gute Felltechnik voraus. Wir haben die Harscheisen noch dran und sind daher entspannt.

Bei zwei kurzen Stücken müssen wir sogar über Gras steigen, dann schließlich erreichen wir den Gipfel des Schartenkogels. Da auch viele Leute über das Skigebiet aufsteigen, ist am Gipfel auch einiges los.

Das Wetter ist wunderbar, daher setzen wir uns ein wenig und trinken Tee. Biggi findet auch schon einen, wenn auch nicht ganz so bequemen „Liegestuhl“, für die kurze Pause reicht es aber allemal.

Die Abfahrt bestreiten wir in üblicher Manier über das Skigebiet, das ist bei den aktuellen Verhältnissen im Geländer auch die komfortablere Variante.
Es war eine tolle Tour mit Biggi und ich hoffe, es folgen in dieser Saison noch viele weitere schöne Aufstiege!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:36 h
Gesamtlänge: 7,50 km
Höhenmeter: ∆ 843 m / ∇ 850 m

231226 Patscherkofel (2.246m)

Obwohl der Schnee schon länger liegt und ich echt motiviert wäre, schaffe ich doch erst heute meine erste Skitour. Der schöne Schnee, der Mitte Dezember gelegen ist, wurde schon wieder vernichtet, fast frühlingshafte Verhältnisse liegen vor.
Wir, Biggi und ich, haben heute den Patscherkofel als Ziel auserkoren. Mit der Bahn erreichen wir die Mittelstation.

Ein paar Meter müssen wir abrutschen, damit wir auf den Weg zur Patscher Alm erreichen. Noch ein kurzes Stück der Forststraße entlang, dann sind wir auch schon auf der Aufstiegsspur im Wald.

In gemütlicher Steigung arbeiten wir uns auf der nordwestlichen Flanke des Patscherkofels langsam empor. Hier liegt eine geschlossene Schneedecke vor, und der Aufstieg verläuft sehr gut.

Die Fernsicht ist heute wunderbar, die Luft durch den Wind der letzten Tage klar und dunstfrei. So ist der Blick ins Stubai wirklich wunderschön… Serles und Habicht grüßen erhaben zu uns her!

Über den Sommerweg, den Jochleitensteig umrunden wir den Gipfel des Kofels und steigen von der Südwest-Seite hinauf zur Gipfelstube.

Die Gipfelstube ist offen, wir nutzen spontan die Zeit und kehren auf eine Kaspressknödel-Suppe ein. Das tut richtig gut.

Die Stube ist voll, wir genießen die heiße Suppe, anschließend ist die Abfahrt angesagt. Da der Schnee im Gelände richtig unfein wirkt, beschließen wir, über die Forststraße abzufahren.

Über Mittag war es sonnig und fein, nun ziehen immer wieder dichtere Wolken über den Himmel und es ist auch ein wenig kühler geworden. Schnell sind wir gerichtet, über den Weg erreichen wir nach ein paar Minuten die offizielle Piste…

Für dem weiteren Weg wählen wir die Familienabfahrt, im oberen Teil ist die Piste angenehm, aber hart. Weiter unten im Tal wird die Piste immer weicher und unfeiner zu fahren… dennoch macht es viel Spaß und Freude!

Die erste Skitour mit Biggi war super, ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 12,97 km
Höhenmeter: △ 555 m / ▽ 1.266 m