Wir sind wieder gut nach Hause gekommen, nun können wir wieder in unseren Gebieten am Wege sein. Heute, das Wetter ist gut und wir sind bewegungshungrig, beschließen wir wieder mal auf den Schartenkogel zu gehen.
Von der Talstation steigen wir quer über die Piste, dann über die Seilbahntrasse hoch bis zur Bergstation.
Steil, aber sehr griffig zieht sich die Spur wie gewohnt empor. Das Wetter ist super, nur wenige Wolken fegen über den Himmel.
An der Bergstation vorbei erreichen wir den Sommerweg auf den Schartenkogel, der uns einfach besser gefällt als die Tour direkt an der Piste entlang.
Es hat gefühlt schon ewig nicht mehr geschneit und das ist überall sichtbar. Der Schnee wird auch in der Höhe immer weniger. Ich bin gespannt wie lange die Skigebiete noch geöffnet haben.
Die Spur über den Sommerweg ist auch schon recht dürftig. Im Aufstieg kein Problem, möchte ich hier nicht abfahren müssen. In der Abfahrt wäre Steinkontakt fast schon garantiert…
Der Blick ins Inntal offenbart den eklatanten Schneemangel. Hoffentlich kommt noch ein Schwung Schnee, ich hätte schon noch Lust auf die eine oder andere Skitour.
Teilweise, es hat in der Höhe vor zwei Tagen wider Erwarten ein wenig geschneit, sehen wir eine dünne Pulverschicht auf dem alten, harten Schnee. Gefährlich genug, die Menge reicht, um die Steine zu verdecken… echtes Pulverfeeling kommt wohl keines auf!
Auch im Unterland hat sich der Schnee in die Höhe zurückgezogen, nur an den schattigen, nordseitigen Hängen hält sich noch ein wenig weißes Gold.
Wir schummeln uns zwischen Steinen über eine harte, aber feine Spur immer näher zum Gipfel.
Wir sind klarerweise nicht alleine, aber überlaufen ist diese Tour überraschenderweise nicht… keine wirkliche Herausforderung, aber so nahe zur Stadt gelegen, wundert mich der geringe Andrang doch ein wenig.
Glücklich erreichen wir den Gipfel den Schartenkogels (2.311m), die Wolken sind dichter geworden, zum Glück ist es heute am Gipfel recht Windstill.
Eine feine Tour, die Biggi und ich immer wieder gerne machen!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:48 h Gesamtlänge: 10,89 Höhenmeter: △ 755 m / ▽ 1.553 m Lawinenwarnstufe: 1
Heute steht unsere letzte Skitour im „Skitourencamp“ an. Wir fahren nach einem guten Frühstück wieder in den Norden, dieses Mal nach Innerkrems in den Nockbergen. Bei der ehemaligen Talstation des Grünleitennock-Lifts parken wir. Direkt vom Parkplatz starten wir zuerst flach ein Stück weiter ins Tal hinein.
Beim ehemaligen Lift „Strasseralm“ vorbei erreichen wir das Tal zur Sauereggalm. Nun steilt die Tour auf, über eine ehemalige Piste steigen wir höher. Zwischenzeitlich ist noch ein weiteres Pärchen zu uns gestoßen und geht ein Stück weit mit.
Bald schon erreichen wir die oberen, sonnenbeschienenen Hänge und freuen uns über eine wahrlich schöne Winterlandschaft.
Hier in den Nockbergen, zumindest in Innerkrems scheint der Schnee zu Hause zu sein. Während andernorts teilweise schon der Frühling grüßt, ist hier noch „gscheiter“ Winter.
Die Bäume sind durch den immer wieder einziehenden Nebel gefroren, wir haben allerdings heute Glück, das Wetter ist makellos. Nur schwer erkennbare Cirren sind am Himmel vorhanden, ansonsten ein Traumtag.
Wir passieren die Sauereggalm (1.803m), und können teilweise sogar unsere eigene Spur in den pulverigen Schnee zeichnen.
Immer kitschiger wird die Landschaft, ein perfekter Tag, eine perfekte Gegend, toller Schnee. Herz, was willst du mehr.
Unsere Spur führt nun wieder flacher hinein ins Tal, in Richtung Grünleitenscharte.
Heinz macht eine kurze Lagebesprechung, wir wollen nun in Richtung Seenock (2.260m) aufsteigen, dort eine kurze Pulverabfahrt genießen, wieder auffellen und dann noch den Grünleitennock besteigen.
Eine längere Flachstelle müssen wir queren, bevor wir auf die Scharte stoßen.
Im Rückblicken entdecken wir einige lohnende, wenn auch sanfte Skitourenziele. Perfekte Verhältnisse machen fast ein wenig wehmütig, dass wir hier nicht mehr gehen können.
Von der Grünleitenscharte wandern wir über den hart gepressten, weil dem Wind ausgesetztem Schnee, am Grat entlang höher, im Hintergrund sehen wir schon den Seenock.
Allerdings besteigen wir den Gipfel nicht, wir machen kurz davor Halt, ziehen unsere Felle ab und bereiten uns auf eine tolle Abfahrt vor.
Im oberen Bereich ist der Schnee hart gepresst und nicht angenehm zu fahren, aber auf der Leeseite entdecken wir dann unberührte Hänge, in die wir unsere Spuren ziehen können.
Das letzte Stück in die Ebene müssen wir mit einer ordentlichen Schussfahrt überwinden, dann ist mal Zeit für eine Pause. Nebenbei kleben wir wieder unsere Felle auf, denn nun kommt der zweite Aufstieg.
Über einen erst sanft, dann immer steiler werdenden Hang nähern wir uns unserem Ziel. Im oberen Bereich dürfen wir fleißig Spitzkehren üben, das ist ein Spaß.
Rückblickend sehen wir nochmals den Seenock, links daneben ist der Sauereggnock (2.240m), den wir ursprünglich am Plan hatten. Da der Gipfelhang allerdings abgeblasen ausgeschaut hat, haben wir uns anders entschieden.
Schließlich erreichen wir unser Ziel, den Grünleitennock, mit der Grünleitennockhütte. Hier auf der Terrasse machen wir eine Pause. Leider ist die Hütte in die Jahre gekommen, und Teile der Terrasse sind auch verstürzt. Unvorstellbar, dass hier vor ein paar Jahren noch reger Skibetrieb herrschte.
Über unseren Aufstiegshang fahren wir wieder in den Kessel ab, sogar hier werden wir noch mit Pulverabfahrten belohnt.
Ein kurzes, flaches Stück müssen wir noch passieren, dann fahren wir über die ehemalige Piste ins Tal. Diese wunderschöne Tour lassen wir dann auch gleich im Gasthaus „Berghof“ ausklingen.
Schließlich heißt es hier dann auch Abschied nehmen, von Heinz, unserem Bergführer, aber auch unsere Gesellschaft wird „zerrissen“. Teile müssen nach Wien und München, wir müssen wieder retour nach Innsbruck! Der kurze Urlaub wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, wir hatten hier ein paar wunderschöne Tage mit tollen Touren! Danke an Alle!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:18 h Gesamtlänge: 10,10 km Höhenmeter: ∆ 813 m / ∇ 809 m Lawinenwarnstufe: 1
Der zweite Tag unseres Skitourencamps startet mit einem wunderbaren Frühstück im Karawankenhof, danach fahren wir mit dem Auto nach Mallnitz und von hier weiter zum Parkplatz bei der Stockerhütte. Dort werden wir von einem Taxi weiter bis zum Start in der Nähe der Jamnighütte gebracht.
Die Nebelsuppe in der Tiefe haben wir schon hinter uns gelassen und wunderbar blauer himmel spannt sich über uns. Die Landschaft ist ein nur toll, Heinz hat uns heute nicht zu viel versprochen. Wobei es seinen Worten nach noch besser werden wird.
Wir treteln gemütlich zuerst über eine Forststraße ein paar Kehren höher, wir sind genau an der Nebelgrenze und so manche Schwade verdunkelt, wenn auch nur kurz, die Sonne.
Es ist hier am Anfang ein Hin- und Her zwischen blauem Himmel und Nebelwolken, aber wir sind zuversichtlich, dass schlussendlich die Sonne gewinnen wird.
Der Forstweg zieht sich in ein paar Kehren höher und höher, dann öffnet sich ein erstes Becken vor uns auf.
Rückblickend sehen wir noch einmal die Nebelschwaden im Tal, diese haben wir nun endlich hinter uns gelassen.
Nun bekommen wir einen ersten Eindruck über den beeindruckenden Kessel unterhalb der Hagener Hütte. Und, heuer eher eine Seltenheit, es fühlt sich richtig winterlich an.
Das Tempo ist sehr angenehm, da hat sich eine tolle Truppe zusammengefunden. Im Hintergrund können wir schon mal einen Blick auf unser Ziel werfen.
Überall um uns herum sind tolle Skiberge, abgesehen von einer weiteren Gruppe, die jedoch ein abweichendes Ziel hat, sind wir allein auf weiter Flur.
Vorbei an der Laschghütte steigen wir über fein kupiertes, niemals steiles Gelände immer weiter in dem Horizont entgegen.
Rückblickend sehen wir noch den Nebel im Tal liegen, aber hier müssen wir schon Sonnencreme auftragen, damit uns die Frühjahrsonne nicht aufbrennt.
Ab ungefähr der Mitte setzt ein kühler „Tauernwind“ ein, der uns veranlasst, die Jacken anzuziehen. Schnell wir es auf dieser Höhe zu kalt…
Immer wieder queren wir sanfte Hänge, Heinz hat ein gutes Auge für die perfekte, angenehme Spurwahl. Hier gibt es keine Direttissima…
Der Nebel im Tal ist hartnäckig, aber das juckt uns hier überhaupt nicht. Besser könnten wir es gar nicht haben!
Schließlich erreichen wir das Tauernkreuz, das direkt am Weg zur Hagener Hütte liegt.
Nun ist es nicht mehr weit, vorbei am Tauernhaus, in dem auch ein von uns nicht besuchtes kleines Museum untergebracht sein sollte, erreichen wir das Plateau der Hütte.
Die Hagener Hütte (2.446m) ist im Winter leider nicht geöffnet, wahrscheinlich ist die Versorgung hier im Winter nicht so einfach.
Wir lassen unseren Blick über die Winterlandschaft schweifen, Berge wie der Greilkopf (2.581m) und dahinter der Rameter Spitz (2.698m) fallen hier gleich auf.
Schließlich stehen wir vor der Hütte, der Wind weht, aber auf der Leeseite finden wir ein sonniges Platzerl und können jausnen und einen heißen Tee trinken.
Im Süden ragt der Böseck (2.834m) auf, lauter beeindruckende Berggestalten. Und unter dem Nebel liegt direkt Mallnitz, am Ausgang des Tales.
Eine zweite Gruppe kommt von der Nordseite (Sportgastein) aufgestiegen, diese setzen sich auf die Terasse, während wir uns für die Abfahrt herrichten. Für die Abfahrt benutzen wir die breite Rinne westlicher der Hütte. Da sollte es noch gut zu Fahren sein.
Und ja, obwohl schon ein wenig verspurt, können wir doch immer wieder jungfräulichen Schnee, in den wir ein paar Schwünge legen können.
Viel zu schnell erreichen wir das Ende der Rinne. Hier bewährt es sich nun, einen Bergführer zu haben, denn weiter unten bricht die Rinne ab, wir müssen nach links aus der Rinne, über teils steiles, verfahrenes Gelände ausfahren.
Noch ein paar Meter, dann fängt uns wieder der Nebel ein. Zum Glück hatten wir diesen Dunst nicht schon weiter oben, da wäre die Orientierung wohl ein wenig schwerer gewesen. Nun müssen wir nur noch dem Forst- und Aufstiegsweg folgen.
Die letzten Meter fahren wir dann die Straße ab, die uns der Taxler vorher emportransportiert hat. Und zu unserer Freude raucht der Schornstein der Stockerhütte und wir bekommen sogar einen Platz in der urigen Hütte.
Die Tour war eines der Highlights dieses Winters, davon bin ich schon jetzt überzeugt. das hat so richtig Spaß gemacht und schreit nach einer Wiederholung!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:22 h Gesamtlänge: 13,30 km Höhenmeter: ∆ 777m / ∇ 1.164 m Lawinenwarnstufe: 2 ab 2.400m (Triebschnee, Altschnee)
Heute steht unsere erste Skitour an, als Ziel hat unser Bergführer Heinz die Aignerhöhe auserkoren. Wir müssen zuerst mal ein Stück gen Norden fahren, um zum Ausgangspunkt, in der Nähe von Zedernhaus zu kommen.
Am Parkplatz liegt noch überschaubar viel Schnee, dennoch können wir mit geschickter Spurwahl direkt vom Parkplatz starten.
Bald schon wird die Landschaft winterlicher, die Spur ist nun durchgängig schneebedeckt.
Je weiter wir hochsteigen, desto winterlicher wird es. Das ist auch gut so, wir sind froh, endlich ein wenig Schnee unter den Skiern zu haben.
Wir machen eine kurze Trink und „Jacke-ausziehen-Pause“, dann steigen wir weiter auf, die Truppe ist super, das Tempo sehr angenehm. Die Temperaturen sind niedrig, aber durch die Bewegung gut aushaltbar.
Der Himmer list zwar bedeckt, aber dennoch öffnen sich immer wieder Wolkenfenster und lassen ein wenig Sonne durch. Die Stimmung ist super.
Wir müssen ein gutes Stück durch ein Hochtal gleiten, die Steigung ist fast nicht spürbar, aber zum Einlaufen wunderbar.
Schließlich, am Ende des Tales, steilt das Gelände ein wenig auf, nun ist die Schneehöhe und speziell die Schneequalität immer besser.
Das Tal ist im Rückblick relativ lang, aber angenehm zu gehen.
Nun führt die Spur in Richtung Aigneralm (1.710m), einer wunderschön gelegenen Alm hier im Kessel. Fast nicht vorstellbar, dass direkt und tief unter uns der Tauerntunnel durchführt.
Ab der Alm ist ein Richtungswechsel angesagt, wir wenden uns nun gegen Osten.
Bald schon eröffnen sich die tollen Skihänge der Aignerhöhe vor uns, und wir finden sogar Pulverschnee… da freuen wir uns schon auf die Abfahrt.
Das Gelände ist stark verfahren, eine eigene Spur wird sich wohl nicht ausgehen, aber die Schneequalität scheint immer noch gut zu sein.
Immer weiter steigen wir den Rücken empor, nun hat sich sogar die Sonne durchgesetzt und wir gehen bei tollem Wetter aufwärts.
Immer wieder denke ich mir, wie viel Glück wir mit dieser feinen, kleinen Gruppe haben. Alle kennen wir uns, normalerweise sind die Gruppengrößen 2-3x so groß. Zumindest hat uns das Heinz, der Bergführer erzählt.
Schließlich erreichen wir den höchsten Punkt, die Aignerhöhe. Zwar suchen wir vergeblichen ein Gipfelkreuz, aber es ist doch eindeutig der höchste Punkt mit 2.104m
Wir genießen den Blick über die Niederen Tauern, gleich neben uns liegt beeindruckend die Stampferwand (2.342m), auf der Westseite Mosermandl (2.680m), Schliererspitz (2.402m) und Permuthwand (2.479m). Alles beeindruckende Berge…
Wir richten uns für die Abfahrt, Heinz hat ein gutes Gespür für den richten Platz. Wir finden einen unverspurten Hand, in den wir unsere „Linie“ legen können. Was für ein Gefühl!
Die Abfahrt macht Spaß, im oberen Teil haben wir Pulver, im Mittelteil geht es immer noch gut zu fahren. Einzig die letzten Meter zum Parkplatz sind dann ein wenig mau! Aber immerhin kommen wir mit den Skier wieder bis zum Parkplatz… wenn auch mit leichtem Feindkontakt!
Das anvisierte Gasthaus ist leider geschlossen, wir finden aber ein Cafe, dort gönnen wir uns eine kleine Stärkung. So gut Heinz auf den Skier ist, mit dem Auspacken seiner Malakoff-Torte hat er seine Probleme! Da braucht er dann doch Hilfe!
Zurück im Hotel gönnen wir uns eine Runde in der Sauna, dann sind wir wieder aufgewärmt und fit für das Abendessen, das vorzüglich ist und uns neue Kräfte für den nächsten Tag gibt!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:26 h Gesamtlänge: 11,30 km Höhenmeter: ∆ 783 m / ∇ 798 m Lawinenwarnstufe: 2 ab 2000m (Triebschnee, Altschnee)
Gestern Abend ist mein Vater noch nach Aldrans gekommen, wir haben einen Skitour geplant. Da das Wetter nicht so toll angesagt ist, beschließen wir, auf den Patscherkofel zu gehen. Wir starten von der Talstation, als Aufstieg wählen wir die Olympiaabfahrt.
Steil geht es die ersten Meter empor, es ist neblig und über Nacht ist ein wenig Schnee gefallen. Daher schaut es gleich wieder ein wenig winterlich aus!
Oberhalb vom Tunnel queren wir die Familienabfahrt und steigen weiter über die „Olympia“ auf. Ganze wenige Skifahrerer kommen uns entgegen… sehr verwunderlich bei diesen guten Verhältnissen.
Vor dem letzten Steilaufschwung bei der Mittelstation beschließen wir, über den Forstweg in Richtung Patscher Alm zu queren.
Die Patscher Alm (1.694m) liegt direkt neben dem Skigebiet, dennoch bleibt es ein wunderbares Juwel, mit feiner Küche und tollem Personal. Gerne nütze ich diese Alm zur Einkehr, heute allerdings sind wir noch nicht am Ziel!
Nun folgen wir dem Vitalweg, der in Richtung Hochmahdalm führt. Wir zweigen allerdings vorher ab und nehmen die Spur durch den Wald empor.
Ein Stück folgen wir der bestehenden Spur, dann nehmen wir eine eigene Route auf, die ich schon mal gegangen bin.
Hier kann man noch die Spuren unter dem Schnee erahnen, der Weg führt angenehm steigend durch den Wald höher und höher.
Immer wieder erhaschen wir Blicke auf das Wipp- und Stubaital, wenn es die Wolken- und Nebeldecke zulässt.
Im oberen Bereich ist gut Schnee gefallen, die Spurerei wird nun ein wenig mühseliger. Dennoch kommen wir gut voran, bald haben wir wieder den Gipfelweg erreicht.
Diesem folgend, erreichen wir in der nächsten Kehre den Jochleitensteig, den wir nun in Richtung Gipfel nehmen.
Immer wieder blitzt der Sendeturm durch den Nebel auf, es ist Bitterkalt und wir freuen uns schon auf die Gipfelstube.
Die letzten Meter ziehen sich noch ein wenig, doch der Blick auf den Morgenkogel auf der Südseite entschädigt schon wieder für die Mühen.
Schließlich erreichen wir die Gipfelstube, allerdings müssen wir mit Schrecken feststellen, dass diese heute wegen Wetter geschlossen ist. Das hätten wir uns auch denken können! Gott sei Dank gibt es einen Umkleideraum…
Viel ist nicht los am Gipfel, doch plötzlich sehen ich wie aus dem Nichts eine Person erscheinen… dann noch eine, noch eine… es ist eine Schneeschuhtruppe, die auf den Gipfel aufgestiegen ist.
Wir ziehen uns rasch um, es ist kalt hier oben und wir wollen ins Warme.
Wir fahren rasch zum „Das Kofel“ ab, hier können wir uns endlich aufwärmen und gönnen uns ein gutes Mittagessen! Eine sehr feine Tour, hoffentlich geht sich heuer noch eine Tour mit Papa aus!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:10 h Gesamtlänge: 13,35 km Höhenmeter: ∆ 1.240 m / ∇ 1.242 m Lawinenwarnstufe: 2 (Triebschnee)
Nachdem unsere Exkursion ins Arztal nicht ganz so erfolgreich war, zumindest was die Schneequalität angeht, machen wir heute wieder einen „Klassiker“, den Schartenkogel. Ein bisschen Training schadet nie…
Ingrid ist heute mit von der Partie, wir starten bei der Mittelstation und steigen heute über die Seilbahntrasse auf. Den Waldweg lassen wir heute aus, die Piste ist griffig und gut zu gehen.
Die Steile Aufstiegsspur führt uns rasch höher. Leider ist das Wetter heute nicht ganz so strahlen schön wie die letzten Male, aber immerhin ist es mild und trocken.
Am Himmel ist der Föhneinfluß gut erkennbar.
Im Oberland liegen schon die ersten Wolkendeckel auf den Bergen, ich bin schon gespannt, wie die nächsten Tage ausschauen werden.
Bei der Bergstation wechseln wir auf den Sommerweg und steigen nun durch lichten Zirbenwald immer höher unserem Ziel entgegen.
Der Glungezer wirkt stark abgeblasen, dennoch können wir ein paar vereinzelte Sportler auf dem Weg hinauf oder hinunter erkennen. Ob das Spaß macht, ist allerdings fraglich…
Unsere Aufstiegsspur ist überraschend gut, die letzten Windverfrachtungen haben den Weg ein wenig verändert, aber eher zum Positiven. Ehemalige steinige Stellen sind nun mit Schnee bedeckt und gut begehbar.
Aber offen und ehrlich zugegeben ist heuer schon ein armseliger Winter. Wenig Niederschlag hat zu dieser Situation geführt, einzig die niedrigen Temperaturen haben uns gerettet…
Die Wolken sind nun dichter geworden, der Wetterumschwung steht wohl nicht mehr lange aus…
Wir erreichen das Ziel, heute nicht so windig wie das letzte Mal. Der Schartenkogel (2.311m) ist immer wieder einen Besuch wert, heute ist sogar recht wenig los.
Wir fahren nach kurzer Rast ab, zur Tulfeinalm. Dort kehren wir ein und lassen es uns gut gehen. Während Ingrid dann wieder ins Tal und nach Hause fährt, nutzen Biggi und ich die gute Pistenbeschaffenheit und fahren noch ein paar Mal über die fast leeren Pisten…
Tourendaten Gesamtdauer: 2:56 h Gesamtlänge: 11,39 km Höhenmeter: ∆ 767 m / ∇ 1.565m Lawinenwarnstufe: 1 (Altschnee)
Heute wollen wir ins Arztal schauen, wie dort der Schnee und generell die Schneelage ist. Vom Parkplatz Hinterlarcher müssen wir ein Stück die Ski tragen, denn hier ist der Schnee schon verschwunden. Weiter drinnen im Tal liegt dann schon Schnee auf der Forststraße und wir können die Ski anziehen.
Das eine oder andere Mal müssen wir die Ski noch ausziehen, aber dann haben wir eine geschlossene Schneedecke.
Bei der Seilbahnstation zweigen wir in den Wald ab, auch hier liegt genügend Schnee.
Die Aufstiegsspur ist ob des Mangels an Schnee schon recht hart, aber griffig genug, dass wir keine Harscheisen brauchen.
Ein Blick retour ins Wipptal offenbart den eklatanten Schneemangel in diesem Jahr!
Wir folgen einen Spur, die uns direkt zum Arztal Niederleger führt. Die Temperaturen sind heute angenehm, die Sonne lässt uns allerdings im Stich.
Unterwegs prüfen wir immer wieder die Schneequalität. Leider schaut es nicht besonders gut aus, es dürfte sich durchgängig um Bruchharsch der unfeinen Sorte handeln.
Ein Blick gen Süden, hinauf zu den Seeblesböden, Seeköpfl und Seeblesspitze zeigt auch hier ein Bild von abgeblasenen Gipfeln und Kuppen.
Die Arztalalm (Niederleger) liegt im Winterschlaf, wir passieren die Hütte heute auf der linken Seite, hier bin ich selber noch nicht unterwegs gewesen.
Über eigentlich feine Hänge, einmal müssen wir einen Bach queren, steigen wir höher und höher in Richtung Arztal Hochleger.
Es sind hier ein paar alte Abfahrtspuren vorhanden, allerdings sind wir heute alleine am Weg.
Die Winterlandschaft ist wunderbar, der Himmel heute ist sonderbar düster, das die Stimmung hier noch ein wenig mystischer macht.
Am Ende steilt die Spur nochmals ein wenig auf, dann erreichen wir den Arztaler Hochleger. Hier machen wir Schluss für heute.
Wir genießen einen Müslirigel und trinken Tee. Es ist fein hier, allerdings sind wir in Gedanken schon bei der wahrscheinlich nicht so coolen Abfahrt.
Nach ausgiebiger Rast schnallen wir die Skier an, dann starten wir los. Und wie befürchtet, bricht man immer wieder durch die Schneedecke. Manch ein Schwung geht sich aus, dann brechen wir wieder ein.
Allerdings kommen wir immer weiter zur vorher passierten Alm, ab dort können wir den Forstweg verwenden.
Am engen Weg müssen wir Schuss durchfahren, allerdings ist am Ende dieser rasanten Fahrt genug Auslauf zum Bremsen.
Das Wetter hat sich nun verschlechtert, hat es schon vorher den einen oder anderen kurzen Schneeschauer gegeben, nun sind die Wolken wirklich düster geworden und liegen knapp über den Bergen…
Wir fahren ab der Arztalalm über die Forststraße ab, so lang bis uns der Schnee ausgeht. Dann werden die Ski flott auf den Rücken geschnallt und wir wandern die letzten Meter zurück zum Auto.
Eine feine Tour, der Abfahrtsgenuss hat sich nicht eingestellt, dennoch war der Gesamteindruck toll. Hoffentlich kommt noch ein wenig Schnee, damit sich hier eine Tour ausgeht!
Tourendaten Gesamtdauer: 10,90 Gesamtlänge: 10,90 km Höhenmeter: ∆ 734 m / ∇ 731 m Lawinenwarnstufe: 1
Die Schneemengen lassen heuer wirklich zu wünschen übrig, Biggi und ich beschließen dennoch, mit den Skier auf den Schartenkogel zu steigen. Pistentouren sind aktuell eine gute Alternative zum Bruchharsch im Gelände…
Die Winterlandschaft schaut allerdings wunderschön aus, verführerisch… wenn nicht der „Deckel“ wäre… Wir steigen erst ein Stück über die Seilbahntrasse empor, dann wechseln wir auf den Waldweg.
Bald erreichen wir wieder die Seilbahntrasse und bleiben nun auf dieser, denn der Zustand der Aufstiegsspur ist super!
Es ist zwar steil, aber wir kommen flott voran. Die Sonne lacht heute vom Himmel und die Temperaturen sind sehr angenehm.
Das Inntal kommt nun langsam hinter dem Zirbenwald heraus, man kann gleich erkennen, dass in den Tallagen kein Schnee mehr vorhanden ist.
Wir erreichen die Bergstation, hier machen wir eine kurze Trinkpause, dann steigen wir über den Sommerweg weiter in Richtung Schartenkogel.
Nun frischt der Wind auf. Immer stärker bläst der Föhnwind hier, und es wird schnell kalt.
Schneeflocken wirbeln durch die Luft, über den Boden liegt ein feiner Schneenebel, der eben durch den Wind verursacht wird. Die Spur ist teilweise schon mit Triebschnee verlegt.
Bald ist uns beiden zu kalt, und wir ziehen die Funktionsjacken an. Heute können wir mal Ausrüstung testen, geht mir durch den Kopf.
Immer wieder kommt der Wind böig von der Seite, die mitgewirbelten Schneeflocken brennen auf der Haut.
Auf den Bildern kann man den Wind leider nicht sehen, deshalb kann ich das nur schriftlich wiedergeben…
Bald haben wir unser Ziel im Blick, abgesehen vom Wind ist das Wetter perfekt, die Sonne scheint und die Wolkenfront hinter dem Föhn ist noch weit genug weg.
Schließlich erreichen wir den Gipfel des Schartenkogels. Beim Aufstieg dachte ich mir noch, dass ich froh bin, dass wir nun über die Piste und nicht über die steingespickte Aufstiegsspur abfahren können.
Wir finden eine kleine Mulde hinter dem Gipfel, hier machen wir eine kurze Pause und können uns in Ruhe für die Abfahrt herrichten.
Einen Blick gönnen wir uns noch vom Gipfel, das Unterland ist von hier aus auch sehr gut einsehbar! Wir leben wirklich in einem Paradies!
Über die Tulfeinalm, dort machen wir noch einen Zwischenstopp und treffen Biggi´s Schwester, fahren wir ins Tal ab. Da die Piste heute ein Traum ist und wir das Freizeitticket haben, beschließen wir noch ein paar Schwünge in der Kalten Kuchl zu machen.
Im Tal haben wir Glück, wir müssen nur kurz warten bis der Bus da ist. Mit der perfekten Anbindung an Aldrans und Innsbruck macht der Glungezer echt Spaß!
Ein feiner Tag, bis auf den Wind. Und der Schartenkogel ist *immer* einen Besuch wert!
Tourendaten Gesamtdauer: 2;48 h Gesamtlänge: 12,73 km Höhenmeter: 863 m / 2.002 m Lawinenwarnstufe: 1 (Altschnee / Triebschnee) Windstärke: 80 km/h
Nach den vielen, immer beschäftigen Wochen und Wochenenden der letzten Zeit geht sich heute eine Skitour mit Wolfi aus. Das freut mich besonders, denn wir haben heuer noch keine einzige Tour geschafft. Als Ziel haben wir das Patscherkofel-Schutzhaus auserkoren, das lässt sich nach der Arbeit ideal besteigen.
Der Aufstieg verläuft heute ein wenig alternativ, aber in immer feinen Bahnen. Wobei man schon sagen kann, dass der erste Anstieg über die Olympiaabfahrt es schon in sich hat. Wenigstens ist die Aufstiegsspur griffig und fein zu gehen.
Wir haben überraschend viel Sonne, aber dennoch ist es recht kühl. Meine erste Überlegung, heute mit T-Shirt zu gehen, habe ich zum Glück verworfen.
Über den Kalkkögeln senkt sich langsam, aber unaufhaltsam die Sonne. Und irgendwann sind die letzten Sonnenstrahlen auf am Patscherkofel vorbei!
Wir erreichen über einen längeren Forstwegzustieg die Familienabfahrt und hier dann schon bald die Patscher Alm (1.694m). Ein Einkehr hier ist immer zu empfehlen, aber unser Ziel ist noch nicht erreicht.
Am Himmel spielt sich ein wahres Farben-Leuchtfeuer ab, unten im Inntal liegt schon ein wenig Dunst. Noch vor ein paar Stunden im Tal ist mir das gar nicht aufgefallen…
Der Blick ins Stubaital, mit der Serles linkerhand und den Kalkögeln rechts, dazu der Gletscher am Talschluss… und über allem der wunderschöne Sonnenuntergang. Eine Wundervolle Stimmung!
Über die letzten paar Meter erreichen wir dann schließlich die Kofelbahn-Bergstation. Vorher passieren wir noch den Funpark, an dem Letu dieser Tage viel Zeit verbringt.
Beim Schutzhaus gönnen wir uns ein Getränk, dann fällt Wolfi ein, dass er die Stirnlampe vergessen hat. Also heißt es austrinken, herrichten und ab ins Tal. Bei letztem Tageslicht erreichen wir „fast“ die Talstation, die letzten Meter ist nur mehr Mondlicht vorhanden…
Wieder einmal eine tolle Tour mit Wolfi, hoffentlich bald wieder mal.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:00 h Gesamtlänge: 8,36 km Höhenmeter: △ 933 m / ▽ 936 m Lawinenwarnstufe: 1 (Altschnee, über der Waldgrenze LWS 2)
Es ist wieder mal Dienstag, das Wetter perfekt, und ich besuche wieder mal den Schartenkogel. Ich bin früh genug dran, um nicht mit den Massen rauflaufen zu müssen. Über die Jahre ist die Pistentour auf den Schartenkogel immer beliebter geworden. Ich steige teils über die Lifttrasse, teils über den Wald bis zur Bergstation. Dort zweige ich dann ab über den Sommerweg auf den Schartenkogel. Hier bin ich fast alleine, und erreiche zügig den Gipfel des Schartenkogels. Vom Glungezer sehe ich ein paar Leute abfahren, während ich beim letzten Licht am Gipfel pausiere.
Rasch ziehe ich mich um, und fahre in einem Schwung zur Mittelstation. Mit der Bahn fahre ich ins Tal, um gerade noch den Bus am Gemeindehaus in Tulfes nach Hause zu erreichen. Eine feine „Afterworktour“, die ich immer wieder gerne mache!
Tourendaten Gesamtdauer: 1:28 h Gesamtlänge: 7,29 km Höhenmeter: △ 754 m / ▽ 745 m Lawinenwarnstufe: 2 (Altschnee)