Letu ist motiviert, mit mir eine Skitour zu gehen und ich habe gehört, dass am Glungezer die Rodelbahn gesperrt und daher mit Skier zu begehen ist. So ist schnell ein Plan geschmiedet und dann sitzen wir schon im Bus nach Tulfes. Mit der Sektion I geht es rauf nach Halsmarter, dann rüber zum Start (Ziel) der Rodelbahn. Und wirklich, der Aufstieg ist sehr angenehm.
Durch den Wald, Aussicht ist nicht so besonders, steigen wir immer höher. Die Rodelbahn ist in keinem schlechten Zustand, aber vermutlich wegen dem fehlenden Sturzraum gesperrt.
Dennoch wird fleißig an der Bahn gearbeitet. Plötzlich kommt uns ein großer Traktor entgegen, ein Aldranser Bauer ist hier am Arbeiten… Es wird Schnee an die notwendigen Stellen der Rodelbahn deponiert, um diese wieder Fit zu machen.
Bald schon sehen wir die Bergstation, wir beschließen, nur noch bis zur Tulfeinalm zu gehen, und dort eine Einkehr zu machen. Das klingt nach gutem Plan…
Der Ziehweg vom Skigebiet bis zur Tulfeinalm zieht sich immer ein wenig, zudem ist der Weg steinig und stellenweise eisig. Beim zurückfahren müssen wir das unbedingt in Erinnerung behalten.
Bei der Alm angekommen finden wir gleich ein lauschiges Plätzchen, dann wird bestellt: Schnitzel, einmal klassisch, einmal steirisch, dazu was zu trinken und schon sind wir zufriedengestellt.
Eine gemütliche Tour auf eine wunderschöne und sehr gastfreundliche Alm… was wünscht man sich mehr! Und der Aufsteig über die Rodelbahn war auch sehr angenehm.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:42 h Gesamtlänge: 6,71 km Höhenmeter: △ 492 m / ▽ 481 m Lawinenstufe: 1
Obwohl es schon mal geschneit hat, die Schneelage ist auch heuer im Dezember eher dürftig. Dennoch beschließen Biggi und ich, die Tour auf den Schartenkogel zu probieren.
Mit dem Lift geht es rauf nach Halsmarter, dann auf der alten Lifttrasse aufwärts. Gleich im unteren Bereich warnt uns ein älterer Tourengeher über gröbere Eisflächen direkt vor uns.
Dank des Hinweises können wir die Stelle gut umschiffen und steigen im harten Schnee immer weiter hoch. Ohne Harscheisen wäre es wohl heute ein wenig schwieriger, zumindest auf der Spur die wir bestreiten.
Je höher wir kommen, desto besser wird die Bahn. Dennoch kann man an den Bildern gut die Schnee-Misere sehen.
Zwischendurch müssen wir auf die Piste ausweichen, weil die Trasse dann doch zu schwierig zu begehen ist.
Wenigstens ist die Aussicht gewohnt spektakulär und lässt uns so manche Mühsal beim Aufstieg vergessen.
Bei der Bergstation überlegen wir, wie es weitergeht. Zum Schartenkogel wollen wir heute nicht mehr, wir steigen ein paar Meter höher, damit wir zur Tulfeinalm abfahren können.
Fast hätte ich den Weg zur Alm übersehen, Biggi ist hier aufmerksamer. Und bald sitzen wir in der warmen Stube und genießen ein gutes Mittagessen…
Schon beim Aufstieg hatten wir ein Feuer in der Nähe der Seegrube gesehen. Später hören wir, dass ein 12jähriger mittels Böllern ein größeres Feuer auslöste, das erst nach 3 Tagen komplett gelöscht werden könnte… die Rauchwolken könne über das ganze Inntal sehen.
Der erste Teil der Abfahrt von der Tulfeinalm besteht aus ebenen Stellen, die wir anschiebend meistern, doch dann kommen wir auf die harte, aber feine Piste hinunter zur Mittelstation. Die Talabfahrt funktioniert dieses Mal nicht mehr…
Trotz des spärlichen Schnees macht es hier doch immer wieder Spaß, hochzusteigen.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:58 h Gesamtlänge: 6,07 km Höhenmeter: △ 534 m / ▽ 572 m Lawinenstufe: 1
Nachdem mir die Tour vor zwei Tagen sehr gut gefallen hat (bis auf die kleinen Happenings), beschließe ich mit Biggi gleich nochmals zum Glungezer zu fahren, allerdings dieses Mal ohne Gelände.
Der Regen vom Vortag hat ganze Arbeit geleitet, der Schnee ist heute viel pampiger als letzte Mal. Allerdings ist es sehr angenehm zu begehen, die Felle halten super!
Im Skigebiet ist nicht so viel los, wahrscheinlich hat das Wetter doch einige Leute verprellt. Skitourengeher sind genügend vorhanden… allerdings im Aufstieg.
Erst laufen wir im Schatten, doch weiter oben packen wir dann die Sonnenbrille aus, die Temperaturen sind auch fast frühlingshaft.
Bei der Bergstation ist dann Schluss, wir beschließen, nicht mehr weiter zu gehen. Direkt an der Station fellen wir ab, genießen den Ausblick ins Inntal und trinken einen Schluck Tee
Kurz beratschlagen wir, ob wir nur bis zur Mittelstation abfahren, oder doch die Talabfahrt bestreiten. Nach kurzer Debatte fällt die Entscheidung, wir wagen nochmals die Talabfahrt.
Obwohl der Regen wie schon gesagt, dem Schnee gut zugesetzt hat, schaffen wir die Abfahrt zur Talstation ohne gröberen Steinkontakt. Ein paar Maulwurfhügel müssen dennoch daran glauben. Spaß macht die Abfahrt trotzdem!
Diese Tour mache ich immer wieder gerne, hier passt einfach alles… ich freu mich schon auf die nächsten Touren, natürlich gemeinsam mit Biggi!
Tourendaten Gesamtdauer: 1:40 h Gesamtlänge: 8,24 km Höhenmeter: △ 489 m / ▽ 1.105 m Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee)
Nachdem ich mir bei der letzten Skifahraktion die Schulter gestoßen hatte, probiere ich heute wieder mal mein Glück, heute eine gemütliche Skitour auf den Schartenkogel. Das Glungezer-Skigebiet hat heute das erste mal offen, Letu ist auch schnell überredet, ein paar Abfahren zu wagen.
Trotz unserer scheinbar grimmigen Gesichter sind wir schon sehr gespannt auf den spontanen Skitag. Mit dem Bus sind wir bis zum Talstation gekommen, mit der Gondel geht es hinauf auf den Berg.
Während Letu mit der zweiten Gondel gleich weiterfährt, starte ich hier, bei Halsmarter, meine Tour auf den Schartenkogel. Zuerst folge ich der Seilbahntrasse, heute noch nicht präpariert, aber gut gespurt in Richtung Tulfein.
Kurz nach der Bergstation zweige ich ins Gelände ab. Es sind einige Tourengeher am Weg, den Sommerweg auf den Schartenkogel sind aber noch nicht so Viele gegangen.
Das Wetter ist fein, es ist nicht besonders kalt und ich steige flott höher. Der untere Teil der Tour bis ungefähr ins „kleine Tal“ ist gut zu begehen. Ab dem Tal wird es dann aber zahnig. Relativ wenig Schnee, ein paar scharfe Steine… da heißt es aufpassen.
Immer wieder sind stellen, die einem Eiertanz gleichen. Meine neuen Ski müssen heute schon einen harten Einsatz ertragen.
Über Blockgelände, mit knapper Schneeauflage, geht es immer weiter hinauf. Ich steche meinen rechten Stecken zur Unterstützung in den Schnee, der Hält. Gewicht auf den Stecken verlagern, um eine steinige Stelle zu umschiffen, plötzlich gibt der Schnee nach und ich sause in den Felsspalt. Zum Glück löst mein Ski gleich aus, ich kann mich problemlos aus der misslichen Lage befreien.
Weiter geht es, im wahrsten Sinne über „Stock und Stein“. Bald erreiche ich das Ende des Blockfeldes und nun reicht der Schnee und die drunter liegende Bergwiese wieder aus, um gut voranzukommen.
Ab hier läuft der Aufstieg wieder problemlos, der Weg ist gut angelegt, ich habe vorher wohl die falsche Abzweigung genommen.
Die Sonne lacht hinter Schleierwolken heraus, es ist fast windstill am Schartenkogel. Nun ist es nicht mehr weit, bald habe ich den Gipfel erreicht.
Im Tal sieht man, dass der Schnee generell noch Mangelware ist, die nächsten Touren werde ich wohl wieder auf der Piste oder in größeren Höhen absolvieren.
Am Gipfel angekommen, bin ich zufrieden, halbwegs gut hinauf gekommen zu sein. Ich trinke einen Schluck Tee und bereite mich auf den Abstieg vor. Es sind noch ein paar Leute auf dem Gipfel.
Ein Blick ins Unterland, prominent der Largoz und im Hintergrund das Kellerjoch bei Schwaz.
Im Oberland sieht man bis zur Zugspitze, die Wolken stören die Fernsicht heute nicht.
Über dem Glungezer ziehen immer dichtere Wolken auf, in den nächsten Tagen soll sich das Wetter wieder verschlechtern, allerdings soll es auch wärmer werden. Das wäre dem ohnehin noch dürftigen Schnee nicht zuträglich.
Die Abfahrt vom Schartenkogel, noch einmal mit massivem Steinkontakt, ist noch nicht präpariert, aber gut fahrbar. Bei der Bergstation Tulfein treffe ich wieder auf Letu. Er ist schon 2x die Talabfahrt runter gefahren… das wollen wir jetzt gemeinsam machen.
Ein letzter Blick zum Glungezerzeichen, die Ski werden angeschnallt, dann fahren wir flott die feine Piste hinunter.
Ab Halsmarter ist die Piste noch gesperrt, wir fahren über erst pickelharte Piste, dann durch das Gelände über die alte Talabfahrt zur Talstation. Ein Blick auf die Uhr, Letu ruft, den Bus schaffen wir noch… doch leider schaffen wir es doch nicht rechtzeitig. Obwohl Letu schon fast im Bus steht, schaffe ich es nicht so schnell aus der Bindung… und der Bus lässt uns zurück.
Abgesehen von den Steinen und der Ignoranz des Busfahrers war es heute ein toller Tag, der mir sehr viel Spaß gemacht, und die Vorfreude auf den Winter noch vergrößert hat.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:16 h Gesamtlänge: 11,41 km Höhenmeter: ∆ 759 m / ∇ 1.371 m Lawinenwarnstufe: 1
Heute steht die letzte Skitour der Saison auf dem Programm. Wir gehen (wie übrigens letztes Jahr auch) wieder auf den Hoadl. Diese Tour ist toll, und oben am Gipfel gibt es auch noch einen Absacker zur Finalisierung der Skisaison
Die Verhältnisse sind gut, Leute sind allerdings nicht mehr so viele wie zur Hauptsaison. Uns ist das nur recht!
Als Aufstieg wählen wir die Damenabfahrt, die linkerhand (von der Talstation aus gesehen) zum Hoadl-Gipfel führt.
Es ist total schön und sonnig, sehr angenehme Temperaturen. Der Schnee ist angenehm weich. Und natürlich sind einige Skitourengeher auf dem Weg, mehr als Skifahrer…
Teilweise folgend wir der Piste, teilweise zweigen wir neben der Piste ins Gelände ab. Da der Schnee angetaut ist, ist das Steigen sehr fein und nicht rutschig. Nur in ein paar schattigen Stellen ist die Oberfläche vereist.
Wir sind überrascht, wieviel Schnee doch noch hier in der Axamer Lizum liegt.
Wir sind relativ spät am Weg, ein paar Abfahrer kommen in den Genuss von einer fast perfekten Firnoberfläche…
Schließlich erreichen wir den Schlusshang, ab hier geht es in angenehmer Steigung zum höchsten Punkt.
Vom Grat sehen wir ins wunderschöne Senderstal.
Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz und das riesengroße Hoadlhaus. Wir haben beschlossen, den Tag und die Skitourensaison gemütlich ausklingen zu lassen.
Wir setzen uns in die „Lizumer Liegestühle“ und stoßen auf eine tolle Saison an. Die Sonne lacht vom Himmel, nur eine kleine, lästige Wolke verdeckt immer wieder die Sonne.
Nach einer sehr gemütlichen Pause machen wir uns an die Abfahrt. Der Schnee ist schwer und sulzig, genau wie ich das mag.
Am Dohlennest machen wir nochmals eine Pause, heute lassen wir es krachen 😊.
Schließlich fahren wir die letzten Meter ins Tal, ein perfekter Tag, der uns sehr viel Freude gemacht hat. So lässt es sich schon gut aushalten…
Hinter uns liegt eine tolle Skitourensaison, die Freude auf nächstes Jahr ist schon da… aber jetzt kommt mal das Wandern und Bergsteigen dran!
Tourendaten Gesamdauer: 2:25 h Gesamtlänge: 6,93 km Höhenmeter: △ 792 m / ▽ 792 m Lawinenwarnstufe: 2 (Nassschnee)
Die Skitourensaison neigt sich dem Ende zu, aber so richtig wahrhaben wollen wir das noch nicht. Also werden wir nochmals eine kurze Nachmittagstour auf die Patscher Alm probieren. Biggi und ich treffen am Parkplatz noch auf Doris und Doris, dann ist unsere Gefährtenschaft auch schon komplett…
Der Skibetrieb ist schon abgeschlossen, daher haben wir die Piste fast ganz für uns. Nur wenige weitere Skitourengeher sind auf dem Weg.
Die Piste hat einen überraschend guten Zustand, letzte Woche war mein Sohn noch hier Skifahren, das ginge heute wohl doch nicht mehr. Dennoch finden wir eine geschlossene Schneedecke vor.
Beim Queren der Forststraße treffen wir immer wieder Wanderern. Die Frühlingszeit ist immer faszinierend, hier treffen sich Skitouristen, Wanderer und Fahrradfahrer…
Die Forstwege wurden teils frei geschoben, daher müssen wir über größere Schneehaufen steigen, ansonsten ist die Piste wie schon gesagt, in sehr gutem Zustand.
Die Berge im Hintergrund sind bis in große Höhen schon schneefrei, besonders die Südseiten sind durch die starkende Sonne und die warmen Temperaturen rasch schneefrei geworden.
Der Schnee ist nicht überraschend sehr griffig und weich, ideal zum Aufsteigen. Einzig in den schattigen Bereichen muss aufgepasst werden, dort sind eisige Stellen vorhanden.
Über die Olympiaabfahrt sind wir den ersten Teil aufgestiegen. Dann zweigen wir auf den Ziehweg zur Patscher Alm (Familienabfahrt) ab, der scheint mehr Schnee zu haben. Hier begegnet uns ein Pistenbulli, der gerade Material einsammelt. Leider macht er mit den Ketten auch die schöne Abfahrt zunichte!
Kurz vor der Patscher Alm wird das Schneeband immer dünner und dünner. Während der Aufstieg sehr gut geht, bin ich schon gespannt wie wir hier abfahren werden.
Die Aussicht ins Stubaital mit Serles, Habicht und Zuckerhütl ist wunderschön, die Heiterwand und die Mieminger Kette im Oberland sind dank guter Fernsicht auch gut sichtbar.
Schließlich erreichen die die Patscher Alm, hier wollen wir es heute gut sein lassen!
Leider bin ich dem Schneeband ein wenig zu hoch gefolgt, nun müssen wir über die grüne Wiese zur Alm absteigen, zum Glück sind es nur ein paar Meter!
Die Alm ist geschlossen, das vorrätige Bier leider schon durch Vorgänger geleert, aber die Sonne lädt trotzdem zu einer feinen Pause ein!
Im Süden zieht feuchte Luft auf, das kann gut durch die Kondensstreifen gesehen werden, die nächsten Tage werden wohl nicht mehr ganz so schön sein.
Biggi und ich fahren ab, während Doris und Doris noch ein wenig die Sonne genießen wollen. Die Abfahrt ist richtig lustig, die Schneequalität sehr gut.
Einzig das schmale Band ist ein wenig herausfordernd, aber mit eine beherzten Schwung schaffen wir auch diese Stelle ohne Steinkontakt!
Vom Parkplatz aus sehen wir nochmals über die Heiligwasserwiese auf den Kofel… kaum zu glauben, dass die Tour heute doch noch so viel Spaß gemacht hat.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:14 h Gesamtlänge: 6,29 km Höhenmeter: ∆ 682 m / ∇684 m Lawinenwarnstufe: 1
Das Frühjahr kommt mit Riesenschritten, die Temperaturen schnellen in die Höhe. Es ist aber noch Zeit, ein wenig den Schnee zu genießen. Und so beschließen Biggi und ich, nach der Arbeit, noch ein kurzes Stück den Patscherkofel aufzusteigen.
Auf der Heiligwasserwiese ist nur noch die Piste selber weiß, der Schnee links und rechts schon abgeschmolzen. Es erinnert ein wenig an eine berühmt-berüchtigte 4 Teile Fernsehserie aus den 90ern.
Dennoch muss ich zugeben, die Schneequalität auf der Piste ist überraschend gut, die Piste gut präpariert und sehr griffig.
Nicht lange, und wir müssen uns ob der Temperaturen die Jacken ausziehen. Sobald wir in der Sonne aufsteigen, ist T-Shirt-Temperatur!
Das Wetter ist perfekt, der Himmel strahlend blau. Und Wind geht heute auch keiner! Einfach wunderbar und ein toller Ausgleich zu meiner hauptsächlich sitzenden Tätigkeit.
Wir sind bei weitem nicht die Einzigen, die auf die Idee gekommen sind, aber die Hochsaison für´s Tourengehen ist vorbei… wenig verständlich, ist doch das Frühjahr die eigentlich schönste Zeit zum gehen.
Die Sonne strahlt nun viel länger, die Luft ist warm und riecht schon ein wenig nach Frühjahr…
Der Aufstieg über die Olympiaabfahrt ist am Anfang steil, dann wird es aber immer flacher. Wir bleiben heute auf der „Olympia“, weil wir hier die feinste Sonne vermuten.
Und genau so ist es, während auf dem Ziehweg zur Patscher Alm schon Schatten vorherrscht, können wir hier die letzten Strahlen genießen.
Bei der Mittelstation beschließen wir, es für heute „gut-sein“ zu lassen. Es ist gemütlich, die Sonne wärmt noch ein wenig und wir können im Tageslicht die Abfahrt genießen.
Lange verbleiben wir nicht hier oben. Rasch haben wir uns für die Abfahrt gerichtet, dann lassen wir es krachen!
Der Schnee ist fein, aber schon von der schweren Sorte. Nach einem warmen Tag ist der Schnee natürlich dementsprechend aufgeweicht. Ich mag diese Verhältnisse, das Frühjahr ist einfach eine tolle Zeit zum Touren.
Ich hoffe, dass das nicht die letzte Tour bleibt… heuer macht mir das Tourenski- und Skifahren besonders viel Spaß.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:48 h Gesamtlänge: 5,25 km Höhenmeter: ∆∇ 675 m Lawinenwarnstufe: 1
Mein Sohn hat den Patscherkofel dieses Jahr als seinen Skiberg auserkoren! Wir wollten uns heute mal auf der Piste treffen, daher schmieden wir folgenden Plan: Während Letu den Funpark unsicher macht, begebe ich mich mit den Tourenski zum Schutzhaus. Dort wollen wir uns dann treffen…
Während Letu in den Lift einsteigt, nehme ich die Piste ganz rechts, und steige über die Olympiaabfahrt höher. Später wechsle ich auf Familienabfahrt und erreiche in Bälde die Patscher Alm (1.694m).
Vorbei an dieser stiege ich nun über den Vitalweg ein Stück höher, dann wechsle ich auf die Waldspur.
Während im Tal der Nebel vorherrscht, blinzelt in der Höhe öfter mal die Sonne durch die Wolkendecke und taucht die Landschaft in magisches Licht.
Ich komme direkt beim Klimahaus auf den Ziehweg, diesem folgend erreiche ich nach kurzer Querung zuerst den kleinen Schlepplift beim Funpark und im Anschluss direkt die Bergstation der Kofelbahn.
Das Wetter hat sich nun wirklich verbessert und ich gehe im Sonnenschein die letzten paar Meter.
Beim Restaurant „Das Kofel“ rufe ich Letu an, um ihm mitzuteilen, dass ich angekommen bin. Schon bald ist er auch da und wir können gemeinsam Mittagessen.
Leckere Hirtenmakkaroni und Kässpätzle sind unser Mittagessen und runden die feine Aktivität an der Frischluft ab! Sehr fein war es!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:00 h Gesamtlänge: 8,81 km Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 865 m Lawinenwarnstufe: 1
Heute steht wieder der Schartenkogel, bzw. Tulfein auf dem Programm, aber es gibt einen besonderen Grund: Biggi hat sich einen neuen Ski mit Pin-Bindung gegönnt und das muss gefeiert und natürlich ausprobiert werden.
Der Ski ist toll, ich muss sagen, ich bin recht neidisch auf das Teil… und Biggi ist sehr zufrieden mit der neuen Ausrüstung.
Wir haben heute beschlossen, einen gemütlichen Anstieg zu machen. Im Anschluss werden wir noch 2-3 mal über die Piste sausen, um den neuen Ski zu testen.
Wie schon vor drei Tagen festgestellt, ist der Aufstieg wirklich toll präpariert. Generell muss man hier wohl sagen, dass der Glungezer für Tourengeher und Skifahrer ein großes Herz hat. Deshalb sind wir wahrscheinlich gerne hier.
Bei Tulfein haben wir unser heutiges Ziel erreicht, wir fellen bei der Bergstation ab, dann fahren wir in die „Kalte Kuchl“ Hier fahren wir mit dem Schartenkogellift hoch, oben ist der Föhn schon mehr als gut spürbar.
Wir fahren dann rüber nach Halsmarter, hier fahren wir noch 2 Mal
Tourendaten Gesamtdauer: 2:01 h Gesamtlänge: 10,83 Höhenmeter: ∆ 503 m / ∇ 1862 m Lawinenwarnstufe: 1 (Nassschnee, Altschnee)
Heuer zieht es mich wirklich oft an den Schartenkogel… aber für mich ist das eine der „günstigsten“ Skitouren in der Umgebung: Kurze, günstiger Anfahrtsweg mittels Öffi, gute Schneeverhältnisse und eine tolle Aussicht. Alles gut. Biggi geht es ähnlich, deshalb begleitet sie mich gerne…
Mit jeder Skitour fällt auf, dass der Schnee im Inntal wieder ein paar Meter weiter „raufgeschmolzen“ ist!
Rasch steigen wir höher und höher, die Seilbahntrasse macht es möglich. Der Schnee ist von überraschend guter Qualität, sehr griffig und überhaupt nicht eisig.
Das Wetter ist für den Aufstieg perfekt, leider bedeutet der durchgängige Sonnenschein auch,
Ab der Bergstation Tulfein (2.055m) fängt mein eigentlicher Lieblingsteil an. Hier geht es absolut unschwierig durch angenehmes Gelände.
Und hier schaut es fast ein wenig winterlich aus, hier oben! Aber bei näherer Hinsicht erweist sich die Schneedecke als windgepresst und harschig… alles andere als gut zu fahren!
Beim Aufstieg kein Problem, und für die Abfahrt gibt es die tolle Piste!
Die letzten Meter zum Gipfel, hier kommen alle Spuren des gesamten Schartenkogels zusammen, ist gut „geteert“. Wie viele tausende Tourengeher hier wohl heuer rauf gelaufen sind.
Nebenbei fast unverspurter Schnee, im Hintergrund der Glungezer, leider von uns heuer noch unbestiegen. Ob sich das wohl noch ausgehen wird?
Ein kurzes Stück vor dem Gipfel, wo es flach ist müssen wir noch queren. Es ist heute fast windstill und fein, hoffentlich ist dem auch am Gipfel so.
Schließlich erreichen wir den Gipfel, leider ist es heute windig und gar nicht fein. Daher trinken wir einen Schluck und richten uns für die Abfahrt her.
Einen kurzen Moment ist es dann doch windstill und wir setzen uns auf die längste Zirbenbank von … es ist mir entfallen!
Wir kehren noch in der Tulfeinalm ein, eine tolle Alm mit super Essen! Die Tour war wieder einmal fein, so wie ein Tag an der frischen Luft mal sein sollte!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:02 h Gesamtlänge: 7,16 km Höhenmeter: ∆ 759 m / 733 ∇ m Lawinenwarnstufe: 1 (Nassschnee, Altschnee)