Es ist wieder mal Dienstag, das Wetter perfekt, und ich besuche wieder mal den Schartenkogel. Ich bin früh genug dran, um nicht mit den Massen rauflaufen zu müssen. Über die Jahre ist die Pistentour auf den Schartenkogel immer beliebter geworden. Ich steige teils über die Lifttrasse, teils über den Wald bis zur Bergstation. Dort zweige ich dann ab über den Sommerweg auf den Schartenkogel. Hier bin ich fast alleine, und erreiche zügig den Gipfel des Schartenkogels. Vom Glungezer sehe ich ein paar Leute abfahren, während ich beim letzten Licht am Gipfel pausiere.
Rasch ziehe ich mich um, und fahre in einem Schwung zur Mittelstation. Mit der Bahn fahre ich ins Tal, um gerade noch den Bus am Gemeindehaus in Tulfes nach Hause zu erreichen. Eine feine „Afterworktour“, die ich immer wieder gerne mache!
Tourendaten Gesamtdauer: 1:28 h Gesamtlänge: 7,29 km Höhenmeter: △ 754 m / ▽ 745 m Lawinenwarnstufe: 2 (Altschnee)
Dienstag ist und ich bin wieder motiviert. Rasch von der Arbeit nach Hause, umziehen und dann auf die Piste! Wieder, und wieder total gerne, gehe ich auf den Schartenkogel. Die Abendstimmung ist schon wieder wundervoll!
Ich gehe wieder auf der Skiroute 2, Familienaufstieg durch den Wald. Es ist hell genug, ich brauche keine Lampe…
Bald erreiche ich die Bergstation, dann zweige ich kurz oberhalb wieder auf den Sommerweg.
Hier sind viele Spuren, der Schnee ist bockhart, aber nicht eisig. Zum Hochsteigen ideal, wenn man die Felle schön aufsetzt. Im Westen legt sich die Sonne zum Schlaf, und deckt sich mit der dunkeln Nachtdecke zu…
Im letzten Licht erreiche ich den Gipfel, noch bin ich ohne Lampe ausgekommen, aber jetzt brauche ich Licht, um meine Sachen zusammenräumen zu können. Das Inntal ist ein geowohntes Lichtermehr… toll anzuschauen!
Der kühle Wind treibt mir Tränen in die Augen, ich setzte mir gleich mal die Skibrille (mit transparenten Gläsern) auf.
Die Abfahrt geht wunderbar, die Piste ist echt gut präpariert. Ich kann es mir nicht nehmen und muss dem Personal an der Talstation ein Lob aussprechen. Die Frau schaut mich an und fragt, woher ich bin… sie ist auch aus dem Außerfern, erfahre ich! Wie klein die Welt ist. Im Tal warte ich auf den Bus, ich kauf mir ein Bier im MPreis an der Ecke… das habe ich mir heute verdient!
Also schnelle Tour nach der Arbeit liebe ich diese Variante einfach sehr. Und auch wenn ich öfter gehe… langweilig ist mir noch nie geworden.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:47 h Gesamtlänge: 7,52 km Höhenmeter: ∆ 756 m / ∇ 751 m Lawinenwarnstufe: 1 (Triebschnee)
Nachdem ich vor kurzem feststellen musste, dass die Skitour auf den Schartenkogel eh gut geht und Biggi überzeugen konnte, machen wir heute gemeinsam auf, nochmals die Tour zu gehen. Mit von der Partie ist Doris, eine Freundin von Biggi.
Von Halsmarter starten wir ein paar Meter auf der Lifttrasse, dann sehen wir einen neuen Weg, der ausgeschildert ist… der „Familienaufstieg Schartenkogel“. Den wollen wir gleich probieren.
Die Spur führt knapp neben der Seilbahntrasse, aber doch im Wald, und nicht ganz so steil den Berg empor.
Dieser Weg gefällt mir besser als die Trasse, die ein wenig den Charm einer reinen Trainingsstrecke verbreitet.
Kurz vor der Bergstation erreichen wir wieder die normale Aufstiegsspur, dann haben wir schon den neuen Betonbau erreicht.
Knapp hinter der Bergstation zweigen wir schon wieder ins Gelände, nun gehen wir den Sommerweg entlang in Richtung Schartenkogel.
Hier macht die Tour nun richtig Spaß. Das Wetter ist wieder mal ein Hammer, und die Aussicht wie immer wunderschön. Vertraut, aber definitiv nicht langweilig!
Durch das kleine Tal im Aufstieg sehen wir schon bald das Gipfelkreuz des Schartenkogels (2.311m)
Am Himmel keine einzige Wolke. Ich bin ein großer Fan von tollen, sonnigen Skitouren, aber insgeheim wünsche ich mir ein paar richtige Schneetage, damit die Landschaft wieder vom Schnee bedeckt wird.
Überraschenderweise haben wir fast keinen Steinkontakt. Dieser wäre im Aufstieg zwar kein Problem, abfahren würde ich hier aber nur sehr ungern.
Dennoch sehe ich ein paar Leute am Glungezer aufsteigen. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass das gut geht! Evtl. muss ich mich bald selber davon überzeugen.
Die Temperaturen sind heute sehr angenehm, und es geht fast kein Wind. Schon bei der letzten Tour hatte ich hier Glück mit dem Blasius.
Dann stehen wir fast vor dem Gipfel, nur noch ein paar Meter über harten Schnee, Steine und ein wenig Gras.
Am Gipfel geht dann doch ein wenig mehr Wind, wahrscheinlich waren wir einfach durch im Windschatten, den der Schartenkogel uns gewährte.
Immer wieder wirbelt Schnee auf, es ist nicht unangenehm, aber für eine längere Rast am Gipfel dann halt doch nicht so fein!
Wir fahren über die Piste zur Tulfeinalm, dort kehren wir ein und lassen uns verwöhnen. Auf dieser Alm isst man einfach gut…
Die Abfahrt von der Tulfeinalm zur Mittelstation geht dann schnell vonstatten, wir beschließen, noch ein paar Fahrten anzuhängen, weil es gerade so gut geht. Dann fahren wir ab und mit dem Bus zurück nach Hause! Ein feiner, entspannter Tag bei bestem Wetter. Wunderbar!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:43 h Gesamtlänge: 7,48 km Höhenmeter: △ 778 m / ▽ 780 m Lawinenwarnstufe: unter Waldgrenze LWS 1 / über Waldgrenze LWS 2 (Triebschnee)
Der Schnee bleibt heuer aus… nachdem es zuerst ein wenig geschneit hatte, sind die letzten Wochen von schönem, aber kaltem Wetter geprägt gewesen. Biggi und ich beschließen daher, auf die Rinner Alm zu wandern, rodeln ist da nicht mehr möglich.
Es ist heute nicht mehr ganz so kalt wie die letzten Tage, dennoch ist der Forstweg und auch der Steig teilweise vereist und erfordert geschicktes Steigen.
Zwar liegt fast kein Schnee mehr, aber gerade an den Wasserläufen erkennt man, dass hier im Winter die Sonne nur selten zu Besuch ist.
Im Wald, auf halben Weg zur Alm wurde stark ausgeholzt. Das fällt mir auf, denn das letzte Mal stand hier noch dichter Wald.
Der Himmel ist blau, es ist wunderbares Wetter mit toller Fernsicht, aber im Wald nützt das nicht viel. Dennoch macht der Aufstieg Spaß, wir haben viel Zeit und Muße, über alles mögliche zu reden…
Die Alm ist zu meiner Überraschung geöffnet, wir kehren ein. In der Hütte ist es warm, der Ofen ist geheizt und die Küche geöffnet. Ich habe heute noch nichts gegessen, daher gönnte ich mir ein Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat. Wunderbar!
Beim Abstieg nehmen wir nun teilweise die Forststraße, rasch kommen wir wieder in tiefere Gefilde.
Kurz vor dem Spielplatz ist der Brunnen stark gefroren…
… und auch der Bach am Spielplatz selber ist mit einem festen Eispanzer überzogen. Die Kälte der letzten Tage und Wochen hat sich hier gut gehalten.
Biggi übt ihr Balance-Können am Wiegebalken, ich bin als Nachahmer leider nicht so erfolgreich und muss nach ein paar Schritten abspringen.
Ein feiner und kurzweiliger Spaziergang auf die Rinner Alm, insgeheim wünsche ich mir noch einmal eine gute Portion Schnee, damit sich noch ein paar wintersportliche Aktivitäten ausgehen…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:56 h Gesamtlänge: 5,15 km Höhenmeter: △ 465 m / ▽ 474 m
Dienstag ist Skitourenabend am Glungezer (ebenso der Donnerstag), daher schau ich, dass ich früh von der Arbeit wegkomme. Ich fahre mit dem Bus nach Hause, pack meine Sachen und nehme den nächsten Bus zur Glungezerbahn. Die erste Sektion bis Halsmarter benutze ich den Lift, die Schneelage im Tal ist nicht mehr sehr gut… hier oben ist es viel besser.
Heute ist extrem wenig los, die Skifahrer sind schon nach Hause, daher entscheide ich mich für den Aufstieg entlang der Gondeltrasse. Und ich bin nicht der Einzige, der so entscheidet.
Der Vorteil, wenn man nicht erst am Abend losgeht, man kann noch die letzten Lichter des Tages ausnutzen und genießen.
Das Wetter ist wunderschön, die Abenddämmerung einfach nur herrlich. Ich steige entlang der Piste auf, es ist wunderbar leise und friedlich.
Bald erreiche ich den Schartenkogel (2.311m), mein Ziel. Im Westen geht der Mond auf, das Inntal liegt mir zu Füßen. Der Ausblick ist atemberaubend… hier kann ich mich nie sattsehen.
Während ich meine Sachen verstaue, die Aussicht genieße und mich auf die Abfahrt freue, sehe ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung… bei genauerer Nachschau entdecke ich eine Maus, die hier im Schnee, zwischen den Zirbenbänken herumhuscht… ein ungewöhnlicher Platz für ein so kleines Tier im Winter.
Ich ziehe mir die Ski an, schiebe mich hinüber zur Bergstation des Schartenkogellifts. Da sehe ich jemanden stehen, der mir bekannt vorkommt. Ich grüße, aber ich erkenne den Herren ob seiner hellen Stirnlampe nicht.
Die Abfahrt ist wunderbar, ich fahre auf der linken Piste bis über die Tulfeinalm, dann quere ich hinüber zur Abfahrt Richtung Halsmarter. Am Lift angelangt, steht der Herr vom Gipfel neben mir. Groß und immer noch mit heller Stirnlampe, fragt er mich: „Ist er es oder ist er es nicht?“. Sobald die Lampe aus ist, erkenne ich Paul, meinen guten Freund. Welch ein Spaß… wir fahren gemeinsam im Bus nach Aldrans…
… und gönnen uns noch ein Bier im Café Maria. So eine Begegnung muss mit einem Bier begossen werden…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:42 h Gesamtlänge: 7,64 km Höhenmeter: △ 749 m / ▽ 742 m Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 1 / über 2.200 m LWS 2 (Triebschnee, Altschnee)
Da mir die Tour mit Letu gestern so gut gefallen hat, beschließe ich heute nochmals mit Biggi die selbe Route zu nehmen. Wieder mit Bus und Gondel angereist, starten wir bei der Mittelstation.
Ein kurzer Aufstieg entlang der Piste, dann zweigen wir auch wieder in den Wald ein. Es sind einige Tourengeher am Weg.
Kaum haben wir allerdings die Abzweigung in den Wald genommen, ist auch schon Vorbei mit dem Ansturm, hier sind wir so gut wie alleine!
Von der Routenwahl her sind heute keine Überraschungen dabei, wir folgen stur der gleichen Spur wie gestern.
Durch eine Schneise sehen wir dann auch schon die Bergstation auf 1.969m). Wir bleiben allerdings im Wald auf unserer einsamen Spur.
Weiter oben passieren wir dann noch das Klimahaus, und über offene Flächen steigen wir höher und höher, wieder das Stubai im Blick!
Die Querungen unterhalb des Osthangs sind angenehm zu gehen, wir streifen die steilen Stellen nur ein wenig.
Wunderschöne Ausblicke zur Serles, Habicht und den Gletschern begleiten uns.
Der Blick schweift ins Inntal, es liegt zwar nicht viel Schnee, aber dennoch wirkt es ein wenig winterlich…
Der Blick vom Patscherkofel, egal ob Ober- oder Unterland, ist bei richtiger Wetterlage fast nicht zu toppen. Roßkopf, Hohe Munde, Martinswand, Nordkette… alle Berge liegen fast zum Greifen nahe!
Nach dem Waldgürtel erreichen wir den breiten Rücken des Patscherkofels. Die Form des Kofels erinnert mich immer wieder daran, dass dieser Berg zumindest teilweise unter dem Inntalgletscher gelegen hatte…
Wie üblich hat die Schneedecke am Gipfel sehr gelitten. Starker Wind, gute Sonneneinstrahlung, alles Feinde einer geschlossenen Schneedecke.
Dennoch finden wir eine feine Spur bis zum Gipfel, ohne die Ski ausziehen zu müssen…
Teilweise, gerade in Rinnen und Mulden liegt dann wieder viel Schnee und läßt mich tolle Fotos machen!
Beim nunmehrigen Aufstieg über den Westrücken erblicke ich auch den Morgenkogel, den ich vor vielen, vielen Jahren bestiegen habe!
Schließlich erblicken wir zuerst die Sendestation auf dem Kofel, dann stehen wir schon bald am Gipfel
Eine Einkehr in der Gipfelstube geht sich heute auch aus, fein ist es! Die Sonne ist total angenehm und überraschenderweise ist keine Lüftchen am Gipfel zu spüren. Wir sitzen auf der Veranda und genießen den Nachmittag!
Die Abfahrt klappt gut, es ist hart, aber gut fahrbar. Und im Tal angekommen, wartet schon der Bus auf uns. Super war´s…
Tourendaten Gesamtdauer: 2:00 h Gesamtlänge: 9,78 km Höhenmeter: △ 531 m / ▽ 1.205 m Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 2 / über 2.200 m LWS 3 (Altschnee, Gleitschnee)
Der große Schneefall hat immer noch nicht eingesetzt, dennoch beschließen Letu und ich, heute eine kurze Skitour zu machen. Als Ziel wird der Patscherkofel ab Mittelstation auserkoren.
Mit Bus und Bahn haben wir schnell unseren Startpunkt erreicht, nun folgen wir den Schildern, die den Skiweg „Waldweg“ anzeigen. Im Verlauf verlassen wir allerdings diesen Weg…
Eine feine Skispur im Wald hat es uns angetan, ein paar steilere Passagen müssen bewältigt werden, dafür ist hier nichts los. Die meisten Tourengeher bevorzugen halt doch die Piste!
Vorbei am Klimahaus, einmal müssen wir die Forststraße queren, erreichen wir den weiteren Aufstieg zum „Kofel“
Hier liegt zumindest ein wenig Schnee und Bodenkontakt haben wir dank guter Spuranlage keinen, dennoch wäre eine „Schafel Schnee“ doch ganz gut!
Der Wald wird nun immer lichter, wir sind schon im oberen Teil der Tour. Die Bergstation der Kofelbahn haben wir schon länger unter uns gelassen, bei unserer Spurwahl sind wir dort gar nicht vorbeigekommen.
Der Ausblick ins Stubaital ist wunderschön, der Tag heute einfach nur herrlich! So macht das „Draussensein“ auf jeden Fall Spaß.
Wir steigen nun parallel zum Gipfelweg auf, kürzen aber immer wieder ein paar Kehren ab.
Im oberen Teil nehmen wir dann die Forststraße zum Gipfel, die letzten Meter sind angenehm zu gehen.
Zufrieden erreichen wir den Gipfel, für Letu eine große Freude. Eine Skitour mit Gipfelkreuz ist halt doch was tolles!
Da es heute recht angenehm ist, lassen wir uns am Gipfel ein wenig Zeit und genießen die Aussicht.
Ein Schluck Tee ist auch noch drinnen, dann fahren wir ab. Zuerst nehmen wir die Abfahrt über die Forststraße, später erreichen wir das Skigebiet. Für´s Gelände ist einfach zu wenig Schnee…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:57 h Gesamtlänge: 10,24 km Höhenmeter: △ 525 m / ▽ 1.209 m Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 2 / über 2.200 m LWS 3 (Altschnee, Gleitschnee)
Ein Tour „hinterm Haus“, so beschreibe ich diese Wanderung immer… dennoch war ich heuer nur ein einziges Mal hier oben, abgesehen von zwei Rodeltouren. Heute, bei feinem Wetter, starten wir, Biggi und ich, von Rinn aus. Die Almen sollen noch offen sein… das kommt uns zupass.
Herbst ist auch immer Pilzsaison, und wortwörtlich, der Waldboden ist bedeckt von „Schwammerln“. Auch ein paar recht interessante Exemplare sind dabei, wie zum Beispiel der „Orangrote Becherling“
Der Aufstieg bis zur Rinner Alm führt hauptsächlich durch Wald, meist handelt es sich hierbei um Fichtenforst, mit dem für die Gegend typischen Moosböden.
Auf der Rinner Alm ist gar nicht so viel los, wie vermutet. Noch ist die Sonne nicht ganz hinter dem Berg hervor gekrochen, die Veranda liegt noch im Schatten. Wir wollen sowieso weiter auf die Aldranser Alm, daher machen wir nur eine kurze Trinkpause hinter der Hütte.
Im weiteren Verlauf entdecken wir ein totes Eichhörnchen auf dem Boden… es sieht aus, als ob es einfach umgefallen ist, keine Spuren eines äußeren Einflusses. Recht interessant, eines dieser putziger Dinger genauer betrachten zu können. Die Schwarzfärbung ist übrigens nur eine Farbvariante. Die Schwarzen keine eigene Art zum kastanienbraunen Eichhörnchen
Unser weiterer Weg führt uns in Richtung Aldranser Alm, der Verbindungsweg führt ein Stück über eine Forststraße, hier ist einer meiner Lieblingsausblicke auf das Inntal.
Auf der Aldranser Alm kehren wir ein, die Sonne hat nun endlich den Patscherkofel überwunden, der tiefe Stand zu dieser Jahreszeit macht sich aber schon bemerkbar!
Nach einer feinen Pause in der Herbstsonne verlassen wir diesen schönen Platz und wandern über Waldwege wieder ins Tal
Es ist leicht föhnig, aber hier sind wir windgeschützt. Dennoch profitieren wir von den sehr angenehmen Temperaturen.
Unterwegs finden wir einen mobilen Hochsitz. Ein professionelles Gerät, in dieser Form von mir noch nie gesehen… das muss ich gleich ausprobieren.
Der Weg durch die Moosbeerstauden ist jedes Mal wieder faszinierend, das Licht heute noch dazu sehr schön.
Am Herztalbach entlang befindet sich ein schöner Fleck gleich in der Nähe des Frauenmarterls. Hier ist der Bach aufgestaut und hat schöne Becken gebildet.
Über den alten Aldranser Almenweg erreichen wir die Felder oberhalb der Starkensiedlung. Hier grast eine Herde Schafe, die sich wahrscheinlich von der Alm retour gekommen sind.
Über die Starkensiedlung, die zu Sistrans gehört, erreichen wir das Gewerbegebiet. Rasch erreichen wir das Zentrum von Aldrans und sind wieder zu Hause.
Ein gemütlicher Kaffee rundet die feine Wanderung ab, das Wetter haben wir heute sehr gut genutzt.
Tourendaten Gesamtdauer: 3:12 h Gesamtlänge: 9.92 km Höhenmeter: ∆ 608 m / ∇ 767 m
Heute habe ich mir frei genommen, um einen feinen Tag mit Biggi zu verbringen. Das Wetter ist zumindest trocken, und die Sonne lugt ab und zu zwischen den Föhnwolken hervor. Wir wollen heute dem Padauner Kogel einen Besuch abstatten. Wir parken direkt in Padaun, oberhalb vom Gasthaus Steckholzer.
Zuerst müssen wir ein Stück über die Verbindungsstraße zum Brenner gehen, im Hintergrund können wir die aufgelassene Piste des Sattelbergs sehen. Übrigens ein sehr bekannter Skitourenberg, dem wir auch schon unsere Aufwartung gemacht hatten.
Beim Larchenhof zweigen wir von der Straße ab und folgend dem steilen Aufstieg auf den Padauner Kogel, Wegenummer 83.
Zuerst schreiten wir durch abwechselnd lichten und dichten Wald, vorbei an leider schon älteren Parasolpilzen, immer weiter in die Höhe.
Immer wieder öffnet sich der Wald, der Blick von diesem Berg ist sensationell. Richtung Südwesten sehen wir ins Obernbergtal, mit den mächtigen Tribulaunen im Hintergrund.
Im Osten schickt uns der Olperer seine Grüße entgegen, nun schon mit frischem Schnee eingedeckt.
Diese Aussicht konnten wir heuer schon ein paar Mal, aus verschiedenen Perspektiven genießen. Dennoch ist der Blick auf diesen mächtigen Berg immer wieder eine Pause wert.
Direkt im Süden sehen wir die Brennerschneise mit der aktuell heiß diskutieren Brennerautobahn, links davon der Wolfendorn, im blumigem Italienisch „Spina del Lupo“ genannt. Das klingt meiner Meinung nach schöner…
Der Weg auf den höchsten Punkt ist einfach, gemütlich, aber nicht langweilig. Besonders die oben genannte Aussicht macht etwas her. Auch im Frühjahr / Frühsommer ein lohnender Ausflug. Nicht umsonst ist der Padauner Kogel als einer der Blumenberge Tirols bekannt.
Je weiter wir hoch schreiten, desto besser wird die Rundumsicht. Im Süden sehen wir schon vermehrt Wolken aufziehen, noch hält das Wetter aber.
Über nun braune Matten erreichen wir schließlich den Gipfel des Padauner Kogels (2.066m).
Der Wind bläst uns um die Ohren, es ist frisch hier oben. Im Wald, ohne Wind, war es noch angenehm warm, nun muss die Windjacke her, ansonsten wird es ungemütlich.
Die Stimmung ist eigen, wie es bei Föhnlage üblich ist. Einmal schaut es nach Regen aus, in nächsten Moment scheint wieder die Sonne. Direkt am Gipfel ist es ungemütlich, ein paar Meter unterhalb, auf einer Bank, sitzen wir aber dann im Windschatten.
Hier genießen wir die Aussicht, bevor wir uns wieder aufmachen, und uns an den Abstieg machen.
Wir steigen über den Nordhang ab, vor uns liegt das Wipptal, die Aussicht reicht bis zum Patscherkofel und dem Karwendel. Die Sonne scheint nun immer wieder und bringt die ausgedehnten Lärchenwälder zum glühen.
Gerade im Herbst fällt auf, wie viele Lärchen hier im Wipptal auf den Berghängen wachsen. Nun, mit dem Herbstkleid fallen diese wunderschönen Bäume besonders auf.
Auf dem Weg nach unten sehen wir noch einen schönen Effekt der herbstlichen Entnadelung… überall liegen die Lärchennadeln und bedecken den Steig mit „Krippenheu“, wie ich die Nadeln auch nenne.
Schlussendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt, das Gasthaus Steckholzer.
Schön gelegen und trotz der Abgelegenheit immer wieder gut besucht, beschließen auch wir, hier noch eine Einkehr zu machen.
Ein sehr gutes Mittagessen und Kaffee und Kuchen runden unsere Wanderung ab. Beim Weg zum Auto blicken wir noch einmal zurück auf den von hier kühlen Zacken des Padauner Kogels.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:34 h Gesamtlänge: 6,23 km Höhenmeter: ∆∇ 519 m
Das Wetter ist schön, aber die Zeit begrenzt. So greift man gerne auf Altbewährtes zurück. Der Kofel, fast direkt vor der Tür gelegen, wird wieder einmal zum Ziel erkoren. Mit dem Bus von Aldrans zur Talstation, dann gleich, dank Jahresticket, hinauf in kühlere Regionen.
Von der Bergstation (1.965m) wandern wir über den Steig oberhalb der Forststraße in Richtung Gipfel des Patscherkofels.
Den Steig sind wir in früheren Tagen öfter gegangen, die Kinder und ich. In den letzten Jahren haben wir immer wieder neue Gebiete erwandert, es ist schön, hier mal wieder entlang zu gehen.
Der Patscherkofel liegt aussichtsmäßig sehr günstig, man sieht ins Wipp-, Stubaital, ins Ober- und Unterland und natürlich auf die Landeshauptstadt.
Gekrönt wird der Gipfel von einer monströs großen Sendeanlage, für Fernsehen, Rundfunk, aber auch Telekommunikation.
Wir erreichen nach knapp 30 Minuten das Gipfelkreuz…
… wir machen ein „schnelles“ Gipfelfoto, dann wandern wir auch schon weiter, denn hier ist heute noch nicht Schluss.
Vorbei an der Sendeanlage, über den Osthang wandern wir in Richtung Boscheben.
Ich finde es schon interessant, wie sich eine Landschaft über die Jahreszeiten ändert. Das letzte Mal war ich im Winter hier, hier sind wir die Route Roman abgegangen.
Immer am Grat entlang, nur manchmal weicht der Weg in Richtung Viggartal aus. Die Aussicht ist auf jeden Fall wunderschön, egal ob in den Süden oder den Norden.
Vor uns liegen das Kellerjoch, Neuner- und Viggarspitze und die Sonnenspitze mit Glungezer. Einige dieser Gipfel bin ich gerade vor kurzem im Zuge des „Inntaler Höhenweges“ abgegangen.
Obwohl mir der Weg sehr vertraut ist, finde ich immer neue Aspekte, langweilig wird mir der Pfad nie. Unterhalb des Sistranser Schützenkreuzes hindurch kommen wir zum nächsten Abhang.
Rückblickend sehen wir die beeindruckende Sendestation auf dem Kofel.
Nun geht es fast durchgängig abwärts, bis wir schlussendlich bei Boscheben das kleine Gasthaus erreichen.
Hier beschließen wir, eine kleine Einkehr zu machen. Essen gibt es auf Anfrage noch keines, aber was zu trinken bekommen wir. Komisch finde ich, dass 10 Minuten später ein paar Leute Erbsensuppe, Brote und Kuchen kredenzt bekommen.
Ein wenig irritiert verlassen wir den eigentlich gemütlichen Platz, beim Kreuz machen wir noch ein Foto, das ist auch unter Umkehrpunkt.
Am unteren Zirbenweg entlang wandern wir flotten Schrittes wieder zurück zur Kofel-Bergstation.
Durch das Zirbentor hindurchgehend, beenden wir unsere Wanderung über den Kofel.
Beim Schutzhaus machen wir nochmals eine Rast, hier bekommen wir alles was das Herz begehrt. Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen, heute ist es richtig fein.
Das Essen ist wunderbar, wir genießen die Rast hier oben. Mit der Kofelbahn fahren wir wieder zurück ins Tal, und mit dem Bus, der schon auf uns wartet, geht es zurück nach Aldrans!
Eine gemütliche Tour, die bei „fast jedem Wetter“ gemacht werden kann. Allerdings ist so wunderschönes Wetter wie heute das sprichwörtliche i-Tüpfelchen! Wunderbar war´s…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:23 h Gesamtlänge: 5,52 km Höhenmeter: 302 m