Der große Schneefall hat immer noch nicht eingesetzt, dennoch beschließen Letu und ich, heute eine kurze Skitour zu machen. Als Ziel wird der Patscherkofel ab Mittelstation auserkoren.
Mit Bus und Bahn haben wir schnell unseren Startpunkt erreicht, nun folgen wir den Schildern, die den Skiweg „Waldweg“ anzeigen. Im Verlauf verlassen wir allerdings diesen Weg…
Eine feine Skispur im Wald hat es uns angetan, ein paar steilere Passagen müssen bewältigt werden, dafür ist hier nichts los. Die meisten Tourengeher bevorzugen halt doch die Piste!
Vorbei am Klimahaus, einmal müssen wir die Forststraße queren, erreichen wir den weiteren Aufstieg zum „Kofel“
Hier liegt zumindest ein wenig Schnee und Bodenkontakt haben wir dank guter Spuranlage keinen, dennoch wäre eine „Schafel Schnee“ doch ganz gut!
Der Wald wird nun immer lichter, wir sind schon im oberen Teil der Tour. Die Bergstation der Kofelbahn haben wir schon länger unter uns gelassen, bei unserer Spurwahl sind wir dort gar nicht vorbeigekommen.
Der Ausblick ins Stubaital ist wunderschön, der Tag heute einfach nur herrlich! So macht das „Draussensein“ auf jeden Fall Spaß.
Wir steigen nun parallel zum Gipfelweg auf, kürzen aber immer wieder ein paar Kehren ab.
Im oberen Teil nehmen wir dann die Forststraße zum Gipfel, die letzten Meter sind angenehm zu gehen.
Zufrieden erreichen wir den Gipfel, für Letu eine große Freude. Eine Skitour mit Gipfelkreuz ist halt doch was tolles!
Da es heute recht angenehm ist, lassen wir uns am Gipfel ein wenig Zeit und genießen die Aussicht.
Ein Schluck Tee ist auch noch drinnen, dann fahren wir ab. Zuerst nehmen wir die Abfahrt über die Forststraße, später erreichen wir das Skigebiet. Für´s Gelände ist einfach zu wenig Schnee…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:57 h Gesamtlänge: 10,24 km Höhenmeter: △ 525 m / ▽ 1.209 m Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 2 / über 2.200 m LWS 3 (Altschnee, Gleitschnee)
Ein Tour „hinterm Haus“, so beschreibe ich diese Wanderung immer… dennoch war ich heuer nur ein einziges Mal hier oben, abgesehen von zwei Rodeltouren. Heute, bei feinem Wetter, starten wir, Biggi und ich, von Rinn aus. Die Almen sollen noch offen sein… das kommt uns zupass.
Herbst ist auch immer Pilzsaison, und wortwörtlich, der Waldboden ist bedeckt von „Schwammerln“. Auch ein paar recht interessante Exemplare sind dabei, wie zum Beispiel der „Orangrote Becherling“
Der Aufstieg bis zur Rinner Alm führt hauptsächlich durch Wald, meist handelt es sich hierbei um Fichtenforst, mit dem für die Gegend typischen Moosböden.
Auf der Rinner Alm ist gar nicht so viel los, wie vermutet. Noch ist die Sonne nicht ganz hinter dem Berg hervor gekrochen, die Veranda liegt noch im Schatten. Wir wollen sowieso weiter auf die Aldranser Alm, daher machen wir nur eine kurze Trinkpause hinter der Hütte.
Im weiteren Verlauf entdecken wir ein totes Eichhörnchen auf dem Boden… es sieht aus, als ob es einfach umgefallen ist, keine Spuren eines äußeren Einflusses. Recht interessant, eines dieser putziger Dinger genauer betrachten zu können. Die Schwarzfärbung ist übrigens nur eine Farbvariante. Die Schwarzen keine eigene Art zum kastanienbraunen Eichhörnchen
Unser weiterer Weg führt uns in Richtung Aldranser Alm, der Verbindungsweg führt ein Stück über eine Forststraße, hier ist einer meiner Lieblingsausblicke auf das Inntal.
Auf der Aldranser Alm kehren wir ein, die Sonne hat nun endlich den Patscherkofel überwunden, der tiefe Stand zu dieser Jahreszeit macht sich aber schon bemerkbar!
Nach einer feinen Pause in der Herbstsonne verlassen wir diesen schönen Platz und wandern über Waldwege wieder ins Tal
Es ist leicht föhnig, aber hier sind wir windgeschützt. Dennoch profitieren wir von den sehr angenehmen Temperaturen.
Unterwegs finden wir einen mobilen Hochsitz. Ein professionelles Gerät, in dieser Form von mir noch nie gesehen… das muss ich gleich ausprobieren.
Der Weg durch die Moosbeerstauden ist jedes Mal wieder faszinierend, das Licht heute noch dazu sehr schön.
Am Herztalbach entlang befindet sich ein schöner Fleck gleich in der Nähe des Frauenmarterls. Hier ist der Bach aufgestaut und hat schöne Becken gebildet.
Über den alten Aldranser Almenweg erreichen wir die Felder oberhalb der Starkensiedlung. Hier grast eine Herde Schafe, die sich wahrscheinlich von der Alm retour gekommen sind.
Über die Starkensiedlung, die zu Sistrans gehört, erreichen wir das Gewerbegebiet. Rasch erreichen wir das Zentrum von Aldrans und sind wieder zu Hause.
Ein gemütlicher Kaffee rundet die feine Wanderung ab, das Wetter haben wir heute sehr gut genutzt.
Tourendaten Gesamtdauer: 3:12 h Gesamtlänge: 9.92 km Höhenmeter: ∆ 608 m / ∇ 767 m
Heute habe ich mir frei genommen, um einen feinen Tag mit Biggi zu verbringen. Das Wetter ist zumindest trocken, und die Sonne lugt ab und zu zwischen den Föhnwolken hervor. Wir wollen heute dem Padauner Kogel einen Besuch abstatten. Wir parken direkt in Padaun, oberhalb vom Gasthaus Steckholzer.
Zuerst müssen wir ein Stück über die Verbindungsstraße zum Brenner gehen, im Hintergrund können wir die aufgelassene Piste des Sattelbergs sehen. Übrigens ein sehr bekannter Skitourenberg, dem wir auch schon unsere Aufwartung gemacht hatten.
Beim Larchenhof zweigen wir von der Straße ab und folgend dem steilen Aufstieg auf den Padauner Kogel, Wegenummer 83.
Zuerst schreiten wir durch abwechselnd lichten und dichten Wald, vorbei an leider schon älteren Parasolpilzen, immer weiter in die Höhe.
Immer wieder öffnet sich der Wald, der Blick von diesem Berg ist sensationell. Richtung Südwesten sehen wir ins Obernbergtal, mit den mächtigen Tribulaunen im Hintergrund.
Im Osten schickt uns der Olperer seine Grüße entgegen, nun schon mit frischem Schnee eingedeckt.
Diese Aussicht konnten wir heuer schon ein paar Mal, aus verschiedenen Perspektiven genießen. Dennoch ist der Blick auf diesen mächtigen Berg immer wieder eine Pause wert.
Direkt im Süden sehen wir die Brennerschneise mit der aktuell heiß diskutieren Brennerautobahn, links davon der Wolfendorn, im blumigem Italienisch „Spina del Lupo“ genannt. Das klingt meiner Meinung nach schöner…
Der Weg auf den höchsten Punkt ist einfach, gemütlich, aber nicht langweilig. Besonders die oben genannte Aussicht macht etwas her. Auch im Frühjahr / Frühsommer ein lohnender Ausflug. Nicht umsonst ist der Padauner Kogel als einer der Blumenberge Tirols bekannt.
Je weiter wir hoch schreiten, desto besser wird die Rundumsicht. Im Süden sehen wir schon vermehrt Wolken aufziehen, noch hält das Wetter aber.
Über nun braune Matten erreichen wir schließlich den Gipfel des Padauner Kogels (2.066m).
Der Wind bläst uns um die Ohren, es ist frisch hier oben. Im Wald, ohne Wind, war es noch angenehm warm, nun muss die Windjacke her, ansonsten wird es ungemütlich.
Die Stimmung ist eigen, wie es bei Föhnlage üblich ist. Einmal schaut es nach Regen aus, in nächsten Moment scheint wieder die Sonne. Direkt am Gipfel ist es ungemütlich, ein paar Meter unterhalb, auf einer Bank, sitzen wir aber dann im Windschatten.
Hier genießen wir die Aussicht, bevor wir uns wieder aufmachen, und uns an den Abstieg machen.
Wir steigen über den Nordhang ab, vor uns liegt das Wipptal, die Aussicht reicht bis zum Patscherkofel und dem Karwendel. Die Sonne scheint nun immer wieder und bringt die ausgedehnten Lärchenwälder zum glühen.
Gerade im Herbst fällt auf, wie viele Lärchen hier im Wipptal auf den Berghängen wachsen. Nun, mit dem Herbstkleid fallen diese wunderschönen Bäume besonders auf.
Auf dem Weg nach unten sehen wir noch einen schönen Effekt der herbstlichen Entnadelung… überall liegen die Lärchennadeln und bedecken den Steig mit „Krippenheu“, wie ich die Nadeln auch nenne.
Schlussendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt, das Gasthaus Steckholzer.
Schön gelegen und trotz der Abgelegenheit immer wieder gut besucht, beschließen auch wir, hier noch eine Einkehr zu machen.
Ein sehr gutes Mittagessen und Kaffee und Kuchen runden unsere Wanderung ab. Beim Weg zum Auto blicken wir noch einmal zurück auf den von hier kühlen Zacken des Padauner Kogels.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:34 h Gesamtlänge: 6,23 km Höhenmeter: ∆∇ 519 m
Das Wetter ist schön, aber die Zeit begrenzt. So greift man gerne auf Altbewährtes zurück. Der Kofel, fast direkt vor der Tür gelegen, wird wieder einmal zum Ziel erkoren. Mit dem Bus von Aldrans zur Talstation, dann gleich, dank Jahresticket, hinauf in kühlere Regionen.
Von der Bergstation (1.965m) wandern wir über den Steig oberhalb der Forststraße in Richtung Gipfel des Patscherkofels.
Den Steig sind wir in früheren Tagen öfter gegangen, die Kinder und ich. In den letzten Jahren haben wir immer wieder neue Gebiete erwandert, es ist schön, hier mal wieder entlang zu gehen.
Der Patscherkofel liegt aussichtsmäßig sehr günstig, man sieht ins Wipp-, Stubaital, ins Ober- und Unterland und natürlich auf die Landeshauptstadt.
Gekrönt wird der Gipfel von einer monströs großen Sendeanlage, für Fernsehen, Rundfunk, aber auch Telekommunikation.
Wir erreichen nach knapp 30 Minuten das Gipfelkreuz…
… wir machen ein „schnelles“ Gipfelfoto, dann wandern wir auch schon weiter, denn hier ist heute noch nicht Schluss.
Vorbei an der Sendeanlage, über den Osthang wandern wir in Richtung Boscheben.
Ich finde es schon interessant, wie sich eine Landschaft über die Jahreszeiten ändert. Das letzte Mal war ich im Winter hier, hier sind wir die Route Roman abgegangen.
Immer am Grat entlang, nur manchmal weicht der Weg in Richtung Viggartal aus. Die Aussicht ist auf jeden Fall wunderschön, egal ob in den Süden oder den Norden.
Vor uns liegen das Kellerjoch, Neuner- und Viggarspitze und die Sonnenspitze mit Glungezer. Einige dieser Gipfel bin ich gerade vor kurzem im Zuge des „Inntaler Höhenweges“ abgegangen.
Obwohl mir der Weg sehr vertraut ist, finde ich immer neue Aspekte, langweilig wird mir der Pfad nie. Unterhalb des Sistranser Schützenkreuzes hindurch kommen wir zum nächsten Abhang.
Rückblickend sehen wir die beeindruckende Sendestation auf dem Kofel.
Nun geht es fast durchgängig abwärts, bis wir schlussendlich bei Boscheben das kleine Gasthaus erreichen.
Hier beschließen wir, eine kleine Einkehr zu machen. Essen gibt es auf Anfrage noch keines, aber was zu trinken bekommen wir. Komisch finde ich, dass 10 Minuten später ein paar Leute Erbsensuppe, Brote und Kuchen kredenzt bekommen.
Ein wenig irritiert verlassen wir den eigentlich gemütlichen Platz, beim Kreuz machen wir noch ein Foto, das ist auch unter Umkehrpunkt.
Am unteren Zirbenweg entlang wandern wir flotten Schrittes wieder zurück zur Kofel-Bergstation.
Durch das Zirbentor hindurchgehend, beenden wir unsere Wanderung über den Kofel.
Beim Schutzhaus machen wir nochmals eine Rast, hier bekommen wir alles was das Herz begehrt. Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen, heute ist es richtig fein.
Das Essen ist wunderbar, wir genießen die Rast hier oben. Mit der Kofelbahn fahren wir wieder zurück ins Tal, und mit dem Bus, der schon auf uns wartet, geht es zurück nach Aldrans!
Eine gemütliche Tour, die bei „fast jedem Wetter“ gemacht werden kann. Allerdings ist so wunderschönes Wetter wie heute das sprichwörtliche i-Tüpfelchen! Wunderbar war´s…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:23 h Gesamtlänge: 5,52 km Höhenmeter: 302 m
Heute steht eine besondere Tour auf dem Programm. Schon vor längerer Zeit haben wir, Wolfgang, Paul und ich, Andi eine „Tour seiner Wahl“ geschenkt. Heute schaffen wir es, Andi hat sich den Haneburger mit EBike und Bergtour gewünscht. Eine super Wahl, finde ich! Das Wetter ist auch perfekt, so steht einem wunderbaren Tourentag nichts im Wege.
Wir starten direkt in Aldrans, mit dem EBike fahren wir über Rinn und Tulfes, da wir relativ früh am Weg sind, ist die Anfahrt über die Hauptstraße relativ angenehm, nicht zu viele Autofahrer.
Rasch erreichen wir Tulfes, ich bin überrascht, wie angenehm die Fahrerei mit dem Rad ist. Ich konnte mir das Bike von Andi ausleihen, super gewartet und eingestellt, da macht das Fahren gleich zweimal so viel Spaß.
Wir fahren von Tulfes hinauf nach Windegg, diese Kanzel hat einen wunderschönen Ausblick auf Innsbruck und das Inntal.
Das Wetter ist perfekt, es ist schon relativ warm, und keine Wolke trübt den blauen Himmel!
Von Windegg fahren wir über die Schotterstraße fast eben nach Volderwildbad. Dort fängt nun die ansteigende Forststraße ins Voldertal an.
Wir folgend diesem Weg bis zur Abzweigung auf die Vorbergalm (1.668m).
Hier drehen wir in die entgegengesetzte Richtung, nun geht es hinauf auf die Markisalm (1.896m).
Ein wenig abseits der Alm stellen wir unsere Räder in den Wald, nun müssen wir per Pedes weiter gehen. Der Erste ist gleich der abenteuerlichste Teil unserer Tour, weglos führt uns Wolfi durch den Zirbenwald, bis wir, fast ein wenig erleichtert, den Steig auf den Haneburger finden.
Wie ich schon mit Biggi feststellen mußte, ist aktuell die Moosbeerzeit angebrochen. Zum Klauben komme ich heute nicht, aber ich stecke mir immer wieder ein paar süßen Beeren in den Mund.
Den Wald haben wir nun hinter uns gelassen, die Aussicht auf das Inntal ist wie gewohnt wunderschön, die Fernsicht heute ein Traum.
Stehig, mit feinem Tempo ziehen wir höher und höher, der Gipfel schaut extrem weit entfernt aus.
Trotz dem steht Höhersteigen bleibt noch genügend Zeit für Unterhaltung und Erklärungen von Wolfi…
Doch Distanzen täuschen (nicht nur) mich immer wieder. Der Weg führt direkt zum Gipfel, dem entsprechend schnell machen wir Höhenmeter.
Unter uns liegt nun gut sichtbar das Voldertal, die Markisalm, im Hintergrund sehen wir den Schartenkogel und die Hinterseite des Glungezer-Skigebiets.
Wolfi kennt sich hier super aus, er erklärt uns immer wieder spannende und interessante Fakten über das Voldertal, den Glungezer und überhaupt über die Tuxer.
Kurzweilig erreichen wir den Gipfel. Für Andi ein kurzer, sehr emotionaler Moment, endlich hat er ein lange gehegtes Ziel erreicht! Bravo!
Wir genießen die Rundschau, dann setzen wir uns ein paar Meter unterhalb des Gipfels in eine Kuhle und packen die Brotzeit aus. Dank Andi habe ich auch Marschverpflegung bekommen, an Bargeld kauend wäre ich wohl verhungernd am Gipfel geblieben. Wolfgang und Andi haben noch einen guten Schnaps dabei, so gestärkt kann uns nichts mehr passieren!
Vor ein paar Jahren bin ich die Strecke vom Largoz am Grat in Richtung Haneburger und Malgrübler gewandert… wegen Schnees musste ich dann allerdings abbrechen. Umso glücklicher bin ich heute, dass ich in toller Runde hier oben stehe.
Für den Abstieg brauchen wir, auch wegen dem verblockten Gelände, fast gleich lang wie für den Aufstieg! Immerhin erreichen wir, mit feinen Gesprächen, zügig wieder die Almwiesen.
Über diese Matten wandern wir rasch weiter in Richtung der Fahrräder.
Wolfgang findet zielsicher die Abzweigung in die Pampa, wir müssen ja wieder unsere Ebikes finden.
Vorbei an uralten Zirben, manche mögen ein paar Jahrhunderte alt sein, suchen wir unseren Weg.
Wolfgang hat ein gutes Näschen für den Weg, wir finden einen Hochstand wieder, den wir im Aufstieg gesichtet hatten, nun ist klar wo wir hin müssen.
Ab hier erreichen wir die Räder zielsicher und schnell. Rasch haben wir diese flottgemacht, dann fahren wir den selben Weg wieder hinunter ins Tal.
An der Voldertalhütte machen wir eine verdiente Pause, hier gibt es Bier und gutes Essen, genau das was wir jetzt wollen! Wir stoßen nochmals auf das gelungene Geburtstagsgeschenk an. Das hat allen sehr viel Spaß gemacht!
Nach der ausgedehnten Rast fahren wir über Kleinbergstraße nach Tulfes und über die Dörferstraße weiter.
Das Wetter hat sehr gut gehalten, es ist immer noch fein warm. Der Akku am Rad zeigt auch noch 25% Ladung, es ist nun Zeit den Turbo einzuschalten.
Bei Andi und Gabi zu Hause gibt es dann nochmals einen Ausklang mit Brotzeit und lustigen Geschichten!
Ein rundum gelungener Tag, der uns noch länger in Erinnerung bleiben wird.
Tourendaten Bike Hinfahrt Gesamtdauer: 1:58 h Gesamtlänge: 18,86 km Höhenmeter: △ 1.286 m / ▽ 107 m
Aufstieg Haneburger Gesamtdauer: 3:05 h Gesamtlänge: 5,26 km Höhenmeter: △▽ 690 m
Bike Rückfahrt Gesamtdauer: 21,29 km Gesamtlänge: 1:00 h Höhenmeter: △ 203 m / ▽ 1.306 m
Was bietet sich für einen Freitag Nachmittag als sportliche Aktivität an… naja, das zähle ich jetzt nicht alles auf, aber Eines geht immer wieder: Ein kurzer Klettersteig. Wir haben uns zum Einstimmen den Glungezer Klettersteig ausgesucht, Biggi ist mit Georg dabei, Letu und ich. Wir benutzen die Bahn zum Hochfahren, damit verkürzen wir die Strecke immens.
Heuer ist das der erste Klettersteig, die Euphorie, die ich vor ein paar Jahren für das Ferrata-gehen entwickelt hatte, ist wohl ein wenig eingerostet. Umso mehr freue ich mich, dass die Jugend heute dabei ist!
Bei der Y-Stütze ist eine Markierung und auch ein besonderer Zirbenbaum auf einem Felsblock. Hier steigen wir ein paar Meter den Hang empor, dann ziehen wir uns das Klettersteigset an.
Der Einstieg ist extrem leicht, eigentlich ist hier gar kein Set notwendig. Aber Übung macht den Meister, erklären wir. Über einen Einfachen Blockrücken steigen wir hoch, dann ist das Seil wieder ein paar Meter unterbrochen.
Der Klettersteig ist sehr gut angelegt, die Erbauer haben sehr viel aus der Landschaft geholt. Dennoch ist die Ferrata eben sehr einfach und sicher kein Sportklettersteig. Aber für Kinder, oder für Wiedereinsteiger stellt der Weg doch einen schönen Aufstieg dar.
Die Aussicht auf das Skigebiet ist exzellent. Man sieht , dass in den letzten Jahren viel investiert wurde. Der Zirbensee, so der eingängige Name, stellt eine der auffälligsten Änderung dar.
Nun kommen doch ein paar „knackigere“ Stelle, der Spaßfaktor ist auf jeden Fall größer.
Es ist ein lustiges Auf und Ab, um den Steig recht attraktiv zu machen, mussten ein paar nicht ganz logische Schlenker eingebaut werden. Anstatt an einer Stelle logischerweise geradeaus weiter zugehen, müssen wir fast umdrehen, um in ein kleines Tal abzusteigen. Daraufhin geht der Steig wieder in die Höhe.
Es macht uns auf jeden Fall viel Spaß, das Wetter ist wieder einmal auf unserer Seite…
Ein paar Blöcke sind senkrecht angebohrt, hier muss man ein kleines bisschen zugreifen, dann können wir wieder ein paar Meter spazieren.
Eine lustige Stelle ist das „Versteck des Bergmändchens“, ein knapper Schlitz, der in die Höhe führt.
Gleich im Anschluss kommt nochmals ein sehr enger Schlupf, in den ich nun mit abgenommenem Rucksack durch passe.
Das ist sicher eines der Highlights der Tour, aber überhaupt nicht schwer, nur eben recht eng.
Wir erreichen eine Seilbrücke, ein Blick auf die Uhr zeigt uns, dass es knapp werden könnte mit der Gondel-Abfahrt, wenn wir noch weitergehen. Also beschließen wir, hier Ende zu machen. Die Buben probieren noch ein paar Stunts an der Brücke, während Biggi und ich unsere Sachen einpacken.
Zum Abstieg wählen wir den Sommersteig über die Schäfferhütte. Diesen Weg bin ich im Winter schon öfter mit Tourenski gegangen, im Sommer war ich erst einmal hier.
Der weitere Weg führt über die Piste, eigentlich so wie wir hoch gegangen sind.
Murmeltierbaue sehen wir viele, aber die putzigen Pelztiere sehen wir heute leider nicht.
Bei Halsmarter beschließen wir noch eine Einkehr zu machen, da wir alle hungrig sind, schlagen wir hier richtig zu… Burger, Flammkuchen, und natürlich braucht es auch was trinken… so lassen wir es uns gut gehen. Richtig fein war´s…
Tourendaten Gesamtdauer: 2.14 H Gesamtlänge: 3,75 km Höhenmeter: 323 m
Der Inntaler Höhenweg war eines der Highlights dieses Jahres. Die Tour war super , das Wetter war immer fein, und wir hatten Glück mit den Hütten und auch mit den Mit-Wanderern.
Der letzte Tag unserer Wanderung ist angebrochen, das Wetter ist (zumindest auf unserer Höhe wunderbar. Das Frühstück hier auf der Kellerjochhütte ist ein super Start in den neuen Tag, ein Blick aus dem Fenster zeigt blauen Himmel, mit einer Nebeldecke im Tal.
Wir beschließen, noch zur Kapelle am Kellerjoch aufzusteigen, um die Aussicht zu genießen. Die Rucksäcke bleiben in der Hütte, da wir eh den gleichen Weg zurück müssen.
Der Aufstieg ist teilweise drahtseilgesichert, schwierig ist er allerdings nicht. Unterwegs treffen wir immer wieder auf Schafe, die überraschend geländegängig sind.
Die Kapelle wurde 1931 eingeweiht, betreut wird sie von den Schwazer Schützen. Schon viele Male hat hier der Blick eingeschlagen oder der Föhn zugeschlagen. Das ist der exponierten Lage des kleinen Gotteshauses geschuldet.
Der Blick ins Inntal, mit der sich lichtenden Wolkendecke, ist ein würdiger Abschuss unserer Tour.
Auch im Zillertal liegt noch Hochnebel, dieser sieht noch ein wenig kompakter aus als im Inntal.
Wir genießen die Sonne an der Kapelle, und natürlich den wunderbaren Rundumblick.
Am Rückweg passieren wir wieder die Schafe, die sich hier weidlich am Gras satt fressen. Zumindest bei gutem Wetter ein Paradies für die Tiere.
Wir wandern wieder zurück zur Kellerjochhütte, holen unsere Rucksäcke, verabschieden uns, dann steigen wir ab, in Richtung Hecherhaus.
Der Hochnebel hat sich nun fast ganz verzogen, wir sehen einen Teil unserer Tour, den Patscherkofel und auch näher den Gilfert. Eine tolle Tour, das muss ich schon sagen!
Vom Kellerjoch wandern wir Richtung Naunz, hier werden wir fündig… wir packen die Wasserflasche aus, die wir vorsorglich entleert haben und klauben Moosbeeren. Wir haben genau den richtigen Platz gefunden, süß und groß sind die „gschmackigen“ Früchte.
Schon gestern hatten wir beim Aufstieg vom Loassattel viele Moosbeeren (Heidelbeeren) gesehen, aber noch keine Zeit und Muße gehabt, diese zu sammeln. Heute ist das anders.
Nachdem wir unsere Behältnisse gefüllt haben, wandern wir weiter. Wir erreichen den Arbeserkogel (2.026m). Hier kann man noch die Überreste des alten Liftes sehen, der vom Hecherhaus herauf geführt hatte.
Steil wandern wir ins Inntal, nun sehen wir schon das Hecherhaus, das auch als Bergstation der Kellerjochbahn dient.
Hier kehren wir ein, gönnen uns eine kleine Jause. Gestärkt wandern wir, nachdem wir uns gegen die Liftbenutzung entschieden haben, am Wanderweg tiefer ins Tal
Der Steig ist schön und wir sind froh, diese Option gewählt zu haben. Rasch steigen wir tiefer und tiefer. Unterwegs finden wir noch eine kümmerliche Hand voll Pilze.
Schließlich erreichen wir die Talstation der Kellerjochbahn, damit auch das Ende unserer tollen Wanderung.
Ein Blick auf den Fahrplan zeigt uns, dass wir noch viel Zeit zum Warten haben, daher beschließen wir noch auf ein Getränk ins Hotel Frieden zukehren.
Der Ausblick von der Terrasse auf das Inntal ist phänomenal. So ausgerastet, machen wir uns pünklich auf zum Bus.
Eine spannende Fahrt vom Berg ins Tal ist die Busfahrt allemal, wohlbehalten erreichen wir zuerst Hall, und dann fahren wir über Innsbruck zurück nach Aldrans.
Der Inntaler Höhenweg, der mir schon ein paar Jahre immer wieder unterkommen ist, ist endlich absolviert. Und das in bester Gesellschaft. Die Wanderung hat sehr viel Spaß gemacht, die Hütten waren alle Tipp-Topp, das Wetter hat auch gut mitgespielt. Sozusagen alles perfekt! So eine Tour kann ich mir bald wieder vorstellen!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:18 h Gesamtlänge: 7,04 km Höhenmeter: ∆ 168 m / ∇ 1022 m
Heute steht die Königsetappe auf dem Programm. Wir haben uns einen alternativen Zustieg zur Kellerjochhütte überlegt, damit wir nicht über Hochfügen gehen müssen. Bei bestem Wetter starten wir bei der Rastkogelhütte los, zuerst folgen wir dem selben Weg, den wir gestern gekommen sind.
Wir passieren das Sidanjoch, von hier sehen wir schon auf den weiteren Weg mit dem kleinen Gilfert.
Überall in den Tuxern finden wir Weidevieh, die Almen hier sind riesig und sind, zumindest mit menschlichen Augen gesehen, ein Tierparadies! Über sprießt das Gras und dazwischen liegen schöne Tümpel zur Wasserversorgung.
Kurz nach dem Sidanjoch erreichen wir die Abzweigung auf den Kleinen Gilfert (2.388m). Ein schöner, wenn auch schmaler Pfad führt hier auf den Gipfel. Immer wieder fallen uns religiöse Symbole in der Landschaft auf.
Auf dem Gipfel des Kleinen Gilfert ist ein Freidenssymbol installiert, das den Weltreligionen huldigt.
Vom Gipfel steigen wir nach Norden, Richtung Pfundsalm ab. Im Sattel angekommen, steigen wir nun weglos in Richtung Pfaffenbichl (2.431m). Teils am Zaun entlang erreichen wir felsigeres Gelände.
Nun heißt es, im Felslabyrinth einen Weg auf den Gipfel des Pfaffenbichls zu finden.
Meist recht einfach, einmal müssen wir ein kurzes Stück zurück, erreichen wir den abenteuerlichen Gipfel.
Am Gipfel genießen wir den Rundumblick, machen eine kurze Trinkpause. Dann steigen wir wieder Richtung Nordwesten, nun auf einem kleinen Steiglein, hinab zur Bergstation bei der 8er Alm von Hochfügen.
Ich bin nun froh, dass wir den Weg über die Gipfel gegenüber der Strecke oberhalb von Hochfügen gewählt haben.
Ab der Bergstation wird der Weg nun grasig und lieblich, immer am Grat entlang, mit den nächsten Gipfeln vor uns aufgereiht. Die Wolken werden immer mehr, das bereitet uns ein wenig Sorgen.
Als nächstes erreichen wir den Gipfel des Metzen (2.355m). Nur eine einfache Stange markiert den höchsten Punkt.
Wieder steigen wir ein wenig ab, um gleich wieder hochsteigen zu müssen. Der Blick ins Inntal wird nun besser und besser, allerdings sehen wir damit auch die Gewitterfront, die auf uns zukommt.
Rückblickend auf Metzen und Pfaffenbichl schaut der Himmel viel freundlicher aus.
Wir beschließen, den Gipfel des Gilfert raschest möglich zu erreichen, denn sollte uns der Sturm wider erwarten doch noch erwischen, wären wir zumindest nicht mehr so exponiert.
Am Gipfel ziehen wir unser Regengewand an, es hat schon ein wenig getropft. Doch wir sind immer noch zuversichtlich, dass wir nicht ins schwere Wetter kommen werden.
Und genau so verhält es sich dann auch. Die Regenfront streift uns nur ganz leicht, schon bald können wir das Regenzeug im Rucksack verstauen, es ist immer noch warm und die Regenwolken verziehen sich auch schon wieder.
Nun folgen wir dem Steig hinab zum Graukopf und dann weiter zu den Gamssteinen.
Erst erreichen wir den Großen Gamsstein (2.142m), den wir direkt überschreiten.
Das Wetter ist zwar nun trocken geblieben, aber von Zeit zu Zeit kriechen Nebelwolken über den Boden und nehmen uns die Sicht. Ich mag diese Stimmung, wenn man den Weg nur von Zeit zu Zeit sehen kann.
Der Abstieg vom Gilfert zum Loassattel zieht sich, der Weg ist zwar gut, aber eben teilweise steil und einfach nur lang. Zwischendurch erreichen wir den Kleinen Gamsstein (1.924m), der ein wenig abseits vom Weg liegt.
Dann wandern wir weiter durch Alpenrosen- und Moosbeerfelder.
Wir können den weiteren Weg nun gut einsehen, zuerst müssen wir in die Loas (1.675m), dann müssen wir wieder den Anstieg auf das Kellerjoch angehen. Von hier sieht das noch relativ weit aus.
Bald erreichen wir den Loassattel, Biggi meint, dass nun eine Pause unausweichlich ist. Zum Glück gibt es auf der Loas ein Gasthaus, das weithin bekannt für seine Schnitzel ist. Dort wollen wir eine Einkehr halten.
Das Gasthaus, von dem ich schon öfter gehört habe, liegt ein paar Meter unterhalb des Sattels, schon bald haben wir es erreicht.
Wir bestellen uns gemeinsam ein (1!) Schnitzel, und wir werden beide locker satt. Die Portion ist sehr großzügig ausgefallen und das Schnitzel wirklich sehr köstlich. Wir fühlen, wir neue Kraft in uns strömt. Die Pause tut auf jeden Fall gut.
Nun ist der weitere Weg auch nicht mehr so erschreckend. Wir haben gut gerastet und sind wieder motiviert. Wir nehmen den Hochebenweg, der ein wenig flacher in Richtung Naunz führt.
Bei der Naunz müssen wir uns fast 180° in Richtung Süden drehen und nun folgen wir dem Grat hinauf zur Kellerjochhütte (2.237m)
Schließlich erreichen wir die letzte Hütte unserer Wanderung. Am Eingang treffen wir „unsere“ Wiener wieder, die über Hochfügen aufgestiegen sind. Auch werden wir gleich informiert, dass das Wasser rationiert wurde, da der Tank leer ist. Wir bekommen für die tägliche Hygiene eine Flasche Wasser, aus dem Wasserhahn kommt nichts mehr.
Ab Abend bekommen wir ein wunderbares Essen kredenzt, dazu schönste Farbenspiele am Himmel, die wir unter anderem durch das Stubenfenster beobachten können. Die Nacht verbringen wir zusammen mit den Wienern in einem Vierbett-Zimmer. Auch hier haben wir wieder viel Glück.
Am Abend ist es frisch geworden, das ist das erste Mal, dass wir am Abend eine Jacke brauchen. Der kurze Regen hat doch ein wenig Abkühlung gebracht.
Tourendaten Gesamtdauer: 8:20 h Gesamtlänge: 19,49 km Höhenmeter: ∆ 1.522 m / ∇ 1.401 m
Nach einer guten Nachtruhe im Zweibettzimmer stehen wir vergnügt auf, wir freuen uns schon auf die nächste Etappe. Das Frühstück ist sehr gut, wie eigentlich alles hier auf der Weidener Hütte. Auf der Veranda sitzen unsere zwei deutschen Kollegen, der Wetterbericht verspricht Gewitter schon am späten Vormittag. Sie haben beschlossen, das Risiko nicht einzugehen, und über den Talboden abzusteigen. Biggi und ich unterhalten uns mit dem Hüttenwirt, dieser meint, dass wir das leicht schaffen, den Rastkogel haben wir bei Gewitterbeginn schon hinter uns. Da der Himmel auch vielversprechend ausschaut, fällt die Entscheidung auf „Weitergehen“.
Der Himmel ist, von einer paar Wolken im Süden abgesehen, strahlend blau. Eigentlich unvorstellbar, dass schon bald alles anders sein könnte. Von der Hütte steigen wir zum Nafingsee auf, an diesem vorbei über Almrosen-Weiden und einer kleinen Almhütte immer weiter zum Joch.
Die Kühe werden gerade gemolken, 4 Senner sind gerade fleissig am Werk, das Vieh abzufertigen
Unser Weg liegt noch im Schatten, das ist angenehm, weil fein kühl. Wir werden gegen Mittag noch lange genug in der Sonne laufen!
Der Olperer zeigt sich heute wieder einmal in all seiner Pracht, ein wunderschöner Berg, den man speziell hier in den Tuxern immer wieder gut sehen kann.
Unter uns liegt das Geisljoch, unser Weg führt uns jedoch hinauf zum Nafingjoch (2.489m). Dort verweilen wir einen Moment, genießen den Rundumblick, bevor wir uns zum Aufstieg auf den Rastkogel machen.
Vom Joch haben wir einen wunderbaren Ausblick auf den Hauptalpenkamm.
Unterhalb vom Nafingjoch sind „komische“ Rippen im Gelände, teilweise sind kleine Seen und Teiche dazwischen. Wir wundern uns über die Entstehung dieser „Wellen“.
Südseitig passieren wir die Halsspitze, ein kleiner unmarkierter Gipfel, den wir auslassen. Unter uns liegen die wunderschönen Rastkogelseen.
Bald erreichen wir das Nurpensjoch, das den Abschluss des gleichnamigen Tals darstellt. Dort war ich vor Jahren auf der Haglhütte, mit dem Mountainbike.
Der Weg zum Gipfel schaut noch weit aus, das Hinweisschild relativiert die Gehzeit… lange haben wir es nicht mehr und das Wetter hält noch gut. Zum Glück haben wir die Tour nicht abgebrochen.
Rückblickend sehen wir nochmals die Rastkogelseen und den Olperer.
Der Grat wird ein wenig ausgeprägter, nun ist der Gipfel nicht mehr fern.
Die letzten Meter führen durch leichtes Blockgelände, dann haben wir den höchsten Punkt der Etappe, den Rastkogel (2.762m) erreicht.
Der Ausblick ist überragend, am Himmel zeigen sich leichte Cirren, aber das Wetter schaut noch stabil aus.
Wir gönnen uns eine längere Pause, essen unsere Jause, packen die Landkarte und das Fernglas aus und genießen das Panorama! Eine tolle Aussicht haben wir hier!
Nach der ausgedehnten Pause und einem Gespräch mit einem weiteren Bergsteiger setzen wir unseren Weg fort. Wir steigen ostwärts ab, unter Dreispitz-, Breiten- und Rosskopf führt uns der Weg durch ein namenloses Hochtal.
Hier liegen noch größere Schneereste in den schattigen Passagen, eine Spur auf der Schneedecke zeugt von ungenügendem Risikobewusstsein.
Je tiefer wir wieder absteigen, desto lieblicher wird die Landschaft. Bald sehen wir einen See vor uns liegen, der wohl auch zum Baden einladen würde.
Als wir dort ankommen, sehen wir, dass es sich um ein größeres Feuchtgebiet mit zwei Seen handelt. Der untere See ist recht brackig, aber der obere See wäre toll für eine Erfrischung. Allerdings treibt uns das nun instabiler werdende Wetter zur Eile an.
Über dem Rastkogel brauen sich die ersten Wolken zusammen, und der Weg ist doch noch nicht fertig für heute.
Der Weg führt durch Steilwiesen über dem Tal, im Hintergrund können wir schon die Rastkogelhütte ausmachen.
Die Wolken über dem Rastkogel werden immer mehr, dennoch müssen wir uns noch nicht fürchten. Ein bisschen Zeit haben wir noch. Im Rückblick sieht man den Weg durch die Steilwiesen gut.
Wir erreichen die Abzweigung zum kleinen Gilfert. Morgen müssen wir wieder hier her, denn unsere Alternativroute auf die Kellerjochhütte führt hier vorbei.
Die nächste Station ist das Sidanjoch (2.127m), ab hier ist der Weg nun nicht mehr weit.
Und das ist auch gut so, denn mittlerweile ziehen schwarze Wolken auf.
Ab dem Sidanjoch ist der Weg breit, auch E-Biker treffen wir hier. Vermutlich wurde der Weg genau deswegen erweitert…
Trocken erreichen wir die Rastkogelhütte (2.117m), wunderschön gelegen über dem Sidantal. Im Hintergrund können wir auch Hochfügen ausmachen.
Wir setzen uns auf die Terasse und genießen ein gutes Mittagessen. Die Tagesgäste machen sich ob des Wetters wieder auf den Heimweg, während für uns das Tageswerk getan ist.
Später am Nachmittag öffnet sich die Himmelsschleusen, es regnet ergiebig. Wanderer, die es nicht zeitig in die Hütte geschafft haben, werden dem entsprechend gewaschen. Unsere Wiener Wanderer schaffen es leider auch nicht, später erzählen sie uns, wie sie inmitten des Gewitters Unterschlupf in einer Felshöhle suchen mussten.
Zum Glück hat unsere Tourenplanung auch heute wieder gut gepasst. Wir sind trocken und sicher angekommen und können den Abend genießen. Auch hier
Tourendaten Gesamtdauer: 5:17 h Gesamtlänge: 11,95 km Höhenmeter: ∆ 1.109 m / ∇ 784 m