Schlagwort-Archive: Tuxer Alpen

240609 Patscher Alm (1.694m)

Heute ist das Wetter nicht ganz so strahlend wie gestern, aber eigentlich, da sind sich Biggi und ich einig, ist perfektes Wanderwetter.

Wir haben die Patscheralm, mit optionaler Erweiterung, als Ziel auserkoren. Start ist bei dem Parkplatz nach Heiligwasser, direkt am Goldbichl gelegen.

Es hat die letzten Tag viel geregnet, und da werden die schon feuchten Nordhänge hier noch grüner… und die Bäche führen auch gut Wasser.

Gleich am Anfang nehmen wir einen direkten Aufstieg durch den Wald. Steil, aber nicht unangenehm machen wir einige Höhenmeter…

Die Temperaturen sind angenehm, und dank Nebel ist die Stimmung im Wald auch wunderbar und sogar ein wenig mystisch.

Immer wieder touchieren wir die nun sommerlich-blühenden Skipisten der Patscherkofelbahn. Teilweise ist es schwierig, sich das Ganze mit präparierter Skipiste vorzustellen.

Der Ausblick ins Oberland und zur Munde ist nicht so positiv, das Wetter verschlechtet sich zusehens.

Der Weg führt abwechslungsreich durch Wald, Beerenböden, und wie beschrieben teils auch über Pisten.

Unterhalb der Patscher Alm ist der Weg plötzlich ein wenig „komisch“, allerdings finden wir dann doch wieder auf den richtigen Pfad und steigen problemlos weiter.

Teilweise spannende Strukturen im Wald, speziell Wurzeln und abgestorbene Bäume ziehen mich immer wieder in den Bann…

Noch einmal über eine Piste, dann öffnet sich der Wald und wir sind auf dem Almboden der Patscher Alm.

Die Patscher Alm, ein Kleinod im wahrsten Sinne des Wortes, liegt vor uns. Wir sitzen uns vor die Hütte, es ist zwar eher kühl, aber in der Hütte ist geheizt. Mir ist es dort ein wenig zu heiß, daher bleiben wir draussen.

Ein nettes Schild mit einem originellen Spruch bringt mich zum Schmunzeln: „WIR HABEN EINE ♥ FREUNDLICHE SELBSTBEDIENUNG, DANKE!

Gestärkt wollen wir erst in Richtung Lanser Alm, aber die Hüttenwirtin meint, dass der Steig sehr rutschig und auch dreckig ist. Dies ist dem Regen geschuldet. Daher ändern wir unsere Planung und wandern auf ähnlichen Wegen wieder retour ins Tal.

Immer wieder kommen wir auf interessante Pfade, der Patscherkofel ist vollend mit Wegen übersät, teilweise ist es schon schwer, auf dem „richtigen“ Weg zu bleiben.

Schussendlich führen alle Wege nach Rom, bzw. zum Parkplatz beim Goldbichl…

Wir sind wieder parallel zur Skipiste am Weg, von oben sehen wir den Rosengarten, den Biggi und ich vor ein paar Wochen besucht hatten… allerdings heute bei weniger guten Bedingungen.

Trotz Wetterverschlechterung kommen wir trockenen Fußes ins Tal, die Wanderung hat uns beiden sehr gut gefallen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:13 h
Bewegungszeit: 2:16 h
Gesamtlänge: 8,47 km
Höhenmeter: 722 m

240608 Zirbenweg

Recht gutes Wetter, motivierte Kinder… da muss man doch einfach eine Wanderung planen. Schnell ist was gesucht… das allen Ansprüchen Genüge tut.
Tja, das war wohl ein wenig zu optimistisch… plötzlich haben die Kinder keine Zeit, beziehungsweise was besseres vor und ich stehe alleine da! Nun ja, ich bleibe dabei, es wird heute doch wieder mal der Zirbenweg sein. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge…

Mit der Glungezerbahn fahre ich den Berg empor, von der Bergstation wandere ich hinüber zur Tulfeinalm (2.035m). Hier treffe ich einen der Betreiber, der meint, der Zirbenweg ist gesperrt, wegen Schneefeldern.

Ich habe zur Not Grödel dabei, daher beschließe ich, den Weg zu probieren.

Durch das schöne Zirbentor starte ich meine Wanderung zum Patscherkofel. Der Weg, eigentlich total leicht, sollte auch heute keine besonderen Schwierigkeiten aufweisen.

Bald komme ich zu den ersten Schneefeldern, diese weisen wunderbaren Stapfschnee auf, daher stellen diese überhaupt keine Schwierigkeit dar.

Ich merke allerdings, dass der Weg offiziell gesperrt ist… ich bin ganz alleine auf dem Weg. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert!

Immer wieder muss ich Schneefelder queren, die aber sehr fein zu begehen sind. Dennoch wunder ich mich, dass sich der Schnee hier so gut gehalten hat… scheint doch die Sonne schon in der Früh auf diese Plätze.

Vorbei an der Abzweigung zur Neuerspitze, die schneefrei ausschaut, bleibe ich dennoch auf dem Pfad zum Patscherkofel.

Immer wieder sind kleine und größere Schneefelder zu queren. Obwohl leicht zu begehen, ist das wohl für das „normale“ Zirbenweg-Publikum doch ein wenig zu viel des Guten.

Ab ungefähr der Hälfte, ich habe gerade ein steileres Feld gequert, kommen mir die ersten Personen vom Kofel entgegen. Und es werden im weiteren Weg immer mehr und mehr Wanderer…

Ich genieße den Blick auf das Inntal, auch im Karwendel sind noch viele Schneefelder sichbar, es liegt doch noch einiger Schnee im Gebirge!

Ich erreiche die Abzweigung zur Viggarspitze, dies ist mein normaler „Zirbenweg“, den ich sehr gerne gehe, da ich hier immer einen Gipfel mitnehmen kann.

Der Zirbenweg, obwohl technisch sehr einfach, ist landschaftlich ein Kleinod. Ich bin hier immer wieder gerne unterwegs!

Mein Blick in den Süden, über den Morgenkogel zeigt ein paar dunkle Wolken. Der Wetterbericht sagt aber keine Gewitter voraus.

Der Blick nach Norden zeigt schönsten Himmel, und nur ein paar harmlose Schönwetterwolken sind sichtbar.

Die ersten Frühlingsblumen sprießen auch schon in der Höhe, im Tal ist der Frühling mittlerweile voll angekommen.

Wo sich die Schneefelder weiter zurückgezogen haben, zeigt der Weg teilweise Risse und Winterschäden, die wohl noch ausgebessert werden müssen.

Beim letzten, und einem der steilsten Schneefelder kommt mir ein sehr altes Ehepaar entgegen. Ich wundere mich ein wenig, wie sie das geschafft haben, muss ihnen aber auch einigen Respekt zollen!

Der Himmel ist nun schon diesiger geworden, aber das Wetter wird wohl noch halten.

Ich erreiche die Bahn, es ist ein wenig windig geworden, daher beschließe ich, gleich weiter ins Tal zu fahren.

Die Tour hat mir sehr gut gefallen, der Zirbenweg wird mir wohl nicht so schnell langweilig werden…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:02 h
Gesamtlänge: 7,85 km
Höhenmeter: ▲ 183 m / ▼ 260 m

240520 MTB Vorbergalm, Voldertal (1.668m)

Da es uns gestern mit dem Radl so gut gefallen hat, beschließen Biggi und ich, heute gleich noch eine Runde zu drehen.
Wir küren das Voldertal zu unserem Ziel, die Anfahrt per Auto ist zwar mühselig, aber schön. Am Parkplatz angekommen stellen wir fest, dass wir heute nicht die Einzigen sind. Rasch sind die Mountainbikes startklar gemacht und wir legen los.

Die Straße zieht ziemlich gerade das Tal hinein, mit gleichbleibender Steigung. Nur wenige Flachpassagen lassen die Wadeln ein wenig abkühlen.

Immer weiter führt uns der Weg ins Gebirge. Beim schönen Wasserschloss kommen uns Radler mit Skiern auf dem Rücken entgegen, die kommen vom hintersten Tal. Scheinbar ist es noch halbwegs gut gegangen.

Überall fließt in den Tuxern das Wasser, es ist sehr grün. Im direkten Vergleich zum Karwendel fällt dieser Unterschied enorm auf.

Wir passieren die Abzweigung zur Voldertalhütte, beim Rückweg werden wir hier eine Einkehr machen. Aber nun wollen wir noch weiter zur Vorbergalm.

Der erste Teile der Tour führt durch alte Wälder, im Sommer ob der Kühle eine Wohltat. Auch heute genießen wir dies, allerdings leidet die Aussicht ein wenig darunter.

Schließlich erreichen wir das sogenannte Dörfl, eine Ansammlung von Häuschen, die wirklich einen leichten Siedlungscharakter ausstrahlt.

Hier verschnaufen wir noch einmal, genießen die Aussicht und erfreuen uns auch an dem schönen Wetter. Es ist aber ein wenig kühler als gestern…

Nun steht der Schlussspurt am Programm, führte der Weg bis jetzt immer kerzengerade ins Tal hinein, macht er kurz vor der Alm eine 180 Grad-Kurfe…

…um dann in einem weiten Bogen auf die Alm zu führen.

Schließlich sind wir am Ziel. Auf der Alm wird schon fleißig die kommende Saison vorbereitet, im Hintergrund sehen wir noch die schneebedeckten Tuxer Gipfel. Wieder einmal werden wir an unsere geplante Tour im Sommer erinnert und die Vorfreude wächst!

Bei der Alm ist kein Ausschank, daher setzen wir uns in der Nähe auf eine Bank, in die Sonne und genießen unsere mitgebrachte Brotzeit. Das tut nun richtig gut, es ist sehr angenehm in der Sonne!

Gegenüber der Alm liegt gut sichtbar der Voldertaler Bergsturz. Im Winter 1820 stürzte hier die Ostflanke des Glungezers mit Getöse ins Tal. Der Bergsturz staute den Bach auf, daher war hier von 1820 bis 1900 ein kleiner See vorhanden. Die Sage vom Glungezerriesen spiegelt diese dramatischen Ereignisse wieder.

Nachdem wir unsere ausgedehnte Pause genossen haben, fahren wir über den gleichen Weg wieder ins Tal, bzw. zum Parkplatz.

Bei der Voldertalhütte (Naturfreunde Tirol) machen wir noch einen Zwischenstopp, gönnen uns Kaffee und Kuchen und sind bas erstaunt, wie viele Leute doch den Weg in dieses urige Tal gefunden haben.

Das Voldertal gefällt mir auch sehr, gerne möchte ich bald wieder eine Tour hier machen! Ich freu mich schon…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 12,16 km
Höhenmeter: 588 m

240512 Wanderung Rosengarten

Das Wetter ist super, Biggi und ich beschließen, eine kleine Wanderung von Aldrans aus zu machen. Den Rosengarten in Igls habe ich schon länger nicht besucht, also fällt die Wahl auf diese Runde. Mit dem Bus fahren wir zuerst zum Olex (Patscherkofel Talstation)

Von hier wandern wir parallel zur Bundesstraße, aber schön im Wald gelegen gen Süden. Am Grünwalderhof queren wir die Straße und erreichen den Rosengarten.

Woher der Rosengarten seinen Namen hat, kann ich nicht genau sagen, ich könnte mir allerdings vorstellen, dass auch hier die Färbung am Abend, beim Sonnenuntergang eine Rolle gespielt hat. Ähnlich wie das im Südtirol auch der Fall sein soll…

Am Waldrand entlang wandern wir auf schönem Pfad, dann durch den Wald bis zum Kurpark in Igls.

Wir queren den Ort, bis wir kurz vor der Haltestelle Igls der Linie 6 auf ein Kneippkurbad stoßen. Dort kommen wir nicht vorbei, rasch schlüpfen wir aus den Schuhen und strecken die Füße in das kalte Nass.

Das Wasser ist wirklich kalt, mehr wie zwei Runden schaffe ich nicht, dann muss ich raus aus dem Wasser. Aber so erfrischt, ist der weitere Weg ein Klax.
Von Igls spazieren wir erst nach Lans, dann über den Lanser See zum Lanser Golfplatz.

Über feine Wiesenwege und durch einen kurzen Waldpfad erreichen wir mein Zuhause. Eine feine, unkomplizierte Wanderung in der direkten Umgebung… so mag ich das!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 9,11 km
Höhenmeter: △ 106 m / ▽ 347 m

240505 Kriegerkapelle (1.739m)

Das Wetter ist wiederum, entgegen dem Wetterbericht, schön, aber ein wenig kühler als gestern. Wir fahren mit dem Bus nach Rinn, hier starten wir unsere Wanderung auf die Kriegerkapelle.

Dem ersten Teil folgen wir meiner Standardroute auf die Rinner Alm, überall blüht, kreucht und fleucht es! Wunderbar, der Frühling.

Ein paar Meter folgen wir der Schotterstraße, dann zweigen wir auch schon auf den Rinner Almsteig.

Am Waldspielplatz vorbei, die Forststraße ein paar Mal querend, steigen wir höher und höher.

Am Steig sehen wir immer wieder die Auswirkungen der letzten Föhnwellen. Überall liegen sturm-gefällte Bäume.

Über wurzel-bewähren Steig erreichen wir schlussendlich das erste Ziel, die Rinner Alm (1.397m).

Diese ist heute gut besucht, viele Wanderer nutzen das gute Wetter. Der erste Blick über die Bänke auf der Veranda zeigt keine freien Plätze. Uns ist das egal, da wir eh noch keine Einkehr planen.

Hinter der Alm steigen wir höher, und über den Vogelfängerweg erreichen wir den Vogelfänger-Boden

Hier wurde die Infotafel überarbeitet, in neuem Glanz erstrahlen hier Tannenmeise, Fichten-Kreuzschnabel und Buchfink. Auch wenn ich diese Vögel hier noch nicht gesichtet habe, die Bilder sind dafür umso anschaulicher.

Nun wechseln wieder wieder auf eine Forststraße, die ganz neu hergerichtet scheint. Zumindest ist hier wenig Verkehr, denn der Belag ist noch in perfektem Zustand.

Am Ende zweigt ein kleiner Weg nach rechts, und wir erreichen unser für heute höchstes Ziel, die Kriegerkapelle (1.739m).

Die Aussicht von diesem Platz ist spektakulär, leider ist es noch ein wenig kühler geworden und die Pause auf der Aussichtsbank reduziert sich auf das Nötigste!

Wir folgen dem gleichen Weg zur Abzweigung Rinner Alm / Aldranser Alm, dann wandern wir in Richtung der zweiten Alm.

Über den Sepplsteig, einen kleinen Verbindungssteig zwischen den Almen, wandern wir durch moosigen Wald und eng stehende Bäume.

Das letzte Stück bestreiten wir wieder auf einer Forststraße, bevor wir vor unserer zweiten Alm, der Aldranser Alm (1.503m) stehen. Auch hier kehren wir nicht ein…

Es ist später geworden als geplant, also schauen wir, dass wir ohne Pause weitergehen. durch ausgedehnte Moosbeerfelder steigen wir ziemlich direkt von der Alm ab ins Tal.

Am alten Almenweg begegnen wir zwei Wanderern, ansonsten sind wir heute, bis auf die Hütten-Umgebungen, recht einsam am Weg gewesen.

Bei dem Trinkwasserkraftwerk „Schreyerbach“ treten wir aus dem Wald und stehen auf den schönen Wiesen oberhalb der Aste. Wir passieren die Starkenbergsiedlung und das Industriegebiet, wandern kurz durch den Wald, erreichen das Sägewerk Dollinger und schließlich den Dorfkern von Aldrans.

Eine tolle, ausgedehnte Wanderung. Das Wetter hat bis zum Schluss mitgespielt, wir sind trockenen Fußes angekommen! Toll, fein war´s!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:12 h
Gesamtlänge: 13,58 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 1.016 m

240330 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Der Frühling kündigt sich mit Riesenschritten an, die Blumen sprießen und blühen, die Natur erwacht wieder. Zu den feinen Temperaturen steuern Föhn und mittransportierter Saharastaub auch noch ihren Teil bei.

Biggi und ich beschließen, auf die Rinner- und evtl. weiter auf die Aldranser Alm zu gehen. Also meine Trainingsrunde, gestartet wird wie üblich in Rinn.

Über den Rinner Almensteig machen wir gleich Höhe, die Temperaturen sind für die Jahreszeit aber echt ungewöhnlich… dem Klimawanderl sei „Dank“.

Der Föhn ist heuer auch stärker in Erscheinung getreten und überall im Wald können wir seine Spuren entdecken. Einige schöne, alte Bäume sind dem Südwind zum Opfer gefallen, teilweise mitten in intaktem Forst.

Wir haben ein gutes Tempo, und schon bald erreichen wir das Gatter zur Rinner Alm und schließen damit den ersten Teil der Wanderung ab.

Obwohl die Aussicht mäßig ist, freu ich mich ob der Temperaturen schon sehr auf die heurige Bergsaison. Einige Projekte habe ich auf meiner Liste…

Die Rinner Alm (1.380m) ist geschlossen, dennoch gönnen wir uns eine kurze Pause in der Schaukel

Die Sonne lugt durch die staub-durchdrungenen Luft, die Pause ist sehr gemütlich. So beschließen wir, da Schnee auch keiner mehr liegt, zur nächsten Alm aufzubrechen.

Durch moosbewachsenen Fichtenwald spazieren wir am Verbindungsweg gen Westen.

Wir erreichen die Forststraße, die hinauf zur nächsten Alm führt. Von hier haben wir ein paar Ausblicke auf das Inntal, leider ist die Sichtweite heute bescheiden.

Die Aldranser Alm (1.511m) ist auch noch geschlossen, allerdings wird es nicht mehr lange dauern. Wir setzen uns auf eine Bank, genießen einen Schluck Wasser. Die ersten E-Biker kommen auch schon oben an.

Der Wind ist der einzige Wermutstropfen heute, und schlussendlich ist es auch dieser, der uns von dem ansonsten gemütlichen Plätzchen vertreibt.

Auf dem Waldsteig wandern wir hinunter nach Fagslung, vorbei an der Wasserfassung für Aldrans

Immer wieder sehen wir Frühlingsboten, die uns an die kommenden warmen Saison erinnern, wie hier im Bilde der Huflattich.

Über die Felder vor Fagslung erreichen wir wieder Siedlungsgebiet, über das Industriegebiet wandern wir nach Aldrans.

Eine gemütliche Einstiegstour, in feinster Gesellschaft. So kann es weitergehen… Ich freu mich schon auf die kommende Saison…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:57 h
Gesamtlänge: 9,91 km
Höhenmeter: △ 643 m / ▽ 853 m

240316 Patscherkofel (2.246m)

Schon seit einiger Zeit „kitzelt“ mich eine Schneeschuhtour, endlich ist es so weit. Weit weg will ich nicht fahren, daher beschließe ich, eine Runde auf und um den Patscherkofel zu machen.
Mit der Bahn fahre ich bis zur Mittelstation, die Talabfahrt ist schon wegen Schneemangels geschlossen. Hier starte ich, mit Grödeln bewaffnet, die Schneeschuhe bleiben auf dem Rucksack.

Ich erreiche nach ein paar Minuten die Patscher Alm (1.694m), hier verlasse ich das Skibgebiet und folge dem Forstweg, auch Vitalweg genannt, in Richtung Hochmahdalm

Es ist und bleibt eine Forststraßen-Hatscherei, egal ob Sommer oder Winter. Dennoch tröstet die wunderschöne Aussicht ein wenig über diesen Fakt hinweg.

Das Stubai, für die Jahreszeit auch schon auffällig schneefrei, liegt direkt vor mit. Ich komme an der sogenannten David-Hütte, in super Lage, vorbei.

Der Weg ist immer noch gut zu gehen, die Schneeschuhe können noch am Rucksack bleiben.

Schließlich erreiche ich auch die Hochmahdalm (1.907m). Hier treffe ich auch zwei Skitourengeher, die gerade eine Pause machen.

Kurz nach der Alm biege ich von der Straße ab ins Gelände, hier sind auch mehrere Skitourengeher am Weg. Nun endlich kommen die Schneeschuhe zum Einsatz.
Der Aufstieg auf den Gipfel des Kofels ist einfach, aber die Sicht grenzwertig… fast wie ein „Whiteout“.

Ich stapfe vor mich her, Sicht gegen Null, als plötzlich die Wolkendecke aufreißt und die Sendeanlage direkt vor mir liegt. Ich bin überrascht, dass ich schon fast auf dem Gipfel stehe.

Für eine Pause ist es noch zu früh, ich gehe an der Gipfelstube vorbei, diese ist trotz des nicht idealen Wetters gut gefüllt.

Ein Abstecher zum Gipfelkreuz des Patscherkofels ist Pflicht. Der Wind bläst wie verrückt, daher bleibe ich nur einen Augenblick stehen.

Vom höchsten Punkt wandere ich nun ostwärts, vorbei an der riesigen Sendeanlage und über den Osthang in eine Mulde. Der Schnee ist gut tragfähig, dennoch muss man aufpassen, wohin man steigt, um nicht in eine Klusse (Felsloch) zu steigen.

Unter dem Lanser Kreuz wird es ein weniger steiler, ich finde eine alte Spur, der ich folge. Obwohl der Nimbus des Erstbegehers verloren , ist das Fortkommen um einiges leichter geworden.

… in einer steileren Passage zweigt der Weg hinab in eine Mulde und weiter Richtung Zirbenweg.

Die Orientierung ist im Winter wesentlich schwieriger, ich quere den Zirbenweg unbemerkt und befinde mich plötzlich tiefer als eigentlich geplant. Unter dem Osthang des Kofels wandere ich dann zur Grünbichlhütte.

Über einen flachen Boden mit vielen Latschen, das „Lieblingsgebiet“ ein jedes Schneeschuhwanderers, führt der weitere Weg. Obwohl keine steilen Passagen sind, muss ich bei jedem Schritt aufpassen, nicht einzubrechen.

Ich erreiche die Grünbichlhütte, ein Blick über die Schulter zeigt düsteres Wetter im Unterinntal. Mal schauen ob der Sonnenschein an meinem Standort noch ein wenig hält…

Von der Hütte führt eine Spur in Richtung Patscherkofel-Bergstation, undeutlich, aber erkennbar. Dieser folge ich, vermutend, dass ich auf dem Zirbenweg bin. Dies dürfte auch der Fall sein, allerdings ist der Weg zugeschneit und relativ steil, mit den Schneeschuhen stellt diese eine Herausforderung dar.
Zusätzlich ist die Schneeschichtung gelinde gesagt „komisch“, oberflächlich liegt ein fast schon schmieriger Schneefilm, unterhalb eine sehr harte Schneeschicht. Dies beeinflusst den Gripp der Schneeschuhe, ansonsten kein Thema, heute ein wenig negativ!

Ich quere die steileren Hänge, teils mit ungutem Gefühl, teil unter Zuhilfenahme von „ungewöhnlichen“ Steigtechniken und erreich schlussendlich wieder sicheren Untergrund.

Der Pulsschlag fährt langsam wieder runter, und nach kurzer Zeit eröffnet sich der Blick auf die Bergstation der Patscherkofelbahn. Ich habe es geschafft.

Eine schöne Tour mit Schneeschuhen, die Steilheit und der ungute Schneedeckenaufbau haben mich am Schluss ein wenig auf Trab gehalten, aber Spaß gemacht hat die Tour allemal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:18 h
Gesamtlänge: 8,79 km
Höhenmeter: ∆ 685m / ∇ 437m
Lawinenwarnstufe: 1

240309 Patscheralm (1.694m)

Die Sonne lacht vom Himmel, allerdings rüttelt zur gleichen Zeit der Föhn an den Fenstern, dass es nur so eine Freude ist. Ich lasse mich nicht entmutigen, der Patscherkofel steht heute auf dem Programm.
Mit dem Direktbus von Aldrans erreiche ich die Talstation. Der Skibetrieb konzentriert sich heute auf die Heiligwasserwiese, der Rest des Skigebietes ist geschlossen.

Ist starte direkt von der Talstation los, über die Olympiaroute steige ich steil zur Einmündung beim Tunnel, dort wechsle ich auf die Familienabfahrt.

Im unteren Teil des Skigebiets war ich noch halbwegs gut vom Wind verschont geblieben, aber je höher ich steige, desto steifer wird die Brise. Die Piste ist dafür in einem traumhaften Zustand…

Der Himmel ist klar und wunderschön, auf den Bildern sieht man halt keinen Wind. Dieser wird nun immer intensiver, und an zwei Stellen merke ich, wie es mich zur Seite drückt.

Der Blick ins Inntal ist heute wieder besonders schön, weil der Himmel so klar ist.

Überall, wo Sonne auf die Piste scheint, wird der Schnee ein wenig weicher und fein für den Aufstieg.

Schließlich erreiche ich über die Forststraße die heute auch geschlossene Patscheralm (1.694m). Hier beschließe ich, es gut sein zu lassen, denn es ist nicht mehr fein mit dem Wind.

Während ich mich für die Abfahrt herrichte, ziehen noch ein paar Unerschrockene an mir vorbei, aber ich bereue meine Entscheidung nicht. Der „Kofel“ läuft mir wahrlich nicht davon…

Über den Stubaiern kommen schon die ersten Wolken zum Vorschein, das Wetter wird wohl noch im Laufe des Tages umschlagen.

Die Abfahrt ist wie schon erwartet ein Traum, fast keine Spuren, und gerade in dem Zustand, den ich sehr gerne mag… oben ein wenig weich und dennoch griffig.
Rasch erreiche ich wieder die Talstation, beim letzten Schwung sehe ich gerade meinen Bus einfahren!

Und wie bestellt sitze ich 3 Minuten später auch schon wieder im Bus nach Hause. Wunderbar!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 6,52 km
Höhenmeter: ∆ 708 m / ∇ 706 m
Lawinenwarnstufe: Stufe 2 (Gleitschnee)
Wetter: Klarer Himmel, starker Föhn

240307 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Letu hat endlich ein Paar „Tourenski“ ergattert, das müssen wir gleich mal ausprobieren. Ich bin zwar nach einem langen Arbeitstag nicht so motiviert, dafür ist es Letu für uns Beide! Da gibt es kein Auskommen, ich muss mit…
Ausnahmsweise fahren wir mit dem FloMobil zum Glungezer.

Mit der Bahn fahren wir schnell in die Höhe, da es heute nur eine „Versuchstour“ ist, beschließen wir, von der Bergstation auf den Schartenkogel zu gehen. Das sind nur ein paar Höhenmeter, aber zum ausprobieren gerade recht.

Wir steigen an der Piste entlang stetig nach oben, über den Ziehweg und den letzten Steilhang erreichen wir die Bergstation des Schartenkogellifts und schlussendlich auch das Gipfelkreuz.

Es ist frisch, daher beeilen wir uns, packen die Sachen zusammen und fahren wieder ab bis zur Mittelstation. Die Talabfahrt ist heuer nur an ein paar erlesenen Tagen gegangen und ist schon länger gesperrt.

Eine kurze, feine Tour mit dem Sohnemann, es hat richtig Spaß gemacht. Hoffentlich geht sich das in nächster Zeit noch einmal aus!

Tourendaten
Gesamtdauer: 0:57h
Gesamtlänge: 5,89 km
Höhenmeter: ∆ 258 m / ∇ 819 m

240224 Wandern Aldrans

Am Freitag, den 23.02.2024 meldete sich der Winter mit Trompeten und Fanfaren zurück, mit Verkehrschaos im ganzen Niederschlagsbereich, von Osttirol, Zillertal, über das Wipptal bis ins Tiroler Oberland…
Am nächsten Tag lacht uns ein blauer Himmel entgegen, und verzaubert die Landschaft in das sprichwörtliche „Winter-Wonderland“.

Da unsere Zeit, und auch unser „Wollen“ heute ein wenig bescheiden ist, beschließen Biggi und ich, einen ausgedehnten Spaziergang durch die Zauberlandschaft zu machen.

Wir starten direkt in Aldrans und spazieren über die östlichen Felder, vorbei am Altersheim, zum Goaßgogl. Die steileren Passagen im Wald sind unangenehm zu gehen, da der Schnee, bzw. der Untergrund rutschig wie Seife ist.

Über das Pfarrtal erreichen wir die Wiesen vor dem Widum in Ampass. Hier haben wir einen wunderschönen Blick auf die zwei Türme der Ampasser Pfarrkirche. Der obere Turm musste gebaut werden, weil die Glocke für den originalen Kirchturm zu schwer war.

Vorbei am Kirchbühel und dem Ampasser Widum, müssen wir ein paar Meter der Straße folgend bergan Richtung Ebenwald. Nach 200m zweigt ein Weg nach Rechts ins Herztal ab.

Der Weg führt durch den Wald, es liegt einiges an Schnee, aber die Stapferei geht gut von Statten. Die Temperaturen sind schon wieder relativ hoch, daher schmilzt der Schnee auf den Bäumen relativ schnell ab.

Überall tropft es, immer wieder brechen kleine Schneelawinen von den Ästen ab. Wir ziehen uns vorsorglich die Kapuzen über den Kopf, das spart uns ein paar Mal ein kühles Genick.

Durch das Tal erreichen wir bald den Herzsee, der teils gefroren vor uns liegt. Natürlich keine tragende Eisschicht, dafür sind die Temperaturen zu hoch, aber immerhin schaut es hübsch aus.

Vom Herzsee spazieren wir schlussendlich über die Dörferstrasse hinab ins Dorfzentrum von Aldrans! So schließt sich eine gemütliche Rund in der Umgebung von Aldrans.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:28 h
Gesamtlänge: 4,79 km
Höhenmeter: △ 169 m / ▽ 173 m